Fallout

Fallout: Neues offizielles Pen & Paper angekündigt

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Fallout-Animation

Die Fanbasis von Pen-&-Paper-Rollenspielen ist in den letzten Jahren stetig angewachsen. Diesen Trend nutzen auch große Spielemarken für sich und kehren vom PC an den heimischen Wohnzimmertisch zurück. Fallout-Fans dürfen sich auf gleich zwei Neuheiten freuen. Noch im Sommer wird eine Erweiterung für Fallout: Wasteland Warefare erscheinen. 2020 soll dann das Fallout Pen & Paper kommen.

Für die Entwicklung des Rollenspiels ist Modiphius Entertainment unter der Leitung von Sam Webb zuständig. Als Basis für das Regelwerk dient das 2d20 System, das bereits aus der dritten Edition von Mutant Chronicles und dem Star Trek Adventure RPG bekannt ist. Auf ihrer Website schreiben die Entwickler über das System:

"Das 2d20 System ist ein sehr aktionsorientiertes System, das von Lead Designer Jay Little und dem Design Team für die dritte Edition von Mutant Chronicles entwickelt wurde. Die Kernmechanik des Spiels ist auf zwei 20-seitigen Würfeln aufgebaut, mit denen man seine Attribute auswürfelt. Mehrere Erfolge sind möglich und sollen dafür genutzt werden, filmreife Aktionen zu kreieren.“

Fallout: Wasteland Warefare wird von einem Spielleiter und bis zu sechs Spielern spielbar sein. Das Packet soll außerdem das komplette Regelwerk, eine Anleitung zur Charaktererstellung und vieles mehr enthalten. Weiter Informationen zum Inhalt der Erweiterung und dem neuen Pen & Paper in Fallout-Universum finden sich auch auf der offiziellen Website von Modiphius.

 

Retro-Kiste: Vier Weltkriege später - A Boy and his Dog

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A Boy and his Dog Movie Still

In diesem Jahr starb einer der bekanntesten US-amerikanischen Sci-Fi-Autoren: Harlan Ellison. Am bekanntesten ist er für seine kurze Mitarbeit an der klassischen Star-Trek-Serie sowie zahlreiche Kurzgeschichten wie "Ich muss schreien und habe keinen Mund" (im Original: "I have no mouth and I must scream"). Schlagzeilen machte er unter anderem auch mit seiner Plagiatsklage gegenüber James Cameron. Ellison behauptete, seine Drehbücher für zwei Folgen der US-Serie The Outer Limits (die bereits in den 1960ern in den USA lief) wären die Grundlage für Camerons Handlung in Terminator. Die beiden einigten sich außergerichtlich und spätere Veröffentlichungen von Terminator enthalten Hinweise auf Ellisons Arbeiten.

Ellison galt für seine Zeitgenossen als charakterlich schwierig, besonders wenn es um Adaptionen seiner Werke ging. Für eine Verfilmung der Kurzgeschichte I, Robot von Isaac Asimov verfasste Ellison ein Drehbuch, das aber nie realisiert wurde, weil der Studiochef und er nicht überein kamen. Gleichzeitig setzte sich der Autor aber mit Nachdruck für eine freie Presse, das Ende der Zensur und eine Anerkennung von Künstlern ein.

Ein Schauspieler, der Regie führt

Kein Wunder, dass Schauspieler und Teilzeit-Regisseur L. Q. Jones die Hosen gestrichen voll hatte, als er eine von Ellisons Kurzgeschichten als Film adaptieren wollte. Jones wurde eines Tages Ellisons post-apokalyptische Story "A Boy and his Dog" auf den Schreibtisch gelegt, und nachdem er sie gelesen hatte, wollte Jones sie als Film umsetzen. Dazu kontaktierte er Ellison, aber der hatte kaum Zeit. Nachdem die Rechtesituation geklärt war, schrieb Jones das Drehbuch und kümmerte sich dann um die Realisierung des 1975 erschienen Films.

