TV-Tipp: Tim Burton's Planet der Affen - Fortsetzung oder Reboot? Was aus dem Film hätte werden können

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Planet der Affen Poster

Es hat Filmproduzent Arthur P. Jacobs fünf wertvolle Jahre seines Lebens gekostet, den ersten Planet-der-Affen-Film in den 60ern auf die Beine zu stellen. Das ist jedoch nichts im Vergleich zum Remake von Tim Burton, dass 2001 in die Kinos kam. Bevor der Kultregisseur Ende der 90er für die Neuverfilmung gewonnen werden konnte, wurde bereits über zehn Jahre erfolglos an einer weiteren Affen-Adaption herumgedoktert. Alles, was in Hollywood Rang und Namen hatte, kam mal mehr oder weniger mit Planet der Affen in Kontakt.

Eine Fortsetzung zu Teil 5? Eine alternative Fortsetzung von Teil 1? Eine Neuinterpretation? Oder doch lieber ein Remake? Großer Streitpunkt zwischen potenziellen Autoren, Regisseuren und den wechselnden Studiobossen bei 20th Century Fox war immer wieder die Richtung, die der Film einschlagen sollte. Dabei klingen viele der verworfenen Ideen teilweise äußerst reizvoll und spannend.

Der damals recht unbekannte Peter Jackson hatte eine Fortsetzung der klassischen Filmreihe im Sinn, in der ein Affe-Mensch-Mischling zentraler Charakter der Geschehnisse wird und die Rückkehr von Affen-Dauerschauspieler Roddy McDowall in einer Rolle als weiser Mentor vorsah. Oliver Stone wollte einen SF-Actionfilm mit biblischen Themen und Botschaften, eine Art Gorillas im Nebel vs. Terminator. Chris Columbus zog das Pferd von hinten auf und begann die Handlung mit dem Absturz eines fremden Raumschiffes auf der Erde unserer Zeit, das nicht nur einen intelligenten Schimpansen befördert, sondern auch einen Virus, der die Menschheit nun auszurotten droht. Ein Team von Wissenschaflern nutzt das fremde Raumschiff, um zum Affenplaneten zu fliegen und ein Heilmittel zu finden. Und damit jagt ein Zeitreise-Paradoxon das Nächste.

James Camerons Vorschlag sah eine alternative Fortsetzung zu Teil 1 vor, mit einer Rückkehr von Charlton Heston als George Taylor, 30 Jahre nach seiner Bruchlandung. Der Frieden zwischen den Affenfraktionen steht auf der Kippe und ein durchgeknallter Nachfahre von Caesar, der sich auf seine königlichen Wurzeln etwas einbildet, ist in dieser Sache auch nicht besonders hilfreich.

Mit der Verpflichtung von Tim Burton begann man das Spiel noch einmal ganz von vorn. Die Produktion des Remakes erwies sich jedoch alles andere als einfach. Es gab Streitkeiten über das Budget, Fox war Burtons Drehbuch viel zu komplex und wurde auf Anordnung von ganz oben "vereinfacht". Außerdem wirkte sich der viel zu enge Drehplan und zu wenig Zeit für Vor- und Nachbereitung negativ auf das Endergebnis aus.

Der Film war zwar ein finanzieller Erfolg, spielte weltweit 362 Millionen Dollar ein und der visuelle Stil und die modernen Affenprothesen ernteten viel Lob. Inhaltlich stieß er aufgrund der sehr stark geänderten Handlung, sowie dem konfusen Ende auf geteilte Meinungen und geriet schnell in Vergessenheit. Ursprüngliche Pläne für eine Fortsetzung wurden nicht weiter verfolgt. Stattdessen gab es 2011 mit Planet der Affen: Prevolution einen weiteren, auf allen Ebenen sehr erfolgreichen Reboot der Filmreihe. 2017 kommt mit War of the Planet of the Apes die zweite Fortsetzung in die Kinos.

Planet der Affen von Tim Burton läuft heute, am 16. November um 20:15 Uhr auf Kabel Eins.

Planet of the Apes (2001) EXPLAINED (REDITED VERSION) Part 1

Planet der Affen Poster
Originaltitel:
Planet of the Apes
Kinostart:
03.05.68
Laufzeit:
112 min
Regie:
Franklin J. Schaffner
Drehbuch:
Michael Wilson, Rod Serling
Darsteller:
Charlton Heston, Roddy McDowall, Kim Hunter
Drei Astronauten stürzen auf einem unbekannten Planeten ab. Zu ihrem Entsetzen stellen sie fest, das auf diesem Planeten Affen die dominierende Spezies sind. Die Affen jagen Menschen wie Tiere und zwei der Astronauten sterben. Allein der zynische und von den Menschen angewiderte Taylor bleibt am Leben.

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