The Expanse

The Expanse: Syfy setzt die Serie nach Staffel 3 ab

Die Verantwortlichen des amerikanischen Senders Syfy haben sich dazu entscheiden, keine weitere Staffel von The Expanse zu bestellen. Die aktuelle 3. Staffel der Science-Fiction-Serie wird damit gleichzeitig auch die letzte sein, die bei Syfy zu sehen ist.

Hintergrund der Entscheidung sollen vor allem die Ausstrahlungsrechte sein. Syfy soll keine Beteiligung an der digitalen Ausstrahlung und den Streaming-Rechten haben. Dadurch muss die Serie bei der Liveausstrahlung im TV überdurchschnittlich gut laufen, was mittlerweile nicht mehr der Fall ist. Gerade Science-Fiction und Genre-Serien erreichen in den USA große Teile ihres Publikums über Streaming.

Das produzierende Unternehmen Alcon Entertainment hat die Hoffnungen auf eine Fortsetzung aber nicht aufgeben. Kurz nach der Bekanntgabe der Absetzung erklärten die beiden CEOs Andrew Kosove und Broderick Johnson, dass man sich auf die Suche nach einem neuen Partner machen wird. Als möglicher Kandidat dürfte Netflix gelten. Der Streaming-Dienst zeigt die Serie in vielen Ländern außerhalb der USA und ist auch in Deutschland die Heimat von The Expanse. Entsprechend dürfte Netflix einer der ersten Ansprechpartner für Alcon Entertainment sein.

Die Handlung von The Expanse ist im 23. Jahrhundert angesiedelt. Die Erde ist überbevölkert und hat mittlerweile auch den Mond, Mars und diverse im Sonnensystem verstreute Raumstationen besiedelt. Die Vereinten Nationen regieren über die Erde, den Mond und einzelne Stationen. Die Marsbewohner haben sich ihre Unabhängigkeit erstritten. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind, ist die Lage und das politische Klima stark angespannt. Auch aufgrund großer soziale Unterschiede bildet sich Widerstand sowohl gegen die Mars- als auch die Erdregierung.

The Expanse: Erster langer Trailer zu Staffel 3

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The Expanse Staffel 1 - Crew

Den ersten Teaser gab es bereits Ende Februar, nun legt Sender Syfy mit dem offiziellen Trailer zur 3. Staffel seiner Erfolgsserie The Expanse nach.

Die Serie basiert auf einer Buchreihe von Daniel Abraham and Ty Franck, die unter dem gemeinsamen Namen James S. A. Corey publizieren.

Angesiedelt ist The Expanse im 23. Jahrhundert. Die Erde ist überbevölkert und hat mittlerweile auch den Mond, Mars und diverse im Sonnensystem verstreute Raumstationen besiedelt. Die Vereinten Nationen regieren über die Erde, den Mond und einzelne Stationen. Die Marsbewohner haben sich ihre Unabhängigkeit erstritten. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind, ist die Lage und das politische Klima stark angespannt. Auch aufgrund großer soziale Unterschiede bildet sich Widerstand sowohl gegen die Mars- als auch die Erdregierung.

In der 3. Staffel zehrt der Krieg zwischen Mars, Erde und den Gürtlern an allen. Die Auseinandersetzungen innerhalb der Crews werden hitziger. Und dann ist da noch diese fremde, unbekannte Bedrohung. Ein ständiger Kampf an vielen Fronten. "Das härteste im Krieg ist, herauszufinden wer der Feind ist" hört man Holden als Voiceover sagen.

In den USA startet die 3. Staffel am 11. April bei Syfy. International wird The Expanse von Netflix als Netflix Original vertrieben. Wann man die neuen Folgen in Deutschland zu sehen bekommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Im Februar letzten Jahres startete die 2. Staffel in den USA und war erst ab September bei Netflix verfügbar.

THE EXPANSE ''Season 3'' Final Trailer (2018) Sci-Fi Series HD

The Expanse: Syfy präsentiert Teaser und Startdatum der 3. Staffel

Die Sci-Fi-Serie The Expanse erfreut sich großer Beliebtheit. Zumindest in den USA kann man sich auf den baldigen Start der mittlerweile dritten Staffel freuen. Syfy hat zusammen mit einer Teaser-Veröffentlichung auch das Startdatum bekannt gegeben.

The Expanse basiert auf einer Buchreihe von Daniel Abraham and Ty Franck, die unter dem gemeinsamen Namen James S. A. Corey publizieren.

Angesiedelt ist The Expanse im 23. Jahrhundert. Die Erde ist überbevölkert und hat mittlerweile auch den Mond, Mars und diverse im Sonnensystem verstreute Raumstationen besiedelt. Die Vereinten Nationen regieren über die Erde, den Mond und einzelne Stationen. Die Marsbewohner haben sich ihre Unabhängigkeit erstritten. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind, ist die Lage und das politische Klima stark angespannt. Auch aufgrund großer soziale Unterschiede bildet sich Widerstand sowohl gegen die Mars- als auch die Erdregierung, was den Konflikt an den Rand der Eskalation treibt.

In den USA startet die 3. Staffel am 11. April bei Syfy. International wird The Expanse von Netflix als Netflix Original vertrieben. Wann man die neuen Folgen in Deutschland zu sehen bekommt, ist jedoch noch nicht bekannt. Im Februar letzten Jahres startete die 2. Staffel in den USA und war erst ab September bei Netflix verfügbar.

