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Nintendos Switch - Überblick zur Konsole und zum Verkaufsstart

UPDATE

Update:

Wie Nintendos Präsident Tatsumi Kimishima gestern in einem Interview bekannt gab, wird der Preis für das Online-Angebot der Switch umgerechnet zwischen circa 16 und 25 Euro betragen. Hier geht's zur Meldung.


Auf dem Anspielevent zu Nintendos neuer Konsole, der Switch, gab es Gelegenheiten, mit Vertretern von Nintendo zu sprechen. Sie haben einige Details zur Konsole, ihrer Ausstattung zum Verkaufsstart am 3. März sowie zu weiteren Plänen erläutert.

Im Verkaufspaket sind demnach enthalten: Die eigentliche Konsole mit Dockingstation, zwei JoyCons genannte Controller, passende Handgelenkschlaufen, ein Netzteil sowie ein HDMI-Kabel. Außerdem findet sich in der Verpackung noch eine Halterung, um beide JoyCons zu einem Controller zusammenzustecken. Der Pro-Controller, der beim Anspielen besser in der Hand lang als die etwas klobige Steck-Lösung, wird separat verkauft. Preisangaben gab es dazu von Nintendo nicht, diverse Vergleichsportale veranschlagen dafür allerdings ca. 65 Euro. Die Konsole an sich wird nach Angaben dieser Portale um die 330 Euro kosten, auch dazu gab es von Nintendo keine Bestätigung. Man kann aber davon ausgehen, dass der offizielle Verkaufspreis in diesem Bereich liegen wird.

Weltweiter Start

Der Verkauf der Konsole startet am 3. März und zwar weltweit. Außerdem hat sie - eher ungewöhnlich - kein Region-Lock. Das heißt, dass eine in Europa gekaufte Switch auch Import-Spiele aus den USA oder Asien abspielen kann.

Zum Start dürfen sich Switch-Käufer zwischen Exklusiv-Titeln und Umsetzungen entscheiden. Zeitgleich erhältlich werden die Minispielsammlung 1-2-Switch, das Tanzspiel Just Dance 2017, der Action-Titel Skylanders: Imaginators sowie Super Bomberman R sein. Und natürlich Legend of Zelda: Breath of the Wild. Daneben wird es auch Umsetzungen geben, wie das Japano-Rollenspiel I Am Setsuna, der Top-Down-Shooter The Binding of Isaac: Afterbirth oder das Puzzlespiel World of Goo. Weitere Spiele sind für das kommende Jahr geplant, darunter auch eine Minecraft-Version sowie das bereits im Trailer zur Switch gesichtete Skyrim. Die bereits anspielbaren Spiele Splatoon 2 und Super Mario Kart 8 Deluxe folgen im Frühjahr 2017. Für das Jahresende ist dann Super Mario Odyssey angekündigt.

Vom jeweiligen Spiel abhängig ist die Laufzeit des Akkus im Tabletbetrieb. Herstellerangaben zufolge liegt die Akku-Dauer zwischen zweieinhalb und sechs Stunden. Ein Spiel wie Breath of the Wild läuft angeblich bis zu drei Stunden.

Wo bleiben Metroid, Star Fox und Co.?

Unklar ist das Schicksal anderer, bekannter Nintendo-Marken wie Metroid, Star Fox oder Donkey Kong. Denkbar ist allerdings, dass angesichts der kommenden Spielemessen E3, Gamescom und nicht zuletzt Nintendos eigener Hausmesse noch einige Ankündigungen folgen werden.

Ähnlich wie bei Nintendos Handheld, dem 3DS und seinen Ablegern, kommen die Spiele auf kleinen Modulen daher. Laut Nintendo hat dies Vorteile für den Nutzer: Die Module sind robuster und laden im Zweifel schneller. Nicht zuletzt muss man da ergänzen, sind Module auch schwerer zu kopieren und passen besser zu einer portablen Konsole wie der Switch. Ein Laufwerk für optische Datenträger hätten schlicht zu viel Platz eingenommen.

