Avengers: Infinity War

Deadpool 2 nimmt die Spoiler-Politik von Avengers: Infinity War auf die Schippe

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Ryan Reynold ist Deadpool

Die Marvel-Studios fuhren vor der Veröffentlichung zu Avengers: Infinity War eine strikte Spoiler-Politik. Mit der Devise "Thanos demands your silence" hielt sich das Studio an eine strenge Strategie, damit vorab nicht zu viel über den Film bekannt würde. 

Diese Strategie nahm die neueste Marketing-Aktion zu Deadpool 2 nun auf die Schippe. Hauptdarsteller Ryan Reynolds teilte über Twitter einen entsprechenden Hinweis:

"An die bestesten Fans des gesamten Universums,
wir haben die "Deadpool 2: Das ist irgendwie auch eurer Schuld"-Welttournee in Angriff genommen. Fast jeder in diesem Film hat in den letzten zwei Jahren vollsten Einsatz gezeigt, um die höchste Geheimhaltungsstufe der Super-Geheimnisse zu wahren. Ungefähr so, wie David Blaine eine Kugel mit seinem Mund fängt. Und die geheime Mischung aus elf Kräutern und Gewürzen im Schnauzbart von Colonel Sanders.

Nur eine Handvoll Menschen kennt die wahre Geschichte dieses Films. Ryan Reynolds ist keiner von ihnen. Wir bitten euch darum, dass ihr - wenn ihr Deadpool 2 gesehen habt - kein verdammtes Wort über den spaßigen Scheiß in diesem Film verratet. Denn es wäre total lahm zu verraten, dass Deadpool in diesem Film stirbt. Kein Scherz. Scherz?

Viel Glück!

#WadeWilsonVerlangtEureSchwesterSorryDummeAutokorrekturSchweigen"

Als Detail war auf dem Notizzettel das Logo von 20th Century Fox durchgestrichen und durch ein "TBD", also "to be defined" ersetzt. 

Die Reaktion von Joe und Anthony Russo, Regisseure von Avengers: Infinity War, ließ aber nicht lange auf sich warten. Sie antwortet mit einem Bild des Infinity-Handschuhs, der den gestreckten Mittelfinger präsentierte. Reynolds schlichte Antwort lautete dann auch:

"Das habe ich verdient."

Deadpool 2 startet am 17. Mai in den deutschen Kinos.

Avengers: Infinity War - Gwyneth Paltrow verplappert sich zu Teil 2

SPOILER

Eigentlich war Tom Holland bekannt dafür, dass ihm am ehesten Spoiler zu Avengers: Infinity War entschlüpfen könnten - bei Presseterminen sprang öfter Benedict Cumberbatch ein, um seinen Kollegen dafür zu bewahren, sich zu verplappern. Hulk-Darsteller Mark Ruffalo spoilerte im vergangenen Jahr das Ende von Avengers: Infinity War, was zum Glück für ihn nach seinem unbeabsichtigten Instagram-Stream relativ unbemerkt blieb.

Nun ist Gwyneth Paltrow an der Reihe, wenn es darum geht, mehr oder weniger unbeabsichtigt Details zu verraten. In einem Interview plauderte sie darüber, was die Zukunft für Pepper Potts und Tony Stark bereit halten würde. Die Darstellerin erzählte erstaunlich detailliert davon:

"Pepper und Tony hatten eine wirklich lange gemeinsame Reise. Ganz offensichtlich hat sie als seine pflichtbewusste Assistentin angefangen, dann entwickelt sich die Beziehung. Ein Jahrzehnt später sind sie verheiratet und haben ein Kind. Ihre Beziehung hat sich so entwickelt wie sich große Romanzen entwickeln."

Ganz überraschend kommt die Ankündigung des gemeinsamen Kindes allerdings nicht. Schließlich gab es bereits in der ersten Szene von Tony und Pepper in Avengers: Infinity War einen deutlichen Hinweis darauf, als Tony ihr von dem realistischen Traum erzählt, den er in der Nacht zuvor hatte. Als Doctor Strange dann auftaucht, gratuliert er den beiden außerdem zur Verlobung. 

