Neil Gaiman

Jubiläen 2020: Willkommen im Jahr der Astronauten und Drachen

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Herrschaft des Feuers

Wenn man dem Kino-Orakel glauben darf, geht die größte Gefahr für das kommende Jahr von Drachen aus. Aber es gibt auch gute Nachrichten: So sagte Hollywood schon vor zwanzig Jahren voraus, dass 2020 die erste bemannte Mission zum Mars startet – und außerdem es gibt wieder viele Jubiläen zu feiern.

Bevor Cthulhu und die anderen Großen Alten vor Äonen das Licht der Welt erblickten, wurde am 20. August 1890, vor 130 Jahren, ihr Schöpfer Howard Phillip Lovecraft geboren. 20 Jahre später am 17. Oktober 1910 starb Kurd Laßwitz (Auf zwei Planeten). Heute erinnert noch der nach Laßwitz benannte Preis an den Pionier der deutschen Science-Fiction.

1920 brachte United Artists ihren ersten Film ins Kino. Das Zeichen des Zorros macht vor 100 Jahren den Schauspieler Douglas Fairbanks senior zum Star. Im selben Jahr wurden die Science-Fiction-Schriftsteller Isaac Asimov und Ray Bradbury sowie der Filmtrickspezialist Ray Harryhausen geboren.

Zehn Jahre später starb Arthur Conan Doyle – unsterblich geblieben ist hingegen, der von ihm erfundene Meisterdetektiv Sherlock Holmes. 1930 wurde Wolfgang Völz geboren. Der 2018 verstorbene Schauspieler war in Raumpatrouille Orion und mehreren Edgar-Wallace-Filmen zu sehen und lieh seine Stimme unter anderen dem Androiden Otto in der Zeichentrickserie Captain Future. Clint Eastwood und Sean Connery könnten, wenn sie wollten, dieses Jahr zusammen ihren 90. Geburtstag feiern.

2019 war Joker einer der großen Erfolge an der Kinokasse. Batmans Lieblingsgegenspieler wurde 1940 von dem Assistenzzeichner Jerry Robinson entworfen und von Bob Kane und Bill Finger überarbeitet. Im selben Jahr hatte auch der Superheld Jay Garrick alias The Flash seinen ersten Auftritt in einem Comicheft. Der vor 80 Jahren geborene Regisseur George A. Romero ist nicht so sehr für seine Helden, sondern für die von ihm etablierten wandelnden Toten bekannt.

Der Regisseur Jack Arnold drehte 1955 gleich zwei Monsterfilme und der junge Clint Eastwood trat vor 65 Jahren sowohl in Tarantula als auch in Die Rache des Ungeheuers in einer Nebenrolle auf.

Alfred Hitchcocks Psycho lief 1960 in den US-Kinos an. Der schottische Comicautor Grant Morrison (Batman: Arkham Asylum, Happy!) und der englische Fantasy-Autor Neil Gaiman (Niemalsland, American Gods) kamen vor 60 Jahren auf die Welt. Somit dürften die beiden den Filmklassiker damals nicht im Kino gesehen haben.

Am 18. Oktober 1970 strahlte die ARD Das Millionenspiel aus. In pseudodokumentarischen Stil zeigte der Film eine TV-Show, in der ein Kandidat von Jäger live zu Tode gehetzt wird. Aufgrund von Urheberstreitigkeiten war Das Millionenspiel, in dem vor 50 Jahren Dieter Hallervorden und Dieter Thomas Heck mitwirkten, mehrere Jahrzehnte nicht zu sehen.

1980 hatte das Warten für viele Star-Wars-Fans ein Ende: George Lucas brachte die Fortsetzung Das Imperium schlägt zurück in die Kinos – Luke verlor vor 40 Jahren seine Hand, und Han Solo wurde in Karbonit eingefroren. John Carpenters Horrorfilm The Fog – Nebel des Grauens hatte es gegen die Konkurrenz aus der weit weit entfernten Galaxie nicht leicht – war aber so erfolgreich, dass man vor 15 Jahren ein Remake des Films drehte.

