Obi-Wan

Obi-Wan Kenobi: Vor der Serie war Film-Trilogie in Planung

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Obi-Wan Kenobi Teil 6

Seit vergangener Woche ist die Serie zu Obi-Wan Kenobi vollständig auf Disney+ veröffentlicht. Zwar hat Obi-Wan Kenobi Rekorde gebrochen, was die Zuschauerzahlen betrifft. Aber unter den Fans trifft die Serie auf gemischte Reaktionen. Für viele hätte ein Film besser gepasst als eine Serie, wie es auch Hannes als Fazit in seiner Kritik zum Finale zieht

Im Gespräch mit The Direct erklärt Drehbuchautor Stuart Beattie nun seine Rolle im Projekt Obi-Wan Kenobi. Beattie erhält im Abspann Credit als Autor für die Episoden 1, 2, 3 und das Serienfinale. Er hätte aber lediglich ein Drehbuch für einen Origin-Film geschrieben und erklärt, dass das Einspielergebnis von Solo: A Star Wars Story verantwortlich für die Entscheidung sei, zu Obi-Wan Kenobi eine Serie anstelle eines Films zu machen:

Ich habe den Film geschrieben, auf dem die Serie basiert. Also, ja. Ich habe etwa ein Jahr, anderthalb Jahre daran gearbeitet. Als dann die Entscheidung getroffen wurde, nach der Veröffentlichung von Solo keine weiteren Spin-Off-Filme mehr zu machen, habe ich das Projekt verlassen und mich anderen Dingen gewidmet. Joby übernahm meine Drehbücher und machte aus zwei Stunden sechs. Ich habe also überhaupt nicht mit ihnen zusammengearbeitet, ich habe nur die Anerkennung für die Episoden bekommen, weil das alles mein Material war.

Im Jahr 2016 pitchte man bei Lucasfilm noch die Idee, eine Film-Trilogie zu Obi-Wan Kenobi zu entwickeln. Der erste Film ist nun in der Serie in Teilen umgesetzt, der zweite Film hätte den Weg zu Eine neue Hoffnung bereitet:

Als ich Lucasfilm meine Obi-Wan-Geschichte vorschlug, sagte ich: "Es gibt hier eigentlich drei Geschichten. Denn es gibt drei verschiedene Entwicklungen, die die Figur durchlaufen muss, um von Obi-Wan zu Ben zu werden. Und die erste war der erste Film, die Serie, in der es hieß: "Gib dich dem Willen der Macht hin. Transportiere deinen Willen, gib deinen Willen auf. Lass das Kind in Ruhe.' Beim zweiten [Film] ging es also darum, wo Kenobi am Ende landet. Und einer der stärksten und wahrscheinlich der stärkste Moment in der ganzen Geschichte von Obi-Wan ist der Moment, in dem er sich in Eine neue Hoffnung opfert. Ein großartiger Moment, der einen zum Weinen bringt. Aber wenn man darüber nachdenkt, ist es eine ziemlich plötzliche Sache, einfach so gegen einen Kerl zu kämpfen, Luke zu sehen und zu sagen: 'Ich werde sterben'. Für mich musste man das vorher bedenken. Ich musste vorher akzeptieren, dass das passieren würde.

Beattie zufolge waren sowohl Lucasfilm als auch Ewan McGregor von dieser Idee begeistert. Umso niederschmetternder sei dann für Beattie die Entscheidung gewesen, seine Ideen nicht ins Kino zu bringen:

Es wollte einfach unbedingt gemacht werden. Leider war es Solo, der die Richtung des Systems änderte. Ich persönlich mag Solo, aber er hat nicht viel Geld eingebracht. In gewisser Weise ist es verrückt, wenn man darüber nachdenkt, dass er von einem der besten Filmemacher, die heute arbeiten, inszeniert wurde. Aber nur weil er eine bestimmte Zahl nicht erreicht hat, mussten sie einfach umdenken. Und noch einmal, das übersteigt bei weitem meine Gehaltsklasse, aber es hat uns wirklich getroffen. Am Boden zerstört, absolut am Boden zerstört. Aber so ist das Geschäft, Höhen und Tiefen. Ich bin froh, dass sie gemacht wurde. Ich bin froh, dass die Serie gedreht wurde. Ich bin stolz auf meine Geschichte, die erzählt wurde. Ich bin froh, dass meine Figuren darin vorkommen. Und ich bin froh, dass ich die Anerkennung dafür bekommen habe. Ich wünschte, sie wären in der Lage gewesen, meine Filme zu machen.

Ob und in welcher Form es mit Obi-Wan Kenobi weitergeht, ist offen. Ewan McGregor und Hayden Christensen haben jedenfalls bekundet, dass sie Interesse an weiteren Projekten diesbezüglich hätten.

Teil VI: Kritik zum Finale von Obi-Wan Kenobi

SPOILER

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Obi-Wan Kenobi Teil 6

Nach einem guten Start und einem deutlichen Abfall im Mittelteil stellte sich im Vorfeld der abschließenden Episode von Obi-Wan Kenobi natürlich die Frage, ob das Serienfinale einen versöhnlichen Abschluss schaffen kann. Tatsächlich gelingt "Teil VI" in vielen Bereichen noch einmal eine deutliche Steigerung. Gleichzeitig ist die Episode aber auch ein Musterbeispiel dafür, welche Fehler die Macher von Obi-Wan Kenobi gemacht haben.

Obi-Wan Kenobi vs. Darth Vader 3.0

Das große Highlight der Episode ist natürlich das erneute Lichtschwertduell zwischen Obi-Wan und Darth Vader und dieses kann eigentlich in allen Bereichen überzeugen. Es ist gut choreografiert, emotional und sogar spannend, trotz der Tatsache, dass man weiß, dass keiner der beiden Beteiligten wirklich in Gefahr ist. Zugegeben die Schauwerte sind nicht extrem hoch, was primär am Ort liegt, an dem die beiden zum dritten Duell aufeinandertreffen. Hier hatte der Lavaplanet in Episode III natürlich etwas mehr zu bieten. Dafür wurde bei der Kampfchoreografie ein sehr guter Mittelweg zwischen dem Salto-Flip-Flop-Kämpfen der Prequels und den eher schwerfälligen Duellen der originalen Trilogie gefunden. Auch Vader wirkt in dem Kampf deutlich flinker auf den Füßen als in den bisherigen Szenen der Serie.

