Dracula

Jubiläen 2021: Von Cyberpunk-Helden, Supersoldaten & Riesenmotten

Captain America.jpg

Captain America Comic

Die Leser der in den letzten vier Jahren hier erschienen Artikel über die Jubiläen ahnen es längst: Filme waren nie sehr erfolgreich, die Zukunft vorherzusagen. Ansonsten würde sich jeder jetzt einfach einen Datenstick in den Kopf schieben und die Informationen aus diesem Beitrag direkt in sein persönliches Gehirnimplantat herunterladen. So ungefähr sähe die Welt nämlich aus, wenn die Zukunftsvision aus dem Film Vernetzt – Johnny Mnemonic wahr geworden wäre. Der Cyberpunk-Film mit Keanu Reeves in der Hauptrolle spielt nämlich im Jahr 2021.

Genau 170 Jahre früher, am 1. Februar 1851, ist eine der großen Pionierin der Science-Fiction-Literatur verstorben. Mary Shelley prägte das Genre mit ihren Roman Frankenstein oder der neue Prometheus von Beginn an.

1881, ein paar Jahrzehnte nach Shellys Tod veröffentlichte Robert Louis Stevenson einen seiner größten Romanerfolge. Vor 140 Jahren erschien Die Schatzinsel. 1886 folgte Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde.

1921 wurden zwei Kinder geboren, deren Arbeit später sehr wichtig für das Science-Fiction-Genre werden sollte. Am 19. August kam Gene Roddenberry, der Schöpfer von Raumschiff Enterprise, zur Welt. Knapp einen Monat später, am 12. September, folgte die Geburt des polnischen Science-Fiction-Autors Stanisław Lem. Solaris und Star Trek schön und gut – aber wie traurig wäre eine Kindheit ohne Urmel aus dem Eis. Auch der Kinderbuchautor Max Kruse würde dieses Jahr seinen 100. Geburtstag feiern.

1931 feierten gleich zwei Horrorfilmklassiker von Universal in den USA ihre Premiere. Einmal Dracula unter der Regie Tod Browning mit Bela Lugosi in der Titelrolle. Zweitens wurde Mary Shelleys Roman Frankenstein von James Whale mit Boris Karloff als Monster verfilmt. Außerdem kam vor 90 Jahren der Kriminalfilm M von Fritz Lang in die deutschen Kinos.

Charlie Chaplin schuf mit Moderne Zeiten vor 85 Jahren einen futuristisch angehauchten Klassiker über die Zumutungen der kapitalistischen Arbeitswelt. Der Stummfilm wurde am 5. Februar 1936 uraufgeführt.

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs brauchten die USA einen neuen Superhelden. Jack Kirby und Joe Simon schufen vor 80 Jahren mit Captain America einen Supersoldaten, der sich auch mit den Nazis anlegte. Sein erstes Abenteuer erschien 1941 in Heft #1 der Comicserie Captain America Comics.

Dem Baby, welches am 18. Dezember 1946 in Cincinnati zur Welt kam, verdanken wir spätere Filmklassiker wie ET, Die Unheimliche Begegnung der dritten Art, Der Weiße Hai, Indiana Jones, Jurassic Park oder A.I. – Künstliche Intelligenz. Steven Spielberg wird dieses Jahr 75 Jahre alt. Viele weitere Filmschaffende des Jahrgangs 1946, wie die Regisseure Joe Dante (Gremlins, Meine teuflischen Nachbarn, Small Soldiers) und John Woo (A Better Tomorrow, The Killer, Paycheck) sowie der Drehbuchautor Dan O'Bannon (Alien, Total Recall) oder der Schauspieler Sylvester Stallone (Rambo, Demolition Man, Judge Dredd), drückten dem Kino ab den 70er Jahren ihren Stempel auf.

