The Expanse

The Expanse: Shohreh Aghdashloo & Cara Gee im Interview zum Start von Staffel 5

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The Expanse Pilot

Heute startet die lang erwartete Staffel 5 von The Expanse. Zum Auftakt gibt es gleich drei Folgen, bevor die Serie dann für die weiteren Episoden in den wöchentlichen Ausstrahlungsrhythmus wechselt.

Wir hatten im Rahmen der Press Junkets für Staffel 5 gemeinsam mit weiteren Journalisten die Gelegenheit, mit Wes Chatham (Amos Burton), Shohreh Aghdashloo (Chrisjen Avasarala) sowie Cara Gee (Camina Drummer) zu sprechen. Zum Interview mit Wes Chatham geht es hier entlang.

Was ist von Avasarala und Drummer in der neuen Staffel zu erwarten? Cara Gee blickt für ihre Figur Camina Drummer kurz zurück:

“Am Ende von Staffel 4 hat Drummer beschlossen, die OPA zu verlassen, da sie sich nicht mehr mit ihren Werten deckt. Genau genommen hat sie Fred Johnson einen Schlag ins Gesicht verpasst. Zwischen Staffel 4 und 5 hat sie eine neue Crew gefunden. Wir freuen uns schon darauf, dass die Fans die Crew kennenlernen, ich finde, da sind einige großartige Darsteller dabei. Für Drummer ist das Leben außerhalb der OPA aber total unterschiedlich. Ich vermute, in den ersten 30 Sekunden ist sie beinah glücklich. Und dann ändert sich natürlich alles, es wird ihr das Glück genommen (lacht).”

Aghdashloo ergänzt zur ihrer Figur Chrisjen Avasarala:

"In Staffel 5 passiert das, was Chrisjen immer befürchtet hat. Was ich an dieser Serie aber liebe, ist die Tatsache, dass sie sich nicht das erste Mal sorgt. In Staffel 1 sehen wir sie auf dem Dach, wie sie die Sterne betrachtet. Ihr Enkel kommt hinzu und fragt sie, ob sie die Sterne fürchte. Und sie entgegnet, dass sie sich vor den Steinen fürchte, die Leute werfen würden. Sie hat schon bis zum Hals darin gesteckt. In Staffel 4 sehen wir, wie sie sich verzweifelt fragt, was sie tun muss. In Staffel 5 passiert nun das, was sie befürchtet hat."

Sowohl Drummer als auch Avasarala werden sich im Laufe der Staffel verletzlich und auch schwach zeigen, demonstrieren aber weiterhin ihre Stärke. Ein Aspekt, auf den Aghdashloo leidenschaftlich antwortet:

“Stark? Ich finde, jede Frau auf der ganzen Welt fühlt, dass sie stärker sein möchte. Jede Frau muss heute stärker sein. Denn wenn wir Gleichbehandlung fordern, fordern, Seite an Seite mit den Männern zu arbeiten, dann müssen wir wirklich stark sein. Ich meine damit, dass wir unser Bestes tun müssen, damit sie nicht glauben, dass wir naiv handeln oder ihnen das Gefühl geben, dass wir es nicht wert wären. Man muss stärker sein, um seine Träume zu erfüllen, einen besseren Job und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das hat Chrisjen im Kopf. Sie weiß, dass es keinen anderen Weg gibt, als stark zu sein.”

Aghdashloo erzählt, dass sie zwölf Tage gebraucht hat, um aus Teheran nach London zu fliehen. Ihr Weg führte von Teheran nach Istanbul, dann in das damalige Jugoslawien, danach über Deutschland nach Paris nach Calais und von dort nach London. Sie sagte sich selbst, dass sie niemals aufgeben und sich niemals ergeben würde und machte es zu ihrem Mantra. Stattdessen haben all die Probleme, die ihr auf der Flucht begegneten, sie stärker gemacht. Sie wollte weitermachen - und das Schicksal zum Kampf herausfordern und ihre Zukunft so formen, wie sie es wollte.

“Ich bin dankbar, frei zu sein. Ich bin dankbar dafür, eine Wahl zu haben. Das Problem mit uns Frauen ist, dass wir nichts uns selbst beweisen müssen, es aber der Welt beweisen müssen. Jedem. Unseren Männern, unseren Kindern, der Gesellschaft - dass wir fähig sind, eine Schlüsselposition in der Regierung zu haben, in der NASA … einfach in höheren Positionen. Wir haben die Rechte! Und wir können das machen!”

Gee stimmt ihrer Schauspielkollegin in diesem Aspekt aus vollem Herzen zu und ergänzt:

“Drummer kämpft für etwas, an das sie glaubt. In dieser Staffel sehen wir, was unter ihrer Oberfläche schlummert. Wir lernen mehr über ihr Privatleben als je zuvor. Wir sehen Momente, in denen sie sehr verletzlich ist. Bei Drummers Reise geht es um das Risiko zu lieben und geliebt zu werden. In ihrer Verletzlichkeit steckt aber auch viel Stärke. Das ist etwas, das lange in ihre geschlummert hat. Jetzt in der Lage zu sein, das zu teilen, war keine Herausforderung, sondern eine Erleichterung.”

Zu dem Gürtler-Akzent, den Gee in der Serie spricht, hat die Schauspielerin noch eine eigene Anekdote:

“Ich habe mit dem Akzent vorgesprochen und alle haben gedacht, ich wäre irre! Ich wusste, was ich da machte, ich habe als Vorbereitung immer und immer wieder Jared Harris zugehört. Zusätzlich arbeiten wir mit einem Dialect Coach. Seine Stärke liegt in dem Finden der verschiedenen Laute. Insbesondere in den Pausen zwischen den Staffeln, wenn mehrere Monate vergehen, ist es wichtig, alles nochmals mit seiner Hilfe aufzufrischen. Mein Ehemann ist Niederländer und ich habe den Eindruck, dass ich mir manches von der niederländischen Sprache klaue. Ich weiß zwar nicht, ob die Szene es in Staffel 5 in die Endfassung geschafft hat, aber ich musste leise fluchen und sag: “godverdomme!””.

Abschließend wollte noch wir wissen, was Aghdashloo machen würde, wenn sie im wirklichen Leben den Posten ihrer Serienfigur innehätte.

