Sliders: Fans starten Online-Petition #BringBackSliders

Jede Menge Revivals, Reboots oder Remakes dürfen wir in letzter Zeit von zahlreichen Serien beobachten, ob in Planung, schon in Produktion oder bereits auf Sendung. So ist eine Serien-Neuauflage von MacGyver und sogar ein Kinofilm in Planung. Aber auch das A-Team, Hart aber Herzlich oder Xena werden bald in Serien-Produktion gehen. Mit Akte X oder Fuller House konnten hat man bereits zwei Serien wiederbelebt. Ganz zu schweigen von Star Wars, Mad Max, Independence Day, Baywatch, Ghostbusters oder Stargate. Dieser Reboot-"Trend" der vergangenen und kommenden Jahre erreicht immer größere Ausmaße. Und warum auch nicht? Die Chance auf Erfolg ist groß, das Risiko eines Flops gering.

In Anbetracht dieser Entwicklungen, fragt man sich schon, wo bleibt da das Sliders-Revival? Seit mittlerweile 16 Jahren schon wird die Science-Fiction-Serie Sliders - Das Tor in eine fremde Dimension schon nicht mehr produziert, aber immer wieder wagen sich Filmemacher an die Thematik der alternativen Realitäten. Man denke nur an The Man in the High Castle oder den Versuch eine neue Serie namens Parallels zu starten. Also ist es nun langsam an der Zeit etwas dafür zu unternehmen.

Vor wenigen Wochen startete nämlich die Online-Unterschriftenaktion ‪#‎BringBackSliders‬ mit dem Ziel die Serie Sliders wiederzubeleben oder gar fortzusetzen. Dabei hat es auch prominente Unterstützung. Denn Jerry O'Connell selbst hat in einem Video-Interview (ab 2:35 Min.) im Rahmen der ‪‎WonderCon 2016‬ angedeutet, dass er sehr gern wieder in die Rolle des Quinn Mallory schlüpfen würde und das eine Petition dabei helfen könne.

Zuvor hatter dies auch schon in einem Yahoo-Interview verlauten lassen. Bei dem er bei einem Reboot wieder mit an Bord wäre, wenn Tracy Tormé, der Schöpfer der Serie, die Leitung wieder in die Hand nehmen würde:

"Tracy Tormé recently called me and said, “We’re thinking about rebooting Sliders,” and I was like, “I’m in, buddy, make it happen.” So who knows what will happen."

Das Interview hat der amerikanische Blogger und Sliders-Fan Thomas Birchfield natürlich zum Anlass genommen, eben die besagt Petition ins Leben zurufen. Dazu hat er auch einen offen Brief an die Verantwortlichen bei den Universal Studio, der dahmaligen Produktionsfirma von Sliders, verfasst:

"Das Finale der SciFi-Serie Sliders liegt nun schon Jahre zurück. Aber ein Neustart könnte das unvollendete Kapitel zum Abschluss bringen. Die ersten beiden Staffeln waren die perfekte Mischung aus Abenteuer, Fiktion und Komödie. Es waren die 90er, eine Zeit, die zweifelsohne unbeschwerter und unkomplizierter war. Für Science-Fiction war es ohne Frage eine goldene TV-Ära.

Jedes 90er-Jahre-Serien-Reboot scheint abgesegnet zu werden. Ob es nun Full House oder Akte X ist – was immer noch fehlt, ist Sliders. Der größte Vorteil, den Sliders, im Gegensatz zu anderen Serien, Autoren bieten kann, sind die buchstäblich unendlichen Möglichkeiten, parallele Welten zu kreieren. Aber ich befürchte, dass Ihr Studio, die Universal Studios, genau das nicht als Chance versteht. Jerry O’Connell hat mal gesagt, dass er 'Sliders deswegen so liebt, weil man nicht wie in anderen Serien auf eine Notaufnahme oder ein Polizeirevier beschränkt ist'. Die Möglichkeiten verschiedener Dimensionen sind tatsächlich unendlich.

