The Expanse

The Expanse: Zuwachs für die Stammbesetzung in der 5. Staffel

Keon Alexander, Nadine Nicole und Jasai Chase Owens werden in der kommenden 5. Staffel Teil der Stammbesetzung von The Expanse. Nadine Nicole spielte Clarissa Mao hauptsächlich in der 3. Staffel und in einer Episode der 4. Staffel. Keon Alexander und Jasai Chase Owens traten als Marco Inaros und Felip in der 4. Staffel auf. 

Damit stoßen sie zur Besetzung der Serie bestehend aus Steven Strait, Shohreh Aghdashloo, Dominique Tipper, Cas Anwar, Wes Catham and Franke Adams.

Bei The Expanse handelt es sich um die Adaption der populären Science-Fiction-Romanreihe von James S. A. Corey (ein Pseudonym für das Autorenduo Daniel Abraham und Ty Franck) und wurde von den Oscar-nominierten Autoren Mark Fergus und Hawk Ostby (Children of Men, Iron Man) kreiert beziehungsweise geschrieben. 

Nachdem Syfy die Serie nach drei Staffeln abgesetzt hat, übernahm die Streaming-Plattform Amazon Prime das Ruder. Die 4. Staffel veröffentlichte Amazon am 13. Dezember 2019. Bereits einige Monate zuvor kündigte der Streamer an, die Serie für eine 5. Staffel zu verlängern.

The Expanse: Interview mit den Autoren Daniel Abraham und Ty Franck

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The Expanse

James S. A. Corey – Das ist das Pseudonym des Autoren-Duos Daniel Abraham und Ty Franck, die das spannende und große Universum von The Expanse erschaffen haben. Auf einem Zwischenstopp ihrer Lesetour in Köln sprachen sie mit uns darüber, wie es zur Zusammenarbeit kam, wie sie diese weitreichende Science-Fiction-Welt konstruiert haben und wann die TV-Serie ins Spiel kam.

Robots & Dragons: Wie haben Sie sich getroffen und wie ist es zu Ihrer Zusammenarbeit gekommen?

Daniel Abraham: Wir haben uns getroffen, weil sich in Alburquerque, New Mexico eine relativ günstige, aber gute Architekturschule befindet. Und als Tys Ehefrau nach einer Architekturschule suchte, ist sie genau dort gelandet. Außerdem hatten wir eine gemeinsame Freundin, die ebenfalls in Alburquerque lebte und zu der Zeit zu meiner Autorengruppe gehörte. Als Ty dazukam, hat diese Freundin ihn überall vorgestellt und es stellt sich heraus, dass wir nur etwa fünf Minuten voneinander entfernt lebten. Ty leitete außerdem ein Tabletop-Rollenspiel in Santa Fe. Ich hatte allerdings ein neues Kind zuhause und konnte nicht die Zeit erübrigen, um dort mitzuspielen. Großzügigerweise bot er aber an, eine Version davon in Alberquerque zu leiten. Daran haben meine Frau, Ty, seine Frau und ich teilgenommen. Ich konnte von Beginn an erkennen, dass er bereits viel Arbeit in das Setting und in die Geschichte gesteckt hat. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige Bücher geschrieben. Also dachte ich, wir sollten das alles niederschreiben. Und daraus ist unsere Zusammenarbeit entstanden.

Robots & Dragons: Wie sind Sie an das Worldbuilding herangegangen. Weil Sie bei The Expanse mit vielen Bällen jonglieren müssen: Gesellschafts- und Konzernstrukturen, Politik und Wirtschaft. (Zu Daniel Abraham) Ich glaube, Sie haben anderen Interviews schon erwähnt, dass Sie nicht der größte Fan davon sind, ein erzählerisches Universum zu konstruieren …

Daniel Abraham: Es ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Ty ist darin viel besser als ich.

Ty Franck: Es steckte eigentlich keine richtige Methodik dahinter. Meine Superkraft besteht darin, dass ich mir eine Geschichte ausdenke und die Welt drum herum mit all ihren Bestandteilen plötzlich in meinem Kopf entsteht. Ich kann nicht genau sagen, wo das alles herkommt. Ich war aber schon vorher ein großer Fan von Astronomie und hatte großes Interesse an den verschiedenen Planeten des Sonnensystems. Letztendlich ging es nur darum, die verschiedenen Locations in die Story einzubauen. Es steckt wirklich nichts Interessanteres dahinter.

Robots & Dragons: Also war keine zusätzliche Recherche notwendig?

Ty Franck: Nicht spezifisch dafür. Weil, wie gesagt, ich war schon vorher ein großer Fan von Astronomie.

Daniel Abraham: Wir wollten Themenbereiche in diesem Projekt verarbeiten, für die wir von vornherein viel Enthusiasmus aufbrachten. Ich habe zum Beispiel einen Abschluss in Biologie. Ich besitze also schon viele Kenntnisse in diesem Fachbereich, und ich konnte dieses Wissen nutzen, wenn es für die Geschichte nützlich war. Wie Ty bereits sagte, hatte er bereits viel über die Planeten unseres Sonnensystems gelesen. Er besaß also diese spezifischen Kenntnisse. All das haben wir genommen und daraus eine Story entwickelt.

Robots & Dragons: Sie haben mal gesagt, dass es sich bei dem ersten Roman um eine Detektivgeschichte, bei dem zweiten um einen Politthriller, bei dem dritten um eine Geisterhausgeschichte und bei dem vierten um einen Western handelt …

Daniel Abraham: Ja genau, wir wollten eine Reihe von anderen Genre-Konventionen in das Science-Fiction-Genre integrieren. Science-Fiction bietet eine wirklich gute Plattform dafür, andere Dinge in sich aufzunehmen und miteinander zu kombinieren.

Robots & Dragons: Ist eine Detektivgeschichte ein nützliches Genre, um einen Einstieg in dieses Universum zu finden, und den Leser/Zuschauer quasi mit den Hauptfiguren zusammen diese Welt entdecken zu lassen?

Daniel Abraham: Oh, das hat nur zufällig so gut funktioniert. Wir haben nur damit angefangen, weil ich die Rolle des Detective Miller gespielt habe, als wir das Table-Top-Spiel gespielt haben. Ich kannte diese Figur schon sehr gut. Es steckt also nicht so viel Intention und Planung dahinter, wie es vielleicht nach außen wirken mag.