Nach Angilas, Rodan oder Varan kämpft die gigantische Urzeitechse Godzilla in den sechziger Jahren auch öfters gegen Mothra. Ihren ersten Auftritt hatte die Riesenmotte vor 60 Jahren in Mothra bedroht die Welt. Dem Toho-Film aus dem aus dem Jahr 1961 folgten weitere Solofilme sowie viele Auftritte in unterschiedlichen Godzilla-Streifen. Zuletzt war Mothra sogar in der US-Produktion Godzilla II: King of the Monsters zu sehen.

Der Wüstenplanet von Frank Herbert erschien zuerst als Fortsetzungsroman. Die erste Gesamtausgabe als Buch kam erstmals vor 65 Jahren in die Läden. 2021 hoffen wir endlich auf die Kinopremiere der neuesten Verfilmung des Science-Fiction-Klassikers aus dem Jahr 1966.

Eine Ära ging 1971 zu Ende. Hal Foster zeichnet seine letzte Episode der Comicserie Prinz Eisenherz, welche er seit 1937 allein geschrieben und gezeichnet hatte. Die Comics wurden nun von anderen Zeichnern fortgesetzt. Als Autor blieb Foster der Serie noch ein paar Jahre erhalten. Ebenfalls vor 50 Jahren erschien Otfried Preußler Jugendbuch Krabat.

Vor 45 Jahren kam die erste Hörspielfolge von Commander Perkins auf dem Markt. Die Serie wurde von Heikedine Körting (Die drei ???) produziert und von H. G. Francis (Die Gruselserie) geschrieben. Im gleichen Jahr starb am 2. August 1976 in Kalifornien der deutsche Regisseur Fritz Lang (Metropolis, Die Frau im Mond, Dr. Mabuse der Spieler).

1981 feierte der Film Das Boot von Wolfgang Petersen seine Premiere. Das U-Boot-Drama schlug sich an den Kinokassen ziemlich gut gegen Konkurrenten wie John Carpenters Die Klapperschlange, Steven Spielbergs Jäger des verlorenen Schatzes oder Tanz der Teufel von Sam Raimi. Wer damals für die Filme noch zu jung war, konnte sich vor 40 Jahren den Horror einfach nach Hause ins Kinderzimmer holen: Im selben Jahr erschien nämlich mit "Frankensteins Sohn im Monster-Labor" die erste Hörspielfolge von H. G. Franics Gruselserie.

Weniger gruselig ist Michael Endes Roman Momo, der 1986 verfilmt wurde – genau wie Umberto Ecos historischer Krimi Der Name der Rose. Die US-Superhelden Comics erhielten vor 35 Jahren durch Alan Moores Watchmen und Frank Millers The Dark Knight Returns einen Modernisierungsschub.

Am 24. Oktober 1991 war in Deutschland der Tag der Abrechnung. Außer Terminator 2 starteten vor 30 Jahren auch noch Das Schweigen der Lämmer mit Jodie Foster und Robin Hood – König der Diebe mit Kevin Costner in den Hauptrollen in den Kinos. Im selben Jahr verstarb in Leningrad der russische Autor Arkadi Strugazki, der zusammen mit seinem Bruder Boris die Science-Fiction-Klassiker Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein, Der Montag fängt am Samstag an oder Picknick am Wegesrand verfasste.

Der Hype um Roland Emmerichs Alien-Invasion-Blockbuster Independence Day war 1996 riesig. Für die Popkultur langfristig bedeutender war aber sicher das Erscheinen des Buches A Game of Thrones. Mit diesem Roman startet George R. R. Martin vor 25 Jahren seinen Fantasy-Zyklus Das Lied von Eis und Feuer – auf die beiden Abschlussbände warten die Fans weltweit bisher vergeblich.

Ohne Douglas Adams hätten viele Menschen nicht gewusst, warum man auf einer Reise per Anhalter durch die Galaxis immer ein Handtuch dabei haben sollte. Der Autor starb am 11. Mai 2001. Ein Ende gab es vor 20 Jahren für die charmant trashige Fantasy-Serie Xena – Die Kriegerprinzessin. Und auch Captain Janeways kam nach sechs Jahren und sieben Staffel mit dem Raumschiff Voyager 2001 wieder im Alpha-Quadranten an.

