Kritik zu Gotham 4.10: Things that go boom

SPOILER

Wo uns Gotham in der letzten Episode noch vermuten ließ, Professor Pyg (Michael Cerveris) sei endlich dingfest gemacht worden, werden wir direkt eines Besseren belehrt. Gordon (Ben McKenzie) drückt die richtigen Schalter und das GCPD kann die Identität des wahnsinnigen Schweinekillers feststellen. Leider trotzdem zu spät, denn Pyg gelingt abermals die Flucht.

A final visit

Ob und wann wir ihn wiedersehen ist unklar, aber gemessen an der relativ kurzen Zeit, die ihm in dieser Episode zugestanden wurde, und der Tatsache, dass seine Geschichte mehr oder weniger zu Ende erzählt ist, wird da wohl nicht mehr viel kommen.

Die Zeit, die er bekommen hat, wurde allerdings wieder sehr gut genutzt. Gerade das Intro der Episode ist wahnsinnig gut inszeniert und ebenso gut von Michael Cerveris gespielt. Es ist wirklich beachtlich, wie viele doch eher unbekannte aber hochtalentierte Schauspieler in Gotham mitspielen und die Serie mit ihrem Können bereichern.

A bad case of Narrow’s Lung

In den Narrows arbeitet Lee daran, ihrem neuen Posten als Boss gerecht zu werden. Doch während sie versucht, lokale Streitigkeiten zu klären, wird ihre Autorität von einem gewissen Samson angezweifelt, der sein Einflussgebiet auf die Narrows ausweiten will.

Die Entscheidung, Lees Geschichte nach ihrer Machtübernahme direkt weiterzuführen, war gar nicht so verkehrt. Nach ihrer Trennung von Jim (und gewissermaßen auch von Gotham) wurde sie sehr gut wieder in die Handlung eingeführt. Auch die aus der Not geborene Kooperation mit Nygma und Grundy funktioniert sehr gut.

Sehr cool übrigens auch, dass alle drei sich praktisch neu erfunden und in komplett neue Charaktere entwickelt haben. Und das, einfach so, parallel zur Hauptstory.

Meet the Dentist

Der Einzige, der stets der Gleiche bleibt und sich von anderen an der Nase herumführen lässt, ist Cobblepot. Dank Martins Hilfe hat aber auch er nun endlich verstanden, dass Sofia genau das Gegenteil von dem ist, was sie ihm seit Monaten vorspielt.

Der Showdown zwischen den beiden kann Oswalds Fehltritte aber allemal wett machen. Sich einzugestehen, dass das eigene Herz beziehungsweise seine Emotionen die größte Schwäche sind, ist schon hart. Aber diese Schwäche dann in Form einer Autobombe zu “entfernen” ist nochmal eine gänzlich andere Nummer. Wem da nicht die Kinnlade offen stand, der hat ganz andere Probleme als unrealistische Charaktere in einer Fernsehserie.

Glücklicherweise stellt sich im Nachhinein heraus, dass Martins Tod nur gestellt war, und er noch wohlauf ist, aber der Schock saß tief und Sofia wird den Köder geschluckt haben. Generell war es schön anzusehen, wie Sofia nach ihrem ewig selbstsicheren Falcone-Getue endlich mal eins ausgewischt wurde und mal nicht alles so lief, wie sie es (schon lange) geplant hatte. Ihr Abgang beziehungsweise die Folgen des Deals werden in der kommenden Episode sicherlich noch genauer aufgezeigt, aber momentan sieht es so aus, als würden in näherer Zukunft erstmal andere Damen die Unterwelt für sich beanspruchen.

In aller Kürze

Die Episode hat es von Anfang bis Ende in sich gehabt. Da noch immer so viele Geschichten parallel erzählt werden, wechselt das Ensemble in jeder Episode ein bisschen durch, sodass es nie langweilig wird, es sich gleichzeitig aber auch nie überladen anfühlt. Es ist wahrlich jedes Mal wieder ein ganz großes Vergnügen, sich nach Gotham zu begeben und all den Charakteren bei ihrem wilden Treiben zuzuschauen.

Gotham

Originaltitel: Gotham (seit 2014)
Erstaustrahlung am 22.09.2014
Darsteller: Ben McKenzie (James Gordon), Donal Logue (Harvey Bullock), David Mazouz (Bruce Wayne), Robin Lord Taylor ( Oswald Cobblepot), Erin Richards (Barbara Kean), Sean Pertwee (Alfred Pennyworth), Camren Bicondova (Selina "Cat" Kyle), Cory Michael Smith (Edward Nygma), Jada Pinkett Smith (Fish Mooney)
Produzenten: Bruno Heller, Danny Cannon, John Stephens, Ben Edlund
Staffeln: 3+
Anzahl der Episoden: 58+


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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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