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A Boy and his Dog Movie Still

Angesichts eines knappen Budgets von geschätzten 400.000 US-Dollar gestaltete sich die Produktion schwierig. A Boy and his Dog spielt in der post-apokalyptischen Zukunft: Innerhalb von fünf Tagen während des Vierten Weltkrieges wurde die Erde in ein atomares Inferno gehüllt und die Menschheit überlebt nun, im Jahr 2024, in Erdlöchern in einer Wüste. Es herrscht Mangel an allem: Wasser, Nahrung, Anstand, Menschlichkeit, Bildung und vor allem – Frauen. Der junge Mann Vic, aufgewachsen ohne Eltern und Moral, ist ständig auf der Suche nach einer Frau, an der er sich vergehen kann. Dabei hilft ihm Blood, ein telepathisch begabter Hund, der zwar kein Essen riechen kann, dafür aber Weibchen. So bilden die beiden eine ungleiche Symbiose. Denn wo es Vic an Bildung mangelt, hat Blood genug davon und gefällt sich als Lehrer wider Willen des Jungen. Zusammen begeben sich die beiden auf die Suche nach Nahrung und Fortpflanzungsmöglichkeiten.

Sie begegnen dabei einer Gruppe Menschen, die den Krieg in einem unterirdischen Bunker, komplett mit Parks, Schulen und einer städtischen Infrastruktur, überlebt hat und einen jungen, zeugungsfähigen Mann wie Vic für ihre Fortpflanzung brauchen. Da die aber ohne den physischen Akt stattfinden soll und Vic, so denn er leer gepumpt wurde, ein eher unrühmliches Schicksal droht, wirft er sein Engagement als menschlicher Zuchthengst hin und flieht zusammen mit der listigen jungen Frau Quilla aus dem Bunker.

Zynismus nach dem Weltuntergang

Nicht nur die Handlung macht den zynischen Unterton des Films klar: Es fängt schon in der Eröffnung an. Dort explodieren Bomben und eine Schrift gibt einen Abriss der Post-Apokalypse. Der letzte Satz lautet: Innerhalb von fünf Tagen hat die Politik den "Verfall der Innenstädte" aufgehalten. Angesichts der Millionen Toten des Atomkrieges eine bewusst zynische Formulierung, auch vor dem Hintergrund des Jahres 1975 – Mitten im Kalten Krieg. Aber es ist gerade die zynische Grundhaltung, der schwarze Humor des Films und nicht zuletzt die teilweise absurde Fixierung Vics auf seinen Sextrieb, welche die Geschichte einzigartig machen.

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A Boy and his Dog Movie Still

A Boy and his Dog war für alle Beteiligten ein Herzensprojekt, allen voran Regisseur L. Q. Jones. Der ist eigentlich Schauspieler und vor allem aus zahlreichen Nebenrollen bekannt (IMDB zählt 163 Auftritte in Filmen). Aber er hatte auch eine kleine Filmproduktionsfirma, mit der er hin und wieder kleine Projekte realisierte. A Boy and his Dog sollte das Bekannteste dieser Projekte werden. Als der Film aber in den Kinos anlief, stieß er auf gemischte Reaktionen. Verschiedene Kritiker lobten entweder den subversiven Humor des Films oder zerrissen die in ihren Augen primitiven Charaktere und die nihilistische Botschaft. Der in Amerika anerkannte Filmkritiker Roger Ebert nannte den Film "seltsam" und prophezeite ihm "eine Art kultigen Erfolg". Das sollte sich bewahrheiten: Zwar blieb A Boy and his Dog der kurzlebige Erfolg an den Kinokassen verwehrt, aber er bildete die Inspiration für zahlreiche andere, vor allem post-apokalyptische Werke.

Und er entwickelte sich tatsächlich als Geheimtipp. In einem lesenswerten Interview aus dem Jahr 2003 mit dem Regisseur L. Q. Jones behauptet dieser, der Film beziehungsweise seine Kopien seien seit dem Erscheinen ständig im Verleih und der Film würde jeden Tag gezeigt werden. Mit Sicherheit ist dies eine kleine Übertreibung, wahr ist aber, dass sich der Film trotz seines Alters gehalten hat. Man kann ihn auch heute noch anschauen, wenn man mit dem niedrigen Budget und einer, je nach Version, durchwachsenen Bildqualität klarkommt.