Robots & Dragons: Das bringt mich zu der Crew der Rocinante. Hierbei handelt es sich um Figuren, die sehr menschlich wirken, einen Sinn für Humor und Selbstironie besitzen und gleichzeitig emotional sehr zugänglich sind. Qualitäten, die oft in Genre-Serien vergessen werden, wie ich finde.

Daniel Abraham: Wir wollten definitiv keine Figuren erschaffen, die emotional distanziert sind - abgesehen von Amos. Ein Sinn für Humor ist dagegen eine gute Methode, um gefährliche Situationen zu entschärfen und mit den schrecklichen Dingen umzugehen, welche die Protagonisten umgeben. Gleichzeitig sollte The Expanse keine Genre-Parodie-darstellen, in der sich die verschiedenen Figuren über die Konventionen des Science-Fiction-Genres lustig machen. Es gibt einige Autoren, die so etwas machen, aber das wollten wir in jedem Fall vermeiden.

Robots & Dragons: Sie haben Amos bereits erwähnt. Hierbei handelt es sich in meinen Augen um eine der faszinierendsten Protagonisten des Science-Fiction-Genres in letzter Zeit. Ist es schwer, eine Figur zu schreiben, die nicht fühlen kann, wie es "normale Menschen" tun?

Daniel Abraham und Ty Franck gleichzeitig: Nope (lachen beide)!

Daniel Abraham: Ty hat Amos’ Stimme ziemlich gut drauf. Wenn wir wissen müssen, was Amos zu sagen hat, kann uns Ty immer weiterhelfen. Das trifft auf die Bücher und auf die Serie zu. Ty hat immer das letzte Wort bei allen Amos-Dialogzeilen.

Robots & Dragons: Das bringt mich zu Ihrem Schreibprozess. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Daniel Abraham: Das hat sich im Laufe der Reihe immer wieder geändert. Die Gliederung entwickeln wir immer zusammen. Wer auch immer die erste Fassung eines Kapitels schreibt, wird vom anderen lektoriert. Wenn wir diesen Teil der Arbeit abgeschlossen haben, setzen wir uns beide noch einmal separat voneinander mit dem gesamten Manuskript auseinander und nehmen die Änderungen vor, die wir für notwendig halten. Am Ende des Prozesses ist alles sehr homogenisiert. Anstatt von meinem oder Tys Schreibstil geprägt zu sein, besitzt das Ergebnis eine eigene Stimme. Als wir anfingen, haben wir die Bücher nach Figuren aufgeteilt. Ich habe mich also mit den ersten Fassungen der Miller-Kapitel beschäftigt und Ty hat die ersten Fassungen der Holden-Kapitel geschrieben. Aber je länger wir daran arbeiteten, desto mehr Verständnis entwickelten wir für die Geschichte. Ty konnte außerdem mehr Erfahrungen über das Schreiben von Büchern sammeln. Je mehr Bücher wir schrieben, desto einfacher wurde der gesamte Prozess.

Robots & Dragons: Ich bin immer an Action-Szenen in Romanen interessiert, was mir ziemlich schwierig erscheint. Es handelt sich schließlich nicht um ein visuelles, sondern um ein beschreibendes Medium. Wie stellen Sie sicher, dass diese Sequenzen aufregend sind und trotzdem für den Leser nachvollziehbar bleiben?

Daniel Abraham: Das ist etwas, was ich von Ty gelernt habe. Das ist seine Stärke, die er mitgebracht hat.

Ty Franck: Man beschreibt das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Wenn jede Action-Sequenz eine gottähnliche Kamera hat, fühlt es sich sehr steril, kalt und distanziert an. Wenn die Beschreibung jedoch die Perspektive der jeweiligen Figur einnimmt, dann ist es in einer aufregenden Art und Weise verwirrend, furchteinflößend und schmerzhaft. Nur dann fühlt es sich so an, als sei man Teil des Geschehens. Das ist der Unterschied zwischen den meisten Actionszenen und zum Beispiel dem Beginn des Films Der Soldat James Ryan, wo die Kamera immer nah bei den Soldaten am Strand der Normandie ist. Die Kamera bekommt selbst Wasser ab, Kugeln schießen vorbei und es gibt Explosionen in unmittelbarer Nähe. Diese Sequenz vermittelt dem Zuschauer, wie furchterregend die Teilnahme an einem solchen Geschehen wäre. Wenn man es schafft, diese Gefühl in Prosa umzusetzen, anstatt sie aus der Distanz zu beschreiben, fühlt der Leser die Angst und die Gefahr hautnah.

Robots & Dragons: Sie haben insgesamt neun Romane in diesem Universum und mehrere Kurzgeschichten-Kollektionen geschrieben. Sie haben aber auch explizit einen Schlusspunkt gesetzt. Wann und wie wussten Sie, wann Sie aufhören müssen? Und ist es schwer, aufzuhören und die Geschichte nicht einfach weiter zu erzählen?

Ty Franck: Es ging weniger darum, wann wir aufhören sollten. Die Frage war vielmehr, wann wir die Geschichte fortsetzen konnten. Als wir unser zweites Buch schrieben, haben wir unseren Verleger kontaktiert und gesagt: ’Wir können mehr von diesen Büchern schreiben. Wenn ihr das also möchtet, solltet ihr es uns sagen. Und wenn ihr keine weiteren Fortsetzungen möchtet, dann hat das dritte Buch ein definitives Ende.’ Der Verleger wollte allerdings mehr haben. Anschließend haben wir eine längere Version der Geschichte skizziert und uns den Rest ausgedacht. Wir kannten die gesamte Story aber schon zwischen dem zweiten und dritten Buch.

Daniel Abraham: An diesem Punkt wussten wir, wie die letzte Szene und Zeile aussieht. Wir wussten so ziemlich die ganze Zeit über, wie das Ende aussehen soll.