Ebenfalls gut gelungen ist das finale Gespräch der beiden Figuren. Hier beweist Ewan McGregor wieder einmal, warum seine Darstellung als Obi-Wan bei vielen Fans so hoch im Kurs steht. Auch das halbsichtbare Gesicht von Vader sorgt in der Szene für Gänsehaut und gibt auch Hayden Christensen noch einmal die Möglichkeit, selbst als Vader ein paar Worte zu sprechen, wobei der Wechsel zwischen seiner originalen und Vaders blechernen Stimme eine klevere Idee war.

Festhalten muss man allerdings auch, dass das Duell der beiden primär auf emotionaler Ebene funktioniert. Wie so oft in Obi-Wan Kenobi hat auch "Teil VI" wieder mit einigen inhaltlichen Schwächen zu kämpfen, die dafür sorgen, dass man viele Dinge nicht zu genau hinterfragen sollte. Noch viel problematischer ist dies allerdings im Handlungsstrang rund um Reva Sevander, wo man schon fast von "Und täglich grüßt das Murmeltier" sprechen kann.

Die gefallene Schwester

So spannend das Duell zwischen Obi-Wan und Darth Vader ist, so nervig sind die wiederholten Unterbrechungen durch Reva. An dieser Stelle dürfte weitestgehend etabliert sein, dass was immer Regisseurin Deborah Chow und Showrunner Joby Harold mit der Figur versucht haben, einfach nicht funktioniert. Dabei hilft es auch nicht, dass im Handlungsstrang rund um die ehemalige Inquisitorin die Logiklöcher nicht nur groß, sondern gewaltig sind. Dies beginnt damit, dass die von Vader und dem Großinquisitor zum Sterben zurückgelassene Reva sich einfach einmal ohne Erklärung nach Tatooine teleportieren kann, um dort Luke Skywalker zu töten.

Neben der Tatsache, dass die Aktion selbst extrem weit hergeholt ist, stellt sich die generelle Frage nach der Motivation. Selbst wenn sich Reva an Vader dadurch rächen möchte, dass sie dessen Sohn umbringt. Vader weiß ja vermutlich nicht einmal, dass dieser existiert. Auch müsste sie anschließend noch die rechte Hand des Imperators aufsuchen, um ihn von ihrer Tat zu unterrichten, was ebenfalls eher unwahrscheinlich ist.

Letzteres Problem erledigt sich allerdings dadurch, dass Reva am Ende doch nicht in der Lage ist, Luke zu töten. Inwiefern dies jedoch die Figur rettet, bleibt jedoch fraglich. Zwar gibt ihr Obi-Wan einen Daumen nach oben und erklärt, dass Reva durch ihren Nicht-Mord den Seelen ihrer früheren Padawan-Gefährten Frieden geschenkt hat und sie nun ihren eigenen Weg gehen kann. Dem kann man jeden entgegenhalten, dass die Entscheidung, keinen Mord an einem Zehnjährigen zu begehen, jetzt auch nicht die riesige moralische Entwicklung für eine Person ist. Auf der anderen Seite passt es aber zu der generell extrem unglücklichen Figur, die Reva in der ganzen Serie war.

Zum Abschluss noch etwas Fanservice

Interessanterweise ist die Haupthandlung in der finalen Episode von Obi-Wan Kenobi bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde abgeschlossen. Danach nehmen sich die Macher noch rund zehn Minuten Zeit, um die verschiedene Figuren zu verabschieden sowie etwas Fanservice zu betreiben. Wer erwartet hat, dass dabei noch größere Anstrengungen unternommen werden, um bestimmte Kanonprobleme zu bereinigen, der wird enttäuscht. Auch hier geht es wieder in die Richtung, dass man am Ende halt einfach bestimmte Dinge hinnehmen oder für sich entscheidet muss, Obi-Wan Kenobi aus dem Gedächtnis zu streichen.

Den von vielen Fans erwarteten und auch schon mehrfach angeteasten Cameo von Liam Neeson als Qui-Gon Jinn gibt es dann kurz vor Schluss ebenfalls noch. Die große Überraschung ist hier eigentlich nur, dass dieser tatsächlich erst in der letzten Szene stattfindet und damit keine wirkliche Auswirkung auf die Handlung hat. Viele hätten ihn vermutlich eher in einer Schlüsselszene der Serie erwartet, die es ja auch durchaus in "Teil VI" gegeben hätte. So ist der Auftritt am Ende zwar nett aber auch nicht wirklich notwendig. Ähnliches gilt auch für Ian McDiarmid, der natürlich ebenfalls nicht fehlen darf und sich für einen kurzen Hologrammcall die Ehre gibt.

Serienfazit

Was bleibt am Ende von Obi-Wan Kenobi? Nach einem guten Start ließ die Serie leider im Mittelteil stark nach. Auch wenn das Finale dann wieder deutlich besser war, muss man wieder einmal die Frage stellen, wieso Lucasfilm hier so viel verschenkt hat. Dabei spielen auch die finanziellen Einschränkungen, die ebenfalls deutlich spürbar waren eine Rolle. Vermutlich hätte Obi-Wan Kenobi ein klassischer Kinofilm deutlich besser getan als eine gestreckte Mini-Serie. In diesem hätte man die Handlung straffen und sich primär auf Obi-Wan und Darth Vader fokussieren können. Die beiden sind ohne Zweifel der beste Teil der Serie, während andere Figuren, wie beispielsweise Reva, entweder gar nicht funktionieren oder wie Leia bei Fans eher gemischte Reaktionen auslösen.

Ein gemischtes Fazit lässt sich auch für Obi-Wan Kenobi generell ziehen. Die Serie hatte einige wirklich tolle Momente, schlechte Effekte und die Drehbücher sorgten jedoch leider am Ende dafür, dass man nie das eigentlich vorhandene Potenzial ausschöpfen konnte.