Der richtige Hund für den Job

Die Schauspieler zu finden war weniger ein Problem, als den richtigen Hund. Don Johnson übernimmt in einer ersten Kinorolle den Part des Vic und spielt ihn überzeugend, die anderen Darsteller machen ihren Job ebenfalls solide. Der Regisseur konnte sogar den renommierten Schauspieler Jason Robards als Anführer der Untergrundgemeinde gewinnen, da Robards diese Rolle als Freundschaftsdienst für L.Q. Jones spielte und das Skript überzeugend fand. Der Filmhund Tiger begeisterte den Regisseur durch sein Training und sein Talent vor der Kamera und gewann so die Rolle des Blood. Seine Stimme wurde nach langem Suchen in Tim McIntire gefunden, der gleichzeitig an der Filmmusik mitwirkte.

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A Boy and his Dog Movie Still

Gedreht wurde der Film in der Gegend um den Coyote Dry Lake in der Mojave-Wüste zwischen Kalifornien und Nevada. Dort wurden die Außenaufnahmen verwirklicht und die Löcher gegraben, in denen die post-apokalyptische Bevölkerung lebt. Dagegen wirken die Innenaufnahmen im Bunker etwas deplatziert.

Aber das ist in gewisser Weise Absicht: Die Bunkerbewohner laufen allesamt mit weißer Schminke im Gesicht herum und kleiden sich in einem ländlich-amerikanischen Idyll der 1950er Jahre. Das ist dann die Kritik an einer idealisierten US-amerikanischen Gesellschaft, die an ihrem Konsum-Ideal festhält, ohne die zerstörte Welt über ihren Köpfen in Betracht zu ziehen. Überhaupt spart A Boy and his Dog nicht mit einer gewissen Kritik an einer Gesellschaft, die nur das Recht des Stärkeren kennt. Die Rücksichtslosigkeit und emotionale Abstumpfung von Vic und Blood sind direkte Konsequenzen daraus. Und dass Vic in vielen Belangen ungebildet und stellenweise unsympathisch daher kommt, ist ebenfalls eine Konsequenz aus der barbarischen Umgebung, in der Vic groß geworden ist. Noch bevor der große Post-Apokalypse-Boom der 70er und 80er-Jahre einsetzte, schien A Boy and his Dog sagen zu wollen: "Seht her, der Weltuntergang gebiert nicht Helden des Überlebens, sondern Schurken und Bösewichter, macht aus Menschen Monster."

Inspiration für anderen Post-Apokalypsen

Diese zynische Grundhaltung ist mit einer der Gründe für den anhaltenden Kultstatus des Films. Er ist eine fortwährende Inspiration für Künstler und Autoren in vielen Bereichen. So sagte Mad-Max-Regisseur George Miller über den zweiten Teil seiner Action-Film-Reihe, er hätte A Boy and his Dog genommen und kommerziell erfolgreich gestaltet – und tatsächlich hat der Protagonist von Mad Max 2 einen (niedlichen) Hund dabei, der ihm mit unerschütterlicher Loyalität folgt. Auch die erfolgreiche Fallout-Spielereihe hat sich in großen Teilen von dem kleinen Kultfilm inspirieren lassen: Untergrundbunker, ein 50er-Jahre-Stil, Zynismus, die Postapokalypse und nicht zuletzt ein treuer Gefolgshund, welcher sich der Heldengruppe anschließen kann.

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A Boy and his Dog Movie Still

Nach dem Start des Films überlegte Regisseur L. Q. Jones noch einen Nachfolger zu produzieren, der diesmal einer jungen Frau und ihrem Hund folgen würde. Die junge Frau namens Spike wäre das genaue Gegenteil von Vic. L. Q. Jones war sich bewusst, dass sein Film die Frauenfiguren nicht unbedingt positiv darstellt, daher sollte der Nachfolger ein besseres Bild malen. Doch haperte es an der Finanzierung und schließlich starb auch der Hundedarsteller Tiger, so dass das Projekt namens A Girl and her Dog im Sande der Mojave-Wüste verlief.

