Neue Hörspiele: Krieg der Welten im Gruselkabinett

Das kommende Frühjahr steht beim Hörspiellabel Titania Medien ganz im Zeichen von H. G. Wells. Alle vier neuen CDs der Reihe Gruselkabinett basieren auf seinen bekanntesten Romanen. Den Anfang macht Mitte März die Doppelfolge Der Unsichtbare. Im April folgen dann Die Insel des Dr. Moreau und Die Zeitmaschine. Der Krieg der Welten, wiederum eine Doppelfolge, bildet im Mai den Abschluss.

H. G. Wells schrieb seine vier bekanntesten Romane in den Jahren zwischen 1895 und 1898 während er sich von einem schweren Lungenleiden erholte. Heute gilt der Autor neben Jules Verne als einer der Wegbereiter der modernen Science-Fiction.

Die Reihe Gruselkabinett gibt es seit 2004. Dort erscheinen regelmäßig Horrorhörspiele nach Vorlagen von Bram Stoker, Edgar Allan Poe oder H. P. Lovecraft. Nachdem man die klassischen Horrorautoren alle mehr oder weniger in der Reihe adaptiert hat, wendet man sich mit H. G. Wells nun eher in Richtung Science-Fiction. Aber auch Wells' Romane bieten genügend unheimliche Spannung – man denke nur an die Morlocks oder den Unsichtbaren.

Die bekannteste und berüchtigtste Hörspiel-Variante von Der Krieg der Welten wurde 1938 in den USA gesendet. Die Inszenierung von Orson Welles soll eine Massenpanik unter den Zuhörern ausgelöst haben – es ist nicht genau geklärt, ob die Menschen wirklich vor einer Invasion der Marsmenschen geflohen sind oder die Panik nur eine Erfindung der Zeitungen war. Letzteres gilt aus heutiger Sicht als wahrscheinlicher. Es soll aber in jedem Falle ein paar Irritationen gegeben haben.

Eine deutschsprachige Neuproduktion dieser legendären Fassung bringt Lübbe Audio im März heraus und setzt dabei auf bekannte Namen der deutschen Hörspiel- und Synchronszene:
Andreas Fröhlich (Die drei ???), Sascha Rotermund (Synchronstimme für Benedict Cumberbatch), Santiago Ziesmer (Synchronstimme für Steve Buscemi), Till Hagen (Synchronstimme für Kevin Spacey) und viele mehr.

Mit 300 Minutem Laufzeit ist die Version von Lübbe Audio deutlich länger als die Vertonung von Titania Medien. Den Kampf dürften in beiden Hörspielen die Marsianer verlieren – unterschiedlich werden wohl nur das Grundszenario und die Stimmung der Inszenierungen sein.

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