Auf Modulkarten setzt auch die Speichererweiterung der Switch. Diese lässt sich mit handelsüblichen microSD-Karten vornehmen. Bei dem vergleichsweise geringen internen Speicherplatz von 32 GB wird das wahrscheinlich auch für viele Nutzer bald nötig sein. Gerüchten zufolge belegt nämlich schon Breath of the Wild knapp die Hälfte der internen Festplatte. Auf der Wii U werden dagegen "nur" 3 GB des Speichers genutzt. Klarheit wird erst der praktische Einsatz der Switch ab März bringen.

Online nur gegen Bezahlung

Noch nicht ganz entschieden hat sich Nintendo bei der begleitenden Online-Plattform für die Switch. Für die Nutzer wird es ab März eine kostenlose Testphase geben, die mehrere Monate andauern soll. Am Ende aber müssen alle Nutzer einen, wie man versicherte, "familienfreundlichen" Preis zahlen. Besonders Online-Spieler sind davon betroffen, denn nach bisherigen Informationen darf man auf den Online-Mehrspieler beispielsweise von Splatoon 2 nur mit einem entsprechenden Bezahl-Konto zugreifen. Damit ähnelt das Angebot von Nintendo auch dem Playstation Network von Sony und Xbox Live von Microsoft. Als Ausgleich bietet Nintendo dafür pro Monat ein Retro-Spiel gratis zum Download an. Allerdings ist dies angeblich nur für einen Monat begrenzt spielbar. Gesicherte Informationen lagen den Vertretern des japanischen Spielekonzern aber selbst noch nicht vor.

Insgesamt will Nintendo mit der Switch ein breites Publikum ansprechen und sowohl für junge als auch ältere Spieler eine attraktive Konsole bieten. Der Clou ist hierbei die Mobilität: Dank Lademöglichkeit über einen USB-Anschluss ist die Konsole hochmobil und kann beispielsweise bei längeren Fahrten im Zug oder Bus, aber auch im Urlaub genutzt werden. Damit aber macht Nintendo sich im Prinzip selbst Konkurrenz: Denn mit den Handhelds der DS-Reihe ist das Unternehmen einer der wenigen Anbieter einer halbwegs erfolgreichen Handheld-Produktreihe. Wo steht der DS angesichts von Smartphone-Spielen wie Super Mario Run und einer mobilen Konsole wie der Switch?

Laut Nintendo soll der 3DS und seine Ableger weiter unterstützt werden und ein "drittes Standbein" neben der Switch und - vermutlich - den kommenden Smartphone-Spielen bilden. Aber bei der Aussage ist ein bisschen zu Vorsicht geraten: Außer Nintendo bietet kein großer Hersteller mehr Handheld-Plattformen an, beispielsweise hat Sony seine Vita still und heimlich aussterben lassen. Denkbar also, dass nach dem 3DS die Ära der klassischen Handhelds, die Nintendo selbst mit dem Gameboy begann, zu Ende sein könnte.

Angespielt: Die Nintendo Switch und ihre Spiele

Im Oktober 2016 stellte der japanische Videospielkonzern seine neue Konsole vor, seitdem geht alles sehr schnell: Anfang Januar enthüllte Nintendo weitere Details zum Gerät und seinen Spielen, am 3. März startet bereits der weltweite Verkauf. Nach dem eher mäßigen Erfolg der Wii U hat sich Nintendo vom Prinzip des doppelten Bildschirms verabschiedet und präsentiert wieder eine eher klassische Konsole – allerdings mit einem Twist. Herzstück ist eine Art Tablet, das sich in ein Dockingmodul stecken lässt. In der Station funktioniert die Switch genau wie eine herkömmliche Konsole, die man an seinen Fernseher anschließt. Das Tablet lässt sich jedoch aus der Station entfernen und wie ein Handheld, ähnlich Nintendos 3DS, bespielen.

Die Konsole...

Davon durften sich Fans und Pressevertreter am 24. Januar in Berlin selbst überzeugen. Auf einem Anspielevent konnten die Besucher Erfahrungen aus erster Hand mit der neuen Konsole machen. Geprägt ist die Switch dabei von einer Art vorsichtigen Kontinuität: Das Tablet ist eine neue Funktion, die man bereits von der Wii U in Ansätzen kennt. Auch die bereits von der Wii bekannte Bewegungssteuerung ist in die Switch integriert. Das heißt: mit zwei kleinen Controllern, den JoyCons, kann man per Bewegung Aktionen in den Spielen auslösen. Außerdem verfügt das Tablet selbst über eine Bewegungserkennung.