Teil V: Kritik zu Obi-Wan Kenobi 1.05

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Obi-Wan Kenobi 05 Darth Vader

Nachdem "Teil IV" von Obi-Wan Kenobi schon sehr kurz ausfiel, hält sich Laufzeit der vorletzten Episode der Mini-Serie ebenfalls in Grenzen. Dafür passiert allerdings inhaltlich wieder deutlich mehr. "Teil V" beinhaltet nicht nur gleich zwei Lichtschwertduelle, in der Episode gibt es auch einige Enthüllungen sowie ein Rückblick in eine Zeit, in der Darth Vader noch den Namen Anakin Skywalker trug. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die Macher in der Folge plötzlich alles richtig machen. Erneut wechseln sich Licht und Schatten ab und hinterlassen wieder einmal einen zwiespältigen Eindruck.

Obi-Wan gegen Anakin

Die Tatsache, dass Lucasfilm für Obi-Wan Kenobi nicht nur Ewan McGregor, sondern auch Hayden Christensen wieder zurückholte, war schon im Vorfeld der Produktion ein Indikator dafür, dass man in der Serie vermutlich einen Rückblick in die Zeit vor der Order 66 bekommt. In "Teil V" ist nun endlich soweit und den Zuschauern wird eine Lehrstunde von Anakin Skywalker präsentiert, in die Autoren die Stärken und Schwächen des späteren Darth Vaders auf den Punkt bringen. Das Lichtschwertduell zwischen Obi-Wan und Anakin sowie ihr Gespräch ist auch tatsächlich der beste Teil der Episode, allerdings gibt es hier auch einen kleinen Haken.

So dürfte sich vermutlich kaum ein Fan an einen der Prequel-Film erinnern, in dem Anakin Skywalker wie ein 40-jähriger Mann aussah. Während Lucasfilm und Disney in der Regel vergleichsweise erfolgreich Verjüngerungseffekte einsetzen, funktionieren diese hier gar nicht, zumindest was Hayden Christensen betrifft. Irgendwie haben es die Macher hinbekommen, dass dieser in der Szene älter aussieht als Ewan McGregor.

Dies ist wohlgemerkt nicht der einzige Moment, in dem in "Teil V" das scheinbar geringe Budget auffällt. Vieles in der Episode sieht doch eher billig aus und man wird das Gefühl nicht los, dass die Macher von Obi-Wan Kenobi deutlich weniger finanzielle Ressourcen zur Verfügung hatten als beispielsweise für The Mandalorian bereitstehen. Dies ist vor dem Hintergrund, dass man hier eine Serie hat, in der Obi-Wan Kenobi und Darth Vader wieder aufeinandertreffen, doch recht fragwürdig.

In der Falle

Rein inhaltlich erinnert die Ausgangslage in "Teil V" an das Finale von Star Wars: Die letzten Jedi. Obi-Wan und mehrere Flüchtlinge befinden sich in einer Basis und müssen Zeit schinden, während imperiale Truppen versuchen, durch eine Tür zu brechen. Leider will hier nicht wirklich ein bedrohliches Gefühl aufkommen, da die Szene, in der die Sturmtruppler auf eine Metalltür schießen, ebenfalls alles andere als hochwertig aussieht. Ganz im Gegenteil. Dazu kommt, dass sich Reva selbst einfach wenige Momente später durch die Tür schneidet, was die Szenen vorher etwas sinnfrei erscheinen lässt.

Im anschließenden Kampf liegt es dann an Tala Durith, durch ihr Opfer Obi-Wan und seinen Mitstreitern genug Zeit für den Rückzug zu erkaufen. Die Szene scheint für Obi-Wan deutlich emotionaler zu sein als vermutlich für viele Zuschauer, was daran liegt, dass Tala bis zu ihrem Ende als Figur relativ blass blieb. Dies schienen auch die Autoren bemerkt zu haben, denn kurz vor ihrem Ableben durfte sie Obi-Wan noch ihre Geschichte und Motivation erzählen, ob dies am Ende aber bei vielen Zuschauern dafür sorgt, dass plötzlich eine emotionale Verbindung entsteht, darf bezweifelt werden.

Die Rache der Jedi-Schülerin

Erneut stark im Mittelpunkt steht natürlich auch wieder die dritte Schwester Reva Sevander. In "Teil V" wird sie zunächst nicht nur zur Großinquisitorin befördert, es wird auch ihre Motivation enthüllt. Dass es sich bei Reva um eine ehemalige Jedi-Schülerin handelt, die beim Massaker im Jedi-Tempel vor Ort war, hatten viele Fans in den vergangenen Wochen bereits vermutet. Entsprechend kommt auch die Tatsache, dass Reva sich an Vader rächen will, nicht unbedingt überraschend. Leider macht dies die Figur kaum interessanter, sondern eher noch fragwürdiger. Reva wirkt nicht unbedingt wie eine Person, die sich mit subtilem Vorgehen und Raffinesse in die Inquisition eingeschlichen hat.

Aber auch Vader verhält sich in der ganzen Geschichte nicht wirklich nachvollziehbar. Wenn er ohnehin wusste, dass Reva eine Verräterin ist und der Großinquisitor noch lebt, warum macht er sie dann überhaupt zur Großinquisitorin? Gerade kurz vor dem Moment, in dem Vader glaubt, Obi-Wan in die Enge getrieben zu haben, hat es überhaupt keinen taktischen Vorteil, Reva zu befördern.

Letztendlich bekommt Reva durch Obi-Wan in dieser Folge aber die Chance, sich Vader zu stellen. Das zweite Lichtschwertduell in dieser Episode dürfte allerdings wieder die Gemüter spalten. Während Vader in der kompletten Folge wieder gewohnt stark dargestellt wird und als echte Naturgewalt herüberkommt, wirkt alles in dem Kampf etwas ungelenk. Hier hat man durchaus das Gefühl, dass die Macher nicht ganz wissen, was sie mit Vader anstellen sollen, der ja nicht unbedingt für seine Agilität bekannt ist. Konnte man dies in "Teil III" noch recht gut kaschieren, gelingt dies hier deutlich weniger.

