Robots & Dragons

Roboter und Drache wünschen schöne Feiertage

"People assume that time is a strict progression of cause to effect, but actually, from a non-linear, non-subjective viewpoint, it's more like a big ball of wibbly-wobbly... timey-wimey... stuff." Weise Worte vom Doctor, die auf 2018 irgendwie besonders zu passen scheinen. Einerseits fühlt es sich an, als wären schon mehrere Jahre seit Silvester 2017 vergangen, und doch kam Weihnachten jetzt überraschend schnell.

Wie immer lassen wir es über die Feiertage bis in die erste Januarwoche hinein bei Robots & Dragons ruhig angehen. Für jeden Tag ist ein Artikel vorbereitet - und sollte spontan Peter Jackson einen 4-D-Film mit Zombie-Yoda in Westeros ankündigen, stehen wir natürlich parat. Ansonsten befinden wir uns aber im Urlaubs-Betrieb.

Wir hoffen natürlich, dass die meisten unserer Leser ebenfalls schöne, entspannte Tage mit ihrer Familie, Freunden oder auch bewusst glücklich alleine verbringen. Doch besonders allen, die sich weniger feierlich fühlen, arbeiten müssen und/oder ungewollt alleine sind, gelten unsere guten Wünsche und Gedanken.

"Möge dein kommendes Jahr gefüllt sein mit Magie und Träumen und guter Beklopptheit. Ich hoffe, du liest ein paar schöne Bücher und küsst jemanden, den du wundervoll findest. Vergiß nicht, ein wenig Kunst zu machen - schreibe, zeichne, bau etwas, singe und leb, wie nur du es kannst.

Und ich hoffe, dass du dich - irgendwann im nächsten Jahr - selbst überraschst."

(Neil Gaiman)

Fröhliche Weihnachten und kommt gut ins Neue Jahr!

Euer Team von Robots&Dragons

Robotic Christmas Tree Decorating | Universal Robots

Selbstgemacht: 5 geekige Bastelideen für den Winter

Der erste Advent ist angebrochen, die Tage sind kürzer, der Winter steht vor der Tür und bald ist auch schon Weihnachten. Die optimale Zeit also für ein wenig heimelige Frickeleien, sei es einfach zur eigenen Beschäftigung oder sogar als selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk. Hier stellen wir nun also fünf Bastelideen vor, die wir natürlich vorab selbst ausprobiert haben. Leute mit mehr Geduld und ruhigerer Hand gelingen sicherlich feinere Resultate, aber es soll ja vor allem als Beispiel und Inspiration dienen.

1. Ein Beutel für Rollenspiel-Würfel in D20-Form

Wirklich einfach. Er besteht fast nur aus Dreiecken. Und ja, ich habe deutlich zu lange darüber nachdenken müssen, wieviele Dreiecke ich wohl brauche - sehr k-l-u-k. Die Größe ist frei wählbar. Für den Test habe ich Dreiecke mit 5cm Höhe genommen.

Als Material empfiehlt sich Leder, aber auch dickerer Filz, Moosgummi und alles was etwas mehr Festigkeit hat kann genutzt werden. Am einfachsten locht man rundherum mit einer Lochzange, aber ein dickerer Nagel und Hammer leisten auch gute Dienste. Die Nummern sind mit Brandmalkolben eingeprägt, Beschriftung geht aber bei den meisten Materialien auch mit Lackstift (wobei die nicht ewig halten). Hier mit Schustergarn zusammengefädelt, aber ein dünnes Lederband wäre noch schicker.

2. Nagel-Faden-Bilder

Simples Grundprinzip: Man haut mit Nägeln die Kontur und füllt die Fläche in mehreren Ebenen mit Fäden. Auch hier braucht es nicht viel - eine Vorlage, ein Stück Holz, ein paar Nägel, ein Hammer und Wolle/Fäden. Unter dem Begriff "String Art" findet man jede Menge Beispiele und fertige Vorlagen mit bereits eingezeichneten Punkten für die Nägel. Für Star Wars gibt es zum Beispiel hier ein paar Motive, die auch für den Anfang geeignet sind.

3. Gesprühte T-Shirts

Okay, okay - es ist naheliegend. Aber für Leute, die sich kein fertiges Fandom-Shirt kaufen wollen, keinen eigenen Plotter und Shirtpresse verfügbar haben und wie ich besser mal nicht freihändig malen sollten gibt es zum Glück eine recht einfache Methode. Gewünschtes Motiv am Computer bearbeiten und auf etwas stärkeren Papier ausdrucken und ausschneiden. Es empfiehlt sich vorher zu markieren, was weggeschnitten werden soll und was bleibt. Wenn wie im Beispiel der innere Stern nicht mit restlichen Papier verbunden bleibt am besten mit Klebeband am Shirt sichern.

Textilfarbe (drauf achten ob für dunkle/helle Stoffe geeignet) mit etwas neutralen Akohol (Wodka) verdünnen und in eine leere Sprühflasche füllen. Besonder schöne Effekte gibt es mit Metallic-Farben. Aus etwa 20-30cm Entfernung schräg über das Motiv sprühen. Es braucht wirklich nicht viel. Darauf achten, dass nichts unter die Ränder läuft und auch das Papier nicht zu sehr durchnässt. Die Vorlage sofort danach vorsichtig vom Shirt nach oben hin abheben. Sobald es angetrocknet ist, was meist sehr schnell geht, kann man manche Details auch noch mit dem Pinsel nachmalen und Akzente setzen. Nicht vergessen vor dem ersten Waschen die Farbe mit dem Bügeleisen, mit einem Backpapier als Trennschicht, zu fixieren.

4. Alternativer Baumschmuck

Es braucht Christbaumkugeln, Eddings und ein paar Ideen für vereinfachte Symbole oder Attribute mit hohen Wiedererkennungswert. Da ich wie erwähnt nicht so der Held im freihändigen Malen bin, stammen die Beispiele von meiner Freundin Andrea, die ihren Baum gerne etwas anders schmückt.

5. Papierschnitt-Lichtboxen

Zum Schluß wird es etwas frickeliger, wobei es auch für die Lichtboxen nicht viel Material braucht.
- Festeres Papier (150-220g emfpiehlt sich, Standard-Kopierpapier hat etwa 90g)
- eine kleine Schere und ein Bastelmesser mit Ersatzklingen, Schneideunterlage
- eine Box als Rahmen
- Foamboard/Leichtschaumplatten für Rahmung und als Abstandshalter (evtl. auch dickes Schaumklebeband oder Moosgummi)
- Schmales doppelseitiges Klebeband
- ein Motiv
- eine batteriebetriebene LED-Lichterkette (für die meisten Boxen reichen 10-30 Lämpchen)


Hier bekommt man ein paar fertige Templates, mit denen viele ihre ersten Schritte in dem Bereich machen. Sie eignen sich auch gut, um das Grundprinzip vom Aufbau zu verstehen und dann für sich selbst anzupassen. Wenn man etwas Konkreteres im Kopf hat wird man meist mit "FandomXY+Silhouette" in der Bildersuche fündig. Vor dem Losschneiden nochmal genau überlegen, welche Teile man stehen lassen will.

Gerade für den Anfang empfiehlt es sich, das Hauptmotiv im Vordergrund zu haben und nach hinten mit einfachen Hintergründen wie etwa Bergen zu arbeiten. Auch reichen 3-5 Schichten völlig aus. In der Regel werden die einzelnen Schichten mit 0,5-1cm dicken Leisten aus Foamboard auseinandergehalten, um den Tiefeneffekt zu bekommen. Wenn dies nicht zur Hand ist, geht auch dickeres Moosgummi, Wellpappe oder dickes Schaumstoffklebeband - ist allerdings recht umständlich in der Handhabung.

Es gibt zwar fertige 3D-Bilderrahmen und bereits mit LED ausgestattete Boxen zu kaufen, aber damit ist man auch an bestimmte Größe gebunden und zudem sind diese eher teuer. In Bastel- und Krimskrams-Läden finden sich viele schöne Pappkistchen mit Deckel. Entweder haben die bereits ein sogenanntes Passepartout, also ein Fenster im Deckel, oder aber man schneidet es sich selbst mit dem Bastelmesser. Natürlich kann man auch so ziemlich jeden anderen Karton als Rahmung nutzen.

Als erstes wird auf der Rückseite der Kiste ein kleines Loch geschnitten, durch die die Lichterkette geführt wird - das Batteriefach bleibt draußen. Mit doppelseitigen Klebeband oder Heißklebepistole die Lichterkette rundherum an Rückwand befestigen.

Die geschichteten Papiermotive werden in den Deckel geklebt, wenn man sehr passgenau gearbeitet hat kann man sie auch reinklemmen, was natürlich späteres Nachjustieren vereinfacht.

Bald ist Schluss mit dem Kindergarten - Robots & Dragons wird 5 Jahre alt

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Ein Teil der Redaktion von Robots & Dragons

Am 13. April 2013 war es offiziell soweit: Robots & Dragons trat die Nachfolge von SF-Radio an und schickte einen Baby-Roboter mit einem Baby-Drachen in die Weiten des Sci-Fi-Fantasy-Universums. 