Der vor 35 erschienene Film Die Goonies ist eine der Inspirationsquellen für die Serie Stranger Things. In deren dritter Staffel schauen sich Robin und Steve ziemlich zugedröhnt Zurück in die Zukunft an, der ebenfalls 1985 in die Kinos kam.

Vor 30 Jahren sahen sich die Menschen Edward mit den Scherenhänden, Total Recall, Tremors – Im Land der Raketenwürmer oder die erste Realverfilmung der Teenage Mutant Ninja Turtles im Kino an. Doch es gab auch Leute, die 1990 lieber zu Hause blieben, um das Point-and-Click-Adventure The Secret of Monkey Island zu spielen. Außerdem erschien in Polen der erste Band mit Kurzgeschichten um den Hexer Geralt von Riva von Andrzej Sapkowski – welcher Jahre später die Grundlage für eine andere erfolgreiche Computerspielreihe und eine TV-Serie bilden sollte.

Dieselben Menschen saßen fünf Jahre später schon wieder oder immer noch vor dem Computer – LucasArts hatte 1995 mit Full Throttle ein weiteres lustiges Adventure-Game herausgebracht. Im Kino klärte Jumanji über die Gefahren von Brettspielen auf und Toy Story bewies vor 25 Jahren, dass computeranimierte Filme abendfüllende Unterhaltung bieten können. Und im Fernsehen startete Captain Janeway mit dem Raumschiff Voyager ihre Rückreise aus dem Delta-Quadranten.

Carl Barks hat Donald Duck nicht erfunden, aber wesentlich zum Weltruhm der Ente beigetragen. Zudem stammt ein Großteil der bekannten Bevölkerung von Entenhausen (Dagobert Duck, Daniel Düsentrieb, Gustav Gans, Gundel Gaukeley und die Panzerknacker) aus seiner Feder. Der Autor und Zeichner starb vor 20 Jahren am 25. August 2000.

2005 trug die dunkle Seite der Macht den Sieg davon, und Darth Vader vernichtete den Orden der Jedi. Vor 15 Jahren endete mit Episode III – Die Rache der Sith die Star-Wars-Prequel-Trilogie. In Australien und Nordamerika wurde das Spiel World of Warcraft schon im November des Vorjahres veröffentlicht. Aber in Europa konnten die Spieler erst ab 2005 an dem Multiplayer-Online-Game teilnehmen. Im selben Jahr kehrte Doctor Who nach längerer Pause mit Christopher Eccleston als neunter Doctor auf den TV-Bildschirm zurück.

Nicht alle Geheimnisse wurden 2010 aufgeklärt, und nicht alle Fans waren mit dem Ende der Serie zufrieden – vor 10 Jahren lief die finale Folge von Lost. Im selben Jahr startete die Zombieserie The Walking Dead – im Herbst 2020 soll die 11. Staffel starten.

Terry Pratchett erschuf mit der Scheibenwelt die Heimat des Zauberers Rincewind, der Hexe Oma Wetterwachs und des Stadtwächters Samuel Mumm. Vor 5 Jahren verstarb einer der besten und lustigsten Fantasy-Autoren. Einen Anfang gab es hingegen für eine Reihe neuer Helden in Star Wars: Das Erwachen der Macht, die an der Seite von Han Solo, Leia und Chewbacca in der Fortsetzung der Skywalker-Saga auftraten. Außerdem war 2015 das Jahr, in dem allen Menschen klar wurde, dass die Autoren von Zurück in die Zukunft II sich geirrt hatten und es doch noch keine funktionsfähigen Hoverboards gab.

Und 2020? Werden Drachen auf der Erde die Macht an sich reißen, während die ersten Astronauten auf dem Mars landen? – Zumindest wenn es nach den Visionen der Drehbuchautoren der frühen 2000er geht. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Regisseur Rob Bowman mit der Voraussage der Zukunft in Die Herrschaft des Feuers daneben lag. Aber auch ein bemannter Marsflug ist für dieses Jahr zumindest nicht absehbar. Aber immerhin ist Brian De Palma mit Mission to Mars ein wenig näher an die Realität herangekommen.

