Star Wars: Die letzten Jedi - Rian Johnson gibt Einblicke in die neuen Machtfähigkeiten

SPOILER

Star Wars: Die letzten Jedi zeigte nicht nur ein neues Abenteuer von Luke Skywalker, Rey, Leia und Finn, sondern stellte den Zuschauern auch ein paar neue Möglichkeiten vor, wie die Macht genutzt werden kann. In einem Interview mit der LA Times sprach Regisseur und Drehbuchautor Rian Johnson kürzlich über ein paar Hintergründe zu den gezeigten Machtfähigkeiten.

"Die Tatsache ist, dass sich Star Wars bis zu Das Erwachen der Macht in einer Art gefrorenem Zustand befand, und wir hatten keinen neuen Star-Wars-Film in zehn Jahren. Man vergisst, dass jeder der Filme neue Möglichkeiten der Macht einführte, je nachdem, was die Story benötigte. Der Machtgriff kam erst in Imperium, es gab ihn noch nicht in Eine neue Hoffnung. Das Gleiche gilt für die Machtgeister. Sie haben jedes Mal neue Dinge gezeigt, für die man die Macht nutzen kann."

Von den verschiedenen gezeigten Fähigkeiten erzeugte der Einsatz der Macht von Prinzessin Leia die meisten Kontroversen. Die Szene war dem Regisseur aber besonders wichtig.

"Das war etwas, wonach mich Kathy Kennedy immer gefragt hat: 'Warum hat sich die Macht noch nie in Leia manifestiert?' Es muss ihre eigene Entscheidung gewesen sein, da Luke ihr in Die Rückkehr der Jedi-Ritter erklärt, dass auch sie die Macht hat.

Ich mochte die Idee, dass Luke beinah unterbewusst mit der Macht nach dem Lichtschwert griff. Es ist in gewisser Weise ein Überlebensinstinkt, ähnlich wie die Geschichten die man hört, von Eltern, die plötzlich übermenschliche Fähigkeiten bekommen, wenn ihr Kind unter einem Auto eingeklemmt ist, oder von Menschen, die am Ertrinken sind und sich wieder an die Oberfläche kämpfen. Es ist ähnlich mit Leia, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit ist, ihrem Kampf zu beenden. Ich wollte, dass dies im Film passiert und ich weiß, es ist etwas gewagt. Es ist ein großer Moment, der bei den Zuschauern unterschiedlich gut ankommen wird. Aber für mich war es sehr emotional und befriedigend."

Ein weiterer Punkt im Film sind die Konversationen zwischen Kylo und Rey. Die Verbindung zweier Menschen auf diese Weise ist ebenfalls neu in Star Wars, hatte jedoch einen klaren Grund.

"Ich wusste, dass ich beide miteinander interagieren und sprechen sehen wollte, damit wir von dem Punkt des 'Ich hasse dich' wegkommen. Daraus entstand schließlich die Idee der Macht-Verbindung, die ebenfalls neu ist. Es ähnelt etwas der Verbindung von Luke und Vader in Das Imperium schlägt zurück, in einigen Aspekten ist es aber vollkommen neu."

Die gezeigte Fähigkeit ist schließlich auch die Grundlage für die Projektion, die Luke nutzt, um auf dem Planeten Crait dem Widerstand zu helfen.

"Als Luke auftaucht, projiziert er sich. Dabei handelt es sich um eine Hardcore-Version dessen, was Kylo und Rey die ganze Zeit getan haben und dies ist auch der Grund, warum es ihn so auslaugt. Wir haben versucht, dies möglichst ohne falsche Fährten darzustellen. So haben wir beispielsweise die Geräusche seiner Tritte entfernt. Es gibt keine tatsächliche Berührung. Und wenn man genau hinschaut, sieht man fallende Salzflocken an Kylos Lichtschwert verbrennen aber nicht an Lukes."

Star Wars: Die letzten Jedi Poster
Originaltitel:
Star Wars: The Last Jedi
Kinostart:
14.12.17
Regie:
Rian Johnson
Drehbuch:
Rian Johnson
Darsteller:
Daisy Ridley (Rey), Oscar Isaac (Poe Dameron), John Boyega (Finn), Mark Hamill (Luke Skywalker), Gwendoline Christie (Captain Phasma), Adam Driver (Kylo Ren), Carrie Fisher (Leia), Benicio Del Toro, Lupita Nyong'o (Maz Kanata), Andy Serkis (Snoke)
Star Wars: Episode VIII setzt die Handlung von Das Erwachen der Macht fort.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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