Passengers

Die Enttäuschungen der Redaktion 2017

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Die Mumie Tom Cruise

Das Jahre 2017 brachte nicht nur Highlights, es gab auch einige Dinge, die uns in der Redaktion enttäuscht zurückließen. Passend zum letzten Tag des Jahres schauen wir auf die Enttäuschungen 2017 zurück.

Hannes Könitzer

Der Blockbuster-Sommer 2017 brachte so einige seelenlose Kinostarts, bei denen man merkte, dass hier nie darum ging, einen tatsächlich guten Film zu machen. Bei keinem Werk war dies jedoch offensichtlicher als bei Die Mumie. Generell ist das Monster-Filmuniversum von Universal vor allem mit dem Gedanken an viel Geld an den Kinokassen und weniger aus tatsächlichen kreativen Ideen entstanden. Diese Kalkulation merkt man der Neuauflage zu jeder Minute an.

2014 sorgte Regisseur Matthew Vaughn mit Kingsman für einen Überraschungserfolg, der richtig viel Spaß machte. Die Fortsetzung ließ drei Jahre auf sich warten und erwies sich leider als enttäuschend. Kingsman: The Golden Circle ist kein grottenschlechter Film. Nur leider verzettelt er sich bei dem Versuch, lediglich den ersten Teil in allen Bereich überbieten zu wollen. Ein spaßiger Elton John reicht am Ende nicht aus, um die Fortsetzung über das Mittelmaß hinaus zu heben.

Die beiden Marvel-Serien Inhumans und Iron Fist haben nicht nur die Tatsache gemein, dass sie in diesem Jahr ihre Premiere feierten. Mit Scott Buck wurden sie auch vom selben Showrunner betreut. Leider erwies sich Buck für beide Formate als schlechte Wahl. Sowohl Iron Fist als auch Inhumans blieben weit hinter den Erwartungen zurück und konnten in vielen Bereichen nicht überzeugen.

Nele Bübl

Es war ein gutes Serienjahr für mich, allerdings habe ich auch nur sehr ausgewählt geguckt und bin eher in die Weiten der Podcast-Welt abgetaucht. Dennoch gibt es da eine Enttäuschung, die ich unbedingt erwähnen möchte - mit der Einschränkung, dass ich gar nicht mehr als zwei Folgen gesehen habe. Es besteht also durchaus noch die Chance, dass mich irgendwann nochmal die Motivation packt und ich nach weiteren Episoden zum totalen Fan mutiere. Das werde ich dann aber auch an passender Stelle erwähnen.

Was habe ich mich auf American Gods gefreut. Eine Serie eines Neil-Gaiman-Romans mit Ricky Whittle, Ian McShane und Gillian Anderson unter Regie von Bryan Fuller, was kann da schon schief gehen. Tja nun, anscheinend eine Menge. Schon die Pilotepisode überraschte negativ mit extrem künstlich wirkenden (nicht in der guten Weise) Effekten, maßlos übertriebener Gewaltdarstellung bei nicht schlüssiger Hinführung zu den Charakteren und der Handlung. Normalerweise gebe ich jeder Serie einige Episoden, doch hier musste ich nach der zweiten Folge (vorerst?) aufgeben.

Florian Rinke

Die ersten Trailer zu Guardians of the Galaxy Vol. 2 sahen danach aus, als ob sich der zweite Film mit dem Vorgänger durchaus messen könnte. Schlecht war die Fortsetzung nicht, aber gemessen an den Erwartungen blieb noch viel Luft nach oben. Die Geschichte auf dem Planeten hatte ihre Längen – und nicht alle Figuren und Gags konnten mich überzeugen. Wirklich stimmig war nur der Handlungsstrang rund um Rocket und Yondu.

Viele einzelne Elemente in Ghost in the Shell waren großartig – aber alle zusammen funktionierten leider gar nicht. Der Film wusste nie so recht, wo er denn hin wollte: Actionfilm, Science-Fiction-Drama, Arthouse-Film oder Mangaverfilmung. Außerdem war das Ende sehr vorhersehbar und dem Filmschurken hätte man auch gleich beim ersten Auftritt das Wort "böse" auf die Stirn tätowieren können.