Gewinnspiel zu The Expanse: Gewinne je 1x DVD oder Blu-ray von Staffel 1

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The Expanse Season 1 Poster

Im 24. Jahrhundert haben die Menschen das Sonnensystem kolonialisiert. Die U.N. ist zur Weltregierung aufgestiegen, der Mars ist eine unabhängige Militärmacht. Beide Planeten sind auf die knappen Ressourcen des Asteroidengürtels angewiesen. Diese werden dort unter schlechten Bedingungen von den Gürtlern abgebaut. Unter ihnen hat sich eine militante Widerstandsgruppe gebildet, die Outer Planets Alliance (OPA). Das Sonnensystem steht an der Grenze zum Krieg, ein einziger Funke könnte diesen auslösen.

The Expanse basiert auf der gleichnamigen Buchserie der Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck mit über 100.000 verkauften Büchern. 

Coverart The Expanse

Pünktlich zur Veröffentlichung von Staffel 1 am 05. Dezember auf DVD und Blu-ray verlosen wir je 1 DVD und 1 Blu-ray.

Um an der Verlosung teilzunehmen, müsst ihr lediglich die Frage beantworten und eure richtige (!) Lösung mit dem Betreff "We have gone too far" an gewinnspiel(at)robots-and-dragons.de schicken.

Unter welchem Synonym haben die beiden Autoren  Daniel James Abraham und Ty Corey Franck die Vorlage zu The Expanse geschrieben?

a) James S. A. Corey
b) James S. B. Corey
c) James S. C. Corey

Einsendeschluss ist Mittwoch, der 06. Dezember 2017, 23:59 Uhr. Die Gewinner werden danach per Email benachrichtigt und um ihre Anschrift gebeten.

Teilnahmebedingungen:
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter und Angehörige von Robots & Dragons sowie der am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen/Kooperationspartner. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Einsendungen mit unvollständigen Angaben können nicht berücksichtigt werden. Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung per Zufall ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Mehrfacheinsendungen führen zum Ausschluss am Gewinnspiel. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle eingesandten persönlichen Daten werden nur für die Ermittlung der Gewinner und die Abwicklung des Gewinnspiels gespeichert und anschließend sofort gelöscht. Eine Weitergabe der Daten erfolgt nur soweit im Rahmen des Gewinnspiels erforderlich. Für Fragen zur Verlosung wendet Euch bitte an gewinnspiel(at)robots-and-dragons.de

The Expanse Staffel 1 | Teaser deutsch german HD | SciFi Serie

Kritik zu The Expanse 1.06: Tiefpunkt

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The Expanse Folge 6

Heißt zwar Tiefpunkt, ist für The Expanse aber keiner. Ein Pakt mit dem Teufel, ein Cop vor einem Neuanfang und andere spannende Details halten die Episode im gesunden Mittelmaß.

Was passiert?

Holden muss auf Tycho einen Deal mit Fred Johnson eingehen und einen Job annehmen, Miller kommt der Wahrheit zu nahe und muss mit den Folgen leben und auch auf der Erde ist man derweil nicht untätig.

Erde: Das kennen wir doch schon

Man muss es ganz ehrlich sagen: Die Storyline rund um Chrisjen Avasarala besitzt in den bisherigen Episoden so viel Dampf wie eine Bimmelbahn. Hier wird sie uns nun einmal wieder präsentiert und tut das, was sie schon gefühlte hundertmal getan hat: Sie stößt subtile Drohungen aus, manipuliert und intrigiert. Dass ihre Geschichte dadurch wie auf Valium voranschleicht, tut dem Momentum nicht gut. "Ach, die ist ja auch noch da" ist noch das Netteste, was dem geneigten Zuschauer durch den Kopf schießen mag. Hier haben die Drehbuchautoren entweder versäumt, eine klare Entscheidung zu treffen (und sie erst später in die Handlung zu holen) oder das vorhandene Material so zu bearbeiten, dass auf dem Fernsehschirm irgendeine Resonanz zu erzielen ist. Wenn die Serie bisher einen schmerzenden Schwachpunkt hat, sind es diese Sequenzen. 

Ceres: Jedem Ende wohnt ein neuer Anfang inne

Auch die Bemühungen von Miller, neben seinem regulären Job die Fahndung nach Julie Mao fortzusetzen, zeichneten sich bisher eher durch Gelassenheit aus. Die großen Vorteile an dieser Front sind jedoch die weitaus spannendere Umgebung auf Ceres, die verschachtelte Storyline und ein mehr als faszinierender Charakter, den Thomas Jane von Beginn an kantig und verschroben anlegt.
 
Nun kam er zuletzt der Wahrheit leider zu nahe, musste sich einem Verhör samt Gewaltanwendung unterziehen und landete am Ende in einer Luftschleuse - mit den besten Grüßen von Dawes und der OPA. Um ein Haar dem Tode entronnen, macht er sich direkt zu seiner Vorgesetzten bei Star Helix auf, um ihr seine Beweise gegen die OPA zu präsentieren. Damit biegt er jedoch erneut falsch ab - seine Chefin steht offenbar auf Dawes Gehaltsliste. Beweise und Job sind nun weg, und für Miller dürfte es auf Ceres nicht mehr sicher sein. Die OPA hat offenbar das Kommando übernommen, und so sollte es definitiv spannend werden, wie man seine Geschichte weiter entwickelt.

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Die Anekdote, die Dawes erzählt, ist dabei ebenfalls noch von Interesse und zeigt die spezielle Wahrnehmung von Gut und Böse innerhalb der Serie. Dawes hat seine Schwester getötet - in seiner Argumentation jedoch hat er schlicht seine Familie und somit auch seine anderen Schwestern vor dem Hungertod bewahrt, indem er das schwächste Familienmitglied unter Tränen und tiefem Schmerz geopfert hat. Hier zeichnet man eher das Bild eines Leitwolfs im Tierreich - wenn man von der Trauerarbeit einmal absieht. In all ihren Figuren macht es die Serie somit den Zuschauern nicht leicht, Sachverhalte zu bewerten und regt zum Nachdenken an.
 
