Knives Out

Knives Out: Neue Hintergründe zum Netflix-Deal für die Fortsetzungen

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Nachdem in der vergangenen Woche bekannt wurde, dass Netflix sich die Rechte an den beiden Fortsetzungen von Knives Out gesichert hat und dafür mehr als 400 Millionen Dollar zahlt, hat der Hollywood Reporter nun ein paar weitere Details zu dem Deal enthüllt. Unter anderem berichtet die Seite, dass die konkrete Summe sich sogar auf 469 Millionen Dollar belaufen soll.

Zudem gewährt Netflix Rian Johnson und seinem Produktionspartner Ram Bergman immense kreative Freiheit. Dem Bericht zufolge kann Johnson den Film so umsetzen, wie er möchte, und muss keine Vorgaben des Streaming-Dienstes berücksichtigen. Die einzige Bedingung, die existiert, bezieht sich auf Darsteller Daniel Craig, der in beiden Fortsetzungen die Hauptrolle spielen muss.

Auch finanziell halten sich die Vorgaben von Netflix in Grenzen. Dem Hollywood Reporter zufolge muss das Budget der beiden Fortsetzungen lediglich mindestens so hoch sein wie beim ersten Teil. Dieser hatte rund 40 Millionen Dollar gekostet. Entsprechend könnten fast 390 Millionen Dollar in die Taschen von Rian Johnson, Ram Bergman und Daniel Craig wandern, sodass alle drei für die beiden Filme jeweils über 100 Millionen Dollar verdienen könnten.

Dass Netflix für zwei Krimis eine solche Summe in die Hand nimmt, überraschte in der vergangenen Woche doch einige. Wie der Hollywood Reporter berichtet, verfolgt das Unternehmen aber durchaus einem Plan. So konnte man sich nicht nur ein bereits erfolgreiches Franchise sichern, man stärkt auch weiter das Streaming und damit die eigene Marke.

Die Dreharbeiten zur ersten der beiden Fortsetzungen soll im Sommer beginnen. Gedreht wird in Griechenland. Mit einer Veröffentlichung ist wohl im kommenden Jahr zu rechnen.

Knives Out: Netflix sichert sich die Fortsetzungen für wohl mehr als 400 Millionen Dollar

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Der Streaming-Dienst Netflix hat sich die Rechte an den Fortsetzungen von Knives Out gesichert und greift dafür anscheinend sehr tief in die Tasche. Wie Deadline berichtet, sollen die Verantwortlichen mehr als 400 Millionen Dollar für das Franchise bezahlt haben, wobei der Vertrag wohl zunächst zwei Fortsetzungen beinhaltet.

Nach dem der erste Film 2019 in die Kinos kam und dort mit 311 Millionen Dollar ein überraschend starkes Einspielergebnis erzielte, galt eine Fortsetzung schnell als beschlossene Sache. Regisseur Rian Johnson und sein Produktionspartner Ram Bergman waren dabei wohlgemerkt immer noch die Rechteinhaber, sodass das Duo den bestmöglichen Vertrag für die Fortsetzungen aushandeln konnte.

Deadline zufolge begann schließlich ein Bieterwettstreit, in den neben Netflix auch Amazon und Apple involviert waren. Am Ende konnte sich Netflix durchsetzen, zahlt dabei aber anscheinend eine riesige Summe für ein Franchise, dessen erster Teil rund 40 Millionen gekostet haben soll. Offiziell bestätigt hat Netflix die über 400 Millionen (Deadline zufolge könnten es sogar bis zu 450 Millionen sein) aber nicht.

Mit dem Vertrag nun unter Dach und Fach sollen die Dreharbeiten für die erste Fortsetzung nun auch bald beginnen. Angepeilter Drehstart ist wohl Ende Juni, wobei in Griechenland gedreht werden soll. Erste Castingmeldungen dürften entsprechend nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Christopher Plummer ist gestorben

Der kanadisch-stämmige Schauspieler Christopher Plummer ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Vielen Star-Trek-Fans wird er noch als General Chang aus Star Trek VI – Ein unentdecktes Land bekannt sein. Plummer konnte jedoch auf eine Dekaden-umspannende abwechslungsreiche und beeindruckende Bühnen-, TV- und Filmkarriere zurückblicken. Sein langjähriger Manager und Freund Lou Pitt erklärte in einem Statement: 

"Chris war ein außergewöhnlicher Mann, der seinen Beruf zutiefst liebte und respektierte, ausgestattet mit großartigen, altmodischen Manieren, einem selbstironischen Humor und der Musik der Worte. Er war ein Nationalheiligtum, der seine kanadischen Wurzeln schätzte. Durch seine Kunst und Menschlichkeit berührte er unser aller Herzen und sein legendäres Leben wird für alle künftigen Generationen präsent bleiben. Er wird immer ein Teil von uns sein."