Der Inhalt zum Hörspiel Abwärtsbunker klang vielversprechend. Leider spielen die Sprecher ihre Rollen total überdreht und die Musik nervt permanent. Hörspiele im öffentlichen Rundfunk haben oft einen größeren künstlerischen Anspruch als Kommerzielle. Aber das man Unterhaltung und Kunst besser zusammenbringen kann, haben dieses Jahr viele andere Hörspiele bewiesen: Abwärtsbunker wurde hingegen zum Abschaltbunker.

Katrin Hemmerling

King Arthur - Legend of the Sword hatte eigentlich alles, was es für kurzweilige Unterhaltung auf der großen Leinwand braucht: eine gute Besetzung, die eine Geschichte spielt, die auf einer halbwegs nicht-fiktiven Vorlage beruht. Leider hatte Regisseur Guy Ritchie aber wohl beschlossen, lieber das CGI für sich sprechen zu lassen, denn die darstellerischen Qualitäten seiner Schauspieler. Dies hatte zur Folge, dass es anscheinend Olifanten-ähnliche Wesen gibt, die mal eben so hoch wie ein Berg sind. Und dabei erschreckend billig anmuten, wenn sie gleich zu Beginn über die Leinwand stampfen. Schade. Denn eigentlich hätte King Arthur das Potential für Fortsetzungen gehabt.

Während Hannes und Nele lediglich mit Folge 1 der Staffel 4 von Sherlock ihre Probleme hatten und ab Folge 2 wieder voll dabei waren, war ich die grummelige Redakteurin, die eine komplette Staffel kopfschüttelnd vor dem Fernseher gehangen hat. Ein vermeintlich schrecklichster Bösewicht. Jemals. Der sich als glatte Fehlzündung entpuppte. Handlungsstränge, die Moriaty zu einer willenlosen Marionette degradierten. Sowie den vermutlich lustigsten Brunftschrei von Martin Freeman, der eigentlich die pure Verzweiflung über den Tod seiner Film-Ehefrau ausdrücken sollte. Wer nicht komplett auf der Brennsuppen dahergeschwommen war, hatte in der ganzen Staffel relativ schnell die finale Lösung parat. Und kann eigentlich nur hoffen, dass das grauenhaft kitschige Ende nicht das letzte ist, was wir von einer eigentlich intelligenten Serie zu sehen bekommen haben.

Erstmals habe ich in diesem Jahr eine Planetariums-Folge von Die Drei Fragezeichen erlebt. Und mir im Nachhinein gedacht, dass die 16 Euro für Karte zwar nett investiert waren, mehr aber auch nicht. Ein 3D-Hörerlebnis versprach man mir von Die Drei Fragezeichen und das versunkene Schiff. Gut, die Stimmen kamen aus verschiedenen Richtungen, jedoch war die visuelle Unterstützung in dem Planetarium für die Folge eher irritierend. Gerade Hörspiele sollen doch das Kino im Kopf so richtig lostreten, weswegen man mir keine kompletten Räume aufzeigen muss, in denen sich Justus, Peter und Bob bewegen. Streng genommen könnten wohl auch Kinosäle mit Atmos-Sound für ein derartiges Hörerlebnis ausreichen. Eine Wiederholung mit einer weiteren Planetariums-Folge braucht es für mich jedenfalls leider nicht.

Anne Jerratsch

Hey, ich liebe Kammerspiele! Und dazu noch im Weltraum? Ohne Wiederkehr? Klasse! Was allerdings passiert, wenn der Trailer etwas anderes verspricht, als der Film dann liefert, zeigte Passengers, auf den ich Anfang Januar 2017 hingefiebert habe. Hinter der Geschichte steckte leider nichts anderes als ein klebriges und unausgegorenes Liebesdebakel, bei der sämtliche moralische Dilemmata kurzerhand beiseite gewischt wurden. Zwar wurden mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt zwei absolute Superstars gecastet, die allerdings genauso wenig überzeugen können wie das Drehbuch.