Für Reva hat das Duell am Ende nicht den erhofften Ausgang. Die ehemalige Jedi-Schülerin verliert nicht nur den Kampf, sondern wird auch auf dem Planeten zurückgelassen. Dies wirkt allerdings ebenfalls wieder etwas arg gewollt. Wenn man bedenkt, dass die Inquisition seit Jahren durch die Galaxie reist, um alles zu töten, was nur irgendwie Machtpotenzial hat, erscheint es unrealistisch, dass man eine Verräterin in den eigenen Reihen, die sogar einst als Jedi trainiert hat, einfach so zurücklässt, ohne sicherzustellen, dass sie tatsächlich tot ist. Vermutlich ging es aber wohl darum, dass die Autoren unbedingt eine finale Konfrontation zwischen Reva und Obi-Wan aufbauen wollten, auf die es wohl nun in der letzten Episode herauslaufen wird.

Fazit

Obi-Wan Kenobi bleibt ein Enigma. Auch wenn sich "Teil V" verbessert zeigt im Vergleich zur Vorgängerfolge, gibt eine ganze Reihe von Entscheidungen, die einen mit Fragenzeichen zurücklassen. Von schlechten Effekten über billige Inszenierungen bis hin zu unlogischen Entscheidungen ist in dieser Folge alles dabei. Selbst die Lichtblicke wie das Lichtschwertduell zwischen Obi-Wan und Anakin werden so getrübt.

Teil IV: Kritik zu Obi-Wan Kenobi 1.04

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Obi-Wan Kenobi Teil 4

Mit der dritten Episode von Obi-Wan Kenobi gelang es Lucasfilm mal wieder, die Star-Wars-Fangemeinde zu spalten. Von "Das ist der albernste Blödsinn, den ich je gesehen habe" bis "Was für ein episches Aufeinandertreffen. Ich hab Gänsehaut" war bei den Reaktionen auf das Duell zwischen Obi-Wan und Darth Vader praktisch alles dabei. In Folge 4 (oder "Teil IV") fährt man die Aufregung nun wieder etwas zurück, allerdings hat auch diese Episode wieder mit einigen Problemen zu kämpfen.

Zunächst ist "Teil IV" mit nur etwas mehr als 30 Minuten Laufzeit die kürzeste Episode von Obi-Wan Kenobi bisher. Dazu kommt, dass die Autoren praktisch den Plot von "Teil II" wieder aufwärmen. Wie in der zweiten Folge muss Obi-Wan Leia wieder aus den Händen von Kidnappern befreien und anschließend mit ihr die Flucht antreten. Hier müssen sich die Autoren durchaus den Vorwurf gefallen lassen, dass es nicht unbedingt von großer Kreativität zeugt, wenn man in einer sechsteiligen Mini-Serie in zwei Episoden den Handlungsschwerpunkt darauf legt, dass Leia von Obi-Wan gerettet werden muss.

Zwar ändert sich mit der Festung der Inquisition der Schauplatz, allerdings ist dieser jetzt auch nicht sonderlich spektakulär, um das Recyceln des Plots zu rechtfertigen. Letztendlich sieht die Festung im Inneren aus wie jede x-beliebige Basis des Imperiums, mit dem einen zusätzlichen Merkmal, dass sich Teile Unterwasser befinden.

Die schnelle Genesung des Obi-Wan Kenobi

Die Tatsache, dass die Episode sich sofort wieder um die Rettung der gefangenen Leia dreht, sorgt auch dafür, dass kaum Zeit für eine Aufarbeitung der Geschehnisse der vergangenen Folge bleibt. Gerade aufgrund der kurzen Laufzeit ist dieser Umstand durchaus fragwürdig. Anstatt zumindest ein paar Minuten dafür zu verwenden, dass sich Obi-Wan mit dem Aufeinandertreffen mit Vader auseinandersetzt, ist er praktisch sofort wieder zurück in Aktion. Lediglich während seines kurzen Heilungsprozesses wird kurz noch einmal darauf eingegangen. Wirklich ergiebig ist dies aber nicht.

Ähnlich gehen die Autoren auch bei Obi-Wans Umgang mit der Macht vor. Während er in "Teil III" fast hilflos erschien, gewinnt Obi-Wan nun in Rekordzeit einen Großteil seiner Fähigkeiten zurück. Erklärt wird dies dabei simpel mit einem Nebensatz. Manche Dinge verlernt man halt einfach nicht und damit kann man dieses Thema ebenfalls zu den Akten legen.

Dass Dinge zu einfach gehen, ist generell ein Problem in der Episode. Obi-Wan und Tala haben so gut wie keine Probleme, die Festung der Inquisition, also eine der wichtigsten Basen des Imperiums, zu infiltrieren. Und selbst als sie am Ende aufliegen, kommen einfach zwei Jäger angeflogen, die ebenfalls problemlos bis zur Basis vorstoßen können, und schießen das Duo und die mittlerweile befreite Leia aus dem Schlamassel. Echte Spannung kann so nie aufkommen.

Die Inquisitorin und die Prinzessin

Neben dem Handlungsstrang rund um Obi-Wan und Tala liegt der zweite Fokus der Episode auf dem Aufeinandertreffen von Leia und Reva. Letztere will von Leia Informationen über das Untergrundnetzwerk haben und schreckt dabei auch vor Folter nicht zurück. Leider bleibt Reva dabei weiterhin eines der großen Probleme der Serie. Auch nach vier Episoden hat man als Zuschauer weiterhin keine genaue Vorstellung davon, was die Figur eigentlich antreibt abgesehen von simplen Streben nach Macht.