Der beste Mann für eine solche Mini-Serie wäre Co-Produzent Tracy Tormé, der die Herzen einer ganzen „Sci-Fi-Generation“ erobert hat. In einem Interview mit Slidecage sagte Jerry O’Connell bezüglich einer Sliders-Neuauflage, dass Tormé "der Chef“ wäre. Und das stimmt auch. Er hat in der ganzen Zeit, in der er an Sliders gearbeitet hat, hautnah miterlebt, was in der Serie funktioniert und was nicht. Seine Erfahrungen als Autor und sein Verhandlungsgeschick sind in Zeiten, in denen sich die Idee von parallelen Universen immer größerer Beliebtheit erfreut, der Schlüssel zum Erfolg.

Wenn man von einer Science-Fiction-Story richtig gefesselt ist und mit den Charakteren mitfiebert, dann will man die ganze Geschichte erfahren – und nicht eine neue erzählt bekommen. Was wäre Zurück in die Zukunft ohne Michael J. Fox? Oder Indiana Jones ohne Harrison Ford? Es gibt viele Fans da draußen, die auf eine Rückkehr hoffen und warten und daran glauben, dass diese auch passieren wird. Das heißt nicht, dass man eine Serie nicht neuerfinden kann. Aber eine Geschichte, die mit einem Cliffhanger endet, ordentlich abzuschließen, ist sicherlich wichtiger. Es wäre zwar vermutlich kein leichtes Unterfangen, das Chaos aus den letzten zweieinhalb Staffeln zufriedenstellend geradezubiegen. Aber eine komplett neue Story zu erzählen, die sowohl den neuen Zuschauern als auch den alten Die-Hard-Fans gerecht wird, wäre eine heikle Gratwanderung.

Ein Spielfim steht wohl außer Frage. Die durchschnittliche Filmlänge beträgt in der Regel zwei Stunden, was vermutlich nicht genug Zeit wäre, um die Vergangenheit aufzurollen und gleichzeitig noch etwas neues Aufregendes zu erzählen. Eine komplette 6. Staffel als Fortsetzung könnte außerdem wieder in einem Desaster aus Besetzungswechseln und einer vorzeitigen Absetzung enden. Die einzig denkbare Option wäre wohl eine Mini-Serie, die sich genug Zeit für ein Finale nimmt, das jeden glücklich macht. Letztlich wäre erst dann eine Neuauflage angebracht.

Während der fünf Staffeln ist in Sliders viel passiert. Darsteller haben die Sendung verlassen, die Story nahm drastische Wendungen, und die Serie endete mit einem Cliffhanger. Trotzdem hatte Sliders hohe Einschaltquoten, wurde sie doch mit der fünften und letzten Staffel konsequent weitererzählt. Viele würden Sliders aber wohl als Scherbenhaufen bezeichnen, der sich nie wieder kitten lässt. Wenn es die Universal Studios bei diesem Fiasko belassen, wäre das den Fans gegenüber einfach nur unfair.

Aber lassen Sie mich das erklären: Tracy Tormé ist der Ansicht, die Zuschauer hätten ein Recht darauf, zu einem Cliffhanger auch die passende Auflösung zu bekommen. Im Finale der 1. Staffel beispielsweise wird Quinn angeschossen, rennt zum Auftakt der 2. Staffel allerdings wieder munter weiter. Fox fühlte sich scheinbar nicht verpflichtet, an diesen Cliffhanger anzuknüpfen. Tormé behauptet, dass Fox kein Problem damit gehabt hätte, die Zuschauer zu verprellen, indem man ihnen zu verstehen gab, dass man sich weder um sie noch um die Geschichte schert. Aber wir spielen eine Rolle – und wir sind hier, um Ihnen das zu sagen.