H. G. Francis, der Autor von Hörspielreihen wie Commander Perkins und Der Gruselserie, verstarb am 3. November 2011 in Hamburg. Im Kino lief im selben Jahr mit Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 2 der letzte Teil der Harry-Potter-Verfilmungen an. Aber vor 10 Jahren begann auch etwas Neues: Ben Aaronovitch veröffentlichte mit Die Flüsse von London den ersten Roman seiner Urban-Fantasy-Reihe rund um den magisch begabten Police Constable Peter Grant. Im gleichen Jahre startet das Autoren-Duo James S. A. Corey mit dem Science-Fiction-Roman Leviathan Erwacht den Romanzyklus The Expanse.

Es geht auch ohne Luke Skywalker, C3PO, Rey oder Poe Dameron – aber so ganz ohne bekannte Helden und Schurken der weit weit entfernten Galaxie kam der 2016 gestartete Einzelfilm Rogue One: A Star Wars Story am Ende nicht aus. Mit dem Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind gab es vor 5 Jahren zudem Neues aus dem erweiterten Harry-Potter-Universum zu sehen.

Die Cyperpunk-Version von Vernetzt – Johnny Mnemonic ist nicht wahr geworden. Immerhin hat Keanu Reeves in dem Anfang Dezember 2020 erschienenen Computerrollenspiel Cyberpunk 2077 einen Auftritt. Und in 56 Jahren können wir uns dann mit der Frage beschäftigen, welche Vorhersagen des Science-Fiction-Games wahr geworden sind.

Dracula: Blumhouse plant moderne Neuverfilmung

dracula-2.jpg

Dracula

Nachdem das Produktionsunternehmen Blumhouse aktuell mit Der Unsichtbare einen großen Erfolg im Kino feiert, soll schon bald die nächste Horrorikone folgen. So berichtet der Hollywood Reporter, dass Blumhouse an einem neuen Kinoauftritt von Dracula arbeitet. Für den Film hat sich das Unternehmen die Dienste von Regisseurin Karyn Kusama (Destroyer) gesichert.

Das Drehbuch für die Neuverfilmung wird von Matt Manfredi und Phil Hay geschrieben. Geplant ist wohl eine moderne Neuerzählung der bekannten Geschichte. Draclua wird also in der Gegenwart sein Unwesen treiben.

Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Dracula, wie schon Der Unsichtbare, in Zusammenarbeit mit Universal entsteht. Das Studio hat ein sogenanntes Vorkaufsrecht für Projekte von Blumhouse. Darüber hinaus war Universal mit seinen eigenen Bemühungen in der jüngeren Vergangenheit in Hinblick auf seine umfassende Monsterbibliothek eher unerfolgreich. Nach dem überschaubaren Erfolg von Dracula Untold lief es Universal auch mit den großen Plänen für ein Monsterfilmuniversum eher bescheiden.

Blumhouse hat dagegen mit Der Unsichtbare gezeigt, wie man die bekannten Universal-Monster erfolgreich wiederbelebt. Der Film wurde für überschaubare 7 Millionen Dollar produziert und konnte bisher knapp 100 Millionen Dollar einspielen. Dazu kommen viele positive Kritiken.

Dracula: Neuer Trailer der BBC und deutscher Starttermin

Dracula.jpg

Dracula

Was bei Sherlock schon funktionierte soll nun auch der neuen Serie von Steven Moffat und Mark Gatiss Glück bringen: Dracula startet in Großbritannien am 1. Januar. Die erste Staffel der Mini-Serie besteht ebenfalls aus drei je 90-minütigen Episoden. Die BBC hat nun einen offiziellen Trailer und Netflix das internationale Erscheinungsdatum veröffentlicht.

Als Basis für die Miniserie dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf  nach London reist. Anders als Sherlock handelt es sich jedoch nicht um eine Adaption mit moderneren Hintergrund, sondern soll im Jahr 1897 spielen - und zunächst in Transsilvanien beginnen, von wo es Dracula auf die Metropole abgesehen hat.

