Sense8

Die Matrix-Macherinnen schließen ihr Special-Effects-Studio Kinowerks

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Matrix Neo Keanu Reeves

Es ist eine kleine Meldung, deren Auswirkung vielleicht größer sein könnte, als es den Anschein hat: Die Regionalpresse in Chicago meldet, dass die Wachowski-Schwestern Lilly und Lana ihr Produktionsstudio Kinowerks in der US-amerikansichen Stadt schließen. Mit ihrem Studio Kinowerks arbeiteten die Wachowskis an den Special Effects von Filmen wie Jupiter Ascending, Cloud Atlas und natürlich den Matrix-Filmen.

Nachdem das aktuelle Projekt der Wachowskis, die Netflix-Serie Sense8, abgedreht wurde, warten nach Angaben der Regionalzeitungen keine neuen Aufträge mehr auf das Studio Kinowerks. Daher werden die Eigentümer, die Wachowski-Schwestern und ihre Familie, das Gebäude zum Verkauf aufgeben.

Es bleibt die Frage, was das für die Karriere der Matrix-Macherinnen bedeutet. Kinowerks ist ein auf Special Effects spezialisiertes Studio gewesen, dass die visuellen Effekte für die Filme der Wachowskis generiert hat, startend mit Matrix im Jahr 1999. Eine der wichtigsten Innovationen war der Einsatz der stilprägenden Bullet-Time, die in den Matrix-Filmen intensiv eingesetzt wurde. Dass dieses Studio schließt, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich das Geschwisterpaar aus dem Filmgeschäft zurückzieht. Allerdings hatten die Wachowskis nach Matrix kaum noch einen veritablen Hit: Lediglilch V for Vendetta konnte an den Kinokassen überzeugen. Selbst Cloud Atlas, eine deutsche Co-Produktion, sammelte viele positive, aber auch negative Kritiken und schrieb unterm Strich zwar schwarze Zahlen, enttäuschte allerdings insgesamt die Investoren.

Selbst wenn die Wachowskis sich aus dem Filmgeschäft zurück ziehen: Sie werden aus den Medien wohl nicht ganz verschwinden. Denn bereits vor dem Filmgeschäft haben sie sich als Comic-Autorinnen einen Namen gemacht. Gut möglich also, dass sie diesen Karrierezweig wieder aufnehmen. Das aber bleibt Spekulation, und es wird zu sehen sein, was die beiden Schwestern als nächstes anfassen.

Sense8: Neuer Trailer zum Serienfinale

Es heißt Abschied nehmen für die Fans von Sense8. Zum Finale der Serie hat Netflix einen neuen Trailer veröffentlicht. Zu sehen gibt es das zweistündige Serienfinale ab dem 8. Juni.

Sense8 wurde nach Ende der zweiten Staffel im Mai vergangenen Jahres überraschend abgesetzt. Da sie mit einem Cliffhanger endet, beschwerten sich viele Fans. Zwar schloss Netflix eine Fortsetzung aus, gewährte dann aber doch noch eine Doppelfolge, um der offenen Handlung ein rundes Ende geben zu können. 

Die Serie gehört zu den aufwendigsten und teureren Eigenproduktionen des Streaminganbieters. Da die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt handelt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht. Eine Episode soll so an die 9 Millionen Dollar gekostet haben. Hier passte für den Streaminganbieter das Verhältnis von Kosten zu den Zuschauerzahlen nicht.

Die Hauptrollen in Sense8 spielen Toby Onwumere, Tina Desai, Miguel Angel Silvestre, Jamie Clayton, Tuppence Middleton, Donna Bae, Brian J. Wright, Max Riemel und Terrence Mann.

Sense8: The Series Finale | Official Trailer [HD] | Netflix

Sense8: Das Serienfinale | Offizieller Trailer [HD] | Netflix

Sense8: Poster und Datum für das Serienfinale bei Netflix

Im vergangenen Mai war plötzlich Schluss. Nach nur zwei Staffeln wurde Sense8 recht überraschend abgesetzt. Ursprünglich haben die Serienmacher J. Michael Straczynski (Babylon 5) und die Wachowski-Schwestern (Matrix, Cloud Atlas) von einem vorher festgelegten Plan für fünf Staffeln gesprochen. 

Viele Fans beschwerten sich daraufhin bei Netflix, da die Serie so mit einem offenen Cliffhanger endete. Trotz Protesten schloss Netflix eine Fortsetzung aus. Immerhin ist es ein enorm aufwendiges und kostspieliges Projekt. Da Sense8 die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht.