Dass Reva dabei extrem unsympathisch herüberkommt, ist ja an sich kein Problem. Ein Bösewicht kann ja generell verabscheuungswürdig sein. Im Falle von Reva ist es aber eher so, dass die Figur sehr langweilig und eindimensional ist. In bisher vier Folgen haben es die Autoren einfach nicht geschafft, in irgendeiner Form Interesse an ihr zu wecken, obwohl man ihr durchaus einiges an Menge Laufzeit gegeben hat. Auch wenn in dieser Richtung noch etwas kommt, wird sich am Ende die Frage stellen, warum die Autoren so lange gewartet haben. Selbst eine große Enthüllung scheint hier nur noch wenig retten zu können, dafür fehlt einfach die emotionale Bindung der Zuschauer mit der Figur.

Fazit

Die kürzeste Episode von Obi-Wan Kenobi fühlt sich leider fast wie ein Lückenfüller an. Dies beginnt damit, dass die Autoren einen bereits gezeigten Plot wiederholen, und endet damit, dass alles in der Episode irgendwie zu leicht geht. Auch verpassen es die Autoren, Zeit in die Entwicklung ihrer Figuren zu investieren, sodass viele Dinge etwas gehetzt wirken. Letzteres ist gerade aufgrund der kurzen Laufzeit besonders befremdlich.

Teil III: Kritik zu Obi-Wan Kenobi 1.03

SPOILER

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Obi-Wan Kenobi Teil 3

Nachdem Obi-Wan Kenobi seine Premiere am vergangenen Freitag mit einer Doppelfolge feierte, kehrt man mit der dritten Episode zum regulären Veröffentlichungstag am Mittwoch bei Disney+ zurück. Entsprechend fiel auch die Wartezeit für die Fans etwas kürzer aus, was nach dem Ende der zweiten Folge sicherlich gern gesehen war. Folge 3 (oder "Teil III") bringt dann auch tatsächlich den zu erwartenden größeren Auftritt von Darth Vader, hat allerdings auch mit ein paar Problemen zu kämpfen.

Bereits zum Auftakt von Obi-Wan Kenobi wurde Ewan McGregor mit Lob für seine Darstellung überschüttet und auch in der dritten Folge setzt der Schauspieler seine starke Leistung fort. Egal, ob es kleinere Szenen mit Leia sind, in denen Obi-Wan der Prinzessin Mut zu spricht und über seine Familie redet, oder der Moment, in dem er nach zehn Jahren wieder seinem früheren Schüler gegenübersteht und absolute Panik fühlt, McGregor spielt einfach hervorragend. Auch die kleine Vivien Lyra Blair macht ihre Sache weiterhin sehr gut und weiß, als junge Leia zu überzeugen.

Nicht ganz so spektakulär ist dagegen der Planet Mapuzo, auf den es das Duo nach der Flucht von Daiyu verschlagen hat. Zwar kann man Mapuzo zumindest zugutehalten, dass es sich nicht wieder um einen Wüstenplanet handelt, ein Steppenplanet ist allerdings auch nur bedingt besser. Hier merkt man dann, dass eine Star-Wars-Serie am Ende eben doch nicht mit dem Budget eines Films mithalten kann. Etwas das in der Folge ein paar Mal spürbar war.

Das Aufeinandertreffen von Obi-Wan und den Sturmtrupplern auf dem Transporter gehört anschließend ebenfalls zu den eher schwächeren Momenten der Serie und ist eines von mehreren Logiklöchern, die das Drehbuch in "Teil III" leider aufweist. So wirkt es schwer unverständlich, dass Sturmtruppler, die mit der Suche nach einem Jedi beauftragt wurden und dann nicht in der Lage sind, diesen zu erkennen, wenn er ihnen direkt gegenübersitzt. Die komplette Szene hat etwas von einem Lückenfüller, mit dem die Zeit gestreckt werden soll, da nie wirklich echte Spannung aufkommen will. Auch dass direkt im Anschluss eine weitere Konfrontation mit Sturmtrupplern folgt, macht die Sache nicht unbedingt besser.

Vader und die Inquisitoren

Während Obi-Wan und Leia auf Mapuzo ihre weitere Flucht planen, ist Reva Sevander nach wie vor auf ihrer Spur. Dabei hat sie mittlerweile auch Darth Vader informiert. Dieser bekommt nach der kurzen Szene in der vorherigen Folge noch einmal eine etwas ausführlichere Einführung und diese ist wirklich gut gelungen und kann einiges an Gänsehaut erzeugen. In der englischen Originalfassung haben die Produzenten zudem Darsteller James Earl Jones zurückgeholt, der Vader bereits in der originalen Trilogie sprach und ihm nun erneut seine Stimme leiht. In der Maske selbst soll allerdings wohl Hayden Christensen stecken, wobei sich natürlich die Frage stellt, wie viel er tatsächlich am Set war. Immerhin bekommt der Darsteller in "Teil III" zumindest auch einen kurzen Auftritt ohne Maske.

Für die Inquisitoren hat die Suche nach Obi-Wan einen Machtkampf ausgelöst. Fraglich ist hier allerdings immer noch, inwiefern der Großinquisitor tatsächlich verstorben ist. Schließlich hat die Figur laut Kanon noch einiges zu tun, sodass die Intrigen von Reva vermutlich am Ende für Nichts waren. Generell bekommt die Figur auch in Folge 3 nicht wirklich mehr Tiefe. Sollte ihre Motivation tatsächlich einfach nur der Machtanspruch auf den Titel Großinquisitors sein, dann wäre das ziemlich wenig. Allerdings sieht man auch immer wieder kleine Momente, in denen die Figur doch bei größeren Gewalttaten des Imperiums zögert, sodass auch ein Wiedergutmachungshandlungsbogen im Bereich des Möglichen liegt. Beide Varianten sind bisher jedoch nicht wirklich gut ausgearbeitet.

Dass manche sogenannte Fans dies allerdings zum Anlass nehmen, um die Darstellerin Moses Ingram auf Social Media wiederholt rassistisch zu beleidigen, ist wieder einmal extrem traurig. Gerade bei Star Wars passierte dies ja nicht zum ersten Mal. Unmut gegenüber einer fiktionalen Figur an den jeweiligen Darstellerinnen auszulassen und dies auf beleidigende Art und Weise, gehört sich einfach nicht, und wie Ewan McGregor auf Instagram treffend formuliert, sind solche Leute keine Star-Wars-Fans.