Seine TV-Karriere begann der Darsteller 1953 bei der Canadian Broadcasting Corporation in einer Adaption von Shakespeares Othello an der Seite von Lorne Greene. 1954 gab er sein Broadway Debüt in The Starcross Story. Zahlreiche weitere preisgekrönte Bühnenauftritte sowie Rollen im kanadischen Fernsehen sollten folgen. 

Einen besonders hohen Bekanntheitsgrad erreichte der Darsteller 1965 als Captain von Trapp in dem Musical Meine Lieder, meine Träume (Originaltitel: The Sound of Music). Neben zahlreichen weiteren Bühnenrollen trat er 1975 neben Sean Connery und Michael Caine im Historienfilm Der Mann, der König sein wollte sowie neben Peter Sellers in der Komödie Der rosarote Panther kehrt zurück auf. 1979 spielte Plummer Sherlock Holmes in Mord an der Themse. Einen weiteren prominenten Fernsehauftritt konnte er in der Mini-Serie Die Dornenvögel an der Seite von Richard Chamberlain ergattern. 1986 lieh er dem Zeichentrick-Klassiker Feivel, der Mauswanderer der Taube Henri seine Stimme. 

Seine Rollen in Malcolm X, Dolores und 12 Monkeys prägten Plummers Karriere in den 90ern. Ende des Jahrtausends spielte er in Michael Manns The Insider den berühmten Journalisten Mike Wallace. Auch im neuen Jahrtausend nahm seine Schauspiellaufbahn mit A Beautiful Mind – Genie und Wahnsinn, Inside Man, Das Vermächtnis der Tempelritter, The New World und dem Pixar-Animationsfilm Up weiter Fahrt auf. 2009 erhielt Plummer für seine Darstellung des berühmten russischen Autors Leo Tolstoy in Ein russischer Sommer seine erste Oscar-Nominierung.     

2011 sprach er mit William Shatner in dessen Dokumentation The Captains über seine Karriere, ihre gemeinsame langjährige Freundschaft sowie Plummers Rolle als General Chang. Im selben Jahr spielte der vielbeschäftigte Schauspieler in David Finchers Stieg-Larsson-Verfilmung Verblendung mit. Erst 2012 sollte er seinen einzigen Oscar für seine Nebenrolle in dem Drama Beginners gewinnen. Seine dritte Oscar-Nominierung erhielt Plummer für seine Rolle als Milliardär J. Paul Getty im Ridley-Scott-Film Alles Geld der Welt. Erst kürzlich feierte Plummer noch einmal einen großen Erfolg mit der Krimi-Komödie Knives Out von Regisseur Rian Johnson. 

Er lässt seine Ehefrau Elaine Taylor und seine Tochter Amanda Plummer zurück.      

Maske auf! - Unsere Tipps für Halloween 2020

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ausgehöhlte, leuchtende Kürbisse auf Rasen vor Wohnhaus

Ja ok. Pandemie ist Horror genug. Da braucht es nicht auch noch Halloween. Eigentlich. Aber erstens haben wir die alljährlichen Tipps liebgewonnen, immerhin haben wir das fünfte Mal Tipps für euch gesammelt. Und außerdem kann eine Portion Eskapismus nicht schaden. Also macht es euch zuhause gemütlich; Florian, Anne und Katrin haben buntgemischte Tipps für einen sicheren Halloween-Abend zusammengestellt.

Und vor allem gilt: Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Florian Rinke - Der Hase in den Fängen des Todes

Die beiden Filmemacher Justin Benson und Aaron Moorhead blieb der große Durchbruch in Hollywood bisher verwehrt, obwohl in ihren neuesten Film Synchronic Anthony Mackie (Captain America: The Winter Soldier) und Jamie Dornan (Fifty Shades of Grey) mit spielten. 2017 in ihren Horrorfilm The Endless spielten Benson und Moorhead die Hauptrollen noch selbst, führen die Regie, und Benson war zudem für das Drehbuch verantwortlich.