Neben Claes Bang in der titelgebenden Rolle werden in Dracula auch Lyndsey Marshal (Rome), Chanel Cresswell, Matthew Beard, Lydia West, Paul Brennen, Sarah Niles, Sofia Oxenham (Poldark), John McCrea und Phil Dunster (Humans) zu sehen sein.

Nachdem die BBC die erste Staffel ab dem 1. Januar an drei aufeinanderfolgenden Abenden zeigt, ist Dracula dann ab dem 4. Januar über Netflix auch in Deutschland verfügbar.

Dracula: Official Trailer - BBC

Dracula: BBC gibt Ausstrahlungstermin für die Miniserie bekannt

Dracula.jpg

Dracula

Die neue BBC-Mini-Serie Dracula hat einen offiziellen Starttermin. So gab der britische Sender BBC bekannt, dass die erste Episode am Neujahrstag ausgestrahlt wird. Passend dazu gab es auch noch einmal einen kurzen Teaser. Die zwei weiteren Episoden werden zudem nicht lange auf sich warten lassen und direkt am 2. und 3. Januar gezeigt.

In Deutschland wird Dracula bei dem Streaming-Dienst Netflix zu sehen sein. Dieser hat sich bisher noch nicht zu einem Starttermin geäußert. Es ist jedoch nicht unwahrscheinlich, dass die Ausstrahlung außerhalb Großbritanniens ebenfalls zeitnah erfolgen wird.

Neben Claes Bang in der titelgebenden Rolle werden in Dracula auch Lyndsey Marshal (Rome), Chanel Cresswell, Matthew Beard, Lydia West, Paul Brennen, Sarah Niles, Sofia Oxenham (Poldark), John McCrea und Phil Dunster (Humans) zu sehen sein.

Als Basis für die Miniserie dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf von Transsilvanien nach London reist. Die Serie soll im Jahr 1897 in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgern in Rumänien, beginnen, von wo es Dracula auf die Metropole abgesehen hat.

Verantwortlich für die Serie sind Steven Moffat und Mark Gatiss. Die beiden Autoren und Produzenten machten sich in den vergangenen Jahren vor allem durch die Serie Sherlock einen Namen. Moffat war zudem über mehrere Jahre Showrunner bei Doctor Who.

Dracula – im Land des finsteren Grafen: Hörspiel und Dokumentation über den berühmten Vampir

dracula-2.jpg

Dracula

Sieben Jahre arbeitete Bram Stoker an seinem Roman Dracula, der dann am 18. Mai 1897 veröffentlicht wurde. Auch wenn John Polidori (Der Vampyr 1816) und Joseph Sheridan Le Fanu (Carmilla 1872) bereits vor Stoker Vampirbücher veröffentlichten, war es doch Dracula, der das Bild der Blutsauger nachhaltig prägte.

1995 inszenierte die Regisseurin Annette Kurth die bekannte Geschichte um den berühmten Blutsauger fürs Radio. Kurth adaptierte bereits Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde und Steward O'Nans Roman Halloween als Hörspiel. Außerdem führte sie beim dem Zombie-Hörspiel Die Infektion und der Science-Fiction-Geschichte Xanadu die Regie.

In ihrer Hörspiel-Version sprechen der Theaterschauspieler Martin Reinke als Dracula, Katharina Palm (4 Blocks) als Mina, Gottfried John (James Bond 007 – Goldeneye) als Professor van Helsing und Lutz Herkenrath (Free Rainer) als Jonathan Harker die Hauptrollen. In weiteren Rollen sind unter anderen Daniela Hoffmann, Matthias Haase, Thomas Piper und Mechthild Großmann zu hören.

Vor dem Hörspiel gibt es die Radio-Dokumentation Im Land des finsteren Grafen. Weltweit gilt Transsilvanien als das Reich Draculas – ganz anders sah das aber lange in Rumänien selbst aus. Der Roman wurde dort nämlich erst 1990 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs veröffentlicht. Die Dokumentation beschäftigt sich mit dem Landstrich und dem dortigen Dracula-Tourismus.

