Star Wars: Episode IX - Regisseur J.J. Abrams spricht über die Herausforderungen

Am Wochenende findet in Chicago die Star Wars Celebration statt, bei der sich viele Fans einige Neuigkeiten rund um das beliebte Franchise erhoffen. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich Episode IX, der kurz vor Weihnachen die aktuelle Trilogie abschließen soll. Verantwortlich für den Film ist Regisseur J.J. Abrams, der zuvor schon Episode VII inszenierte. Abrams übernahm den Job, nachdem Lucasfilm und Regisseur Colin Trevorrow aufgrund von kreativen Differenzen getrennte Wege gingen.

In einem Interview mit Fast Company sprach Abrams nun über seine Rückkehr und die Schwierigkeiten rund um Episode IX. So wollte der Regisseur zunächst nicht erneut auf dem Regiestuhl Platz nehmen, aus Angst zu stark in etwas involviert zu sein, dass er liebt. Auch war Abrams eigentlich glücklich damit, Episode VII und damit das Kapitel Star Wars abgeschlossen zu haben. Am Ende war es Lucasfilm-Chefin Kathleen Kennedy, die ihn von einer Rückkehr überzeugte.

Allerdings war die Aufgabe alles andere als einfach, was vor allem am engen Zeitplan lag, wie Abrams ausführte.

"Wir hatten kein Skript aber ein Starttermin. Es lief quasi darauf hinaus, dass wir ein Fenster von zwei Jahren hatten, um alle Entscheidungen zu treffen, denn wir hatten noch nichts. Es gab keine Geschichte, keinen Cast, keine Designer und keine Sets. Es gab die Crew und die Dinge, auf die wir aus den vorherigen Filmen aufbauen konnten. Aber Ende mussten wir von vorn anfangen."

Um diese enorme Aufgabe zu schaffen, holte sich der Regisseur mit Chris Terrio einen Co-Autoren ins Boot. Dies erwies sich Abrams zufolge aus mehreren Gründen als gute Entscheidung.

"Zuerst kontaktierte ich Chris Terrio, den ich seit Jahren bewundere, aber auch nicht wirklich kenne und fragte: 'Willst du Star Wars mit mir schreiben?' Und er schrie.

In dem Moment realisierte ich etwas, das mir bisher noch nicht klar war. Ich brauchte jemanden, der bei dem Gedanken daran, an einem Star-Wars-Film zu arbeiten, schreit. Ich hatte es schon getan und mir ging es vor allem darum, zur Sache zu kommen. 'Hier ist was wir brauchen und diese Dinge haben wir.' Für ihn war es, als wäre er wieder ein Kind. An diesen Aspekt musste ich erinnert werden. Klar war ich begeistert, aber ich schaute vor allem auf die geringe Zeit, die wir für diese enorme Aufgabe hatten."

Der knappe Zeitplan erwies sich allerdings nicht als einzige Schwierigkeit für die beiden Autoren. Auch die Entwicklung der Geschichte war alles andere als einfach.

"Es war ein komplett unbekanntes Szenario. Ich hatte ein paar Ideen, in welche Richtung die Geschichte ursprünglich hätte gehen können. Ohne Episode VIII jetzt zu analysieren, das war eine Geschichte, die Rian geschrieben hat, basierend auf Episode VII, bevor wir uns getroffen haben. Er hat eine ganz andere Richtung eingeschlagen. Wir mussten also auch Episode VIII berücksichtigen. Unser Film setzte also nicht nur das fort, was wir gestartet hatten, sondern auch etwas, das wir zwar angefangen hatten, aber das dann jemand anderes weitergeführt hat.

Und dann musste es auch noch als Abschluss für insgesamt neun Filme fungieren. Auch wenn es ein paar Dinge und größere Konzepte gab, die schon vor Jahrzehnten entwickelt wurden sowie einige Ideen, die Lawrence Kasdan und ich hatten, als wir Episode VII machten, das fehlende Endziel und die mangelnde Struktur aufgrund der Art und Weise, wie die Sache bisher geführt wurde, waren eine riesige Herausforderung."

Trotz dieser schwierigen Aufgabe glaubt J.J. Abrams aber mittlerweile, dass er und sein Team die Lösung gefunden haben. Der Regisseur ist überzeugt davon, dass der Film etwas ganz Besonders wird. Selbst ein Bild davon können sich die Fans ab dem 20. Dezember machen. Dann startet Star Wars: Episode IX in den deutschen Kinos.

Originaltitel:
Star Wars: Episode IX
Kinostart:
19.12.19
Regie:
J.J. Abrams
Drehbuch:
J.J. Abrams, Chris Terrio
Darsteller:
-
Der abschließende Teil der dritten Star-Wars-Trilogie.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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