Die zwei JoyCons passen zunächst gut in die Handfläche. Sie verfügen über jeweils einen Analogstick, vier Aktionsknöpfe und zwei Schultertasten. Durch die geringe Größe besteht bei Menschen mit großen Händen die Gefahr, dass sie die Knöpfe nicht optimal erreichen können. Bemerkenswert ist die Rumble-Funktion der JoyCons. Bei einem der Spiele des Pakets 1-2-Switch (dazu später mehr) müssen die Spieler per Drehen und Wenden der Controller erraten, wie viele Kugeln sich in einer kleinen Kiste befinden. Und tatsächlich hat man beim Bewegen der Controller den Eindruck, dass dort drin kleine Kugeln durch die Gegend rollen. Das ist wirklich faszinierend. Der Nachteil dabei: Im normalen Spiel fällt die Rumble-Funktion eher schwach aus.

Dafür funktioniert der nahtlose Wechsel zwischen Tablet- und Konsolenbetrieb. Zwar wirkt das Tablet auf den ersten Blick recht klein, macht das aber mit vergleichsweise geringem Gewicht und guter Auflösung wieder wett. Auch die Steuerung mit den seitlich eingesteckten JoyCons funktioniert hervorragend – mit den oben genannten Einschränkungen.

Fast schon überraschend ist dabei, dass das Switch-Tablet ein richtiges Kraftwerk an Rechenleistung sein muss. Denn im Konsolenmodus rechnet das handliche Rechteck die Grafik auf 1080p hoch, also in HD, im Tablet-Modus sind es immerhin 720p – was bei dem kleineren Bildschirm aber kaum auffällt.

Dafür merkt man, dass zumindest grafisch ein paar Kompromisse eingegangen werden mussten. Wer genau hinschaut, merkt in manchen Situationen zum Beispiel Treppenbildung durch fehlende Kantenglättung. Insgesamt wird die Switch bei nintendoüblicher Comic-Grafik sehr gut funktionieren, bei Titeln mit realistischer Grafik allerdings könnte die fehlende Grafikleistung auffallen. Solche Titel waren aber nicht anzuspielen, daher ist diese Aussage Spekulation.

Angemerkt sei jedoch: Ernste Spielernaturen sollten sich einen der konventionellen Pro-Controller kaufen. Diese liegen wesentlich besser in der Hand als die etwas klobige Lösung mit einem Steckmechanismus für die JoyCons. Die Pro-Controller sind dabei separat erhältlich und nicht im Verkaufspaket enthalten.

... und ihre Spiele

Auf dem Event wurden einige kleinere Spiele vorgestellt, beispielsweise Just Dance für die Switch, Sonic Mania oder der Sci-Fi-Racer Fast RMX. Im Mittelpunkt standen aber das Box-Spiel Arms, Super Mario Kart 8 Deluxe, Splattoon 2, die Minispielesammlung 1-2-Switch sowie – natürlich – Legend of Zelda: Breath of the Wild.

Arms erinnert dabei an ein komplexeres Boxen, das man von  der Wii kennt: Per Bewegungssteuerung lässt man seine Figur zuschlagen, blocken, ausweichen, den Gegner greifen und Spezialattacken ausführen. Das spielt sich flüssiger als das etwas simple Wii-Boxen, hakt aber bisweilen an der Steuerung. Denn die Bewegungssteuerung benötigt etwas Eingewöhnung und für manche Spieler ist das herumwirbeln mit den JoyCons eher abschreckend. Generell gilt: Wer auf der Wii mit den Wii Motes umgehen konnte, wird an Arms zweifellos seinen Spaß haben.

Super Mario Kart 8 Deluxe war während des Events fast durchgehend besetzt - ein Zeichen für die Beliebtheit des Fun-Racers. Die Switch-Version bietet neben den von der Wii U bekannten Inhalten neue Charaktere, alternative Spezialattacken sowie alle Inhalte, die bisher nur zum Herunterladen erhältlich waren.

