Aladdin

Aladdin und König der Löwen bald als HD-Remake auf PC und Konsolen

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Disney Classic Games: Aladdin and the Lion King

Wie gestern bekannt wurde, bringt Disney in Zusammenarbeit mit dem Entwicklerstudio Nighthawk Interactive eine Sammlung von HD-Remakes der Videospiel-Ableger von Disneys erfolgreichen Animationsfilmen Aladdin und Der König der Löwen aus den Jahren 1992 sowie 1994 heraus. Die Sammlungen sollen die Spiele-Ableger der beiden Filme für den Sega Mega Drive (in den USA: Sega Genesis), Game Boy und  Super Game Boy beinhalten. Vom König der Löwen wird es zusätzlich die SNES-Variante zu spielen geben. Die Sammlung trägt den Namen Disney Classic Games: Aladdin and the Lion King.

Die Spielesammlung soll eine höhere Auflösung bieten sowie weitere Verbesserungen, die in den bisher erschienen, anderen HD-Remakes zum Teil erprobt wurden: So soll es Speichermöglichkeiten geben, eine Levelauswahl, die Möglichkeit, das Geschehen um bis zu 15 Sekunden zurück zu spulen und diverse andere Erleichterungen, die in den Jahren 1993 (Aladdin) und 1994 (Der König der Löwen) von Spielern vielleicht schmerzlich vermisst wurden. Zudem werden auch Hintergrundinformationen und Galerien zur Entstehung der Filme verfügbar sein, wie der Ankündigungstrailer zeigt.

Auffallend ist, dass die SNES-Version von Aladdin fehlt. Das mag daran liegen, dass dieses Spiel nicht, wie die anderen Titel, von Virgin Interactive verantwortet wurden, sondern vom japanischen Studio Capcom (Street Fighter, Mega Man). Ob und wie die SNES-Version nochmal in einer modernen Variante verfügbar wird, ist nicht bekannt. Vor kurzem wurden allerdings die ebenfalls von Capcom verantworteten Ducktales-Neuauflage DuckTales: Remastered aus den diversen Online-Shops entfernt, es ist also möglich, dass Capcom keine Lizenz mehr für Disney-Spiele hat.

Als Erscheinungsdatum von Disney Classic Games: Aladdin and the Lion King wurde der 29. Oktober 2019 genannt, für rund 30 € sollen die Remakes auf den Konsolen Playstation 4, Switch, Xbox One und für den PC zu haben sein.

Disney Classic Games: Aladdin and The Lion King Announcement Trailer

Aladdin: Herausgeschnittener Song veröffentlicht

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Aladdin

Wie im Original wurde auch in der Realneuverfilmung von Disneys Aladdin viel gesungen. Nicht jeder Song schaffte es allerdings auch in den fertigen Film. So hat Disney nun das Lied "Desert Moon" veröffentlicht, das vor dem Kinostart noch der Schere zum Opfer gefallen war.

In den Hauptrollen des Films sind neben Mena Massoud als Held Aladdin auch Will Smith als blauer Dschinni, Naomi Scott (Power Rangers) als Jasmine und Marwan Kenzari (Mord im Orient-Express) als Bösewicht Jafar zu sehen. Außerdem gehören Navid Negahban (Homeland) als Sultan von Agrabah, Nasim Pedrad (Saturday Night Live) als Dienerin Dalia, Billy Magnussen (Into the Woods) als Prinz Anders und Numan Acar (Homeland) als Hakim, der Chef der Palastwache zur Besetzung der Disney-Realverfilmung.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Dieb Aladdin, der eines Tages eine magische Lampe findet. In dieser lebt ein Dschinn, der dem jungen Mann drei Wünsche gewährt. Mit deren Hilfe versucht Aladdin, das Herz von Prinzessin Jasmine zu erobern. Allerdings ist auch der Großwesir Dschafar hinter der Lampe her und will Sultan anstelle des aktuellen Sultans zu werden.

