Downton Abbey: Serienempfehlungen für den sanften Abschied nach dem großen Finale

Erstmal eine kräftige Tasse Tee. Zugegeben, das große Serienfinale am 1. Weihnachtsfeiertag war an sich schon eher watteweich und zuckersüß - und damit genau das, was sich viele Fans erhofft haben: Ein würdiger, schöner Abschluss voller Glück für liebgewonnene Charaktere.

Wem der Abschied dennoch schwer fällt oder sich einfach mehr für Historiendrama und vor allem auch die Geschichte drumherum interessiert, für den haben wir hier ein paar Tipps für den sanften Entzug - oder erst recht tieferen Einstieg ins Thema. Neben einfach anderen Kostümserien sind es vor allem die sehr unterhaltsamen und informativen Dokumentationen und Dokutainment-Produktionen der BBC und Channel4, die sich dafür anbieten.

"The Real Downton Abbey - Servants: The True Story of Life Below Stairs" Sozialhistorikerin Dr. Pamela Cox führt in dieser sehr aufwendig vorbereiteten Dokumentation von BBC2 in drei Teilen/Stunden durch das Leben und die Aufgaben von Bediensteten in den großen Anwesen aber auch kleineren Häusern und wie sich ihr Ansehen und der gesamte Stand, ebenso wie die Gesellschaft an sich, vom späten 19. Jahrhundert bis zum 2. Weltkrieg veränderte.

Eine andere Zeit und deutlich amüsanter, aber dennoch passend: Regency House Party. The Bachelor trifft Jane Austen in dieser "historical Realityshow". Fünf Frauen, fünf Männer, vier Anstandsdamen und eine Menge Bediensteter in wunderschöner Umgebung. Die Teilnehmer schlüpfen für neun Wochen in die Rollen von jungen Leuten der oberen Gesellschaftsschicht des frühen 19. Jahrhunderts auf der Suche nach dem richtigen Ehepartner. Sehr unterhaltsam und dabei auch noch mit spannenden Informationen zu der Epoche und mit einer entzückenden Detailliebe umgesetzt.

Ähnliches Konzept abzüglich dem Kuppelshow-Teil, aber an sich aus der gleichen Reihe der Channel4-Dokutainment-Produktionen: The Edwardian Country House. 2001 schlüpfen Leute in die Rollen einer aristokratischen Familie und ihrer vielen Bediensteten in einem ländlichen Herrenhaus der Zeit zwischen 1905-1914,  es deckt also die Zeit vor dem Start der Geschichte von Downton Abbey (1912) ab und entspricht im Groben den Aufbau des Gefüges zwischen Upstairs und Downstairs wie wir es in der Serie sehen.

Hier kann natürlich das grandiose Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus nicht unerwähnt bleiben. Mit 15monatiger Vorbereitungszeit drehte die ARD 2004 für zwei Monate, wie sich 20 Frauen, Männer und Kinder mit den Gegebenheiten eines herrschaftlichen Gutshauses an der Schwelle des 20. Jahrhunderts zurecht finden. Sarah Wiener hält hier als Mamsell den Haushalt beisammen und dient auch als Mittler zwischen Herrschaftsfamilie und der Dienerschaft.

Auf der eher kulinarischen Seite, allerdings immer in Betrachtung der gesellschaftlichen Verhältnisse und mit jeder Menge Humor durch das Team aus Sue Perkins (Comedian/Moderatorin) und Giles Coran (Restaurantkritiker/Moderator) wären da noch die The Supersizers Go Edwardian und The Supersizers eat the 20´s Episoden aus den ohnehin empfehlenswerten Supersizers-Reihen.

Weg von den mehr oder minder dokumentarischen Sendungen hin zur Serie. In den 70er Jahren lief Das Haus am Eaton Place (OT: Upstairs, Downstairs) auch in Deutschland enorm erfolgreich. Innerhalb der fünf Staffeln wird die Zeit von 1903-1930 in einem Stadthaus im noblen Londoner Bezirk Belgravia beleuchtet. 2010 gab es für wenige Folgen mit Rückkehr ins Haus am Eaton Place (Upstairs Downstairs) den Versuch einer Neuauflage. Die Geschichte startet 1936, also 6 Jahre nach dem Ende der Handlung der Ursprungsserie.

Die Forsyte-Saga ist eine Romantrilogie des Briten John Galsworthy, der 1936 den Literaturnobelpreis erhielt. Das Familiendrama, das zum Ende des 19. Jahrhunderts spielt, wurde mehrfach verfilmt. Zuletzt 2002 vom Downton-Heimatsender ITV als Miniserie, mit Rupert Graves (Lestrade in Sherlock) in einer der Hauptrollen.

"The Real Downton Abbey" Servants: The True Story Of Life Below Stairs 1/3

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