Manga-Kritik zu Dragonball Super 4 - 6

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Dragon Ball Super

Wer die Manga-Kritiken zu den vorherigen Bänden nachholen will, wird unter anderem hier fündig.

Der letzte Funken Hoffnung

Die Ausgangslage für Son-Goku & Co. stellt sich mehr als kompliziert dar: Die Zamasus beziehungsweise ein Zamasu und die nun als Goku Black Angst und Schrecken verbreitende andere Version des einstigen Kaioshin-Schülers aus dem 10. Universum haben offenbar alles bedacht und werden erst ruhen, wenn sie auch den letzten Menschen getötet haben - im gesamten Multiversum.

Doch die Saiyajin wären nicht die Saiyajin, wenn sie vermeintlich aussichtslose Situationen auch als solche hinnehmen und sich einfach ihrem Schicksal ergeben würden. Son-Goku und Vegeta geben weiterhin alles, und es sieht sogar mehr als einmal so aus, als könnten sie triumphieren - diverse Haarfarbenwechsel und diverse vielversprechende Ideen hatten daran einen entscheidenden Anteil.

Ein echter Kampf gegen Gegner dieser Kategorie hat sich im Dragonball-Kosmos aber bekanntermaßen schon immer dadurch ausgezeichnet, dass er von einigen Wendungen geprägt und niemals dann vorbei ist, wenn es zum ersten oder zweiten Mal möglich erscheint.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass auch dieses Duell diesbezüglich keine Ausnahme darstellt. Gerade als alles danach aussieht, dass der scheinbar perfekte Plan des Duos aufgeht, ziehen die beiden Familienväter ein Ass aus dem Ärmel, das es in sich hat - das ihre Gegner allerdings dazu zwingt, ebenfalls ihren letzten Trumpf auszuspielen. Und auch der hat es in sich …

Entscheidungsschlacht! Mach's gut, Trunks!

Im sprichwörtlich allerletzten Moment hat Son-Goku dann die zündende Idee und kontaktiert einen seiner neuesten Freunde, der sich nicht lange bitten lässt und die Gefahr tatsächlich bannt. Wenig später entscheiden Future Trunks und Future Mai deshalb auch, wieder in die Zukunft zurückreisen zu wollen - zum Leidwesen von Bulma, die ihren erwachsenen Sohn gerne noch etwas länger um sich gehabt hätte.

Kaum liegt ein erbittertes Gefecht, bei dem er bis an seine Grenzen gehen musste, hinter Kakarot, beschäftigt ihn - wie immer - recht schnell die Frage, wann er die nächste Gelegenheit erhält, sich komplett zu verausgaben. Praktischerweise handelt es sich bei besagtem Freund, der ihm aus der Patsche geholfen hat, um niemand Geringeren als den König von Allem, der nichts mehr hasst als Langeweile. Zum Entsetzen von Beerus erinnert Son-Goku ihn an das Turnier zwischen sämtlichen zwölf Universen, über das sie vor einiger Zeit gesprochen hatten.

Auf die erste begeisterte Reaktion folgt kurz danach eine gewisse Skepsis. Um die aufkommenden Zweifel zu zerstreuen und sich sicher sein zu können, dass das Ganze auch wirklich lustig wird, entscheidet der Adlige kurzerhand, dass alle anwesenden zwölf Götter der Zerstörung im Battle-Royal-Modus gegeneinander antreten sollen.

Super-Krieger, vereinigt euch!

