Black Panther: Die Abspannszenen erklärt

SPOILER

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Black Panther

Die Abspannszenen bei Marvel haben mittlerweile Tradition. Die Zuschauer wissen bereits, dass sie nicht direkt den Kinossaal verlassen und auf das Ende des Abspann warten sollten. Auch bei Black Panther heißt es: Warten. Denn die Origin-Geschichte um T'Challa bietet dem Zuschauer zwei Abspannszenen.

Die Zwischenszene zwischen dem ersten Abspann und den kompletten Credits zeigt T'Challa (Chad Boswick), wie er den Abgeordneten verschiedener Länder im Rahmen einer offizellen Rede erklärt, dass Wakanda seinen isolierten Status aufgeben und seine Ressourcen mit der Welt teilen werde. Im Hintergrund ist ein schmunzelnder Everett Ross (Martin Freeman) zu sehen. 

Wakanda hatte sich jahrelang von der Außenwelt isoliert und so seinen hohen technischen Stand ebenso wie das Vorkommen des seltenen Metalls Vibranium verborgen. So fragt dann auch ein Abgeordneter, was denn ein Bauer der Welt bieten könne - woraufhin T'Challa nur ein Lächeln zur Antwort hat.

Diese Zwischenszene offenbart zum einen, dass Everett die Zerstörung von Shuris Labor überlebt hat. Dies hatte der Film noch ein wenig offen gehalten. Der Zuschauer konnte lediglich davon ausgehen, dass Everett noch lebt, bekommt dies mit der Zwischenszene aber bestätigt. Zum anderen eröffnet T'Challa mit den Technologien Wakandas quasi neue Welten, die unter anderem hilfreich in Avengers: Infinity War sein könnten - sowohl für die Helden als auch für die Schurken. Damit könnte das Marvel Cinematic Universe neue Wege beschreiten, was die Technologien betrifft. Schließlich kann man jetzt auf das Vibranium zurückgreifen.

Die zweite Abspannszene zeigt aus der Ich-Perspektive, wie Kinder eine Person wecken und dann mit dem Ruf "Der weiße Wolf ist wach!" das Weite suchen. Anschließend ist Bucky Barnes alias Winter Soldier (Sebastian Stan) zu sehen, der seine Hütte verlässt und von Shuri (Letitia Wright) begrüßt wird. 

Dies knüpft an die Ereignisse von Captain America: Civil War an. Bucky hatte sich in Wakanda freiwillig wieder in Kryostasis versetzen lassen. Seine Rückkehr deutete Marvel bereits mit dem Trailer von Avengers: Infinity War an. Interessant an dieser Stelle ist aber auch, dass die Kinder ihn als "weißen Wolf" bezeichnen. In der Mythologie von Black Panther gibt es ein Person, die so genannt wird. Hierbei handelt es sich um Hunter, der von König T'Chaka adopiert wurde und die Geheimpolizei Wakandas anführte. Eine von T'Challas ersten Amtshandlungen war es, die sogenannte Hatut Zeraze unter der Führung seines Adoptivbruders aufzulösen und ins Exil zu schicken.

Die Abspannszene lässt offen, ob es bei der Erwähnung des weißen Wolfes lediglich um Fanservice seitens Marvel handelt oder Bucky den Winter Soldier endgültig hinter sich lässt und deswegen den neuen Namen angenommen hat. Mit der letzten Abspannszene stellt Black Panther jedenfalls die Weichen für Avengers: Infinity War - dieser Film startet am 26. April in den deutschen Kinos. 

Black Panther Poster
Originaltitel:
Black Panther
Kinostart:
15.02.18
Regie:
Ryan Coogler
Drehbuch:
Mark Bailey, Joe Robert Cole, Ryan Coogler
Darsteller:
Chadwick Boseman (T'Challa), Michael B. Jordan (Erik Killmonger), Martin Freeman (Everett Ross), Lupita Nyong'o (Nakia), Danai Gurira (Okoye), Forest Whitaker (Zuri), Winston Duke (M'Baku/Man-Ape), Daniel Kaluuya (W'Kabi), Florence Kasumba (Ayo)
Hinter der Maske des Black Panther steckt T'Challa aus dem fiktiven, hochentwickelten afrikanischen Staat Wakanda.

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