Noch überraschender als die Absetzung kam dann die Meldung, dass Sense8 doch eine abschließende Doppelfolge gewährt wird. Zusammen mit einem Poster präsentierte Netflix nun auch das Veröffentlichungsdatum: Ab dem 8. Juni ist das Serienfinale weltweit verfügbar.

Sense8 | Finale Special First Look | Netflix

Sense8: Featurette zum Serienfinale online

Zum Abschluss von Sense8 ist ein neues Featurette erschienen. Dieses wirft einen Blick hinter die Kulissen der Dreharbeiten und zeigt vor allem die Freude der Darsteller und Fans, dass die Serie doch noch ein Ende erhalten wird. Ein Startdatum wurde noch nicht bekannt gegeben. Bisher ist nur bekannt, dass die Abschlussfolgen 2018 erscheinen.

Sense8 wurde nach Ende der zweiten Staffel im Mai überraschend abgesetzt. Da sie mit einem Cliffhanger endet, beschwerten sich viele Fans. Zwar schloss Netflix eine Fortsetzung zunächst aus, gewährte dann aber doch noch eine Doppelfolge, um der offenen Handlung ein rundes Ende geben zu können. 

Die Serie gehört zu den aufwendigsten und teureren Eigenproduktionen des Streaminganbieters. Da die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt handelt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht. Eine Episode soll so an die 9 Millionen Dollar gekostet haben. Hier passte für den Streaminganbieter das Verhältnis von Kosten zu den Zuschauerzahlen nicht.

Sense8 | Finale Special First Look | Netflix

Sense8: Produktion der abschließenden Doppelfolge gestartet

Die Produktion für die doppelte Sonderfolge von Sense8 ist gestartet. Dies verkündete unter anderem Darsteller Miguel Ángel Sivestre (Lito Rodriguez) via Instagram. 

Die Serie wurde nach Ende der zweiten Staffel im Mai überraschend abgesetzt. Da sie mit einem Cliffhanger endet, beschwerten sich viele Fans. Zwar schloss Netflix eine Fortsetzung aus, gewährte dann aber doch noch eine Doppelfolge, um der offenen Handlung ein rundes Ende geben zu können. 

Sense8 gehört zu den aufwendigsten und teureren Eigenproduktionen des Streaminganbieters. Da die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt handelt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht. Eine Episode soll so an die 9 Millionen Dollar gekostet haben. Hier passte für den Streaminganbieter das Verhältnis von Kosten zu den Zuschauerzahlen nicht.

Das Finale des ambitionierten Gemeinschaftsprojekts von J. Michael Straczynski (Babylon 5) und den Wachowski-Schwestern (Matrix, Cloud Atlas) soll 2018 bei Netflix verfügbar sein. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.

Allá vamos! There we go! #netflix #sense8special

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Sense8: xHamster will Staffel 3 produzieren

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Sense 8

Das Angebot kommt aus eher unerwarteter Richtung: Die Pornoseite xHamster möchte Sense8 weiterproduzieren. Dies bot Alex Hawkins, Vizepräsident der Seite, den Wachowski-Schwestern in einem offenen Brief an.

Das ambitionierte Gemeinschaftsprojekt von J. Michael Straczynski (Babylon 5) und den Wachowski-Schwestern (Matrix, Cloud Atlas) sollte ursprünglich fünf Staffeln umfassen, wurde allerdings nach der zweiten von Netflix abgesetzt.

Sense8 gehört zu den aufwendigsten und teuersten Eigenproduktionen von Netflix. Da es die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht. Hier passte für den Streaminganbieter das Verhältnis von Kosten zu den Zuschauerzahlen nicht.

Fan-Proteste wurden laut, nachdem Netflix die Serie mit einem Cliffhanger hat enden lassen und erst möglichen Abschlussfilm ablehnte. Schließlich gaben sie noch nach und gewährten die Produktion einer finalen Doppelfolge.

Dies ist xHamster nicht genug. Da die Wachowskis bereits weitere Staffeln entwickelt haben sollen, lädt Hawkins zu Gesprächen über eine mögliche Zusammenarbeit:

"Wir reden nicht über eine Parodie oder irgendwas geringeres als eine wirkliche Fortsetzung der Serie. xHamster ist gerade eine der am meisten besuchten Seiten des Internets. Wir haben täglich mehr Besucher als The New York Times, ESPN oder die Daily Mail.

Kurz: Wir haben die Zuschauer und nötigen Einnahmen. Anders als bei Netflix würdet Ihr bei uns nicht um einen Teil eines Produktionsbudgets konkurrieren - es wäre ganz Euer."