Auch spricht Dawes etwas aus, was schon lange eindeutig ist: Miller ist in Julie Mao verliebt. Kann man dem OPA-Chef glauben, würde diese sich darüber jedoch nur angewidert zeigen, da Miller für all das stehe, was sie verabscheut. Auf der anderen Seite scheint seine Ex-Kollegin Octavia Muss, die ihn auch aus der Luftschleuse befreite, Gefühle für ihn zu besitzen, die Miller jedoch gekonnt unerwidert lässt. Abwarten. 

Tycho: An der Seite des Teufels

Auf Tycho angekommen entwickelt sich zunächst ein Psychospiel zwischen Johnson und der Crew der Rocinante, bei dem Holden die besseren Argumente hat. Holden soll für Johnson nicht nur eine Aussage bei der UN machen, sondern auch auf der Eros-Station nach einem Überlebenden der Scopuli suchen - richtig, dabei handelt es sich um das Schiff, auf dem Julie Mao sich befand.
 
Außer der Enthüllung, dass Holden damals den Notruf eingeloggt hatte (was erstaunlich wenig Staub aufwirbelt) und zweier Barszenen (mit Kamal und Burton sowie Holden und Nagata), bietet dieser Handlungsort insbesondere drei Erkenntnisse: Johnson spielt wie erwartet falsch und entfernt dem toten Mars-Soldaten einen Chip (was wirklich nicht überraschend kommt), Naomi Nagata sucht ebenfalls nach jemandem (und fordert einen Gefallen von Johnson für einen späteren Zeitpunkt ein), und die Crew bleibt am Ende trotz Holdens Beichte komplett und nimmt die gefährliche Mission nach Eros gemeinsam an.
 
Da sich nun sowohl Miller als auch Holden und seine Leute um das Schicksal der Scopuli bemühen, drängt sich für die nahe Zukunft doch fast ein Zusammentreffen auf.

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Rückblick: Über Leichen, die Zweite

Einen vierten Handlungsstrang gibt es noch obendrauf. In der vergangenen Woche hatte man uns per Rückblick die Rücksichtslosigkeit der Erdregierung gegenüber den streikenden Gürtlern gezeigt - in Person von Schlächter Fred Johnson. Diese Woche nun begnügt man sich mit dem Mikrokosmos von zwei Arbeitern auf einem kleinen Minenschiff - Onkel und Neffe. Die plötzlich auftauchenden Mars-Kontrolleure benehmen sich wie eine rüpelhafte Jugendgang und rauben den beiden hart arbeitenden Männern sprichwörtlich die Luft zum Atmen, indem sie ihnen den kurzen Rückweg verbieten. Willkür der Mächtigen scheint auch in diesen Zeiten noch ein großes Thema zu sein.
 
Spannend an diesem Rückblick ist besonders, wie gut er die Ausgewogenheit zwischen den Großmächten Mars und Erde wieder herstellt. So scheinen beide ähnlich skrupellos gegen die Gürtler vorzugehen und ohne mit der Wimper zu zucken ihre eigenen Interessen zu vertreten - wobei es sich hier natürlich auch um eine besonders sadistische Patrouille handeln kann.
 
Im Vergleich: Discovery vs Expanse
Da es sich hier nun um die erste Rezension nach dem Start von Star Trek: Discovery handelt, ist es Zeit für eine kleine Anmerkung. So gut The Expanse ihre Welt vorstellt, anreichert, ausbaut und den Verlauf der Charaktere an verschiedenen Orten verfolgt, so wenig zugänglich kann das Ganze auch weiterhin auf einige Zuschauer wirken. Besonders dann, wenn man die klar umrissenen Figuren aus Star Trek: Discovery als Maßstab nimmt.
 
Dabei soll man das nicht missverstehen: Die Charaktere in The Expanse sind gerade deshalb so interessant, weil man sie mit Grau-Schemen vernebelt; keiner ist wirklich sympathisch, keiner nur negativ. Jeder besitzt und versteckt seine kleine oder große Agenda, jeder ist dafür auch bereit, diskutabel zu agieren. Menschen eben. Auf der Discovery umriss man zum Start bereits eine Vielzahl von Charakteren eher negativ (Lorca, Burnham, Stamets), andere hingegen sympathisch (Saru, Georgiou, Tilly) oder vergab klare Charakteristika. Das ist auf der einen Seite eine deutlich flachere Figurenzeichnung, auf der anderen Seite aber auch auf Anhieb zugänglicher weil nachvollziehbarer. The Expanse wirkt auch nach sechs Episoden immer noch ein wenig statisch in der Erzählweise und undefiniert in Ausrichtung und Aussage.
 
Dafür gewinnt man im oft zitierten Worldbuilding und mit der Vision einer Zukunft der Menschheit jedoch klar. Während sich die Star-Trek-Version bisher auf wenige Aspekte innerhalb zweier Schiffe und einen noch sehr ausbaufähigen Klingonen-Plot beschränkt (der zudem fast störend wirkt), wechselt man hier Episode für Episode spielerisch zwischen bis zu vier Handlungsorten hin und her. Beides hat seinen Reiz, die Unterschiede sind jedoch äußerst spannend.
 
Bei beiden Serien sind alle genannten Details jedoch bisher nur als Beobachtung zu werten - die Zukunft wird zeigen, welcher Ansatz sich schließlich erzählerisch auszahlt.

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Augen und Ohren
Technisch fällt erneut das wunderbare Worldbuilding auf, das die Serie an jeder Ecke betreibt. Sowohl die futuristische Erde als auch Tycho, Ceres oder der kleine Frachter atmen alle den Duft einer glaubhaften Zukunftsvision. Das allein macht wahnsinnig viel Spaß.
 