Fraglich ist, ob es zwischen Avengers: Infinity War und Avengers 4 dann jedoch einen Zeitsprung macht oder ob Avengers 4 mehr oder weniger direkt an die Ereignisse seines Vorgängers anknüpft und Paltrow dann eher ein Happy End für Pepper und Tony verraten hat.

Wie sehr sie sich verplappert hat, wird sich spätestens am 25. April 2019 herausstellen, wenn Avengers 4 in den deutschen Kinos startet. 

Einspielergebnis - Avengers: Infinity War weiter stark an den Kinokassen

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Avengers: Infinity War

Avengers: Infinity War konnte, wie erwartet, am vergangenen Wochenende die Marke von einer Milliarde Dollar überspringen. Entsprechend stand der Film sowohl in Deutschland als auch in den USA wieder unangefochten an der Spitze der Kinocharts.

In den USA kam der dritte Avengers an seinem zweiten Wochenende auf ein Einspielergebnis von 113 Millionen Dollar. Dies ist der zweitbeste Wert für ein zweites Wochenende hinter Star Wars: Das Erwachen der Macht (149,2 Millionen Dollar). Insgesamt steht Infinity War damit in den USA bisher bei Einnahmen in Höhe von 450,8 Millionen Dollar.

Weltweit fügte das Marvel-Abenteuer am Wochenende noch einmal 162,6 Millionen Dollar zu seinem bisherigen Einspielergebnis hinzu. Damit kommt der Film auf einen aktuellen Gesamtwert von 1,16 Milliarden Dollar. Dies macht Infinity War im Moment hinter Iron Man 3 zum fünfterfolgreichsten Film in Marvels Cinematic Universe. Dabei dürfte es aber nicht lange bleiben, am Freitag läuft der dritte Avengers auch in China an.

In den deutschen Kinos gibt es aktuell ebenfalls kein Vorbeikommen an Avengers: Infinity War. Am zweiten Wochenende ließ der Film mit 470.000 Besuchern und 5,4 Millionen Euro zwar nach, sicherte sich aber ohne Probleme die Chartspitze. Dadurch konnte Infinity War zudem die Marke von zwei Millionen Kinozuschauern knacken. Dies gelang 2018 bisher nur Fifty Shades of Grey - Befreite Lust. Entsprechend ist das dritte Avengers-Abenteuer schon nach zwei Wochen der zweiterfolgreichste Film des Jahres.

Auch seine beiden Vorgänger wird Infinity War wohl ohne Probleme hinter sich lassen. The Avengers kam 2012 auf 2,2 Millionen Zuschauer, Age of Ultron konnte 2015 2,4 Millionen Kinokarten verkaufen.

Avengers: Infinity War knackt die 1 Milliarde Dollar in Rekordzeit

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Avengers: Infinity War

Avengers: Infinity War setzt seinen Siegeszug an den Kinokassen fort. Nachdem der Film am vergangenen Wochenende mehrere Rekorde knacken konnte, lief es auch während der Woche alles andere als schlecht. So stand Infinity War eine Woche nach dem Kinostart am Donnerstagabend bei einem weltweiten Einspielergebnis von 905 Millionen Dollar.

Rund 338 Millionen Dollar stammen von den amerikanischen Kinogängern. Die anderen Märkte der Welt trugen 566 Millionen Dollar zum Gesamteinspielergebnis bei. Noch immer ist Infinity War dabei nicht in allen Ländern angelaufen. Am Donnerstag startete der Film beispielsweise in Russland, wo man mit einem Einspielergebnis von 4,9 Millionen Dollar ebenfalls einen Startrekord aufstellte. Zudem ist der dritte Avengers der erste Film in Russland, der an einem Tag mehr als eine Million Kinokarten verkaufen konnte.

Am gestrigen Freitag dürfte Infinity War zudem mit großer Wahrscheinlichkeit die eine Milliarde Dollar übersprungen haben. Konkrete Zahlen gibt es noch keine, trotzdem ist die Marke sehr wahrscheinlich gefallen. Allerspätestens ist wird aber am heutigen Samstag der Fall sein. Auch dies bedeutet wieder einen Rekord für Marvel Studios. In zehn beziehungsweise elf Tagen konnte bisher noch kein Film mehr als eine Milliarde Dollar einspielen. Der bisherige Rekordhalter war Star Wars: Das Erwachen der Macht, der zwölf Tage benötigte.