Die Herrschaft des Feuers - VHS Video Trailer

Mission to Mars (2000) - Trailer deutsch/german

Amazon sichert sich Neil Gaiman mit Exklusivvertrag

Die Zusammenarbeit für Good Omens scheint auf allen Seiten gut zu laufen: Amazon bindet den beliebten Autor Neil Gaiman für weitere Serienprojekte exklusiv an sich. Dies wurde heute im Rahmen der Prime Video Presents in London verkündet.

Aktuell laufen die Arbeiten für Good Omens, die auf dem gleichnamigen Buch (dt.: Ein Gutes Omen) von Gaiman und Terry Pratchett basiert. Gaiman selbst hier bereits selbst als Showrunner aktiv. Generell ist er nicht nur als Buch- und Comicautor tätig, sondern hat reichhaltige Erfahrung in der Skriptentwicklung für TV-Serien (etwa Doctor Who, Babylon 5) und auch Produktionsbeteiligung. Auch die Vorlage für American Gods und Lucifer stammt von Gaiman. Beides wurde unter Beteiligung von Amazon als Serie umgesetzt. Jennifer Salke von Amazon Studios sagt über den Deal:

"Neil Gaiman ist ein wahnsinnig talentierter Autor, der mit seinen Werken fesselnde, mehrdimensionale Welten erschafft, die in ihrer Erzählweise einzigartig sind. Seine Fans brennen für seine Werke und sind absolut leidenschaftlich. Wir freuen uns darauf, seine Vision dem Prime-Video-Publikum zugänglich zu machen."

Auch Gaiman zeigt sich begeistert:

"Ich habe mich für diesen Schritt entschieden, weil ich die Zusammenarbeit an Good Omens mit dem Amazon-Team sehr genossen habe. Es sind kluge, enthusiastische Leute, die keine Angst davor hatten, dass Good Omens anders sein würde – und gleichzeitig genauso entschlossen waren wie ich, etwas Einzigartiges und Aufregendes auf die Beine zu stellen. Ich bin überglücklich, dass ich bei Amazon ein Zuhause gefunden habe, in dem ich Fernsehen machen kann, das bisher noch keiner so gesehen hat. Es wird anders als Good Omens, aber genauso ungewöhnlich und genauso viel Spaß.“

Um welche Umsetzungen von Gaimans Werken es sich genau handelt oder aber auch in wie weit exklusiv neues Material für Amazon geschrieben wird, ist noch nicht bekannt. Gaiman wird aber gleich mehrere Serien für den Streaminganbieter entwickeln.

Gormenghast: Neil Gaiman arbeitet an der Verfilmung des Romans mit

Die Produktionsfirma FremantleMedia North America konnte sich die Rechte an Mervyn Peakes Fantasyreihe Gormenghast sichern. Für die geplante Verfilmung hat man den Schriftsteller Neil Gaiman (Niemalsland) und den Drehbuchautoren Akiva Goldsman (A Beautiful Mind, Der Dunkle Turm) an Bord geholt.

FremantleMedia hat bereits Gaimans Roman American Gods als Serie adaptiert. Gaiman arbeitet nach bisherigen Informationen an dem Projekt nicht als Autor, sondern lediglich als Produzent mit. Von Peakes Romanvorlage zeigte er sich begeistert:

"In der Literatur gibt es nichts wie Mervyn Peakes bemerkenswerte Gormenghast-Romane. Sie wurden von einem Meister angefertigt, der auch ein Künstler war, und sie bringen uns in ein uraltes Schloss, groß wie eine Stadt, mit Helden und Schurken und Menschen, die überlebensgroß sind und die man nicht vergessen kann. Es gibt einen Grund, warum es zwei Trilogien gab, die Liebhaber des Fantasygenres in den Sechzigern verehrten: Der Herr der Ringe und die Gormenghast-Bücher. Es ist eine Ehre, die Möglichkeit zu haben, Peakes brillante und einzigartige Vision auf die Leinwand zu bringen."