1-2-Switch ist eine Minispielsammlung, analog zu Wii Sports oder Wii Party. Teilweise sind die Spiele aber noch mehr „Mini" als beispielsweise Wii Sports. So besteht eine Herausforderung darin, sich einem Partner gegenüber zu stellen und wie bei einem Westernduell die JoyCons aus einem imaginären Holster zu „ziehen". Beeindruckender war die Kugelsimulation, die von der filigranen Rumble-Funktion profitiert (siehe oben). Insgesamt funktioniert 1-2-Switch als nette Partyunterhaltung. Der Mehrwert der Sammlung, von der allerdings insgesamt nur sechs Spiele vorgestellt wurden, hält sich für Einzelspieler aber in Grenzen.

Der Multiplayer-Shooter Splatoon 2 präsentiert eine angenehme Abwechslung vom graubraunen Shooter-Einerlei eines Battlefield oder Call of Duty. Sowohl per Pro-Controller als auch als Tablet setzt das Spiel dabei auf die Bewegungssteuerung, mit der das Fadenkreuz feinjustiert wird. Für ungeübte Hände macht das die Matches etwas fummelig, in der finalen Version soll man dieses Feature ausschalten können. Die gezeigte Demo-Version machte aber schon viel Spaß.

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Nintendo Switch Event am 24.01.2017 in Berlin

Und dann war da noch Legend of Zelda: Breath of the Wild. Von dem Open-World-Titel waren nur 20 Minuten zu spielen, bevor sich der Titel selbst abschaltete. Aber schon diese wenigen Minuten zeigten: Hier weht ein frischer Wind durch eine zuletzt etwas eingestaubte Reihe. Durch die Überlebens- und Rollenspielelemente birgt das neue Zelda eine größere Herausforderung und man warnte davor, dass man recht schnell sterben könne, wenn man nicht aufpasse. Die präsentierte Welt wirkt angenehm post-apokalyptisch und hat mit Sicherheit noch einige interessante Aspekte zu bieten. Was Spieleveteranen aber vielleicht zum Schmunzeln oder Aufstoßen bringen wird: Auch in Breath of the Wild aktiviert man Türme, um die Karte von Regionen freizuschalten. Hoffentlich hat Nintendo im fertigen Spiel nicht zu sehr auf die Ubisoft-Formel geschaut und präsentiert eine spannende Handlung und abwechslungsreiches Gameplay.

Von allen Spielen hat Breath of the Wild am meisten überzeugt. Allerdings mehr, weil das Spiel gut war, als dass es besondere Eigenschaften der Nintendo Switch übernommen hat. Insgesamt verblieb der Eindruck, dass die Switch ein Tick konventioneller ist als es noch die Wii U war, was jedoch nicht schlimm ist. Auf dem Event konnte man nicht wirklich eine Erkenntnis darüber erlangen, wie sinnvoll und nützlich die Mobilität der Konsole ist. Das wird sich erst im praktischen Hausgebrauch herausstellen müssen.

Ab dem 3. März haben sowohl Fans als auch Skeptiker die Möglichkeit, sich von der neuen Nintendo-Konsole zu überzeugen.

Super Mario Run erst im März für Android

Wie Nintendo am Mittwoch bekannt gab, wird Super Mario Run, das erste Mario-Spiel für Smartphones, erst im März für Android-Geräte erscheinen.

Super Mario Run ist eine Variation des Endless-Runner-Genres, einem für Smartphones beliebtem Spieletyp. Mario läuft dabei selbstständig durch die Level und kann durch Antippen des Bildschirms zum Springen bewegt werden. Durch geschicktes Timing kann der quirlige Klempner so durch schwierige Passagen bewegt werden. Daneben wird es noch andere Spielmodi wie Wettrennen und den Bau eines eigenen (Pilz-)Königreichs geben.

Das Spiel erschien am 15. Dezember exklusiv für iOs-Geräte von Apple und wurde innerhalb von 4 Tagen rund 40 Millionen mal heruntergeladen. Laut Aussage von Apple sei dies ein Rekord für Apps im iTunes-Store.

Dort wird Super Mario Run zwar kostenlos angeboten, wirklich gratis zu spielen sind aber nur die ersten drei Level. Danach werden die Nutzer gebeten, rund 10 Euro zu bezahlen. Zusätzlich verfügt das Spiel auch über In-App-Käufe.