Robots & Dragons: Sind Sie nervös wegen des Endes? Weil Sie viele leidenschaftliche Fans haben. Und Fans können dieser Tage sehr vokal sein. Es sind viele Petitionen unterwegs - zum Beispiel wegen des Endes von Game of Thrones. Sind Sie besorgt? Oder können Sie solche Sorgen einfach beiseite schieben?

Daniel Abraham: Ich bin nicht besorgt. Ich hab keine Angst (lacht). Nein, ernsthaft: Über jedes Buch, das wir schreiben, denken einige Menschen, dass es sich um das beste Buch handelt, das wir je geschrieben haben, und andere denken wiederum, dass es das schlechteste Buch ist, das wir je geschrieben haben. Mein Running Gag ist: Autor zu sein, bedeutet, eine interessante Balance zu entwickeln: Einerseits muss man genug Empathie besitzen, um die menschliche Erfahrung zu verstehen und darüber schreiben zu können. Andererseits muss es einem egal sein, was alle anderen von der eigenen Arbeit halten.

Ty Franck: Ja, man muss die Geschichte schreiben, die man selbst schreiben möchte. Man kann nicht mit einem Komitee zusammen schreiben. Und Dinge, die ein Komitee schreibt, tendieren dazu, sehr schlecht zu sein. Weil jeder eine andere Ansprüche hat, und oftmals kollidieren diese Vorstellungen miteinander. Es ist unmöglich, jedem gerecht zu werden. Daniel und ich denken außerdem. dass ein gute Story enden sollte.

Daniel Abraham: Beziehungsweise endet jede Geschichte irgendwann. Das kann auf eine gezielte und definitive Weise geschehen, oder man kann so lange weiter machen, bis irgendwann niemanden mehr interessiert.

Robots & Dragons: Sie sind also nicht versucht, Spin-Offs, Sequels, Prequels etcetera zu produzieren?

Daniel Abraham (entschieden): Nein! Nein!

Ty Franck: Ich hasse Prequels.

Daniel Abraham: Wir beenden die Geschichte, der Vorhang wird sich schließen, und dann arbeiten wir an etwas anderem.

Robots & Dragons: An welchem Punkt kam die TV-Serie ins Spiel? Und was war Ihre erste Reaktion, als jemand auf Sie zukam und sagte: Wir möchten The Expanse für das Fernsehen adaptieren?

Daniel Abraham: Die erste Reaktion, wenn jemand auf einen Romanautoren zukommt und sagt: ’Hollywood hier. Wir möchten eine Serie aus Ihrem Buch oder Büchern produzieren,‘ ist, oder sollte sein: ’Ja, klar. Wendet Euch an meinen Agenten.’ Es gab viele Leute, die an The Expanse interessiert waren und deswegen angefragt haben. Wir wussten allerdings nicht, welches Angebot von welchen Interessenten legitim war und welches nicht. Wir haben einen Hollywood-Agenten, der alles abgefangen hat, bis er ein reelles Angebot vor sich liegen hatte. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon mehrere Jahre an den Büchern geschrieben. Mark Fergus und Hawk Ostby, die an den Drehbüchern zu Iron Man und Children of Men gearbeitet haben, gehörten zu einem Team, das sich für The Expanse interessierten. Und wir sagten: ‘Ja klar. Sicher arbeiten wir mit den beiden zusammen.’ Allerdings wusste keiner von uns, was bei einer Fernsehserie zu tun ist. Sie hatten aber unseren Showrunner Naren Shankar mit an Bord. Er hatte die gesamte Fernseh-Erfahrung und führte uns durch den Prozess. Sie waren alle sehr nett und wir sind froh, Teil des Teams zu sein.

Robots & Dragons: Inwieweit sind Sie bei der Serie involviert. Weil Sie beide, glaube ich, als ausführende Ko-Produzenten gelistet sind.

Daniel Abraham: Mittlerweile sind wir ausführende Produzenten. Es gab eine Staffel, in der wir Ko-Produzenten waren, inzwischen sind wir zu Produzenten aufgestiegen.

Robots & Dragons: Auch wenn ich viel über Film und Fernsehen lese und schreibe, sind diese Titel immer etwas schwerer fassbar für mich, ohne den Job schmälern zu möchten.

Daniel Abraham: Nein, nein. Keineswegs. Es ist ein schwer fassbarer Titel, der viele unterschiedliche Bedeutungen haben kann, die immer von der jeweiligen Produktion abhängt. In unserem Fall bedeutete es, dass wir von Anfang an im Writer’s Room anwesend waren. Ty befand sich außerdem am Set und hat etwa die Hälfte der Episoden produziert. Circa zwölf Drehbücher tragen unseren Namen. Wir haben Drehbücher umgeschrieben und aufpoliert, aber auch noch viel mehr getan. Insgesamt handelt es sich aber um einen sehr kollaborativen Prozess. Jeder legt bei den Drehbüchern Hand an. Wir sind inzwischen Senior Writers bei der Serie. Und soweit ich behaupten kann, ist kaum ein anderer Romanautor, den ich kenne, so sehr in einer Serien-Adaption des eigenen Werkes involviert.

Robots & Dragons: War es schwer, Ihre spezifische Vision der Geschichte loszulassen?

Daniel Abraham: Wir mussten sowieso unsere jeweilige Version der Geschichte loslassen, als wir zusammen die Romane geschrieben haben. Es handelte sich also schon zuvor um einen gemeinschaftlichen Arbeitsprozess. Diesen Prozess haben wir lediglich erweitert und auf einen anderen Schauplatz mit anderen Werkzeugen, aber auch Hindernissen übertragen, welche jedoch die Fernsehmacher aber besser verstanden, als wir es taten.

Robots & Dragons: Hat die Serie in irgendeiner Form Einfluss auf die Gestaltung der Bücher?

Ty Franck: Nein. Wir sind mit den Büchern so weit voraus, dass so etwas nicht vorkommen kann. Die Serie liegt im Moment etwa dreißig Jahre erzählter Zeit zurück.

Robots & Dragons: Die Serie wurde abgesetzt für …

Daniel Abraham: … für ein paar Wochen (lacht).

Robots & Dragons: Richtig. Ich schätze, es waren wirklich nur ein paar Wochen. Waren Sie niedergeschlagen, als das alles passierte?