Die Frau des Rezensenten
"Vielleicht werde ich doch noch warm mit der Serie.“ Ein Satz wie ein Donnerschlag. Nach Wochen des Bangens vielleicht doch noch ein Hoffnungsschimmer am Horizont? "Die Frisur von dem Miller geht wirklich gar nicht.“ Nun gut, ein wenig die Alte war sie dann doch noch.
 
Kurz gesagt
Wie so oft bei den bisherigen Episoden der Serie macht das Gezeigte durchaus Spaß und unterhält. Das große Fieber zündet jedoch erneut nicht, weil alles eine Spur zu gemächlich und ohne erkennbares Ziel durchzulaufen scheint. Die Produzenten nehmen sich weiterhin erstaunlich viel Zeit und machen die erste Staffel damit vermutlich zu einer Art Prolog für die weiteren Staffeln. Die aktuelle Episode ist für diesen Ansatz ein mehr als gutes Beispiel.

Wertung: Drei und ein halb ausgetrunkener von fünf eisgekühlten Kurzen

Nächstes Mal in der Episode "Gewagtes Spiel" befinden sich sowohl die Crew um Holden als auch Miller auf dem Weg zur Eros-Station - und ich hoffe inständig, sie finden dort nicht das, wonach es klingt.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Syfy/ Netflix

The Expanse Staffel 2: Wer braucht Star Trek, wenn er The Expanse haben kann?

Viele Fans waren das Warten schon fast leid. Im November 2016 hatte Netflix die erste Staffel der Sci-Fi-Serie The Expanse bereitgestellt, neun Monate nachdem diese auf Syfy in den USA gelaufen war. Die zweite Staffel, die von Februar bis April 2017 im Herkunftsland im TV zu sehen war, hatte man dann jedoch nicht direkt nachgereicht - bis heute.

Mit dreizehn neuen Abenteuern setzt Netflix die Geschichte um Jim Holden und Joe Miller fort. Basierend auf den Romanen von Daniel Abraham und Ty Franck (die als Pseudonym den Namen James S. A. Corey benutzen), wird die Story um einen drohenden Konflikt zwischen Erde, Mars, OPA, den Gürtlern und einer noch unbekannten Bedrohung weitergesponnen.

Doch was macht The Expanse eigentlich so besonders und so empfehlenswert? Und wie schneidet die Serie im direkten Vergleich zu Star Trek ab, das mit über 700 Episoden in 50 Jahren und einer neuen Serie in den Startlöchern die potente Referenz im Genre darstellt?

Check 1: Die Entstehung einer neuen Welt

Star Trek schuf mit der klassischen Serie in den 60er Jahre eine Utopie. Die Menschen der Erde arbeiten gemeinsam mit Außerirdischen in einer Allianz der Völker zusammen, forschen und erkunden und müssen sich hier und da auch immer wieder gegen weniger freundliche Spezies zur Wehr setzen. Die Vulkanier, Klingonen oder Romulaner begleiteten die Abenteuer der verschiedenen Crews durch die Jahrhunderte und alle Serien, es ging um Schicksale, persönliche Befindlichkeiten, Konflikte, Verluste und militärische wie gesellschaftliche Tiefschläge und Erfolge. Star Trek veränderte die durch die Classic-Serie geschaffene Welt in über 50 Jahren letztlich, sondern baute sie nur sukzessive aus, und kam immer wieder auf den ursprünglichen Kern zurück.

Bei The Expanse wählte man direkt einen anderen Ansatz. Außerirdische sucht man vergeblich, die Serie ist verdammt nahe dran an dem, was wir uns als nicht so ferne Zukunft tatsächlich vorstellen können. Während ein Captain Picard auf einer Art Luxusliner mit Mahagoni, Earl Grey, Privataquarium und ganzen Familien durchs All schipperte, ist hier noch alles Handarbeit. Gurte, fehlende Schwerkraft, enge Räume. Etwas Ähnliches versuchte man zwar auch bei Star Trek: Enterprise, doch selbst dort war das Reisen im All schon mehr als komfortabel.

Als Antagonisten dienen The Expanse Menschen, die den Mars bevölkern sowie Menschen, die eine andere Gesinnung zeigen als die Bewohner der Erde oder die durch ihre lange und harte Arbeit unter erschwerten Bedingungen im Asteroidengürtel Deformationen aufweisen und somit zu Außenseitern wurden. Hier liegt auch die größte Stärke dieser Welt: Die Verlagerung unserer akuten Erdenprobleme auf ein Sci-Fi-Setting; etwas, das Star Trek auch immer wieder besonders in Einzelepisoden gelang. The Expanse macht daraus jedoch eine Basishandlung, die immer weiter fortschreitet und uns dabei meisterhaft vorführt, in welche Richtung wir uns entwickeln könnten - und was uns dann vielleicht erwartet.

Check 2: Die Charaktere und ihre Darsteller

Bei The Expanse hat in der ersten Staffel bezüglich der handelnden Personen vor der Kamera keiner enttäuscht, außer Thomas Jane als Miller und David Strait als Holden konnte jedoch auch niemand wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen. Dieses Fazit gilt übrigens für die Charaktere wie für die Darsteller. Für die weiteren Staffeln gibt es hier somit definitiv viel Luft nach oben.

Doch auch bei Star Trek gab es oft ein extremes Gefälle. Bei den Classics standen alle im Schatten von Kirk, Spock und McCoy, bei TNG konnten meist nur Picard und Data begeistern, DS9 als Ensembleshow hatte hingegen eine ganze Reihe an tollen Charakteren in Haupt- und Nebencast zu bieten, während Voyager mit Seven und dem Holodoc sowie Enterprise mit Trip und Phlox auch wieder eher im Spargang durch die Staffeln tuckerte.