Das Werk eines Lebens

Auch wenn A Boy and his Dog kein Kassenschlager war: Sein Einfluss auf die Popkultur – und unser Bild der Nach-Weltuntergangs-Gesellschaft – hat dieser kleine Film stark geprägt. Und zumindest bei einem Zuschauer hatte er Erfolg: L. Q. Jones organisierte eine private Vorführung des Films für Harlan Ellison, dessen Geschichte Jones in vielen Belangen umgeschrieben hatte. Daher fürchtete der Regisseur die Reaktion des notorisch jähzornigen Ellison auf seine Änderungen und wollte kein Publikum dabei haben. Nach dem Film, so erzählt es Jones, sei Ellison dann rasch aufgestanden, wäre in wenigen großen Schritten auf den Regisseur zugegangen und hätte ihm euphorisch die Hand geschüttelt. „Das ist die Geschichte, die ich geschrieben habe!“ soll er dabei gesagt haben. Allerdings hatte Harlan Ellison dann doch eine große Kritik: Das Ende habe ihm überhaupt nicht gefallen.

Trotzdem gehört A Boy and his Dog zu den Filmen, die zumindest spirituell nah am Werk von Harlan Ellison bleiben. Darauf, und den Kultstatus des Films, ist L. Q. Jones auch heute noch stolz und bezeichnet A Boy and his Dog als die wichtigste Arbeit seines Lebens.

A Boy And His Dog - trailer

Kritik zu Fallout 76: Eine Fahrt ins Endlager

Fallout 76 Header

Fallout 76 Header

"Die rote Gefahr steht vor der Tür und unsere Demokratie steht auf Messers Schneide" - das Intro von Fallout 76 fährt sofort die großen Kanonen auf und lässt eine ehrfürchtige Stimme patriotische Floskeln skandieren. "Und deswegen feiern wir heute am 4. Juli 2076, 300 Jahre nach Gründung unserer großen Nation, gemeinsam die Vollendung von Vault 76. [...] Auch wenn die Bomben fallen, wenn das Ende gekommen ist, werden wir überdauern. Doch nicht jeder kann gerettet werden: Unsere Besten und Klügsten sollen in diesem Vault weiterleben." Wer die kitschige Einführungssequenz des neuen Bethesda-Titels überstanden hat, darf also nach dem Atomkrieg wiederaufbauen. Aus dem Bunker geht es über die Landstraße direkt nach Hause, nach West Virginia. In der Ferne: Mountain Momma. Alles ist wieder gut, wären da nicht die radioaktiv verstrahlten Monster, typischen Spielfehler, vermurkste Mechaniken und sehr viel mehr.

Nicht jeder kann gerettet werden, und je länger die Überlebenden in der Welt von Fallout 76 umherwandern, desto schneller wird klar: Das Spiel selbst ist nicht mehr zu retten. Der Titel vom Kult-Studio Bethesda ist erstmals auf das Zusammenspiel mit anderen Spielern ausgelegt - so behauptet es jedenfalls Chefentwickler Todd Howard. Die 24 anderen Spieler, weit verstreut auf einer riesigen Karte, ersetzen in Howards Vorstellung sogar andere Charaktere und erzählen eigene Geschichten. Das führt zu einem leeren Spiel, dem künstliche Überlebende sowie eine eigene Erzählung vollständig fehlen. Der Entwickler mag in vergangenen Spielen zwar nur durchschnittliche Geschichten geliefert haben, doch die vollkommene Abwesenheit ist eine absurde, nicht nachvollziehbare Entscheidung.

Unfertig, uninteressant und unsauber - die Fallout 76 Erfahrung

Stattdessen sind in der Welt Briefe und Kassetten verteilt, die Wissen über das Fallout-Universum erzählen. Wer also in einem Onlinespiel anhalten und Texte mit der Faszination von mittelmäßigen Wikipedia-Artikeln lesen möchte, kommt voll auf seine Kosten. Allen Anderen kommt das jedoch eher bizarr und irrational vor. Andere Spieler können eine fehlende Geschichte natürlich noch weniger ausgleichen. Egal ob der gelegentliche Fremde mit einer rostigen Konservendose als Mikrofon oder mit den eigenen Freunden in Kooperation - das inszenierte, postapokalyptische Geschehen bleibt aus. Immerhin ein Teil der Entwickler scheint gemerkt zu haben, dass Interaktionen mehr schlecht als recht funktionieren: Kriegerische Konfrontationen werden durch ein System gedämpft, was diese aus Angst vor spitzbübischen Streichen fast gänzlich entfernt. Damit ist auch die letzte im Ansatz "soziale" Komponente erfolgreich eliminiert.