Die Einspielzahlen dürften in der kommenden Woche noch einmal einen gehörigen Schub bekommen. Am 11. Mai startet Avengers: Infinity War in China.

Avengers: Infinity War - Regisseure und Drehbuchautoren äußern sich zum Filmende und den Auswirkungen

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Avengers: Infinity War

Das Ende von Avengers: Infinity War ist nicht nur das düsterste eines Films im MCU, es sorgte auch für jede Menge Spekulationen darüber, was wohl im nächsten Teil passieren wird. Im Gespräch mit Buzzfeed äußerten sich nun auch die Autoren Christopher Markus und Stephen McFeely zu dem Thema. Die beiden haben sowohl Avengers: Infinity War als auch den unbetitelten Avengers 4 geschrieben. In Hinblick auf die Spekulationen der Fans versichert Markus, dass viele falsch liegen.

"Avengers 4 wird nicht in die Richtung gehen, wie ihr glaubt. Es ist ein ganz anderer Film, als ihr glaubt. Die Tode sind real. Je schneller ihr das akzeptiert, desto schneller kommt ihr zur nächsten Stufe der Trauer. Wir haben euch das Herz gebrochen, als Nächstes werden wir euch umwerfen."

Dem fügte McFeely noch hinzu.

"Lass es mich so ausdrücken. Infinity War ist ein verhältnismäßig erwachsener Film für einen Blockbuster. Es gibt eine Menge Spaß aber es wird auch sehr düster. Der zweite Film ist ebenfalls sehr erwachsen. Wir werden auf den Entscheidungen aufbauen, euch hoffentlich überraschen und mitreißen können. Es ist dasselbe Studio und dasselbe Filmteam. Sie wurden zur selben Zeit geschrieben und gemeinsam gedreht. Die Filme sind eindeutig verbunden aber es sind zwei verschiedene Filme, wobei einer darauf aufbaut, was in dem anderen passiert."

Auch die Regisseure Anthony und Joe Russo sprachen in einem Interview mit Variety über das Thema und bekräftigten noch einmal, dass die Entwicklungen am Ende des Films eine Bedeutung haben. So erklärten die beiden Brüder, dass sie die Entscheidungen in Infinity War und ihre Ausmaße würdigen werden und sich ihnen verpflichtet sehen. Auch wenn es sich um eine Fantasie-Welt handelt, in der unglaubliche Dinge passieren können, gibt es immer einen Preis.

Avengers: Infinity War - Rekordstart war noch besser, Lucasfilm gratuliert

Avengers: Infinity War ist sogar noch etwas besser gestartet, als am Montagmorgen angenommen. Bei den bisherigen Zahlen handelte es sich zunächst einmal nur um Schätzwerte, da man noch kein tatsächliches Ergebnis vom Sonntag vorliegen hatte. Dieses ist nun da und fällt noch höher aus. So vermeldete Disney, dass Infinity War weltweit 640,9 Millionen Dollar einnehmen konnte. 258,2 Millionen Dollar stammen dabei aus den USA, 382,7 Millionen Dollar aus allen anderen Ländern, in denen der Film schon angelaufen ist. Am Rekordstart des dritten Avengers-Abenteuers ändert sich aber nichts.

Nach der Bekanntgabe der Zahlen hat sich Marvel-Chef Kevin Feige über Twitter an die Fans gewendet. In einem Brief dankte Feige den Fans und Zuschauern für ihre Treue in den vergangenen zehn Jahren, die man besonders am vergangenen Wochenende gesehen hat. Auch Lucasfilm ließ es sich nicht nehmen und gratulierte den Kollegen von Marvel auf Twitter. Das Studio hielt mit Star Wars: Das Erwachen der Macht den bisherigen Startrekord in den USA. Der weltweit beste Kinostart gehörte zuletzt Fast & Furious 8.

Unsere Kritiken zum Film gibt es hier (spoilerfrei) und hier (mit Spoilern). Die Abspannszene nehmen wir hier unter die Lupe.