Nintendo Switch: Die neue Konsole erscheint Anfang März

Auf einem Event in Tokio hat Nintendo seine neue Konsole Switch vorgestellt und dabei einige weitere Informationen enthüllt. Unter anderem wurde mit dem 3. März das offizielle Verkaufdatum bekannt gegeben. Die Konsole erscheint zeitgleich in Japan, den USA und den meisten großen europäischen Ländern. Wie teuer das Gerät dabei in Deutschland sein wird, ist aktuell noch nicht bekannt. Nintendo äußerte sich lediglich zum US-Preis, der bei 299 Dollar liegt. Da sich mittlerweile aber eine Umrechnung von 1:1 bei Konsolenpreisen eingebürgert hat, dürfte der Kostenpunkt hierzulande wohl bei 299 Euro liegen.

Welche Spiele zum Verkaufsstart verfügbar sein werden, enthüllte Nintendo ebenfalls noch nicht. Eine Liste von Launch-Titeln lässt noch auf sich warten. Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild kündigte man aber zumindest ein Spiel an, das zum Release der Switch erscheint. Die neueste Teil der beliebten Reihe kommt ebenfalls am 3. März in den Handel.

Darüber hinaus wurden auf der Veranstaltung Splatoon 2, Super Mario Odyssey und Xenoblade Chronicles 2 angekündigt. Die beiden erstgenannten sollen noch 2017 erscheinen, bei Xenoblade Chronicles 2 gibt es noch kein Release-Datum. Insgesamt befinden sich über 80 Spiele für die neue Konsole in Entwicklung. Neben dem nächsten Ableger der Fifa-Reihe gehören dazu auch The Elder Scrolls 5: Skyrim Special Edition, Sonic Mania, Dragon Quest X und Dragon Quest XI.

Nintendo Switch Presentation 2017

Super Mario Run in 4 Tagen 40 Millionen mal heruntergeladen

Apple hat den Start von Nintendos erstem Smartphone-Ableger seines Maskottchens Mario mit ziemlich viel Werbung und PR begleitet. Unter anderem kündigte Apple-Präsident Tim Cook den Titel auf einer Präsentation persönlich an. Das zahlt sich jetzt aus. Nach einer Pressemeldung von Nintendo wurde das Spiel in den ersten vier Tagen seines Erscheinens rund vierzig Millionen Mal aus dem Apple-Store heruntergeladen.

Das ist ein Rekord für das in kürzester Zeit am meisten installierte Spiel, so Marketing-Vize-Chef von Apple, Phil Schiller, in der Pressemeldung. Im Gegensatz zu Pokémon Go, das diesen Sommer erst nach und nach auf der ganzen Welt verfügbar war, startete Super Mario Run weltweit gleichzeitig in 150 Ländern.

Super Mario Run erschien am 15. Dezember exklusiv für Apple-iOS-Geräte. Die ersten drei Level des Spiels sind gratis, danach werden die Besitzer gebeten, umgerechnet rund 10 Euro zu bezahlen, um auch den Rest des Programms freizuschalten. Android-Nutzer sollen im Laufe des nächsten Jahres ebenfalls die Möglichkeit bekommen, mit Mario auch auf dem Smartphone durch die Gegend zu hüpfen.

US-Talkmaster spielt die Nintendo Switch live

Jimmy Fallon Debuts the Nintendo Switch

Bisher kannte man nur das offizielle Video von der Switch-Vorstellung, nun gibt es eine kurze Live-Demonstration der neuen Nintendo-Konsole. Der Komiker und Talkmaster Jimmy Fallon begrüßte in seiner Sendung Reggie Fils-Aimé und Shigeru Miyamoto von Nintendo. Das ganze ist natürlich eine PR-Aktion, interessant ist diese Demonstration deshalb vor allem für Fans.

Zu Beginn spielt Fallon ein Level aus dem kommenden Smartphone-Spiel Super Mario Run. Dabei bemüht sich der Talkmaster, das ganze nur mit einer Hand zu spielen. Das Spiel erscheint dabei eine recht simple Geschicklichkeitsübung zu sein. Super Mario Run ist ab dem 15. Dezember für iOS-Geräte verfügbar.