Fallout 76 Camp

Bethesda hat aber nicht nur bei den Themen Online und Spielerinteraktion grundsätzliche Verständnisprobleme. Das alteingesessene Studio hat offenbar auch nicht verstanden, was die Marke Fallout oder ihre eigenen Spiele ausmachen. Fallout 76 ist die denkbar primitivste Umsetzung der Idee, den Vorgänger Fallout 4 mit einem Mehrspielermodus zu kombinieren. Das lässt sich auch nur schwer leugnen: Der Titel spielt sich wie der vierte Teil, sieht aus wie der vierte Teil und hat die gleichen Probleme wie der vierte Teil. Nur, dass der einzige Lichtblick, die Atmosphäre, mit der Erzählung und anderen Charakteren aus dem Fenster geworfen wurde. Es handelt sich um einen glorifizierten Online-Überlebensmodus auf der Basis von Fallout 4, der schlechter zusammenpasst, als einer der vielen kursierenden Konkurrenztitel aus dem Indie-Bereich. Nur ist Bethesda eines der erfolgreichsten Studios in der Branche und vertreibt ihr Experiment als einen Vollpreistitel.

Eine Käfersammlung im verstrahlten Ödland

Die Technik ist dabei ein Problem, was die meisten Fans sogar erwartet haben. Das Spiel sieht weder gut aus, noch läuft es irgendwie annehmbar auf PC oder Konsole. Bugs und Performance hat bisher die eifrige Community mit Modifikationen der Software gelöst. Diese sogenannten Mods sind nun aber kein geeignetes Werkzeug mehr, da die Software durch Server sehr viel schwerer zu verändern ist. Dem hätte Bethesda entgegenwirken können, sei es auch nur mit dem simplen Kopieren der Mods. Nun wimmelt Fallout 76 aber nur so vor Bugs und Fehlern, die teilweise Jahrzehnte alt sind, der Entwickler dank Hilfe aus der Spielerschaft bisher aber ignorieren konnte. Auf dieser Einstellung wird nun weiter stur beharrt, auch wenn ein Projekt mit so vielen offensichtlich klaffenden Lecks eigentlich nie hätte vom Stapel laufen dürfen. Eine endgültige Lösung ist aktuell noch ungewiss.

Die letzte wirkliche Neuerung im öden Ödland ist der Fokus auf Überleben und Erkundung. Nicht überraschend wurde auch an dieser Stelle nicht verstanden, was die Faszination von Spielen mit ähnlichen Systemen ausmacht. Der Spieler muss nun ständig auf Hunger und Durst seines Charakters achten, fast alle Lebensmittel und Flüssigkeiten sind nach dem Atomkrieg aber verstrahlt. Damit entsteht ein oberflächliches System, bei dem mehr auf die eigenen Strahlungswerte geachtet werden muss. Essen und Trinken nimmt aber nicht den größten Platz im stark eingeschränkten digitalen Rucksack ein. Zwischen den Kämpfen geht es an die Erkundung und das Sammeln von Schrott und Rohstoffen. Schließlich müssen Waffen geflickt und Notunterkünfte errichtet werden. Klingt nicht schlecht, gäbe es nicht die Einschränkung in Form des Inventarlimits. Dadurch wird es mit Schrott und Essen rasant voll, der Rest muss liegenbleiben. Andere Spiele machen daraus halbwegs geschicktes Mikromanagement, in Fallout 76 wird dies zu vielen Stunden lästiger Arbeit in einem Menü, was Grafikdesignern die Haare zu Berge stehen lässt.

Fazit

Wenn die Bomben wieder fallen, überdauert das Fallout-Franchise kein weiteres Mal. Die gewohnten Bugs türmen sich ohne Abhilfe von Mods, während unausgereifte Systeme in einer großen, leeren Welt wenig Eindruck hinterlassen. Fallout 76 ist kein mutiges Experiment, es ist ein unfertiges Spiel ohne eigene Ambitionen. Nur wenige Spieler werden daran Spaß haben. Nach dem Krieg bleibt ein Ödland mit uninspirierten nuklearen Abfällen. Hoffentlich hat Bethesda die wirklich anständigen Ideen in einem gut geschützten Bunker aufbewahrt. Nach diesem Fallout folgt wohl ein langer, beschwerlicher Wiederaufbau.

