Kritik zu Fear the Walking Dead 2.06: Sicut Cervus

SPOILER

Die Gruppe kommt nach einigen Komplikationen endlich in Baja an, wo Strands große Liebe auf ihn wartet. Innerhalb der Gruppe kommt es dank Chris' Verhalten zu einigen Konfrontationen und Ofelia öffnet sich gegenüber Nick.

Endlich am Ziel

Gleich zu Anfang der Episode gerät Strands Plan ins wanken, da sein Partner in Baja sich nicht an die Abmachungen hält und so kommt es zum Feuergefecht. Louis verliert dabei leider sein Leben, was ich persönlich sehr bedaure. Er schien mir ein wirklich cooler Charakter gewesen zu sein und ich hätte echt noch gerne ein paar Episoden mit ihm erlebt. Auf der Insel angekommen braucht Strand erst einen Moment um zu verstehen was Sache ist. Während die Gruppe die von Celia vergifteten Kirchengänger abwehrt fallen sowohl Daniel als auch Chris in eine Art Starre.

Daniel erinnert sich an seine dunkle Vergangenheit und hat (verständlicherweise) echte Probleme damit, die Körper der jungen Menschen zu töten. Sehr eindrucksvoll, weil ziemlich gruselig fand ich dementsprechend auch das Opening in der Kirche. Die Szene in der den Leuten fast gleichzeitig die Augen anfangen zu bluten war schon nicht ganz ohne.

Unsere kleine Farm

Kurz darauf führt Strand sie dann aber endlich zu Celias Anwesen, wo tatsächlich erstmal alles ziemlich gut aussieht. Bis auf Daniel geben auch alle gern ihre Waffen ab und genießen die vermeindliche Gastfreundschaft. Als sich dann jedoch herausstellte, dass Celia praktisch der Hershel von Fear ist, verflüchtigte sich diese Freude aber auch relativ schnell wieder. Ich frage mich an dieser Stelle auch, wieso sie die anderen Mitglieder der Gemeinde nicht in die "Rettungszelle" gesperrt hat, sondern sie weiter draußen herumlaufen ließ.

Mit Thomas' endgültigem Ableben und Daniels Zweifeln kann ich mir aber auch vorstellen, dass diese Situation auf Celias Anwesen viel schneller eskaliert als auf Hershels Farm in TWD. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es in der nächsten Episode einen namenhaften Tod geben wird, immerhin verliefen die letzten Episoden diesbezüglich sehr, sehr ruhig. Außerdem warten wir quasi immer noch auf die Rückkehr von Alex und Jack, die sich ja ebenfalls noch irgendwo in Reichweite aufhalten müssten.

Merry Chris-mess

Der Award für den unbeliebtesten Charakter der Episode dürfte wohl zum x-ten Mal in Folge an Chris gehen. Er zeigt sich so unglaublich uneinsichtig und creepy, dass es mir wirklich sehr schwer fällt, hier überhaupt noch etwas über ihn zu schreiben. Die Aktion, Madison beim Sterben zuzugucken, könnte man noch als Schockstarre durchgehen lassen, wobei das nach seinem Gespräch mit Travis ja auch eher unwahrscheinlich ist. Danach aber erst seiner Stiefschwester drohen und sich dann nachts in ihr Schlafzimmer schleichen und mit einem Messer in der Hand neben dem Bett stehen? Der hat doch hundert prozentig einen an der Waffel, da kann Travis ihn in Schutz nehmen so viel er will, jemand muss mal ein ernstes Wörtchen mit dem Jungen reden.

In aller Kürze

Die Episode war im Ganzen betrachtet wieder sehr okay, konnte mich aber nicht aus den Socken hauen. Viele gute Ansätze, die eine gruselige Atmosphäre vermitteln und Charaktere entwickeln. Auf der anderen Seite haben wir dann leider immer noch Chris, der abermals zum unbeliebtesten Teenager der Apokalypse gekürt werden darf.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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