Ein Duell in der Sandgrube

Mit Darth Vader auf der Spur von Obi-Wan dauert es dann tatsächlich auch nicht lang, bis es zum ersten Aufeinandertreffen der früheren Freunde kommt. Wer geglaubt hat, dass die Macher die Sache langsam aufbauen oder gar etwas bis zum Serienfinale warten, der bekommt in "Teil III" eine Überraschung präsentiert. So gelingt es Obi-Wan zwar mit einer Rebellenzelle Kontakt aufzunehmen, doch Vader ist bereits auf seiner Spur und so kommt es zur erneuten Konfrontation.

Die Art und Weise, wie diese aufgebaut ist, erweist sich allerdings als etwas zwiespältig. Auf der einen Seite gelingt es den Machern hervorragend, den Terror und die Bosheit die Vader ausstrahlt, einzufangen. Ähnlich wie am Ende von Rogue One wird der ehemalige Anakin Skywalker als absolute Naturgewalt dargestellt, da er sich auf dem Höhepunkt seiner Macht befindet. Gleichzeitig kämpft Obi-Wan in purer Panik und man sieht, dass er vollkommen aus der Übung ist und in den letzten Jahren keine Verbindung zur Macht hatte. Auch Vaders Bestrafung für Obi-Wan, ihm dieselben Schmerzen zuzufügen, die er einst erlitten hat, ist ein weiterer Gänsehautmoment.

Dem gegenüber steht allerdings die Inszenierung. Dies beginnt zunächst einmal mit dem Schauplatz. Hier merkt man erneut die Budgetgrenzen der Serie, denn leider sieht es aus, als würden sich Vader und Obi-Wan in einer beliebigen Sandgrube duellieren. Ein paar mehr Schauwerte hätten die Sache hier sicherlich noch spannender gemacht. Auch beim Kampfstil orientiert sich man sich eher an der originalen Trilogie, was das Duell doch etwas träge erscheinen lässt.

Dazu gibt es auch wieder Momente, über die man nicht zu genau nachdenken sollte. So kommt beispielsweise das alte Horrofilm-Klischee zum Einsatz, in dem ein scheinbar gehender Killer genauso schnell ist, wie sein wegrennendes Opfer. Auch dass Vader am Ende Obi-Wan aufgrund einer Feuerwand fliehen lässt, obwohl er Sekunden zuvor noch Flammen mit der Macht erstickte, wirkt komisch.

Es muss trainiert werden

Das Ende der dritten Episode bringt zudem Leia wieder in die Gewalt der Dritten Schwester. Auch hier kann man anmerken, dass diese quasi Teleportationsfähigkeiten haben muss, so schnell, wie sie sich von einem Ort zum anderen bewegt. Auch sorgt das Ende dafür, dass man in gewisser Weise einen Handlungsrückschritt macht und Leia nun direkt wieder in die Hände von Kidnappern platziert wurde. Für Obi-Wan dürfte dagegen vermutlich eine Art Rocky-Trainingssession anstehen, mit der er sich wieder in Form bringt, um die kleine Prinzessin ein weiteres Mal zu retten.

Fazit

Die dritte Episode von Obi-Wan Kenobi überrascht mit einem frühen Aufeinandertreffen zwischen Darth Vader und und dem titelegebenden Jedi. Die Szene überzeugt dabei vor allem auf emotionaler Ebene und wird vom starken Spiel Ewan McGregors und der imposanten Darstellung Vaders getragen. Allerdings hat die Episode leider ein paar Logiklöcher zu viel und auch bei den Schauwerten merkt man die Einschränkungen, die ein Serienbudget mitbringen.

Kritik zu Obi-Wan Kenobi: Der Jedi-Meister kehrt zurück

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Obi-Wan Kenobi Teil 1

Selbst Star-Wars-Fans, die mit der Prequel-Trilogie nie viel anfangen konnten, haben selten ein Problem zuzugeben, dass Ewan McGregors Darstellung von Obi-Wan Kenobi einer der besten Aspekte der drei Filme ist. Entsprechend wurde auch die Rückkehr des Darstellers für eine eigene Mini-Serie wohlwollend aufgenommen, auch wenn man natürlich argumentieren kann, ob es unbedingt noch eine Geschichte zwischen Episode III und IV braucht. Nichtsdestotrotz feiert nun die Miniserie Obi-Wan Kenobi bei Disney+ ihre Premiere, wobei es zum Auftakt gleich zwei Episoden gibt.

Die Handlung der Serie setzt zehn Jahre nach den Geschehnissen der Prequels ein. Der Imperator und Darth Vader regieren die Galaxie, während ihre Inquisitoren auf der Jagd nach den verbleibenden Jedi sind. Obi-Wan lebt dagegen weiterhin auf Tatooine, wo er aus der Ferne über Luke Skywalker wacht. Dabei hat der einstige Jedi-Meister anscheinend mit seiner Vergangenheit abgeschlossen. Obi-Wan wirkt wie jemand, der nicht mehr kämpfen möchte, und macht dies auch deutlich, als er von einem überlebenden Jedi aufgesucht wird. Dass er trotzdem wieder zum Lichtschwert greift, liegt an einer Entwicklung auf dem Planeten Alderaan.

Die junge Prinzessin Leia

Dass Leia in Obi-Wan Wan eine wichtige Rolle spielen wird, war im Vorfeld geheim gehalten worden und ist eine der ersten Überraschungen, die den Machern gelingt. Gespielt von Vivien Lyra Blair wird Leia als willensstarke Zehnjährige präsentiert, die man irgendwie direkt ins Herz schließen möchte. Dabei vergessen die Macher in der ersten Episode, die den simplen Namen "Teil 1" trägt, auch nicht ihr Familienleben zu beleuchten. Gerade die Beziehung zwischen Leia und ihren Adoptivvater Bail Organa geht ans Herz und hat zudem den Vorteil, dass es ein Wiedersehen mit Darsteller Jimmy Smits.

