The Walking Dead: Geht es nach der Pleite von Telltale Games weiter?

Für viele Fans von Telltale Games und auch einige Beobachter der Videospielindustrie kam die Pleite des Entwicklers ziemlich überraschend. Wie am Freitag bekannt wurde, entließ das Studio einen Großteil seiner Angestellten und lässt lediglich eine Rumpfmannschaft in den Büros zurück, die sich wahrscheinlich um die Abwicklung des Unternehmens kümmert.

Unklar ist nun, wie es mit den Spielereihen weiter geht, die Telltale Games noch angekündigt hatte. Vor allem offen ist die Frage, wie die erst letzten Monat gestartete letzte Staffel von The Walking Dead zu Ende gebracht werden soll. Heute erscheint die zweite Episode, aber ob es überhaupt eine dritte oder vierte geben wird, ist ungewiss. Dazu meldete sich gestern das restliche Team von Telltale Games per Twitter. In der kurzen Nachricht hieß es, dass man prüfe, inwiefern man mit Partnern kooperieren könne, um die letzten beiden Episoden von Telltale Games wichtigster Reihe abzuschließen. Man könne allerdings nichts versprechen. Es wäre also durchaus möglich, dass The Walking Dead einen Abschluss findet, je nachdem, wie weit die Arbeiten an den restlichen Episoden fortgeschritten sind. Mit einer größeren Verzögerung wird aber zu rechnen sein.

Wahrscheinlich nie herauskommen werden die zweiten Staffeln beispielsweise der Batman-Telltale-Serie sowie von The Wolf Among Us. Auch das im Juni angekündigte Stranger-Things-Spiel wird nicht bei Telltale Games entstehen. Das machte Netflix in einem Statement deutlich. Man evaluiere andere Möglichkeiten, um Stranger Things in Spieleform zu präsentieren, so zitiert die Webseite Polygon den Streaming-Dienst. Die ebenfalls mit Netflix geplante TV-Serie zum mit Telltale Games geplanten Minecraft: Story Mode befände sich allerdings noch in Entwicklung und werde vom Rumpfteam fertig gestellt, so Netflix.

Telltale Games belebten das Adventure-Genre für PC und Konsolen neu, als sie 2012 mit The Walking Dead einen großen Erfolg feiern konnten. Das Studio gab es bereits seit 2004 und machte mit Spielen im Universum des Comics Bone von sich reden. Als eines der ersten Unternehmen veröffentlichte es Spiele in einem Episoden-Format, bei dem die Geschichten ähnlich wie in einer Fernsehserie, in Staffeln erzählt wurden. Bereits Anfang des Jahres gab es Gerüchte über finanzielle Schwierigkeiten des Entwicklers, die am Freitag in der Entlassung und effektiven Schließung des Studios mündeten.

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