In Mittelpunkt stehen zwei Brüder, die als Jugendliche aus den Fängen einer Sekte entkommen. Jahre später erhalten sie eine Videobotschaft, in dem einen Massenselbstmord der Sektenmitglieder angedeutet wird. Die beiden fahren daraufhin in die Wüste zum Lager der Kultisten. Niemand scheint dort an den Tod zu denken. Aber gibt es unheimliche Vorgänge: Vögel fliegen in merkwürdigen Formationen vorbei, ein Seil hängt ohne sichtlichen Halt vom nächtlichen Himmel herab und die Sektenanhänger scheinen alle nicht gealtert zu sein. Der Film setzt auf sanften Grusel und lässt sich Zeit, seine Geschichte zu erzählen. Nach und nach steigert sich die bedrückende Stimmung in der Wüste. Auf brutale Szene wird dabei weitestgehend verzichtet. Das Grauen ist gerade in der zweiten Filmhälfte ständig präsent, tritt aber nie wirklich hervor. Gerade dadurch erzeugt der Film die Furcht direkt im Kopf des Zuschauers.

Nachdem sich die Hörspielreihe Dreamland Grusel im Laufe der Jahre von ihrem Vorbild der Neon-Gruselserie von H. G. Francis gelöst hat, gibt es dort immer wieder Folgen mit interessanten, neuen Ideen zu hören. Die Handlung von In den Fängen des Todes ist eigentlichen recht konventionell, genauso wie deren Auflösung. Das Hörspiel kann aber durch einen ungewöhnlichen Handlungsort begeistern.

Der ehemalige Scotland Yard Inspektor Sir John verbringt seinen Ruhestand in einer Seniorenresidenz. Als sein Schachpartner Larry eines Tages überraschend stirbt, nimmt der alte Polizist zusammen mit seinen Freund Kurt die Ermittlungen auf. Denn einem Abend zuvor hatte ihnen Larry noch von unheimlichen Vorgängen in dem Altenheim berichtet. Die beiden Sprecher Christian Rode (Synchronsprecher von Christopher Lee) und Peter Groeger (Synchronstimme von Armin Shimerman in Deep Space Nine) haben zusammen schon als Sherlock Holmes und Watson in mehreren Hörspielen Kriminalfälle gelöst.

Es macht großen Spaß, die beiden bei ihren geheimen Ermittlungen zu begleiten. Die Seniorenresidenz als Handlungsort stellt die Detektive vor untypische und erfrischende Herausforderungen. Auch die weiteren Rollen wurden mit bekannten Sprechern wie Tilo Schmitz (Synchronsprecher von Ron Perlman), Ursela Monn (Rico, Oskar und die Tieferschatten) und Udo Schenk (Synchronstimme von Gary Oldman) besetzt. Und Rainer Schmitt darf in In den Fängen des Todes inoffiziell noch einmal in seine Paraderolle als Larry Brent schlüpfen und im Altenheim versuchen, seinen letzten übernatürlichen Fall zu lösen.

Das bekannteste Werk des Comicautors und Zeichners Lewis Trondheim dürfte die Fantasy-Parodie-Reihe Donjon sein, welche er zusammen mit Joann Sfar entworfen hat. Seine Serie Die erstaunlichen Abenteuer von Herrn Hase funktioniert etwas anders. Dort wechselt das Szenario mit fast jedem Band. Mal befindet sich Herr Hase aus Skifreizeit, dann im Wilden Westen, anschließend kehrt er für ein Abenteuer in die Stadt der Gegenwart zurück, nur um im nächsten Abenteuer eine historische Romanze zu erleben.

Dabei treten neben den Titelhelden seine immer gleichen Freunde mit auf. Die Bände, welche in der Gegenwart spielen, weisen eine inhaltliche Kontinuität auf. Allerdings kann jedes Album auch für sich gelesen und verstanden werden – in der deutschen Erstausgabe aus den 90er-Jahren erschienen sie damals auch nicht in der richtigen Reihenfolge.

Für Horrorfans mit Humor dürfte vor allen der Band “Walter“ interessant sein, in dem Herr Hase als Medizinstudent im Paris um 1900 einer geheimnisvollen Monsterseuche auf die Spur kommt. Das dritte Album “Verflucht“ weist ebenfalls ein übersinnliches Thema auf. In diesem müssen Herr Hase und sein Kumpel, der Kater Richard, einen verfluchten Stein wieder loswerden. Besonders gelungen sind hier die immer absurder werdenden Diskussionen, wie man erkennt, welches Unglück auf den Fluch zurückzuführen ist.