Einspielergebnis - Rekordstart für Avengers: Infinity War

UPDATE

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Avengers: Infinity War

Da dürften einige Sektkorken bei Marvel und Disney knallen. Avengers: Infinity War sorgte am Wochenende für den besten Kinostart aller Zeiten. Mit weltweit geschätzten 630 Millionen Dollar übertraf der dritte Avengers-Film den bisherigen Rekordwort von Fast & Furious 8 (541,9 Millionen Dollar) deutlich, und dies, obwohl der Film in China, einem der größten Filmmärkte der Welt, noch gar nicht angelaufen ist. Hier startet Infinity War erst am 11. Mai.

In den USA schob sich der Film ebenfalls auf Platz 1 der erfolgreichsten Kinostarts des Landes. Nachdem man sich am Freitag noch mit Platz 2 in der Liste der besten Starttage aller Zeiten begnügen musste (106 Millionen Dollar), übertraf man sowohl am Samstag (83 Millionen Dollar) als auch an Sonntag (geschätzte 61 Millionen Dollar) die Zahlen von Star Wars: Das Erwachen der Macht. Insgesamt kam Infinity War damit am Wochenende auf geschätzte 250 Millionen Dollar und damit knapp mehr als Episode VII (248 Millionen Dollar).

Die deutschen Zahlen für Infinity War folgen noch im Laufe des Tages. US-Meldungen zufolge kam der Film hierzulande auf ein Einspielergebnis von 14,7 Millionen Dollar. Erfolgreicher lief es für Avengers 3 in Ländern wie Großbritannien (42,2 Millionen Dollar), Mexiko (25,1 Millionen Dollar), Australien (23 Millionen Dollar) oder Frankreich (17,7 Millionen Dollar).

Update
Auch die deutschen Kinosäle waren am vergangenen Wochenende fest in der Hand von Infinity War. Mit 1,1 Millionen Besuchern ist der dritte Avengers der erste Film des Jahres, der hierzulande am Startwochenende mehr als eine Million Karten verkaufen konnte. Die Besucher generierten dabei einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro. Dies ist der beste Kinostart eines Films aus dem Marvel Cinematic Universe in Deutschland. Bisheriger Rekordhalter war Guardians of the Galaxy Vol. 2 mit 750.000 Besuchern.

Einspielergebnis - Avengers: Infinity War startet stark

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Avengers: Infinity War

Avengers: Infinity War hat wie erwartet, einen starken Kinostart hingelegt. In den amerikanischen Kinos konnte der Film am Starttag 106 Millionen Dollar einspielen. Damit liegt man nur knapp hinter dem Rekordwert von Star Wars: Das Erwachen der Macht (119 Millionen Dollar) und sogar noch vor Star Wars: Die letzten Jedi (104 Millionen Dollar).

Nach aktuellen Schätzungen befindet sich Infinity War auf einem guten Weg, den zweiterfolgreichste Startwochenende in den Vereinigten Staaten hinzulegen. Bis inklusive Sonntag könnte das Marvel-Abenteuer zwischen 225 und 240 Millionen Dollar einspielen. Für die Spitzenplatzierung von Star Wars: Das Erwachen der Macht mit 248 Millionen Dollar dürfte es aber nicht reichen.

Weltweit läuft es ebenfalls nicht schlecht für Infinity War. Inklusive Freitagabend standen bereits 284,5 Millionen Dollar auf der Habenseite. Es könnte also an diesem Wochenende bis an die Marke von 500 Millionen Dollar gehen. Der weltweit beste Kinostart von Fast & Furious 8 mit 541,9 Millionen Dollar erscheint aber nicht in Reichweite. Allerdings konnte der Film damals auch auf das chinesische Publikum bauen (185 Millionen Dollar). Auf diese muss Infinity War verzichten, da das dritte Avengers-Abenteuer in China erst am 11. Mai anläuft.

Avengers: Infiniy War - Darsteller der überraschenden Charakter-Rückkehr bekannt

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Avengers: Infinity War ist nicht nur großes Spektakel, der Film hat auch ein paar Überraschungen zu bieten. Dazu gehört auch die Rückkehr von Red Skull, dem Gegenspieler des ersten Solofilms von Captain America. Bei seinem ersten Auftritt wurde Red Skull von Hugo Weaving gespielt. In Infinity War ist der Darsteller jedoch nicht dabei.