Kurz kommentiert: Sense8 geht weiter - Sieg & Akt der Liebe? Nein!

Überraschend kam es gestern schon: Da ist bei Twitter auf einmal ein Statement von Lana Wachowski zu lesen, das zunächst wenig erfreulich klingt und von Depressionen im Zuge der Absetzung ihrer Serie Sense8 berichtet und schließlich doch noch einen Knalleffekt in der Hinterhand hat. Netflix schenkt der eigentlich vom Hof gejagten Serie nach zwei Jahren und einem fiesen Cliffhanger nun doch noch ein Ende in Form einer Doppelfolge.
 
Einst hatte man seitens Netflix das Großprojekt Sense8 als Prestigeobjekt gestartet, mit den Wachowskis und Babylon 5-Macher J. Michael Straczynski spannende Kreative an Bord gebracht und ließ Unmengen an Geld in die aufwändige weltweite Produktion fließen. Dass die Abrufzahlen dem in letzter Konsequenz leider nicht gerecht wurden, ist die eine Sache. Dass man eine Serie nicht vernünftig und in Absprache mit den Verantwortlichen beendet, eine andere. Gerade Netflix sollte und muss hier eigentlich eine Sonderstellung in der Branche einnehmen und primär das Wohl und Wehe der Kunden und Fans im Blick haben. Wenn dort wie im Network-TV eigenproduzierte Serien ständig ohne Abschluss abgesetzt würden, könnte man sich irgendwann der Treue und des Vertrauens seiner Abonnenten vielleicht nicht mehr sicher sein.
 
Was ist hier nun also passiert? Was war anders? Fakt ist, dass der Aufschrei bei den Fans weltweit groß war. Auch wenn es vielleicht nicht allzu viele waren, sie waren in jedem Fall laut! Petitionen als übliches Instrument ließen nicht lange auf sich warten und auf den Social-Media-Kanälen war einige Zeit die Hölle los. Aus wirtschaftlichen Überlegungen war jedoch kein Einlenken zu erwarten, was Netflix auch mit einem entschuldigenden offiziellen Statement schnell untermauerte und somit den Fans vermeintlich die Hoffnung nahm.
 
Nun jedoch die Rolle rückwärts. Darf man also vom märchenhaften Sieg der leidenschaftlichen Fans über die großen Tiere in den teuren Ledersesseln mit ihren noch teureren Zigarren sprechen, die wirklich und wahrhaftig mit Liebe und Einsatz einen Unterschied gemacht haben? Wohl kaum. Bei Netflix sitzen clevere Strategen, die genau wissen, wann es wo welchen Schachzug zu unternehmen gilt. Ich würde Netflix an dieser Stelle gar ein wenig Kalkül unterstellen wollen. Die Absetzung hatte sicher gute Gründe und war kein Schnellschuss. So weit muss man keine Fox Mulder-Theorien stricken. Und ob man mit diesem Umfang an Reaktionen gerechnet hatte, sei mal dahingestellt. In dem Moment, wo die Unzufriedenheit jedoch deutlich wurde, dürfte bei Netflix eindeutig eine klare Entscheidung gewachsen sein, hier ein Zeichen setzen zu können. Ein Zeichen, das sagt: Schaut her! Hier zählt ihr was! Wir sind für euch da! Wir lassen euch nicht alleine!
 
Alles, was Netflix dafür tun muss, ist eine laufende Produktionsmaschine noch ein paar Wochen weiter zu finanzieren, zwei letztlich mickrige Episoden nachzuschieben und online zu stellen und ganz nebenbei den schwarzen Peter der Auflösung einer bisher eher gemächlich laufenden Serie gänzlich den Kreativen zuzuschieben. Netflix hat an dieser Stelle alles getan - jetzt müssen es die Anderen richten.
 
Dennoch sollte dieser Blick auf das Geschehen nicht ausschließlich zynisch klingen. Für uns Fans ist die abschließende Doppelfolge eine ganz tolle Sache. Eine außergewöhnliche Serie erhält so die Chance auf ein rundes Ende. Und ein außergewöhnlicher Streamingdienst hat zusammen mit seinen außergewöhnlich leidenschaftlichen Kunden eine außergewöhnliche Geschichte geschaffen. So viel Außergewöhnliches ist eben sehr attraktiv für die Damen und Herren in der Werbeabteilung - und sogar für die in den teuren Ledersesseln mit ihren Zigarren.

Björn Sülter ist als freier Redakteur unter anderem bei Onlinepublikationen wie Quotenmeter, Serienjunkies und auch Robots & Dragons aktiv. Der Autor und Musiker ist Fachmann in Sachen Star Trek. Seit 20 Jahren schreibt er über das langlebige Franchise.