“Das würde ich so gern machen! Ich habe einen Abschluss in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt auf Internationale Beziehung. Ehrlich gesagt würde ich aufhören, die Völker zu trennen. Ich würde die Regierenden bitten, damit aufzuhören, ihr Volk zu trennen. Das ist alte Politik. Alte Tricks. Silberfüchse. Über einhundert Jahre alt. Wir dürfen Völker nicht trennen. Je mehr wir Menschen zu trennen versuchen, desto schlimmer wird es. Denn Social Media bringt uns zusammen. Wir müssen diese soziale, wenn auch virtuelle Nähe respektieren. Obwohl wir physisch voneinander entfernt sind, sind unsere Herzen näher denn je zusammen. Wenn ich Chrisjens Position im wirklichen Leben hätte, würde ich alle Länder darum bitten, ihre Regierenden zu beobachten und sicherzustellen, dass sie … ich möchte das Wort transparent nicht benutzen, da Politik nie transparent ist. Aber bleibt bei eurem Volk. In einer Demokratie wird einer aus dem Volk vom Volk gewählt, um dem Volk zu dienen. Sei diese Person! Lasst uns lieber verhandeln, als uns gegenseitig umzubringen. Vertraut mir, es ist möglich, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Wie Gandhi schon sagte: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.”

The Expanse: Wes Chatham im Interview zum Start von Staffel 5

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Heute startet die lang erwartete Staffel 5 von The Expanse. Zum Auftakt gibt es gleich drei Folgen, bevor die Serie dann für die weiteren Episoden in den wöchentlichen Ausstrahlungsrhythmus wechselt.

Wir hatten im Rahmen der Press Junkets für Staffel 5 gemeinsam mit weiteren Journalisten die Gelegenheit, mit Wes Chatham (Amos Burton), Shohreh Aghdashloo (Chrisjen Avasarala) sowie Cara Gee (Camina Drummer) zu sprechen. Das Interview mit Aghdashloo und Gee findet ihr in diesem separaten Beitrag.

The Expanse hat im Verlauf der Serie immer wieder Andeutungen über Amos’ Vergangenheit gestreut. In Staffel 5 ist die Figur nur an dem Punkt angekommen, an dem es sich nicht mehr nur um Andeutungen handelt - und gerade darauf freut sich Wes Chatham.

“Noch vor Staffel 1 hatte ich den Vorteil, dass ich “Der Mahlstrom” gelesen hatte, der sich insbesondere um Amos’ Kindheit dreht. Und ich habe mit Ty und Daniel, den Buchautoren gesprochen, die von Beginn an in die Serie eingebunden waren. Wir sind tief in Amos’ Hintergrundgeschichte eingetaucht. An Staffel 5 finde ich besonders befriedigend, dass all die Arbeit und Vorbereitung, die ich in meine Vorstellung über sein Heranwachsen in Baltimore und seine Beziehung zu Erich hatte, nun wahr werden. Wir leben jetzt in seiner Welt. Als Schauspieler ist es befriedigend zu sehen, wie das passiert.”

Ein Vorteil für ihn war, dass er vor der Serie bereits von den Bücher gehört hatte.

“Ich wusste von den Büchern, bevor ich von der Serie wusste. Als ich das Drehbuch zur Pilotepisode gelesen hatte und als ich erfuhr, dass man mich für die Rolle des Amos sehen wollte, war ich ziemlich aufgeregt - ich hatte einfach ein besonderes Gefühl. Das war eine magische Erfahrung. Der beste Job, den ich jemals hatte. Ich hatte ein gutes Gefühl dabei, aber keine Vorstellung davon, dass es zu dem werden wollte, was es heute ist. Es macht einfach sehr viel Spaß. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein.”

Chatham hat im Verlauf der Serie ein immer tiefergehendes Verständnis für seine Rolle bekommen, wie er weiterhin erzählt.

“Ich halte es für eine Superkraft von Amos, dass er Schachzüge im Voraus überdenkt, er denkt wirklich wahnsinnig schnell. Er weiß, was passiert. Später in Staffel 5 gibt es einen Moment, in dem er und eine weitere Figur etwas benötigen - und da ist eine andere Person, die das hat, was sie benötigen. Amos denkt sofort 'Wir brauchen es. Er hat es. Also müssen wir ihn töten!' Und so denkt er irgendwie. Darum benötigt er Personen in seinem Umfeld, die ihm sagen, dass er nicht einfach Leute umbringen kann, um an ihre Sachen zu kommen.'"

Aber auch das Training ist für ihn nicht ganz unwichtig, wenn es darum geht, eine Verbindung zu seiner Rolle aufzubauen.

“Ich habe selbst einen Militär-Hintergrund und das bahnt sich vermutlich seinen Weg an die Oberfläche. Ich war für vier Jahre beim Militär. Und gerade der physische Aspekt im Hinblick auf den Muskelaufbau, sich kräftig zu fühlen, das Training mit Gewichten, Boxen, Jiu-Jitsu bringt meinen Kopf in diesen aggressiven Status, den ich benötige, um Amos zu spielen.”

Amos’ Geschichte führt ihn in den kommenden Folgen weg von seinem mittlerweile gewohnten Umfeld. Eine Situation, die auch für Chatham neu war. Wie war es denn, ohne seine Crew zu spielen?

“Es hat sich angefühlt, als wäre ich in einem anderen Film. Mein erster Drehtag für die Staffel war, als Amos das erste Mal nach Baltimore kommt. Ich hatte meine Rocinante-Crew nicht um mich. Ich war nicht im Studio, sondern mitten in der Stadt. Es war größer als alles, was wir bis dato gedreht hatte. Ich habe mich wirklich gefühlt, als wäre ich in einem anderen Film. Ich habe einen Moment gebraucht, um mich zu erden und mich wieder einzufinden. Es war definitiv merkwürdig, nicht mit den anderen jeden Tag zusammen zu arbeiten.

Zudem dürfen die Fans in den neuen Episoden eine andere Seite von Amos erwarten. Ein Punkt, auf den die Serie laut Chatham kontinuierlich hingearbeitet hat.

“Das kommt mit seinem Handlungsbogen. Das fängt schon in Staffel 1 an, mit seinen Erfahrungen. Er hat gelernt, der Rocinante-Crew zu vertrauen. Er hat gelernt, wie es ist, eine Familie zu haben. Und er versucht auch, anderen zu helfen. Er öffnet sich auf Arten, die wir bislang nicht von ihm kannten. Er ist einfach eine interessante, komplexe Figur. Er ist meisterhaft geschrieben und erschaffen worden. Im weiteren Verlauf steuern wir meiner Meinung nach auf den Höhepunkt seines Bogens zu. In Staffel 5 kommt alles zusammen - seine Hintergrundgeschichte, alles, was wir über ihn gelernt haben. Wir bekommen Einblick in Amos und lernen, woher er kommt und warum er dort ist, wo er gerade ist."

