The Orville

Quotencheck Deutschland: The Orville verabschiedet sich erfreulich stark

Die erste Staffel von The Orville auf ProSieben ist Geschichte. Die gute Nachricht zum Start lautet: Die Serie konnte ihren Sendeplatz in der Primetime halten und die Verluste über die Wochen sogar letztlich in Grenzen halten. Doch wie schlug sich der finale Doppelpackam gestrigen Abend?

Rückblick

"Alte Wunden" und "Sondervorstellung" erreichten zum Auftakt im Doppelpack ab 20.15 Uhr für den gesamten Zeitraum 1,89 Millionen Fans beim Gesamtpublikum (5,8 Prozent Marktanteil). In der Zielgruppe holte man 1,22 Millionen (11,5 Prozent Marktanteil).

"Planet der Männer" erreichte dann eine Woche später 1,40 Millionen Zuschauern (4,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 1,02 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent) in der Zielgruppe.

"Verschollen im Weltraum" holte 1,20 Millionen beim Gesamtpublikum (3,9 Prozent Marktanteil). In werberelevanten Zielgruppe waren 860.000 Fans dabei (8,7 Prozent Marktanteil).

"Pria" mit Gaststar Charlize Theron erreichte 1,17 Millionen Zuschauer (4 Prozent Marktanteil) beim Gesamtpublikum und 820.000 Fans (8,5 Prozent Marktanteil) bei den Umworbenen.

"Krill" konnte gegen das deutsche Länderspiel immerhin noch 1,14 Millionen Zuschauer (schwache 3,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 800.000 Fans im werberelevanten Alter (7,3 Prozent) generieren.

Die Episode "Mehrheitsprinzip" in direkter Konkurrenz zum Champions-League-Spiel im ZDF wollten gerade noch 1,01 Millionen Zuschauer sehen. Damit gingen ganz schwache 3,1 Prozent Marktanteil einher. In der Zielgruppe des Senders wurden 750.000 Fans und exakt 7 Prozent gemessen. Ein neuer Tiefststand.

Gegen ein schwächeres Konkurrenzprogramm klappte es mit der Episode "Falte im Weltraum" dann auch tatsächlich: 1,18 Millionen beim Gesamtpublikum sorgten für angenehmere 4 Prozent Marktanteil, bei den Umworbenen waren 810.000 Fans und somit 8,4 Prozent Marktanteil zu holen.

Als es mit der Episode "Amors Doch" letzte Woche lustig wurde, war den Quoten leider nicht zum Lachen zumute: Nur exakt 1 Million Fans fanden sich ein und bescherten dem Sender schwache 3,3 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe sahen gar nur noch 670.000 zu (6,6 Prozent) - Tiefpunkt.

Vor vierzehn Tagen dann sah es mit der Episode "Feuersturm" dann endlich mal wieder deutlich besser aus. 180.000 zusätzliche Zuschauer beim Gesamtpublikum brachten die Serie auf 1,18 Millionen und glatte 4 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe schauten 170.000 Fans mehr zu: 840.000 Zuschauer und 8,8 Prozent Marktanteil waren das Ergebnis. Bei allen reichte es somit für rund 80 Prozent des normalen Senderschnitts, bei den Umworbenen fast für 90 Prozent.

Danach ging die Serie in eine Zwangspause durch Feiertag.

Aktuelle Quoten

Am gestrigen Dienstag stand nun das Finale an und ProSieben bescherte den Fans die verbliebenen zwei Episoden am Stück. Um 20.15 Uhr lief die Episode "Flachgelegt" und ergatterte 1,11 Millionen Fans (4,2 Prozent Marktanteil) bei allen und 680.000 (8,3 Prozent) bei den Umworbenen. Beide Werte konnte sich durchaus sehen lassen, wenngleich man nicht mit dem Ergebnis der Vorwoche mithalten konnte.

Besser wurde es aber um 21.15 Uhr mit der finalen Episode "Gotteskult". Hier versammelte die Serie tolle 1,34 Millionen Fans (4,9 Prozent) und erreichte beim Gesamtpublikum sogar endlich mal wieder den Senderschnitt. 820.000 Zuschauer bei den Jüngeren (9,2 Prozent) konnten diesen Erfolg zwar nicht verbuchen, landeten aber auch nur knapp unter Senderschnitt.

Insgesamt gestaltete sich der Abschied also versöhnlich und vielleicht gibt ProSieben auch der zweiten Staffel eine Chance im früheren Abendprogramm.

Quotencheck Deutschland: The Orville gewinnt deutlich hinzu

Endlich gelang der Serie The Orville bei ProSieben in der Primetime mal wieder ein Achtungserfolg. Die Episode "Feuersturm" brachte zum Beispiel einen Wert ein, den die Serie seit sieben Wochen nicht mehr erreicht hatte!