Wenige starke Charaktere müssen aber definitiv kein K.O.-Kriterium sein, vergleicht man beide Formate aber mit einer Serie wie Game of Thrones, fällt schon auf, dass hier noch Entwicklungspotential vorhanden ist. In der Summe hat Star Trek hier jedoch noch einen entscheidenden Vorteil vor The Expanse: Die besten Charaktere aller Trek-Serien besaßen mehr Tiefe und waren nicht auf so wenige Aspekte beschränkt wie die Kollegen bei The Expanse. Auch hier vergleichen wir jedoch noch Äpfel (zehn Episoden) mit Birnen (ganzen Serien). Somit gilt: Was nicht ist, kann dort ja noch werden. Holden und Miller sind schon einmal ein guter Anfang.

Check 3: Effekte & Action

Der Vergleich hinkt freilich. Alle Trek-Serien haben schon einige Jahre auf dem Buckel, The Expanse ist hingegen frisch. Dennoch verwundert es angesichts der Herkunft der Serie (Syfy) schon, wie gut sie dann am Ende aussieht. Die Effekte sind teilweise atemberaubend, das Worldbuilding wird perfekt transportiert. Vergleicht man hier mit den Trailern zu Star Trek: Discovery, sieht alles wieder nach einem Gleichstand aus. Das ist jedoch nur gut so - hat man dann ab Ende September doch zwei visuell wunderbare Serien auf Netflix am Start, die sich gegenseitig übertrumpfen müssen und wollen werden.

In Sachen Action ist The Expanse zudem erfreulicherweise vollkommen unaufgeregt. Episoden wie "CQB" feuerten zwar aus allen Rohren, viele andere der ersten Staffel ließen jedoch keinerlei Eile aufkommen und gingen fast schon als schwatzhaft und tiefenentspannt durch. Das ist jedoch kein Makel, sondern ebenfalls immer Merkmal von gutem Star Trek gewesen.

Check 4: Die Stories

Im Bereich von TV-Serien ist die Erwähnung des Begriffes "horizontale Erzählweise" inzwischen fast ein Grund zum Gähnen. Viel zu oft wird dieser Terminus bemüht, um klarzumachen, dass man es hier eben nicht nur mit losen Geschichten zu tun hat, sondern mit einer ineinandergreifenden Story. Dabei ist das im Zweifelsfall gar kein klares Qualitätsmerkmal. Reicht die Story qualitativ und quantitativ aus, kann diese Art der Erzählung zwar sehr erfüllend sein, fehlt es jedoch an Tiefe, gerät das Konstrukt leicht ins Schlingern.

So litt auch The Expanse im ersten Jahr teilweise am Fehlen eines klaren Fokus und einer dann doch etwas zu entspannten Handlungsführung. Was zudem völlig fehlte: Kann man bei Star Trek oft so etwas sagen wie "die Episode, wo sie in der Zeit zurückreisen und in Roswell für Aliens gehalten werden", ist bei The Expanse fast jede Episode ein unbestimmt waberndes Etwas, das teilweise nicht nur schwer als Einzelteil zu definieren (oder rezensieren) ist, sondern auch ein wenig die Existenz einer tieferen Message vermissen lässt. Doch gerade die Science Ficition kann auf diesem Gebiet eigentlich Wunder wirken. Hier hat Star Trek sogar bei DS9, wo man ebenfalls viel horizontal erzählte, immer wieder Einzelepisoden rausgehauen, die für sich genommen zu Klassikern wurden. The Expanse verlässt sich bisher absolut auf eine Gesamtgeschichte - das ist nicht schlecht, aber anders. Es wird spannend zu sehen, wie man in den weiteren Staffeln vorgehen wird und welchen Weg man bei Star Trek: Discovery letztlich einschlägt. Altmodisches Star Trek oder auf den Pfaden von The Expanse? Oder bietet am Ende beides einen Mix an?

Wer würde gewinnen?

Wie bereits erwähnt, tut man The Expanse mit derartigen Vergleichen eigentlich ein wenig Unrecht, da man letztlich aktuell zehn Abenteuer über 700 Episoden quer durch alle Trek-Serien gegenüberstellt. Reduziert man den Vergleich jedoch auf das jeweilige Destillat des Vorhandenen, fehlt The Expanse noch das überraschende Element in Sachen Einzelepisoden, dafür gelingt der Aufbau der Rahmenhandlung aber bereits ausgesprochen zufriedenstellend.

Fazit

The Expanse ist qualitativ hochwertige Science-Fiction, die sich im TV vor keinem Format fürchten muss. Größte Stärke ist das Worldbuilding und somit eine wunderbar realistische Zukunftsvision, größter Mangel bisher das verschleppte Tempo und die fehlenden Highlights in einer aber zugegeben durchgehend interessanten Gesamthandlung. Diese Kritikpunkte fallen auch dank griffiger Charaktere und einer eleganten Umsetzung jedoch kaum ins Gewicht. Star Trek in seiner Gesamtheit ersetzt das zwar nicht, könnte aber reichen, um Star Trek: Discovery einen harten Kampf um die Gunst der Zuschauer zu liefern. Wenn dann noch The Orville in der Humorsparte mitmischt, haben die Fans hier unter Umständen einen dreifachen Jackpot am Start, der auf Jahre die Bedürfnisse des Genres bedienen kann. Möchte Netflix hier nicht vielleicht auch aktiv werden und die Abenteuer der Crew der Orville gleich mit an Bord holen? Vielfalt ist schließlich nie etwas Schlechtes.

The Expanse ist seit dem 8. September mit der zweiten Staffel und somit dreizehn neuen Episoden bei Netflix verfügbar. Eine dritte Staffel mit erneut dreizehn Episoden wird 2018 bei Syfy an den Start gehen.

Bei Robots & Dragons findet ihr Kritiken zu allen Episoden, die regelmäßig fortgesetzt werden.