Den wöchentlichen Ausstrahlungsrhythmus empfindet er positiv und meint:

“Es gibt natürlich Pro und Contra, aber letztendlich ist es positiv. The Expanse hat eine Verbindung und Beziehung zu den Fans, anders als alles andere, an dem ich je beteiligt gewesen bin. Das gewährt uns die Zeit, mit den Fans zu interagieren und die Serie gemeinsam mit ihnen zu erleben."

Im vergangenen Monat erfolgte die Meldung, dass Amazon eine letzte Staffel 6 geordert hatte. Chatham legt hier einen besonderen Wert darauf, wie es formuliert wurde.

“Wir haben gehofft und geträumt, dass wir es bis Staffel 6 schaffen. Aufgrund der Loyalität der Fans, die zu uns halten - und es hat ein paar schwierige Jahre mit der Serie gegeben - ist es derzeit ziemlich aufregend für uns. Ich finde, die Fans haben die Serie zum Erfolg geführt, dafür sind wir sehr sehr dankbar. Außerdem hat die Serie in der Vergangenheit einige bemerkenswerte Dinge geschafft. Sie haben jetzt gesagt, dass es “die letzte Staffel” sei, aber sie haben nicht unbedingt gesagt, dass es “das Ende von The Expanse” sei. Wer weiß also, was noch passiert."

Deswegen drückt sich Chatham abschließend auch nebulös als, als die Frage nach seine Reaktion auf "die letzte Staffel" aufkommt.

“Die Serie hatte sozusagen schon mehrere Leben, das ist schon bemerkenswert. Die Fans werden zufrieden sein, wie es endet. Aber wer weiß, was die Zukunft bereithält nach Staffel 6. Die Serie ist gesünder als je zuvor, also finde ich es toll, dass wir eine Staffel 5 und 6 bekommen haben. Wer weiß schon, was die Zukunft bereithält?

The Expanse: Amazon bestellt eine finale Staffel 6

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Noch bevor Staffel 5 von The Expanse bei Amazon gestartet ist, ist Staffel 6 bestellt worden - Amazon kündigte jedoch an, dass dies auch die finale Staffel der Serie sein wird. Damit kommt The Expanse zum zweiten Mal zum Ende.

Die ersten drei Staffel liefen auf Syfy, bevor der Sender im Mai 2018 das Ende der Serie verkündete. Eine von Fans gestartete Rettungskampagne führte mit dazu, dass Amazon sich knapp drei Wochen später dazu entschied, The Expanse nach der Absetzung zu übernehmen.

In einem Statement heißt es:

"Von dem Moment an, als wir uns verpflichtet haben, diese Serie zum Leben zu erwecken, bis zu dieser letzten Staffel, haben wir unermüdlich daran gearbeitet, die Vision der Autoren zu ehren. Wir sind stolz darauf, eine der vielfältigsten Besetzungen im Fernsehen zu haben und Geschichten, die von Bedeutung sind, eine Plattform zu geben. Unser besonderer Dank gilt Daniel Abraham und Ty Franck, den Autoren der Bücher und Serien, sowie Naren Shankar, der Showrunner und ausführende Produzent der Serie. Es ist weiterhin eine Ehre und ein Privileg, mit diesem Team zusammenzuarbeiten. Wir möchten auch Amazon für die anhaltende Unterstützung danken, die uns hilft, diese Geschichte in ihrer ganzen Fülle zu erzählen und The Expanse einem weltweiten Publikum zugänglich zu machen".

Bevor es mit The Expanse nun jedoch final zum Ende geht, starten am 16. Dezember die neuen Folgen der vorletzten Staffel 5. Die Ausstrahlung erfolgt im Wochenrhythmus.

The Expanse: Erster Trailer und Startdatum der 5. Staffel

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Auch Amazon nutzt die virtuelle New York Comic Con für eine sehnlichst erwartete Veröffentlichung: Der erste Trailer zur fünften Staffel von The Expanse. Während des Panels, das von Dominique Tipper (Naomi) selbst moderiert wurde, gab es zudem weitere Infos zum Plot und auch das Startdatum.

Los geht es bereits vor Weihnachten - ab dem 16. Dezember erscheinen im Wochenrhythmus die neuen Folgen. Das Finale ist für den 3. Februar geplant. The Expanse schließt sich hier also dem Trend an, dass auch Streaminganbieter vermehrt weg von der Veröffentlichung kompletter Staffeln an einem Tag tendieren. Dies wird unter anderem auch mit dem verzögerten Nachschub aufgrund ausgefallener Produktionsarbeiten durch Corona erklärt - so lässt sich vorhandenes Material länger strecken und auch die Interaktion/Rezeption in den sozialen Medien ist über längere Zeit intensiver.

In der fünften Staffel machen sich Scharen an Menschen daran, das Sonnensystem zu verlassen auf der Suche nach bewohnbaren neuen Planeten und gewaltigen Reichtüchmern jenseits des Alien-Rings. Besonders für die Belter scheint der Tag der Abrechnung mit der jahrhundertelange Ausbeutung und Unterdrückung durch Erdlinge und Marsianer gekommen.

Wie auch im fünften Roman (Nemesis Games) der Reihe von James S.A. Corey, gehen die Helden in Staffel 5 noch mehr eigenen Abenteuern nach. Amos führt es zurück zu seinen ärmlichen Wurzeln in den Slums von Baltimore, um seiner Vergangenheit, vor der er floh, entgegen zu treten. Naomis Verbindung zu den extremeren Belter-Fraktionen kommt zum Tragen, als sie ihren entfremdeten Sohn vor den toxischen Einflüssen seines Vaters retten will. Drummer hat eine neue Crew und versucht, ein neues Leben zu beginnen. Alex und Bobbie sind auf dem sich rasch destabilisierenden Mars einer kriminellen Geheimorganisation auf der Spur und Avasarala hat mit Terroristen zu kämpfen. Während die meisten Charaktere mit privaten und/oder politischen Belangen beschäftigt sind, hat es Holen weiter mit dem Protomolekül und dem Mysterium der Aliens zu tun.

