Die Gewinner der Goldenen Himbeere 2019

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Goldene Himbeere

Kurz vor der 40 wird es nochmal spannend: Zum 39. Mal wurde am Samstag die Goldene Himbeere verliehen. Es ist mittlerweile Tradition, am Vorabend der Oscarverleihungen den schlechtesten Filmen des Jahres mit dem Anti-Award Tribut zu zollen.

In diesem Jahr gehörten vor allem seichte Actionkomödien zu den Lieblingen der Himbeer-Jury. Dennoch ging es bei der Preisverleihung bemerkenswert politisch zu: Gleich drei Mal räumte Donald Trump und seine Crew den Anti-Oscar ab. Schuld daran war vor allem die neue Michael-Moore-Doku Fahrenheit 11/9, die das erste Jahr der Trump-Regierung und diverse Skandale aufzeigte.

Den Preis für die schlechteste Leinwandkombo konnte The Donald sogar aufgrund seiner ihm offenbar liebsten Eigenschaft abräumen: Die "ewige Belanglosigkeit" des 45. Präsidenten der USA war der Jury die Goldene Himbeere wert. 

Doch auch herkömmliche Filme kamen nicht um den Anti-Preis drumrum: Die Sherlock Holmes-Neuauflage Holmes & Watson mit Will Ferrell und John C. Reilly gewann ganze vier Himbeeren. Wenig überraschend gewann erneut ein weiterer Teil der Erotik-Klamotte 50 Shades of Grey (diesmal: 50 Shades of Grey - Befreite Lust) die Himbeere für das schlechteste Drehbuch.

Eine interessante Wandlung konnte Melissa McCarthy hinlegen: Sie gewann den Award für die schlechteste Hauptdarstellerin - und das gleich in zwei Filmen. Mit Happytime Murders sowie Life of the Party (dt. Titel: How to Party with Mom) räumte sie die Himbeere ab. Parallel dazu gewann McCarthy jedoch auch den Razzie Redeemer Award.  McCarthy wurde hier für ihre vielschichte Darstellung in dem Indie-Film Can you ever forgive me? ausgewählt.

Der Film erzählt von Lee Israel, einer ehemals erfolgreichen Autorin, die nun aus Geldnöten ihr Talent als Schriftstellerin einsetzt, um Briefe von Prominenten zu fälschen und diese meistbietend zu verkaufen. Der Razzie Redeemer-Award (dt. etwa: Erlöserhimbeere) wurde 2015 eingeführt, um die Schauspieler auszuzeichnen, die bereits einige Goldenen Himbeeren erhalten hatten, mittlerweile jedoch auch "echte" Preise gewonnen haben. Dabei handelt es sich also um keinen Schmähpreis, sondern um eine liebevolle Verbeugung vor den Fachkollegen vor der Kamera und deren tatsächliche gute Leistung.

Hier alle Nominierten und Gewinner in der Übersicht:

Schlechtester Film

  • Gotti
  • The Happytime Murders
  • Holmes & Watson
  • Robin Hood
  • Winchester

Schlechteste Hauptdarstellerin

  • Jennifer Garner (Peppermint)
  • Amber Heard (London Fields)
  • Melissa McCarthy (The Happytime MurdersLife of the Party)
  • Helen Mirren (Winchester)
  • Amanda Seyfried (The Clapper)

Schlechtester Hauptdarsteller

  • Johnny Depp (Sherlock Gnomes)
  • Will Ferrell (Holmes & Watson)
  • John Travolta (Gotti)
  • Donald Trump (Death of a NationFahrenheit 11/9)
  • Bruce Willis (Death Wish)

Schlechtester Nebendarsteller

  • Jamie Foxx (Robin Hood)
  • Ludacris (Show Dogs)
  • Joel McHale (The Happytime Murders)
  • John C. Reilly (Holmes & Watson)
  • Justice Smith (Jurassic World: Fallen Kingdom)

Schlechteste Nebendarstellerin

  • Kellyanne Conway (Fahrenheit 11/9)
  • Marcia Gay Harden (Fifty Shades of Grey – Befreite Lust)
  • Kelly Preston (Gotti)
  • Jaz Sinclair (Slender Man)
  • Melania Trump (Fahrenheit 11/9)

Schlechteste Leinwandkombo

  • Alle Schauspieler und Puppen (vor allem in den gruseligen Sex-Szenen) in The Happy Time Murders
  • Johnny Depp und seine verblassende Filmkarriere in Sherlock Gnomes
  • Will Ferrell und John C. Reilly für das Zerstören zweier der beliebtesten literarischen Figuren in Holmes & Watson
  • Kelly Preston und John Travolta in Gotti
  • Donald Trump und seine ewige Belanglosigkeit in Death of a Nation und Fahrenheit 11/9

Schlechtestes Remake, Rip-off oder Sequel

  • Death of a Nation (Remake von Hillary's America)
  • Death Wish
  • Holmes & Watson
  • The Meg (Rip-off von Der weiße Hai)
  • Robin Hood

Schlechtestes Drehbuch

  • Dinesh D'Souza und Bruce Schooley (Death of a Nation)
  • Niall Leonard (Fifty Shades of Grey – Befreite Lust)
  • Leo Rossi und Lem Dobbs (Gotti)
  • Todd Berger (The Happytime Murders)
  • Tom Vaughan und die Spierig-Brüder (Winchester)

Schlechteste Regie

  • Etan Cohen (Holmes & Watson)
  • Kevin Connolly (Gotti)
  • James Foley (Fifty Shades of Grey – Befreite Lust)
  • Brian Henson (The Happytime Murders)
  • Die Spierig-Brüder (Winchester)

Razzie Redeemer Award

  • Melissa McCarthy (Can You Ever Forgive Me?)
  • Peter Farelly (Green Book - Eine besondere Freundschaft)
  • Tyler Perry (Vice - Der zweite Mann)
  • Transformers-Reihe (Bumblebee)
  • Sony Pictures Animation (Spider-Man: A New Universe)

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