Kritik 1.01: "50.000 Kilometer"
Kritik 1.02: "Die große Leere"
Kritik 1.03: "OPA und die Canterbury"
Kritik 1.04: "CQB"
Kritik 1.05: "Im Namen der Gerechtigkeit"

THE EXPANSE | Season 3: Official Trailer | SYFY

Kritik zu The Expanse 1.05: Im Namen der Gerechtigkeit

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The Expanse Folge 5

Miller ermittelt auf Ceres weiter vor sich hin, während die Crew um Holden abwägt, was nach der Flucht von der Donnager nun zu tun ist. Eine Einladung von Fred Johnson verspricht Rettung, doch hat dieser gute Mann leider etwas mit einer dritten Handlungsebene rund um aufständische Belter zu tun.

Ceres: Millers Friseur ist abgebrannt

Die Breaking News zuerst: Auf Ceres ist der Stamm-Frisörsalon von Detective Miller offenbar abgebrannt. Anders ist sein Undercut kaum zu erklären - wobei es durchaus sein kann, dass dieses fast schon ein Eigenleben führendes Frisurendings in Fachkreisen gar nicht mehr als Undercut durchgeht. Sind Friseure anwesend, die aufklären können?
 
Doch gibt es auch gute Nachrichten: Kollege Havlock lebt noch, die Verbindung mit einer Belter-Prostituierten macht Miller jedoch sauer. Kurze Freude über das verhinderte Ableben also. Der gute Ermittler macht lieber weiter sein Ding und verfolgt die Julie-Mao-Spuren.
 
Hierbei drängt sich langsam der Eindruck auf, als würden die Expanse-Autoren mit der Ceres-Storyline eine strikte "Ein Puzzleteil pro Episode"-Politik verfolgen, die durchaus das Potential haben kann, irgendwann zu nerven und Frust zu sähen. Kurz gesagt, beobachten wir einen Typen, der von Hier nach Dort läuft und wenig Substanzielles herausbekommt. Babyschritte auf ein undefiniertes Ziel zu. Dem entgegen steht aber die Sympathie und Faszination für diesen kantigen Typen, der mit einer wachsenden Obsession durch das Dickicht aus Halbwahrheiten in dieser trostlosen Welt stapft. Thomas Jane leistet weiterhin sehr gute Arbeit und haucht seinem Charakter mehr Leben ein, als die Autoren dem Fortgang der Handlung.
 
Am Ende wird Miller entführt: Vielleicht führt das wenigstens mal dazu, dass er eine Folge lang nicht umher läuft und Fragen stellt wie Kollege Matula, sondern sich das Blatt kurzzeitig wendet. Erfrischend wäre das sicherlich.

Rocinante: Ein neues Schiff wird geboren

Die Rumpfcrew der ehemaligen Canterbury hat die zerstörte Donnager verlassen und befindet sich nun erneut auf Schlingerfahrt ins Ungewisse. Als sie eine Nachricht von Fred Johnson von der Tycho-Station erreicht, entbrennen sofort wieder Unstimmigkeiten. Holden möchte hin, Naomi verweigert sich, da sie "Typen wie Fred Johnson" kenne. Nach einem Hickhack ohne große Argumente ist Naomi schließlich doch bereit, Holdens Vorschlag mitzutragen.
 
Am Spannendsten ist am Ende dann der neue Name des Mars-Schiffes: Rocinante. Ob die Tatsache, dass es sich hierbei um den Namen von Don Quijotes Pferd handelt, relevant ist? Man darf gerne drauf wetten. Zudem amüsiert die Freude über den an Bord gefundenen Kaffee - vielleicht etwas zu wenig für das gute Drittel einer Episode.

Rückblick: Der finstere Fred Johnson

Apropos Fred Johnson. Der dritte Handlungsstrang der Episode befasst sich mit einem einige Jahre zurückliegenden Aufstand der Gürtler auf der Anderson Station, der trotz bedingungsloser Kapitulation am Ende durch die Erdregierung mit Gewalt niedergeschlagen wird. Harter Tobak - wenn es auch natürlich klischeehaft ist, dass die Hauptfigur der Belter eine kleine Tochter hat, die er liebevoll umsorgt. Notiz an angehende Drehbuchautoren: Niemand sympathisiert mit kinderlosen Aufständischen!
 
Eine ganze Weile weiß man dann auch nicht, was man von diesem durchaus interessanten aber auch aus dem Nichts auftauchenden Plot halten soll. Im Gesamtkontext ergibt das alles schlicht recht wenig Sinn und schwebt isoliert vor sich hin. Die Enthüllung jedoch, dass am Ende eben jener Johnson das Kommando bei der Mission hatte, ist ein Knaller. Ein gutes Stilmittel, das die Serie bisher nicht verwendet hatte. Die Crew der Rocinante sollte also auf der Hut sein vor dem sogenannten "Butcher of Anderson Station“.

Augen und Ohren

Das hohe Niveau bei den Kulissen und Effekten setzt sich fort, wirklich Neues gibt es dieses Mal aber nicht zu vermelden. Es sei denn, man möchte Millers Frisur den Friseuren im Team ankreiden.

Die Frau des Rezensenten

"Eine Episode, an die man nicht mehr lange denken muss“ - so fasste sie das Treiben zusammen. Nicht schlecht, nicht gut - nur irgendwie "vorhanden". Auch Millers Frisur war ihr suspekt: "Der soll bitte lieber seinen Hut tragen."

Kurz gesagt

Eine Füll-Episode, die zwar an allen Ecken die Handlung dezent fortführt, dabei aber weitestgehend überraschungsbefreit und etwas zu lethargisch agiert. Der einzige Knalleffekt wird ans Ende eines verwirrend losgelösten Handungsstranges gesetzt, was diesen retrospektiv zwar stark aufwertet, vorheriges Frustpotential aber nicht ganz ausradieren kann. Nach der energiegeladenen letzten Episode ist der Wechsel der Gangart hier vielleicht eine Spur zu drastisch ausgefallen.
 