Heute feiern wir damit unseren 5. Geburtstag und finden, dass wir uns da auch einmal selbst gratulieren dürfen. Zum Jubiläum plaudert die Redaktion mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Schließlich haben 15.000 Beiträge bestehend aus Artikeln und Kritiken mit knapp 20 Millionen Seitenaufrufen und 5,5 Millionen Besuchern für so manch Highlight gesorgt.

Anne Jerratsch

Ich war für die Arbeit bei Robots & Dragons wohl schon bereit, bevor ich es selbst wusste. In einem vorherigen Job durfte ich meinen jetzigen Mitredakteur Johannes Hahn kennenlernen, mit dem ich mich so sehr in filmischen Details und Insider-Witzen verlor, dass unser damaliger Chef uns immer wieder zur Ordnung rufen musste. Schließlich erzählte er mir vom sympathischen Team, das täglich bei Robots & Dragons den Laden schmeißt, und ich war sofort Feuer und Flamme.

Nachdem ich mich dann auch noch bei einem Einführungstreffen mehrere Stunden lang mit Sebastian Lorenz verquatscht hatte, wusste ich: Das kann was werden. Schließlich habe ich schon von meinem ersten Taschengeld eine Kinokarte gekauft und die Liebe zum Kino ist seither stetig gewachsen. Und jetzt auch noch darüber schreiben zu dürfen und das Ganze als Beruf angeben zu können - besser geht’s ja wohl nicht!

Auch wenn bei so mancher Pressevorführung mehr Security anwesend ist als am Flughafen (Handys abgeben! Körperscanner! Geburtsurkunde in dreifacher Ausführung! - okay, das letzte war möglicherweise gelogen) und ich mittlerweile die gängigen Sneak-Previews nicht mehr besuchen kann, weil ich die Filme oft schon Wochen vorher gesehen habe, bin ich doch immer wieder begeistert, was wir bei Robots & Dragons erleben und mit den treuen Lesern teilen dürfen.

Denn auch wir sind jeden Tag gespannt, was die News-Welt für uns bereithält, warten sehnsüchtig auf lang angekündigte Filme und freuen uns über spannende Figuren, tolle Sets und spaßige Dialoge. Kurz gesagt: Ein Leben ohne Filme ist möglich, aber sinnlos.

Björn Sülter

Als ich 2016 nach einer passenden Heimat für meine Kolumnen und Rezensionen zu Star Trek: Discovery suchte, blieb ich gedanklich immer wieder an Robots & Dragons hängen, einer Seite, die ich als Leser schon seit Jahren regelmäßig besuchte und die ich auch bereits aus SF-Radio-Zeiten kannte.

Die Gespräche mit Mastermind und Herausgeber Sebastian Lorenz überzeugten mich schließlich restlos: Ich wollte unbedingt Teil des Roboterdrachenteams werden!

Letztlich sind es dann genau diese (für den Moment gar nicht so bedeutenden) Entscheidungen (im Leben), die plötzlich zu etwas viel Größerem werden. Durch meine Arbeit im Team und meinen Podcast Planet Trek fm lernte ich viele spannende neue Leute kennen und hatte, ehe ich mich versah, einen Buchvertrag in der Tasche („Es lebe Star Trek – Ein Phänomen, zwei Leben“ erscheint im August und ist bereits bei Amazon vorbestellbar), startete zusammen mit Mike Hillenbrand, dem ursprünglichen Gründer von SF-Radio, zusammen in tolle, neue Projekte und wurde sogar noch Teil der Chefredaktion bei Robots & Dragons. Und das alles nur, weil Sebastian und ich uns so sympathisch waren und gerne gemeinsame Sache machen wollten. Zufall? Gibt’s nicht. Eher ein typischer Fall von „if you can dream if, you can do it.“

Und so sind es genau diese Träume und Phantasien, die das Genre der Phantastik für uns in all ihren Spielarten bereithält. Eine Seite wie Robots & Dragons, von talentierten Schreibern (und Fans!) für alle Freunde des Themas da draußen, leistet dafür einen unschätzbaren Beitrag. Hier gibt es die Liebe zu Spinnereien jeder Art, den Elan, immer wieder lesenswerten Content zu kreieren und jeden Tag aufs Neue einen Landeplatz für euren Hunger nach News und Meinungen zu erschaffen.

Robots & Dragons macht einfach Spaß – und ich bin froh, dabei zu sein.

Florian Kaiser

Nachdem ich bereits einige Jahre auf unterschiedlichen Portalen über Filme, Serien und Anime schreiben durfte, hatte ich 2017 dann nach langer Suche in Robots & Dragons tatsächlich den virtuellen Spielplatz gefunden, auf dem ich mir eine Art Kindheitstraum erfüllen konnte: endlich regelmäßig über Comics schreiben!

Recht schnell war allerdings klar, dass es nicht dabei bleiben würde, da die Roboterdrachenfamilie neuen Ideen mit popkultureller Färbung wahnsinnig aufgeschlossen gegenübersteht. Mittlerweile widme ich mich nicht nur in regelmäßigen Abständen den bekanntesten Superhelden oder neuen Geschichten aus dem Indie-Comics-Bereich, sondern auch gezeichneten Abenteuern aus Japan. Das alleine wäre schon großartige genug, aber auf dieser Seite ist nur eines gewiss: dass nichts unmöglich ist!

Spätestens an dem Tag, als ich offiziell mit meiner Reihe Nostalgie in Serie starten durfte, wusste ich, dass ich noch sehr lange ein Teil dieses wunderbaren Projekts sein möchte und stets mein Bestes geben werde, um unsere Leser mit abwechslungsreichem Lesestoff zu versorgen.

Florian Rinke

Meine erste News für Robots & Dragons ging am 18.11.2016 online und kündigte den Trailer zu David Moreaus Comicverfilmung Seuls an, die hierzulande leider nie in die Kinos kam. Seitdem habe ich über viele verschiedene Themen geschrieben.

Die größte Überraschung für mich war bisher eine eher kleine Meldung über die weiteren Pläne M. Night Shyamalan nach seinem Thriller Split. Die News enthält massive Spoiler (also nur lesen, wenn ihr den Film schon gesehen habt!), denen ich mich im Dienst für Robots & Dragons selbst ausgesetzt hatte. Am nächsten Morgen war ich dann doch sehr verwundert, wie viele Leser den Artikel aufgerufen hatten (in solche Klickzahl-Dimensionen kommt man eigentlich nur mit der Enterprise). Offenbar waren viele Kinogänger nach dem Film neugierig, was es mit dem Ende genau auf sich hatte. Split habe ich selbst bisher noch nicht gesehen. Ich hoffe, dass die Erinnerung an die Spoiler irgendwann verblasst.

Am meisten Freude hat mir die Arbeit an den Artikel über Jan Tenner bereitet. Wann bekommt man schließlich schon einmal die Gelegenheit ausführlich über die Lieblingshörspielserie seiner Kindheit zu schreiben? Über die positiven Kommentare unter dem Beitrag habe mich dann auch sehr gefreut.

Hannes Könitzer

Wenn man für eine Seite wie Robots & Dragons schreibt, kommt es natürlich supergut in der Redaktion an, wenn man verkündet, dass man im Vorfeld zu Star Wars: Episode VII nichts wissen möchte und daher auch keine Meldungen zu Trailern, Bildern oder sonstigen Informationen machen wird. Besonders die Kolleginnen Katrin und Nele mussten am Ende einspringen, was als Star-Wars-Laien nicht immer ganz einfach war. Die Idee erwies sich zudem bald als nicht sonderlich durchdacht, da es praktisch unmöglich war, Episode VII zu entkommen. Was mich aber nicht daran hinderte, es trotzdem zu versuchen.

Die Pressevorführung zu Das Erwachen der Macht gehörte dann natürlich mir und war gleichzeitig auch das erste Mal, dass ich eine PV besuchte. Wenn deine erste Pressevorführung ein Star-Wars-Film ist, kann man schon einmal eine falsche Vorstellung davon bekommen, wie solche Dinge normalerweise ablaufen. Metalldetektor, abzugebende Handys und Taschen sowie Security-Personal, das mit Nachtsichtgeräten das Publikum überwacht, sind zum Glück nicht alltäglich. All das machte die PV aber doch irgendwie noch aufregender, und als dann die berühmte Musik einsetzte, gab es sofort Gänsehaut.

In Erinnerung geblieben ist auch der 5. März des vergangenen Jahres. Es gibt immer wieder Artikel, die aufgrund von verschiedenen Gegebenheiten durch die Decke gehen, ohne dass man dies erwartet oder plant. An dem genannten Sonntag kamen aber gleich mehrere Dinge zusammen. An dem Abend konnten wir dabei zusehen, wie die Besucherzahlen einen Rekordwert nach dem anderen durchbrachen. Zur Spitze waren gleichzeitig über 1.500 Leser auf unserer Seite, sodass wir uns für ein paar Stunden wie eine der großen Seiten fühlen konnten.