Die Sender WDR 3 und 1LIVE senden Im Land des finsteren Grafen jeweils am 17. November um 19.04 Uhr beziehungsweise am 18. November um 23 bis 0 Uhr. Die Dokumentation steht nach der Sendung befristet bis 17. November 2020 zum Nachhören im WDR-Hörspielspeicher zur Verfügung.

Das eigentliche Dracula-Hörspiel sendet WDR 3 in vier Folgen. Los geht es am 18. November von 19:04 bis 20 Uhr. Die weiteren Teile folgen zur selben Sendezeit am 19., 20. und 21. November.

Dracula: Erster Trailer zur Miniserie der Sherlock-Macher

Dracula.jpg

Dracula

Der englische Sender BBC hat einen ersten Teaser-Trailer zur neuen Adaption von Dracula veröffentlicht. Außerhalb Großbritanniens, und damit auch in Deutschland, wird die dreiteilige Mini-Serie bei Netflix zu sehen sein. Trotz ersten Trailers gibt es allerdings noch keinen Starttermin. Die BBC gibt diese traditionell vergleichsweise kurzfristig bekannt, sodass eine Ausstrahlung in diesem Jahr durchaus noch möglich ist.

Neben Claes Bang in der titelgebenden Rolle werden in Dracula auch Lyndsey Marshal (Rome), Chanel Cresswell, Matthew Beard, Lydia West, Paul Brennen, Sarah Niles, Sofia Oxenham (Poldark), John McCrea und Phil Dunster (Humans) zu sehen sein.

Als Basis für die Miniserie dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf von Transsilvanien nach London reist. Die Serie soll im Jahr 1897 in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgern in Rumänien, beginnen, von wo es Dracula auf die Metropole abgesehen hat.

Verantwortlich für die Serie sind Steven Moffat und Mark Gatiss. Die beiden Autoren und Produzenten machten sich in den vergangenen Jahren vor allem durch die Serie Sherlock einen Namen. Moffat war zudem über mehrere Jahre Showrunner bei Doctor Who.

Dracula | Teaser Trailer - BBC

Gruselserie 5: Kritik zum Hörspiel Dracula – Tod im All

Die Auftritte von Frankenstein, Werwölfen, Horror-Ameisen oder Mumien prägten die Gruselserie in den frühen 80er Jahren. Aber was wäre die Hörspielreihe von H. G. Francis ohne Dracula gewesen? Der Vampirfürst steht in vier der 18 Folgen im Zemtrum: "Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten", "Dracula, König der Vampire", "Gräfin Dracula, Tochter des Bösen" und "Draculas Insel, Kerker des Grauens". So ist es nur logisch, dass der Graf auch in der Neuauflage der Reihe seinen Auftritt bekommt – und zwar in der fünften Folge "Dracula – Tod im All".

Einige hundert Jahre in der Zukunft: Das Forschungsraumschiffs Xeron 4 befindet nach einer Expedition durch die Weiten des Alls auf dem Rückflug zur Erde. Als sie ein unbekanntes Rettungssignal von einem unbesiedelten Planeten empfangen, lässt die Kommandantin Valentina Alexandrowna die gesamte Crew des Schiffes wecken.

Die Besatzungsmitglieder, welche mit dem Shuttle auf den unwirtlichen Planeten landen, finden eine abgestürzte alte russische Raumkapsel. In deren Inneren stoßen die Forscher auf einen Sarg. Gegen die Meinung der Offizierin Stella Dupont beschließt das Rettungsteam, die mysteriöse Kiste mit an Bord zu nehmen.

In dem Sarg befindet sich – wie der Titel des Hörspiels schon vermuten lässt – niemand anderes als Graf Dracula. Der Vampirfürst hat nach Jahren der Gefangenschaft Durst auf menschliches Blut – und so nimmt das Grauen auf dem einsamen Raumschiff seinen Lauf.

"Du hast doch gehört, was der Captain vorhin gesagt hat."