Mervyn Peakes Gormenghast-Romane bestehen aus den drei Büchern Der junge Titus (1946), Im Schloss (1950) und Der letzte Lord Groan (1959). Im Mittelpunkt steht Titus Groan, der Erbe von Schloss Gormenghast und der Diener Steerpike, der im System des Schlosses aufsteigt. Titus muss sich im Laufe der Handlung mit den Machenschaften Steerpikes auseinandersetzen. Eigentliche Hauptfigur der Romane ist aber das gigantische Schloss Gormenghast selbst.

Peakes Romane wurden 2000 bereits von der BBC mit Jonathan Rhys Meyers und Christopher Lee verfilmt.

American Gods: Die Darsteller über die Parallelen zur heutigen Zeit

Das dürfte die sonntägliche Frühstückslektüre aufgepeppt haben: Bevor ab morgen die erste Folge von American Gods auf Amazon Prime Video deutschlandweit zu sehen ist, veröffentlicht der Berliner Tagesspiegel ein Interview mit den beiden Hauptdarstellern Ian McShane (Mr. Wednesday) und Ricky Whittle (Shadow Moon).

Obwohl die Romanvorlage von Neil Gaiman bereits 2001 erschienen ist, ist es für Ricky Whittle ein günstiger Zufall, dass die spirituelle Erzählung um die alten und die neuen Götter sich in die heutige Zeit einfügt: Themen wie Religion, Immigration, Sexismus, Rassismus und Homophobie werden hier behandelt. Whittle stellt fest: 

"Die Welt hat sich auf die Show zubewegt – und nicht die Show auf die Welt. Immigration, Gender, all diese Fragen stecken in der Serie und in der Welt. Das ist keine schlechte PR."

Die Serie, die auf dem gleichnamigen Erfolgsroman von Neil Gaiman basiert, erzählt von einem Krieg zwischen Alten und Neuen Göttern. Die Neuen Götter verführen die Menschheit mit Geld, Technologie und Berühmtheit und drängen die Alten Götter immer mehr zur Seite. Der gerade erst aus der Haft entlassene Shadow Moon wird der Bodyguard und Reisepartner von einem mysteriösen Mann namens Mr. Wednesday. Dieser ist in Wahrheit eine mächtige, alte Gottheit (Odin). Er befindet sich auf einer Mission quer durchs Land, um eine Armee zu rekrutieren und seinen alten Ruhm zurück zu erlangen.

Angst, dass in der ersten Staffel die komplette Storyline zu rasch verbraten wird, müssen die Fans allerdings nicht haben. Zunächst konnte nur etwa ein Fünftel des Buches umgesetzt werden. Außerdem werden weitere Figuren und neue Erzählstränge eingeführt. Die Zuschauer könnnen sich daher wohl auf mindestens fünf Staffeln freuen.

American Gods ist ab dem 1. Mai bei Amazon Prime Video zu sehen. Bisher sind acht Folgen gelistet, die wöchentlich veröffentlicht werden. Jede Folge wird in der englischen OV und der deutschen Synchronfassung bereitgestellt.

American Gods | NEUER offizieler TRAILER | AMAZON EXCLUSIVE Serie

Produktionsfirma von American Gods vertieft Zusammenarbeit mit Neil Gaiman

Der Schriftsteller Neil Gaiman hat einen exklusiven First-Look-Vertrag mit Fremantle Media North America unterschrieben. Gaimen und die Produktionsgesellschaft arbeiten bereits zusammen an der Serienadaption seines Romans American Gods, welche ab dem 30. April auf dem US-Sender Starz laufen wird.

Die Vereinbarung zwischen dem Autor und Fremantle Media sieht vor, dass die Produktionsgesellschaft ein Vorzugsrecht beim Erwerb der Rechte von neuen Werken des Autors hat. Zudem bezieht sich der Vertrag auch auf ältere Bücher und Figuren, an dem Neil Gaiman die Rechte besitzt.