Daniel Abraham: Nein. Wir gingen einfach davon aus, dass wir mit der Serie fertig waren. Und wie das in solchen Situation so ist, haben wir uns alle umarmt, Nummern ausgetauscht und versichert, dass wir irgendwann wieder zusammenarbeiten. Wir haben keineswegs erwartet, dass wir wieder zurückkommen. Den Trauerprozess hatten wir schon lange vorher begonnen, bevor der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung kam. Dann kamen wir aber zurück, es war großartig und direkt hingen wir zwei Wochen mit der Arbeit hinterher (lacht). Sobald wir also wieder aus dem Grab auferstanden, waren wir schon wieder spät dran.

Robots & Dragons: Ist das nicht sogar oftmals üblich beim TV-Produktionsprozess?

Daniel Abraham: Naja, es ist üblich, dass es einen engen Zeitplan gibt. Aber eher selten, dass man zurückliegt, wenn man sich gerade noch den Grabesstaub von den Stiefeln klopft.

Robots & Dragons: Ich frage nur, weil ich viele Geschichten über die älteren Star-Trek- Serien gehört habe. Die mussten allerdings auch 26 Episoden pro Staffel schreiben und produzieren.

Daniel Abraham: Nein. Das wäre brutal. 

Ty Franck: Ja, das ist eine große Menge. Ich hab keine Ahnung, wie die das damals gemacht haben. Der Unterschied ist natürlich, dass sie zumindest in der Original-Serie und bei Next Generation keine weiterführenden Geschichten erzählt haben. Deswegen machte es kaum einen Unterschied, in welcher Reihenfolge die Episoden geschrieben und gedreht wurden. Auf diese Weise konnte man Episoden drehen, während man an einem Drehbuch zu einer anderen Episode schrieb.

Daniel Abraham: Episodisches Erzählen hat nicht wirklich einen Platz im modernen Fernseh-Zeitalter gefunden.

Robots & Dragons: Sie arbeiten mittlerweile bereits an einer anderen Science-Fiction-Trilogie, die sich komplett von The Expanse unterscheiden soll.

Daniel Abraham: Ja, genau. Es handelt sich immer noch um Science-Fiction und Space Opera. Aber es ist ein sehr anderer Bereich dieses Spielplatzes.

Robots & Dragons: Sie waren sehr erfolgreich mit The Expanse und den verschiedenen Protagonisten. Müssen Sie vorsichtig sein, um sich nicht in irgendeiner Form zu wiederholen?

Daniel Abraham: Oh, ich denke, da haben wir uns gut abgesichert (lacht). Es handelt sich bei dem Genre um einen großen Spielplatz. Es gibt hier viele Möglichkeiten, um sich darauf auszutoben. Das neue Projekt basiert ebenfalls auf einer Idee von Ty, speist aber von einer großen Kollektion unserer gemeinsamen Lieblings-Science-Fiction-Literatur. Während The Expanse die Arbeiten von Autoren wie Larry Niven, Robert Heinlein und Alfred Bester in seiner DNA hat, liegen der neuen Roman-Reihe Frank Herbert und Ursula K. Le Guin zugrunde. Mit diesen verschiedenen Ausgangspositionen, kommt auch etwas anderes dabei heraus.

Robots & Dragons: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Die 4. Staffel von The Expanse startet am 13. Dezember auf Amazon Prime. Dort sind auch die ersten drei Staffeln abrufbar. Die ersten acht Bücher sind im Buchhandel erhältlich. Das neunte und letzte Buch der Science-Fiction-Saga soll 2020 erscheinen.  

The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video

The Expanse: Neuer Trailer zur 4. Staffel veröffentlicht

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Amazon Prime Video hat einen neuen Trailer zur demnächst startenden 4. Staffel der Science-Fiction-Serie The Expanse veröffentlicht, in der sich Erdlinge, Marsianer und die sogenannten Gürtler mal freundlich und mal feindlich gegenüberstehen. In der 4. Staffel geht es um die Vormachtstellung auf einem neuen Planeten namens Illus, der auf der anderen Seite des in der 3. Staffel entstandenen Sternentors liegt.   

Bei The Expanse handelt es sich um die Adaption der populären Science-Fiction-Romanreihe von James S. A. Corey (ein Pseudonym für das Autorenduo Daniel Abraham und Ty Franck) und wurde von den Oscar-nominierten Autoren Mark Fergus und Hawk Ostby (Children of Men, Iron Man) kreiert beziehungsweise geschrieben.  

Die 4. Staffel von The Expanse schlägt ein neues Kapitel auf, in dem die Crew der Rocinante sich auf einer UN-Mission befindet, um die neuen Welten hinter dem Sternentor zu erforschen. Die Menschheit hat nun Zugang zu tausenden neuen erdähnlichen Planeten, was eine große Nachfrage unter den verschieden Fraktionen kreiert hat, aber auch für weitere Spannungen sorgt. Bei Illus handelt es sich außerdem um einen Planeten mit reichhaltigen Bodenschätzen, auf dem neben den Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Neuankömmlingen noch größere Gefahren lauern. 

Zur Stammbesetzung der Serie gehören Steven Strait, Shohreh Aghdashloo, Dominique Tipper, Cas Anwar, Wes Catham and Franke Adams. Rosa Gilmore, Keon Alexander, Jess Salgueiro und Burn Gorman stoßen in der 4. Staffel hinzu. 

Die ersten beiden Episoden der 4. Staffel wurden 2019 schon auf der New York Comic Con gezeigt. Alle Episoden der 4. Staffel stehen ab dem 13. Dezember exklusiv bei Amazon Prime Video zur Verfügung, wo inzwischen auch die vorangegangenen drei Staffeln zu sehen sind.

The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video

The Expanse: Neuer Trailer zur 4. Staffel

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The Expanse

"We meet in an hour of change and challenge, in a decade of hope and fear, in an age of both knowledge and ignorance" - mit diesen nach wie vor aktuellen Worten John F. Kennedys zur Mond-Mission startet sehr passend der neue Trailer für die vierte Staffel von The Expanse. Amazon präsentierte den Clip in Anwesenheit der Crew während der New York Comic-Con, wo auch die erste Episode eine frühe exklusive Premiere feiert. Zumindest den Trailer gibt es auch für Daheimgebliebene schon jetzt.