Die meisten von uns wären erfreut, die originalen „fantastischen Vier“ wiederzusehen. Jerry O’Connell wäre (unter der Federführung von Tormé) definitiv interessiert, und ich denke, dass Cleavant Derricks auch mit an Bord wäre, zumal er als Einziger über die gesamten fünf Jahre alle Darsteller überdauert hat, die kamen und gingen. Fraglich wären aber wahrscheinlich John Rhys-Davies und Sabrina Lloyd. Rhys-Davies hat sich mit seinem Abgang aus der Serie relativ schwer getan, um es mal milde auszudrücken, und Lloyd ist im Ausland. Aber eigentlich ist jedem klar, dass Quinn, Rembrandt, Wade und der Professor das A und O sind.

Sliders müsste auch nicht „erwachsen werden“. Da Sliders aus den 90ern stammt, war sie eine „moralisch unbedenkliche“ Serie. Ob man nun die Gewalt aus „The Walking Dead“ oder die sexuellen Eskapaden aus Game of Thrones zum Vergleich nimmt – heutige Serien loten gerne mal die Grenzen aus, was diese Punkte betrifft. Sliders ist aber etwas, das gleichermaßen Spaß macht, lustig ist und Abenteuer bietet. Wenn man eine gute Geschichte hat, muss man Sex und Gewalt gar nicht thematisieren. Heutzutage haben die Sender aber, zu Gunsten der Einschaltquoten, genau diese Punkte aufgegriffen. Es wäre jedenfalls schön, wenn die Kinder und Jugendlichen von heute die Möglichkeit hätten, mit so einer Sendung aufzuwachsen wie wir damals in den 90ern – abenteuerlich, spaßig, jugendfrei. Und trotzdem clever.

Aber die Zeit drängt! Charakterdarsteller John Rhys-Davies und Tony-Award-Gewinner Cleavant Derricks kommen langsam in die Jahre. Warum sollten Sie also nicht noch mal die Chance ergreifen, eine Serie mit John Rhys-Davies auf die Schirme zu bringen? Der Kerl war eine feste Größe in Blockbustern wie Indiana Jones, Der Herr der Ringe und sogar 007. Man müsste nur diesen offenen Handlungsstrang wieder aufgreifen, den Tracy Tormé nie vollenden konnte – und zwar den, bei dem der falsche Arturo in der Episode „Endlich zu Hause?“ mit der Gruppe geslidet ist.

Unzählige Sliders-Fanseiten, Fan-Fiction, der Erfolg auf Netflix und die generelle Präsenz in der Popkultur sprechen für sich. Sliders mit den Original-Darstellern und Tracy Tormé wiederzubeleben, wäre sicherlich ein großer TV-Erfolg. Man muss nicht mal lange suchen, um zu erkennen, wie sehr die Seriengeeks Sliders ins Herz geschlossen haben. Wir haben es nicht vergessen. Schauen Sie mal hin! Haben Sie es nicht gesehen? Oder gehört? Haben Sie sich nicht mal umgeschaut? Lässt Sie all das kalt? Das Universum hat kein Bewusstsein. Aber wir haben eins. Also vermasseln Sie es nicht."

Vielen Dank an Sponskonaut von seriengeeks.de für die deutsche Übersetzung.

Vielleicht können wir mit genug Fanpower und zahlreichen Unterschriften die Sci-Fi-Kultserie aus den 90ern für neue Geschichten zurückkehren lassen und die Verantwortlichen bei den Universal Studios Entertainment überzeugen, Sliders wieder zu produzieren. Deine Stimme zählt! Zu Petition gelangt ihr über diesen Link: http://www.sliders-dimension.de/bringbacksliders.

Gern könnt ihr die Petition auch auf Facebook, Twitter, Google+ und sonstigen Plattformen teilen. Je mehr Leute davon erfahren, umso mehr Unterschriften können für die Petition gewonnen werden... Nutzt dazu auch den Hashtag ‪#‎BringBackSliders‬.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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