Für Robots & Dragons wird er exklusiv die Entstehung der neuen Trek-Serie mit seiner Kolumne Sülters IDIC begleiten und sobald die Serie startet auch für ausführliche Kritiken zu den Episoden sorgen. Der Name der Kolumne steht stellvertretend für das, was uns Trekkies auszeichnet: Einen offenen Geist zu behalten und die Vielfalt als etwas Wertvolles zu schätzen. Infinite Diversity in Infinite Combinations.

Björns Homepage und somit viele seiner Artikel und Trek-Rezensionen erreicht ihr unter www.sülterssendepause.de

Sense8: Abschließende Doppelfolge angekündigt

Gute Nachrichten für alle Fans von Sense8. Netflix gewährt seiner eigentlich abgesetzten Serie doch noch überraschend ein halbwegs versöhnliches Ende. Wie Co-Schöpferin und Produzentin Lana Wachowski über Twitter bekannt gab, hat der Streaming-Anbieter eine abschließende Doppelfolge bestellt. Mit dieser soll die offene Handlung der Serie einen runden Abschluss erhalten.

"Unglaublich aber eue Liebe hat Sense8 neues Leben eingehaucht. Es ist mir und Netflix (glaubt mir auch sie lieben die Serie genauso wie wir, aber die Zahlen waren schon immer schwierig) eine Ehre anzukündigen, dass wir nächstes Jahr ein weiteres zweistündiges Special veröffentlichen. Danach werden wir sehen ... wenn mich die Erfahrung aber eins gelehrt hat, dann dass man niemals nie sagen sollte.

Vielen Dank an euch alle. Jetzt lasst uns herausfinden, was mit Wolfgang passiert."

Die zweite Staffel von Sense8 feierte im Mai ihre Premiere, danach wurde die Serie überraschend abgesetzt. Viele Fans beschwerten sich daraufhin bei Netflix, da die Staffel mit einem offenen Cliffhanger endete. Nachdem der Streaming-Anbieter zunächst eine Fortsetzung trotz der Fan-Proteste ausschloss, hat sich die Meinung wohl doch noch geändert.

Das ambitionierte Gemeinschaftsprojekt von J. Michael Straczynski (Babylon 5) und den Wachowski-Schwestern (Matrix, Cloud Atlas) gehört zu den aufwendigsten und teuersten Eigenproduktionen von Netflix. Da Sense8 die Geschichte von acht Menschen aus unterschiedlichen Ländern erzählt, wurde auch tatsächlich in Chicago, San Francisco, London, Berlin, Seoul, Reykjavik, Mexico City, Nairobi und Mumbai gedreht.

Sense8: Netflix-Serie nach Staffel 2 eingestellt

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Sense8 Christmas-Special

Die Serie Sense8 wird nicht fortgesetzt. Wie der Streaminganbieter Netflix bekannt gab, beendet man das Format offiziell nach der zweiten Staffel. Insgesamt kommt die Serie damit auf 23 Episoden.

Sense8 geht auf eine Idee von Lana und Lilly Wachowski sowie J. Michael Straczynski zurück. Die Serie feierte im Juni 2015 ihre Premiere, rund zwei Jahre später wurde die zweite Staffel veröffentlicht. In den Hauptrollen sind Toby Onwumere, Tina Desai, Miguel Angel Silvestre, Jamie Clayton, Tuppence Middleton, Donna Bae, Brian J. Wright, Max Riemel and Terrence Mann zu sehen.

Die Handlung spielt an vielen verschiedenen Orten auf der ganzen Welt, wobei die Dreharbeiten auch jeweils an Originalschauplätzen stattfanden. Diese machte Sense8 zu einer aufwendigen und vor allem teuren Produktion.

Für die Fans ist die Entscheidung von Netflix allerdings etwas bitter. Während die erste Staffel vergleichsweise rund endet, gibt es am Ende von Staffel 2 einen Cliffhanger. Dieser dürfte nun nicht mehr aufgelöst werden.

Die Absetzung kommt einen Tag nach einer Äußerung von Netflix-CEO Reed Hastings, der meinte, dass der Streaminganbieter mehr Serien absetzen sollte. Allerdings drehte sich das Gespräch um die ungewöhnliche Erfolgsrate von Netflix, die dazu führt, dass die meisten Serien so gut ankommen, dass man sie einfach fortsetzt. In Zukunft wolle man mehr Risiken eingehen, die zwar zu mehr Absetzungen aber auch zu größeren Hits führen können. Sense8 scheint keiner dieser Hits mehr gewesen zu sein.

