Umstrukturierung bei Marvel: Kinofilme und TV-Serien driften auseinander

Eine kleine Anpassung in der Hierarchie der Chefetage der Marvel Studios verändert das Machtgefüge beträchtlich. Bisher musste sich Marvel-Studios-Chef Kevin Feige mit Marvel-Entertainment-CEO Isaac Perlmutter absprechen. Ab sofort hat Feige den direkten Draht zum Disney-Chef Alan Horn.

Feige und Perlmutter sind die Verkörperung der zwei sehr unterschiedlichen Gesichter des Filmstudios, das seit 2009 zum Disney-Konzern gehört. Feige haben wir das Cinematic Universe zu verdanken und ist in der Öffentlichkeit sehr präsent. Perlmutter hingegen arbeitet eher zurückgezogen und steuert das Kerngeschäft auf seine Weise, nicht unbedingt zur Zufriedenheit von Feige. Der zeigte sich in den letzten Jahren sehr frustriert mit dieser Situation und hat seinen Unmut nun in der Disney-Chefetage zum Ausdruck gebracht.

Die Disney-Chefs Horn und Bob Iger haben in der letzten Woche gehandelt und die Hierarchie bei Marvel entsprechend umgebaut, so dass Feige ein wesentlich größerer Entscheidungsspielraum zugestanden wird und im milliardenschweren Cinematic Universe nach seinen Vorstellungen walten und schalten kann.

Perlmutter hat bei den Kinofilmen entsprechend nichts mehr zu melden, bleibt jedoch weiterhin an der Spitze für alle anderen Bereiche (Comic, TV-Serien, Animationsfilme). Jeph Loeb, der alle Marvel-Fernsehserien überwacht, muss seine Entscheidungen also weiterhin mit Isaac Perlmutter abstimmen.

Diese Entwicklung könnte Auswirkungen auf das Zusammenspiel der Serien und Kinofilme haben. Zum einen ist Feige kein besonders großer Fan der Fernsehserien und kann seinen Einfluß geltend machen, wenn es darum geht, die Ereignisse der Filme oder Gastauftritte der Kinohelden im TV-Universum zu minimieren. Zum anderen arbeiten die Film- und TV-Abteilung nicht mehr gleichberechtigt nebeneinander.

Auf der anderen Seite gibt die Entwicklung Hoffnung, dass es unter Feige gelingt, mit anderen Filmstudios ähnliche Vereinbarungen einzugehen wie zur Zeit mit Sony und Spider-Man. Eine Annäherung an 20th Century Fox (X-Men, Fantastic Four) war mit Perlmutter undenkbar.

Hulk Filmposter
Originaltitel:
Hulk
Kinostart:
03.07.03
Laufzeit:
138 min
Regie:
Ang Lee
Drehbuch:
John Turman, Michael France, James Schamus
Darsteller:
Eric Bana, Nick Nolte, Jennifer Connelly, Sam Elliott, Josh Lucas
Durch die genetischen Selbstexperimente seines Vaters kommt Bruce Banner mit weitreichenden Mutationen auf die Welt, die man ihm aber zunächst nicht anmerkt. Jahre später arbeitet Bruce in genau demselben wissenschaftlichen Feld, in dem damals sein Vater experimentierte. Durch einen Unfall bekommt er eine tödliche Dosis Strahlen ab - aber er überlebt.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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