Mit Valerian - Die Stadt der tausend Planeten hat sich Luc Besson einen Kindheitstraum erfüllt. Seine liebsten Comicfiguren sollten in der ihm eigenen Bildsprache endlich zum Leben erweckt werden. Dummerweise kam das Herzensprojekt so gar nicht beim Publikum an. Kein Wunder, denn das Liebespaar funktioniert ebensowenig wie die etwas lieblos aneinandergeschusterten Abenteuer. Schade, Luc, das hätte was werden können.

Vom Buch zum Film und rein in die Köpfe: Seit George Orwells 1984 erfreuen sich dystopische Romane als Gesellschaftskritik fortwährender Beliebtheit. Leider kann The Circle, die Verfilmung der Romanvorlage von Dave Eggers, da schon in Buchform kaum mithalten. Als Filmversion enttäuscht die Überwachungs-Metapher dann erst Recht: Emma Watson stolpert großäugig durch den Mega-Konzern gleichen Namens, während sie Freunde und Bekannte im "echten Leben" hinter sich lässt. Tom Hanks macht als Tech-Oberguru nur noch einem klischeehaften Bond-Bösewicht Konkurrenz, während der ganze Film moralinsauer, aber lahmarschig vor sich hintrieft. Nervt!

Johannes Hahn

Kollege Könitzer hat es in seiner Kritik ja schon geschrieben: Star Wars: Die letzten Jedi ist kontrovers. Weniger wegen der Story-Entscheidungen (die allesamt wenig überraschend erscheinen), sondern vielmehr weil gewisse erzählerische Schwächen den Film trüben. Er versucht, zu viele Geschichten auf einmal zu erzählen und trifft nicht die richtige Balance zwischen Comic Relief und notwendigem Ernst. Man hat den Eindruck, dass Episode VIII ganz viele Aufgaben erfüllen soll, notwendigerweise aber daran scheitert. Aber das könnte ihr alles auch in der Kritik von Hannes nachlesen.

Ja, okay, Player Unknown's Battleground (PUBG) ist nicht wirklich eine Enttäuschung. Aber irgendwie ist es schon so ein bisschen antiklimaktisch: Man schleicht zwanzig Minuten durch irgendwelche Felder, stattet sich mit Tip-Top-Waffen aus, hört angestrengt auf jedes kleine Knistern aus den Kopfhörern und blutet dann innerhalb von zwanzig Sekunden aus, weil irgendjemand einen aus 800 Metern Entfernung wegballert. Danke. Insgesamt steht PUBG aber für mich als Beispiel für eine Entwicklung im Videospielbereich Pate: Vor allem Multiplayerspiele werden komplizierter, länger und fordern mehr Einarbeitung von den Spielern. Mal eben eine kurze Partie geht nicht mehr -Schade.

Zum Abschluss noch die Frage an euch. Was sind eure Enttäuschungen des Jahres? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Einspielergebnis: Split startet stark, xXx 3 in Deutschland an der Spitze

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Split 2017 Film Logo

M. Night Shyamalan scheint sich endgültig wieder einen Platz in den Herzen der Kinobesucher erobert zu haben. Sein neuer Thriller Split schaffte am vergangenen Wochenende in den USA auf Anhieb den Sprung an die Spitze der Kinocharts. Beeindruckende 40,18 Millionen Dollar konnte der Film einspielen, was ihm zu viertbesten US-Januarstart aller Zeiten macht. Bei einem Budget von 10 Millionen Dollar ist der Film damit schon nach dem ersten Wochenende einer der finanziellen Erfolge des Jahres.