Anne Jerratsch - strickt Chris Evans kuschelige Pullover

Das diesjährige Halloween wird noch gruseliger als sonst - und das nicht nur, weil die Maskenträger auf einmal zu den Guten gehören. Wer sich aus Pandemie-Gründen nicht ins Kino begeben möchte oder kann, um die Neuadaption von Roald Dahls Hexen hexen mit Anne Hathaway und Octavia Spencer in den Hauptrollen zu sehen, kann die unheimliche Geschichte um die kinderfressenden Kreaturen auch auf dem heimischen Sofa genießen: Die französische Künstlerin Pénélope Bagieu hat den Kinderbuchklassiker in eine bunte und temporeiche Comicversion verwandelt. Hier wird ein für alle Mal geklärt, woran man eine Hexe erkennt und wie man sich vor ihnen schützt. Der Humor von Dahl hat trotz der mittlerweile 37jährigen Lagerungszeit (die erste und Filmadaption stammt bereits aus dem Jahr 1990) keinesfalls Staub angesetzt wird auch in der Comicversion hervorragend transportiert.

Für ein klein bisschen Horror wird auch bei Der Unsichtbare (Amazon Prime) gesorgt. Elizabeth Moss (The Handmaids Tale) spielt eine Frau, die sich von ihrem herrschsüchtigen und manipulativen Ehemann, der ein genialer Erfinder war, trennt und untertaucht. Kurz darauf erfährt sie, dass ihr Mann angeblich Selbstmord aus Kummer über ihre Trennung begangen haben soll. Trotzdem hat sie weiterhin den Eindruck, dass sie von ihm verfolgt wird. Der Unsichtbare spielt hier hervorragend mit dem schmalen Grat zwischen psychischer Abhängigkeit in gewalttätigen Beziehungen und bedient sich klassischer Horrormotive, bis die etwas schale Auflösung den guten Eindruck ein wenig trübt. Mit dem Film wollte Universal Pictures sein schon seit längerem geplantes Dark Universe ausbauen, das jedoch aufgrund der miesen Zuschauerzahlen nur sehr langsam vorangeht. Aber auch als Standalone-Movie funktioniert die Homewrecker-Geschichte recht gut.

Zwar nicht gruselig, aber gemordet wird auch bei Knives Out (Amazon Prime). Die an klassische Whodunnit-Geschichten angelegte Familiensatire ist nicht nur wegen Chris Evans’ ausgezeichneter Auswahl an kuscheligen Strickpullovern sehenswert. Auch macht es enorm viel Spaß, dem hervorragend aufgelegten Cast dabei zuzusehen, wie sie sich gegenseitig die spitzen Bemerkungen um die holprig laufenden Ermittlungen an den Kopf werfen. Nur eines der Highlights sind dabei Daniel Craig als Privatdetektiv mit merkwürdigem Akzent oder Jamie Lee Curtis, die in ihrer Matriarchenrolle schon beinahe Judy Dench Konkurrenz macht. Joseph Gordon-Levitt, Michael Shannon, Toni Collette und viele mehr dürfen ebenfalls ihre Teile zum Mörderpuzzle hinzufügen.

Ansonsten war dieses Jahr das Angebot halloweenmäßig eher dünn gesät. Zwar habe ich Ratched auf Netflix noch nicht gesehen, die ersten Eindrücke versprechen aber eine weitere hochqualitative Arbeit von American-Horror-Story-Urgestein Sara Paulson.

Wer auf eher leichteren und vorhersehbaren Grusel steht, dem sei die zweite Staffel vom letztjährigen Spuk-in-Hill-House- Ableger Spuk in Bly Manor (ebenfalls auf Netflix) zumindest bis etwa zur Hälfte empfohlen. Wie auch in der ersten Staffel befinden wir uns in einem abgelegenen Anwesen, in dem ganz nebenbei einige Geister ihr Unwesen treiben. Die eigentliche Geschichte dreht sich jedoch um die dort ansässige Familie - oder zumindest das, was von ihr übrig ist. Ähnlich wie bei American Horror Story werden auch hier Teile der Darstellerriege von Staffel Eins besetzt. Leider macht die Serie denselben Fehler, der auch schon beim Vorgänger bei vielen Zuschauern für Unmut gesorgt hat, und kippt zum Ende hin vom standardmäßigen Grusel in eine völlig überflüssige zusätzliche Storyline und damit in eine ziemlich süßliche Familienaufstellung, die so gar nicht mehr zum Anfang passen möchte. Irgendwie fügt sich die Serie somit auch ins Jahr 2020, mit einer Geschichte, zunächst hoffnungsvoll anfängt und dann ziemlich improvisiert und mehr schlecht als Recht zum Schluss gebracht wird. Wer hier einige Figuren jedoch bereits liebgewonnen hat, wird bis zum Ende vielleicht durchhalten, allen anderen sei aber gesagt: Nein, man muss nicht jede Serie zu Ende gucken und darf trotzdem noch seinen Spaß dabei haben. Immerhin geht es um Geister, und die haben in der Ewigkeit auch Liebe verdient, oder?