Sense8: Kritik zur 2. Staffel

Rund zwei Jahre nach dem Serienstart veröffentlicht Netflix die zweite Staffel von Sense8. Die teuerste Serienproduktion des Streaminganbieters stieß bei ihrer Premiere nicht überall nur auf positive Resonanz. Für die zweite Staffel haben die Macher aber die entsprechenden Schlüsse gezogen und bessern genau an den richtigen Stellen nach.

Zu Beginn von Staffel 2 befinden sich Will (Brian J. Smith) und Riley (Tuppence Middleton) immer noch auf der Flucht. Allerdings haben die beiden begonnen, unterstützt von Nomi (Jamie Clayton) und den anderen Sensates, ihrem Verfolger Whispers (Terrence Mann) selbst nachzuspüren. Wolfgang (Max Riemelt) trifft währenddessen nicht nur auf einen neuen Geschäftspartner, sondern auch auf eine geheimnisvolle Frau. Dies bleibt auch Kala (Tina Desai) nicht verborgen, die nach wie vor zwischen ihren Gefühlen für Wolfgang und ihrem Ehemann schwankt.

Kurz vor Weihnachten gewährte Netflix seinen Abonnenten schon einmal einen Einblick in die 2. Staffel von Sense8. Dieser ist allerdings genau genommen gar keine wirkliche Sonderfolge, sondern bildet eigentlich ihren Auftakt. Vor diesem Hintergrund ist es keine schlechte Idee, wenn man sich das Weihnachtsspecial vor den jetzt neu veröffentlichten zehn Folgen noch einmal anschaut. Die Doppelfolge bietet einen guten Einstieg und sorgt dafür, dass man mit den Charakteren schnell wieder vertraut wird.

Die zweite Staffel entstand vor allem in Zusammenarbeit von Lana Wachowski und J. Michael Straczynski. Lily Wachowski setzte aus, sodass Lana den Großteil der Episoden allein inszenierte. Die Drehbücher schrieb sie gemeinsam mit Straczynski, und die beiden erzählen eine Geschichte, die sich in allen Belangen gegenüber Staffel 1 steigern kann. Die neuen Folgen bieten eine richtig gute Mischung aus Spannung, Humor, Action, Mythologie und Charaktermomenten.

Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich die acht Sensates, die nun deutlich stärker als noch in Staffel 1 miteinander interagieren. Eine der großen Stärken von Sense8 war schon immer das Zusammenspiel seiner Hauptfiguren. Auch Staffel 1 lief erst ab der Mitte zu wirklicher Form auf, als die Handlungsstränge der Sensates zunehmend miteinander verwoben wurden. In Staffel 2 verstärkt man diese Verbindungen, was die Serie nicht nur interessanter, sondern auch emotionaler macht.

Darüber hinaus beginnen die Autoren, auch der Welt selbst mehr Substanz zu geben. Die Sensates finden nach und nach mehr über sich selbst und die Agenda von Whispers heraus. Dabei kommt auch eine ganze Reihe von neuen Charakteren ins Spiel, die ebenfalls zum deutlich gestiegenen Unterhaltungswert beitragen.

Gänzlich fehlerlos sind die neuen Folgen allerdings auch nicht. In einigen Fällen darf man die Handlung nicht zu sehr hinterfragen, sonst beginnt das Konstrukt, schnell ineinander zu fallen. Dies wird besonders am Ende deutlich. Auch die Kräfte der Sensates sind noch etwas vage skizziert und folgen nicht immer klaren Regeln.

Wie in Staffel 1 erzählen die Autoren zudem nicht nur eine übergeordnete Haupthandlung, sondern auch wieder Einzelgeschichten der jeweiligen Charaktere. Deren Unterhaltungswert schwankt erneut deutlich. Gerade bei Kala und Van Damme hält sich Spannung häufig in Grenzen. Dadurch, dass die Sensates sich allerdings immer wieder gegenseitig unterstützen, fällt dieser Kritikpunkt weniger ins Gewicht als noch in Staffel 1.

Fazit

Sense8 zeigt sich in der zweiten Staffel praktisch in allen Belangen verbessert. Die Macher rund um Lana Wachowski und J. Michael Straczynski haben die Stärken ihrer Serie erkannt und nutzen sie nun deutlich besser aus. Kleiner Kritikpunkte rücken bei dem positiven Gesamtbild daher schnell in den Hintergrund. Es bleibt zu hoffen, dass eine dritte Staffel nicht wieder zwei Jahre auf sich warten lässt.

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