Ein persönliches Highlight war zudem, als ich feststellte, dass es meine Kritik in den Wikipedia-Artikel von Guardians of the Galaxy Vol.2 geschafft hat. Als Quellen tauchen wir ja mittlerweile häufiger auf, den eigenen Namen im Kritiker-Absatz zu lesen, ist aber immer noch etwas Besonderes. Bei Gelegenheit müsste ich aber mal schauen, wie man dafür sorgt, dass der Name auch im ganzen Text korrekt geschrieben ist.

Johannes Hahn

Neulich schwärmte mir meine Mutter vor, dass sie wirklich gerne den Jim-Knopf-Film im Kino sehen würde. Ich zuckte nur mit den Schultern: “Tja, kannst du machen, ist okay”, worauf ich dann natürlich erklären musste, dass ich den Film bereits in der Pressevorführung sehen durfte. Solche Momente erinnern mich immer wieder an das besondere Privileg, für Robots & Dragons schreiben zu dürfen. Natürlich gehe ich weniger mit Freunden ins Kino, aber hey, irgendwas ist ja immer.
Schön ist es auch, wenn unsere kleine Seite beispielsweise bei Wikipedia zitiert wird. In manchen Filmeinträgen findet man die Kritiken von Robots & Dragons, was mich immer ein bisschen freut. So ist klar: Man schreibt nicht ins Blaue hinein, die eigene Arbeit wird wahrgenommen.

Katrin Hemmerling

Hallo. Mein Name ist Katrin. Ihr kennt mich vielleicht noch aus Beiträgen wie Star Trek: The Next Generation - Ein Nicht-Trekkie guckt "Mission Farpoint". Und wisst ihr was? Der Roboter-Anteil in mir war trotz meiner Mitarbeit bei Robots & Dragons lange im Winterschlaf.

Deswegen gehörte ich zum Teil der Redaktion, bei der es supergut ankam, als Hannes beschloss, keinen einzigen Artikel im Vorfeld zu Star Wars: Episode VII zu verfassen. Glaubt mir, ihr möchtet nicht wissen, wie viele Tabs zwischendurch in meinem Browser geöffnet waren, wenn ich schweißgebadet und panisch eine Meldung zu besagtem Film zu verfassen versuchte, ohne mir anmerken zu lassen, dass Star Wars jetzt nicht unbedingt meine Kernkompetenz ist. Dabei lernte ich aber auch kennen, was unser Team bei Robots & Dragons ausmacht. Es war Nele, die unumwunden zugab, dass es ihr ebenso ging und sie ein stetes “Don’t fuck this up!” im Hinterkopf hatte, wenn es um detaillierte Star-Wars-Beiträge ging. Spätestens da wusste ich - unsere Redaktion funkt auf einer Wellenlänge. Und ja, da verfalle ich manchmal in den Herzchenmodus.

Meine Kernkompetenz ist aber weiterhin eher der Drachen-Anteil bei Robots & Dragons. In jeder Beziehung. Ich bin die, die mit dem Rotstift durch Kritiken wutscht und wedelt und gnadenlos auf die vom Duden präferierte Schreibweise pocht. Und ich bin die, die schon früh ihre Liebe zu Stephen King entdeckt hat und sich freut, dass auch bei Robots & Dragons ein Plätzchen dafür da ist. Denn wenn es mich packt, fasse ich mich selten kurz. Bis dann Hannes lesbar schmunzelnd anmerkt, ob ich wirklich einen kompletten Abschnitt darüber schreiben musste, wie wichtig Beverlys rote Haare in Es sind …

Zugegeben, es ist manchmal nicht ganz einfach, Roboter Jo und Drache Nü bei dem steten Wachstum zu koordinieren und organisieren. Manchmal kann es sogar frustrieren, schließlich betreiben wir all dies nicht hauptberuflich. Aber - dann braucht es mitunter nur einen positiven Kommentar unter einem Beitrag, und der Frustmoment ist überwunden. Hallo, Motivation! Arbeiten wir weiter am Thema “Weltherrschaft” ;-)

Nele Bübl

Fast wäre Robots & Dragons eine Sailor-Moon-Fanseite geworden. Oder auch ein Online-Schrein für Bibi & Tina - in pink und mit glitzernden Hufeisen! Ersteres, weil ausgerechnet bei einer Meldung zum Start der neuen Serie Sailor Moon Crystal die Klickzahlen durch die Decke gingen und es der erfolgreichste Artikel 2014 war. Bibi & Tina ist, inklusive Titelsong, bei uns in der Redaktion ein gewisser Running-Gag und hat auch mit den größer werdenden Zugriffsrechten zu tun. Es erschien uns dann aber doch zu viel Aufwand über die wenigen Urlaubstage unseres Chefredakteurs die Seite etwas … umzugestalten. Dennoch freuen wir uns weiterhin über jede Presse-Mail des Franchises ;)

Als das RoboDrag-Projekt noch recht jung war, sprachen mich Sebastian Lorenz, Claudia Kern und Susanne Döpke auf einer Con an, ob ich mich nicht auch beteiligen möchte. Ihnen waren meine Rants oder auch Liebeserklärungen für diverse Serien auf Facebook beziehungsweise damals auch noch meinem Blog aufgefallen. Auch wenn frühe Artikel noch arg wild und unkoordiniert waren, so war es für mich dennoch eine Umstellung vom sehr freien, eher privaten Stil Abstand zu nehmen - ich vermisse oftmals immer noch die Möglichkeit, einfach mit einer Reihe Gifs als Reaktion zu kommentieren. Insbesondere bei den aktuellen Walking-Dead-Kritiken wäre das wirklich hilfreich.

So bin ich mit meinem ersten Artikel vom 28.8.2013 aus der aktiven Redaktion am längsten bei Robots & Dragons dabei. Den Auftakt machte ausgerechnet der Kinostart von Chroniken der Unterwelt. Ein Artikel von 2016, in dem ich den Wechsel von der geplanten Filmreihe hin zur Serie Shadowhunters erläutere, ist für uns nach wie vor ein Indikator dafür, ob der Film irgendwo im TV läuft - die Zugriffszahlen steigen in den Werbepausen signifikant. Und dann habe ich meinen Schwerpunkt auch noch auf britische Produktionen, bringe immer mal wieder Themen wie Downton Abbey oder Poldark unter. Das untergräbt nun irgendwie meine Begeisterung für Hannibal, das alte The Walking Dead und Co..

Patrick Pohsberg

Ich fing bei Robots & Dragons Mitte 2014 als Kolumnist an. Ich weiß noch, wie aufgeregt ich in der Nacht vor meiner ersten Liveschaltung war. Und wie überrumpelt ich war, als ich im Dashboard die Anzeige gefunden habe, die mir sagte, dass der Text tausendfach gelesen wurde. Ebenso war der Diskurs mit der Leserschaft sehr erquickend. Es ging zwar hin und wieder auch etwas ruppiger zu, aber rückblickend betrachtet auf jeden Fall eine Bereicherung.

Mein Highlight bei Robots & Dragons war ganz klar der Besuch der Redaktion auf der Fedcon 2015. Nicht nur, dass ich als Neuling dort endlich mal das (fast) gesamte Team in echt kennenlernen konnte, nein: Auch etliche Schauspieler und andere wichtige Persönlichkeiten waren vor Ort. Einziges Problem: Ich kannte ziemlich genau 0 dieser besagten Persönlichkeiten und so kam es dazu, dass die Party im Penthouse des Messehotels für mich bloß eine weitere Party war, auf der ich niemanden außer meiner Freunde kannte, die mich mitgebracht hatten.

Niemals hätte ich mir erträumt, ohne jegliche Kenntnisse zu Themen wie Star Trek, Kampfstern Galactica oder ordentlicher Kommasetzung so lang ein Teil dieses großartigen Teams sein zu dürfen. Auf die nächsten 5 Jahre Robots & Dragons!

Stefan Turiak

Ich bin zwar noch nicht lange mit von der Partie und eigentlich habe ich nur nach einer Plattform gesucht, wo ich meinen persönlichen Senf zu Film, TV und eventuell sogar Büchern dazu geben kann. Was ich nicht erwartet habe, ist Teil einer so herzlichen und diskussionsfreudigen Community zu werden, nicht nur innerhalb der Redaktion, sondern auch der Leserschaft, auch wenn man natürlich nicht immer derselben Meinung ist. Und auf die Gefahr hin, noch sentimentaler zu klingen, drückt das alles einen Leidenschaft für die hier besprochenen Themen aus, wie man sie selten ein zweites Mal sieht. Außerdem durfte ich Annihilation schon vor Euch allen anderen Nasen sehen.