Katrin Hemmerling - Mit dem Cornetto in der Winterapokalypse

Halloween während einer globalen Pandemie - wenn mir Anfang des Jahres jemand erzählt hätte, dass ich in den nächsten Wochen mitunter in Betracht ziehe, die alten Vinyls aus dem Keller zu kramen, um im Notfall gegen Zombies gerüstet zu sein, hätte ich ich vermutlich herzlich darüber gelacht. Aber immerhin bin ich dank Shaun of the Dead bestens für eine drohende Zombie-Apokalypse gerüstet; und der Vorteil an diesem Werk aus der Cornetto-Trilogie ist, dass trotz Zombie-Szenario der Spaß nicht zu kurz kommt. Damit bildet Shaun of the Dead den perfekten, leichten Einstieg für einen Filmabend. Also ab auf ein schönes, kaltes Bier im Winchester!

Apropos Zombies: Zwar sind Spieleabende hinsichtlich der aktuellen Situation nur bedingt möglich, aber wir geben ja die Hoffnung nicht auf, dass das Leben irgendwann in ruhigen Bahnen verlaufen wird. Und für das Brettspiel “Winter der Toten” ist bereits ab zwei Personen spielbar. Angesiedelt ist das Spiel in einer postapokalyptischen Winterwelt. Die Spieler befinden sich grundsätzlich in einer Kooperationssituation, in der es darum geht, sich gegen die Zombies zu verteidigen und notwendige Dinge wie Lebensmittel etc. zu beschaffen, um die Moral der Truppe hochzuhalten. Zusätzlich hat jeder Spieler noch eine Geheimmission, die er nach Möglichkeit erfüllen sollte. Damit aber noch nicht genug, zu Beginn jeder Runde wartet eine Krise auf, die es zu meistern gilt - und dann sind da auch noch verschiedene Szenarien, die eintreten könnten … Klingt auf den ersten Blick kompliziert und vielleicht auch wenig umständlich. Aber wenn das Regelwerk sitzt und das Spiel aufgebaut ist, zieht es einen schnell in seinen Bann. Zusatztipp: Als Hintergrundmusik schafft der Soundtrack zu The Last of Us und The Last of Us II die perfekte Atmosphäre.

Wer es sich lieber mit einem Buch gemütlich machen möchte, dem sei Blutige Nachrichten von Stephen King ans Herz gelegt. Die Kurzgeschichtensammlung ist in diesem Sommer in der deutschen Übersetzung erschienen, seit April ist bereits die englische Originalfassung erhältlich. Gerade beim Lesen der zweiten Kurzgeschichte “The Life of Chuch”, stellt sich unwillkürlich die Frage, ob King beim Schreiben eine Vorahnung auf das hatte, was das Jahr 2020 für uns bereithalten würde. Erschreckend realistisch beschreibt er eine Welt, die sich in einer Ausnahmesituation befindet. Ich selbst habe beim Lesen Parallelen zur aktuellen Situation gezogen und einen ungewollten Realismus-Horror verspürt. Wer Eskapismus braucht, sollte “The Life of Chuck” in dieser Kurzgeschichtensammlung also besser überblättern …

Ach übrigens - seit gestern ist Truth Seekers auf Amazon Prime verfügbar. Simon Pegg in Kombination mit Nick Frost kann für mich nicht wirklich schiefgehen. Und insgesamt acht Folgen à knapp 30 Minuten sind doch schnell gebingt!

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Knives Out: Fortsetzung erhält offiziell grünes Licht von Lionsgate

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Nachdem Autor und Regisseur Rian Johnson (Brick, Looper, Star Wars - The Last Jedi) seine Fortsetzungspläne zur erfolgreichen Krimikomödie kürzlich bereits angedeutet hat, erhält er nun auch offiziell grünes Licht vom produzierenden Studio Lionsgate, um diese Pläne in die Tat umzusetzen.  

Die Neuigkeit folgt einer Oscar-Nominierung für Knives Out für das beste Original-Drehbuch und der ersten Oscar-Nominierung für Johnson insgesamt. Der Film spielte bisher weltweit 300 Millionen Dollar ein. Darüber hinaus war der Krimi für drei Golden Globes in der Katogorie Comedy oder Musical und für Preise bei den britischen BAFTAs, den Critic’s Choice Awards und den WGA Awards nominiert.