New York Comic Con 2020: Überblick über die wichtigsten Panels am Donnerstag

Corona hat die großen Conventions in diesem Jahr dazu gezwungen, neue Wege zu beschreiten. So fand die San Diego Comic Con in diesem Jahr als Comic Con@Home statt. Und auch die New York Comic Con findet pandemiebedingt virtuell statt.

Heute ist der Startschuss gefallen, und wir haben euch einen Überblick über die wichtigsten Panels am Donnerstag zusammengestellt. Alle Zeitangaben beziehen sich auf die MESZ.

18 Uhr // Star Trek Universe | Exclusive Conversations with Casts of Star Trek: Lower Decks & Star Trek: Discovery + Surprise Guests

Als Gäste angekündigt sind Mike McMahan, Schöpfer von Star Trek: Lower Decks gemeinsam mit den Sprechern Tawny Newsome, Jack Quaid, Eugene Cordero, Noël Wells, Dawnn Lewis, Jerry O’Connell, Fred Tatasciore und Gillian Vigman. Zum Start von Star Trek: Discovery in der kommenden Woche sind Sonequa Martin-Green, Doug Jones, Anthony Rapp, Mary Wiseman, and Wilson Cruz; new cast members David Ajala, Blu del Barrio und Ian Alexander sowie Alex Kurtzmann und Michelle Paradise mit von der Partie.

19.40 Uhr // Doctor Who Spotlight | BBC America

Jodie Whittaker, Mandip Gill und Graham O’Brien werfen einen Blick zurück auf die letzten beiden Staffeln von Doctor Who.

20.15 Uhr // Amazon Prime Video Presents - Truth Seekers

Zu Gast sind Nick Frost, Samson Kayo, Emma D'Arcy, Susan Wokoma und Malcom McDowell, die über den Entstehungsprozess der Serie sprechen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren.

21.05 Uhr // Amazon Prime Video Presents - Utopia

Angekündigt ist Autorin und Produzentin Gillian Flynn gemeinsam mit den Darstellern John Cusack, Rainn Wilson, Sasha Lane, Ashleigh LaThrop, Dan Byrd, Desmin Borges und Cory Michael Smith.

22.15 Uhr // Amazon Prime Video Presents -The Boys

Die Darsteller und Showrunner sprechen über die letzten beiden Staffeln der Serie.

23.10 Uhr // Amazon Prime Video Presents - The Expanse

Dominique Tipper gibt gemeinsam mit weiteren Darstellern und den Serienschöpfer einen Ausblick auf das, was die Fans noch von der Serie erwarten können.

00.20 Uhr // TNT’s Snowpiercer Season 2 First Look

Die Darsteller Jennifer Connelly, Daveed Diggs, Sean Bean, Rowan Blanchard und Showrunner Graeme Manson geben einen Ausblick auf Staffel 2 der Serie und haben einen Sneak Peek im Gepäck.

The Expanse: Zuwachs für die Stammbesetzung in der 5. Staffel

Keon Alexander, Nadine Nicole und Jasai Chase Owens werden in der kommenden 5. Staffel Teil der Stammbesetzung von The Expanse. Nadine Nicole spielte Clarissa Mao hauptsächlich in der 3. Staffel und in einer Episode der 4. Staffel. Keon Alexander und Jasai Chase Owens traten als Marco Inaros und Felip in der 4. Staffel auf. 

Damit stoßen sie zur Besetzung der Serie bestehend aus Steven Strait, Shohreh Aghdashloo, Dominique Tipper, Cas Anwar, Wes Catham and Franke Adams.

Bei The Expanse handelt es sich um die Adaption der populären Science-Fiction-Romanreihe von James S. A. Corey (ein Pseudonym für das Autorenduo Daniel Abraham und Ty Franck) und wurde von den Oscar-nominierten Autoren Mark Fergus und Hawk Ostby (Children of Men, Iron Man) kreiert beziehungsweise geschrieben. 

Nachdem Syfy die Serie nach drei Staffeln abgesetzt hat, übernahm die Streaming-Plattform Amazon Prime das Ruder. Die 4. Staffel veröffentlichte Amazon am 13. Dezember 2019. Bereits einige Monate zuvor kündigte der Streamer an, die Serie für eine 5. Staffel zu verlängern.

The Expanse: Interview mit den Autoren Daniel Abraham und Ty Franck

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James S. A. Corey – Das ist das Pseudonym des Autoren-Duos Daniel Abraham und Ty Franck, die das spannende und große Universum von The Expanse erschaffen haben. Auf einem Zwischenstopp ihrer Lesetour in Köln sprachen sie mit uns darüber, wie es zur Zusammenarbeit kam, wie sie diese weitreichende Science-Fiction-Welt konstruiert haben und wann die TV-Serie ins Spiel kam.

Robots & Dragons: Wie haben Sie sich getroffen und wie ist es zu Ihrer Zusammenarbeit gekommen?

Daniel Abraham: Wir haben uns getroffen, weil sich in Alburquerque, New Mexico eine relativ günstige, aber gute Architekturschule befindet. Und als Tys Ehefrau nach einer Architekturschule suchte, ist sie genau dort gelandet. Außerdem hatten wir eine gemeinsame Freundin, die ebenfalls in Alburquerque lebte und zu der Zeit zu meiner Autorengruppe gehörte. Als Ty dazukam, hat diese Freundin ihn überall vorgestellt und es stellt sich heraus, dass wir nur etwa fünf Minuten voneinander entfernt lebten. Ty leitete außerdem ein Tabletop-Rollenspiel in Santa Fe. Ich hatte allerdings ein neues Kind zuhause und konnte nicht die Zeit erübrigen, um dort mitzuspielen. Großzügigerweise bot er aber an, eine Version davon in Alberquerque zu leiten. Daran haben meine Frau, Ty, seine Frau und ich teilgenommen. Ich konnte von Beginn an erkennen, dass er bereits viel Arbeit in das Setting und in die Geschichte gesteckt hat. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon einige Bücher geschrieben. Also dachte ich, wir sollten das alles niederschreiben. Und daraus ist unsere Zusammenarbeit entstanden.

Robots & Dragons: Wie sind Sie an das Worldbuilding herangegangen. Weil Sie bei The Expanse mit vielen Bällen jonglieren müssen: Gesellschafts- und Konzernstrukturen, Politik und Wirtschaft. (Zu Daniel Abraham) Ich glaube, Sie haben anderen Interviews schon erwähnt, dass Sie nicht der größte Fan davon sind, ein erzählerisches Universum zu konstruieren …

Daniel Abraham: Es ist nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Ty ist darin viel besser als ich.