Tobias Maibaum

Die Geschichte, wie ich zu Robots & Dragons gekommen bin, beinhaltet ein Praktikum, einen Roadtrip und Iain Glen, den Darsteller von Jorah Mormont in Game of Thrones. Als Praktikant einer Tageszeitung saß mein junges Vergangenheits-Ich eines schönen Morgens Mitte 2013 nichtsahnend im Büro und sah sich die Tagesplanung an. Plötzlich fragt mich die Kollegin Susanne Döpke, ob ich denn gerne zu einem Interview eines Game-of-Thrones-Schauspielers mitkommen wolle.

Szenenwechsel. Laute Musik spielt an. Ich realisierte langsam, dass ich wohl ja gesagt haben muss und wir gerade im Auto Richtung Hamburg saßen. Irgendwie war mir zwar bewusst, dass Susanne bei einer Sci-Fi- und Fantasy-Seite mitmacht, doch Details kannte ich keine. Nach einer amüsanten Fahrt voller Fachgesimpel über die aktuellsten Filme und Serien, sind wir angekommen. Hoch über den Wolken in einem Turm aus Stahl und Glas durfte ich dann schließlich Ser Mormont die Hand schütteln. Zwar ohne Rüstung, aber doch der Echte aus dem Fernsehen. Mama, ich habs geschafft!

Durch einen lustigen Zufall trugen wir beide eine gleichartige Hemd-Jeans-Kombination, was das gemeinsame Foto nach dem Interview für mich natürlich nicht entwertet. Heute hängt es noch da, wo bei anderen die Familienfotos stehen. Auf der Rückfahrt spricht die Kollegin plötzlich Robots & Dragons an. Für den glücklichen Praktikanten mit Proviant auf dem Beifahrersitz sollte der Tag noch surrealer werden. Die Redaktion sucht noch Verstärkung und die Themen Videospiele und Anime seien noch nicht ausgelastet. So begab es sich denn, dass ich von einem grandiosen Tag nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch einen Platz auf dieser Internetseite mitgenommen habe.

Als wir unseren ersten Geburtstag feierten, kam die Frage auf, ob Roboter und Drache einen Namen haben. Ja, haben sie: Der Roboter heißt "Jo" und der Drache heißt "Nü". Diese Namen sind redaktionsintern entstanden. Das Bild zeigt, wie groß die beiden Kerlchen mittlerweile geworden sind. Jo hat Ballett als Hobby entdeckt, Nü beäugt das Ganze noch etwas kritisch. Wer weiß, was die beiden in fünf Jahren alles so treiben, wenn wir das zehnjährige Jubiläum feiern dürfen - wir freuen uns drauf!

Robots & Dragons: Die Filmhighlights der Redaktion 2015

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Der Marsianer - Rettet Mark Watney

Äquivalent zu unserer Liste der besten Serien 2015 hat die Robots-&-Dragons-Redaktion in diesem Jahr natürlich auch ihre Filmhighlights gekürt. Das nun beinah abgelaufene Jahr hatte ja so einige tolle Filme zu bieten, sodass die Auswahl nicht ganz einfach war. Wie schon bei unserer Serien-Highlights resultierte das knappe Rennen am Ende wieder einmal darin, dass aus den Top 5 nur eine Top 3 geworden ist. So teilen sich erneut gleich drei Filme den dritten Platz.

Ant-Man
Kingsman
Star Wars – Das Erwachen der Macht

Während Marvel in diesem Jahr im Serienbereich mit Agent Carter, Daredevil und Jessica Jones drei richtig gute Neustarts präsentierte, blieb man im Kino qualitativ deutlich hinter dem Vorjahr zurück. 2014 thronte Marvel Studio mit Guardians of the Galaxy unangefochten an der Spitze unserer Jahrescharts und auch die Fortsetzung zu Captain America schaffte es in die Top 3. In diesem Jahr sicherte sich dagegen lediglich Ant-Man einen Top-Platz in unseren Filmhighlights. Der Film mit Paul Rudd in der Hauptrolle konnte im Sommer viele Zuschauer und Kritiker überraschen, war er doch im Vorfeld schon als erste Flop von Marvel gehandelt worden. Mit tollem Humor und einem sympathischen Gast machte Ant-Man jedoch einfach Spaß. Die bereits angekündigte Fortsetzung kann gern kommen.

Kingsman war so etwas wie die erste große Blockbusterüberraschung in diesem Jahr. Ebenfalls auf einem Comic basierend lieferte Regisseur Matthew Vaughn ein unterhaltsames Action-Spektakel ab, das viele Zuschauer im Vorfeld gar nicht auf dem Schirm hatten. Die schon in Entwicklung befindliche Fortsetzung wird sich richtig anstrengen müssen, um das vorgelegte Unterhaltungslevel noch einmal zu erreichen. Vor allem die actionreiche Kirchenszene wird schwer zu überbieten sein.

Das absolute Filmhighlight des Jahres hat es in unserer Top-Liste ebenfalls auf den dritten Platz geschafft. Erst vor rund 2 Wochen gestartet pulverisiert Star Wars – Das Erwachen der Macht aktuell immer noch einen Rekord nach dem anderen. Inhaltlich ist Regisseur J.J. Abrams ein Film gelungen, der für die meisten Fans ein toller Wiedereinstieg in das Universum von Star Wars darstellt. Die Fortsetzungen sollten gut auf diese Grundlage aufbauen können, dürfen inhaltlich aber auch gern etwas mutiger sein.

Platz 2 geht an:
Der Marsianer

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Matt Damon in The Martian

Erneut muss die amerikanische Regierung Matt Damon für viele Millionen Dollar retten und erneut ist daraus ein richtig sehenswerter Film geworden. Die Romanverfilmung bleibt vergleichsweise nahe am Buch und entwickelt sich schnell zu einem unterhaltsamen Vergnügen. Auch Regisseur Ridley Scott kehrt mit Der Marsianer zu alter Stärke zurück, nachdem Filme wie Exodus, The Counselor, Robin Hood oder Prometheus in den letzten Jahren qualitativ nur bedingt überzeugen konnten. Es bleibt zu hoffen, dass Scott auch bei den angekündigten Fortsetzungen zu Prometheus wieder auf eine Drehbuchvorlage wie bei Der Marsianer zurückgreifen kann.

Und damit küren wir den Spitzenreiter:
Mad Max: Fury Road

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Mad Max: Fury Road

Zugegeben die Überraschung über Platz 1 hält sich vielleicht in Grenzen, trotzdem sollte dies die Qualität von Mad Max: Fury Road nicht schmälern. Dass die Fahrt einer Fahrgemeinschaft, die nach dem Erreichen des Ziels umdreht und wieder zurückfährt, so unterhaltsam geraten kann, hätte im Vorfeld vermutlich keiner erwartet. Regisseur George Miller inszeniert die doch eher überschaubare Geschichte aber so bildgewaltig und actionreich, dass keine Minute langweilig ist. Man kann nur hoffen, dass sich der Mad-Max-Erfinder für die nächste Fortsetzung nicht wieder 20 Jahre Zeit lässt.

Robots & Dragons: Die Serienhighlights der Redaktion 2015

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, was gleichzeitig auch bedeutet, dass nun die ideale Zeit für Rückblicke und Top-Listen gekommen ist. Auch bei uns in der Redaktion haben wir die Abstimmungswerkzeuge angeworfen, um einmal zu ermitteln, welche Serien in diesem Jahr intern am besten angekommen sind. Ähnlich wie im vorherigen Jahr scheitert die Top-5-Rangliste allerdings daran, dass sich gleich drei Serien den dritten Platz teilen. Bronze geht daher an:

Doctor Who
The Walking Dead
Agent Carter

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr musste damit also The Walking Dead die Spitzenplatzierung räumen. Trotz Patricks unermüdlicher Arbeit an der Kritiken-Front verliert der Kampf gegen die Zombies doch langsam ein wenig an Fahrt. Auch wenn die neue Staffel bei vielen Fans wieder besser ankommt, hat The Walking Dead im Jahr 2015 auch einige Fans und Beliebtheit eingebüßt.

Dafür konnte sich Doctor Who mit der neuen Staffel wieder stärker in die Herzen der Redaktion kämpfen. Peter Capaldis Start als 12. Doctor im vergangenen Jahr hielt sich qualitativ ja doch eher in Grenzen. In der neuen Staffel machten die Produzenten Steven Moffat aber deutlich mehr Sachen richtig und sorgten so für einen qualitativen Anstieg.

Als Neuling konnte sich auch Agent Carter einen Platz in unseren Top 5 sichern, was zeigt, dass Marvel in diesem Jahr im TV für deutlich mehr Aufsehen sorgte als im Kino. Die sympathische Kombination aus Agentin Peggy Carter und Butler Jarvis machte Agent Carter Anfang des Jahres zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Bonuspunkte sammelte Haupdarstellerin Hayley Atwell zudem im sympathischen Interview mit Kollegin Katrin. Die Fortsetzung im Januar 2016 kann daher getrost kommen.

