10 Fun Facts über Star Trek: Deep Space Nine - erneuter Serienstart bei Syfy

In der dritten Auskopplung der erfolgreichen Star-Trek Franchise übernimmt die Föderation Deep Space Nine, eine aufgegebene Raumstation der Cardassianer. Unter der Leitung des Sternenflottenoffiziers Benjamin Sisko (Avery Brooks) tun sich für die Besatzung der Station ungeahnte Möglichkeiten auf, als in der Nähe ein Wurmloch entdeckt wird, das in den Gamma-Quadranten führt. Schnell entwickelt sich Deep Space Nine zu einem strategischen Handelsposten und zum Zentrum verschiedenster Alien-Spezies.

Ab kommenden Sonntag (20.9.2015, ab 20.15 Uhr) präsentiert Syfy Deutschland alle sieben Staffeln des preisgekrönten Kultklassikers Star Trek: Deep Space Nine. Bis einschließlich 1. Januar 2016 werden jeweils freitags bis sonntags ab 20.15 Uhr immer vier Folgen am Stück zu sehen sein – erstmals sogar mit Originalton-Option.

In der ersten Januar-Woche im Jahr 1993 feierte Star Trek: Deep Space Nine auf dem amerikanischen Syndication-Markt (es gab keinen festen Sendeplatz auf einem festen, landesweiten Sender) mit dem Pilotfilm "Der Abgesandte" Premiere. Mit viel Kritik für die düstere Handlung und die Konflikte innerhalb der Crew kam die Serie anfangs nur sehr beschwerlich aus dem Schatten der übermächtigen Mutterserie The Next Generation heraus und verärgerte dazu noch eine Menge Fans. Es entbrannte eine Debatte darüber, ob Star Trek-Erfinder Gene Roddenberry der Serie in dieser Form zugestimmt hätte, oder nicht.

Sieben Staffeln und 176 Episoden später hat Deep Space Nine mit dem damals sehr unüblichen Erzählstil, mehrere Episoden und Staffeln mit einem epischen Handlungsbogen zu umspannen, gespickt mit kontroversen Themen, die Fernsehlandschaft entscheidend mitgeprägt und verändert (ja, Babylon 5 natürlich auch!).

Zum erneuten Serienstart ein paar Fun Facts rund um die Serie:

  • In ersten Planungen sollte Deep Space Nine eine Bodenstation in der Wüste von Bajor sein. Aus Kostengründen wurde diese Idee wieder verworfen, da es sich in einer Paramount-Halle doch etwas billiger drehen lässt als draußen vor den Toren von Los Angeles.

  • Alexander Siddig, Darsteller von Doctor Bashir, war zuerst für die Rolle von Commander Sisko vorgesehen. Bis Produzent Rick Berman dann doch aufgefallen ist, dass Siddig viel zu jung ist. Bashir war die ersten Jahre der unbeliebteste Charakter des Ensembles und Siddigs Arbeitsplatz alles andere als sicher.

  • Lwaxana Troi, gespielt von Majel Roddenberry, war urprünglich als wiederkehrende Rolle geplant, vergleichbar mit Charakteren wie Rom oder Nog. Ihr Interesse für Odo hätte sie regelmäßig zur Station gebracht. Am Ende war Lwaxana immerhin in drei Episoden mit dabei.

  • Michelle Forbes, Darstellerin von Fährich Ro in The Next Generation, wurde eine Hauptrolle in Deep Space Nine angeboten. Die aufstrebende Schauspielerin wollte sich aber nicht sieben Jahre festlegen und erteilte den Produzenten eine Absage. Glück für Nana Visitor, so wurde die Rolle von Kira Nerys geschaffen.

  • Kai Opaka, religiöse Führerin von Bajor, war ursprünglich als Mann geplant. Und wer sich das Pagh messen lassen wollte, dem wurden bei nacktem Körper die Füße gedrückt.

  • Produzent Ronald D. Moore (Battlestar Galactica) hat immer wieder seine Idee für eine Musical-Episode ins Spiel gebracht. Durch einen Virus hätte sich die Crew nur durch Singen verständigen können. Leider wurde dies nie umgesetzt.

  • Ein Haupt-Charakter war ein auf einen Rollstuhl angewiesener Wissenschafts-Offizier, dessen Heimatplanet ein sehr viel geringere Schwerkraft besitzt. In seinem Quartier oder im Labor hätte er dann, wie zuhause, frei herumschweben können. Aufgrund der Kosten, auf regelmässiger Basis Szenen in Schwerelosigkeit zu produzieren, wurde der Charakter von der Liste gestrichen und gegen einen regulären Humanoid-Alien mit Punkten an der Seite (Dax) ersetzt. In der Episode "Melora" wird die ursprüngliche Idee jedoch aufgegriffen.

  • Im Pilotfilm sieht Quark ziemlich anders aus als in allen anderen Episoden der Serie. Grund ist die Ferengi-Nase. In "Der Abgesandte" trägt Quark-Darsteller Armin Shimerman die Nasen-Prothese, die eigentlich für Rom vorgesehen war.

  • Nana Visitor und Alexander Siddig haben nach der vierten Staffel geheiratet. Visitors Schwangerschaft wurde in die Serie geschrieben und mit der Nebenhandlung um Kira als Leihmutter für Keiko und Miles O'Brien erklärt. In einer Szene beschwert sich die schwangere Kira bei Dr. Bashir mit dem Satz "Das ist alles ihre Schuld!" - Ein Insider auf den Umstand, dass Siddig der wahre Vater von Visitors Baby ist.

  • Warum Offiziere der Sternenflotte in Deep Space Nine einen neuen Uniform-Stil an den Tag legten, weiß keiner. Abgesehen von einer offensichtlichen Unterscheidung für den Fernsehzuschauer, der in den Augen der Verantwortlichen die klinisch-saubere Enterprise-D von der versiften Raumstation ansonsten wohl nicht unterscheiden konnte. Im Kinofilm Star Trek: Treffen der Generationen (1994) wurde von der TNG-Crew die DS9-Uniform wahllos adaptiert. Für Star Trek: Voyager (1994) waren die DS9-Uniform anscheinend auf einmal Standard für Raumschiff-Crews. Mit dem nächsten Kinofilm Star Trek: Der Erste Kontakt (1997) gab es neu-gestaltete Uniformen, die mitten in der fünften Deep Space Nine-Staffel ohne ein Wort der Erwähnung promt zum Einsatz kamen.

DS9 1x01 'Emissary, Part 1' Trailer (30s)

Star Trek: Deep Space Nine Benjamin Sisko Poster

Originaltitel: Star Trek: Deep Space Nine (1993-1999)
Erstaustrahlung am 03. Januar 1993 / 28. Januar 1994 auf SAT.1
Darsteller: Avery Brooks (Benjamin Sisko), René Auberjonois (Odo), Terry Farrell (Jadzia Dax), Cirroc Lofton (Jake Sisko), Colm Meaney (Miles O'Brien), Armin Shimerman (Quark), Alexander Siddig (Julian Bashir), Nana Visitor (Kira Nerys), Michael Dorn (Worf, Staffel 4-7), Nicole de Boer (Ezri Dax, Staffel 7)
Produzenten: Rick Berman, Michael Piller, Ira Steven Behr
Staffeln: 7
Anzahl der Episoden: 176


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