Frozen - Disney's Billion Dollar Baby

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Elsa in Frozen

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2013 war ja bekannterweise ein starkes Jahr für Kinofilme. Mit Blockbustern wie Iron Man 3, Hunger Games 2, Hobbit 2, Despicable Me 2 und Thor 2 fanden zahlreiche große Franchises ihre Fortsetzung und wie von den Studios erwartet strömten die Zuseher scharenweise in diese Filme.


Es gibt aber auch eine Überraschungs-, oder besser: Cinderellastory in diesem Jahr. Denn wer hätte im November gedacht, dass sich Disneys neues Prinzessinnenmusical Frozen (dt.: Die Eiskönigin) zu einem Phänomen entwickeln könnte, das den anderen Animationshit des Jahres, Despicable Me 2 von Universal, in den Schatten stellen würde?
Frozen hat weltweit über eine Milliarde Dollar eingespielt und könnte nach seinem Release in Japan sogar den bisherigen Rekordhalter unter Animationsfilmen schlagen: Toy Story 3 aus dem Hause Pixar. Das ist für einen Animationsfilm, der kein Sequel ist, ein absolut sensationelles Ergebnis. Und für die Disney Animation Studios, deren Rivalität mit Pixar legendär ist, ist das ein riesengroßer Erfolg.


Zur Veranschaulichung: Als Frozen Ende November letzten Jahres in die Kinos kam, gingen Experten von einem Einspielergebnis von über 250 Millionen Dollar in den USA aus, was als sehr gut galt. Gegenwärtig steht der Film kurz davor, die 400-Millionen-Marke zu durchstoßen. Er ist innerhalb der Vereinigten Staaten der dritterfolgreichste Film 2013, und das obwohl er mittlerweile seit drei Monaten in den Kinos läuft und in Kürze auf DVD und Blu-Ray erscheint.


Was steckt hinter dem Frozen-Phänomen, über das bereits zahlreiche Online-Artikel geschrieben wurden und dem sogar mehrere Seiten in Time Magazine gewidmet wurden? Zunächst wohl einmal Timing. Frozen hat bei seinem Release von einer merkwürdigen Knappheit an Familienfilmen gegen Jahresende profitiert, sowie von einem Kälteeinbruch in den USA, der nach Ansicht vieler Kommentatoren einem Film mit dem Titel Frozen zusätzliche Zugkraft verpasste. Außerdem preisen Branchenbeobachter wie Forbes Disneys effektives Marketing, das die Dominanz weiblicher Protagonistinnen in ersten Clips weitgehend ausklammerte und es so anscheinend vermied, Jungen und Männer abzuschrecken.


Aber abgesehen von den externen Faktoren ist da noch der Film selbst. Die Geschichte der Schwestern Anna und Elsa, in der Männer und traditionelle Liebesplots nur eine untergeordnete Rolle spielen, wird von Kritikern als Traditionsbruch Disneys gepriesen und von Millionen Familien für die zentrale Bedeutung familiärer Liebe geschätzt. Dabei ist die Handlung so simpel wie effektiv: Elsa, die ältere Schwester und Königin, wurde mit der Kraft, Eis und Schnee zu kontrollieren, geboren, aber es fällt ihr schwer, ihre Macht unter Kontrolle zu halten. Als sie entdeckt wird, flieht sie aus dem Königreich, über das sie unfreiwillig einen plötzlichen und harten Winter gebracht hat, und Anna, die jüngere Schwester, bricht auf, entschlossen, sie zurückzuholen.


Natürlich wäre es kein Disney-Film ohne die üblichen Gesangseinlagen, humorvollen Abenteuer und Sidekicks (Schneemann Olaf hat mittlerweile einen eigenen Internetkult). Wie man es von Disney erwarten kann, trumpft der Film gerade in der Musik groß auf. Elsas Selbsterkenntnislied, Let It Go, von Broadwaysängerin Idina Menzel bombastisch gesungen, hat auf Youtube inzwischen weit über hundert Millionen Klicks und wurde von ihr bei den diesjährigen Oscars vorgetragen.


Die kulturelle Wirkung des Filmes kann sich auch in Fanaktivitäten messen lassen. Hunderte Fancovers von Let It Go sind im Internet wie Pilze hochgeschossen, andere Videos zeigen Mädchen zwischen 14 und 25 im Detail, wie sie sich wie Elsa und Anna schminken, frisieren und kleiden können, und auf Blogging-Plattformen wie Tumblr explodiert die Fankunst geradezu. Die Einbettung von Frozen in die Popkultur stand spätestens dann fest, als viele Amerikaner die Kältewelle um die Jahreswende damit erklärten, dass die Eiskönigin sich wohl wieder gehenlassen habe.

Für diejenigen, die es noch nicht kennen. Enjoy:

Disney's Frozen "Let It Go" Sequence Performed by Idina Menzel

Die Eiskönigin 2
Originaltitel:
Frozen 2
Kinostart:
21.11.19
Regie:
Chris Buck, Jennifer Lee
Drehbuch:
Jennifer Lee, Allison Schroeder
Darsteller:
Kristen Bell, Idina Menzel, Josh Gad, Jonathan Groff, Evan Rachel Wood, Sterling K. Brown
Die Fortsetzung des Animationserfolges geht der Herkunft von Elsas Kräften auf den Grund.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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