Wertung: Drei von fünf Kaffeebohnen
 
Nächstes Mal in der Episode "Tiefpunkt“ befindet Miller sich in OPA-Gefangenschaft und Holden und seine Crew machen gemeinsame Sache mit Fred Johnson.

The Expanse: Netflix veröffentlicht Staffel 2 im September

Was lange währt, wird endlich gut: Nach einiger Wartezeit steht nun ein Starttermin für die zweite Staffel der Sci-Fi-Serie The Expanse fest. Ab dem 8. September sind die neuen Episoden über Netflix verfügbar.

Obwohl der Streamingdienst die Serie außerhalb der USA als Netflix Original vertreibt, dauerte es ungewöhnlich lange von der US-Ausstrahlung Anfang des Jahres beim Heimatsender Syfy bis zur Aufnahme ins Programm.

Angesiedelt ist The Expanse im 23. Jahrhundert. Die Erde ist überbevölkert und hat mittlerweile auch den Mond, Mars und diverse im Sonnensystem verstreute Raumstationen besiedelt. Die Vereinten Nationen regieren über die Erde, den Mond und einzelne Stationen. Die Marsbewohner haben sich ihre Unabhängigkeit erstritten. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind, ist die Lage und das politische Klima stark angespannt. Auch aufgrund großer soziale Unterschiede bildet sich Widerstand sowohl gegen die Mars- als auch die Erdregierung, was den Konflikt an den Rand der Eskalation treibt.

Die Serie basiert auf einer Buchreihe von Daniel Abraham and Ty Franck, die unter dem gemeinsamen Namen James S. A. Corey publizieren. Frühzeitig verlängerte Syfy The Expanse um eine dritte Staffel, die gerade in Kanada gedreht wird.

THE EXPANSE | Season 2 Trailer #2 | Syfy

Kritik zu The Expanse 1.04: CQB

SPOILER

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The Expanse Folge 4

Auf der Donnager verschärft sich die Krise, als unbekannte Angreifer das Schiff in die Bredouille bringen und Holdens Rumpfcrew langsam die Optionen ausgehen. Miller fahndet auf Ceres derweil weiter nach Julie Mao und bemerkt dabei lange Zeit nicht mal, dass sein Kollege Havelock sich rar macht, und auf der Erde und der Tycho-Station haben Chrisjen und Fred Johnson ihre ganz eigenen Probleme.

Auf der Donnager geht es rund

Keine Frage: Der Plot um Holden und seine Leute sowie die Mars-Crew der Donnager steht klar im Fokus der vierten Episode von The Expanse.
 
Gerade sollte Holden noch zu einem Widerruf bezüglich seiner Anschuldigungen gegen den Mars bewegt werden, da kommen viel dringlichere Probleme auf die Besatzung zu. Unbekannte Angreifer nähern sich und verwickeln das imposante Mars-Schiff in ein hitziges Gefecht. Dass die Kommandantin dabei lange Zeit mit Bierruhe und Kaffeebecher in der Hand Lockerheit demonstriert, passt zur Darstellung des Mars-Militärs und weckt zudem spaßige Assoziationen zum Untergang der Titanic. Es fehlte hier nur die Live-Musik. So ahnt man dann auch schnell, dass es schlimmer steht, als die Brückencrew zugeben will - oder kann. Als diese es dann auch realisiert, ist es schon zu spät und ein weiteres Schiff geht in die ewigen Jagdgründe der Serie ein.
 
Doch vorher passiert noch einiges: Die verbliebenen Überlebenden in der Arrestzelle sehen sich dem Tod gegenüber - zumal Holden ihnen erst nicht helfen darf. Dabei outet sich Ex-Mars-Pilot Alex als besserer Busfahrer, was durchaus Anlass zum Schmunzeln gibt. Immerhin: Die Uniform steht ihm. An Mut fehlt es jedoch nicht - als es hart auf hart kommt, nimmt er freiwillig ein Betäubungsmittel und legt sein Schicksal in die Hände seiner Kameraden.
 
Zur heftigsten Szene der bisherigen Serie kommt es, als mitten in einer eigentlich harmlosen Situation ein Schuss quer durch den Raum zischt und die Wand durchlöchert - doch nur, um vorher noch den Kopf von Shed Garvey mitzunehmen. Wohlgemerkt: In Schwerelosigkeit. Da kann sich einem schon mal der Magen umdrehen. Oder man ist Gore-Fan und reagiert mit einem Lächeln. Beides funktioniert.
 
Mit Hilfe von Holden gelingt allen schließlich aber doch noch die Flucht, die spektakulär inszeniert ist und immer wieder auch Sequenzen von Schwerelosigkeit beinhaltet. Einziger Preis für Holden: Er soll aussagen und den Mars reinwaschen. Schließlich handelt es sich bei den Zerstörern der Canterbury offenbar um die gleichen Unbekannten, die nun die Donnager auf dem Gewissen haben.
 
Das Ende ist somit klar: Die Donnager ist hinüber, und die Vagabunden der Ex-Canterbury müssen sich wieder allein durchschlagen.

The Expanse 1x04

Erde, Tycho & Miller sind entbehrlich

So gut der Hauptplot funktioniert, so unmotiviert wirken da fast die restlichen Schauplätze.
 
Am besten klappt das Ganze noch wie gehabt bei Joe Miller und seiner täglichen Arbeit auf der Ceres-Station, doch auch hier wabert die Geschichte gerade im Schneckentempo voran.
 
Das Schicksal von Havelock bleibt lange im Dunkeln und wird auch am Ende nur angedeutet - er könnte überleben. Millers Recherche nach einem Toten, der eigentlich noch lebte, macht für den Moment wenig Sinn und führt nur zu weiteren Fragen. Aufgepasst, ihr lieben Autoren: Das funktioniert noch eine Weile, irgendwann muss aber auch hier mehr kommen.
 