Das Drehbuch stammt von John August (Big Fish, Corpse Bride). Die Inszenierung des Realfilms übernahm Guy Ritchie (Snatch - Schweine und Diamanten, Sherlock Holmes).

Aladdin war einer der Sommerhits für Disney. So konnte der Film 1,043 Milliarden Dollar einspielen und steht aktuell auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme des Jahrs. Gleichzeitig ist Aladdin eine von fünf diesjährigen Milliarden-Erfolgsproduktionen aus dem Hause Disney.

Disney's Aladdin | Deleted Song, Desert Moon

Disney denkt über einen Nachfolger zu Aladdin nach

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Aladdin

Die Realverfilmung von Aladdin erwies sich für Disney als ein finanzieller Erfolg: Mit einem Einspielergebnis von knapp einer Millarde US-Dollar übertraf der Film wohl die Erwartungen des Medienriesen. Daher bleiben die Überlegungen zu einem Nachfolger nicht aus. Dazu interviewte kürzlich das Online-Magazin Comic Book den Produzenten Dan Lin, der über die Gedankengänge bei Disney Auskunft gab.

So überlege man durchaus, einen Nachfolger zu drehen. Grund dafür war die positive Reaktion des Publikums:

„Als wir den Film zum ersten Mal angingen, wollten wir sicherlich einfach den besten Film drehen, den wir konnten, und wollten uns vom Publikum sagen lassen, ob sie mehr sehen wollten. Und ich würde sagen, die Zuschauer wollen übereinstimmend mehr sehen. Sie haben den Film mehrere Male gesehen. Wir haben viele Fan-Briefe erhalten von Leuten, die wirklich zurück gegangen sind und ihre Freunde und ihre Familie mitgenommen haben. Daher glauben wir, es gibt da noch mehr zu erzählen. Wir behandeln das so, wie wir auch den ersten Aladdin-Film behandelt haben und werden kein Bild-für-Bild-Remake von Dingen machen, die schon da waren. Wir werden uns wirklich anschauen, was es in der Vergangenheit und als Heimvideo schon gibt und mit dem, was wir als Material bereits haben, gibt es auch viel zu erzählen. Ohne also zuviel zu verraten, wir erforschen gerade, wohin wir mit dieser Marke gehen können.“

Mit seiner Äußerung bezieht sich Dan Lin unter anderem auf die beiden Filme Dschafars Rückkehr sowie Aladdin und der König der Diebe, die 1994 und 1996 erschienen. Beide Filme liefen nicht im Kino, sondern wurden direkt auf VHS beziehungsweise DVD veröffentlicht. Zusätzlich lief ebenfalls zwischen 1994 und 1996 eine Animationsserie namens Disneys Aladdin.

Mit dem in diesem Jahr erschienen Aladdin setzt Disney die Realverfilmung seiner Zeichentrick-Filme aus den 1990ern fort. Regie führte Guy Ritchie, die Rolle von Aladdin wurde von Mena Massoud übernommen, Prinzessin Jasmins spielte Naomie Scott und die Rolle des Dschinni spielte Will Smith. Uns bei Robots & Dragons gefiel der Film übrigens ganz gut, auch wenn die Realverfilmungen nicht jedermanns Sache sind.

Einspielergebnis: Der König der Löwen weiter an der Spitze der Kinocharts

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Der König der Löwen

Platz 1 der Kinocharts in Deutschland und den USA ist weiter fest in der Hand von Der König der Löwen. An ihrem zweiten Wochenende konnte die Neuverfilmung des beliebten Zeichentrickfilms in den USA rund 75,5 Millionen Dollar einspielen und setzte sich damit ohne Probleme an die Spitze. Weltweit kommt die Produktion mittlerweile auf ein Einspielergebnis von rund 962 Millionen Dollar. Damit steht Der König der Löwen bereits auf Platz 5 der Jahrescharts.