Rückblick

"Alte Wunden" und "Sondervorstellung" erreichten zum Auftakt im Doppelpack ab 20.15 Uhr für den gesamten Zeitraum 1,89 Millionen Fans beim Gesamtpublikum (5,8 Prozent Marktanteil). In der Zielgruppe holte man 1,22 Millionen (11,5 Prozent Marktanteil).

"Planet der Männer" erreichte dann eine Woche später 1,40 Millionen Zuschauern (4,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 1,02 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent) in der Zielgruppe.

"Verschollen im Weltraum" holte 1,20 Millionen beim Gesamtpublikum (3,9 Prozent Marktanteil). In werberelevanten Zielgruppe waren 860.000 Fans dabei (8,7 Prozent Marktanteil).

"Pria" mit Gaststar Charlize Theron erreichte 1,17 Millionen Zuschauer (4 Prozent Marktanteil) beim Gesamtpublikum und 820.000 Fans (8,5 Prozent Marktanteil) bei den Umworbenen.

"Krill" konnte gegen das deutsche Länderspiel immerhin noch 1,14 Millionen Zuschauer (schwache 3,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 800.000 Fans im werberelevanten Alter (7,3 Prozent) generieren.

Die Episode "Mehrheitsprinzip" in direkter Konkurrenz zum Champions-League-Spiel im ZDF wollten gerade noch 1,01 Millionen Zuschauer sehen. Damit gingen ganz schwache 3,1 Prozent Marktanteil einher. In der Zielgruppe des Senders wurden 750.000 Fans und exakt 7 Prozent gemessen. Ein neuer Tiefststand.

Gegen ein schwächeres Konkurrenzprogramm klappte es mit der Episode "Falte im Weltraum" dann auch tatsächlich: 1,18 Millionen beim Gesamtpublikum sorgten für angenehmere 4 Prozent Marktanteil, bei den Umworbenen waren 810.000 Fans und somit 8,4 Prozent Marktanteil zu holen.

Als es mit der Episode "Amors Doch" letzte Woche lustig wurde, war den Quoten leider nicht zum Lachen zumute: Nur exakt 1 Million Fans fanden sich ein und bescherten dem Sender schwache 3,3 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe sahen gar nur noch 670.000 zu (6,6 Prozent) - Tiefpunkt.

Aktuelle Quoten

Mit der Episode "Feuersturm" nun sah es endlich mal wieder deutlich besser aus. 180.000 zusätzliche Zuschauer beim Gesamtpublikum brachten die Serie auf 1,18 Millionen und glatte 4 Prozent Marktanteil. In der Zielgruppe schauten 170.000 Fans mehr zu: 840.000 Zuschauer und 8,8 Prozent Marktanteil waren das Ergebnis. Bei allen reichte es somit für rund 80 Prozent des normalen Senderschnitts, bei den Umworbenen fast für 90 Prozent. Das letzte Mal sah es beim Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe beim Besuch auf dem "Planet der Männer" in der zweiten Woche aus! Bessere Aussichten also für ProSieben und die letzten beiden Episoden der Staffel?

Feuersturm: Kritik zu The Orville 1.10

SPOILER

Gar seltsame und mitunter schreckliche Dinge ereignen sich an Bord des Raumschiffs Orville. In der Episode "Feuersturm" begegnen der Crew einige Horrorszenarien.

Die Angst vor der Angst

Ein Feuer bricht im Maschinenraum aus. Das Besatzungsmitglied Harrison Payne kommt dabei ums Leben. Sicherheitschefin Alara macht sich große Vorwürfe und zweifelt an sich, denn sie hätte eventuell durch schnelleren Einsatz das Schlimmste verhindern können. Doch ihre Furcht vor Feuer hat sie für einen Moment handlungsunfähig gemacht.

Captain Mercer nimmt ihre spontane Kündigung nicht an, sondern beurlaubt Alara zunächst. Während sie sich auf Ursachenforschung begibt, geschehen merkwürdige Dinge an Bord. Zumindest scheinbar. Wie sich in den letzten Minuten der Episode herausstellt, war ein Großteil der Episode lediglich eine Simulation im Holodeck.

Nachdem Alara -unter anderen in einem Videogespräch mit ihren Eltern (mit Gastdarsteller Robert Picardo) - herausgefunden hat, dass ihre Angst vor Feuer tief in der Kindheit ihren Ursprung hat, möchte sie ihr Problem radikal angehen. Sie beauftragt Isaac mit der Programmierung einer Simulation, das allerlei Horror-Elemente der Crewmitglieder beinhaltet und im großen Showdown mit Feuerwalze endet. Mit einem Trick bekommt sie Dr. Finn dazu, ihr Kurzzeitgedächtnis zu löschen, damit Alara sich unbefangen ihren Ängsten so realitätsnah wie möglich stellen kann.