Fallout 76 ist erhältlich für PC, Xbox und Playstation.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Bethesda

Fallout 76 – Official Trailer

Fallout 76: Keine Beta über Steam

Fallout 76

Fallout 76

Am 14. November soll es soweit sein: Fallout, bisher eine reine Einzelspieler-Reihe, wird in die Online-Welt eintreten. Dann erscheint mit Fallout 76 das Online-Rollenspiel der Bethesda Studios, welches auf der E3 angekündigt wurde. Wie es sich für Online-Spiele gehört, gibt es zuvor natürlich noch einen Beta-Test, um die Stabilität des Netzcodes zu verbessern sowie Balancing-Fehler und Bugs auszumerzen. Nur: Bethesda nutzt dafür nicht die populäre Spiele-Plattform Steam.

Die Spieler, die sich Fallout 76 vorbestellt haben, können auch an der im Oktober starteten Beta teilnehmen. Die Registrierung dafür läuft allerdings nur über die Webseite Bethesda.net. Zeitgleich ist die Beta auch auf den Konsolen Playstation 4 und Xbox One verfügbar. Auch das fertige Spiel soll nur über den eigenen Launcher startbar sein. Damit wäre Fallout 76 das erste, neuere Spiel von Bethesda, das nicht über Steam verfügbar ist.

Für ein Online-Spiel ist das nicht unbedingt ungewöhnlich. Die Multiplayer-Komponenten von beliebten Titeln wie Fortnite oder Destiny 2 lassen sich ebenfalls nur über die eigenen Portale starten. Allerdings lässt sich vermuten, dass Bethesda irgendwann doch Fallout 76 auf Steam veröffentlichen könnte, schließlich sind Spiele wie Skyrim oder die Vorgänger von Fallout dort sehr beliebt.

Fallout 76 ist das neue Spiel im Fallout-Universum und bietet erstmals eine Online-Komponente und „leichte“ Crafting- und Survival-Elemente. Die Spieler sollen das Spielgebiet, das Teile des US-Staates North Virginia umfasst, befrieden und zivilisieren. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit anderen, mal friedlich, mal weniger friedlich gesonnenen Spielern sowie den Gefahren der radioaktiv verseuchten Umwelt. Wie Bethesda im FAQ zum Beta-Test ankündigt, werde die Beta-Version das gesamte Spiel enthalten und der Fortschritt der Spieler solle auch zum Start erhalten bleiben.

Fallout: Offizielles Kochbuch mit Gerichten aus dem Wasteland

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Bei Namen wie YumYum Deviled Eggs, Gulper Slurry und Braised Deathclaw Steak läuft einem doch schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen oder? Wer bei diesen Gerichten an die Fallout-Reihe denkt, liegt genau richtig. Denn Fallout erhält ab Oktober sein erstes offizielles Kochbuch mit jeder Menge Gerichten aus dem Wasteland.

Die Bloggerin Victoria Rosenthal hat zwei ihrer Hobbys miteinander verknüpft – die Leidenschaften fürs Zocken und Kochen. Daraus sind mittlerweile schon mehrere hundert Gerichte zu verschiedenen Spielen, wie OverwatchFinal Fantasy, World of Warcraft und vielen mehr entstanden.

Und auch Fallout: The Vault Dweller’s Official Cookbook ist mit einer ganzen Palette von Rezepten der Bloggerin gefüllt. Von Vorspeisen, über Supper, Hauptgerichten, Drinks und Desserts ist alles dabei. Sogar die Nuka-Cola ist in verschiedenen Ausführungen vorhanden. Jedes Rezept ist auch mit echten Zutaten nachzukochen.

Vorbestellen kann man das Buch bereits jetzt auf Amazon. Am 23. Oktober soll es dann erscheinen. Der nächste Teil der Serie, Fallout 76, wird nur kurze Zeit später am 14. November erscheinen.