Dass sich die Organas nach der Entführung von Leia an Obi-Wan wenden müssen, haben sie den Machtspielen von Reva Sevander aka der dritten Schwester zu verdanken. Diese hat auch nach zehn Jahren die Jagd nach Obi-Wan nicht aufgegeben und treibt ihren Feldzug auch gegen die Wünsche des ersten Inquisitors voran. Dabei muss man festhalten, dass Reva Sevander zumindest in den ersten beiden Episoden noch eine der Schwachstellen der Serie ist. Dies liegt vor allem an der sehr klischeehaften Darstellung der Figur, die beinah schon cartoonhaft böse ist. Sehr wahrscheinlich werden die Macher in den verbleibenden Folgen ihre fanatische Motivation, unbedingt Obi-Wan in die Hände zu bekommen, noch näher beleuchten. Bisher fällt die Figur jedoch noch ziemlich flach.

Die schnelle Rettung

Wer nach der Entführung in der ersten Episode geglaubt hat, dass die Autoren Obi-Wan nun auf eine lange Suche nach Leia schicken, wird schnell eines besseren belehrt. Tatsächlich findet der Jedi die junge Prinzessin bereits in Episode 2 (oder "Teil 2") und es kommt zu einem Aufeinandertreffen. Puristen dürften hier vermutlich schnell nach einem Kanonbruch rufen, schließlich klingt die Nachricht von Leia an Obi-Wan in Episode IV nicht danach, dass die beiden sich jemals tatsächlich getroffen haben. Vermutlich wird man dies mit dem Umstand erklären, dass Obi-Wan ihr nie seinen Namen verrät und Leia daher nie 1:1 zusammenzählt.

Wer über diese kreative Entscheidung hinwegsehen kann, der bekommt einige unterhaltsame Szenen zwischen Leia und Obi-Wan geboten. Vivien Lyra Blair und Ewan McGregor haben eine gute Chemie und gerade die Szene, in der Obi-Wan in Leias Verhalten ihre Mutter erkennt, gehört zu den emotionalen Highlights. Allerdings ist es in diesem Bereich noch nicht der Höhepunkt. So haben sich die Macher für das Finale den Moment aufgespart, in dem Obi-Wan erfährt, dass Anakin Skywalker immer noch am Leben ist. Auch hier gelingt es den Machern wieder, einiges an Gänsehaut zu erzeugen. Es wird nun spannend zu sehen sein, wohin die Reise inhaltlich geht. Wirkte "Teil 1" noch so, als stünde die Rettung von Leia im Mittelpunkt, spricht nun einiges dafür, dass Obi-Wan von sich aus die erneute Konfrontation mit Anakin suchen könnte. Vielleicht will er seinen einstigen Schüler noch einmal von der Rückkehr zur guten Seite der Macht überzeugen.

Die bekannte Schauwerte der Star-Wars-Serien

Rein optisch bewegt sich Obi-Wan Kenobi wieder auf dem Niveau, dass Disney+ und Lucasfilm mit The Mandalorian etabliert haben. Es wird viel von digitalen Hintergründen agiert, was zugegebenermaßen vor allem bei den Szenen auf Tatooine doch etwas arg auffällt. Dagegen sieht der Planet Daiyu wieder ziemlich gut aus, allerdings hielten sich die Schauwerte hier aufgrund des reinen Städtedesigns auch eher in Grenzen. Daiyu wirkt eher wie ein typischer Cyberpunk-Planet.

Rein actiontechnisch ist ebenfalls noch etwas Luft nach oben. Wer auf Lichtschwertkämpfe oder Ähnliches gehofft hat, der wird in den ersten beiden Episoden zunächst einmal enttäuscht. Obi-Wan lässt das Lichtschwert bisher noch komplett stecken und verlässt sich eher auf seine Fäuste. Wirklich herausragend waren die Actionszenen daher entsprechend noch nicht. Auch der Kampf auf dem Dach in der zweiten Folge verlief ziemlich enttäuscht. Letztendlich sind Kämpfe mit Laserpistolen selten wirklich spannend, schließlich sieht man als Zuschauer nur Lichtstreifen auf dem Bildschirm hin und her fliegen. Hier dürfen die Macher in den kommenden Folgen gern noch ein paar Schippen drauf legen.

Fazit

Obi-Wan Kenobi überzeugt zum Start mit zwei sehr unterhaltsamen Folgen. Dabei macht nicht nur die Rückkehr von Ewan McGregor Spaß, der überraschende große Auftritt der kleinen Leia sorgt ebenfalls für einiges an Unterhaltung. Dazu gibt es einige wirklich emotionale Momente, auch wenn die Gegenspielerin noch nicht überzeugen kann. Gleiches gilt auch für die Actionszenen, wo es ebenfalls noch Steigerungspotenzial gibt.

Obi-Wan Kenobi: Offizieller Trailer zur kommenden Star-Wars-Serie mit Ewan McGregor

Zum heutigen Star-Wars-Day haben Disney+ und Lucasfilm den offiziellen Trailer zu Obi-Wan Kenobi veröffentlicht. Der Clip bietet jede Menge neue Eindrücke und gewährt zudem einen ersten Blick auf Darth Vader. 

Die Handlung von Obi-Wan Kenobi ist zehn Jahre nach den Ereignissen von Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith angesiedelt. Obi-Wan Kenobi musste seine größte Niederlage hinnehmen - den Untergang und das Verderben seines besten Freundes und Jedi-Lehrlings Anakin Skywalker, der sich als böser Sith-Lord Darth Vader der dunklen Seite zuwandte.

Neben Ewan McGregor und Hayden Christensen, die in ihre Rollen als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker zurückkehren, gehören auch Moses Ingram (Das Damengabit), Joel Edgerton (It Comes At Night), Bonnie Piesse (Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger), Kumail Nanjiani (Silicon Valley), Indira Varma (Game of Thrones), Rupert Friend (Hitman 47), O'Shea Jackson Jr. (Swagger), Sung Kang (Fast & Furious), Simone Kessell (Wonderland) und Benny Safdie zum Ensemble der Star-Wars-Serie.