Wie IGN nun enthüllte, schlüpfte stattdessen Ross Marquand in die Rolle. Marquand dürfte vor allem aufgrund von The Walking Dead bekannt sein. In der Zombieserie spielt der den Charakter Aaron. Inwiefern der Darsteller auch in weiteren Marvel-Filmen auftreten wird, ist bisher nicht bekannt.

Dass Hugo Weaving nicht erneut als Red Skull zu sehen ist, kommt nicht als Überraschung. Im Jahr 2012 äußerte sich der Darsteller in einem Interview über seine Mitwirkung an den Marvel-Filmen. Dabei erklärte er, dass er zwar einen Vertrag für mehrere Filme unterschrieben habe, er selbst jedoch kein Interesse an einer Rückkehr hat. Comicverfilmungen seien Filme, für die er keine wirkliche Begeisterung aufbringen kann.

Auch ohne Weaving ist der Cast von Avengers: Infinity War namenhaft besetzt. Zum umfangreichen Ensemble gehören Robert Downey Jr. (Iron Man), Tom Holland (Spider-Man), Chris Pratt (Star-Lord), Chris Hemsworth (Thor), Sebastian Stan (Bucky), Scarlett Johansson (Natasha Romanoff/Black Widow), Benedict Cumberbatch (Dr. Stephen Strange), Zoe Saldana (Gamora), Karen Gillan (Nebula), Chris Evans (Steve Rogers/Captain America), Elizabeth Olsen (Wanda Maximoff/Scarlet Witch), Bradley Cooper (Rocket Raccoon), Vin Diesel (Groot), Samuel L. Jackson (Nick Fury), Benedict Wong (Wong), Dave Bautista (Drax), Paul Bettany (Vision), Chadwick Boseman (T'Challa/Black Panther), Mark Ruffalo (Bruce Banner/Hulk) und Peter Dinklage.

Unsere Kritiken zum Film gibt es hier (spoilerfrei) und hier (mit Spoilern).

Spoiler-Kritik zu Avengers: Infinity War

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Avengers: Infinity War

Mit dem ersten Avengers erfüllte Marvel 2012 den Comicfans einen lange gehegten Traum und brachte die beliebte Heldengruppierung gemeinsam auf die Leinwand. Auf den Tag genau sechs Jahre später geht das Studio nun noch einen Schritt weiter. Mit Avengers: Infinity War gibt es erstmals das Äquivalent eines Comic-Events in den Kinos zu sehen. Events, in denen sich einen große Gruppe von Helden versammelt, um einem gemeinsamen Feind zu bekämpfen, sind in der Comic-Welt weit verbreitet, und besonders Marvel Comics setzt sie mittlerweile schon fast inflationär ein. Infinity War zeigt nun, wie ein solches Event als Film aussehen sollte, und macht sich viele Stärken aber auch ein paar Schwächen der Comicevents zu eigen.

Das dritte Avengers-Abenteuer verschwendet von der ersten Minute an keine Zeit. Selbst die so oft zitierte Achterbahn wird Infinity War nicht wirklich gerecht. Bis der Abspann über die Leinwand flimmert, kommt es einem eher vor, als hätte man einen ganzen Vergnügungspark im Schnellverfahren durchlebt. Das hohe Tempo, die verschiedenen Handlungsorte und die vielen Charaktere lassen kaum Zeit zum Luft holen. Gerade aufgrund der vielen Figuren bleibt aber auch der eine oder andere Charakter auf der Strecke und bekommt wenig Zeit, sich wirklich zu entfalten. Eine Mini-Serie wäre für das, was Infinity War alles bietet, beinah das bessere Format gewesen. Vielleicht ermöglicht ja Disneys geplanter neuer Streaming-Dienst hier in Zukunft neue Möglichkeiten.

