Star Trek Beyond: Im Gespräch mit Jason Matthew Smith

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Star Trek Beyond Lieutenant Hendorf aka Cupcake aka Schnubbelchen

Jason Matthews Smith hat aus der Not eine Tugend gemacht: Der Schauspieler hat im ersten Star-Trek-Film der Abrams-Ära James T. Kirk (Chris Pine) ordentlich verdroschen und dabei von ihm den Namen „Cupcake“ (deutsch „Schnubbelchen“) verpasst bekommen. Den wählte sich der recht große, kräftige Kerl als Twitterpseudo. Im zweiten Film verlief die Begegnung des Crewmitglieds mit Captain Kirk etwas freundlicher und nun war Smith auch in Beyond dabei. Der Schauspieler hat Robots & Dragons Rede und Antwort gestanden, unter anderem darüber, wie sich Justin Lin und Simon Pegg bei ihren neuen Aufgaben geschlagen haben.

Wie hast du es geschafft, trotz roter Uniform am Leben zu bleiben?

Ich habe keine Ahnung! (lacht) Das muss doch bestimmt irgendein Rekord sein? Das ist eine Frage für J. J. Abrams!

Im Roman zum zweiten Film stirbt deine Figur eigentlich – im Film nicht. Wie kam das?

Darauf bin ich ein kleines bisschen stolz. Wenn man sich Star Trek into Darkness anschaut, habe ich eine sehr kleine Rolle. Eigentlich war die sehr viel größer, wir haben sehr viel mehr gefilmt und die Handlung ist dann auch in diese Richtung [den Tod seiner Figur] gelaufen. Bevor ich mit meiner Frau ins Kino gegangen bin, um den Film zu sehen, habe ich sie noch vorgewarnt, dass ich gekillt werde. Sie sollte sich keine Sorgen machen, weil ich noch in vielen anderen Produktionen mitmachen werde. Dann kommt die Szene und ich sterbe nicht! Ich dachte: „Whow! Ich lebe noch!“ Und durfte dann im Dritten mitmachen.

Hast du irgendetwas dafür gemacht? J. J. Abrams Kaffee geholt oder so?

(lacht) Nein, ich habe ihn bei den Dreharbeiten immer wieder genervt: „Komm schon,  J. J., du kannst doch Schnubbelchen [im Original Cupcake] nicht umbringen! Am Ende habe ich ihn vielleicht ein Stück weit auf meine Seite gezogen.

Du benutzt ja auch auf Twitter – du hast die Figur anscheinend wirklich lieb gewonnen?

Stimmt! Ich weiß nicht recht. Viele kennen mich von daher, ich dachte, so kann man mich besser finden und erreichen. Wenn meine Zeit bei Star Trek vorbei ist, werde ich das vielleicht ändern.

Bist du eigentlich selbst Fan?

Ich bin Fan und liebe die neuen Filme, auch die Originalserie. Ich bin generell SciFi-Fan. Ich bin mit der Originalserie aufgewachsen, habe die Filme mit meinem Vater im Kino gesehen. Star Trek ist eine wirklich coole Welt, die Gene Roddenberry da erschaffen hat. Das hat immerhin viele Wissenschaftler inspiriert, auch Einfluss auf unsere heutige Technologie genommen.

Wie war es denn, von Kadett X zu einer Figur mit einem Rollennamen aufzusteigen? In Star Trek Into Darkness heißt du ja Hendorff …

Na ja, da habe ich J. J. beim ersten Film genervt, dass er meiner Figur einen Namen geben soll. Er fragte dann: „Wie hättest du denn gern, wie ich ihn nenne?“ Ich meinte dann: „Wie du willst, gib ihm einfach einen Namen.“ Aber im ersten Film hat das nicht geklappt. Und im Zweiten hatte ich dann den Namen Hendorff, aber in den Credits steht „Cupcake“. Ich denke, da hat J. J. die Finger im Spiel gehabt. In Beyond weiß ich nicht, wie ich genannt werde, aber meine Figur heißt Lieutenant Hendorff.