Viele der bekanntesten Werke des britischen Autors wurden bereits verfilmt. Der Roman Niemalsland basiert auf einer BBC-Miniserie, Sternenwanderer kam mit Claire Danes und Robert de Niro in die Kinos und Amazon Prime adaptierte gerade den Roman Gutes Omen, den Gaiman zusammen mit Terry Pratchett schrieb. Allerdings hat Gaiman viele weitere Kurzgeschichten, Comics und Jugendbücher verfasst. Momentan schreibt der Autor an einer Fortsetzung von Niemalsland mit dem Titel The Seven Sisters. Genug Material für weitere Filme und Serien wäre also vorhanden.

Fremantle Media ist eine Tochter der zu Bertelsmann gehörenden RTL Group. Im Konzern ist die Gesellschaft für Contentproduktion und Rechteverwertung zuständig. In 22 Ländern besitzt sie mehr als 60 Formate und über 300 Titel – zusammen über 10.000 Stunden Sendematerial. Dazu zählen vor allen Gameshows wie Deutschland sucht den Superstar/American Idol und verschiedene Serien wie Deutschland 83, The Young Pope, Gute Zeiten, schlechte Zeiten und eben American Gods.

Neue Bücher: Niemalsland und Der Goldene Kompass werden fortgesetzt

Neil Gaiman will seinen Roman Niemalsland fortsetzen. Wie die Seite Bleeding Cool berichtet, soll die Fortsetzung den Titel The Seven Sisters tragen. Während Neil Gaiman in Niemalsland das Leben von Obdachlosen in die Handlung mit einfließen ließ, soll die neue Geschichte das Schicksal von Flüchtlingen thematisieren.

Niemalsland war ursprünglich eine Mini-TV-Serie der BBC. 1996 schrieb Neil Gaiman sein Drehbuch zum Roman um und erweiterte ihn um Szenen, die in der Fernsehserie weggefallen waren.

Das Buch erzählt die Geschichte von Richard Mayhew, der das Mädchen Door vor den Killern Mr. Croup und Mr. Vandemar rettet. Durch die Ereignisse verliert Mayhew seinen Job, seine Wohnung und seine Verlobte – letztlich scheint er für niemanden mehr zu existieren. Um sein früheres Leben zurückzubekommen, begleitet er Door ins sagenhafte Unter-London.

Der Autor Philip Pullman plant, seine Trilogie um den Goldenen Kompass gleich mit drei weiteren Büchern fortzusetzen. Die neue Trilogie trägt den Titel The Book of Dust. Der erste Teil soll bereits im Oktober erscheinen, wie der Autor auf seiner Homepage mitteilt.

Laut der Ankündigung auf der Website wird die Heldin Lyra wieder im Zentrum stehen, wobei die Handlung sowohl vor als auch nach den Geschehnissen der ersten Trilogie spielt. Lyra lebt in einer Parallelwelt, in der alle Menschen ständig von einem Dæmon in Tierform begleitet werden. Der Goldene Kompass erzählt, wie Lyra und ihr Dæmon namens Pantalaimon entdecken, dass jemand Kinder entführt, um ihnen den Dæmon abzuschneiden. Die beiden begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um die Kinder zu retten.

Philip Pullman erste Trilogie besteht aus den Büchern Der Goldene Kompass, Das Magische Messer und Das Bernstein-Teleskop. Der erste Band der Reihe erschien 1997.

Sternwanderer: BBC adaptiert Neil Gaimans Roman als Hörspiel fürs Radio

Bekannt wurde Neil Gaimans Roman Sternwanderer (OT: Stardust) vor allem durch die filmische Umsetzung aus dem Jahr 2007 mit Charlie Cox, Claire Danes, Michelle Pfeiffer, Robert DeNiro und Peter O´Toole in den Hauptrollen. Es gibt bereits ein von Gaimans selbst eingelesenes Hörbuch, doch nun adaptiert BBC Radio 4 die Geschichte erstmals als Hörspiel für das Vorweihnachtsprogramm im Dezember.