Die Serie hat die erfolgreichen Buchreihe von James S. A. Corey als Vorlage. Hinter dem Pseudonym stehen die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Die Basis der Geschichte bildet die Besiedlung des erdnahen Weltraums und den damit verbundenen Problemen. The Expanse spielt im 23. Jahrhundert. Überbevölkerung hat der Erde schwer zu schaffen gemacht und es gelang, Mond, Mars und diverse Raumstationen dauerhaft bewohnbar zu besiedeln. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind ist das Klima denkbar angespannt. Die Vereinten Nationen existieren nach wie vor und haben mit ihrem Hauptsitz auf der Erde die politische Führung über alle Planeten und Siedlungen. Doch es regt sich zunehmend Widerstand. Insbesondere der Mars will seine Unabhängigkeit und die Bevölkerung ist aufgrund großer sozialer Unterschiede in Aufruhr. Alles bewegt sich durchweg am Rande der Eskalation.

Im Zuge der dritten Staffel hat sich der Raum für sowohl Erdbewohner als auch Gürtler und Marsianer schlagartig erweitert - in  den kommenden Folgen gilt es nun neue Welten zu entdecken und womöglich zu besiedeln. Das Unbekannte birgt dabei natürlich reichlich Gefahren, und das wie bei The Expanse typisch vor allem auch aus politischen Gründen und innerhalb der eigenen Reihen.

The Expanse fand durch seine dichte Erzählung mit vielen gut ausgearbeiten Charakteren und spannender Weltraum-Darstellung schnell ein begeistertes Publikum. Dennoch hat Heimatsender Syfy die Serie nach drei Staffel abgesetzt. Außerhalb der USA lief The Expanse als Netflix Original, es wurde deshalb angenommen, dass der Streaminganbieter die Serie komplett übernimmt. Letzlich aber hat Amazon zugeschlagen und setzt The Expanse fort. Neben den lauten Fanprotesten soll ein weiterer Grund sein, dass Amazon-Chef Jeff Bezos selbst großer Fan der Serie sei.

Ab dem 13. Dezember sind die neuen Folgen von The Expanse also exklusiv über Amazon Prime Video verfügbar.

The Expanse Season 4 - Official Teaser | Prime Video

The Expanse: Neues Poster zur 4. Staffel

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The Expanse

Amazon Studios hat ein neues Poster zur 4. Staffel von The Expanse veröffentlicht. Das Plakat versammelt die Hauptfiguren der Serie. Ihre Weltpremiere wird die Auftaktepisode am kommenden Wochenende in den USA im Zuge der New York Comic-Con feiern. Weltweit sind die neuen Folgen der Staffel ab dem 13. Dezember verfügbar. Eine 5. Staffel wurde bereits bestellt.

The Expanse basiert auf der gleichnamigen Bestseller-Reihe von James S. A. Corey. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich wiederum die Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Die Basis der Geschichte bildet die Besiedlung des erdnahen Weltraums und den damit verbundenen Problemen. The Expanse spielt im 23. Jahrhundert. Überbevölkerung hat der Erde schwer zu schaffen gemacht und es gelang, Mond, Mars und diverse Raumstationen dauerhaft bewohnbar zu besiedeln. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind ist das Klima denkbar angespannt.

Die Vereinten Nationen existieren nach wie vor und haben mit ihrem Hauptsitz auf der Erde die politische Führung über alle Planeten und Siedlungen. Doch es regt sich zunehmend Widerstand. Insbesondere der Mars will seine Unabhängigkeit und die Bevölkerung ist aufgrund großer sozialer Unterschiede in Aufruhr. Alles bewegt sich durchweg am Rande der Eskalation.

In den Hauptrollen sind unter anderen Steven Strait (Magic City) als Holden, Cas Anvar (The Strain) als Alex, Dominigue Tipper (The Girl with all the Gifts) als Naomi, Wes Chatham (Tribute von Panem) als Amos,  Thomas Jane als Joe Miller, Frankie Adams als Bobby Drape und Shohreh Aghdashloo (Star Trek: Beyond) als Chrisjen Avasarala zu sehen.

The Expanse Staffel 4

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Amazon Studios

The Expanse: Science-Fiction-Serie wurde für eine 5. Staffel verlängert

Die vierte Staffel ist noch nicht gestartet, da wurde während der Television-Critics-Association-Veranstaltung bereits verkündet, dass die Science-Fiction-Serie The Expanse eine 5. Staffel erhalten wird. Die 4. Staffel wird ab dem 13. Dezember weltweit bei Amazon Prime zu sehen sein. 

Die ersten drei Staffel wurden auf dem Science-Fiction-Spartensender Syfy ausgestrahlt und anschließend abgesetzt. Schon kurz danach folgten Fan-Petitionen und verschiedene Fan-Aktionen, die dafür sorgen sollten, dass die Serie vielleicht doch noch durch einen Streaming-Sender gerettet wird. Da sich Amazon-Chef Jeff Bezos selbst als ein großer Fan entpuppte, fand sich bei Amazon Prime ein neues Zuhause.

Die Serie basiert auf den Science-Fiction-Büchern der beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck, die sich das Pseudonym James S. A. Corey gegeben haben. Darauf aufbauend wurde die Serie von Mark Fergus und Hawk Ostby (Children of MenIron Man) entwickelt und geschrieben, die auch als ausführende Produzenten von The Expanse fungieren. Darüber hinaus sind Naren Shankar, Andrew Kosove, Broderick Johnson, Laura Lancaster, Sharon Hall, Sean Daniel, Jason Brown, Daniel Abraham, Ty Franck, und Dan Nowak als ausführende Produzenten bei der Serie tätig. Shankar arbeitete außerdem als Showrunner an allen Staffeln. 

Zu den Hauptdarstellern gehören Steven Strait (Sky High - Die Highschool hebt ab, 10.000 BC), Shohreh Aghdashloo (Star Trek: Beyond, Haus aus Sand und Nebel), Dominique Tipper (The Girl with all the Gifts, Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind), Cas Anvar (Source Code, The Strain), Wes Chatham (Die Tribute von Panem: Mockingjay Teil 1 und 2) und Frankie Adams (Mortal Engines - Krieg der Städte).