Führungsqualitäten

Zwar ist das Projekt am Ende erfolgreich, Alara schafft es ihre Panik zu überwinden, doch Captain Mercer ist nicht erfreut. Sie hat zwar nicht direkt Regeln gebrochen, aber ihre Postion schon arg strapaziert, um diesen gefährlichen Alleingang auch gegen den Widerspruch anderer Offiziere durchzusetzen.

Seth MacFarlan ist sicherlich nicht der beste Schauspieler im Cast, überzeugt als Captain aber dennoch. Es ist ein großer Pluspunkt, dass Ed Mercer von Beginn an nicht einfach als Witzfigur angelegt wurde, dem zufällig das Kommando über ein Raumschiff zufällt. Mercer ist ein hochqualifizierter Offizier der Planetaren Union mit bester Ausbildung, der durch private Tiefschläge ins Straucheln geriet. Nun in verantwortungsvoller Position zeigt sich seine kompetente Führungsstärke.

Das Sympathische ist dabei, dass er nicht einfach eine klischeehafte, nahezu übermenschliche Captain-Rolle übernimmt, sondern auch stets fehlbar und menschlich gezeigt wird. Wie in der aktuellen Episode, wo er hart um die Worte fürs Kondolenzschreiben an die Familie des verstorbenen Harrison Payne ringt. Und doch zeitgleich Alara und der restlichen Crew in der schwierigen Zeit ein verlässlicher Captain ist, der Rückhalt gibt und sicher leitet.

Schema F

Abermals führt Star-Trek-Veteran Brannon Braga bei The Orville Regie. Das Drehbuch stammt von Cherry Chevapravatdumrong, die bislang vor allem als Autorin und Produzentin bei Family Guy tätig war. Für innovative Ideen aus dem Fenster gelehnt haben sich beide nicht.

Für die Charakterentwicklung von Alara, und in Teilen auch Ed Mercer, ist es eine wichtige, verdiente Folge und wird auch vor allem durch das brilliante Schauspiel von Halston Sage getragen. Die skurile Einspielung der verschiedensten Ängste - vor sadistischen Ärzten, riesigen Spinnen, Clows und Abgründen - ist unterhaltsam und solide umgesetzt, jedoch nichts Neues. Gleiches kann man auch zur CGI-Technik sagen - sauber und solide, aber nicht auf dem modernsten Stand der Technik.

Frage ist hier: Erwartet man das überhaupt von einer Serie wie The Orville? Seth MacFarlanes Projekt überraschte schon zu Beginn positiv mit der klar erkennbaren Liebe zu Star Trek. Es ist eine stimmige Hommage ans Sci-Fi der 90er-Jahre, verpackt in einer frischen Aufmachung. Was bei manchen der große Pluspunkt ist, führt bei anderen zu Unmut: In Kritiken wird der Serie immer wieder vorgeworfen, lediglich zu kopieren und sich stetig an anderen Produktionen zu bedienen.

Stimmt alles. The Orville ist in ihrer Auftaktstaffel äußerst amüsant und charmant - soll die Serie jedoch länger Bestand haben, muss man sich etwas mehr von den Vorlagen lösen. Seth MacFarlanes äußerte sich bereits, dass der große Erfolg dem Team für die zweite Staffel mehr Freiraum für ernsthafte Töne und mehr eigenes Sci-Fi bietet. 

Fazit

Ein Ärgernis für alle, die sich an "es war alles nur ein Traum"-Lösungen stoßen oder ein Problem mit dem Kopieren diverser Sci-Fi-Inhalte haben. Dennoch ist die Episode solide mit jeder Menge Spannung und überzeugenden Schauspiel umgesetzt.

Wer jedoch in den bisherigen Staffel seinen Spaß an den Charakteren und dem lockeren Aufgreifen altbekannter Themen hatte, wird auch an "Feuersturm" Freude haben.

The Orville 1x10 Promo "Firestorm" (HD)

Quotencheck Deutschland: Für The Orville geht es weiter auf und ab

Ganz klar lässt sich die Zukunft von The Orville bei ProSieben in der Primetime auch nach neun Episoden nicht zeichnen. Die Tendenz geht zwar von Beginn an nach unten, zuletzt keimte aber Hoffnung auf. Eine Analyse.

Rückblick

"Alte Wunden" und "Sondervorstellung" erreichten zum Auftakt im Doppelpack ab 20.15 Uhr für den gesamten Zeitraum 1,89 Millionen Fans beim Gesamtpublikum (5,8 Prozent Marktanteil). In der Zielgruppe holte man 1,22 Millionen (11,5 Prozent Marktanteil).