Victoria und Tristran beobachten, wie ein Stern zur Erde fällt. Für seine Angehimmelte möchte er diesen nun finden und ihr schenken. Dafür macht er sich auf, weg von seinem verschlafenen englischen Dorf, über die Mauer hin in das magische und mysteriöse Land Fairie. Als Tristran den gefallenen Stern ausfindig macht stellt er fest, dass es sich dabei nicht einfach um einen verglühten Steinbrocken, sondern um eine junge Frau handelt. Und Tristran ist nicht der einzige, der hinter ihr her ist. Sie haben diverse Abenteuer auf der gemeinsamen Reise zu bestehen, während der Tristran vor allem einiges über sich selbst lernt.

Ein großer Sprechercast wurde für die Umsetzung zusammengestellt. In den Hauptrollen werden Matthew Beard (The Imitation Game) als Tristran und Sophie Rundle (Peaky Blinders) als Stern Yvaine zu hören sein.

Stardust ist dabei nicht die einzige Erzählung von Gaiman, die in diesem Jahr neu fürs Radio vertont wurde. Bereits im November wird seine Neverwhere-Kurzgeschichte How the Marquis Got His Coat Back gesendet, ebenfalls von BBC Radio 4. 

Ab Anfang Oktober ist ein persönlicher Login für die Online-Mediathek der BBC (iPlayer) erforderlich, der auch in Verbindung mit der britischen TV-Lizenzgebühr steht. Radioprogramme werden allerdings voraussichtlich weiterhin frei zugänglich international abrufbar und auch live hörbar sein.

Für die optische Untermalung des Hörspiels hat die BBC einen Wetttbewerb ausgerufen. Aufgeteilt in die Altersgruppen 13-17 und über 17jährige sollen Künstler ihre Werke, inspiriert von der Stardust-Geschichte, einschicken. Die schönsten Bilder werden auf der offiziellen Homepage gezeigt. Die Gewinnerbilder zieren das Cover der zweiteiligen Adaption und werden natürlich auch prämiert. Mehr Informationen dazu findet man hier.

Der Sternwanderer | Trailer Deutsch / German

Nordische Mythen neu erzählt: Neil Gaiman kündigt nächstes Buch an

Die Serienadaption von Neil Gaimans Bestseller American Gods, in dem alte Gottheiten im Konflikt mit den neuen Göttern des modernen Amerikas stehen, wird gerade gedreht. Nun erscheint im Februar sein nächstes Buch, in dem nordische Götter eine Hauptrolle spielen. Das als romanhaft angekündigte Werk trägt den schlichten Titel "Norse Mythology".

Schon als kleiner Junge war er begeistert von nordischen Legenden, wie Gaiman in einem Interview mit der New York Times berichtet. Als ein Herausgeber vom Verlag W.W. Norton auf ihn zutrat und fragte, ob er Lust habe ein Buch darüber zu schreiben, war Gaiman entsprechend sofort enthusiastisch dabei:

"Die Möglichkeit zu haben die alten nordischen Mythen und Gedichte neu zu erzählen, ist fast zu gut um wahr zu sein. Natürlich hoffe ich, dass es fundiert und lehrreich ist, aber noch mehr hoffe ich, dass ich Geschichten wiedergebe, die sich echt anfühlen: manchmal tiefgründig, manchmal lustig, manchmal heldenhaft, manchmal dunkel, und immer unausweichlich."


Das Buch wird die neun nordischen Welten ergründen, bewohnt von Elfen, Feuerdämonen, Vanir-Göttern, Menschen, Zwergen, (Eis-)Riesen und den Toten. Bekannte Götter wie Odin, Thor und Loki dürfen natürlich genau so wenig fehlen wie das apokalyptische Ragnarok.

Wann das Buch in deutscher Übersetzung erscheint, ist noch nicht bekannt.

Sandman: Joseph Gordon-Levitt steigt aus der Comicverfilmung aus

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Morpheus in schwarz-weiß

Die Verfilmung der Comic-Reihe Sandman von Neil Gaiman muss ohne Joseph Gordon-Levitt auskommen. Der Schauspieler, der den Film eigentlich auch inszenieren sollte, gab auf seiner Facebookseite bekannt, dass er das Projekt verlassen hat. In einem ausführlichen Statement nannte er vor allem die neuen Verantwortlichen bei New Line und Unstimmigkeiten als Hauptgrund.

