Captain America, Zootopia, Suicide Squad & Ben Hur: Die Tops & Flops des Kinosommers

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Sommer-Blockbuster-Saison 2016 offiziell vorbei. Traditionell werden alle Filme, die von Anfang Mai bis zum ersten Septemberwochenende in den Kinos starten zu den Sommer-Blockbustern gezählt. Dieser Zeitraum ist für die Studios mittlerweile der wichtigste im Jahr und auch in diesem Jahr gaben sich die teuer produzierten Filme die Klinke in die Hand. Nun, da die Saison 2016 vorüber ist, lohnt es sich, einmal einen Blick die Erfolge und Flops des Sommers zu werfen.

Der Kinosommer 2016 war wie selten zuvor durch Fortsetzungen geprägt. Ganze 14 Sequels brachte Hollywood in diesem Jahr in die Kinos, etwas, das es zuletzt vor 13 Jahren gegeben hatte. Allerdings gelang es dabei lediglich vier Filmen mehr Geld einzuspielen als die jeweiligen Vorgänger. Besonders erfolgreich war Disney, die mit Findet Dorie und Captain America (US-Kinostart 6. Mai) die zwei finanziell stärksten Fortsetzungen für sich verbuchen konnten.

Disney ist generell der große Gewinner des Sommers. Mit den schon angesprochenen beiden Fortsetzungen und den beiden Kinoerfolgen Zootopia und The Jungle Book konnte das Studio sich die vier Topplatzierungen in den Sommer-Kinocharts sichern. Erst auf Platz 5 folgt mit Pets ein Film von Universal. Platz 6 ging an Suicide Squad.

Trotz der genannten Erfolge stand der Sommer 2016 allerdings auch im Zeichen von Blockbustern, die deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Besonders das US-Publikum strafte viele Kinostarts in diesem Jahr ab, sodass die Studios noch stärker als früher auf die internationalen Einnahmen angewiesen waren. Oft dürften aber selbst diese nicht ausreichend gewesen sein.

Bloomberg.com berichtete kürzlich darüber, wie viel Geld einige der Sommer-Blockbuster die Studios in diesem Jahr gekostet haben sollen. Auch wenn es sich dabei um keine offiziellen Zahlen handelt und manche Werte von den Studios zum Teil bestritten werden, sind sie doch ganz interessant. Größter Verlierer wäre demnach die Neuauflage von Ben Hur. Diese soll rote Zahlen im Bereich von 120 Millionen Dollar geschrieben haben. Da auch andere Filme von Paramount wie Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows hinter den Erwartungen geblieben sind, könnte sich der Gesamtverlust des Studios im Sommer 2016 auf fast 300 Millionen Dollar belaufen.

Sonys Ghostbusters taucht in dem Bericht ebenfalls auf. Experten schätzen, dass das Reboot der Geisterjäger das Studio um 60 Millionen Dollar Verlust eingebracht hat. Die Studioverantworlichen bestreiten diese Zahlen jedoch nach wie vor, auch wenn sie selbst keine konkreten Angaben zum tatsächlichen Ergebnis machen.

Von Filmen, die deutlich weniger einspielten als erhofft, bliebt auch Disney nicht verschont. Die Fortsetzung von Alice im Wunderland, Spielbergs BFG und Elliot, der Drache sind am Ende wohl alle ein Minusgeschäft. Vor allem BFG und Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln waren für das Studio zwei große Flops und dürften gemeinsam um die 200 Millionen Verlust machen. Dass Disney trotzdem der Großverdiener des Jahres war, zeigt, wie gut die anderen Filme gelaufen sind.

Nach Disney schlug sich auch Warner Bros. in diesem Sommer ganz beachtlich und verzeichnet die zweitbesten Gesamtzahlen. Dies hat das Studio zum einen dem Großverdiener Suicide Squad zu verdanken, zum anderen haben auch ein paar kleine Produktionen zum Erfolg beigetragen. Vergleichsweise günstig produzierte Filme wie Lights Out oder The Conjuring 2 schlugen sich an den Kinokassen richtig gut. Da war es auch zu verschmerzen, dass Legend of Tarzan unter den Erwartungen blieb.

Zum Abschluss die 15 einspielstärksten Filme des Sommers im Überblick:

  1. Captain America: Civil War – 1,152 Milliarden Dollar (USA 408 Millionen Dollar)
  2. Zootopia - 1,023 Milliarden Dollar (USA 341 Millionen Dollar)
  3. The Jungle Book – 964 Millionen Dollar (USA 363 Millionen Dollar)
  4. Findet Dorie – 945 Millionen Dollar (USA 483 Millionen Dollar)
  5. Pets – 767 Millionen Dollar (USA 360 Millionen Dollar)
  6. Suicide Squad – 681 Millionen Dollar (USA 303 Millionen Dollar)
  7. X-Men: Apocalypse - 543 Millionen Dollar (USA 155 Millionen Dollar)
  8. Kung Fu Panda 3 - 519 Millionen Dollar (USA 143 Millionen Dollar)
  9. Warcraft - 433 Millionen Dollar (USA 47 Millionen Dollar)
  10. Independence Day: Resurgence - 383 Millionen Dollar (USA 103 Millionen Dollar)
  11. Jason Bourne - 381 Millionen Dollar (USA 157 Millionen Dollar)
  12. The Legend of Tarzan - 356 Millionen Dollar (USA 126 Millionen Dollar)
  13. Angry Birds - 346 Millionen Dollar (USA 107 Millionen Dollar)
  14. Die Unfassbaren 2 – 328 Millionen Dollar (USA 65 Millionen Dollar)
  15. The Conjuring 2 - 319 Millionen Dollar (USA 102 Millionen Dollar)
Originaltitel:
Captain America: Civil War
Kinostart:
28.04.16
Laufzeit:
147 min
Regie:
Joe & Anthony Russo
Drehbuch:
Christopher Markus, Stephen McFeely
Darsteller:
Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Anthony Mackie, Paul Bettany, Jeremy Renner, Don Cheadle, Elizabeth Olsen, Paul Rudd
Die Marvel-Helden im Krieg gegeneinander: Der Film wird sich des aus den Comics bekannten "Civil War"-Handlungsbogens bedienen, bei dem es die Helden untereinander aufnehmen.

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