Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes - 10 Fakten & Hintergründe

Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes war der erste Film aus der Reihe um den von Harrison Ford dargestellten Archäologen Henry Jones Jr. aus dem Jahr 1981. Unter der Regie von Steven Spielberg und produziert von George Lucas begründete der Film ein höchst erfolgreiches Franchise, das 1984 mit Indiana Jones und der Tempel des Todes, 1989 mit Indiana Jones und der letzte Kreuzzug und 2008 mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels fortgeführt wurde. Außerdem entstand 1992/1993 die Serie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones, bei der Sean Patrick Flanery die Hauptrolle übernahm. Ein weiteres Kinoabenteuer mit Harrison Ford und Steven Spielberg ist aktuell für 2020 geplant.

Zur erneuten Ausstrahlung von Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes heute auf Sat.1 um 20.15 Uhr haben wir zehn spannende Fakten und Hintergründe zum Film zusammengetragen.

Recycling à la George Lucas

Der Gag, als der Gestapo-Offizier scheinbar ein Folterinstrument präsentiert, das sich jedoch als harmlose Aufhängung für seinen Mantel entpuppt, stammt eigentlich aus Spielbergs Film 1941. Dort wurde die Szene jedoch aus dem finalen Cut gestrichen, da das Testpublikum es nicht nicht besonders lustig fand. Außerdem benutzte man für das Nazi-U-Boot Kulissen aus Wolfgang Petersens Klassiker Das Boot, um Kosten zu sparen.

Bei Durchfall Mord

Die legendäre Szene, in der Indiana Jones einen säbelschwingenden Angreifer einfach niederschießt, hatte einen sehr einfachen Hintergrund. Harrison Ford litt zu dieser Zeit an Durchfall und regte deshalb an, die mehrere Seiten lange Kampfszene auf diesen kurzen Moment einzustampfen. Clever!

Affiges Getue

Der kleine Affe, der im Film an einer Stelle den Nazi-Gruß zeigt, wollte trotz umfangreichem Training vor den Dreharbeiten auf einmal nicht mehr so wie die Filmcrew. Erst nach Tagen und mit einigen Tricksereien gelang es, die nötige Handbewegung auf Film zu bannen. Der kleine Mann streckte sich im final benutzen Take schlicht nach Essen...

Money, Money, Money

Wenn man die Inflation berücksichtigt, ist der Film auch heute noch auf Platz 21 der Filme mit dem höchsten Einspielergebnis in den USA. Die weiteren Teile der Reihe finden sich erst auf den Plätzen 92, 106 und 139.

Goldene Freunde

Der Film war bei der Oscar-Verleihung für neun der begehrten Goldmännchen nominiert. In fünf Kategorien räumte man den Preis dann auch ab. Dabei handelte es sich jedoch "nur" um technische Kategorien (Ton, Tonschnitt, Visuelle Effekte, Szenenbild, Schnitt). Bei den Schwergewichten (Bester Film, Regie, Soundtrack) ging man jedoch leer aus, die Schauspieler wurden zudem überhaupt nicht nominiert. Dafür gewannen Harrison Ford und Karen Allen aber immerhin einen Saturn Award.

Da stimmt was nicht?!

Sky war so freundlich, den Film 2009 erstmals in HD und mit 5.1-Ton auszustrahlen. Diese neue Fassung wurde jedoch nicht aus dem Ausgangsmaterial erstellt, sondern durch Neusynchronisation. Einzig Wolfgang Pampel (Indiana Jones) und Mogens von Gadow (Marcus Brody) kehrten zu ihren Charakteren zurück.

Mit Hut und Schnauzer?

Harrison Ford war zunächst nicht erste Wahl für die Rolle des Indiana Jones. Nick Nolte lehnte ab, Tom Selleck wurde getestet, stand jedoch schon bei Magnum unter Vertrag. Außerdem ließ man Peter Coyote und Tim Matheson vorsprechen. Am Ende jedoch ergatterte Ford nach Star Wars seine zweite große Franchise-Rolle. Tom Selleck spielte aber später in seiner kultigen Serienrolle als Privatdetektiv in der Episode Eine Legende lebt (RTL) beziehungsweise In der Höhle des Todes (ARD) immerhin eine Parodie auf den Kollegen - mit Hut und Peitsche.

Der Ruf des Geldes

Fast hätte man die deutsche Schauspiellegende Klaus Kinski als Oberst Dietrich im Film erleben dürfen. Kinski entschied sich dem Vernehmen nach jedoch für die besser entlohnte Rolle im Thriller Die schwarze Mamba.

Die ewige Marion

Karen Allen, die in Jäger des verlorenen Schatzes die Marion Ravenwood spielte, durfte 2008 in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels nach 27 Jahren noch einmal zu ihrer beliebten Rolle zurückkehren. Bei der Synchronisation hatten Allen und die deutschen Fans jedoch nicht so viel Glück. Hatte ihr 1981 zunächst Christina Hoeltel die Stimme geliehen, durfte bei der Neusynchronisation 2009 Cathlen Gawlich ran. Dazwischen besetzte man die Rolle 2008 mit Eva Kryll.

Ein Hund für die Ewigkeit

In der Filmreihe erfährt man, dass Henry Jones Jr. seinen Spitznamen vom Hund der Familie erhielt. Doch auch im wahren Leben inspirierte ein Hund den Namen der Figur - George Lucas' Alaskan Malamute Indiana stand hier Pate. Doch nicht nur das: Das Aussehen des wuscheligen Freundes inspirierte Lucas zu einer weiteren legendären Filmfigur - Chewbacca aus Star Wars.

Indiana Jones Filmposter
Originaltitel:
Raiders of the Lost Ark
Kinostart:
29.10.81
Laufzeit:
115 min
Regie:
Steven Spielberg
Drehbuch:
George Lucas, Philip Kaufman, Lawrence Kasdan
Darsteller:
Harrison Ford, Karen Allen, Paul Freeman, Ronald Lacey, John Rhys-Davies
Im Auftrag des amerikanischen Geheimdienstes soll Archäologieprofessor Henry "Indiana" "Indy" Jones die verschollene Bundeslade aufspüren und sicherstellen, ehe die Nazis sie in die Finger bekommen.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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