"Planet der Männer" erreichte dann eine Woche später 1,40 Millionen Zuschauern (4,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 1,02 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent) in der Zielgruppe.

"Verschollen im Weltraum" holte 1,20 Millionen beim Gesamtpublikum (3,9 Prozent Marktanteil). In werberelevanten Zielgruppe waren 860.000 Fans dabei (8,7 Prozent Marktanteil).

"Pria" mit Gaststar Charlize Theron erreichte 1,17 Millionen Zuschauer (4 Prozent Marktanteil) beim Gesamtpublikum und 820.000 Fans (8,5 Prozent Marktanteil) bei den Umworbenen.

"Krill" konnte gegen das deutsche Länderspiel immerhin noch 1,14 Millionen Zuschauer (schwache 3,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 800.000 Fans im werberelevanten Alter (7,3 Prozent) generieren.

Die Episode "Mehrheitsprinzip" in direkter Konkurrenz zum Champions-League-Spiel im ZDF wollten gerade noch 1,01 Millionen Zuschauer sehen. Damit gingen ganz schwache 3,1 Prozent Marktanteil einher. In der Zielgruppe des Senders wurden 750.000 Fans und exakt 7 Prozent gemessen. Ein neuer Tiefststand.

Gegen ein schwächeres Konkurrenzprogramm klappte es mit der Episode "Falte im Weltraum" dann auch tatsächlich: 1,18 Millionen beim Gesamtpublikum sorgten für angenehmere 4 Prozent Marktanteil, bei den Umworbenen waren 810.000 Fans und somit 8,4 Prozent Marktanteil zu holen. Somit konnte man die letzten beiden Episoden etwas vergessen machen.

Aktuelle Quoten

Mit der humorvollen Episode "Amors Dolch" nun ging es wieder in die andere Richtung. Nur exakt 1 Million Fans fanden sich ein und bescherten dem Sender schwache 3,3 Prozent Marktanteil bei allen. In der Zielgruppe sahen gar nur noch 670.000 zu (6,6 Prozent) - Tiefpunkt. Gerade die Werte bei den wichtigen Umworbenen werden ProSieben große Sorgen bereiten. Dennoch muss man auch hier wieder bedenken: Parallel gab es DFB-Pokal im FreeTV und erreichte über acht Millionen Zuschauer. Nun sind sicher nicht alle potentiellen Orville-Fans auch an Fußball interessiert, die Wechselwirkung (gerade bei den Marktanteilen) ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Armors Dolch: Kritik zu The Orville 1.09

SPOILER

Bei The Orville sorgt ein alter Bekannter für Aufregung. Und wie der Episodentitel “Armors Dolch” verrät, ist das Raumschiff voller Liebe - oder zumindest Lustgefühlen.

Love is in the Air

Nach aufregenden Außenmissionen ist für die Crew der Orville etwas Freizeit an Bord angesagt. Doch natürlich bleibt es nicht lange ruhig, und ein geselliger Karaoke-Abend muss vorzeitig beendet werden.

Zwei verfeindete Alienvölker streiten sich um die Besitzrechte an einem Planeten. Zur Unterstützung schickt die Planetare Union ihren besten forensischen Archäologen, der uralte Schriften entziffern und so Klarheit bringen soll. Problem für Ed Mercer und Kelly: Dabei handelt es sich ausgerechnet um Darulio, der blaue Alien, mit dem Kelly Ed betrogen hat.

Doch Ed kann nicht lange böse sein. Er fängt an, Darulio zu mögen. Sehr. Wie sich herausstellt, ist Darulio in einer Phase, in der er Pheromone ausströmt, die ihn unwiderstehlich machen und auch einen Großteil der Schiffsbesatzung liebestoll werden lässt. Es sei denn, sie sind in einer Beziehung - dann wird sich eher gestritten, wie es bei Bortus und Klyden der Fall ist.

Als Darulio als Ursache für das merkwürdige Verhalten an Bord identifiziert wird, wirft das für Ed und Kelly natürlich eine Frage auf: Wie schuldig ist Kelly tatsächlich, wenn der Ehebruch eventuell durch die Pheremone ausgelöst wurde? Schnell wird allerdings auch der praktische Aspekt gesehen: Mit Darulios Hilfe können die verfeindeten Alienvölker beschwichtigt und eine kooperative Lösung für die gemeinsame Nutzung des Planeten gefunden werden.