Bester Neustart war in den USA am vergangenen Wochenende Once Upon A Time In... Hollywood. Der neueste Film von Quentin Tarantino spielte zum US-Start 40,3 Millionen Dollar ein. Bisher startete in den USA noch kein Werk des Regisseurs besser. In Deutschland kommt Once Upon A Time In... Hollywood am 15. August in die Kinos.

Komplettiert werden die Top 3 in den Vereinigten Staaten von Spider-Man: Far from Home, der noch einmal 12,3 Millionen Dollar einspielen konnte. Die Comicverfilmung knackte in der vergangenen Woche zudem die Marke von einer Milliarde und steht nun bei einem Einspielergebnis von 1,036 Milliarden Dollar.

Auch Aladdin kann sich nun in die Reihe der Milliardenfilme einreihen. Disneys Märchenverfilmung ist generell der vierte und gleichzeitig der dritte Film des Studios, dem dieses Kunststück in diesem Jahr gelingt. Mit Toy Story 4 (aktuell 917 Millionen Dollar) und Der König der Löwen dürften schon bald zwei weitere folgen.

In Deutschland gibt es aktuell ebenfalls kein Vorbeikommen an Der König der Löwen. Am zweiten Wochenende spielte die Neuverfilmung hierzulande 6,1 Millionen Euro ein und lockte 630.000 Besucher in die Kinos. Insgesamt steht Der König der Löwen nun bereits bei 2,15 Millionen Besuchern und ist nun nach Avengers: Endgame (5 Millionen Besucher) und Drachenzähmen leicht gemacht 3 - Die geheime Welt (2,24 Millionen Besucher) schon der dritt erfolgreichste Film des Jahres.

Auf den weiteren Plätzen der Top 3 folgen in dieser Woche Spider-Man: Far from Home mit 110.000 verkauften Tickets und 1,04 Millionen Euro und Pets 2 mit 135.000 Zuschauern und 975.000 Euro.

Einspielergebnis: Spider-Man an der Spitze der Kinocharts

Spider-Man: Far from Home hat sich wie erwartet an die Spitze der weltweiten Kinocharts gesetzt. In den USA lief die Comicverfilmung aufgrund des Feiertags am Donnerstag bereits am Dienstag an. Innerhalb von sechs Tagen konnte die Fortsetzung in den Vereinigten Staaten 185 Millionen Dollar umsetzen. Damit ist Spider-Man: Far from Home aktuell rund 30 Millionen Dollar besser als der Vorgänger Homecoming.

Auch außerhalb der USA läuft es gut für die Sony-Produktion. Abgesehen von Italien ist Far from Home nun in allen Märkten angelaufen und konnte bereits 580 Millionen Dollar einspielen. Neben den USA ist erneut China der zweitstärkste Markt. Hier kommt Spider-Man: Far from Home nach zwei Wochen auf rund 167 Millionen Dollar.

Mit dem Start der Comicverfilmung ist auch die Zeit von Toy Story 4 an der Spitze der US-Kinocharts vorbei. Trotzdem spielte die Fortsetzung noch einmal 34,3 Millionen Dollar ein, was Platz 2 in den US-Charts bedeutet. Insgesamt steht die Animationsfortsetzung nun weltweit bei 649 Millionen Dollar, wobei der Kinostart hierzulande immer noch aussteht. In Deutschland läuft Toy Story 4 erst am 15. August an.

Komplettiert werden die Top 5 in den USA durch Yesterday (10,7 Millionen Dollar), Annabelle 3 (9,7 Millionen Dollar) und Aladdin (7,6 Millionen Dollar). Letzterer hat mittlerweile die Marke von 900 Millionen Dollar übersprungen und steht nun bei 921 Millionen Dollar.

In Deutschland sorgte Spider-Man: Far from Home ebenfalls für neues Leben an den Kinokassen. Nachdem in den vergangenen Wochenenden regelmäßig sehr überschaubare Zahlen geschrieben wurden, geht es nun wieder bergauf. Die Comicverfilmung lockte hierzulande 435.000 Zuschauer in die Kinos und spielte 4,5 Millionen Euro ein. Damit konnte sich die Fortsetzung gegenüber Homecoming deutlich steigern. Dieser startet mit 300.000 Zuschauern.