Als Regisseurin ist Deborah Chow an Bord. Chow inszenierte bereits zwei Episoden von The Mandalorian und ist zudem durch Serienprojekte wie Fear the Walking DeadBetter Call SaulMr. RobotIron FistAmerican Gods und The Man in the High Castle bekannt.

Obi-Wan Kenobi startet am 27. Mai auf Disney+. Die Staffel wird sechs Episoden umfassen.

Obi-Wan Kenobi | Official Trailer | Disney+

Obi-Wan Kenobi: Disney+ verschiebt den Start der Star-Wars-Serie um zwei Tage

Disney+ nimmt eine kleine Anpassung am Starttermin von Obi-Wan Kenobi vor. Wie Hauptdarsteller Ewan McGregor in einem Video verkündete, wird die Serie nun nicht mehr am 25. Mai, sondern am 27. Mai starten. Damit gibt es den Auftakt also nicht mehr am Mittwoch, sondern am Freitag zu sehen. Als Ausgleich für die kleine Verzögerung bekommen die Fans allerdings zum Start auch gleich zwei Episoden und müssen anschließend nur fünf Tage warten, bis es weitergeht. Der Rest der Staffel wird dann im wöchentlichen Rhythmus immer Mittwoch veröffentlicht.

Neben Ewan McGregor und Hayden Christensen, die in ihre Rollen als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker zurückkehren, gehören auch Moses Ingram (Das Damengabit), Joel Edgerton (It Comes At Night), Bonnie Piesse (Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger), Kumail Nanjiani (Silicon Valley), Indira Varma (Game of Thrones), Rupert Friend (Hitman 47), O'Shea Jackson Jr. (Swagger), Sung Kang (Fast & Furious), Simone Kessell (Wonderland) und Benny Safdie zum Ensemble der Star-Wars-Serie.

Die Drehbücher für die Mini-Serie stammen von Joby Harold. Es handelt sich um Harolds erstes Serienprojekt. Er fungierte als ausführender Produzent zu John Wick: Chapter 3 - Parabellum und schrieb außerdem am Drehbuch von Zack Snyders Army of the Dead mit.

Als Regisseurin war Deborah Chow aktiv. Chow inszenierte bereits zwei Episoden von The Mandalorian und ist zudem durch Serienprojekte wie Fear the Walking DeadBetter Call SaulMr. RobotIron FistAmerican Gods und The Man in the High Castle bekannt.

Obi-Wan Kenobi | Announcement | Disney+

Obi-Wan Kenobi: Erster Trailer zur kommenden Star-Wars-Serie

Nachdem Disney+ und Lucasfilm im Februar den Starttermin für die kommende Star-Wars-Miniserie Obi-Wan Kenobi bekannt gaben, folgt fast genau einen Monat später der erste Teaser-Trailer. Dieser gewährt einige Einblick in die Rückkehr des beliebten Jedi. Bis zum Serienstart sind es nun noch knapp zweieinhalb Monate. Die erste Episode erscheint am 25. Mai bei Disney+.

Neben Ewan McGregor und Hayden Christensen, die in ihre Rollen als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker zurückkehren, gehören auch Moses Ingram (Das Damengabit), Joel Edgerton (It Comes At Night), Bonnie Piesse (Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger), Kumail Nanjiani (Silicon Valley), Indira Varma (Game of Thrones), Rupert Friend (Hitman 47), O'Shea Jackson Jr. (Swagger), Sung Kang (Fast & Furious), Simone Kessell (Wonderland) und Benny Safdie zum Ensemble der Star-Wars-Serie.

Die Drehbücher für die Mini-Serie schreibt Joby Harold. Es handelt sich um Harolds erstes Serienprojekt. Er fungierte als ausführender Produzent zu John Wick: Chapter 3 - Parabellum und schrieb außerdem am Drehbuch von Zack Snyders Army of the Dead mit.

Als Regisseurin ist Deborah Chow an Bord. Chow inszenierte bereits zwei Episoden von The Mandalorian und ist zudem durch Serienprojekte wie Fear the Walking DeadBetter Call SaulMr. RobotIron FistAmerican Gods und The Man in the High Castle bekannt.

Obi-Wan Kenobi | Teaser Trailer | Disney+

OBI-WAN KENOBI – Teaser Trailer (deutsch/german) | Disney+

Obi-Wan Kenobi: Disney+ kündigt die Star-Wars-Serie für Mai an

Nachdem am Mittwoch das Staffelfinale für Das Buch von Boba Fett seine Premiere bei Disney+ feierte, hat der Streaming-Dienst nun den Start der nächsten Star-Wars-Serie angekündigt. So können sich die Star-Wars-Fans im Mai auf die Rückkehr von Obi-Wan Kenobi freuen. Die erste Episode der Mini-Serie erscheint am 25. Mai. Passend dazu gibt es auch ein erstes Poster, ein Trailer dürfte wohl ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Neben Ewan McGregor und Hayden Christensen, die in ihre Rollen als Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker zurückkehren, gehören auch Moses Ingram (Das Damengabit), Joel Edgerton (It Comes At Night), Bonnie Piesse (Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger), Kumail Nanjiani (Silicon Valley), Indira Varma (Game of Thrones), Rupert Friend (Hitman 47), O'Shea Jackson Jr. (Swagger), Sung Kang (Fast & Furious), Simone Kessell (Wonderland) und Benny Safdie zum Ensemble der Star-Wars-Serie.

Die Drehbücher für die Mini-Serie schreibt Joby Harold. Es handelt sich um Harolds erstes Serienprojekt. Er fungierte als ausführender Produzent zu John Wick: Chapter 3 - Parabellum und schrieb außerdem am Drehbuch von Zack Snyders Army of the Dead mit.

Als Regisseurin ist Deborah Chow an Bord. Chow inszenierte bereits zwei Episoden von The Mandalorian und ist zudem durch Serienprojekte wie Fear the Walking DeadBetter Call SaulMr. RobotIron FistAmerican Gods und The Man in the High Castle bekannt.

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