The Expanse Season 4 - Teaser: Premiere Date | Prime Video

The Expanse: Startdatum und Trailer zu Staffel 4

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Noch ein Grund mehr, sich auf die Weihnachtszeit zu freuen - denn dann gibt es endlich die neuen Folgen von The Expanse. Amazon hat nebem dem Startdatum auch den ersten Trailer zur 4. Staffel präsentiert.

Die dichte Erzählung mit vielen gut ausgearbeiten Charakteren und spannender Weltraum-Darstellung fand schnell ein begeistertes Publikum. Dennoch hat Heimatsender Syfy die Serie nach drei Staffel abgesetzt. Außerhalb der USA lief The Expanse als Netflix Original, es wurde deshalb angenommen, dass der Streaminganbieter die Serie komplett übernimmt. Letzlich aber hat Amazon zugeschlagen und setzt The Expanse fort. Neben den lauten Fanprotesten soll ein weiterer Grund sein, dass Amazon-Chef Jeff Bezos selbst großer Fan der Serie sei.

The Expanse basiert auf der gleichnamigen Bestseller-Reihe von James S. A. Corey. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich wiederum die Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Die Basis der Geschichte bildet die Besiedlung des erdnahen Weltraums und den damit verbundenen Problemen. The Expanse spielt im 23. Jahrhundert. Überbevölkerung hat der Erde schwer zu schaffen gemacht und es gelang, Mond, Mars und diverse Raumstationen dauerhaft bewohnbar zu besiedeln. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind ist das Klima denkbar angespannt. Die Vereinten Nationen existieren nach wie vor und haben mit ihrem Hauptsitz auf der Erde die politische Führung über alle Planeten und Siedlungen. Doch es regt sich zunehmend Widerstand. Insbesondere der Mars will seine Unabhängigkeit und die Bevölkerung ist aufgrund großer sozialer Unterschiede in Aufruhr. Alles bewegt sich durchweg am Rande der Eskalation.

In den Hauptrollen sind unter anderen Steven Strait (Magic City) als Holden, Cas Anvar (The Strain) als Alex, Dominigue Tipper (The Girl with all the Gifts) als Naomi, Wes Chatham (Tribute von Panem) als Amos,  Thomas Jane als Joe Miller, Frankie Adams als Bobby Drape und Shohreh Aghdashloo (Star Trek: Beyond) als Chrisjen Avasarala zu sehen.

Die 4. Staffel von The Expanse feiert am 13. Dezember bei Amazons Streamingdienst Prime Video Premiere.

The Expanse Season 4 - Teaser: Premiere Date | Prime Video

The Expanse: Erste Bilder und neues Poster für die 4. Staffel veröffentlicht

Fans von The Expanse warten bereits gespannt auf die vierte Runde. Und auch wenn noch kein Veröffentlichungsdatum bekannt ist, läuft die Promotion-Tour bereits auf Hochtouren. Als Zeichen dafür wurden jetzt mehrere neue Fotos und ein Poster der anstehenden 4. Staffel veröffentlicht. Die Bilder und das Poster sind exklusiv auf der IGN-Seite zu sehen. 

Ähnlich wie die Hauptfiguren hat auch The Expanse hat eine eine lange Reise mit vielen Stolpersteinen hinter sich gebracht. Im Mai 2018 hat der Science-Fiction-Sender Syfy die Serie, die auf einer Buchreihe eines Autorenduos mit dem Pseudonym James S.A. Corey basiert, nach drei Staffeln abgesetzt. Das löste einen Fan-Aufschrei aus, der unter anderem dazu führte das Fan-Petitionen zur Rettung entstanden. Es wurde sogar ein Flugzeug gemietet, das über dem Amazon-Hauptquartier in Los Angeles flog, um darum zu bitten, dass der Versandhaus- und Streamingriese die Serie doch noch rettet. Amazon-Chef Jeff Bezos, der laut eigener Aussage selbst Fan der Geschichte ist, gab weniger als einen Monat nach der Absetzung bekannt, dass The Expanse ein neues Zuhause bei Amazon Prime finden wird.   

IGN erhielt bereits ein neues Poster und einige Exklusivbilder der neuen Staffel, die einen Einblick in die neue Staffel bieten. In der 4. Staffel wird es um die Erforschung des Planeten Illus gehen, die erste von tausend erdähnlichen neuen Welten, die durch ein Ring-Tor in den Sternen zugänglich sind, das in der dritten Staffel geöffnet wurde.   

Die 4. Staffel basiert auf dem vierten Buch der Expanse-Reihe Cibola brennt. Hinter dem Pseudonym James S.A. Corey stecken die beiden Autoren Ty Franck und Daniel Abraham, die sich für diese Science-Fiction-Saga, die insgesamt neun Bücher umfassen soll, zum ersten Mal zusammengetan haben.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Amazon via IGN

FedCon2019: Interview mit The-Expanse-Schauspielerin Frankie Adams

In der Science-Fiction-Serie The Expanse spielt sie eine knallharte Soldatin vom Mars namens Roberta ’Bobbie‘ Draper, deren Loyalitäten und Freund-Feind-Bild im Laufe der Erzählung auf den Kopf gestellt werden. Im Interview erzählt uns die Schauspielerin Frankie Adams unter anderem über die Anfänge ihrer Schauspielkarriere und warum ihre Erfahrungen als Boxerin hilfreich für ihre Rolle in The Expanse sind.  

Robots & Dragons: Wie kam es dazu, dass Sie sich für eine Schauspielkarriere entschieden haben und wie haben Sie angefangen?

Frankie Adams: Ich ging zu einem Vorsprechen für eine Fernsehserie in Neuseeland, als ich 16 Jahre alt war. Mein erstes Vorsprechen überhaupt und ich habe den Job bekommen. Ich bin also irgendwie hineingestolpert, aber ich war immer an Kunst und Schauspielerei interessiert. Ich hatte einfach sehr viel Glück, dass ich die Rolle direkt mit dem ersten Vorsprechen bekommen habe. Und es hat mir die Inspiration und die Motivation gegeben, damit weiterzumachen.  