Und damit kommen wir zu Platz 2:

Game of Thrones


© HBO

Ähnlich wie schon The Walking Dead muss sich der 2. Platz von der Spitzenposition des Vorjahres verabschieden. HBOs Hit Game of Thrones befand sich in diesem Jahr schon in der 5. Staffel und hat damit nun die Buchvorlage ein- und in Teilen überholt. Allerdings überzeugte 2015 vor allem die zweite Staffelhälfte der Serie. Diese machte jedoch viele Längen zu Beginn der 5. Staffel schnell vergessen und brachte einen Cliffhanger, bis zu dessen Auflösung es immer noch 4 Monate zu warten gilt.

Womit wir beim diesjährigen Sieger angekommen sind:

Daredevil

© Marvel/Netflix

Wie bereits schon erwähnt, ist das Jahr 2015 aus Sicht von Marvel vor allem im Serienbereich als Erfolg zu werten. Während das eigentliche Highlight des Jahres Avengers – Age of Ultron qualitativ hinter den Erwartungen zurückblieb, kann der Start der Netflix-Kooperation als rundum gelungen bezeichnet werden. Mit tollen Schauspielern und einer düsteren und geerdeten Geschichte springt Daredevil als Neustart direkt auf Platz 1 unserer Serienhighlights 2015. Wenig überraschend steht die zweite Staffel schon in den Startlöchern und wird vermutlich im April erscheinen. Sollten die Macher die Qualität ansatzweise halten können, dann wird sich die Serie mit großer Wahrscheinlichkeit auch im kommenden Jahr in unserer Liste wiederfinden.

Robots & Dragons goes mobile

Wer sich bisher traute, Robots & Dragons auf dem Handy anzusehen, dem sei unser Respekt ausgesprochen. Doch die Zeiten von unlesbaren Inhalten und nervigem Gezoome und Geschiebe auf dem kleinen Bildschirm sind endlich vorbei.

Seit heute gibt es Robots & Dragons mit einer optimierten Darstellung für Handys und Tablets. Damit wird nicht nur das Lesen, Kommentieren und Navigieren wesentlich angenehmer, wir beenden damit auch eine eigene Dauerbaustelle und können euren und unseren Wünschen einer mobilen Website endlich nachkommen.

Die Inhalte auf Desktop- und Mobilversion sind komplett identisch und vollständig, es gibt lediglich Unterschiede im Layout oder der Aufteilung.

Wer sich trotzdem die Desktop-Seite auf dem Handy oder Tablet ansehen möchte, nutzt dazu den Punkt "Desktop-Version" im Browsermenü.

An einer optimierten Darstellung wird weiterhin gearbeitet.

Nutzt bitte den Kommentarbereich für euer Feedback, Hinweise oder aufgetretene Fehler.

Robots & Dragons mobile

Der Robots-&-Dragons-Jahresrückblick: Der Herbst 2014

Der Sekt ist kaltgestellt, doch ein wenig Zeit ist noch, bevor es mit den Silvesterfeierlichkeiten losgeht. Im letzten Teil unseres Jahresrückblicks geht es um die Monate Oktober bis Dezember. Neben großen Comic-Film-Ankündigungen und eine Anzahl an Trailern stand zum Jahresabschluss vor allem das Thema Star Trek 3 im Mittelpunkt.

DCs baut sein eigenes Kinouniversum
Die Zeiten, in denen alle Welt von Marvels Cinematic-Universe redet, sollen, wenn es nach Warner Brothers und DC geht, schon bald vorbei sein. Eigene Pläne für ein Comic-Kinouniversum gibt es schon länger, doch erst im Oktober legte das Unternehmen einen konkreten Fahrplan vor. Während die verschiedenen Helden in der Fortsetzung zu Man of Steel Batman V Superman: Dawn of Justice dem Zuschauer erstmals vorgestellt werden, sollen sie im Anschluss ihre eigenen Filmabenteuer erleben und zudem in einem Justice-League-Zweiteiler zusammenkommen. So kündigte Warner Brothers Soloabenteuer für Wonder Woman, The Flash, Aquaman, Cyborg und Green Lantern an. Das interessanteste Projekt stellt bisher jedoch Suicide Squad da. Der Film kommt bereits wenige Monate nach Batman V Superman: Dawn of Justice in die Kinos und setzt auf einen namenhaften Cast. Jared Leto, Tom Hardy, Will Smith, Margot Robbie, Jai Courtney und Cara Delevingne übernehmen die Rollen verschiedener DC-Schurken wie dem Joker, Deadshot oder Harley Quinn.
Allerdings möchte es Warner Brothers jedoch nicht bei einem Franchise allein lassen. Auf der gleichen Veranstaltung gab das Studio auch Pläne für einen Harry-Potter-Prequel/Spin-off-Dreiteiler bekannt und auch der erfolgreiche LEGO-Movie soll gleich mehrere Fortsetzungen und Spin-offs erhalten.

Marvel starte Phase 3
"Was die DC kann, können wir doch besser", haben sich die Herren und Damen bei Marvel gedacht und knapp zwei Wochen nach der Ankündigung von Warner Brothers eine eigene Sonderveranstaltung angesetzt. Auf dieser legte Marvel seine Pläne für die anstehende Phase 3 vor, die alle Kinoveröffentlichungen bis 2019 beinhalteten. Für Freude sorgte dabei nicht nur die Bestätigung, dass der dritte Teil von Captain America sich die populäre Civil-War-Storyline (inklusive Auftritt von Robert Downey jr.) als Vorlage nehmen würde, sondern auch die Tatsache, dass mit Captain Marvel der erste weibliche Marvel-Held seinen eigenen Solofilm erhält. Dass das dritte Abenteuer der Avengers ein Zweiteiler werden würde, hatte sich dagegen im Vorfeld schon angekündigt. Darüber hinaus stoßen auch die Inhumans und Black Panther zu Marvels Cinematic-Universe, um die bereits vorhandene Welt zu erweitern. Für Black Panther konnte Marvel auch gleich den Darsteller präsentieren. Chadwick Boseman wird die Rolle des Königs von Wakanda spielen. Und wo wir gerade bei Castingmeldungen sind, aus deutscher Sicht gab es Mitte November eine weitere interessante Newsmeldung. Daniel Brühl gibt ebenfalls sein Debüt in einem Marvel-Film und wird seinen ersten Auftritt in Captain America: Civil War haben. Dabei soll es sich möglicherweise nicht um eine einmalige Sache handeln. Brühls Figur könnte auch in weiteren Filmen zu sehen sein.

Das Jahr des Robert Orci
Für Produzent und Drehbuchautor Rober Orci dürfte das Jahr 2014 vermutlich nicht in besonders guter Erinnerung bleiben. Los ging es bereits mit der Veröffentlichung von The Amazing Spider-Man 2, welcher weder auf besonders gute Kritiken stieß, noch die Verantwortlichen bei Sony in finanzieller Hinsicht wirklich zufriedenstellte. Orci nahm daraufhin seinen Hut als Produzent bei Spider-Man und trennt sich damit auch von seinem langjährigen Arbeitspartner Alex Kurtzman. Mögliche Nachfolgeprojekte schienen jedoch bereits auf ihn zu warten. So holte die neue Verfilmung der Power Rangers Orci als Produzent an Bord und er betrieb zudem einiges an Lobby-Arbeit, um mit Star Trek 3 sein Regiedebüt geben zu dürfen. Die Verantwortlichen bei Paramount ließen sich davon zunächst einmal auch überzeugen und so stieg Robert Orci bei Power Rangers wieder aus, um sich vollständig Star Trek 3 widmen zu können. Anfang Dezember erhielt der Regie-Traum jedoch einen herben Dämpfer. Aufgrund von Differenzen zwischen Orci und Paramount trat dieser vom Regieposten zurück und wollte sich von nun an nur noch auf seine Aufgabe als Produzent kümmern. Auch am Drehbuch soll er nach eigenen Angaben nicht mehr beteiligt sein. Anscheinend möchte Paramount lieber einen Film im Stile der Guardians of the Galaxy, was für Orci nicht mit seinen Vorstellungen vereinbar war. Nach kurzer Suche fand das Studio in Justin Lin einen neuen Regisseur.

Trailer über Trailer
Das Jahr 2015 ist jetzt schon das Jahr der Fortsetzungen alter Klassiker. Mit einem neuen Star Wars, einen weiteren Terminator und einer Fortsetzung zu Jurassic Park versuchen gleich drei Filme an den Glanz alter Zeiten anzuknüpfen. Zum Jahresende gab es für Trailer-Fans dabei gleich ein dreifaches Geschenk. Innerhalb von 10 Tagen veröffentlichten die Macher zu den genanten Projekten einen Teaser oder Trailer. Praktisch jeder traf dabei auf geteiltes Echo bei den Fans und sorgte für Diskussionen. Für Star-Wars-Fans gab es zudem auch den Titel von Episode 7. Unter Star Wars: The Force Awakens kommt der neue Film im Winter 2015 in die Kinos. In Deutschland entschied man sich leider für Star Wars: Das Erwachen der Macht und nicht für das viel spaßigere und vor allem reimende Star Wars: Die Macht erwacht.