Schlimmer trifft es aber ohnehin erneut Chrisjen auf der Erde, die außer einer bedeutungsschwangeren Szene auf dem Dach ihres Hauses mit ihrem Enkel kaum etwas beisteuert. Die benutzte Metapher ist dabei auch noch mehr als plump und überflüssig. Dass sie vorher noch versucht, die Canterbury-Crew von der Donnager zu retten (und scheitert) macht ihre Auftritte endgültig zu reinen Füllern. Erneut bleibt hier das Gefühl, man wolle die Handlungsebene auf der Erde schlicht irgendwie durchschleppen - obwohl es eigentlich nichts Relevantes zu erzählen gibt.
 
Als dritte Randerscheinung besuchen wir zum ersten Mal - und völlig aus dem Nichts - die Tycho-Station. Deren Leiter Fred Johnson baut offenbar gerade an einem Schiff - der Nauvoo. Er soll aufgrund seiner OPA-Kontakte jedoch abgelöst werden, kann dies aber für den Moment trickreich abwenden. Sinn macht auch dieses Element hier noch nicht, es eröffnet aber immerhin einen weiteren Schauplatz in dieser reichhaltigen Zukunftsvision. Wie bei Game of Thrones müssen die Produzenten aber auch hier erst noch lernen, alle Versatzstücke zu ihrem Recht kommen zu lassen - oder eben gelegentlich doch lieber wegzulassen. Weniger ist mehr und auf die Dosis kommt es an - um mal zwei Weisheiten zum Preis von einer abzugeben.

The Expanse 1x04

Augen und Ohren

Optisch wird eine Menge geboten: Die Tycho-Station rangelt mit der Rakete im Hangar der Donnager in Sachen Wow-Effekt um die Wette. Die Kampfsequenzen im All erinnern stark an Battlestar Galactica und überzeugen durchweg. Doch auch das Klaustrophobische in der Donnager, die tollen Uniformen und Anzüge der Mars-Besatzung und die der mysteriösen Angreifer begeistern.

Die Frau des Rezensenten

Die erste Episode der Serie, die ihr richtig gut gefiel. Endlich stimmte für sie das Tempo und der Flow und auch das Verharren an primär einem Handlungsort erhielt Beifall. Die Szene auf der Erde und die auf der Tycho-Station empfand sie hingegen als ziellosen Ballast.

Kurz gesagt

Mit einer packenden, weil äußerst fokussierten und spannungsreichen Episode schaltet die Serie offenbar einen Gang hoch. Das Schicksal der Canterbury-Überlebenden zeigt sich erneut als wendungsreichster Plot der Gesamthandlung und stellt zumindest hier den Rest klar in den Schatten.
 
Wertung: Vier von fünf zerstörte Schiffe
 
Nächstes Mal in der Episode "Back to the Butcher" kommen Holden und Co auf der Tycho-Station an, und Miller wird mehr und mehr besessen von seiner Suche nach Julie Mao.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Syfy/ Netflix

Comic-Con-Trailer: The Expanse Staffel 3, The Originals Staffel 5, Once Upon A Time Staffel 7 & The Orville

Das Comic-Con-Wochenende in San Diego brachte noch eine ganze Reihe weiterer Trailer zu diversen Genre-Serien mit sich. Syfy enthüllte einen ersten Trailer zur dritten Staffel von The Expanse, welcher jedoch keine neuen Szenen zeigt und aus einer kurzen Zusammenfassung der zweiten besteht. Auf der SDCC wurde zusätzlich angekündigt, dass Elizabeth Mitchell (Lost, V) in der dritten Staffel eine Gastrolle übernehmen wird. The Expanse kehrt erst 2018 auf die Bildschirme zurück.

Der US-Sender Fox hat einen weiteren Trailer zur Science-Fiction-Comedy-Serie The Orville veröffentlicht, der ein paar neue Gags zu bieten hat. An der Seite von Seth MacFarlane (Family Guy) sind Adrianne Palicki (Agents of S.H.I.E.L.D.), Scott Grimes (Justified), Halston Sage (Crisis), J. Lee (Family Guy), Peter Macon (Shameless) und Penny Johnson Jerald (24) zu sehen. Die Pilotfolge inszenierte Jon Favreau (Dschungelbuch, Iron Man). Serienstart ist am 10. September.

Anfang 2018 startet bei The CW die fünfte und letzte Staffel des Vampire-Diaries-Ablegers The Originals. Der erste Trailer zeigt erstmals die nun jugendliche Hope (Danielle Rose Russell), die das Vermächtnis ihrer Familie bewahren will.

Zuguterletzt gibt es eine erste Vorschau auf die siebte Staffel zu Once Upon A Time, welche als eine Art Reboot anzusehen ist und einige Jahre nach den Ereignissen der letzten Folge von Staffel 6 einsetzt. Jennifer Morrison (Emma Swan), Rebecca Mader (Zelena), Ginnifer Goodwin (Snow White), Josh Dallas (Prince Charming), Jared S. Gilmore (Henry Mills) und Emilie de Ravin (belle) haben das Ensemble nach der sechsten Staffel verlassen. Die neuen Hauptrollen übernehmen nun Andrew J. West (älterer Henry Mills), Alison Fernandez (Lucy), Gabrielle Anwar, Adelaide Kane und Dania Ramirez. Die Ausstrahlung der neuen Staffel beginnt am 06. Oktober bei ABC.

THE EXPANSE | Season 3: Official Trailer | SYFY

Comic-Con 2017 Official Trailer: The Orville | Season 1 | THE ORVILLE

THE ORIGINALS Comic-Con® 2017 Video #WBSDCC

Once Upon A Time Season 7 Comic-Con Trailer

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