Ty Franck: Es steckte eigentlich keine richtige Methodik dahinter. Meine Superkraft besteht darin, dass ich mir eine Geschichte ausdenke und die Welt drum herum mit all ihren Bestandteilen plötzlich in meinem Kopf entsteht. Ich kann nicht genau sagen, wo das alles herkommt. Ich war aber schon vorher ein großer Fan von Astronomie und hatte großes Interesse an den verschiedenen Planeten des Sonnensystems. Letztendlich ging es nur darum, die verschiedenen Locations in die Story einzubauen. Es steckt wirklich nichts Interessanteres dahinter.

Robots & Dragons: Also war keine zusätzliche Recherche notwendig?

Ty Franck: Nicht spezifisch dafür. Weil, wie gesagt, ich war schon vorher ein großer Fan von Astronomie.

Daniel Abraham: Wir wollten Themenbereiche in diesem Projekt verarbeiten, für die wir von vornherein viel Enthusiasmus aufbrachten. Ich habe zum Beispiel einen Abschluss in Biologie. Ich besitze also schon viele Kenntnisse in diesem Fachbereich, und ich konnte dieses Wissen nutzen, wenn es für die Geschichte nützlich war. Wie Ty bereits sagte, hatte er bereits viel über die Planeten unseres Sonnensystems gelesen. Er besaß also diese spezifischen Kenntnisse. All das haben wir genommen und daraus eine Story entwickelt.

Robots & Dragons: Sie haben mal gesagt, dass es sich bei dem ersten Roman um eine Detektivgeschichte, bei dem zweiten um einen Politthriller, bei dem dritten um eine Geisterhausgeschichte und bei dem vierten um einen Western handelt …

Daniel Abraham: Ja genau, wir wollten eine Reihe von anderen Genre-Konventionen in das Science-Fiction-Genre integrieren. Science-Fiction bietet eine wirklich gute Plattform dafür, andere Dinge in sich aufzunehmen und miteinander zu kombinieren.

Robots & Dragons: Ist eine Detektivgeschichte ein nützliches Genre, um einen Einstieg in dieses Universum zu finden, und den Leser/Zuschauer quasi mit den Hauptfiguren zusammen diese Welt entdecken zu lassen?

Daniel Abraham: Oh, das hat nur zufällig so gut funktioniert. Wir haben nur damit angefangen, weil ich die Rolle des Detective Miller gespielt habe, als wir das Table-Top-Spiel gespielt haben. Ich kannte diese Figur schon sehr gut. Es steckt also nicht so viel Intention und Planung dahinter, wie es vielleicht nach außen wirken mag.

Robots & Dragons: Das bringt mich zu der Crew der Rocinante. Hierbei handelt es sich um Figuren, die sehr menschlich wirken, einen Sinn für Humor und Selbstironie besitzen und gleichzeitig emotional sehr zugänglich sind. Qualitäten, die oft in Genre-Serien vergessen werden, wie ich finde.

Daniel Abraham: Wir wollten definitiv keine Figuren erschaffen, die emotional distanziert sind - abgesehen von Amos. Ein Sinn für Humor ist dagegen eine gute Methode, um gefährliche Situationen zu entschärfen und mit den schrecklichen Dingen umzugehen, welche die Protagonisten umgeben. Gleichzeitig sollte The Expanse keine Genre-Parodie-darstellen, in der sich die verschiedenen Figuren über die Konventionen des Science-Fiction-Genres lustig machen. Es gibt einige Autoren, die so etwas machen, aber das wollten wir in jedem Fall vermeiden.

Robots & Dragons: Sie haben Amos bereits erwähnt. Hierbei handelt es sich in meinen Augen um eine der faszinierendsten Protagonisten des Science-Fiction-Genres in letzter Zeit. Ist es schwer, eine Figur zu schreiben, die nicht fühlen kann, wie es "normale Menschen" tun?

Daniel Abraham und Ty Franck gleichzeitig: Nope (lachen beide)!

Daniel Abraham: Ty hat Amos’ Stimme ziemlich gut drauf. Wenn wir wissen müssen, was Amos zu sagen hat, kann uns Ty immer weiterhelfen. Das trifft auf die Bücher und auf die Serie zu. Ty hat immer das letzte Wort bei allen Amos-Dialogzeilen.

Robots & Dragons: Das bringt mich zu Ihrem Schreibprozess. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Daniel Abraham: Das hat sich im Laufe der Reihe immer wieder geändert. Die Gliederung entwickeln wir immer zusammen. Wer auch immer die erste Fassung eines Kapitels schreibt, wird vom anderen lektoriert. Wenn wir diesen Teil der Arbeit abgeschlossen haben, setzen wir uns beide noch einmal separat voneinander mit dem gesamten Manuskript auseinander und nehmen die Änderungen vor, die wir für notwendig halten. Am Ende des Prozesses ist alles sehr homogenisiert. Anstatt von meinem oder Tys Schreibstil geprägt zu sein, besitzt das Ergebnis eine eigene Stimme. Als wir anfingen, haben wir die Bücher nach Figuren aufgeteilt. Ich habe mich also mit den ersten Fassungen der Miller-Kapitel beschäftigt und Ty hat die ersten Fassungen der Holden-Kapitel geschrieben. Aber je länger wir daran arbeiteten, desto mehr Verständnis entwickelten wir für die Geschichte. Ty konnte außerdem mehr Erfahrungen über das Schreiben von Büchern sammeln. Je mehr Bücher wir schrieben, desto einfacher wurde der gesamte Prozess.

Robots & Dragons: Ich bin immer an Action-Szenen in Romanen interessiert, was mir ziemlich schwierig erscheint. Es handelt sich schließlich nicht um ein visuelles, sondern um ein beschreibendes Medium. Wie stellen Sie sicher, dass diese Sequenzen aufregend sind und trotzdem für den Leser nachvollziehbar bleiben?

Daniel Abraham: Das ist etwas, was ich von Ty gelernt habe. Das ist seine Stärke, die er mitgebracht hat.