Peter Jackson, Christopher Nolan und Katniss Everdeen schließen das Kinojahr
Das Kinojahr hatte am Ende noch einmal drei Blockbuster zu bieten, von denen es immerhin zwei in die Robots-&-Dragons-Top-5 des Jahres schafften. Christopher Nolans neustes Werk Interstellar kam Anfang November ins Kino und begeisterte Fans des Regisseurs. Vollkommen ohne 3D aber mit einer Lauflänge von fast 3 Stunden schickte Nolan die Zuschauer auf ein Weltraumabenteuer, das bildgewaltig und emotional daher kam.
Im Anschluss machte sich Katniss Everdeen daran, ihr finales Abenteuer in Die Tribute von Panem - Mockingyjay Teil 1 zu bestreiten. Abschied nehmen heißt es für die Fans jedoch erst im Jahr 2015. Das finale Buch darf sich einer zweiteiligen Verfilmung erfreuen und so findet die Geschichte im nächsten November ihren Abschluss.
Den Abschluss des Blockbuster-Jahres aus Sci-Fi- und Fantasy-Sicht bildete dann noch einmal ein Peter-Jackson-Mittelerde-Film. Bilbo Beutlin und seine Zwergenfreunde warfen sich noch ein letztes Mal in die Schlacht und brachten damit die Hobbit-Trilogie zu einem Ende. Wem der Film so richtig auf die Nerven ging, der findet vermutlich Trost in dem Review von Kollegin Claudia Kern. Grundsätzlich kann man jedoch festhalten, dass die meisten, die Spaß mit den ersten beiden Filmen hatten, auch im dritten Teil auf ihre Kosten kommen dürften. Für die Abenteuer aus Mittelerde scheint es das jedoch auf absehbare Zeit gewesen sein, mit Star Wars 7 steht jedoch für Weihnachten 2015 bereits ein Nachfolger bereit.

Und damit schließen wir bei Robots und Dragons das Jahr 2014 offiziell ab. Wir wünschen allen unseren Lesern einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr.

Der Robots-&-Dragons-Jahresrückblick: Der Sommer 2014

Der Silvester naht und wir blicken immer noch auf das vergangene Jahr zurück. Im dritten Teil des Jahresrückblickes beschäftigen wir uns mit dem Kinosommer 2014. Dieser begann für die deutschen Kinogänger mit einer Verspätung, was wir unserer Fußballbegeisterung zu verdanken haben.

Der verspätete deutsche Kinosommer
Die deutsche Fußballnationalmannschaft holt sich den Weltmeistertitel in Brasilien und macht die Monate Juni und Juli zum Sommermärchen für alle Fußball-Fans. Als Kinogänger kommt man dagegen in diesen Monaten kaum auf seine Kosten. Unsere Liebe zum Fußball führt dazu, dass praktisch alle großen Veröffentlichungen nach hinten verschoben wurden. So freut sich der Rest der Welt über Planet der Affen beziehungsweise Guardians of the Galaxy oder diskutiert über Transformers 4 und die Neuauflage der Teenage Mutant Ninja Turtles, ohne dass wir wirklich mitreden konnte (Nicht dass uns dies wirklich aufgehalten hätte). Gerade die Verfilmung der Turtles kam erst 2 Monate nach dem internationalen Start in die deutschen Kinos und so mussten sich die deutschen Turtle-Fans bis zum Oktober gedulden.

Streitthema Michael Bay
Wer im Jahr 2014 einen vollen Kommentarbereich unter seinem Artikel haben wollte, der musste eigentlich nur die Arbeit von Michael Bay erwähnen (ok und Star Trek 3 aber dazu kommen wir im nächsten Teil). Kein anderer Film polarisierte die Zuschauer dieses Jahr so sehr wie Transformers 4. Mit einem Kinoeinspielergebnis von über 1 Milliarde Dollar gehört die Fortsetzung zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt, gleichzeitig dürften die Kritiken bei keinem Film von Michael Bay schlechter gewesen sein. Fans und Kritiker liefern sich zudem immer wieder aufgeheizte verbale Duelle. Für die einen ist die Transformers-Reihe der Untergang des Kinofilms und praktisch nur eine Aneinanderreihung von Explosionen und Product-Placement, für die anderen tollen Kinounterhalten, bei der man den Kopf einfach mal zu Hause lassen kann. Im geringeren Maße lief diese Diskussion auch bei Michael Bays zweitem Film in diesem Jahr, bei dem er jedoch nur als Produzent aktiv war. Die Teenage Mutant Ninja Turtles feierten ihre Rückkehr auf die große Leinwand und der Film hatte viele Merkmale, die typische Michael-Bay-Produktionen auszeichnen. Dazu gehörte jedoch auch ein Erfolg an den Kinokassen, sodass die Bestellung einer Fortsetzung nicht lange auf sich warten lies. Letztendlich sind negative Kritiken für Hollywood eben nur eine Randthematik. So lange Millionen von Menschen in die Kinosäle strömen, um die Filme des Regisseurs und Produzenten zu sehen, wird man weiter an der Erfolgsformel festhalten, die vor allem auf viel BOOM! basiert.

Marvels nächste Erfolgsgeschichte
Dass gute Kritiken und ein Erfolg an den Kinokassen auch gemeinsam möglich sind, bewies in diesem Sommer erneut Marvel Studios. Nachdem man bereits im März mit Captain America – Return of the First Avenger einen Kritiker- und Publikumserfolg in die Kinos brachte, folgte im Sommer mit Guardians of the Galaxy der nächste Streich. Dabei hatten viele Menschen Marvel noch seinen ersten Flop prophezeit, als das Studio 2012 die Produktion des Films ankündigte. Gerade die Tatsache, dass das Team selbst Comic-Fans nur wage ein Begriff war, lies viele Menschen daran zweifel, ob Marvel hier die richtige Entscheidung getroffen hatte. Doch Guardians of the Galaxy überzeugte und bewies einmal mehr, dass es Marvel vor allem gelingt, die richtigen Leute sowohl vor als auch hinter der Kamera für ihre Projekte zu finden. Natürlich hat auch Guardians of the Galaxy ein paar Schwächen, kaschiert diese jedoch auf so sympathische Weise, dass man sie dem Film problemlos vergibt. Die obligatorische Fortsetzung kann in jedem Falle kommen.

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Das Nerd-Mekka enttäuscht
Jedes Jahr Ende Juli blicken viele Nerds, Geeks und Genre-Interessiere nach San Diego und wünschen sich, sie wären bei der San Diego Comic Con vor Ort. Was ursprünglich als Comic Convention begann, hat sich mittlerweile zu einem riesigen Event entwickelt. Praktisch jede große Serien- und Filmproduktion, die auch nur im Ansatz eine Überschneidung sieht, ist mittlerweile vertreten. Besonders beliebt sind dabei immer die Panels der großen Filmproduktionen, wobei gerade Marvel in jedem Jahr heraussticht. 2014 lag zudem ein großer Fokus auf Konkurrent DC, da dieser bekannterweise ebenfalls an einem eigenen Cinematic-Universe arbeitet, welches mit Batman V Superman – Dawn of Justice seinen Anfang nehmen soll. Beide Unternehmen enttäuschten allerdings, da es praktisch kaum eine nennenswerte Ankündigung gab. Es wurden einige Poster veröffentlicht sowie die obligatorischen Exklusiv-Trailer gezeigt, für den Fan, der nicht vor Ort war, hielt sich das interessante Material jedoch in Grenzen. Dies lässt sich praktisch auf die ganze Veranstaltung ausweiten. Abgesehen von einer Handvoll Trailer und ein paar Poster enttäuschte die Comic Con 2014.

Gotham

DCs Serienoffensive
Während DC im Kino aktuell Konkurrent Marvel weitestgehend den Vortritt lassen muss, sind dessen Comic-Adaptionen im TV dagegen stark vertreten. Gleich drei neue Serien starteten im Herbst 2014, von denen sich zumindest zwei als Erfolg bezeichnen lassen können. The Flash legte einen furiosen Start auf dem Sender CW hin und hat sich schnell zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Gemeinsam mit Mutterserie Arrow bildet The Flash einen der Eckpfeiler des Senders und vor allem die beiden Crossover-Folgen dürften bei den Verantwortlichen für viel Freude gesorgt haben.
Gänzlich ohne Superhelden kommt dagegen der Neustart des Senders Fox aus. In Gotham soll die Vorgeschichte Batmans und vor allem seiner Schurkengalerie erzählt werden, was nach sehr starkem Start mittlerweile zumindest immer noch auf solides Interesse der amerikanischen Fernsehzuschauer trifft. Eher schlecht sieht es dagegen für den Neustart Constantine auf NBC aus. Nach durchwachsenen Kritiken und schwindenden Zuschauerzahlen hat sich der Sender entschlossen, keine weiteren Episoden für die erste Staffel zu bestellen. Auch wenn dies noch keine Absetzung bedeutet, sieht es jedoch danach aus, als würde nach 13 Folgen das Ende auf John Constantine warten.
Dieser mögliche Rückschlag dürfte für DC-Fans jedoch zu verschmerzen sein, da sich bereits weitere Projekte in Entwicklung befinden. So lässt der Sender CBS aktuell eine Serienadaption von Supergirl entwickeln, während TNT an einer Version der Teen Titans arbeitet und Syfy Supermans Heimatplanet Krypton ergründen lässt. Der DC-Nachschub im TV sollte damit auch in den nächsten Jahren gesichert sein.