Die Raumschiffkommandantin Valentina Alexandrowna wird von Gertie Honeck gesprochen. Star-Trek-Fans dürften sie gleich als Synchronstimme von Kate Mulgrew als Captain Janeway in Star Trek: Raumschiff Voyager erkennen. Honeck gelingt es somit schnell, die Zuhörer gedanklich in den Weltraum zu führen.

Keine Weltraumerfahrung besitzt die Sprecherin Merete Brettschneider, die schon in der zweiten Folge der neuen Gruselserie einen sehr kurzen Auftritt hatte. Als Stella Dupont durfte sie nun in "Dracula – Tod im All" eine größere Rolle übernehmen, die sie sehr gut ausfüllt. Man merkt ihr an, dass sie regelmäßig als Teenager-Detektivin Marie Grevenbroich in der Hörspielserie Die drei Ausrufezeichen mitwirkt. Zudem ist Brettschneider die Synchronstimme von Melissa Benoist in der Serie Supergirl.

Udo Schenk, der in den Folgen "Yeti – Kreatur aus dem Himalaya" und "Moskitos – Anflug der Killer-Insekten" noch als Erzähler fungierte, spielt diesmal Dracula. Als deutsche Synchronstimme von Gary Oldman durfte er dem berühmten Vampir in Bram Stoker's Dracula schon einmal seine Stimme leihen.

Christian Brückner (Synchronstimme von Robert De Niro) übernimmt von Schenk die Rolle des Erzählers. Eine exzellente Wahl: Mit seiner markanten Stimme könnte der erfahrene Sprecher sein Publikum vermutlich auch mit einem Vortrag von Bedienungsanleitungen für Elektrogeräte fesseln.

Weitere Crew-Mitglieder werden von Anna Carlsson (Synchronsprecherin von Piper Perabo), Jürgen Uter (Direktor Reno in der Hörspielserie Point Whitmark) und Romanus Fuhrmann (Synchronsprecher von Rune Temte in Captain Marvel) gesprochen. Die drei liefern eine solide Arbeit ab, können aber mit den vier erstgenannten Sprechern nicht ganz mithalten. Besonders bei Uter und Fuhrmann hat man auch nach mehrmaligem Hören Probleme, die Stimmen der beiden Männer auseinanderzuhalten.

Der Moderator und Schauspieler Peter G. Dirmeier (Nebenrollen in Die drei Fragezeichen, TKKG, Fünf Freunde) liefert als Tarik Thomalla die schwächste Leistung ab. Zugutehalten muss man ihm, dass er als sexistischer Macho auch die unsympathischste Rolle übernommen hat.

"Wir sind ein Forschungsteam und keine Sternenkrieger!"

An den zum Teil recht miesen Dialogen würden aber auch bessere Sprecher als Dirmeier scheitern. Gerade zu Beginn lässt Autor André Minninger (Die drei Fragezeichen, Ein Fall für TKKG) die Besatzung ausführlich und umständlich Dinge erklären, welche für die folgende Handlung total unwichtig sind.

Diese Schwächen konnte offenbar auch Heikedine Körting (Die drei Fragezeichen, Masters of the Universe, Tom und Locke) als Regisseurin nicht ausbügeln. Körting war bereits für die ursprüngliche Gruselserie verantwortlich, welche ab 1981 beim Hörspiellabel Europa erschien.

Die Dialogbücher verfasste damals der Autor H. G. Francis. Zum Bedauern vieler Fans wurde die Reihe 1982 nach der Folge "Das Weltraum-Monster" eingestellt. "Dracula – Tod im All" schlägt somit eine thematische Brücke zwischen den vielen Dracula-Folgen und dem letzten Teil der alten Gruselserie.

Leser, die bis hierher gekommen sind und nicht schon bei dem Titel oder spätestens bei der Zusammenfassung des Inhalts aus dem Artikel ausgestiegen sind, haben vermutlich eine große Toleranz für Trash und Genre-Crossover. Die Verknüpfung zwischen Vampir-Gothic-Horror und Weltraum-Grusel ist André Minninger sehr gut gelungen und eine der Stärken des Hörspiels. Im Laufe der Geschichte wird eine im Rahmen des Genres akzeptable Erklärung geboten, wie der Vampirfürst in das Weltall gelangte.