Wie stark sich das schöne Wetter in den vergangenen Wochen auf die deutschen Kinos auswirkte zeigt sich am deutlichsten an Pets 2. Zum Auftakt lockte die Fortsetzung am Startwochenende nur 200.000 Zuschauer in die Kinos. Eine Woche später waren es mit 320.000 Besucher deutlich mehr. Die Einnahmen betrugen 2,6 Millionen Euro.

Platz 3 geht an Annabelle 3 mit 120.000 Zuschauern und 1,1 Millionen Euro. Dahinter folgen Aladdin (70.000 Besucher, 610.000 Euro) und Drei Schritte zu Dir (65.0000 Besucher und 550.000 Euro).

Einspielergebnis: Men in Black startet enttäuschend

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Men in Black: International

Auch Men in Black: International reiht sich ein in die Reihe der enttäuschenden Kinoneustarts der vergangenen Wochen. Besonders in den USA läuft der Blockbuster-Sommer bisher alles andere als rund für viele Filmstudios. So blieben zuletzt beispielsweise auch X-Men: Dark Phoenix, Pets 2 und Godzilla: King of Monsters unter den Erwartungen.

Im Falle von Men in Black: International reichte es zwar für Platz 1 in den US-Kinocharts. Die 28,5 Millionen Dollar dürften bei den Verantwortlichen von Sony aber kaum für Jubelstürme gesorgt haben. International lief es etwas besser, was vor allem dem chinesischen Publikum zu verdanken ist. So kommt die Fortsetzung am ersten Wochenende insgesamt auf ein Einspielergebnis von 102 Millionen Dollar, 26,3 Millionen Dollar kamen aus China. Mit diesen Zahlen erscheint es unwahrscheinlich, dass das Spin-off an die Erfolge der Originalreihe anknüpfen wird. Men in Black spielte insgesamt 589 Millionen Dollar ein, die Fortsetzungen kamen auf 441 Millionen Dollar und 624 Millionen Dollar.

Platz 2 sicherte sich in den US-Charts die Fortsetzung von Pets. In Woche 2 spielte die Animationsfortsetzung in den USA 23,8 Millionen Dollar ein, sodass der Film nun auf ein US-Einspielergebnis von 92 Millionen Dollar kommt. Weltweit steht Pets 2 bei 154 Millionen Dollar, was vor allem im Vergleich zu den insgesamt 875 Millionen Dollar des Vorgängers für Universal ebenfalls etwas enttäuschend sein dürfte.

Dem Trend der schwächelnden Blockbustern widersetzt sich dagegen Disney. Aladdin sicherte sich in seiner vierten Woche einen soliden 4. Platz in den USA. Die Neuverfilmung des Märchenklassikers spielte noch einmal 16,7 Millionen Dollar ein. Weltweit sind mittlerweile schon 724 Millionen Dollar zusammengekommen. Damit befinden sich mit Avengers: Endgame (2,742 Milliarden Dollar) und Captain Marvel (1,127 Milliarden Dollar) drei Filme des Studios an der Spitze der Jahrescharts.

Für X-Men: Dark Phoenix läuft es dagegen weiterhin nur bedingt rund. Besonders in den USA tut sich der Film schwer. Das Einspielergebnis in der zweiten Woche betrug nur 9 Millionen Dollar, was Platz 4 bedeutet. Insgesamt steht die Comicverfilmung nun bei 204 Millionen Dollar und damit noch deutlich hinter den 543 Millionen Dollar des Vorgängers X-Men: Apocalypse. Aktuell ist Dark Phoenix der einspielschwächste Film der X-Men-Reihe und muss sich noch ziemlich strecken, um diesen Titel am Ende nicht zu behalten. So kam X-Men im Jahr 2000 auf 296 Millionen Dollar, wobei hier die Inflation in den vergangenen 19 Jahren nicht eingerechnet ist.