Dem starken Start von Split hatte auch xXx: Die Rückkehr von Xander Cage nichts entgegenzusetzen. Der dritte Teil der Reihe lief ebenfalls an diesem Wochenende an, musste sich aber mit Platz 2 und 20 Millionen Dollar begnügen. Auf Platz 3 folgte Hidden Figures mit 16,25 Millionen Dollar. Der Film hatte in der Vorwoche noch an der Chartspitze gestanden.

Komplettiert werden die amerikanischen Top 5 durch Sing mit 9 Millionen Dollar und La La Land mit 8,35 Millionen Dollar.

Da sich die deutschen Kinobesucher noch bis zum Donnerstag gedulden müssen, bis Split auch hierzulande startet, war am Wochenende der Weg für xXx: Die Rückkehr von Xander Cage frei. Mit 220.000 Besucher und 2,5 Millionen Euro sicherte sich die Fortsetzung den ersten Platz in den Charts.

Für Passengers ging es dementsprechend einen Platz nach unten. Insgesamt 150.000 Kinogängern und 1,6 Millionen Euro bedeutete am Ende Platz 2. Nur knapp geschlagen geben musste sich La La Land auf Platz 3 mit ebenfalls 150.000 Zuschauern aber nur 1,4 Millionen Euro. The Great Wall sicherte sich den vierten Platz mit 105.000 verkauften Kinokarten und 1,2 Millionen Euro, Platz 5 ging an Plötzlich Papa mit 130.000 Besucher und 1,1 Millionen Euro.

Einspielergebnis: Rogue One erreicht die Milliarde + Underworld 5, Monster Trucks & Passengers

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Kate Beckinsale als Selene in Underworld: Blood Wars

Ein Blick auf nennenswerte Entwicklungen bei den weltweiten Einspielergebnissen aktueller Genrefilme. Rogue One: A Star Wars Story erreicht in der fünften Woche allein in den USA die 500-Millionen-Marke und wird damit zum erfolgreichsten Film des Jahres 2016. Der Film überholt den bisherigen Spitzenreiter Findet Dorie, der ein US-Einspielergebnis von 486 Millionen Dollar erreichen konnte. Weltweit hat Rogue One nun bereits 980 Millionen Dollar eingespielt und gesellt sich in den kommenden Tagen zu dem Club der Milliardäre. Bisher haben es insgesamt 27 Filme geschafft, die Milliardenmarke zu durchbrechen.

Underworld: Blood Wars ist in vielen Ländern inkl. Deutschland bereits Anfang Dezember angelaufen, am 05. Januar war es schließlich auch in den USA soweit. Der fünfte Teil der Filmreihe bleibt umsatztechnisch mit bisher insgesamt 70 Millionen Dollar hinter dem Ergebnis des Vorgängers Underworld: Awakening aus dem Jahr 2012 zurück (160 Mio), Blood Wars hat jedoch ein vergleichsweise schmales Budget von 35 Millionen Dollar. Awakening kostete mit 70 Millionen Dollar doppelt soviel.

Monster Trucks wurde von Paramount bereits vor Kinostart Ende 2016 als Verlust abgeschrieben - wohl zu Recht. Der Abenteuerfilm, dessen Produktionskosten sich auf 125 Millionen Dollar belaufen, ist nach mehrmaligem Aufschub in den USA angelaufen und bringt es am Startwochenende auf 10 Millionen Dollar. Aus 17 weiteren Ländern kommen noch einmal weitere 4 Millionen dazu, so dass sich das weltweite Startergebnis auf 14 Millionen Dollar beläuft. Bei uns in Deutschland startet der Film am 26. Januar.

Die Top 10 werden von Passengers mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence abgerundet. Der Science-Fiction-Film hat 110 Millionen Dollar gekostet und ist für Sony mit bisher weltweit 237 Millionen Dollar zwar noch kein finanzieller Erfolg, mit Ach und Krach könnte die Kinoauswertung aber ohne die anfangs befürchteten Verluste abgeschlossen werden.

Um für ein Filmstudio am Ende finanziell erfolgreich zu sein, müssen die Einnahmen ungefähr das Zwei- bis Dreifache der Produktionskosten betragen.