Die alte Garde

Ähnlich wie in Guardians of the Galaxy Vol.2 wird Infinity War über verschiedene Handlungsebenen erzählt, die sich jeweils auf eine Gruppe von Helden fokussieren. Das macht durchaus Sinn, da so fast jeder etwas zu tun bekommt. Die Art und Weise, wie man dies gelöst hat, sorgt aber auch dafür, dass die Figuren in den Gruppen primär untereinander interagieren und einige Treffen sowie eine große Zusammenkunft dem Zuschauer verwehrt bleiben. Hier wollte sich Marvel vermutlich noch eine Steigerung für Avengers 4 aufsparen. Das ist nachvollziehbar, aber für Infinity War doch schade. Die Tatsache, dass Avengers 4 bereits am Horizont winkt, ist aber allgemein ein Problem des Films, dazu aber später mehr.

Die Aufteilung der Helden bringt eine ähnliche Erscheinung wie in Guardians 2 hervor: Die Handlungsebenen sind qualitativ sehr unterschiedlich. Am deutlichsten fällt dies bei der alten Avengers-Garde rund um Captain America (Chris Evans), Black Widow (Scarlett Johansson) und Bruce Banner (Mark Ruffalo) auf. Wenn man ehrlich sein will, bekommt Team Cap im Film am wenigsten zu tun. Klar, sie dürfen im Finale wieder einmal gegen eine gesichtslose Horde von Aliens antreten, viel mehr als diesen Kampf gibt es für Captain America aber nicht.

Gleiches gilt, abgesehen von zwei Ausnahmen, für alle Helden rund um Steve Rogers. Besonders Black Widow hat kaum mehr als zehn Sätze im Film, sodass der Auftritt von Scarlett Johansson beinah schon verschwendet ist. Potenzial für mehr wäre durch die Rückkehr von Bruce Banner durchaus vorhanden gewesen, leider verschenkt man aber auch Mark Ruffalo. Dessen Charakter orientiert sich weniger an den bisherigen Avengers-Filmen, sondern knüpft primär an Thor: Tag der Entscheidung an, was Banner zu einem sprücheklopfenden Nebencharakter reduziert.

Die Ausnahme der Handlungsebene bilden Vision (Paul Bettany) und Wanda (Elizabeth Olsen). Dass Vision aufgrund des Infinity Steins in seiner Stirn eine wichtige Rolle spielen wird, war schon im Vorfeld zu erwarten. Die Beziehung mit Wanda und die gemeinsamen Szenen der beiden bringen eine emotionale Note, welche die Geschichte rund um Captain Americas Team deutlich aufwertet. Auch wirkt die Liebesgeschichte nicht aufgesetzt oder störend, sondern bekommt genau die Zeit, die sie benötigt, damit man als Zuschauer emotional eingebunden ist.

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Zwei Egos und die Guardians

Während Captain America auf der Erde an vorderster Front steht, hat es Tony Stark (Robert Downey Jr.) ins All verschlagen, wo er schließlich gemeinsam mit Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) und Spider-Man (Tom Holland) auf dem Mond Titan strandet. Der Weg dahin ist eine actionreiche Angelegenheit, in der Peter Parker mal wieder sein Wissen über "uralte Filme" nutzen kann, damit sich Zuschauer in ihren Dreißigern richtig alt fühlen dürfen. Stark, Strange und Parker sind eine unterhaltsame Kombination, die mit einem Teil der Guardians zudem noch spannend aufgewertet wird. Hier gibt es so einige Aufeinandertreffen, auf die man sich als Fan im Vorfeld gefreut hat und die auch nicht enttäuschen.

In gewisser Weise ist es aber schade, dass man sich erneut dazu entschieden hat, Iron Man und Spider-Man gemeinsam auf die Reise zu schicken. Die Vater-Sohn-Dynamik zwischen Peter und Tony wurde schon in zwei Filmen thematisiert, und es wäre spannender gewesen, wenn Spider-Mans Fokus nicht erneut auf Iron Man gelegen hätte. Aus emotionaler Sicht macht die Kombination natürlich Sinn, gerade vor dem Hintergrund des Finales. Tony den Verlust von Peter direkt erleben zu lassen, dürfte sich stark auf seine weiteren Handlungen auswirken.