Der Trend zum Cinematic-Universe
Das Kopieren von Erfolg gehört in Hollywood seit Jahren zum Geschäft. Nachdem Studios zuletzt versuchten, möglichst eigene Franchises aufzubauen, um sich langfristige Einnahmen zu sichern, hat Marvel gezeigt, wie sehr es sich lohnt, verschiedene Filme in einem gemeinsamen Cincematic-Universe zu vereinen. Dass Konkurrent DC sich dieses Konzept ebenfalls greifen würde, ist dabei keine Überraschung. Mittlerweile haben jedoch auch andere Studios die Chancen entdeckt und planen ihre eigenen Welten. Sony möchte beispielsweise zeigen, dass man kein ganzes Comic-Universum benötigt, um ein Cinematic-Universe aufzubauen. Mit Spider-Man soll praktisch eine Comic-Reihe genügen und genug Stoff für mehrere Ableger liefern. Allerdings haben die letzten Monate und der Hackangriff auf Sony gezeigt, dass man sich über die genaue Richtung bei Spider-Man alles andere als im Klaren ist. Konsequenter scheint dagegen Universal vorzugehen. Hier hat man sich an die alten Monster-Filme erinnert und festgestellt, dass sich diese doch ebenfalls hervorragend in ein Universum verschiedener verbundener Filme packen lassen. Los geht es mit einem Remake der Mumie, bevor dann Filme über Charaktere wie Frankensteins Monster oder den Wolfsmenschen folgen sollen. Und auch Robin Hood soll sich auf dem Weg zu einem Cinematic-Universe befinden. Sony und Disney arbeiten Berichten zufolge jeweils an einem Konzept. Ob all diese Universen am Ende wirklich Realität werden, wird sich sicherlich zeigen. Sollte das erste Projekt sich als großer Flop erweisen, dann werden sicherlich auch viele geplante Filmuniversen schnell wieder in der Schublade verschwinden.

Der Robots-&-Dragons-Jahresrückblick: Der Frühling 2014

Während das Jahr 2014 vergleichsweise ruhig für Sci-Fi & Fantasy-Fans begann, nahm es in den Monaten April bis Juni gehörig an Fahrt auf. Im zweiten Teil des Robots-&-Dragons-Jahresrückblicks blicken wir nicht nur auf die großen Kinostarts zurück, sondern beschäftigen uns auch mit dem Drehstart eines der am meist-erwarteten Filme des nächsten Jahres.

Die verbesserten Agents und ein gescheitertes Spin-off
Captain America: The Return of the First Avenger war nicht nur ein erstes Filmhighlight des noch jungen Jahres 2014. Der Film hatte abgesehen von der Tatsache, dass er 130 Minuten spannende Unterhaltung bot, einen weiteren positiven Nebenaspekt. Mit den Veränderungen, die Captain America mit sich brachte, machte auch die Marvel-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. einen qualitativen Sprung, auf den viele Zuschauer gehofft hatten. Konnte die Serie zu Beginn durchaus als Enttäuschung bezeichnet werden, ging es schon mit dem Jahreswechsel inhaltlich deutlich bergauf. In der zweiten Staffelhälfte wurde Agents of S.H.I.E.L.D. seinen Vorschusslorbeeren dann endlich gerecht und konnte zudem seine neu gewonnen Stärke auch im zweiten Serienjahr behaupten.
Gar nicht erst in Serie wurde dagegen ein ganz anderes Projekt geschickt. Mit Bloodlines plante der Sender CW seine erfolgreiche und langlaufende Serie Supernatural, um ein Spin-off zu erweitern. Über einen Backdoor-Piloten sollten die neuen Charaktere eingeführt werden, was jedoch nur bedingt auf Gegenliebe stieß. Trotz des Mafia-Settings erinnerte die Bloodlines am Ende zu sehr an CW-Serien wie Vampire Diaries und fand weder bei Kritikern noch bei Fans sonderlich viel Anklang. Letztendlich entschied sich der Sender gegen eine Bestellung, sodass Sam und Dean erst einmal auch weiterhin allein auf Monster- und Dämonenjagd gehen. Ein neuer Versuch für 2015 ist jedoch nicht ausgeschlossen.

Eine 700-Millionen-Dollar-Enttäuschung
The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro sollte für Sony der große Kassen- und Publikumserfolg des Jahres 2014 werden. Am Ende kam jedoch ein Film heraus, mit dem niemand so wirklich zufrieden war. Dabei waren die Pläne des Studios doch so groß gewesen. Über eine Milliarde Dollar wollte Sony mit The Amazing Spider-Man 2 einnehmen und in der Folge ein eigenes Spider-Man-Filmuniversum schaffen. In den Wochen vor dem Filmstart spürte man als aufmerksamer Internetuser fast schon, wie sehr Sony den Erfolg erzwingen wollte. Praktisch kaum ein Tag verging, an dem nicht ein neuer Trailer oder Clip veröffentlicht wurde. Man konnte sich am Ende des Gefühls nicht erwehren, dass man den Film womöglich schon vollständig gesehen hatte, wenn man nur alle gezeigten Szenen in die chronologische Reihenfolge bringen würde. Dem entfachten Hype konnte The Amazing Spider-Man 2 am Ende jedoch weder an den Kinokassen noch bei den Kritikern und vielen Kinobesuchern gerecht werden. Trotz durchaus starker 700 Millionen Dollar war Sony mit dem Einspielergebnis nicht wirklich zufrieden. Die geplante Milliarde wurde verfehlt und bei Produktionskosten von 200 Millionen sowie Marketingausgaben von geschätzten 190 Millionen blieb die Gewinnspanne am Ende deutlich unter den Erwartungen.

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Reboots, Remakes und Fortsetzungen
Der Hollywood-Trend, bekannte und erfolgreiche Stoffe fortzusetzen oder neu zu interpretieren, war auch im Jahr 2014 präsent. Neben The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro gab es im Mai im Kino beispielsweise mit X-Men: Zukunft ist Vergangenheit eine weitere Comic-Fortsetzung zu sehen. Im Gegensatz zu Sony zeigte sich Fox jedoch mit den eingespielten 746 Millionen Dollar sehr zufrieden. Regierückkehrer Bryan Singer schuf den erfolgreichsten X-Men-Film bisher und so war es wenig verwunderlich, dass die im Vorfeld getätigte Ankündigung einer weiteren Fortsetzung mit X-Men: Apocalypse ebenfalls von Singer inszeniert werden soll.
Ähnlich erfolgreich schlug sich auch ein(e) Reboot/Remake/Neuverfilmung in diesem Jahr an den Kinokassen. Mit dem größten Godzilla aller Zeiten gelang es Regisseur Gareth Edwards, die erste amerikanische Adaption von Roland Emmerich vergessen zu machen und für viele Zuschauer einen spannenden Film abzuliefern. Den größten Kritikpunkt, die vergleichsweise geringe Screentime des Monsters, kann man nun eventuell in Teil 2 angehen. Auch bei Godzilla wird bereits an einer Fortsetzung gearbeitet.
Neben der Veröffentlichung von einigen Remakes und Fortsetzungen im Jahr 2014 arbeitete Hollywood zudem stark daran, dass es auch in den nächsten Jahren keinen Mangel an solchen Projekten geben dürfte. Sehr beliebt sind dabei mittlerweile Serienadaptionen bekannter Kinofilme. So gab MTV beispielsweise bekannt, dass man eine Serie basierend auf dem Horrorfilm Scream plane. Auch beim Thema Fortsetzungen stehen Serie hoch im Kurs. Nachdem FOX mit Erfolg, mit 24: Live Another Day, eine erfolgreiche Mini-Serien-Fortsetzung zu 24 im Mai startete, lies sich NBC von der Idee anstecken. So soll die ehemalige Hitserie des Senders Heroes unter dem Namen Heroes: Reborn als Miniformat eine Wiederaufstehung erleben. Im Kino wirde ebenfalls schon fleißig an weiteren Reboots gebastelt. Roland Emmerich möchte sich erneut seinem Erfolgsfilm aus den 90ern Stargate widmen und eine neue Trilogie veröffentlichen. Und wo wir gerade bei Erfolgen aus den 90ern sind. Auch für die Power Rangers gibt es ein Wiedersehen im Kino, wie im Mai bekannt wurde.