Besser, wenn auch immer noch nicht wirklich sensationell, läuft es für Godzilla 2: King of Monsters. In der dritten Woche kam der Film in den USA auf 8,3 Millionen Dollar. Insgesamt beträgt das Einspielergebnis 339 Millionen Dollar. Dem steht ein Budget von geschätzten 170 bis 200 Millionen Dollar gegenüber. Im Monsterverse ist Godzilla 2 bisher der schwächste Film. Angeführt wird die Reihe von Kong: Skull Island mit 566 Millionen Dollar, dahinter folgt Godzilla mit 529 Millionen Dollar.

Zum Schluss noch ein Blick auf Avengers: Endgame und den Versuch von Marvel Studios, Avatar vom Thron des einspielstärksten Films aller Zeiten zu stoßen. Das vierte Avengers-Abenteuer steht nach acht Wochen bei einem Einspielergebnis von 2,742 Milliarden Dollar. Damit fehlen noch rund 46 Millionen Dollar für Platz 1 in den Allzeit-Charts.

Einspielergebnis: Godzilla 2 startet mit 179 Millionen Dollar

Godzilla 2: King of Monsters konnte sich am vergangenen Wochenende an die Spitze der weltweiten Kinocharts setzen. Am ersten Wochenende spielte die Fortsetzung insgesamt 179 Millionen Dollar ein. Knapp 70 Millionen Dollar stammen dabei aus China. In den USA sicherte sich der Film mit 49 Millionen Dollar zwar ebenfalls Platz 1, blieb aber unter den Prognosen des Studios Warner Bros., die bei 50 bis 55 Millionen Dollar gelegen hatten. Zudem starteten sowohl der Vorgänger (93,2 Millionen Dollar) als auch Kong: Skull Island (61 Millionen Dollar) deutlich besser.

Auf Platz 2 in den US-Charts folgte in dieser Woche Aladdin. Die Märchenverfilmung von Disney kam in ihrer zweiten Woche auf 42,3 Millionen Dollar. Weltweit steht Aladdin nach zwei Wochen bei 445 Millionen Dollar. Komplettiert werden die Top 3 in den USA durch den Neustart Rocketman, der 25 Millionen Dollar einspielen konnte. Dahinter folgen Ma mit 18,2 Millionen Dollar und John Wick: Kapitel 3 mit 11,1 Millionen Dollar. Der dritte Teil der Action-Reihe übersprang am Wochenende auch die weltweite Marke von 200 Millionen Dollar und steht nun bei 221 Millionen Dollar.

Avengers: Endgame befindet sich zudem weiterhin auf der Mission, der finanziell einspielstärkste Film aller Zeiten zu werden. Mittlerweile steht das vierte Abenteuer der Marvel-Helden bei 2,713 Milliarden Dollar. Damit fehlen noch rund 75 Millionen Dollar zum Rekord von Avatar.

In Deutschland gab es auch in dieser Woche kein Vorbeikommen an Aladdin. Disneys Neuverfilmung lockte 295.000 Besucher in die Kinos und spielte 2,75 Millionen Dollar ein. Damit hat Aladdin jetzt die Marke von 700.000 Besuchern geknackt. Auch für John Wick: Kapitel 3 läuft es hierzulande weiterhin nicht schlecht. Am zweiten Wochenende wollte 180.000 Besucher den Film sehen, was ein Einspielergebnis von 1,75 Millionen Dollar bedeutet.

Godzilla 2: King of Monsters ist mit 140.000 Kinogängern und 1,5 Millionen Euro der beste Neustart der Woche. Auch in Deutschland lief es aber deutlich schlechter als beim Vorgänger. Dieser lockte 2014 noch 345.000 Besucher zum Start in die Kinos. Vervollständigt werden die Top 5 durch Rocketman (120.000 Besucher und 1,1 Millionen Euro) und Pokémon Detective Pikachu mit 120.000 Kinogängern und 1 Million Euro.