Interessanter ist dann die Enthüllung der Switch. Reggie Fils-Aimé spielt anschließend eine kurze Runde Zelda: Breath of the Wild, bevor er den Controller zur Seite legt, um das Hauptfeature der Switch zu demonstrieren: Den nahtlosen Übergang zwischen Konsole und Handheld. Der sichtlich nervöse Moderator Jimmy Fallon darf dann ein paar Gegner vermöbeln.

Das besondere an diesem reinen PR-Auftritt: Es ist die wahrscheinlich bisher erste Live-Demonstration der Switch vor einem großen Publikum, noch bevor Nintendo am 13. Januar ein offizielles Event zur neuen Konsole veranstaltet. Auch ist erstmals der nahtlose Übergang zwischen der Konsolen- und Handheld-Funktion zu sehen. Leider ist in der Aufzeichnung nicht gut zu sehen, mit welcher Leistung Zelda: Breath of the Wild im Handheld-Betrieb läuft und ob es Grafik-Einbußen gibt. Es scheint sich allerdings einigermaßen flüssig zu spielen.

Die Docking-Station der Nintendo Switch verbessert vermutlich die Leistung

Seit der offiziellen Ankündigung der neuen Konsole von Nintendo brodelt die Gerüchteküche. Nintendo stellte mit der Switch eine Art Hybriden zwischen Handheld und stationärer Konsole vor und verspricht ein gleichbleibendes Spielerlebnis, egal ob unterwegs oder zuhause. Zentraler Bestandteil: Eine Docking-Station, die das Spiel auch auf einen großen, modernen Fernseher streamen kann.

Nach berichten des Online-Magazins Let's Play Videogames zufolge kann die Docking-Station aber noch mehr – sie soll die Leistung der Switch verbessern. Allerdings nicht mit zusätzlicher Handware. Wenn der tragbare Teil per USB-C-Stecker mit dem Dock verbunden sei, werde ein Lüfter aktiviert, welche den Prozessor kühlt, um höhere Rechenleistung zu erreichen, was beispielsweise für hochauflösende Grafik im 1080p-Modus nötig sei.

Es sei sogar möglich, mehre Docks zu kaufen, falls man mehrere Fernseher an verschiedenen Standorten nutzen möchte. Daher sollen die Docks weitgehend ohne zusätzliche Hardware auskommen, was deren Produktionskosten niedrig hält. Nintendo plant angeblich, die Stationen separat zum Kauf anzubieten.

Let's Play Videogames bezieht sich auf eine Quelle bei Nintendo, die mit der Organisation eines Presseevents für den 13. Januar betraut ist. An diesem Datum wird es Nintendo dann wohl auch Journalisten erlauben, die Konsole selbst auszutesten.

Zusammengefasst bedeutet das: Die Switch wird im Handheld-Betrieb nicht mit derselben Leistung laufen, mit der sie in der Docking-Station laufen kann. Allerdings liegt dies angeblich an der Kühlung des Prozessors, nicht an der verwendeten Hardware. Konkrete Details dazu gibt es jedoch erst im Januar. Aber bis dahin ist es ja nicht mehr allzu lang.

First Look at Nintendo Switch

Kritik zu Pokémon Sonne und Mond: Neues aus Alola

Das Mobile-Spiel Pokémon Go hat der alten Handheld-Reihe kurzweilig neuen Ruhm in der Öffentlichkeit beschert. Gebraucht haben die Spiele vom japanischen Entwickler Gamefreak die Aufmerksamkeit nicht wirklich: Seit Pokémon Rot und Blau aus dem Jahr 1996 haben sich dutzende Ableger millionenfach verkauft.

Das Erfolgsgeheimnis ist einfach: Die Rollenspiele rund um das Fangen und Entwickeln der namensgebenden Monster richtet sich an quasi alle Altersklassen. Kinder haben Spaß daran, zum ersten Mal die Welt zu erkunden, während erwachsene Veteranen sich mit den erstaunlich tiefen Kampf-Mechaniken beschäftigen.

Was machen also die neuen Editionen Sonne und Mond zwanzig Jahre später neu? Dafür sollte man die Herangehensweise vom Entwickler kennen. Innovationen gibt es von Jahr zu Jahr nur äußerst wenige. Sehr vorsichtig werden neue Mechaniken eingeführt, man möchte schließlich niemanden verschrecken und das Erfolgsrezept beibehalten.