Ty Franck: Man beschreibt das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Wenn jede Action-Sequenz eine gottähnliche Kamera hat, fühlt es sich sehr steril, kalt und distanziert an. Wenn die Beschreibung jedoch die Perspektive der jeweiligen Figur einnimmt, dann ist es in einer aufregenden Art und Weise verwirrend, furchteinflößend und schmerzhaft. Nur dann fühlt es sich so an, als sei man Teil des Geschehens. Das ist der Unterschied zwischen den meisten Actionszenen und zum Beispiel dem Beginn des Films Der Soldat James Ryan, wo die Kamera immer nah bei den Soldaten am Strand der Normandie ist. Die Kamera bekommt selbst Wasser ab, Kugeln schießen vorbei und es gibt Explosionen in unmittelbarer Nähe. Diese Sequenz vermittelt dem Zuschauer, wie furchterregend die Teilnahme an einem solchen Geschehen wäre. Wenn man es schafft, diese Gefühl in Prosa umzusetzen, anstatt sie aus der Distanz zu beschreiben, fühlt der Leser die Angst und die Gefahr hautnah.

Robots & Dragons: Sie haben insgesamt neun Romane in diesem Universum und mehrere Kurzgeschichten-Kollektionen geschrieben. Sie haben aber auch explizit einen Schlusspunkt gesetzt. Wann und wie wussten Sie, wann Sie aufhören müssen? Und ist es schwer, aufzuhören und die Geschichte nicht einfach weiter zu erzählen?

Ty Franck: Es ging weniger darum, wann wir aufhören sollten. Die Frage war vielmehr, wann wir die Geschichte fortsetzen konnten. Als wir unser zweites Buch schrieben, haben wir unseren Verleger kontaktiert und gesagt: ’Wir können mehr von diesen Büchern schreiben. Wenn ihr das also möchtet, solltet ihr es uns sagen. Und wenn ihr keine weiteren Fortsetzungen möchtet, dann hat das dritte Buch ein definitives Ende.’ Der Verleger wollte allerdings mehr haben. Anschließend haben wir eine längere Version der Geschichte skizziert und uns den Rest ausgedacht. Wir kannten die gesamte Story aber schon zwischen dem zweiten und dritten Buch.

Daniel Abraham: An diesem Punkt wussten wir, wie die letzte Szene und Zeile aussieht. Wir wussten so ziemlich die ganze Zeit über, wie das Ende aussehen soll.

Robots & Dragons: Sind Sie nervös wegen des Endes? Weil Sie viele leidenschaftliche Fans haben. Und Fans können dieser Tage sehr vokal sein. Es sind viele Petitionen unterwegs - zum Beispiel wegen des Endes von Game of Thrones. Sind Sie besorgt? Oder können Sie solche Sorgen einfach beiseite schieben?

Daniel Abraham: Ich bin nicht besorgt. Ich hab keine Angst (lacht). Nein, ernsthaft: Über jedes Buch, das wir schreiben, denken einige Menschen, dass es sich um das beste Buch handelt, das wir je geschrieben haben, und andere denken wiederum, dass es das schlechteste Buch ist, das wir je geschrieben haben. Mein Running Gag ist: Autor zu sein, bedeutet, eine interessante Balance zu entwickeln: Einerseits muss man genug Empathie besitzen, um die menschliche Erfahrung zu verstehen und darüber schreiben zu können. Andererseits muss es einem egal sein, was alle anderen von der eigenen Arbeit halten.

Ty Franck: Ja, man muss die Geschichte schreiben, die man selbst schreiben möchte. Man kann nicht mit einem Komitee zusammen schreiben. Und Dinge, die ein Komitee schreibt, tendieren dazu, sehr schlecht zu sein. Weil jeder eine andere Ansprüche hat, und oftmals kollidieren diese Vorstellungen miteinander. Es ist unmöglich, jedem gerecht zu werden. Daniel und ich denken außerdem. dass ein gute Story enden sollte.

Daniel Abraham: Beziehungsweise endet jede Geschichte irgendwann. Das kann auf eine gezielte und definitive Weise geschehen, oder man kann so lange weiter machen, bis irgendwann niemanden mehr interessiert.

Robots & Dragons: Sie sind also nicht versucht, Spin-Offs, Sequels, Prequels etcetera zu produzieren?

Daniel Abraham (entschieden): Nein! Nein!

Ty Franck: Ich hasse Prequels.

Daniel Abraham: Wir beenden die Geschichte, der Vorhang wird sich schließen, und dann arbeiten wir an etwas anderem.

Robots & Dragons: An welchem Punkt kam die TV-Serie ins Spiel? Und was war Ihre erste Reaktion, als jemand auf Sie zukam und sagte: Wir möchten The Expanse für das Fernsehen adaptieren?

Daniel Abraham: Die erste Reaktion, wenn jemand auf einen Romanautoren zukommt und sagt: ’Hollywood hier. Wir möchten eine Serie aus Ihrem Buch oder Büchern produzieren,‘ ist, oder sollte sein: ’Ja, klar. Wendet Euch an meinen Agenten.’ Es gab viele Leute, die an The Expanse interessiert waren und deswegen angefragt haben. Wir wussten allerdings nicht, welches Angebot von welchen Interessenten legitim war und welches nicht. Wir haben einen Hollywood-Agenten, der alles abgefangen hat, bis er ein reelles Angebot vor sich liegen hatte. Zu diesem Zeitpunkt haben wir schon mehrere Jahre an den Büchern geschrieben. Mark Fergus und Hawk Ostby, die an den Drehbüchern zu Iron Man und Children of Men gearbeitet haben, gehörten zu einem Team, das sich für The Expanse interessierten. Und wir sagten: ‘Ja klar. Sicher arbeiten wir mit den beiden zusammen.’ Allerdings wusste keiner von uns, was bei einer Fernsehserie zu tun ist. Sie hatten aber unseren Showrunner Naren Shankar mit an Bord. Er hatte die gesamte Fernseh-Erfahrung und führte uns durch den Prozess. Sie waren alle sehr nett und wir sind froh, Teil des Teams zu sein.

Robots & Dragons: Inwieweit sind Sie bei der Serie involviert. Weil Sie beide, glaube ich, als ausführende Ko-Produzenten gelistet sind.

Daniel Abraham: Mittlerweile sind wir ausführende Produzenten. Es gab eine Staffel, in der wir Ko-Produzenten waren, inzwischen sind wir zu Produzenten aufgestiegen.

Robots & Dragons: Auch wenn ich viel über Film und Fernsehen lese und schreibe, sind diese Titel immer etwas schwerer fassbar für mich, ohne den Job schmälern zu möchten.