Die Guardians und Doctor Strange passen in diese Dynamik ebenfalls sehr gut hinein. Vor allem der Kampf mit Thanos, bei dem sie dem Sieg so nahe kommen, ist sehr spannend geraten. Der Einsatz der unterschiedlichen Stärken der Helden bietet genau das, was man in einem Eventfilm wie Infinity War sehen will. Ein paar Minuspunkte gibt es aber für Star-Lord (Chris Pratt). Peter Quill hatte schon immer einen jungenhaften Charme, der die Handlungen seines Charakters bestimmte. Spätestens mit Infinity War bemerkt man aber, dass Star-Lord auf der Stelle tritt. Sein Charakter entwickelt sich nicht weiter, und auch der Humor funktioniert bei ihm nicht mehr so gut wie zu Beginn.

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Der Hase und der Donnergott

Besonders spürbar sind die Schwächen von Quill beim ersten Aufeinandertreffen der Guardians mit Thor (Chris Hemsworth). Die Szene, in der Star-Lord den Donnergott nachäfft, wirkt irgendwie eher peinlich als witzig und wird auch der Situation, in der sich das Universum befindet, nicht gerecht. Solche Momente gibt es immer wieder in Infinity War. Marvel-Filme haben Witze und Sprüche zwar in ihrer DNA, in einigen Momenten passen sie aber nicht ganz zum Ernst der Lage.

Dafür vermeidet man es weitestgehend, sich die wirklich emotionalen Momente durch Humor kaputt zu machen. Thor: Tag der Entscheidung und auch in Teilen Guardians 2 sind in diesem Bereich die Negativbeispiele des vergangenen Jahres. In beiden Filmen hatte man das Gefühl, dass es ja nicht zu ernst werden durfte, weshalb häufig noch ein Witz, egal ob er passte oder nicht, kommen musste. In Infinity War fällt hier lediglich die Kussszene von Quill und Gamora (Zoe Saldana) negativ auf, die durch Drax (Dave Bautista) unterbrochen wird, und der man so die Gefühlsnote nimmt. Dass der Gag zudem viel zu lange ausgereizt wird, ist ebenfalls wenig hilfreich.

Richtig gut ist dagegen der Trip von Thor und Rocket geraten. Groot kann man hier getrost vernachlässigen, da die Teenage-Variante des Baumwesens nicht nur den Film über gelangweilt ist, sondern auch den Zuschauer langweilt. Der Donnergott und sein Hase bilden dagegen ein sehr unterhaltsames Team, das auch ruhige Momente spendiert bekommt, in denen die Figuren überzeugen können. Zudem treffen die beiden auf Peter Dinklage, der allein durch seinen Auftritt als riesenhafter Zwerg Eitri für ein Grinsen sorgt.

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Thanos

Dass Superhelden-Filme im Allgemeinen und Marvel-Filme im Besonderen gern einmal ein Problem mit dem Gegenspieler haben, ist keine neue Erkenntnis. Zu stark liegt der Fokus meist auf den Helden, dass die Schurken kaum Entfaltungsmöglichkeiten bekommen. Im Falle von Thanos (Josh Brolin) wurden die Regisseur Anthony und Joe Russo im Vorfeld allerdings nicht müde zu betonen, dass man den Gegenspieler des Films wie einen Protagonisten behandelt hat. Genau das erweist sich am Ende als die ideale Strategie.

Interessanterweise erscheint Thanos auf dem Papier zunächst wie ein klassisch schwacher Marvel-Schurke. Dies beginnt bereits mit der Motivation. Thanos will eigentlich nur möglichst viele Wesen töten, im Idealfall die Hälfte des Universums. Das ist ein durchaus ambitioniertes Ziel, wenn auch nicht sonderlich einfallsreich. Zum Glück ist Motivation nicht alles. Thanos ist nicht der eindimensionale Irre, für den man ihn halten könnte. Er hat Gründe für sein Handeln und zudem ein gewisses Verständnis und sogar Anerkennung für alle, die sich ihm entgegenstellen. Brolin spielt die Figur dabei durchaus sympathisch, sodass man ihn nie wirklich hassen kann. Trotzdem verliert er niemals seine Gefährlichkeit. Schon in der ersten Szene mit Loki und dem Hulk wird Thanos als formidabler Gegenspieler dargestellt, der sich nicht einfach so besiegen lässt.