Einspielergebnis: Aladdin vor John Wick 3 in den Kinocharts

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Aladdin

Disneys Aladdin konnte sich zum Start in Deutschland und den USA die Platz 1 in den Kinocharts sichern. In den USA spielte die Neuverfilmung des Märchens am ersten Wochenende 86,1 Millionen Dollar ein und platzierte sich damit vor John Wick: Kapitel 3. Der Actionfilm war in den Vereinigten Staaten bereits in der vergangenen Woche angelaufen und konnte in Woche 2 noch einmal 24,3 Millionen Dollar einspielen. Weltweit steht John Wick: Kapitel 3 aktuell bei 175 Millionen Dollar, während Aladdin auf 207 Millionen Dollar kommt.

Platz 3 in den US-Charts geht an Avengers: Endgame mit 16,8 Millionen Dollar. Die Comicverfilmung bemüht sich weiterhin darum, Avatar als erfolgreichsten Film aller Zeiten vom Thron zu stoßen. Das Unterfangen wird allerdings zunehmend schwieriger. Aktuell kommt Avengers: Endgame auf ein weltweites Einspielergebnis von 2,677 Milliarden Dollar, während Avatar 2,788 Milliarden Dollar vorweisen kann.

In Deutschland liefen am vergangenen Wochenende sowohl Aladdin als auch John Wick: Kapitel 3 an. Das Kopf-an-Kopf-Rennen ging dabei wohl knapp an den Disney-Film. So kommt Aladdin auf 290.000 Besuchern und 2,78 Millionen Euro, während John Wick: Kapitel 3 285.000 Zuschauer in die Kinos lockte und 2,75 Millionen Euro einspielte. Damit gelang dem dritten Film auch gleichzeitig der beste Start der Reihe. Teil 1 kam 2015 am ersten Wochenende auf 140.000 Besucher, Teil 2 verbesserte sich 2017 auf 230.000 Besucher.

Platz 3 in den Kinocharts ging auch in Deutschland an Avengers: Endgame. Rund 110.000 Zuschauer bedeuten ein Einspielergebnis von 1,2 Millionen Euro. Insgesamt hat die Comicverfilmung in Deutschland damit nun mittlerweile knapp 4,8 Millionen Karten verkauft.

Kritik zu Aladdin – Eine Wunderlampe der Überraschung

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Ein bisschen stutzt man, wenn einem die Laufzeit von Disneys Neuverfilmung ihres 27 Jahre alten Trickfilms zu Ohren kommt: 128 Minuten? Für einen Film, der auf einem Film basiert, der nur knapp 90 Minuten lang lief? Schnell macht man sich da Sorgen, schließlich könnte Disney die Neuauflage verhauen, mit unnötigen Actionszenen, noch mehr Kitsch oder irgendwelchen Nebenhandlungen, die niemand wirklich braucht.

Disneys Neuauflagen von Filmen wie Die Schöne und das Biest oder Das Dschungelbuch aus jüngster Zeit wurden zwar mit Anerkennung, aber auch nicht ohne Kritik aufgenommen. Ach, schon die Originalfilme, inklusive Aladdin, mussten sich gewisser Kritik, vor allem in Hinsicht auf stereotype Darstellung fremder Kulturen oder der Rolle von Frauen gefallen lassen – und das zurecht. Und nun legt Disney Aladdin neu auf, der zusammen mit Der König der Löwen wohl wie kein anderer Zeichentrickfilm die gerade jetzt ins Kino gehende Generation von Ex-Kindern geprägt hat. Was da alles schief gehen kann!

Gaunerfilm-Regisseur, Whitewashing und, naja, Musicals

Da war zunächst die Auswahl des Regisseurs: Guy Ritchie hat die Inszenierung übernommen. Anfangs legt man da vielleicht den Kopf schief, aber dann fällt ein der Groschen. Ritchie hat seine Bekanntheit nicht nur mäßigen Action-Filmen wie King Arthur: Legend of the Sword zu verdanken, sondern zuallererst seinen Gaunerkomödien wie Snatch – Schweine und Diamanten. Das passt, denn irgendwie ist Aladdin auch eine kleine Gaunerkomödie.