Fallout 76: Weiterer Teil der erfolgreichen Spielereihe angekündigt

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Fallout-Animation

Das Computerspielunternehmen Bethesda hat offiziell einen weiteren Teil seiner Fallout-Reihe angekündigt. Der neueste Ableger der Serie trägt den Namen Fallout 76 und scheint eine Art Spin-off, wie einst Fallout: New Vegas, zu sein. Die Bekanntgabe erfolgt in Form eines Trailers, der allerdings noch keine großen Schlüsse auf den Inhalt zulässt.

Klar ist, dass in Fallout 76 der Vault 76 eine wichtige Rolle spielen wird. Der Bunker wurde im Laufe der Serie schon mehrfach erwähnt, war bisher aber noch nicht zu sehen. Der Vault 76 wurde angelegt, damit dessen Bewohner 20 Jahre nach dem nuklearen Krieg mit der Wiederbevölkerung der Erde beginnen können. Entsprechend könnte Fallout 76 deutlich früher spielen als die bisherigen Ableger der Serie. Der Handlungsort dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit rund um und in Washington liegen.

Genauere Details und weiterer Informationen zum Spiel will Bethesda auf der E3 bekannt geben. Wie in den vergangenen Jahren hält der Publisher eine eigene Pressekonferenz ab, um die Journalisten und Spielefans über die kommenden Projekte zu informieren. Nach deutscher Zeit findet die Pressekonferenz am 11. Juni um 3.30 Uhr statt.

Fallout 76 – Official Teaser Trailer

Fallout: New Vegas – New California Prequel-Mod geht in die Beta

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Fallout: New Vegas war für viele Spieler der beste Teil der bisherigen Fallout-Reihe. Das lag auch an einer hervorragend erzählten Handlung. Mit dem damals noch unter dem Namen Project Brazil sollte Fallout: New Vegas eine vollvertonte und unabhängige Story-Kampagne bieten. Schöpfer der Mod, Brandan Lee, hat nun auf der Website ModDB bekannt gegeben, dass sein Werk den Beta-Status erreicht hat. Der Release würde nach Angaben des Entwicklers nicht mehr lange dauern.

Mittlerweile heißt die Mod Fallout: New California. Am eigentlichen Ziel der Mod, eine packende Geschichte zu erzählen, hat sich aber nichts geändert. New California soll ein vollständiges Prequel werden, das den Vergleich mit den großen Vorbildern nicht scheuen muss.

42 Personen haben mittlerweile 14.000 Dialogzeilen eingesprochen, die zu insgesamt ganzen elf verschiedenen Enden führen können. Überraschungen und unerwartete Wendungen sollen also vorprogrammiert sein.

Nach dem aktuellen Beta-Test möchte Brandan Lee der Spieler Community eine spielbare Version von Fallout: New California zur Verfügung stellen. Allzu lang werden die Fans also nicht mehr warten müssen.

Fallout: Spekulationen über neuen Teil der Spieleserie

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Kürzlich bewies der Game Director von Overwatch, Jeff Kapplan, dass es gar nicht viel benötigt, um eine Welle der Spekulationen loszutreten. Mit einer simplen Antwort sorgte er dafür, dass eine ganze Community sich Gedanken über einen neuen Helden in Overwatch macht.

Etwas ganz Ähnliches hat jetzt auch Chris Avellon getan. Er zählt zu den wichtigsten Autoren für Rollenspiele und war unter anderem für die Geschichte von Divinity: Original Sin 2 verantwortlich. Avellon hat jetzt sein Profilbild auf Facebook geändert. Klingt erst einmal recht trivial, könnte aber tatsächlich ein Hinweis auf ein neues Fallout sein. 

Denn auf dem Bild ist eine Person gezeichnet, die einen Vault Boy umarmt. Daneben steht: "Ich habe dich so vermisst!".

Klar dass die Fans von Fallout nicht lange stillhalten. Die Gerüchteküche brodelt schon fleißig und viele Fans hoffen, dass sie bald mit der Ankündigung eines neuen Fallout rechnen dürfen. Avellone war bereits bei Fallout 2 und Fallout: New Vegas federführend. 

Was beziehungsweise ob überhaupt etwas hinter dem Bild steckt, bleibt aber reine Spekulation. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass es sich lediglich um einen Hinweis auf einen neuen Comic, ein Feature für den Creation Club oder vielleicht auch gar nichts bedeutet.