Marvels Regisseure
Für Marvel Studios dürfte das Jahr 2014 als weiteres Erfolgsjahr in die Geschichte eingehen. Eine kleine Delle gab es im Mai allerdings doch zu vermelden. Das Studio und Regisseur Edgar Wright entschieden sich, nicht mehr zusammenzuarbeiten. Damit stiegt Wright aus der Produktion des Films Ant-Man aus, an dessen Zustandekommen er maßgeblich beteiligt war. Die Gründe für den Ausstieg sollen primär auf inhaltlicher Ebene gelegen haben und gerade Wright äußerte sich im Anschluss durchaus enttäuscht. Einen neuen Regisseur fand Marvel in Payton Reed, der bisher vor allem im Bereich Komödien aktiv war.
Mit Reed verpflichtet Marvel allerdings nicht nur einen neuen Regisseur im Juni 2014. Auch für Doctor Strange konnte das Studio den Regieposten besetzten. Diese Aufgabe wird in die Hände von Scott Derrickson gelegt, der bisher vor allem als Regisseur von Der Exorzismus von Emily Rose sowie des letzten Remakes von Der Tag, an dem die Erde stillstand bekannt ist.

Die Rückkehr in eine weit entfernte Galaxie
Lange hatte es gedauert, doch im Mai war es dann endlich soweit: Regisseur J.J. Abrams gab den Cast für den siebten Teil der Star-Wars-Saga bekannt. Neben den Rückkehrern Harrison Ford, Carrie Fisher, Mark Hamill, Anthony Daniels, Peter Mayhew und Kenny Baker, schließen sich auch John Boyega, Daisy Ridley, Adam Driver, Oscar Isaac, Andy Serkis, Domhnall Gleeson und Max von Sydow der Darstellerriege an. Mit den Dreharbeiten begann die Produktion im Mai, allerdings musste man zwischenzeitlich eine Pause einlegen. Harrison Fords Verletzung im Juni führte zu einer Verzögerung von zwei Wochen. Am 3. November fiel dann die letzte Klappe und Star Wars 7 galt offiziell als abgedreht.

Der Robots-&-Dragons-Jahresrückblick: Der Winter 2014

Die Weihnachtsgans ist verputzt, die Geschenke wurden ausgepackt und so kehrt kurz wieder Ruhe ein, bevor die Silvesteraktivitäten bald wieder für Trubel sorgen. Der perfekte Zeitpunkt also, um auf das Jahr zurückzuschauen und zu rekapitulieren, was uns in 2014 begeistert und enttäuscht hat. Und was eignet sich besser als ein Robots-&-Dragons-Jahresrückblick, um die Höhen und Tiefen des vergangenen Jahres noch einmal in Erinnerung zu rufen? In Teil 1 beschäftigen wir uns mit den Monaten Januar bis März.

Comicverfilmungen überall
Das Jahr 2014 dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit in die Geschichte eingehen, als Jahr, in dem in Sachen Comicverfilmungen alle Dämme brachen. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine neue Meldung erscheint, die sich mit Verfilmungen oder Serienadaptionen von Comics beschäftigt. Die erste Robots-&-Dragons-Newsmeldung des Jahres setzte daher auch praktisch den Ton für die kommenden Monate. Heute wissen wir, dass sich Dwayne Johnsons Twitter-Meldung, dass er mit DC zusammen an einem coolen Projekt arbeiten würde, auf die Verfilmung von Shazam bezog. Zum damaligen Zeitpunkt wurde jedoch erst einmal spekuliert, wobei eine Rolle in Shazam bereits früh als wahrscheinlich galt.
Eine andere Gerüchteküche hat dagegen bis zum Ende des Jahres gebraucht, um ein Ergebnis hervozubringen. Die Frage, wer Marvels Doctor Strange spielen könnte, beschäftigte uns das ganze Jahr über und war ein ständige Pool für Newsmeldungen. Nachdem zum Ende des Jahres mehrfach berichtet wurde, dass Benedict Cumberbatch die Pole Position für die Rolle innehatte, folgte erst im Dezember die offizielle Ankündigung. Im Januar machte dagegen das Gerücht die Runde, dass Johnny Depp sich in Gesprächen über eine Neuverpflichtung befände. Letztendlich reiht sich Depp damit in eine lange Liste illustrer Kandidaten ein. Tom Hardy, Joseph Gordon-Levitt, Joaquin Phoenix, Ewan McGregor, Matthew McConaughey, Jared Leto, Jake Gyllenhaal, Oscar Isaac, Ethan Hawke und Colin Farrell gehörten im Laufe des Jahres zu den verschiedenen Darstellern, die mit der Rolle in Verbindung gebracht wurden. Bei allen hat es letztendlich nicht mit der Rolle geklappt, Gordon-Levitt, Oscar Isaac, Hardy und Jared Leto landeten jedoch zumindest bei anderen Comicverfilmungen.



DC vs. Marvel
Während Marvel in den vergangenen Jahren von einem Kino-Erfolg zum nächsten eilte, musste sich DC vorwerfen lassen, dass sie zu wenig aus ihren Comicvorlagen machen würden. Wenn es nach dem Willen von Warner Brothers geht, dann dürfte sich dies mit dem anstehenden Batman V Superman: Dawn of Justice ändern. Der Film soll nicht nur zwei der berühmtesten Helden aufeinandertreffen lassen, sondern auch das eigene Cinematic-Universe starten. Im Januar schienen DC und Warner Bro. dabei einen ersten Angriff auf Marvel zu wagen. Die Verschiebung von Batman V Superman auf einen Termin, an dem schon ein Marvel-Phase-3-Film erscheinen sollte, war in jedem Falle mutig. Sehr schnell war vielen Menschen klar, dass ein gleichzeitiges Erscheinen als eher unwahrscheinlich galt, sodass sich die Frage stellte, welches Unternehmen zuerst nachgeben würde. Am Ende waren es Warner Bros. und DC, welche der Konfrontation aus dem Weg gingen. Einer der Gründe war dabei sicherlich der starker Kinostart einer Marvel-Produktion im März.



Samurai, Frankenstein und ein Roboter-Polizst
Das Kinojahr 2014 ging für uns Genre-Fans eher überschaubar los. Dies betrifft sowohl die Qualität als auch die Erfolge der Filme, die in den ersten Monaten des Jahres im Kino anliefen. Mit I, Frankenstein, 47 Ronin und Robocop gab es gleich drei Kinostarts, die in die Kategorie Remake- beziehungsweise Neuinterpretation fielen. I, Frankenstein darf dabei sowohl finanziell als auch inhaltlich als großer Flop abgestempelt werden. Der Film mit Aaron Eckhart, Bill Nighy und Yvonne Strahovski konnte nur etwas mehr als sein Budget von 65 Millionen einspielen, ohne dass Marketingkosten dabei berücksichtigt werden. Auch bei den Kritikern und Zuschauern fiel der Film durch. Etwas erfolgreicher erwies sich das Remake von Robocop. Oftmals als „nicht so schlimm wie erwartet“ bezeichnet, kam der Film zumindest auf 242 Millionen Dollar an den Kinokassen.
Als komplettes Desaster galt dagegen der neueste Film von Keanu Reeves. Die Idee, den Samurai-Klassiker 47 Ronin als Fanatsy-Story zu erzählen, fand beim Kinopublikum vergleichsweise wenige Freunde. In den USA bereits 2013 erschienen, kam der Film bei uns im Winter 2014 in die Kinos und schlug sich auch hierzulande überschaubar. Für Universal war der Release insgesamt eine Katastrophe. Berechnungen zufolge ist 47 Ronin nach Der 13. Krieger der zweitgrößte finanzielle Fehlschlag in der Geschichte des Films. Inflationsbereinigt soll 47 Ronin für einen Verlust von 151 Millionen Dollar gesorgt haben.



Oh Captain, mein Captain
Ein echtes Kino-Highlight hatten die ersten drei Monate des Jahres 2014 dann aber doch noch zu bieten. In der letzten Märzwoche kam Captain America: Return of the First Avenger aka Captain America: The Winter Soldier in die Kinos. Von Fans und Kritikern mehr als wohlwollend aufgenommen sicherte sich der Film direkt den besten Kinostart des Jahres und kam am Ende auf ein Einspielergebnis von 714 Millionen Dollar weltweit. Auch in Deutschland schlug sich der Film achtbar, vor allem wenn man bedenkt, dass Teil 1 vergleichsweise geringe Zuschauerzahlen verzeichnen konnte. Hier lies auch die deutsche Marketingabteilung nichts unversucht. Durch die Titeländerung wurde noch einmal auf die Tatsache drauf hingewiesen, dass Captain America ein Teil der Avengers ist. Und da alle die Avengers toll finden, würden sie sicherlich auch in diesen Film gehen wollen.
Neben der spannender Unterhaltung, die Captain America 2 bot, hatte der Film jedoch noch einen weiteren positiven Aspekt. Die Änderungen des Films wirkten sich in großem Maße auf die TV-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. aus. Ein qualitativer Sprung, der auch im morigen Teil des Jahresrückblicks ein Thema ist.

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