R&D: Wann sind Sie zum ersten Mal mit der Figur Bobbie Draper in Berührung gekommen und wie sah der Casting-Prozess aus?

Frankie Adams: Das erste Mal bin ich mit Bobbie während des Castings in Berührung gekommen. Man hat mir eine kurze Zusammenfassung geschickt, und eigentlich glaubte die Casting-Verantwortliche schon von Anfang an, dass ich für die Rolle die Richtige sei und sie hoffte, dass ich gerade nicht anderweitig beschäftigt bin. Ich war gerade mit einem Theaterstück fertig, hab eine Reihe von Vorsprechen mitgemacht und die Produzenten via Skype kennengelernt. Und sie sind Gott sei Dank das Risiko eingegangen, mich zu besetzen, weil sie auch wollten, dass die Schauspielerin physisch eindrucksvoll ist, wie es auch Bobbie Draper ist. Und ja, sie haben mir eine Chance gegeben und ich habe sie schon eine Woche später persönlich getroffen.  

R&D: Befanden Sie sich zu diesem Zeitpunkt noch in Neuseeland?   

Frankie Adams: Ja, ich war währenddessen in Neuseeland. Ich war also ziemlich weit weg (lacht).

R&D: Das ist ziemlich ungewöhnlich für ein Vorsprechen, oder?  

Frankie Adams: Es ist sehr ungewöhnlich und ich danke meinen Glückssternen jeden Tag dafür (lacht).

R&D: Sie haben auch Erfahrungen als Boxerin. Hilft Ihnen dieses Training bei den physischen Anforderungen der Rolle?

Frankie Adams: Im Moment boxe ich nicht mehr so viel, aber als ich jünger und noch ein Teenager war. Aber ja, es hat sehr geholfen, weil ich viele meiner eigenen Stunts mache. Ich trainiere allerdings nicht mehr so intensiv, weil ich nicht mit einer gebrochenen Nase zur Arbeit gehen darf. (Lacht und zeigt auf ihr Gesicht) Es handelt sich schließlich – wie nennt man es doch gleich? – um den Moneymaker.  

R&D: Hinter dem taffen Äußeren Ihrer Figur steckt auch eine gewisse Verletzlichkeit. Wie gehen Sie diese Dualität als Schauspielerin an?

Frankie Adams: Ich denke, viele Menschen glauben fälschlicherweise, dass es sich um zwei getrennte Eigenschaften handelt. Aber in meinen Augen gehören Stärke und Verletzlichkeit zusammen und dieser Gedanke hilft mir im Grunde schon, um mich in die Rolle einzufinden.  

R&D: Insbesondere auf dem gemeinsamen Panel mit den restlichen Cast ist aufgefallen, dass Sie alle eine tolle Chemie besitzen.

Frankie Adams: Ja, wir haben sehr viel Spaß zusammen!

R&D: Weil Sie erst im zweiten Jahr dazu gestoßen sind, war es schwer, sich in die bereits bestehende Besetzung einzufinden?

Frankie Adams: Ja, ich bin erst seit der zweiten Staffel mit dabei, und ich war sehr nervös und ängstlich, alle anderen zu treffen. Und als ich dann alle getroffen habe, sahen auch noch alle so umwerfend gut aus, was die Nervosität noch einmal erhöht hat. Aber sie waren so freundlich, einladend und sehr glücklich, mich zu treffen. Sie freuten sich darauf, was ich zur Besetzung und zur Serie beitragen kann. Und jetzt bin ich quasi die kleine Schwester und ich hoffe, dass wir noch sehr lange gute Freunde bleiben.  

R&D: In 2016 haben Sie in einem kleineren Film namens One Thousand Ropes mitgespielt, der in Deutschland schwer zu bekommen ist. Ist es schwerer an einer Independent-Produktion mitzuwirken oder an einer großen Produktion wie The Expanse?

Frankie Adams: One Thousand Ropes hatte sogar seine Premiere auf der Berlinale, ich bin also nach Berlin gekommen. Beides hat seine Herausforderungen. Ich würde sagen, der größte Unterschied ist schlicht und ergreifend Geld. Wir hatten so viel weniger Zeit. Aber gleichzeitig sind die beiden Sets auch gar nicht so unterschiedlich: Man hat einen Regisseur und einen Kameramann, dieselbe Energie, einfach nur weniger Geld bei einem Independent-Film.

R&D: Gibt es Rollen, Projekte oder Regisseure, mit denen Sie zusammenarbeiten möchten?

Frankie Adams: Irgendwann würde ich gerne bei Marvel- oder DC mitmischen (lacht). Aber das hat letztendlich das Universum zu entscheiden. Generell möchte ich allerdings gerne einfach nur an Storys mitarbeiten, die ich genieße und mir gefallen, an die ich leidenschaftlich glaube und bei denen ich die Figur mag. Ich bin nicht allzu wählerisch, wenn es um spezifische Filme geht.

R&D: Vielen Dank für das Gespräch!

FedCon 2019: Interview mit The-Expanse-Darstellerin Shohreh Aghdashloo

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The Expanse Pilot

Die oscar-nominierte Darstellerin Shohreh Aghdashloo kann auf eine langjährige und abwechslungsreiche Schauspielkarriere zurückblicken. In The Expanse spielt sie die mächtige Politikerin Chrisjen Avasarala. Im Gespräch mit den Robots-&-Dragons-Redakteuren Johannes Hahn und Stefan Turiak verrät sie, wie sie sich auf diese und andere Rollen vorbereitet und was die Motivation Ihrer Figur in der Science-Fiction-Serie ist.

Robots & Dragons: Ihre Figur ist eher sowas wie ein Powerbrokerin oder eine Strippenzieherin, die zwar eine mächtige Position innehat, aber nicht unbedingt an Ruhm und Prestige interessiert ist, sondern die meiste Zeit im Hintergrund agiert. Was glauben Sie, ist ihre Motivation?  