Mit Dracula besitzt das Hörspiel zudem einen klassischen Schurken, welcher am Ende nicht überraschend von einer Öko- oder Friedensmission angetrieben wird. Im Prinzip ist gegen so eine positive Botschaft nichts einzuwenden. Solche Wendungen wurden aber innerhalb der Reihe jetzt schon öfters eingesetzt. Diesmal ist das Böse wirklich böse – und stellenweise richtig unheimlich.

"Aber warum wurde dieser Dracula von der Kamera nicht erfasst?"

Dafür verhalten sich die Menschen auf dem Raumschiff nicht immer logisch und nachvollziehbar. Sie finden einen mit Ketten umwickelten Sarg auf einem fernen unbesiedelten Planeten und haben nichts Besseres zu tun, als ihn schnell an Bord zu holen. Und trotz ihrer Bedenken wegen des unheimlichen Sargs genehmigt die Kommandantin ihrer Besatzung ein fröhliches Saufgelage.

Man merkt, dass Minninger verhindern wollte, dass die Besatzung zu früh hinter das Geheimnis des Sargs kommen. Dafür muss halt eine Jacke das Alarmsignal für die offene Schleuse verdecken, und die Überlebenden kommen auch erst gegen Ende darauf, sich einmal die Überwachungsbänder anzusehen.

Neben den zum Teil hölzernen Dialogen ist dieses aber der einzige negative Kritikpunkt des Hörspiels, über den man leicht hin weghören kann. Die Schwächen teilt sich die Folge mit den anderen Episoden der Neuauflage der Gruselserie. Im direkten Vergleich schneidet "Dracula – Tod im All" wesentlich besser ab als die Vorgänger.

Denn die Geschichte macht durchaus Spaß und ist sehr gut in Szene gesetzt. Da wäre zuerst die Musik zu nennen, die gerade zu Beginn schön nostalgisch an alte Science-Fiction-Filme erinnert. Später wird sie ein wenig zurückgenommen, um im Hintergrund die Spannung zu unterstützen. Auch die Effekte sind sehr gelungen. Das Öffnen und Schließen der Schleusen, der Flug mit dem Shuttle und die Kommunikation auf den Planeten über Helmfunk werden glaubhaft dargestellt.

"Untote wie ich sind auf Sauerstoff nicht angewiesen."

Die Gruselserie ist allerdings bald nicht mehr alleine im Weltall: Das Label Dreamland Grusel bringt im Dezember die Folge "Die Weltraummonster" heraus. Hierbei soll es sich um eine direkte Fortsetzung der alten Geschichte von H. G. Francis handeln. Dreamland Grusel setzte bereits mit "Wolfsnächte", "Draculas Todesinsel" und "Kap der blutigen Nächte" einige Francis-Hörspiele der alten Gruselserie fort.

Fazit

Das Hörspiel besitzt einige Logiklöcher und nicht sehr gelungene Dialogpassagen. Es ist trotzdem ein großer Spaß zuzuhören, wie Captain Janeway beziehungsweise Kommandantin Alexandrowna gegen Dracula antritt. Insgesamt ist das Hörspiel spannend aufgebaut, besitzt sehr gute Effekte und wurde mit tollen Sprechern wie Christian Brückner, Gertie Honeck und Udo Schenk besetzt. So ist "Dracula – Tod im All" gerade wegen seiner trashigen Geschichte die beste Folge der Reihe.

Bei den Amazon-Links handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn ihr darauf klickt und über diesen Link etwas einkauft, erhalten wir eine entsprechende Provision. Der Preis für das Produkt ändert sich für euch dadurch nicht. 