Monster Trucks | Trailer #2 | ParamountPicturesGER

Einspielergebnis - Rogue One: A Star Wars Story erreicht weltweit 800 Millionen

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Rogue One: A Star Wars Story Director Krennic (Ben Mendelsohn)

Ein kurzer Blick auf den kommerziellen Erfolg aktueller Genrefilme: Rogue One: A Star Wars Story bewegt sich in großen Schritten auf die Milliarde zu. In den USA macht der Film es sich weiterhin auf dem ersten Platz der Kinocharts gemütlich, fügt weitere 49,5 Millionen Dollar zum US-Ergebnis hinzu und erreicht ein beeindruckendes Inlandsergebnis von 439,7 Millionen. Damit überholt er u.a. Captain America: Civil War und belegt derzeit den 13. Platz der erfolgreichsten US-Filme aller Zeiten. International kommen knapp 46 Millionen Dollar dazu, so dass das weltweite Einspielergebnis nun bei 790 Millionen Dollar liegt.

Der 110 Millionen Dollar teure Sci-Fi-Film Passengers mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt bleibt auch am zweiten Wochenende schwach und konnte 16,1 Millionen Dollar verdienen. Das US-Ergebnis steht bei 66 Millionen Dollar, weltweit sind es derzeit insgesamt 126 Millionen. Der Film kommt bei uns in Deutschland am Donnerstag (05.01.) in die Kinos, auch steht der Kinostart in Ländern wie China, Brasilien oder Süd-Korea noch bevor.

Assassin's Creed fällt in der zweiten Woche mit 8 Millionen Dollar direkt auf den achten Platz der US-Charts. Weltweit hat der Film bisher nur 86 Millionen Dollar eingenommen, bei einem Produktionsbudget von 125 Millionen.

ROGUE ONE Trailer German Deutsch (2016) Star Wars

Irrfahrt durchs All - Kritik zu Passengers

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Poster zu Passengers (2017) mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence

Chris Pratt und Jennifer Lawrence sind zwei von über 5.000 Passagieren an Bord des luxuriösen Kolonie-Raumschiffes Avalon, welches sich auf einer 120-jährigen Reise zu einem anderen Planeten befindet. Sie erwachen 90 Jahre zu früh aus ihrem Kälteschlaf, haben das Schiff für sich allein und verlieben sich ineinander, doch mit dem Schiff stimmt etwas nicht. Sie müssen zusammenarbeiten, um zu überleben und erfahren auch den wahren Grund, warum sie so früh aufgewacht sind.

Darum geht es in Passengers allerdings nicht.

Bei Passengers krankt es an zwei Fronten. Da wäre zum einen die Art und Weise, wie der Film vermarktet wurde: die Trailer und offizielle Inhaltsangabe preisen ein actiongeladenes Science-Fiction-Abenteuer mit einem Geheimnis an und verzerren obendrein die Prämisse. Allein durch die Tagline "Es gibt einen Grund, warum sie aufgewacht ist" werden Erwartungen aufgebaut, die der Film gar nicht erfüllen kann.

Dabei haben die Verantwortlichen es vermutlich nur gut gemeint und wollten eine wichtige Wendung zurückhalten, um das Publikum schließlich zu überraschen. Es gibt allerdings einen Unterschied zwischen geheimhalten und eine falsche Fährte legen.

Im Fall von Passengers wird schon die Prämisse zu einem Spoiler, denn der "Twist" ist wohl der wichtigste Grundstein für die Handlung und kommt bereits in den ersten zwanzig Minuten zum Tragen. Und damit wird es schwierig, überhaupt über die Ausgangssituation zu sprechen, ohne zuviel zu verraten.

Nun könnte man über diesen Punkt hinweg sehen, wenn der Film dann wenigstens durch eine spannende Geschichte entschädigt. Doch hier liegt jedoch das zweite Problem, denn das macht er nicht.