Ursprünglich war die Comicverfilmung bei Warner Bros. beheimatet und soll dort gute Fortschritte gemacht haben. Zusammen mit Gaiman und David S. Goyer (Dark-Knight-Trilogie) wurde das Drehbuch ausgearbeitet. Vor ein paar Monaten schob das Studio jedoch alle Comicverfilmung des DC-Ablegers Vertigo zum Tochterunternehmen New Line. Mit deren Vorstellung des Films scheint Gordon-Levitt allerdings nicht mehr einverstanden zu sein.

Mit Eric Heisserer (The Conjuring 2) wurde ein neuer Drehbuchautor ins Boot geholt, der Goyers Drehbuch weiter bearbeiten soll. Fast im gleichen Atemzug verkündet Gordon-Levitt nun seinen Rückzug:

"Wie ihr vielleicht wisst, haben David Goyer und ich vor einer Weile mit Warner Bros. eine Vereinbarung getroffen, die Filmadaption von Neil Gaiman's Sandman zu entwickeln. Neil konnte sogar als Produzent gewonnen werden, und wir haben mit Jack Thorne einen ausgezeichneten Drehbuchautor engagiert. So haben wir mit der ehrgeizigen Aufgabe begonnen, diese beliebte und grenzüberschreitende Comicreihe als Film zu adaptieren. Auch wenn wir noch einen langen Weg vor uns hatten, waren wir mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.

Vor einer Weile wurde der "Eigentümer" zu Sandman gewechselt, als Warner Bros. den gesamten Vertigo-Katalog auf New Line übertrug. Vor ein paar Monaten wurde mir klar, dass ich mit den Leuten bei New Line nicht einer Meinung bin, wenn es darum geht, was Sandman so besonders macht und wie eine Verfilmung aussehen sollte/könnte. Aus diesem Grund habe ich mich bedauerlicherweise dazu entschließen müssen, das Projekt zu verlassen. Ich wünsche dem verbleibenen Team nur das Beste für seinen Erfolg."

In der 75 Bände umfassenden Comicserie Sandman geht es um Morpheus, den König der Traumwelt, der nach langer Gefangenschaft in sein zerfallenes Reich zurückkehrt. Die Geschichte sollte schon mehrmals adaptiert werden, als Film oder als Fernsehserie, doch bislang sind alle Anläufe gescheitert. Die komplexe, mit mythischen, historischen und okkulten Elementen gespickte Handlung konnte niemand so richtig in den Griff bekommen und auch die Finanzierung erwies sich als schwierig.

Sky Arts adaptiert Kurzgeschichten von Neil Gaiman fürs TV

Sally Woodward Gentle (Whitechapel/Any Human Heart) adaptiert mit ihrer Produktionsfirma Sid Gentle Films vier Kurzgeschichten von Neil Gaiman für Sky Arts.

Der Dreh zur Serie mit dem Titel Neil Gaiman´s Likely Stories startet bereits im November unter der Regie von Ian Forsyth und Jane Pollard (Nick Cave - 20.000 Days on Earth).
Die einzelnen Episoden sind unabhängig, jedoch soll ein festes Ensemble alle vier Teile über bestehen.

Die Details und Infos um welche von Gaimans Geschichten es sich handeln wird, sind noch rar, die Auswahl jedoch groß - Gaiman hat seit 1993 mehrere Kurzgschichtenbände veröffentlicht.
Ein Fanfavorit fällt schon mal raus: How To Talk To Girls At Parties wird bereits mit Elle Fanning und Nicole Kidman als Kinofilm umgesetzt.

Auch sonst stehen gerade weitere Filme nach Gaimans Vorlagen an. Der Dreh zur Amercian Gods TV-Serie für Starz startet 2016 und kürzlich wurde bekannt, dass sein Kinderbuch Fortunately, The Milk mit Johnny Depp in der Hauptrolle unter Regie von Edgar Wright (Hot Fuzz/Shaun of the Dead) verfilmt werden soll.


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