Wie ist denn die Arbeit mit J. J. Abrams im Gegensatz zu dem neuen Regisseur Justin Lin?

Sie sind sich auf viele Weise sehr ähnlich. Sie sind beide Genies auf ihre eigene Art. J. J. ist mit Steven Spielberg oder George Lucas zu vergleichen. Er ist ein toller Geschichtenerzähler und ich bin ein großer Fan all seiner Filme. Aber ich bin ein noch größerer Fan von ihm als Person. Er kennt den Namen von allen am Set, sehr nahbar, ein sehr verbindlicher, liebenswerter Mensch.

Darum hattest du auch keine Scheu, ihn zu bitten, deine Figur am Leben zu lassen …

Ganz genau. Ich habe bei ihm um Gnade gebettelt! (lacht) Aber Justin ist zwar der neue Mann am Steuer, hat aber tonnenweise Erfahrung mit Filmen wie The Fast and the Furious. Ich fand ihn toll. Er bedient sich sehr stark der Technik, benutzt sehr viele Kamerastandpunkte. Wir hatten Helikopter, Drohnen, eine Menge Green Screen. Ich bin überzeugt, dass Beyond visuell spektakulär wird. Ich glaube, dass im dritten Film die gesamte Energie des Films gesteigert werden sollte. Trotzdem finde ich, dass sie den Kern, die Werte von Trek bewahrt haben. Ich habe mich zeitweise sehr an die Originalserie erinnert gefühlt, ein bisschen, wie bei einer Zeitreise.

Wie viele Drehtage hattest du denn?

Ich habe insgesamt über einen Zeitraum von drei Monaten mitgearbeitet, allerdings nicht jeden Tag. Das ging im Juli letzten Jahres los und ich hatte meinen letzten Tag im September, glaube ich.

Wie hat Simon Pegg die Doppelbelastung als Drehbuchautor und Schauspieler gemeistert?

Er ist wirklich eine tolle Persönlichkeit. Wir haben uns bei den Dreharbeiten zum ersten Film ganz gut kennengelernt. Ich hatte seine Mailadresse, ihm aber seit acht Jahren noch nie geschrieben. Aber als ich hörte, dass er das Drehbuch schreibt, habe ich ihn kurz angemailt und gefragt, ob er vielleicht etwas für meine Figur hat. Er hat mir zwanzig Minuten danach geantwortet: „Ja, wir haben definitiv etwas für dich, wir müssen doch die Band zusammenhalten – wir sehen uns in Vancouver!“

Das ist ja klasse – und wie war es am Set?

Na ja, sobald „Cut“ gerufen wurde, rannte er wie ein Irrer zum Zelt der Autoren. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie er das schafft. Er hat so viel Energie und ist so enthusiastisch, dass es einen einfach mitreißt.

Gibt es etwas, dass du dir für Hendorff wünschst?

Ich würde mir wünschen, dass er eine ikonische Figur wird, die im Gedächtnis bleibt. Das ist alles Stück für Stück gewachsen und ich weiß alles, was mir durch Star Trek zuteilgeworden ist und noch zuteilwird, sehr zu schätzen.

Star Trek Beyond Teaser-Poster
Originaltitel:
Star Trek Beyond
Kinostart:
21.07.16
Regie:
Justin Lin
Drehbuch:
Simon Pegg, Doug Jung
Darsteller:
Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg, Karl Urban, Zoe Saldana, Anton Yelchin, John Cho, Sofia Boutella, Idris Elba, Joe Taslim
Auf ihrer Forschungsmission gerät die Enterprise in einen gnadenlosen Hinterhalt. Unter Dauerbeschuss kann die Crew um Captain Kirk nur in letzter Sekunde auf fremdem Terrain notlanden.

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SPOILER immer mit Spoilertag: <spoiler>Vader ist Lukes Vater</spoiler>

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