Die Handlung wird völlig risikofrei und durch vorhersehbare Muster abgearbeitet. Selbst ein moralisches Dilemma (welche sich aus der geheimgehaltenen Prämisse ergibt), wird nur oberflächlich behandelt und schließlich zügig abgehakt. Dabei hat der Film durchaus Potenzial, welches leider nur an der Oberfläche angekratzt wird.

Chris Pratt und Jennifer Lawrence, die derzeit wohl bestbezahlten und gefragtesten Schauspieler in Hollywood, machen das Beste aus dem ihnen zur Verfügung stehenden Material. Vor allem Pratt ist einfach ein sympathischer Kerl, seine Figur lässt hier aber passenden Scharfsinn oder Zynismus vermissen. An Jennifer Lawrence scheiden sich die Geister. Wer ihre Darbietung grundsätzlich nicht so toll findet, wird auch nach Passengers kein Fan werden.

Auf der positiven Seite sind das Produktionsdesign und der Soundtrack zu erwähnen. Der Film sieht toll aus, die Spezialeffekte sind erstklassig, die musikalische Untermalung von Thomas Newman ist stimmig.

Fazit

Passengers ist eine Frage der Herangehensweise. Wer sich durch Trailer und Inhaltsangabe bereits eine Erwartungshaltung aufgebaut hat und ein episches Science-Fiction-Abenteuer erwartet, sollte sich dieser lieber entledigen und könnte sich passabel unterhalten fühlen.

Nachtrag

Das Original-Drehbuch von Jon Spaihts schaffte es bereits 2007 auf die sogenannte "Blacklist", eine jährliche Auflistung der besten Drehbücher in Hollywood, die auf Grünes Licht warten. Die verfilmte Variante wartet allerdings mit einigen Änderungen auf, vor allem das Ende betreffend. Wer sich über das ursprüngliche Drehbuch informieren will, dem sei dieser Artikel bei den Kollegen von Slashfilm empfohlen. Achtung, Spoiler.

PASSENGERS - Trailer - Ab 5.1.2017 im Kino!

Einspielergebnis - Rogue One: A Star Wars Story weiterhin stark, Passengers & Assassin's Creed starten schwach

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Poster zu Passengers (2017) mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence

Eine Woche nach dem Kinostart von Rogue One: A Star Wars Story schicken die großen Filmstudios in den USA vor den Feiertagen noch einige neue Filme ins Rennen. Dabei zeichnet sich bereits jetzt ab, dass Rogue One weiterhin problemlos die Spitzenposition der Kinocharts dominiert, die Neustarts Passengers (Sony), der Animationsfilm Sing (Universal) und die Computerspielverfilmung Assassin's Creed (Fox) kämpfen um die nächsten Top-Positionen.

Die Prognosen sagen Rogue One ein Wochenend-Einspielergebnis von rund 70 Millionen Dollar voraus. Damit wird der Film nach den Feiertagen allein in den USA rund 300 Millionen Dollar eingespielt haben, weltweit sind es dann insgesamt über 500 Millionen.

Der Science-Fiction-Film Passengers mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt wird sich voraussichtlich mit rund 24 Millionen Dollar als Startergebnis begnügen müssen. Bei dem Produktionsbudget von 110 Millionen Dollar gingen allein 20 Millionen an Lawrence und 15 Millionen an Pratt. Ob sich die Investition gelohnt hat, wird sich noch herausstellen. In vielen Ländern läuft Passengers erst nach den Feiertagen an, bei uns in Deutschland kommt er am 05. Januar 2017 in die Kinos.

Ähnlich ernüchternd sieht es für Assassin's Creed aus, dessen Startergebnis auf schwache 13,5 Millionen Dollar beziffert wird. Die Videospiel-Verfilmung hat ebenfalls ein üppiges Budget von 125 Millionen Dollar, die weltweite Leistungsfähigkeit wird über den finanziellen Erfolg oder Mißerfolg entscheiden. Bei uns startet Assassin's Creed am Dienstag, den 27. Dezember. Unsere Kritik zum Film gibt's hier.

