Kritik zu Gotham: 2.10: The Son of Gotham

SPOILER

(c) FOX

Ich muss sagen, Gotham hat mich mal wieder äußerst positiv überrascht. Die Auflösung des Plots um Bruce, Selina und Silver fand ich wunderbar. Die Idee, Bruce das Kidnapping vortäuschen zu lassen, es dann aber so darzustellen als stamme der Plan aus dem hause Galavan ziemlich clever. Die Coolness (und Kälte), die Bruce bei der Auflösung seines Plans ausstrahlte schien ja schon fast aus dem Bildschirm zu triefen, so hart wie er Silver abgefrühstückt hat. Ich fand hier das Zusammenspiel von Selina und Bruce auch sehr beachtlich, der junge Wayne hat ihr ja zum Ende hin auch mehr oder weniger direkt ins Gesicht gesagt, wie viel er von ihr hält. Ihre Reaktion auf so viel Nettigkeit war grandios, die beiden Jungschauspieler bringen die Chemie zwischen den Charakteren absolut glaubhaft rüber.

Auch Silvers Reaktion gegenüber dem vermeintlichen Kidnapper hat mir sehr gefallen. Ihr wechsel von der weinerlichen Milliadärstochter zur eiskalt kalkulierenden Mistgöre hat mich ziemlich überzeugt. Ich finde, hier haben uns die Autoren auch mal wieder ganz clever ihre wahren Intentionen wissen lassen, ohne es uns oder einem der Protagonisten unter die Nase zu reiben. Der Rest der Gallavan Familie weiß sich in dieser Episode ebenfalls ganz gut zu wehren: Tabitha gerät mit Alfred in ein im nachhinein eigentlich ziemlich unnötiges (aber cooles!) Gerangel und Theo gibt sich mit Gordon die Ehre. Ich muss sagen, dass mich dieser wenn auch sehr kurze Kampf ziemlich überrascht hat. Besonders da Gordon in der letzten Folge noch mit Leichtigkeit den Schurken vermöbeln konnte, der die angeforderte Verstärkung in die Schranken gewiesen hatte. Ihn jetzt so hart gegen Galavan scheitern zu sehen hatte schon fast den Charakter eines Videospiels in dem man zum Ersten mal auf den Endboss stößt, diesem aber auf Biegen und Brechen noch keinen Schaden zufügen kann. Ich behaupte aber mal, dass unser James sich bis zur nächsten Episode wieder berappelt hat und Theo dann zeigen wird, wo der Hammer hängt. Oder wie in Gotham üblich: die Handfeuerwaffe.

Auf der anderen Seite kann ich mir aber auch sehr gut vorstellen, dass er Cobblepot diese Ehre überlässt, Theo aus dem Verkehr zu ziehen. Gemeinsam mit seinem neuen besten Freund Nygma dürfte es für ihn kein Problem sein. Immerhin hat er es ja angeblich auch schon geschafft, Galavans Vorgänger Mayor James über Wochen festzuhalten und zu quälen. Womit wir auch schon beim nächsten großen Plotpoint wären, den ich so nicht erwartet hätte, mir im Nachhinein aber absolut schlüssig erscheint. Wir haben bereits bei Butch gelernt, dass Galavans Schwester in der Lage ist, Gehirne zu waschen. Dass sie nun dem Bürgermeister einbläut, von jemand anderem enführt worden zu sein erscheint daher nur logisch.

Zu den Mönchen der Order of St. Dumar würde ich an dieser Stelle eigentlich auch gern noch etwas mehr schreiben, aber so richtig schlau werde ich aus diesem Kult bis jetzt irgendwie nicht. MIr ist klar, dass sie irgendwie aus den Schatten der Stadt heraus mit Galavan unter einer Decke stecken und seine Familiengeschichte darin verstrickt ist, aber mehr kann ich leider gar nicht sagen. Ich denke aber, dass in der nächsten Episode mehr darauf eingegangen wird wenn sich Galavans Plan entfaltet (und anschließend in die Brüche geht).

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