Romantische Komödie im Weltraum

Anders als bei den bisherigen Episoden von The Orville, hat man für “Armors Dolch” vermutlich recht bewusst ein mit Star Trek unerfahrenes Team gewählt. Jamie Babbit (Girls, Gilmore Girls) führte die Regie nach einem Drehbuch von Liz Heldens (Friday Night Lights).

Jedoch ruft die Handlung dennoch Erinnerung an diverse Star-Trek-Episoden hervor. Eine durch Manipulation gelöste, liebestolle Crew ist kein neues Konzept.

Der Konflikt der Alienvölker rund um den Planeten ist absolute Nebensache. Zwar gibt es wieder mal ein paar schöne Aufnahmen der Orville, ansonsten stehen aber klar die Figuren im Zentrum.

Nachdem in vorherigen Folgen durchaus schwierige Themen ernsthaft behandelt wurden, greift man nun wieder mehr in die Gag-Kiste, ohne allerdings die Charaktere zu Witzfiguren zu machen. Das ist durchaus eine Kunst, wenn man bedenkt, dass Dr. Finn beim intensiven Sex mit dem Schleimwesen Yaphit gezeigt wird.

Fazit

Durchwachsen. Ob man die Episode mochte oder nicht, dürfte stark davon abhängig sein, ob einem der Humor passt. Das gilt zwar für die komplette Staffel, doch haben bislang die sonstigen Folgen deutlich mehr ernsthafte Sci-Fi-Elemente als Ausgleich geboten.

The Orville 1x09 Promo "Cupid's Dagger" (HD)

Kelly & Bortus Sing Karaoke | Season 1 Ep. 9 | THE ORVILLE

Falte im Weltraum: Kritik zu The Orville 1.08

SPOILER

Brannon Braga führt dieses Mal nicht nur Regie, sondern hat zusammen mit André Bormanis auch das Drehbuch zur Episode geschrieben. Wie auch Braga ist Bormanis ein alter Star-Trek-Hase, den Seth MacFarlane für The Orville begeistern konnte. Seit TNG ist er bei allen Serien als wissenschaftlicher Berater tätig gewesen, für Voyager und Star Trek: Enterprise schrieb er auch an einigen Drehbüchern mit.

Ein Klassiker

“Wieso in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?”, dachten sich wohl Bormanis und Braga. Ausgangspunkt der Episode ist ein guter, klassischer Shuttlecrash auf einem Planeten mit der Unsicherheit, ob und wann die Orville zur Rettung erscheint.

Eigentlich sollte es ein schöner Trip werden - Dr. Finn hat Urlaub und wollte mit ihren beiden Söhnen Marcus und Ty auf einen Vergnügungs-Planeten. Als Pilot hat sich Isaac angeboten, der schon auf dem Flug irritiert von den wilden Gebaren der beiden Kinder und Dr. Finns - für ihn lässigen - Erziehungsstil ist.

Wie es der Zufall will, bricht das Shuttle beim Crash so, dass Dr. Finn mit dem einen Teil weit entfernt von der zweiten Hälfte, in dem sich Isaac mit den Kindern befindet, landet

.Während sich Dr. Finn mit einem einsamen Einheimischen in einem verlassen Hochhauskomplex rumschlagen muss, streifen Isaac und die Kinder durch die Wildnis. Nach und nach wächst jedoch die Bedrohung durch eine Gruppe wilder Planetenbewohner.

Verschiedene Gruppen befanden sich einst auf dem Planeten im Krieg, bei dem schließlich biologische Waffen eingesetzt wurden und zum Untergang führte. Nach wie vor ist vieles verseucht, so dass sich auch der kleine Ty infiziert.Natürlich geht am Ende aber alles gut aus.

Computerliebe

Wie schon bisher ist bei The Orville nicht der eigentliche Grundplot entscheidend, sondern wie dieser umgesetzt wird. An sich sind die Geschichten altbekannt und besonders im Sci-Fi-Bereich Klassiker.

In diesem Fall besticht die Episode durch das Spiel im kleinen Ensemble. Gerade auch durch das gute Schauspiel der Kinderdarsteller funktioniert die Entwicklung von Isaac vom unverständigen, gefühlskalten Roboter zum Sicherheit gebenden Beschützer und emotionalen Anker in der schwierigen Situation. Ein sichtbarer Lernprozess, der Spaß macht.

Auch Dr. Finn, die bisher noch eher im Hintergrund mitlief, bekommt hier einen kräftigen Schub. Sie ist nicht nur die erfahrene, oftmals sarkastisch-trockene Ärztin, sondern hat dazu die üblichen Elternprobleme zu händeln.

Der Nebenplot auf der Orville selbst ist vernachlässigbar und auch der Humor hält sich dieses Mal noch mehr zurück als zuvor. Der Fokus liegt klar auf der Charakterentwicklung.