Fallout 4 gewinnt DICE-Awards in der Kategorie Spiel des Jahres

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Gestern Nacht wurden in Las Vegas die DICE-Awards verliehen. Zusammen mit den englischen BAFTA-Awards sowie den The Game Awards gehören die Preise zu den bedeutendsten der Videospielbranche. Im Januar wurden die Nominierten für die 23 Kategorien vorgestellt, wobei Rise of the Tomb Raider mit 9 Nominierungen vorne lag. Am Ende bekam der zweite Teil der neuen Reihe um Lara Croft allerdings "nur" den Preis für den besten Spielecharakter.

Einer der größten Titel des letzten Jahres hat dann auch wenig überraschend den Preis für das beste Spiel eingeheimst: Fallout 4. Zudem durften die Entwicklerinnen und Entwickler auf die Statue für die beste Spieleregie sowie das beste Rollenspiel in Empfang nehmen. Der Indie-Titel Ori and the Blind Forest hat ebenfalls drei Preise bekommen: Die Jury belohnte den Plattformer für seine Musik, Gestaltung und Animation. 2015 kam ein weiteres, bedeutendes Spiel heraus: The Witcher 3 - The Wild Hunt wurde von der Spielepresse als beeindruckendes Rollenspiel gefeiert. Dafür bekam es die DICE-Awards für bestes Game Design, beste Story und herausragende Technik verliehen.

Auf der Verleihung wurde zudem der im letzten Jahr verstorbene Nintendo-Chef Satoru Iwata geehrt. Der Spieledesigner Hideo Kojima bekam für sein Spiel Metal Gear Solid V - Phantom Pain den Preis für das beste Adventure und wurde überdies noch in die Hall of Fame eingeführt.

E3: Bethesda-Pressekonferenz mit Fallout 4, DOOM & Dishonored 2

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Fallout

Offiziell beginnt die Electronic Entertainment Expo aka die E3 eigentlich erst am morgigen Dienstag. Der Publisher Bethesda lässt sich davon jedoch kaum beeindrucken und hielt bereits gestern eine Pressekonferenz ab, in der das Unternehmen eine Vielzahl Ankündigungen bekannt gab. Die gesamte Veranstaltung wurde live im Internet gestreamt und kann mittlerweile auch auf YouTube angesehen werden.

Bethesda 2015 E3 Showcase

Die Highlights der Pressekonferenz gibt es zudem auch als Einzelvideos, sodass man nicht zwangsweise die 2,5 Stunden investieren muss. Zunächst wäre da einmal das neue DOOM. Das Spiel erscheint für Playstation 4, Xbox One und PC, wobei sich die Spieler noch bis zum Frühling 2016 gedulden müssen.

DOOM - E3 2015 Gameplay Trailer

Weiter ging es mit Battlecry. Auch hier hatte Bethesda einen Gameplay-Trailer dabei. Das Multiplayer-Spiel befindet sich aktuell in der Beta, für die sich Spieler unter BattlecryTheGame.com registrieren können.

BATTLECRY Official E3 Gameplay Trailer

Im Anschluss kündigte der Publisher die Fortsetzung zu Dishonored an. In Dishonored 2 reist der Spieler in die Küstenstadt Karnaca und erlebt dort neue Abenteuer. Dabei kann man entweder erneut die Steuerung von Corvo Attano übernehmen oder stattdessen erstmals in die Rolle von Emily Kaldwin schlüpfen. Ähnlich wie DOOM erscheint Dishonored 2 im Frühling 2016 für PC, Playstation 4 und Xbox One.

Dishonored 2 -- Official E3 2015 Announce Trailer

Als letztes Highlight der Veranstaltung hatte Bethesda den offiziellen Starttermin für Fallout 4 parat. Die kürzlich angekündigte Fortsetzung wird noch in diesem Jahr erscheinen, was für einige Überraschungen sorgte. Bereits am 10. November soll der neuste Teil der beliebten Reihe in den Regalen stehen. Zudem gab es erstmals tatsächliches Gameplay zu sehen, welches schon einmal einen guten Eindruck von Fallout 4 vermittelte.

Fallout 4 Gameplay Demo - IGN Live: E3 2015

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