Daniel Abraham: Nein, nein. Keineswegs. Es ist ein schwer fassbarer Titel, der viele unterschiedliche Bedeutungen haben kann, die immer von der jeweiligen Produktion abhängt. In unserem Fall bedeutete es, dass wir von Anfang an im Writer’s Room anwesend waren. Ty befand sich außerdem am Set und hat etwa die Hälfte der Episoden produziert. Circa zwölf Drehbücher tragen unseren Namen. Wir haben Drehbücher umgeschrieben und aufpoliert, aber auch noch viel mehr getan. Insgesamt handelt es sich aber um einen sehr kollaborativen Prozess. Jeder legt bei den Drehbüchern Hand an. Wir sind inzwischen Senior Writers bei der Serie. Und soweit ich behaupten kann, ist kaum ein anderer Romanautor, den ich kenne, so sehr in einer Serien-Adaption des eigenen Werkes involviert.

Robots & Dragons: War es schwer, Ihre spezifische Vision der Geschichte loszulassen?

Daniel Abraham: Wir mussten sowieso unsere jeweilige Version der Geschichte loslassen, als wir zusammen die Romane geschrieben haben. Es handelte sich also schon zuvor um einen gemeinschaftlichen Arbeitsprozess. Diesen Prozess haben wir lediglich erweitert und auf einen anderen Schauplatz mit anderen Werkzeugen, aber auch Hindernissen übertragen, welche jedoch die Fernsehmacher aber besser verstanden, als wir es taten.

Robots & Dragons: Hat die Serie in irgendeiner Form Einfluss auf die Gestaltung der Bücher?

Ty Franck: Nein. Wir sind mit den Büchern so weit voraus, dass so etwas nicht vorkommen kann. Die Serie liegt im Moment etwa dreißig Jahre erzählter Zeit zurück.

Robots & Dragons: Die Serie wurde abgesetzt für …

Daniel Abraham: … für ein paar Wochen (lacht).

Robots & Dragons: Richtig. Ich schätze, es waren wirklich nur ein paar Wochen. Waren Sie niedergeschlagen, als das alles passierte?

Daniel Abraham: Nein. Wir gingen einfach davon aus, dass wir mit der Serie fertig waren. Und wie das in solchen Situation so ist, haben wir uns alle umarmt, Nummern ausgetauscht und versichert, dass wir irgendwann wieder zusammenarbeiten. Wir haben keineswegs erwartet, dass wir wieder zurückkommen. Den Trauerprozess hatten wir schon lange vorher begonnen, bevor der Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung kam. Dann kamen wir aber zurück, es war großartig und direkt hingen wir zwei Wochen mit der Arbeit hinterher (lacht). Sobald wir also wieder aus dem Grab auferstanden, waren wir schon wieder spät dran.

Robots & Dragons: Ist das nicht sogar oftmals üblich beim TV-Produktionsprozess?

Daniel Abraham: Naja, es ist üblich, dass es einen engen Zeitplan gibt. Aber eher selten, dass man zurückliegt, wenn man sich gerade noch den Grabesstaub von den Stiefeln klopft.

Robots & Dragons: Ich frage nur, weil ich viele Geschichten über die älteren Star-Trek- Serien gehört habe. Die mussten allerdings auch 26 Episoden pro Staffel schreiben und produzieren.

Daniel Abraham: Nein. Das wäre brutal. 

Ty Franck: Ja, das ist eine große Menge. Ich hab keine Ahnung, wie die das damals gemacht haben. Der Unterschied ist natürlich, dass sie zumindest in der Original-Serie und bei Next Generation keine weiterführenden Geschichten erzählt haben. Deswegen machte es kaum einen Unterschied, in welcher Reihenfolge die Episoden geschrieben und gedreht wurden. Auf diese Weise konnte man Episoden drehen, während man an einem Drehbuch zu einer anderen Episode schrieb.

Daniel Abraham: Episodisches Erzählen hat nicht wirklich einen Platz im modernen Fernseh-Zeitalter gefunden.

Robots & Dragons: Sie arbeiten mittlerweile bereits an einer anderen Science-Fiction-Trilogie, die sich komplett von The Expanse unterscheiden soll.

Daniel Abraham: Ja, genau. Es handelt sich immer noch um Science-Fiction und Space Opera. Aber es ist ein sehr anderer Bereich dieses Spielplatzes.

Robots & Dragons: Sie waren sehr erfolgreich mit The Expanse und den verschiedenen Protagonisten. Müssen Sie vorsichtig sein, um sich nicht in irgendeiner Form zu wiederholen?

Daniel Abraham: Oh, ich denke, da haben wir uns gut abgesichert (lacht). Es handelt sich bei dem Genre um einen großen Spielplatz. Es gibt hier viele Möglichkeiten, um sich darauf auszutoben. Das neue Projekt basiert ebenfalls auf einer Idee von Ty, speist aber von einer großen Kollektion unserer gemeinsamen Lieblings-Science-Fiction-Literatur. Während The Expanse die Arbeiten von Autoren wie Larry Niven, Robert Heinlein und Alfred Bester in seiner DNA hat, liegen der neuen Roman-Reihe Frank Herbert und Ursula K. Le Guin zugrunde. Mit diesen verschiedenen Ausgangspositionen, kommt auch etwas anderes dabei heraus.

Robots & Dragons: Vielen Dank für dieses Gespräch.

Die 4. Staffel von The Expanse startet am 13. Dezember auf Amazon Prime. Dort sind auch die ersten drei Staffeln abrufbar. Die ersten acht Bücher sind im Buchhandel erhältlich. Das neunte und letzte Buch der Science-Fiction-Saga soll 2020 erscheinen.  

The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video

The Expanse: Neuer Trailer zur 4. Staffel veröffentlicht

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Amazon Prime Video hat einen neuen Trailer zur demnächst startenden 4. Staffel der Science-Fiction-Serie The Expanse veröffentlicht, in der sich Erdlinge, Marsianer und die sogenannten Gürtler mal freundlich und mal feindlich gegenüberstehen. In der 4. Staffel geht es um die Vormachtstellung auf einem neuen Planeten namens Illus, der auf der anderen Seite des in der 3. Staffel entstandenen Sternentors liegt.   