Fazit

Wenn man bisher The Orville schon vorwarf, nur altbekannte Handlungen anderer Serien wiederzukäuen, wird man an “Falte im Weltraum” erst recht keinen Gefallen finden.

Ist man jedoch in der Lage, über diesen Aspekt hinwegzusehen und sich eher für die Gefühlsebene und Ausführung zu öffnen, ist es eine ganz wundervolle Episode, die einem bisher eher am Rande beleuchtete Charaktere noch einmal deutlich näher bringt.

Isaac Gives Claire Parenting Advice | Season 1 Ep. 8 | THE ORVILLE

Quotencheck Deutschland: The Orville hat auch gegen Bayern keine Chance

The Orville hat es weiterhin nicht leicht auf ProSieben. Mit der siebten Episode hagelte es neue Negativrekorde für die junge Serie.

Rückblick

"Alte Wunden" und "Sondervorstellung" erreichten zum Auftakt im Doppelpack ab 20.15 Uhr für den gesamten Zeitraum 1,89 Millionen Fans beim Gesamtpublikum (5,8 Prozent Marktanteil). In der Zielgruppe holte man 1,22 Millionen (11,5 Prozent Marktanteil).

"Planet der Männer" erreichte dann eine Woche später 1,40 Millionen Zuschauern (4,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 1,02 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent) in der Zielgruppe.

"Verschollen im Weltraum" holte 1,20 Millionen beim Gesamtpublikum (3,9 Prozent Marktanteil). In werberelevanten Zielgruppe waren 860.000 Fans dabei (8,7 Prozent Marktanteil).

"Pria" mit Gaststar Charlize Theron erreichte 1,17 Millionen Zuschauer (4 Prozent Marktanteil) beim Gesamtpublikum und 820.000 Fans (8,5 Prozent Marktanteil) bei den Umworbenen.

"Krill" konnten vergangene Woche gegen das Länderspiel noch 1,14 Millionen Zuschauer (schwache 3,4 Prozent Marktanteil) bei allen und 800.000 Fans im werberelevanten Alter (7,3 Prozent) generieren.

Aktuell

Die Episode "Mehrheitsprinzip" in direkter Konkurrenz zum Champions-League-Spiel im ZDF wollten nun am gestrigen Dienstagabend gerade noch 1,01 Millionen Zuschauer sehen. Damit gingen ganz schwache 3,1 Prozent Marktanteil einher. In der Zielgruppe des Senders wurden 750.000 Fans und exakt 7 Prozent gemessen.

Die Serie landete somit auf einem neuen Tiefststand an allen Fronten. Es wird in den nächsten Wochen wichtig sein, gegen ein schwächeres Konkurrenzprogramm ein paar Zuschauer zurückzugewinnen.

The Orville 1x07 Promo "Majority Rule" (HD)

Mehrheitsprinzip: Kritik zu The Orville 1.07

SPOILER

The Orville macht diese Woche eine kleine Pause von Star Trek und taucht kopfüber in Black Mirror ein. Die Crew begibt sich zur Außenmission auf einen Planeten, der der Erde des 21. Jahrhunderts stark ähnelt.

Verdeckte Ermittlungen

Zwei Anthropologen der Planetaren Union werden vermisst. Sie halten sich seit Jahren  zu Forschungszwecken auf Sargas 4 versteckt auf, haben aber schon länger nichts mehr von sich hören lassen.

Die Orville erhält den Auftrag, der Sache auf den Grund zu gehen. Dafür schickt Captain Mercer ein kleines Team, bestehend aus Kelly, Alana und LaMarr, auf Außenmission.

Bei ihrer Vermisstensuche müssen aber auch sie sich an ein hohes Gebot der Planetaren Union halten: Unauffälligkeit. Sargas 4 befindet sich auf einem Entwicklungsstand ähnlich der Erde des 21. Jahrhunderts und ist noch nicht bereit für einen offiziellen Kontakt.

Theoretisch klar, praktisch verhält es sich natürlich anders: LaMarr hat deutlich zu viel Spaß und entweiht aus Versehen eine Volksheldin, als er in aller Öffentlichkeit eine Statue für einen lasziven Tanz nutzt. Dumme Idee - es gibt einige Kulturen, bei denen dies eher unschöne Folgen haben dürfte. So auch auf Sargas 4.

Der Wille des Volkes

Doch anders als ein einzelner Diktator oder grausames Regime ist auf Sargas 4 der Wille des Volkes entscheidend. Und zwar mit jeder einzelnen Stimme zu jeder Zeit bei sämtlichen Aktionen und Verhaltensweisen von jedem Individuum.