In dem Krimi, der zur Zeit noch in den deutschen Kinos zu sehen ist, spielt Daniel Craig den Detektiv Benoit Blanc, der im Todesfall eines reichen Krimi-Autors ermittelt und sich dabei mit dessen selbstsüchtigen Nachfahren auseinandersetzen muss. 

Daniel Craig soll wieder mit von der Partie sein. Zunächst muss er aber noch sein 25. Abenteuer als Geheimagent James Bond: Keine Zeit zu sterben absolvieren, der am 2. April in die deutschen Kinos kommt. Johnson ließ zumindest verlauten, dass er gerne noch in diesem Jahr mit der Arbeit an der Fortsetzung beginnen würde, bis dahin aber noch einige Hürden zu nehmen sind, zum Beispiel das Schreiben des Drehbuchs.     

 

Einspielergebnis - Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers steht kurz vor der Milliarde

In den deutschen Kinocharts gab es am vergangenen Wochenende keine großen Überraschungen, was aber auch an den fehlenden namhaften Neustarts lag. So sicherte sich erneut Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers erneut die Spitzenposition. Insgesamt 250.000 Besucher wollten Episode IX sehen, was Einnahmen in Höhe von 2,9 Millionen Euro bedeutet.

Insgesamt nähert sich Der Aufstieg Skywalkers nun langsam der Marke von 5 Millionen Besuchern. Aktuell steht der Film in Deutschland bei 4,7 Millionen Besuchern. Weltweit dürfte in der kommenden Woche zudem wohl die Marke von 1 Milliarde Dollar fallen. Nach dem vergangenen Wochenende kommt Episode IX auf ein weltweites Einspielergebnis von 989 Millionen Dollar.

Auf Platz 2 gab es in den deutschen Kinocharts am Wochenende aber immerhin eine kleine Veränderung. So kletterte Knives Out - Mord ist Familiensache um einen Platz nach oben und sicherte sich mit 185.000 verkauften Karten und 1,7 Millionen Euro den Silberrang. Dahinter folgt Jumanji: The Next Level, der auf 170.000 Besucher und 1,6 Millionen Euro kam. Damit steht der Film nun insgesamt bei mehr als zwei Millionen Besuchern und hat somit seinen Vorgänger übertrumpft, der 2017 auf fast genau zwei Millionen verkaufte Karten kam.

Für Die Eiskönigin 2 ging es im Vergleich zur Vorwoche von Platz 2 runter auf Platz 4. Die 150.000 Besucher (1,2 Millionen Euro) sorgten allerdings dafür, dass die Animationsfortsetzung nun hierzulande auf insgesamt 6,3 Millionen Besucher kommt. Damit ist Die Eiskönigin 2 der erfolgreichste Film in Deutschland seit Star Wars: Das Erwachen der Macht.

Komplettiert werden die Top 5 durch Als Hitler das rosa Kaninchen stahl mit 95.000 Besucher und 800.000 Euro Umsatz.

Einspielergebnis - Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers auf Milliardenkurs, Die Eiskönigin 2 stellt Rekord auf

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers befindet sich stetig aber sicher auf dem Weg, um die Milliardengrenze zu überschreiten. Am Wochenende sicherte sich Episode IX erneut Platz 1 in den amerikanischen Kinocharts und spielte noch einmal 33,7 Millionen Dollar ein. Damit steht der Film in den USA nun bei einem Einspielergebnis von 450 Millionen Dollar, weltweit beträgt die Summe mittlerweile 918 Millionen Dollar.Somit ist praktisch garantiert, dass Der Aufstieg Skywalkers die siebte Disney-Produktion des Jahres 2019 werden wird, die mehr als 1 Milliarde Dollar einspielt.

Ein Film, dem dies bereits gelungen ist, ist Die Eiskönigin 2. Die Fortsetzung erhöhte ihr Einspielergebnis am Wochenende sogar auf 1,325 Milliarden Dollar. Damit ist Die Eiskönigin 2 offiziell der einspielstärkste Animationsfilm aller Zeiten und steht nun vor dem Vorgänger (1,281 Milliarden Dollar) und Die Unglaublichen 2 (1,243 Milliarden Dollar).