Shohreh Aghdashloo: Mehr als alles andere ist es zunächst einmal die Erde selbst. Ich habe da eine Theorie: Sie ist verheiratet und sie hat Kinder. Aber erinnern Sie sich daran, als es auf der Erde langsam gefährlich wurde? Sie schickte ihren Ehemann und ihre Kinder nach Lunar, um sie aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Mir sagt das, dass sie gewillt ist, sich selbst für die Erde zu opfern. Aber sie nimmt ihrem Ehemann und ihren Kindern die Entscheidung ab, ob sie bleiben oder fliehen möchten. Sie trifft die Entscheidung und schickt sie weg. Als ich diese Zeilen las, stand ich kurz vor den Tränen, weil es sich um eine sehr intensive Szene handelte und mir deutlich wurde, dass diese Frau sogar bereit ist, dafür zu sterben.

Darüber hinaus ist sie neben den Ressourcen der Erde auch an den Kindern der Erde interessiert. Und ich kann mich mit ihr identifizieren, weil ich selbst eine Mutter bin. Wenn ich einen Teller mit Essen habe, würde ich zuerst an meine Kinder denken. Sie weiß, dass die Menschen, die mittlerweile auf Lunar und auf dem Mars Leben irgendwann zurückkehren werden und sich an den Ressourcen der Erde bedienen möchten. Und sie weiß, dass diese Ressourcen irgendwann nicht mehr ausreichen werden. Das erlaubt sie allerdings nicht. Entweder diese Ressourcen werden ihr abgekauft oder Mars und Lunar produzieren sie selbst. Diebstahl erlaubt sie nicht.   

R&D: Wie bereiten Sie sich auf Rollen und auf die Figuren vor, die Sie spielen?

Shohreh Aghdashloo: Ja, das ist eine interessante Frage: Neulich fragte mich jemand, ob ich mich an eine Szene erinnere, die ich verpatzt habe. Und ich antwortete, dass es mir leid tut, enttäuschen zu müssen und dass ich mich an keine solche Szene erinnern kann. Weil ich mich intensiv und ausführlich vorbereite. Diese Vorbereitung sieht folgendermaßen aus: Bei einer nicht-fiktionalen Figur – zum Beispiel habe ich Saddam Husseins Ehefrau gespielt und mir wirklich alle Videoclips von ihr angesehen, von privaten Reisen bis hin zu privaten Partys. Bei fiktionalen Figuren schreibe ich eine ausführliche Hintergrundgeschichte, und zwar für jede einzelne Figur. Und dann gehe ich jede Zeile durch. Hierbei versuche ich Nachrichten und Symbolik zu dekodieren, die in meinen Augen darin versteckt liegen. Im Falle von The Expanse versuche ich zum Beispiel zu verstehen, wen die Marsianer repräsentieren und mit welchem Land ich sie vielleicht vergleichen und identifizieren würden. Dann schaue ich mir den Schreibstil an, weil jeder Autor einen unterschiedlichen Schreibstil hat. Je nachdem, wie anspruchsvoll der Schreibstil ist, versuche ich mein Schauspiel entsprechend anzupassen.

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The Expanse

R&D: Unterscheidet sich Ihre Herangehensweise, als eine Hintergrundgeschichte für Ihre Figuren zu schreiben, wenn Sie für das Theater, für Filme oder für das Fernsehen arbeiten?

Shohreh Aghdashloo: Ja, als ich zum Beispiel vor einigen Jahren Bernarda Alba aus Bernada Albas Haus im Theater gespielt habe, habe ich mich bei meinen Recherchen nicht nur auf das Stück konzentriert, sondern auch auf den Autor Garcia Lorca. Das Stück hat eine große Rolle in Lorcas Leben gespielt, er wurde sogar dafür getötet. Also habe ich meine Recherche erledigt, aber anschließend habe ich auch wieder eine Hintergrundgeschichte für sie geschrieben. Und als ich einen Star-Trek-Film drehte (Star Trek: Beyond Anm. der Redaktion), habe ich den Regisseur Justin Lin angerufen und ihn gefragt, ob er mir irgendetwas zur Rolle mitteilen möchte. Und der sagte nur: ”Denk einfach nur an Platons Idealstaat!“ Und ich sagte nur: ”Alles klar!“ Ich hatte Platon zwar an der Universität studiert, aber ich habe es mir noch einmal zu Gemüte geführt und mir ist aufgefallen, dass er sagte, dass wir irgendwann so zivilisiert sein werden, dass es keine Kriege mehr geben wird. Unsere einzigen Kriege werden in unseren Spielen stattfinden. Das sind hilfreiche Vorbereitungsarbeiten.

R&D: Sie haben in vielen Genre-Filmen, aber auch in schweren Dramen wie zum Beispiel Das Haus aus Sand und Nebel mitgespielt. Ist es leicht, diesen Übergang von schweren Dramen zu Genre-Kost zu vollführen?

Shohreh Aghdashloo: Die Menge an Arbeit ist die Gleiche. Im Moment arbeite ich an einer vierteiligen Serie namens Impulse, in denen es um Menschen geht, die sich teleportieren können. Also in einer Zukunft, in der wir so weit entwickelt sind, wenn man sich entscheidet, an der Champs-Èlysées zu sein, dann Zack ist man an der Champs-Èlysées. Die Figur, die ich dort gespielt habe, hat so viel Arbeit in Anspruch genommen wie Avasarala. Avasarala habe ich bei The Expanse vier Jahre gespielt, in Impulse habe ich vier Episoden mitgespielt, die Arbeit war die gleiche.

R&D: Bevorzugen Sie TV, Film oder die Bühne?

Shohreh Aghdashloo: Um ehrlich zu sein, waren alle um mich herum etwas skeptisch, als ich mich nach meiner Oscar-Nominierung entschied, beim Fernsehen zu arbeiten. Und jetzt wollen alle im Fernsehen arbeiten. Fast jede große Schauspielerin und jeder große Schauspieler möchte TV machen. Ich bin Schauspielerin, um zu schauspielern. Das Medium ist mir eigentlich egal. Aber ich glaube, ich sehe mich eher als Theaterschauspielerin, selbst wenn ich am Film- oder Fernseh-Set bin. Denn dort absorbiere ich die Energie der anderen Menschen um mich herum. Ich spiele für sie und weniger für die Kamera. Das ist mir mit der Zeit definitiv aufgefallen.  

R&D: Wir danken Ihnen für das Gespräch!

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