Die genauen Zahlen folgen, sobald bekannt.

PASSENGERS - Trailer - Ab 5.1.2017 im Kino!

Assassin's Creed | Trailer 2 | German Deutsch HD (2016)

Gewinnspiel zu Passengers: Gewinnt ein Fanpaket zum Sci-Fi-Film

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Szenenbild aus Passengers mit Chris Pratt & Jennifer Lawrence

Aurora Dunn (Jennifer Lawrence) und Jim Preston (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord des luxuriösen Kolonie-Raumschiffes Avalon, welches sich mit insgesamt 5.259 Personen auf einer 120-Jahre-langen Reise zu einem anderen Planeten befindet. Doch die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie das Ziel ihrer Reise erreicht haben werden. Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind.

Zum Kinostart am 05. Januar 2017 verlosen wir in Kooperation mit Sony Pictures ein Fanpaket, bestehend aus einem Filmposter, dem Soundtrack von Thomas Newman, einer Uhr und einer Trinkflasche. Ihr müsst lediglich die schwierige Frage beantworten und eure richtige Lösung mit dem Betreff "Passengers" an gewinnspiel(at)robots-and-dragons.de schicken.

Wieviele Personen gibt es an Bord der Avalon?

a) 5.259
b) 5.000
c) 2

Einsendeschluss ist Freitag, der 30. Dezember 2016, 23:59 Uhr. Der Gewinner werden danach per Email benachrichtigt und um die Anschrift gebeten.

Teilnahmebedingungen:
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind Mitarbeiter und Angehörige von Robots & Dragons sowie der am Gewinnspiel beteiligten Unternehmen/Kooperationspartner. Teilnahmeberechtigt sind nur Personen mit Wohnsitz in Deutschland. Einsendungen mit unvollständigen Angaben können nicht berücksichtigt werden. Die Gewinner werden unter allen Teilnehmern mit der richtigen Lösung per Zufall ausgelost und per E-Mail benachrichtigt. Mehrfacheinsendungen führen zum Ausschluss am Gewinnspiel. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Alle eingesandten persönlichen Daten werden nur für die Ermittlung der Gewinner und die Abwicklung des Gewinnspiels gespeichert und anschließend sofort gelöscht. Eine Weitergabe der Daten erfolgt nur soweit im Rahmen des Gewinnspiels erforderlich. Für Fragen zur Verlosung wendet Euch bitte an gewinnspiel(at)robots-and-dragons.de

PASSENGERS - Trailer - Ab 5.1.2017 im Kino!

Passengers: Neue Trailer & Clips zum Sci-Fi-Film

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Poster zu Passengers (2017) mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence

In den vergangenen Tagen sind eine Reihe von neuen Clips und Trailern zu Passengers, dem kommenden Sci-Fi-Film mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt, erschienen. Neben einem langen und einem kürzeren US-Trailer gibt es zudem auch zwei neue deutsche TV-Spots.

Aurora Dunn (Jennifer Lawrence) und Jim Preston (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord des luxuriösen Kolonie-Raumschiffes Avalon, welches sich mit 5.259 Personen auf einer 120-Jahre-langen Reise zu einem anderen Planeten befindet. Doch die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden.

Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind.

Das Drehbuch von Jon Spaihts (Originalfassung von Prometheus) drehte viele Jahren seine Runden durch Hollywood und wurde bereits 2007 auf der sogenannten "Blacklist" geführt, einer jährlichen Auflistung der besten Drehbücher, die auf grünes Licht warten. Erst Ende 2014 sicherte sich Sony die Rechte und brachte das Projekt auf Kurs. Als Regisseur wurde der Norweger Morten Tyldum engagiert, zu dessen bekanntesten Arbeiten der Film The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben gehört.

In weiteren Rollen sind Michael Sheen (Tron: Legacy) und Laurence Fishburne (Matrix) zu sehen. Kinostart ist am 05. Januar 2017.