Die weiteren Top-5-Plätze in den USA belegen Jumanji: The Next Level mit 26,5 Millionen Dollar (weltweites Gesamteinspielergebnis 610 Millionen Dollar), Little Woman mit 13,5 Millionen Dollar, The Grudge mit 11,3 Millionen Dollar und dem schon angesprochenen Die Eiskönigin 2 mit 11,2 Millionen Dollar.

Auch in Deutschland drehte sich am Wochenende wieder alles um Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers und Die Eiskönigin 2. Episode IX konnte sich erneut Platz 1 in den deutschen Kinocharts sichern, wobei der Film rund 610.000 Besucher anlockte. Damit steht Der Aufstieg Skywalkers hierzulande nun bei insgesamt 4,37 Millionen Besuchern.

Die Eiskönigin 2 holte sich mit 355.000 Besuchern Platz 2. Damit übersprang der Animationsfilm hierzulande auch direkt die Marke von 6 Millionen Besuchern, was die Fortsetzung zum erfolgreichsten Kinostart des Jahres 2019 macht.

Komplettiert werden die Top 5 von Jumanji: The Next Level (335.000 Besuchern), Knives Out - Mord ist Familiensache (250.000 Besucher) und Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (160.000 Besucher).

Knives Out: Rian Johnson plant bereits eine Fortsetzung

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Daniel Craig hatte in Knives Out anscheinend so viel Spaß an seinen mit Südstaaten-Akzent kokettierenden Meisterdetektiv, dass eine Fortsetzung schon in Planung ist. Das hat Autor und Regisseur Rian Johnson jedenfalls in einem Interview dem Hollywood Reporter mitgeteilt. In dem Krimi, der zur Zeit in den deutschen Kinos zu sehen ist, spielt Daniel Craig den Detektiv Benoit Blanc, der im Todesfall eines reichen Krimi-Autors ermittelt und sich dabei mit dessen selbstsüchtigen Nachfahren auseinandersetzen muss.  

Johnson fügte außerdem hinzu, dass er den Film möglichst schnell, vielleicht sogar schon im nächsten Jahr produzieren möchte. Sein Produktionspartner Ram Bergman ließ verlauten, dass Craig äußerst enthusiastisch sei, die Rolle ein weiteres Mal zu übernehmen. 

Dem Hollywood Reporter zufolge hat Lionsgate für eine Fortsetzung noch kein grünes Licht gegeben. Weil der Film allerdings bis jetzt bereits weiltweit 247 Millionen Dollar eingespielt hat und Fans offensichtlich von Craigs Akzent (zumindest im englischen Original) nicht genug bekommen können, handelt es sich wahrscheinlich nur um eine Frage der Zeit, bis Johnson auch diese Hürde überwindet.  

Zuvor tritt Craig aber in James Bond: Keine Zeit zu sterben, der am 2. April in die deutschen Kinos kommt, noch ein letztes Mal in die Fußstapfen des berühmtesten Agenten der Welt. 

Kritik zu Knives Out – Mord ist Familiensache

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Es erscheint müßig die letzten Jahre von Rian Johnsons Karriere zu rekapitulieren, schließlich hat jeder seine eigene Meinung zu gewissen großen Franchise-Einträgen und diese bereits in der einen oder anderen Form auch kundgetan. Warum also eine Diskussion weiterführen, die sich sowieso nur im Kreis dreht, wenn man auf eine aussichtsreiche Zukunft blicken kann.

Diese Zukunft kommt schon zu Beginn des Kinojahres in der Gestalt von Knives Out – Mord ist Familiensache daher. Und auch hier, wie schon in seinen Vorgängerfilmen Brick, Brothers Bloom und Looper, zeigt sich, dass Johnson unheimlich gerne mit bekannten Genre-Konventionen spielt, sie manchmal sogar bis zu einem Punkt aushebelt, dass es große Verärgerung hervorruft. Selbiges gilt bis zu einem gewissen Grade für seine Whodunit-Variation, ein starbesetzter Krimi, der einer bekannten Agatha-Christie-artigen Ausgangssituation Doppelbödigkeit, Aktualität und eine gesunde Portion Humor abgewinnt.

Mord, Selbstmord und bitterböse Familienfehden

Harlan Thrombey (Christopher Plummer) ist ein reicher Autor einer äußerst erfolgreichen Reihe von Kriminalgeschichten. Basierend darauf hat er ein ebenso erfolgreiches Verlags-Imperium aufgebaut. Außerdem ist er Patriarch einer Großfamilie, deren Mitglieder in irgendeiner Form von seinem Erfolg und seinem Geld abhängig sind. Alle vertreten allerdings standhaft die Ansicht, dass ihre beruflichen Errungenschaften als Makler, Verlagsleiter, Influencer etcetera auf eigener harter Arbeit basieren. Als das Hausmädchen Harland eines Tages mit durchgeschnittener Kehle in seinem Arbeitszimmer findet, geht die Polizei zunächst von einem Selbstmord aus.

