Mission: Impossible 6 - Regisseur McQuarrie über seine Herangehensweise

Die Dreharbeiten zu Mission: Impossible 6 laufen seit einigen Wochen. Neben Darstellern wie Tom Cruise oder Rebecca Ferguson ist auch Regisseur Christopher McQuarrie wieder an Bord. Damit wird erstmals ein Regisseur zwei Filme in dem Franchise inszenieren.

Im Gespräch mit dem Podcast Scriptnotes ging McQuarrie auf seinen Ansatz ein, den er für die Fortsetzung gewählt hat. Auch wenn die Reihe ihrem Ursprung treu bleiben wird, möchte der Regisseur doch ein paar Dinge verändern. Unter anderem soll die Handlung weniger häufig den Ort wechseln.

"Ich habe mir vorgenommen, im Gegensatz zum ersten Film, mehr Zeit an einem Ort zu verbringen. Vor dem Dreh hab ich mir noch einmal den allerersten Film angeschaut und bemerkt, dass die erste Hälfte nur in Prag spielt. Daraufhin habe ich das Weltenbummeln etwas zurückgefahren. Ich glaube in Rogue Nation waren wir allein in den ersten zehn Minuten in sechs Ländern."

Darüber hinaus soll die Geschichte im sechsten Teil eine persönlichere Note für Hauptfigur Ethan Hunt haben. Dies wird sich aber nicht auf die Action des Films auswirken.

"Das Problem mit Mission: Impossible ist, dass die Action die Geschichte bestimmt. Das wollte ich in diesem Film ändern. Ich startete mit einer emotionalen Geschichte für den Charakter und einem Fokus auf Charakterentwicklung. Es ist definitiv eine emotionalere Reise für Ethan Hunt dieses Mal.

Danach kam die Action. Wir sind sehr ambitioniert. Es gibt eine Sequenz am Ende, die einfach großartig ist. So etwas wurde noch nie gemacht. Es ist alles fotorealistisch und wird unglaublich. Wir mussten sehr erfinderisch sein, um die Sequenz umzusetzen.

Es gibt nur ein paar Orte auf der Welt, an denen wir diese Szene drehen können. Darum befindest du dich plötzlich in einer Situation wieder, in der du denkst: Ich möchte dieses und jenes im Film haben, aber warum es ist in der Geschichte? Und plötzlich musst du dir eine Erklärung einfallen lassen."

Bei der Entwicklung des Films kam zudem auch der Ton zur Sprache. Auch hier soll Mission: Impossible 6 eine etwas andere Richtung einschlagen, wobei man sich in gewisser Weise an James Bond orientierte.

"Wir hatten eine große Diskussion über den Ton. Brad Bird (Regisseur von Mission: Impossible: Phantom Protokoll) hat den Ton den Franchises grundlegend verändert und Rogue Nation ist darin voll aufgegangen. Zu Beginn sagte ich zu Tom: "Ich glaube, wir können das nicht drei Mal in Folge machen. Dann wird es irgendwie niedlich. Wir brauchen eine andere Richtung.“

Nun hatten wir allerdings das Problem, gehen wir in die Richtung von Bond und werden ernst? Das wäre ein vollkommen anderer Ton. Natürlich hat es Bond nicht geschadet. Sie haben den perfekten Weg gefunden. Aber wir können das nicht machen. Wir mussten sogar lachen als wir uns Rogue Nation angeschaut haben und sagten: "Danke Bond, dass ihr es jetzt anders macht, sodass wir die Lücke füllen können." Allerdings können wir nicht mehr so weitermachen.

Wir standen plötzlich in der selben Sackgasse wie Bond und verstanden, warum sie sich für einen anderen Weg entschieden haben. Wir sahen uns plötzlich an einer Kreuzung und fragte uns, wie dramatisch Mission: Impossible werden kann. Es wird kein düsterer Film, aber wir gehen einen deutlich emotionaleren Weg."

Mission: Impossible 6 kommt am 16. August 2018 in die Kinos.

Mission: Impossible – Fallout
Originaltitel:
Mission: Impossible – Fallout
Kinostart:
02.08.18
Regie:
Christopher McQuarrie
Drehbuch:
Christopher McQuarrie
Darsteller:
Tom Cruise, Rebecca Ferguson, Simon Pegg, Vanessa Kirby, Henry Cavill, Alec Baldwin, Ving Rhames, Sean Harris, Angela Bassett, Michelle Monaghan, Wes Bentley, Frederick Schmidt
Tom Cruise schlüpft zum sechsten Mal in die Rolle des Ethan Hunt.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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