Seine Majestät bricht die dezent ausufernde Veranstaltung nach Rücksprache mit seinem Spielpartner schließlich mit der Begründung ab, dass alles viel zu unübersichtlich gewesen sei. Einmal mehr muss Son-Goku den Tag retten, und zwar, indem er in einem weiteren Showkampf mit Toppo, einem Gott der Zerstörung in Ausbildung, in den Ring steigt

Die Leistung der Kombattanten hat zur Folge, dass der König von Allem seine Meinung ändert. Ein kleines, jedoch nicht unwichtiges Detail wird im Zuge der Entscheidungsverkündung ebenfalls erwähnt: Der ohnehin im Vorfeld von dem obersten Herrscher getroffene - aber noch nicht öffentlich kommunizierte - Entschluss, die Universen mit den schwächsten Bewohnern auszulöschen, wird angepasst: Das Sieger-Universum wird nicht zerstört.

Da die vier Universen mit den stärksten Bewohnern ebenfalls verschont werden, gilt es lediglich, sich gegen die Vertreter von sieben anderen durchzusetzen. So gesehen hat Son-Gohans und Son-Gotens Papa seinem siebten Universum - und damit auch der Erde -, ohne es zu wissen, noch eine letzte Gelegenheit verschafft, sich zu retten. Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um innerhalb von nicht einmal zwei Tagen ein Team aus zehn Kriegern zusammenzustellen, das am Ende - aus Sicht des blauen Planeten - den Sieg davontragen kann. Möge das Turnier beginnen …

So kann es weitergehen

Die in diesen Bänden enthaltenen Geschichten liefern endgültig den Beweis: Dragonball Super ist definitiv über den Kinderkrankheiten-Status hinaus und hat sich gefunden. Akira Toriyama und Toyotarou können sich gegenseitig auf die Schulter klopfen. An der Optik gab und gibt es nach wie vor nichts auszusetzen, mittlerweile stimmt zudem das Pacing, das präsentierte Geschehen wirkt nicht mehr so gehetzt und trotz der - DB-typischen und erwartbaren - Variation des Immergleichen gelingt es vor allem durch den durchdachten Einbau neuer Charaktere, frischen Wind in die Welt der ehemaligen Gruppe-Z-Mitglieder zu bringen.

Dies liegt jedoch auch vornehmlich daran, dass DBS der DB-Ableger ist, der so sehr wie keiner vor ihm und von Kapitel 1 an viel Wert darauf gelegt hat, das fiktionale Spielfeld spürbar zu vergrößern. Das Spielfeld, auf dem sich all das zuträgt, was mittlerweile mehrere Generationen zu Fans der Saiyajins hat werden lassen. Die einzelnen Arc-Übergänge waren immer schon fließend, insgesamt fehlte streng genommen aber oftmals ein Blick nach links und rechts. Eine Entwicklung, die mit der Einführung von Beerus und Whis ihren Anfang genommen hat und besagtes Versäumnis behebt, setzt sich nun in jedem weiteren Band konsequent fort.

Man hat das Potenzial erkannt, dass die Idee bietet, Dragonball Super gewissermaßen so zu erzählen, dass alles denkbar scheint. Jederzeit können Leerstellen, die bis zu einem Punkt X existieren, aufgegriffen und ausgefüllt werden. Dadurch lohnt es sich auch richtig, darüber zu spekulieren, wie es weitergehen könnte und sich diverse Alternativszenarien auszumalen.

Während die Future-Trunks-Saga auf einfallsreiche Weise Altes mit Neuem verbindet, deuten bereits die Anfänge der Universe-Survival-Saga darauf hin, dass dieses Turnier einmal mehr Spaß machen dürfte - die Prämisse “Hier geht es um alles“ und die ungewohnten Regeln legen es zumindest nahe.

Fazit

Das Gespann Toriyama-Toyotarou beweist mit diesen Manga, dass noch die eine oder andere Dragonball-Idee darauf gewartet hat, auf Papier gebracht zu werden. Einen Originalitätspreis werden die Macher damit wohl nicht gewinnen, das kann ihnen und den Fans aber herzlich egal sein. Auf den Super-Abenteuern steht nicht “Z“ drauf, aber es steckt ausreichend “Z“ drin, allerdings wesentlich mehr Super“ - das Mischverhältnis stimmt also.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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