Damit könnte “Mehrheitsprinzip” auch zu Black Mirror gehören. Tatsächlich gab es dort mit “Abgestürzt” bereits in Staffel 3 eine Episode mit sehr ähnlicher Prämisse.

Auch bei The Orville wird ein einfaches System aus positiver und negativer Bewertung, das man ähnlich aus dem Social-Media-Bereich kennt, herangezogen. Schon kleine Kinder bewerten ihre Großeltern für Freundlichkeit, und ein Fehltritt in der Jugend kann einem ein Leben lang selbst so etwas simples wie einen Café-Besuch unmöglich machen. Größere Vergehen werden zudem permanent im TV wiederholt und auch die dazugehörige Strafverfolgung über Fernseh- und Internetplattformen betrieben.

Als Außenstehenden fällt LaMarr die große Ochsentour natürlich besonders schwer: Um Strafe für sein Verhalten zu entgehen, muss er sich in mehreren Sendungen entschuldigen und möglichst sympathisch präsentieren. Dafür steht ihm kein Anwalt, sondern ein PR-Berater zur Seite. Mit mäßigem Erfolg.

Mehr Schein als Sein

Im Verlauf wird auch der Verbleib der Anthropologen klar: Ein Missverständnis - sie schienen einer Schwangeren keinen Sitzplatz im Bus anzubieten - brachte das Volk gegen sie auf. Während einer der beiden kurz vor Strafvollstreckung bei einem Fluchtversuch getötet wird, ereilt den anderen das Schicksal derer, die in Ungnade gefallen sind: Seine Persönlichkeit und Erinnerung wurde nahezu ausgelöscht, so dass er nun ein “glückliches” und “sozialverträgliches” Leben führen kann.

Dies will Captain Mercer LaMarr natürlich ersparen und widersetzt sich direkter Anweisung, sich bedeckt zu halten. Doch offenbart er sich nicht direkt dem kompletten Planeten, sondern holt eine Einzelperson an Bord, die ihm helfen soll.

Die junge Dame findet sich erstaunlich schnell damit ab, aus ihrem Alltag auf einmal an Bord eines Raumschiffes gebeamt zu werden. Aber viel Zeit bleibt der Episode einfach auch nicht mehr. Praktisch also, dass sie scheinbar tiefenentspannt und äußerst hilfreich ist. Mit ihren Angaben und Wissen über das System ihres Volkes manipuliert die Crew der Orville das soziale Profil von LaMarr auf Sargas 4. Süße Videos von ihm mit Hund, Bilder von einem pummeligen Kind, ein Kriegsheld - all das hilft, die Abstimmung in letzter Sekunde herumzureißen. LaMarr ist frei.

Kein Neuland

Wieder einmal kann man sagen: Seth MacFarlane ist inhaltlich nicht sonderlich innovativ und bedient sich reichlich bei diversen Serien - dies aber auf eine derart charmante und clevere Weise, dass man sich sowohl gut unterhalten als auch emotional angesprochen fühlt.

Da die Themen an sich bereits bekannt sind, schenkt man sich bei The Orville auch lange Hinführungen und tiefe Analysen. Das Streifen diverser Handlungspunkte und moralischen Fragestellungen reicht aus, um die Botschaft dem Zuschauer zu vermitteln.

Die eigentliche Leistung von MacFarlane und Crew ist es, das Ganze dennoch frisch und so auch in ganz eigener Weise neu wirken zu lassen.

Fazit

The Orville deckt mit “Mehrheitsprinzip” einen weiteren Punkt von der Must-Have-Liste der Science-Fiction-Serienkultur ab. Zwar bedient man sich abermals bereits reichlich bekannter Elemente, setzt diese aber stilsicher und charmant um.

The Orville 1x07 Promo "Majority Rule" (HD)

Quotencheck Deutschland: The Orville verliert weiter Marktanteile

The Orville hat bei ProSieben weiterhin einen schweren Stand. Gestern um 21.15 Uhr lief bereits die sechste Episode der ersten Staffel in der Primetime des Senders.

Wir blicken allerdings wie immer zunächst zurück:

Zum Auftakt der Serie liefen zwei Episoden ab 20.15 Uhr. "Alte Wunden" und "Sondervorstellung" erreichten für den gesamten Zeitraum 1,89 Millionen Fans beim Gesamtpublikum (5,8 Prozent Marktanteil). In der Zielgruppe holte man 1,22 Millionen (11,5 Prozent Marktanteil).

Eine Woche später lief "Planet der Männer" dann um 21.15 Uhr mit 1,40 Millionen Zuschauern und 4,4 Prozent Marktanteil bei allen und 1,02 Millionen Zuschauer (9,6 Prozent) in der Zielgruppe.

