Nintendo: Doug Bowser über Nintendo im Jahr 2021 und die Frage einer Switch-Pro

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Nintendos Konsole Switch ist seit März 2017 auf dem Markt und verkauft sich stetig, zuletzt hieß es im Pandemie-Sommer 2020, dass die Switch-Konsolen stellenweise ausverkauft seien. Ein ziemlicher Erfolg also für den japanischen Spiele- und Konsolen-Entwickler. Die Konsole hat sich nach offiziellen Zahlen bis März 2020 rund 55 Millionen mal verkauft.

Im Interview mit der Webseite Polygon bejubelt der Chef von Nintendo of America, Doug Bowser, einerseits diesen Erfolg, spricht andererseits aber auch über das Spieleportfolio, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie den geplanten Nintendo-Vergnügungspark in Osaka, der nächstes Jahr eröffnet werden soll. Natürlich wurde auch über den Online-Dienst Nintendo Switch Online gesprochen.

In diesem Zusammenhang ging es auch darum, ob Nintendo ein ähnliches Spiele-Abonnement plant, wie es Microsoft mit seinem  Xbox Game Pass anbietet:

So wie ich es sehe, ist, dass wir den Konsumenten auf der Nintendo Switch die Wahl lassen wollen, und damit auch ganz klar die Möglichkeit die Spiele zu kaufen und zu spielen, die sie sich auswählen. Der Umstand, dass im Schnitt in den letzten vier Jahren pro Konsole acht Spiele verkauft wurden heißt für uns, dass die Konsumenten auf diesem Weg konsumieren wollen.

Frage: Verzeihung, nur um das klar zu stellen – mit "auf diesem Weg" reden Sie davon, Spiele einzeln zu kaufen?

Genau, Spiele einzeln zu kaufen. Uns ist auch klar, dass es Kunden gibt, die Zugang zu unserem älteren Portfolio haben möchten, wie unseren NES- und SNES-Titeln, und über Nintendo Switch Online können sie das tun. […]

Im weiteren Verlauf weicht Bowser der Frage mit Hinweis auf das Bemühen um Wahlfreiheit und den bestehenden Möglichkeiten, Switch-Spiele zu kaufen, aus. Aber man kann diese Aussage als eine Absage an Abo-Modelle für Videospiele sehen – zumindest vorerst.

Weiter spricht Doug Bowser über die Zukunft der Switch-Konsole und die Möglichkeit einer technisch verbesserten Pro-Version. Er verweist darauf, dass die Switch viele neue Menschen zu Videospielen gebracht habe und die Konsole weiterhin hohe Absatzzahlen schreibe. Außerdem sei die Switch Lite, die 2019 erschien, ebenfalls erfolgreich. Daher werde Nintendo seine bestehende Konsole vorerst weiter unterstützen:

Wie wir also sehen […] ist der Erfolg der Nintendo Switch und der Nintendo Switch Lite auch im vierten Jahr stark. Wir glauben zudem, dass wir die Laufbahn eines typischen Konsolen-Lebenszyklus ändern. Und wir werden deshalb beide Konsolen und ihre Inhalte in der näheren Zukunft weiter aufbauen, denn es ist ihre symbiotische Beziehung, die hier den Ausschlag gibt. […]
Und wie Herr Furukawa [der Präsident von Nintendo, die Red.] in seinem Bericht über die Unternehmensleitung und Geschäftspolitik gesagt hat, glauben wir, dass wir erst in der Mitte des Lebenszyklus dieser Plattform angelangt sind.

Auch hier ist zu beachten, dass Bowser nicht bestreitet, dass es eine technisch stärkere Version der Nintendo Switch geben wird – aber zumindest verspricht er, dass die aktuelle Konsole noch mindestens vier Jahre unterstützt wird.
Auf die Frage, wie es um die Entwicklung von Spielen wie Bayonetta 3, Metroid Prime 4 oder The Legend of Zelda: Breath of the Wild 2 steht, antwortet Bowser, dass er zu deren Entwicklung keine Stellung nehmen kann.

Für Nintendo-Fans und alle Besitzer einer Switch ist das gesamte Interview interessant. Man sollte aber nicht vergessen, dass Nintendo of America in erster Linie ein wichtiges Standbein zur Vermarktung der Nintendo-Produkte in den USA ist – und nur ein unbedeutender Entwicklungsstandort. Trotzdem sind Bowser Aussagen beispielsweise zur Möglichkeit einer neuen Switch-Konsole klärend.

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