PASSENGERS - Official "Event" Trailer (In Theaters December 21)

PASSENGERS Movie Clip - Lock Down (In Theaters December 21)

PASSENGERS - Time Out (In Theaters December 21)

PASSENGERS - TV-Spot "Mystery 60" - Ab 5.1.2017 im Kino!

PASSENGERS - TV-Spot "TooSoon 60" - Ab 5.1.2017 im Kino!

Erste Ausschnitte aus Passengers & Underworld 5: Blood Wars

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Kate Beckinsale als Selene in Underworld: Blood Wars

Zwei erste Ausschnitte aus den kommenden Genrefilmen Underworld: Blood Wars und Passengers haben den Weg ins Netz gefunden. Der erste Clip aus Underworld zeigt Selene (Kate Beckinsale), die von David (Theo James) überzeugt wird, sich nicht länger aus dem Krieg zwischen Vampiren und Lykanern herauszuhalten, um ihre Tochter zu retten. In der veröffentlichten Szene aus Passengers erlebt das Raumschiff Avalon einen Ausfall des Gravitationssystems, als Aurora Dunn (Jennifer Lawrence) in einem Pool eine Runde schwimmen geht.

In Underworld: Blood Wars muss es Selene nicht nur mit den Lykanern, sondern auch den Vampiren aufnehmen, die sie verraten haben. Zusammen mit ihrem Verbündeten David und dessen Vater Thomas (Charles Dance) will sie den ewigen Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen beenden. Während das amerikanische Publikum sich noch bis Januar gedulden muss, so kommt der Film bei uns in Deutschland und einem dutzend anderer Länder bereits am 01. Dezember in die Kinos.

In Passengers geht es um zwei Passagiere an Bord eines Kolonie-Raumschiffes, welches sich auf einer 120-Jahre-langen Reise zu einem anderen Planeten befindet. Doch die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden. Kinostart ist am 05. Januar 2017.

Gravity Loss Clip From The New Movie 'Passengers'

Jennifer Lawrence dives head first into total chaos in this exclusive clip from Passengers: http://share.ew.com/TcaNX9B

Posted by Entertainment Weekly on Donnerstag, 17. November 2016

Underworld Blood Wars - Exclusive clip - "Stop tracking me"

Passengers: Hauptplakat und neue Szenenbilder zum Sci-Fi-Film

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Poster zu Passengers (2017) mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence

Aurora Dunn (Jennifer Lawrence) und Jim Preston (Chris Pratt) sind zwei Passagiere an Bord des luxuriösen Kolonie-Raumschiffes Avalon, welches sich mit 5.259 Personen auf einer 120-Jahre-langen Reise zu einem anderen Planeten befindet. Doch die Schlafkammern, in denen sie liegen, wecken sie auf unerklärliche Weise viel zu früh auf – 90 Jahre ehe sie ihr Ziel erreicht haben werden. Während Jim und Aurora versuchen, hinter das Geheimnis dieser Fehlfunktion zu kommen, fühlen sie sich mehr und mehr zueinander hingezogen. Doch dann werden sie von dem unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Raumschiffs bedroht und entdecken den wahren Grund, warum sie aufgewacht sind.

Das Drehbuch von Jon Spaihts (Originalfassung von Prometheus) drehte viele Jahren seine Runden durch Hollywood und wurde bereits 2007 auf der sogenannten "Blacklist" geführt, einer jährlichen Auflistung der besten Drehbücher, die auf Grünes Licht warten. Erst Ende 2014 sicherte sich Sony die Rechte und brachte das Projekt auf Kurs. Als Regisseur wurde der Norweger Morten Tyldum engagiert, zu dessen bekanntesten Arbeiten der Film The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben gehört.

In weiteren Rollen sind Michael Sheen (Tron: Legacy) und Laurence Fishburne (Matrix) zu sehen. Kinostart ist am 05. Januar 2017.

Passengers Hauptplakat

PASSENGERS - HD Trailer deutsch | Ab 5.1.2017 im Kino

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