Dann sind da die Schauspieler: Viel berechtigte Kritik mussten sich diverse Hollywood-Produktionen anhören, die sogenanntes Whitewashing betrieben haben, also ethnisch eindeutige Rollen wie asiatische (Ghost in the Shell) oder nah-östliche (Exodus: Götter und Könige) Figuren mit westlichen Schauspielern wie Scarlett Johansson oder Christian Bale zu besetzen, weil diese sonst nicht in der Logik der Studios zu vermarkten wären. Schon beim Casting wurde darauf geachtet, den vage arabischen Hintergrund Aladdins auch bei den Schauspielern abzubilden. Das gelang: Aladdin-Darsteller Mena Massoud hat ägyptische Wurzeln, Naomie Scott als Jasmin hat ein indisches Elternteil, Dschaffars Rolle wird von Marwan Kenzari verkörpert, der tunesisch-niederländischer Herkunft ist. Will Smith spielt übrigens auch mit.

Schließlich fragt man sich auch, wie die zahlreichen Musikstücke gut in die Geschichte integriert werden können, schließlich waren die schmissigen Lieder ein elementarer Teil der Disney-Magie der frühen Neunziger. Hier kann man klar und eindeutig sagen: Das ist nicht gelungen. Der Film bleibt einfach in Teilen ein verdammtes Musical, in dem Leute mehr oder weniger plötzlich anfangen zu singen und zu tanzen – damit muss man entweder klar kommen oder nicht. Immerhin treiben einem so manche Musikstücke die nostalgischen Tränen in die Augen, was man als gelungene Darstellung des Ganzen interpretieren kann.

Vorlagengetreu und mit Mut zur Ergänzung

Jetzt wurde viel über die Ängste und Vorbereitungen im Vorfeld gesprochen, wie sieht es nun mit der Umsetzung aus? Da hält sich Aladdin sehr eng an seine Vorlage: Wer das Original von 1992 kennt, der wird in der Story nur neue Details erkennen und nicht wirklich überrascht sein. Ein paar Informationen wurden umgebaut, einige Figuren wie der Sultan oder Jasmins Kammerzofe wurden ausgebaut oder hinzu geschrieben. Vor allem Jasmin bekommt mehr Kontur und soll nicht länger schlicht verheiratet werden: Sie möchte der neue Sultan sein und tritt somit in Konflikt mit ihrem eher traditionell orientieren Vater. Der wiederum ist nicht die Karikatur aus dem Original, sondern ein um eine gute Herrschaft bemühter Sultan. Hier beweist Disney, dass man mit der Zeit gehen kann, ohne eine gute Geschichte zu opfern. Zusätzlich zu ihren neuen Szenen und ihrer Motivation hat Jasmin auch zwei neue Songs auf den Leib geschrieben bekommen, die eine nette Ergänzung sind, aber die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Aber naja – Musicals.

Aladdin selbst ist relativ unverändert und wird von Mena Massoud auch glaubhaft verkörpert, lediglich sein Schauspiel ist manchmal etwas flach – aber da ist er nicht der einzige, leider. Bleibt noch Will Smith, der als blauer Dschinni versucht, es an Witz und Verve mit Robin Williams aufzunehmen, der den hyperaktiven Geist aus der Flasche 1992 seine Stimme verlieh (und darüber mit Disney in argen Streit geriet). Natürlich scheitert Smith daran, die Klasse des 2014 leider verstorbenen Schauspielers und Komikers zu erreichen, was auch daran liegen kann, dass ein computergenerierter Dschinni auch mit den heute mächtigen Digitalisierungsverfahren immer noch nach einem computergenerierten Dschinni aussieht. Aber zumindest nutzt der Film die Möglichkeiten des Computers für ein paar gelungene Witze und optische Bonbons. Will Smith macht seinen Job übrigens gut und gibt dem blauen Geist ein paar Nuancen, die ihn als Charakter greifbarer werden lassen. Dschaffar kann als Bösewicht ebenfalls halbwegs überzeugen, auch wenn er als Charakter und Gegenspieler etwas weniger greifbar ist und seine Motivation etwas abgekürzt erscheint.