Die Prämisse ist einfach: Der Protagonist ist neu auf die Alola-Inseln (Hawaii lässt grüßen) gezogen und macht sich auf in ein Abenteuer, um der stärkste Pokémon-Trainer zu werden. Dabei wird wieder gegen schurkische Organisationen gekämpft und das freundschaftliche Zusammenspiel mit Pokémon und Nebencharakteren in den Mittelpunkt gestellt.

Pokémon Sonne Artwork
©Nintendo

Urlaub auf Hawaii - mit Pokémon

Die wohl größte Stärke der Spiele ist erstaunlicherweise die Geschichte und deren Inszenierung. Das Muster mag den Vorgängern stark ähneln, dennoch kann neue Technik viel verändern. Die Zwischensequenzen beinhalten erstmals filmische Kamerafahrten, womit die Geschichte von Anfang an mitreißender wirkt.

Auch tragen gut geschriebene Charaktere einen großen Teil zum Spielspaß bei. Die Hauptfigur ist erstmals nicht der Protagonist, sondern die mysteriöse Lilly. Das vorsichtige Mädchen im weißen Kleid trägt ein legendäres Pokémon in ihrer Sporttasche mit sich herum und ist trotzdem pazifistisch, kritisiert also den Kampf mit den Taschenmonstern.

Im Lauf der Erzählung wird so nicht nur der Protagonist stärker, auch Lilly beginnt sich zu verändern. Sie wird selbstsicherer und lernt erstmals Freundschaft kennen.

Was wie ein oberflächliches Jugenddrama klingt ist aber eine gut geschriebene Geschichte der Selbstfindung, die geschickt etwas für alle Altersgruppen bietet. Der Spieler sieht Lilly dabei zu, unterstützt sie und merkt, dass es mehr als schiere Kampfeskraft braucht, um die Welt der Pokémon nachhaltig zu verändern.

Und für alle Spieler, denen Dramaturgie egal ist, kann Pokémon Sonne und Mond auch den besten Humor der Reihe bieten. Wortwitze und das ständige Ankratzen der vierten Wand sind hervorragend dosiert und weisen immer wieder auf die Absurdität der aktuellen Situationen hin. So hinterfragen die Mitglieder der feindlichen Organisation Team Skull ständig, warum sie eigentlich so böse sind, wenn sie doch nur harte Gangsterrapper sein wollen.

Pokémon Sonne Artwork
©Nintendo

3D-Effekte und neue Mechaniken

Technisch gesehen ist in den neuen Teil etwas Absurdes passiert: Um die Rechenkraft für die Kamerafahrten zu gewinnen, hat Gamefreak auf das prominenteste Feature vom Nintendo 3DS verzichtet: Den 3D-Effekt. Das kann man verkraften und ist auch gerade im Hinblick auf Spekulationen zu einem neuen Pokémon-Spiel auf der (nicht 3D-fähigen) Nintendo Switch interessant.

Einen Schritt zurück geht es auch mit den neuen Monstern: Den inzwischen über 800 Pokémon wurden nur wenige Dutzend neue hinzugefügt. Stattdessen haben viele der Älteren einen neuen Look bekommen, der mit dem warmen Klima der Alola-inseln begründet wird.

Damit das auch niemand verpasst, wird unter anderem diese Neuerung in dem rekordverdächtigen Fünf-Stunden-Tutorial eingeführt. Das kostet selbst bei Neulingen viele Nerven, weswegen es umso befreiender ist, die Region danach halbwegs frei erkunden zu dürfen.

Fazit

Eigentlich kann jeder Pokémon Sonne und Mond bedenkenlos spielen, da sie weiterhin universell jeden ansprechen. Nicht jede neue Mechanik ist perfekt und 3D-Fanatiker müssen sich enttäuscht mit dem vorzeitigen Ende der Technik abfinden, aber schlussendlich hat die Reihe auch nach zwanzig Jahren ihre wichtigste Eigenschaft nicht verloren: Die Herzlichkeit.

Pokémon Sonne und Pokémon Mond sind seit dem 25. November für den Nintendo 3DS erhältlich (z.B. bei Amazon).