Die großen Szenen des Charakters sind aber nicht die Kämpfe, sondern die ruhigen Momente. Besonders die Suche nach dem Soulstone ist eines der Highlights in Infinity War. Von dem eher uninspirierten Auftritt von Red Skull mal abgesehen, geht die Szene einem einfach an die Nieren. Wenn Thanos sich umdreht und Tränen in seinen Augen zu sehen sind, man den Schmerz trotz CGI in seinem Gesicht erkennen kann und noch vor Gamora realisiert, was gleich passieren wird, dann ist das einfach ganz großes Kino.

Ein Schnippen mit dem Finger

Bereits im zweiten Trailer zu Infinity War erwähnt Gamora, was Thanos mit dem Schnippen eines Fingers zu tun gedenkt, wenn er erst einmal alle Infinity Steine besitzt. Für Comicleser kommt es daher nicht unbedingt überraschend, dass der Film auch tatsächlich mit dem Sieg des Titanen endet. Auch wenn der Fingerschnipper von Thanos nicht zum Comic-Event Infinity War gehört, ist er doch einer der ikonischen Momente in der Geschichte des Charakters. Entsprechend konsequent ist es, dass man ihm auch im Film würdigt. Die Umsetzung ist allerdings nicht ganz so episch geraten. Durch den Angriff von Thor nimmt man dem Fingerschnipper vielleicht etwas seiner Power. Zugegeben, das dürfte vermutlich primär ein Problem von Comic-Fans sein, die Auswirkungen sind dagegen sehr ergreifend inszeniert und lassen die Avengers vollkommen besiegt zurück. Die Frage ist nur, für wie lange?

Avengers Infiniy War

Konsequenzen

Das Ende von Infinity War ist düster, hart und emotional, und doch wird es etwas getrübt. Der Film zeigt zum einen tatsächlich einmal Konsequenzen und bringt hohe Verluste im MCU, doch will man nicht wirklich glauben, dass diese lange anhalten. Infinity War wäre vermutlich erheblich beeindruckender, wenn man nicht schon fast sicher wüsste, dass Avengers 4 im kommenden Jahr viele Entwicklungen zurückdrehen wird.

Die Entscheidung, fast alle neueren Helden inklusive des Großteils der Guardians über die Klinge springen zu lassen, lässt leider nur den Schluss zu, dass es dabei nicht bleiben wird. In der Folge geht man als Zuschauer nicht mit Trauer oder Schock aus dem Film, sondern nur mit der Frage, wie Marvel die Sache rückgängig machen wird. Zeitreisen oder alternative Dimensionen wurden von Marvel-Chef Kevin Feige zwar angeblich ausgeschlossen, letztendlich kann es in Avengers 4 aber nur darum gehen, die Realität, die Thanos geschaffen hat, zu verändern.

Hier schließlich sich dann auch gleich die nächste Frage an: Wie weit dreht man den Zeiger zurück? Dass Spider-Man, die Guardians, Doctor Strange und Black Panther wiederkommen, steht außer Frage. Bringt aber auch gleich Loki wieder? Was ist mit Asgard oder Yondu? Für eine Antwort wird man warten müssen, bis Avengers 4 im April 2019 in die Kinos kommt. Wie auch immer sich der Film entwickelt, man hat schon jetzt das Gefühl, dass viele der Entwicklungen in Infinity War einem nur Konsequenzen vorgaukeln.

Fazit

Mit Avengers: Infinity War hat sich Marvel selbst eine Mammutaufgabe gestellt, die man, abgesehen von ein paar Schwächen, außerordentlich gut löst. Durch einen starken Schurken, das Zusammenspiel liebgewonnener Charaktere, unterhaltsamer Action und einige emotionaler Momente gelingt es dem dritten Avengers, den Zuschauer für zweieinhalb Stunden in seinen Bann zu ziehen. Dass dabei einige Figuren auf der Strecke bleiben, ist zwar schade, lässt sich aufgrund der gewaltigen Menge an Charakteren aber wohl kaum vermeiden. Auch schwebt über dem Ende des Films bereits Avengers 4, sodass man die Auswirkungen des Infinity War erst nach dem vierten Avengers-Abenteuer so richtig bewerten kann.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Marvel Studios

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