Eine Mischung aus Bollywood und Disney

Bleibt die gesamte Inszenierung der Neuauflage. Wer Ritchies Filme gesehen hat, der weiß: Rasant kann der Mann. Das lässt sich auch hier verfolgen: Die Szenen auf Agrabahs Straßen sind mit einer gewissen spielerischen Rasanz in Szene gesetzt und auch später, beispielsweise beim Einzug Prinz Ali Ababuas in die Straßen der Stadt, entfaltet der Film eine farbenprächtige Opulenz, die man so nur aus Bollywood-Filmen kennt. Die Regie hat hier die absolut richtige Entscheidung getroffen, sein Material nicht ganz ernst zu nehmen und den Prachtregler auf 11 zu drehen, was dem Film eine angenehm leichte Note aus dem indischen Kitsch-Kino gibt.

Nebenbei ist Aladdin auch witzig, wobei manche Scherze etwas gewollt erscheinen, aber das kann man bei der insgesamt hohen Qualität verzeihen. Lediglich das Ende des Films wirkt etwas gestreckt, aber bis hierhin fühlt man sich so gut unterhalten, dass die letzten zehn Minuten zu viel Film auch nicht unangenehm zu Buche schlagen.

Am Ende lässt einen Aladdin mit dem positiven Gefühl zurück, dass Disney hier mit der Regie, den Schauspielern und dem gesamten Plan tatsächlich ein Glücksgriff gelungen ist, der im zynischen Geschäft der Filmproduktion recht unerwartet kommt. Aber dafür umso positiver überrascht.

Fazit

Aladdin ist eine rasant inszenierte, in der Handlung aber wenig innovative Neuauflage des Zeichentrickfilms, die überraschend viel Spaß macht und auch Erstseher unterhalten kann.

ALADDIN - 2. Offizieller Trailer (deutsch/german) | Disney HD

Disney's Aladdin Official Trailer - In Theaters May 24!

Aladdin: Neues Featurette online

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Aladdin

Disney hat noch einmal ein neues Featurette zu Aladdin veröffentlicht. Dieses wirft einen Blick hinter die Kulissen und widmet sich vor allem der Entstehung von Agrabah, dem Haupthandlungsort des Films. In den deutschen Kinos startet die Märchenverfilmung am 23. Mai.

In den Hauptrollen des Films sind neben Mena Massoud als Held Aladdin auch Will Smith als blauer Dschinni, Naomi Scott (Power Rangers) als Jasmine und Marwan Kenzari (Mord im Orient-Express) als Bösewicht Jafar zu sehen. Außerdem gehören Navid Negahban (Homeland) als Sultan von Agrabah, Nasim Pedrad (Saturday Night Live) als Dienerin Dalia, Billy Magnussen (Into the Woods) als Prinz Anders und Numan Acar (Homeland) als Hakim, der Chef der Palastwache zur Besetzung der Disney-Realverfilmung.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Dieb Aladdin, der eines Tages eine magische Lampe findet. In dieser lebt ein Dschinn, der dem jungen Mann drei Wünsche gewährt. Mit deren Hilfe versucht Aladdin, das Herz von Prinzessin Jasmine zu erobern. Allerdings ist auch der Großwesir Dschafar hinter der Lampe her und will Sultan anstelle des aktuellen Sultans zu werden.

Das Drehbuch stammt von John August (Big Fish, Corpse Bride). Die Inszenierung des Realfilms übernahm Guy Ritchie (Snatch - Schweine und Diamanten, Sherlock Holmes).

Disney's Aladdin - "World of Aladdin" Special Look

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