Dennoch engagiert ein Unbekannter den Meisterdetektiv Benoit Blanc, der zusammen mit dem Polizisten Lieutenant Elliot (Lakeith Stanfield) den wahren Hintergründen des mysteriösen Todes auf den Grund geht. Blanc interviewt und entlarvt nach und nach die verschiedenen Familienmitglieder, die nichts lieber tun, als hinter den Rücken der anderen Verwandten zu lästern und ihre eigene Unschuld zu beteuern. Gleichzeitig scheinen alle ein Motiv für einen Mord an den vermeintlich geliebten Vater und Großvater zu haben. Das trifft insbesondere auf das schwarze Schaf der Familie Ransom Drysdale (Chris Evans) zu. Blanc rekrutiert Harlan Thrombeys ehemalige Krankenschwester Marta Cabrera (Ana de Armas), die anscheinend einzigartige Einblicke in die Familiendynamik besitzt und der es physisch unmöglich ist, zu lügen.

Starbesetztes, genüssliches Rätselraten

In den USA hat sich Knives Out – Mord ist Familiensache jetzt schon als großer Erfolg herausgestellt. Eine durchaus erstaunliche und erfreuliche Entwicklung, weil der Film gerade nicht an eines der großen durchkalkulierten Franchises oder IPs gebunden ist. Vielleicht weniger erstaunlich, weil der Film zahlreiche erzählerische Elemente besitzt, die spätestens seit Agatha Christie in Film, Fernsehen und Literatur allgemein beliebt sind. Hinzu kommt eine Reihe bekannte Schauspielerinnen und Schauspieler, die das Publikum schon seit etwa 60 Jahren Film- und Fernsehgeschichte begleiten. Hierzu gehören: Christopher Plummer, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Michael Shannon, Don Johnson, Toni Collette, Frank Oz, Riki Lindhome und einige neue Gesichter wie Katherine Langford und Jaeden Martell.

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Alle haben sichtlich großen Spaß, sich gegenseitig auseinanderzunehmen, was wiederum für gute Laune beim Publikum sorgen sollte. Insbesondere Daniel Craig scheint sich äußerst wohl zu fühlen. Genüsslich legt er die Restriktionen einer Bond-Figur ab und packt (zumindest im englischen Original) einen Südstaaten-Akzent aus, den er in ähnlicher Weise schon im Steven Soderberghs Heist-Komödie Logan Lucky zum Besten gab. Zu ungeahnten Höhen steigt seine Darstellung jedoch auf, wenn er als Detektiv gar nicht so genial daherkommt, wie sein Ruf verspricht.

Herz und Seele des Films stellt jedoch Ana de Armas als Krankenschwester Marta Cabrera dar, über deren Herkunft jeder Familienangehörige Bescheid zu wissen glaubt und doch keiner richtig zu kennen scheint – ein effektiver Running Gag des Films. De Armas konnte schon als mit einer empathischen und gefühlvollen Darstellung einer künstlichen Intelligenz in der Science-Fiction-Fortsetzung Blade Runner 2049 überzeugen. Knives Out verlangt ihr noch einmal die gesamte emotionale Bandbreite ab, erlaubt ihr aber gleichzeitig, Spaß an ihrer Rolle zu haben.

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Wie bereits angedeutet, spielt Johnson auch hier wieder mit Genre-Tropen und stellt Einiges auf den Kopf, ohne Knives Out in eine Genre-Parodie zu verkehren. Der Kriminalfall steht bis zum Ende im Vordergrund und verliert sich nicht in selbstzufriedenen Meta-Spielereien. Neben Humor kommt durchaus Spannung auf, während der Regisseur die Zuschauer auf gekonnte und höchst unterhaltsame Weise an der Nase herumführt.

Fazit:

Kein Meisterwerk, aber ein meisterhaft konstruiertes Spiel mit dem Krimi-Genre, das sich selbst nicht zu ernst nimmt und trotzdem spannend und unterhaltsam bleibt. Die Spielfreude der hochkarätigen Besetzung ist dabei überaus ansteckend.

Knives Out (2019 Movie) Official Trailer — Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis

Knives Out - Trailer 2 (deutsch/ german; FSK 6)

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