Pokémon Sun & Pokémon Moon - Launch Trailer (Nintendo 3DS)

Super Mario Run: Hüpfen auf iOS

Schon seit längerem ist bekannt, dass Nintendo zusammen mit Apple an Apps für seine Spieleserien arbeitet. Pokémon Go war der erste Beweis, dass Nintendos Marken auch auf Smartphones und Tablets funktionieren. Jetzt hat Nintendo seine nächste App vorgestellt: Super Mario Run. Das Jump'n'Run mit dem rotbemützten Maskottchen wird am 15. Dezember 2016 für Apples iOS-Geräte (z.B. iPhone, iPad) erscheinen und in der Vollversion 9,99 Euro kosten. Eine kostenlose Demoversion wird ebenfalls verfügbar sein.

Dazu hat Nintendo auch zwei Gameplay-Videos veröffentlicht. Die zeigen Mario, wie er gewohnt agil über Goombas hüpft und Münzen einsammelt. Laut dem japanischen Entwickler ist Super Mario Run dabei ein sogenannter Auto-Scroller, der Bildschirm bewegt sich also von alleine. Zudem lasse sich das Spiel mit nur einem Finger steuern, auf ein Tippen springt Mario also auf und über Gegner sowie Hindernisse. Es wird vermutet, dass sich Super Mario Run ähnlich steuern lässt wie Rayman JungleRun.

Es wird drei Spielmodi geben: „Welten", „Toad-Rallye" und „Königreich". Während man in „Welten" die Levels durchhüpft, enthält „Toad-Rallye" eine Mehrspieler-Komponente: Man rennt gegen die Bestzeiten anderer Spieler an. In „Königreich" kann man mit in den „Toad-Rallyes" gesammelten Punkten Dekorationen und Gebäude für das eigene Königreich sammeln. In den bisher veröffentlichten Screenshots ist angedeutet, dass hier auch Mikro-Transaktionen gegen Echtgeld vorgenommen werden könnten.

Bisher werden nur Geräte mit Apples iOS 8.0 unterstützt. Ob es zu einer Portierung auf Android-Geräte oder vielleicht andere Plattformen gibt, ist bisher nicht bekannt.

Introduction to Super Mario Run

NX heißt nun Switch: Nintendo enthüllt neue Konsole

Nach langer Wartezeit hat Nintendo heute endlich die schon lange angekündigte neue Konsole vorgestellt. Was bis jetzt nur unter dem Codenamen NX bekannt war, trägt nun den Namen Nintendo Switch.  Es handelt sich dabei um einen Hybriden aus Handheld und TV-Konsole. Für den heimischen Betrieb kann das Tablet in eine Dockingstation gestellt werden, die das Signal an den Fernseher überträgt.

Im mobilen Modus soll ein heller HD-Bildschirm für optimale Spielerfahrung sorgen. Als Bedienelemente dienen sogenannte Joy-Con-Controller. Diese können auf unterschiedliche Weisen entweder direkt mit dem Tablet verbunden oder aber auch mit Hilfe eines Adapters als gewöhnlicher Controller genutzt werden. Die Nintendo Switch unterstützt aber auch gewöhnliche Controller, wie der First-Look-Trailer zeigt.

Es soll außerdem machbar sein, mehrere der Konsolen zu koppeln und somit einen lokalen Mehrspieler zu ermöglichen. Technische Daten zum Gerät sowie zu erwartende Launchtitel gibt es noch nicht. Nintendo stellt aber eine Liste von Publishern und Entwicklern vor, die Nintendo Switch unterstützen.

In der der Pressemitteilung von Nintendo heißt es.

"Nintendo Switch verbindet also die Mobilität eines tragbaren Systems mit der Leistungsstärke einer TV-Konsole und eröffnet damit nie dagewesenen Spielerlebnisse. Im heimischen Wohnzimmer steht die neue Konsole in der Nintendo Switch-Station, die das Gerät mit dem Fernseher verbindet – perfekt für das gemütliche Spiel mit Familie und Freunden vom Sofa aus. Nehmen die Spieler Nintendo Switch aus der Station heraus, wechselt die Konsole sofort in den Handheld-Modus. So können die Nintendo-Fans denselben Spielspaß auch unterwegs genießen."

Nintendo Switch Promo

© Nintendo

First Look at Nintendo Switch

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