Bei The Expanse handelt es sich um die Adaption der populären Science-Fiction-Romanreihe von James S. A. Corey (ein Pseudonym für das Autorenduo Daniel Abraham und Ty Franck) und wurde von den Oscar-nominierten Autoren Mark Fergus und Hawk Ostby (Children of Men, Iron Man) kreiert beziehungsweise geschrieben.  

Die 4. Staffel von The Expanse schlägt ein neues Kapitel auf, in dem die Crew der Rocinante sich auf einer UN-Mission befindet, um die neuen Welten hinter dem Sternentor zu erforschen. Die Menschheit hat nun Zugang zu tausenden neuen erdähnlichen Planeten, was eine große Nachfrage unter den verschieden Fraktionen kreiert hat, aber auch für weitere Spannungen sorgt. Bei Illus handelt es sich außerdem um einen Planeten mit reichhaltigen Bodenschätzen, auf dem neben den Feindseligkeiten zwischen den verschiedenen Neuankömmlingen noch größere Gefahren lauern. 

Zur Stammbesetzung der Serie gehören Steven Strait, Shohreh Aghdashloo, Dominique Tipper, Cas Anwar, Wes Catham and Franke Adams. Rosa Gilmore, Keon Alexander, Jess Salgueiro und Burn Gorman stoßen in der 4. Staffel hinzu. 

Die ersten beiden Episoden der 4. Staffel wurden 2019 schon auf der New York Comic Con gezeigt. Alle Episoden der 4. Staffel stehen ab dem 13. Dezember exklusiv bei Amazon Prime Video zur Verfügung, wo inzwischen auch die vorangegangenen drei Staffeln zu sehen sind.

The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video

The Expanse: Neuer Trailer zur 4. Staffel

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The Expanse

"We meet in an hour of change and challenge, in a decade of hope and fear, in an age of both knowledge and ignorance" - mit diesen nach wie vor aktuellen Worten John F. Kennedys zur Mond-Mission startet sehr passend der neue Trailer für die vierte Staffel von The Expanse. Amazon präsentierte den Clip in Anwesenheit der Crew während der New York Comic-Con, wo auch die erste Episode eine frühe exklusive Premiere feiert. Zumindest den Trailer gibt es auch für Daheimgebliebene schon jetzt.

Die Serie hat die erfolgreichen Buchreihe von James S. A. Corey als Vorlage. Hinter dem Pseudonym stehen die beiden Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Die Basis der Geschichte bildet die Besiedlung des erdnahen Weltraums und den damit verbundenen Problemen. The Expanse spielt im 23. Jahrhundert. Überbevölkerung hat der Erde schwer zu schaffen gemacht und es gelang, Mond, Mars und diverse Raumstationen dauerhaft bewohnbar zu besiedeln. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind ist das Klima denkbar angespannt. Die Vereinten Nationen existieren nach wie vor und haben mit ihrem Hauptsitz auf der Erde die politische Führung über alle Planeten und Siedlungen. Doch es regt sich zunehmend Widerstand. Insbesondere der Mars will seine Unabhängigkeit und die Bevölkerung ist aufgrund großer sozialer Unterschiede in Aufruhr. Alles bewegt sich durchweg am Rande der Eskalation.

Im Zuge der dritten Staffel hat sich der Raum für sowohl Erdbewohner als auch Gürtler und Marsianer schlagartig erweitert - in  den kommenden Folgen gilt es nun neue Welten zu entdecken und womöglich zu besiedeln. Das Unbekannte birgt dabei natürlich reichlich Gefahren, und das wie bei The Expanse typisch vor allem auch aus politischen Gründen und innerhalb der eigenen Reihen.

The Expanse fand durch seine dichte Erzählung mit vielen gut ausgearbeiten Charakteren und spannender Weltraum-Darstellung schnell ein begeistertes Publikum. Dennoch hat Heimatsender Syfy die Serie nach drei Staffel abgesetzt. Außerhalb der USA lief The Expanse als Netflix Original, es wurde deshalb angenommen, dass der Streaminganbieter die Serie komplett übernimmt. Letzlich aber hat Amazon zugeschlagen und setzt The Expanse fort. Neben den lauten Fanprotesten soll ein weiterer Grund sein, dass Amazon-Chef Jeff Bezos selbst großer Fan der Serie sei.

Ab dem 13. Dezember sind die neuen Folgen von The Expanse also exklusiv über Amazon Prime Video verfügbar.

The Expanse Season 4 - Official Teaser | Prime Video

The Expanse: Neues Poster zur 4. Staffel

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The Expanse

Amazon Studios hat ein neues Poster zur 4. Staffel von The Expanse veröffentlicht. Das Plakat versammelt die Hauptfiguren der Serie. Ihre Weltpremiere wird die Auftaktepisode am kommenden Wochenende in den USA im Zuge der New York Comic-Con feiern. Weltweit sind die neuen Folgen der Staffel ab dem 13. Dezember verfügbar. Eine 5. Staffel wurde bereits bestellt.

The Expanse basiert auf der gleichnamigen Bestseller-Reihe von James S. A. Corey. Hinter diesem Pseudonym verbergen sich wiederum die Autoren Daniel James Abraham und Ty Corey Franck. Die Basis der Geschichte bildet die Besiedlung des erdnahen Weltraums und den damit verbundenen Problemen. The Expanse spielt im 23. Jahrhundert. Überbevölkerung hat der Erde schwer zu schaffen gemacht und es gelang, Mond, Mars und diverse Raumstationen dauerhaft bewohnbar zu besiedeln. Da alle auf dieselben Ressourcen angewiesen sind ist das Klima denkbar angespannt.

Die Vereinten Nationen existieren nach wie vor und haben mit ihrem Hauptsitz auf der Erde die politische Führung über alle Planeten und Siedlungen. Doch es regt sich zunehmend Widerstand. Insbesondere der Mars will seine Unabhängigkeit und die Bevölkerung ist aufgrund großer sozialer Unterschiede in Aufruhr. Alles bewegt sich durchweg am Rande der Eskalation.

In den Hauptrollen sind unter anderen Steven Strait (Magic City) als Holden, Cas Anvar (The Strain) als Alex, Dominigue Tipper (The Girl with all the Gifts) als Naomi, Wes Chatham (Tribute von Panem) als Amos,  Thomas Jane als Joe Miller, Frankie Adams als Bobby Drape und Shohreh Aghdashloo (Star Trek: Beyond) als Chrisjen Avasarala zu sehen.

The Expanse Staffel 4

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Amazon Studios

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