Gruselserie - Folge 5: Dracula - Tod im All

Dracula: Erste Bilder aus zur Neuverfilmung von BBC & Netflix

Dracula.jpg

Dracula

Zur kommenden Serienneuverfilmung von Dracula wurden erste Bilder veröffentlicht. Diese zeigen den titelgebenden Vampir, der von Schauspieler Claes Bang gespielt wird. Die dreiteilige Miniserie ist das neueste Projekt von Steven Moffat und Mark Gatiss, die vor allem durch die BBC-Produktion Sherlock bekannt sind. Auch im Falle von Dracula handelt es sich wieder um eine Auftragsarbeit für die BBC, allerdings ist auch Netflix im Boot, die für die Veröffentlichung außerhalb Großbritanniens verantwortlich sind.

Neben Claes Bang werden in Dracula auch Lyndsey Marshal (Rome), Chanel Cresswell, Matthew Beard, Lydia West, Paul Brennen, Sarah Niles, Sofia Oxenham (Poldark), John McCrea und Phil Dunster (Humans) zu sehen sein.

Als Basis für die Miniserie dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf von Transsilvanien nach London reist. Die Serie soll im Jahr 1897 in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgern in Rumänien, beginnen, von wo es Dracula auf die Metropole abgesehen hat. Mark Gatiss sprach in der Vergangenheit öfter über seine Begeisterung für Dracula, insbesondere die Verfilmung aus dem Jahr 1958 mit Chistopher Lee und Peter Cushing.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© BBC / Netflix

Dracula: Hauptdarsteller der Co-Produktion von BBC & Netflix

Bei britischen Produktionen lässt man sich gerne einmal Zeit. Besonders auch die beiden Showrunner Steven Moffat und Mark Gatiss sind spätestens seit Sherlock dafür bekannt. Entsprechend lange ist nun auch ihr Folgeprojekt, abermals zusammen mit Sue Vertue, schon in der Entwicklung. Im November wurde Claes Bang (Verschwörung) für die titelgebende Rolle in Dracula angekündigt,  nun stellten die Serienmacher auch die restliche Hauptdarstellerriege vor.

So wird Mark Gatiss, wie auch schon bei Sherlock, nicht nur hinter der Kamera, sondern auch davor selbst aktiv. Zudem wurden John Heffernan (The Crown), Joanna Scanlan (Hold The Sunset), Dolly Wells (Can You Ever Forgive Me), Morfydd Clark (His Dark Materials) und Lujza Richter (Phantom Thread) verpflichtet.

Als Basis dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf von Transsilvanien nach London reist. Die Serie soll im Jahr 1897 in Transsilvanien, dem heutigen Siebenbürgern in Rumänien, beginnen, von wo es Dracula auf die Metropole abgesehen hat. Mark Gatiss sprach in der Vergangenheit öfter über seine Begeisterung für Dracula, insbesondere die Verfilmung aus dem Jahr 1958 mit Chistopher Lee und Peter Cushing. 

Ebenfalls wie von Sherlock bekannt sollen es drei 90-minütige Episoden pro Staffel werden. Es handelt sich um eine Co-Produktion von BBC und Netflix. 

Dracula: Claes Bang übernimmt Hauptrolle in BBC-Miniserie

Claes Bang — IndieWire Awards Spotlight

Jetzt heißt es Zähne spitzen für Claes Bang. Der dänische Schauspieler übernimmt in der Miniserie Dracula die Hauptrolle. Der dänische Schauspieler ist derzeit als Hauptdarsteller in Stieg Larsons Verschwörung zu sehen. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit von BBC und Netflix.

Die Idee stammt vom Sherlock-Team rund um Steven Moffat, Mark Gatiss und Sue Vertue. Als Basis dient Bram Stokers 1897 erschienener Roman, in dem der blutdürstige Graf von Transsilvanien nach London reist. Mark Gatiss sprach in der Vergangenheit öfter über seine Begeisterung für Dracula, insbesondere die Verfilmung aus dem Jahr 1958 mit Chistopher Lee und Peter Cushing.

Wie auch schon bei Sherlock sollen es drei 90-minütige Episoden pro Staffel werden.

Pages

Subscribe to RSS - Dracula