"Verschollen im Weltraum" erreichte noch 1,20 Millionen Menschen beim Gesamtpublikum (3,9 Prozent Marktanteil). In werberelevanten Zielgruppe waren 860.000 Fans dabei, was 8,7 Prozent Marktanteil bedeutete.

"Pria" mit Gaststar Charlize Theron holte vergangene Woche 1,17 Millionen Zuschauer und 4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum ab. In der Zielgruppe standen 820.000 Fans und 8,5 Prozent Marktanteil zu Buche.

Mit der starken Episode "Krill" konnten diese Werte gestern dann leider nur indirekt bestätigt werden. 1,14 Millionen Zuschauer waren zwar kein großer Sturz, reichten jedoch nur für schwache 3,4 Prozent. 800.000 Fans im werberelevanten Alter sorgten für ebenfalls schwache 7,3 Prozent. Beide Werte sind gleichbedeutend mit den bisher schlechtesten Marktanteilen und der größten Distanz zum Senderschnitt. Beim Gesamtpublikum erreichte man nicht mal mehr 70 Prozent dessen, was ProSieben als aktuellen Durchschnitt führt, bei den Jüngeren reichte es gerade noch für rund 80 Prozent.

Star Trek: Discovery - Frakes kehrt zurück, vergleicht mit The Orville & preist DS9

Jonathan Frakes (Commander William T. Riker) war bei der Lexington Comic & Toy Convention zu Gast und sprach dabei unter anderem auch über Star Trek: Discovery, Quentin Tarantinos Idee zum nächsten Star-Trek-Film sowie über The Orville und das gesamte Trek-Franchise.

Über seine Beteiligung an der zweiten Staffel der neuen Trek-Inkarnation hielt er es kurz und knackig.

"Ja, ich werde zurückkehren. Ich habe gerade das erste Drehbuch (...) und die Grundidee für die zweite Episode gelesen, und es geht richtig los."

Über den Cliffhanger mit der USS Enterprise befragt, gab er die Frage indirekt zurück:

"Es ist ein großartiger Cliffhanger, oder?"

Frakes arbeitet parallel auch an The Orville. Über den Ansatz dieser Serie hatte er ebenfalls etwas anzumerken.

"(MacFarlane) wollte definitiv, dass The Orville wie TNG aussieht. Also stellte er Leute an wie Marvin Rush oder Brannon Braga, (holte) Robbie Duncan McNeill, einen der wunderbaren Voyager-Regisseure, James Conway, der eine Reihe toller TNG-Episoden gemacht hat, oder brachte mich an Bord. Er füllte den Raum mit TNG-Leuten, damit die Show sich anfühlt wie TNG, und ich denke es ist ihm gelungen. (...) The Orville hat eine Lücke gefüllt. Für viele Leute ist The Orville ihr neues Star Trek, weil es Geschichten erzählt wie TNG, und es hat dazu noch wilden Humor."

Als er nach seiner Lieblingsserie abseits von TNG gefragt wurde, sprach Frakes seine Vorlieben sehr deutlich aus.

"Ich bin einer der Leute, die DS9 wirklich mochten. Ich denke, sie waren (dort) mutiger. Ich habe die Leute bei Voyager geliebt, aber die Serie fühlte sich immer wie TNG light an. Und Star Trek: Enterprise war, als hätten sie es übertrieben. Es war die vierte Serie in wie vielen Jahren auch immer. Doch auch in diesem Fall sage ich nichts Negatives über die Leute bei der Serie. (...) Ehrlich gesagt denke ich, dass Paramount so dermaßen gierig war, dass sie mit all diesen Serien die Essenz von Roddenberrys Kreation verwässerten.

DS9 hat wunderbare Geschichten erzählt. (...) Es gab Konflikte in der Serie, die Leute hatten richtig zu kämpfen. (...) Ich weiß, dass die Serie nicht jedermanns Favorit ist, aber ich habe sie immer genossen und liebte es auch, daran zu arbeiten."

Zum Schluss äußerte er sich noch über das, was er bezüglich der Beteiligung von Quentin Tarantino am nächsten Kinofilm weiß.

"Ich bin fasziniert von der Möglichkeit, jedoch nicht überzeugt, dass es dazu kommen wird, weil ich nicht sicher bin, dass das, wofür Tarantino steht, sich im gleichen Universum befindet, wie das, was wir von Star Trek kennen. (...) Ich bin also neugierig wie jeder hier, aber nicht sicher, dass diese Sache real oder umgesetzt wird. Doch weiß ich auch, dass daran gearbeitet wird J. J. und Quentin die Sache verfolgen wollen. Wir werden sehen."

Aus einem Gespräch mit seinem Freund J. J. Abrams zitierte er den Produzenten zudem wie folgt.

"Quentin sagte, es werde wild."

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