Selbstgemacht: 5 geekige Bastelideen für den Winter

Der erste Advent ist angebrochen, die Tage sind kürzer, der Winter steht vor der Tür und bald ist auch schon Weihnachten. Die optimale Zeit also für ein wenig heimelige Frickeleien, sei es einfach zur eigenen Beschäftigung oder sogar als selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk. Hier stellen wir nun also fünf Bastelideen vor, die wir natürlich vorab selbst ausprobiert haben. Leute mit mehr Geduld und ruhigerer Hand gelingen sicherlich feinere Resultate, aber es soll ja vor allem als Beispiel und Inspiration dienen.

1. Ein Beutel für Rollenspiel-Würfel in D20-Form

Wirklich einfach. Er besteht fast nur aus Dreiecken. Und ja, ich habe deutlich zu lange darüber nachdenken müssen, wieviele Dreiecke ich wohl brauche - sehr k-l-u-k. Die Größe ist frei wählbar. Für den Test habe ich Dreiecke mit 5cm Höhe genommen.

Als Material empfiehlt sich Leder, aber auch dickerer Filz, Moosgummi und alles was etwas mehr Festigkeit hat kann genutzt werden. Am einfachsten locht man rundherum mit einer Lochzange, aber ein dickerer Nagel und Hammer leisten auch gute Dienste. Die Nummern sind mit Brandmalkolben eingeprägt, Beschriftung geht aber bei den meisten Materialien auch mit Lackstift (wobei die nicht ewig halten). Hier mit Schustergarn zusammengefädelt, aber ein dünnes Lederband wäre noch schicker.

2. Nagel-Faden-Bilder

Simples Grundprinzip: Man haut mit Nägeln die Kontur und füllt die Fläche in mehreren Ebenen mit Fäden. Auch hier braucht es nicht viel - eine Vorlage, ein Stück Holz, ein paar Nägel, ein Hammer und Wolle/Fäden. Unter dem Begriff "String Art" findet man jede Menge Beispiele und fertige Vorlagen mit bereits eingezeichneten Punkten für die Nägel. Für Star Wars gibt es zum Beispiel hier ein paar Motive, die auch für den Anfang geeignet sind.

3. Gesprühte T-Shirts

Okay, okay - es ist naheliegend. Aber für Leute, die sich kein fertiges Fandom-Shirt kaufen wollen, keinen eigenen Plotter und Shirtpresse verfügbar haben und wie ich besser mal nicht freihändig malen sollten gibt es zum Glück eine recht einfache Methode. Gewünschtes Motiv am Computer bearbeiten und auf etwas stärkeren Papier ausdrucken und ausschneiden. Es empfiehlt sich vorher zu markieren, was weggeschnitten werden soll und was bleibt. Wenn wie im Beispiel der innere Stern nicht mit restlichen Papier verbunden bleibt am besten mit Klebeband am Shirt sichern.

Textilfarbe (drauf achten ob für dunkle/helle Stoffe geeignet) mit etwas neutralen Akohol (Wodka) verdünnen und in eine leere Sprühflasche füllen. Besonder schöne Effekte gibt es mit Metallic-Farben. Aus etwa 20-30cm Entfernung schräg über das Motiv sprühen. Es braucht wirklich nicht viel. Darauf achten, dass nichts unter die Ränder läuft und auch das Papier nicht zu sehr durchnässt. Die Vorlage sofort danach vorsichtig vom Shirt nach oben hin abheben. Sobald es angetrocknet ist, was meist sehr schnell geht, kann man manche Details auch noch mit dem Pinsel nachmalen und Akzente setzen. Nicht vergessen vor dem ersten Waschen die Farbe mit dem Bügeleisen, mit einem Backpapier als Trennschicht, zu fixieren.

4. Alternativer Baumschmuck

Es braucht Christbaumkugeln, Eddings und ein paar Ideen für vereinfachte Symbole oder Attribute mit hohen Wiedererkennungswert. Da ich wie erwähnt nicht so der Held im freihändigen Malen bin, stammen die Beispiele von meiner Freundin Andrea, die ihren Baum gerne etwas anders schmückt.

5. Papierschnitt-Lichtboxen

Zum Schluß wird es etwas frickeliger, wobei es auch für die Lichtboxen nicht viel Material braucht.
- Festeres Papier (150-220g emfpiehlt sich, Standard-Kopierpapier hat etwa 90g)
- eine kleine Schere und ein Bastelmesser mit Ersatzklingen, Schneideunterlage
- eine Box als Rahmen
- Foamboard/Leichtschaumplatten für Rahmung und als Abstandshalter (evtl. auch dickes Schaumklebeband oder Moosgummi)
- Schmales doppelseitiges Klebeband
- ein Motiv
- eine batteriebetriebene LED-Lichterkette (für die meisten Boxen reichen 10-30 Lämpchen)


Hier bekommt man ein paar fertige Templates, mit denen viele ihre ersten Schritte in dem Bereich machen. Sie eignen sich auch gut, um das Grundprinzip vom Aufbau zu verstehen und dann für sich selbst anzupassen. Wenn man etwas Konkreteres im Kopf hat wird man meist mit "FandomXY+Silhouette" in der Bildersuche fündig. Vor dem Losschneiden nochmal genau überlegen, welche Teile man stehen lassen will.

Gerade für den Anfang empfiehlt es sich, das Hauptmotiv im Vordergrund zu haben und nach hinten mit einfachen Hintergründen wie etwa Bergen zu arbeiten. Auch reichen 3-5 Schichten völlig aus. In der Regel werden die einzelnen Schichten mit 0,5-1cm dicken Leisten aus Foamboard auseinandergehalten, um den Tiefeneffekt zu bekommen. Wenn dies nicht zur Hand ist, geht auch dickeres Moosgummi, Wellpappe oder dickes Schaumstoffklebeband - ist allerdings recht umständlich in der Handhabung.

Es gibt zwar fertige 3D-Bilderrahmen und bereits mit LED ausgestattete Boxen zu kaufen, aber damit ist man auch an bestimmte Größe gebunden und zudem sind diese eher teuer. In Bastel- und Krimskrams-Läden finden sich viele schöne Pappkistchen mit Deckel. Entweder haben die bereits ein sogenanntes Passepartout, also ein Fenster im Deckel, oder aber man schneidet es sich selbst mit dem Bastelmesser. Natürlich kann man auch so ziemlich jeden anderen Karton als Rahmung nutzen.

Als erstes wird auf der Rückseite der Kiste ein kleines Loch geschnitten, durch die die Lichterkette geführt wird - das Batteriefach bleibt draußen. Mit doppelseitigen Klebeband oder Heißklebepistole die Lichterkette rundherum an Rückwand befestigen.

Die geschichteten Papiermotive werden in den Deckel geklebt, wenn man sehr passgenau gearbeitet hat kann man sie auch reinklemmen, was natürlich späteres Nachjustieren vereinfacht.

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