Doctor Who

Das Universum ruft: Erster Trailer und Infos zur 11. Staffel von Doctor Who

Die BBC umwirbt seit geraumer Zeit verstärkt auch den US-Markt. Dennoch ist es ein ziemliches Statement, ausgerechnet bei so einer Flaggschiff-Serie wie Doctor Who den ersten großen offiziellen Auftritt der neuen Crew und den ersten Trailer zur elften Staffel in den USA zu haben.

Heute Abend präsentierten sich die Hauptdarsteller rund um den neuen Showrunner Chris Chibnall im Who-Panel auf der San Diego Comic-Con und hatten wie erwartet auch das erstmal gezeigte frische Footage im Gepäck. Schon das Eingangsvideo, das den Auftritt von Jodie Whittaker einleitet, sorgte gut für Stimmung.

Whittaker bekommt als dreizehnter Doctor nicht nur eine Companion, sondern gleich mehrere an die Seite. So bilden Bradley Walsh als Graham, Tosin Cole als Ryan und Mandip Gill als Yasmin zusammen das neue Tardis-Team. Zum Ende des letzten Weihnachtsspecials übernahm Jodie Whittaker die Nachfolge als Doctor von Peter Capaldi. Wie es sich gehört, bekommt sie auch einen eigenen Sonic Screwdriver. Der ist im Trailer eher flüchtig zu sehen, wird dafür aber auf einem neuen Promobild gezeigt und ist auch schon als Spielzeug im BBC-Shop (derzeit nur auf der SDCC selbst) zu haben. 


Auch der langjährige Showrunner Steven Moffat verabschiedete sich und übergab an Chris Chibnall (Broadchurch). Dieser erwähnte während des Panels, dass die kommende Staffel ein idealer Einstiegspunkt für Neulinge wäre, die nicht gleich voll in die lange Geschichte der Serie eintauchen wollen.

Chibnall verspricht jede Menge neue Monster, die durch eine ausgewogene Mischung aus digitalen Effekten und Maskenbildnerkunst entstehen. Jedoch muss man auf die Daleks, ebenso wie auf Torchwood, zumindest für "dieses Jahr" verzichten.

All die Monate habe man unter absoluter Geheimhaltung arbeiten müssen. So sei der gemeinsame Auftritt auf der Comic-Con eine Art sehnsüchtig erwartetes Coming-Out. Gerade weil bei der langjährigen Kultserie gerade so einiges im Umbruch ist, sind die Fans besonders an allen möglichen Neuigkeiten interessiert, was natürlich auch einen enormen Druck aufbaut.

Natürlich sind gerade auch an Jodie Whittaker als erster weiblicher Doctor die Erwartungen hoch - in mehrere Richtungen. Auch daher steht für sie zu Beginn nicht die düstere Seite des Charakters im Vordergrund:

"The Doctor ist eine feste Säule der Hoffnung. Sie strebt stets Heiterkeit und Inklusion an. Für meinen Teil bedarf der Doctor erstmal sehr viel Energie. Jede Menge kindliches Staunen, dabei durchaus auch zappelig vor Ungeduld und Freude."

Nach einem Jahr Pause startet die mittlerweile elfte Staffel im Herbstprogramm der BBC. Neben zehn einstündigen Episoden wird es natürlich auch wieder eine Sonderfolge zu Weihnachten von Doctor Who geben.

Doctor Who: Series 11 Trailer

San Diego Comic-Con 2018: Überblick über die wichtigsten Panels am Donnerstag

Es ist wieder soweit: Heute startet die San Diego Comic-Con, die größte Comic-Messe der Welt. In den kommenden Tagen dürften wir einige Teaser, Trailer und Ankündigungen erwarten. Um den Überblick zu behalten, geben wir euch tageweise einen Überblick über die Programmhighlights des jeweiligen Tages. In Klammern findet ihr die Zeitangaben für die mitteleuropäische Zeit.

Donnerstag, 19. Juli 2018

10.30 Uhr (19.30 Uhr), 20th Century Fox, The Predator

An dem Panel nehmen Regisseur Shane Black sowie die Darsteller Olivia Munn, Sterling K. Brown, Keegan-Michael Key, Trevante Rhodes, Jake Busey, Yvonne Strahovski, Thomas Jane und Augusto Aguiliera teil.

11.15 Uhr (20.15 Uhr), Charmed Exclusive Screening and Panel

Zusammen mit den Darstellern Melonie Diaz, Sarah Jeffery, Madeleine Mantock und Rupert Evans sowie den Produzenten Jennie Snyder Urman, Jessica O'Toole und Amy Rardin gibt es einen Sneak Peek auf Episode 1 gefolgt von einer Fragerunde.

11.45 Uhr (20.25 Uhr), Doctor Who: BBC America's Official Panel

Jodie Whittaker als Doctor Nummer 13 ist mit von der Partie ebenso wie Tosin Cole und Mandip Gill. Auch mit dabei wird der neue Showrunner Chris Chibnall sein.

12.15 Uhr (21.15 Uhr) Tell Me A Story

Für das neueste Projekt von Kevin Williamson werden neben dem Serienschöpfer selbst auch die Hauptdarsteller Paul Wesley und James Wolk dabei sein. Sie haben einen Sneak Peek im Gepäck und stellen sich danach einer Fragerunde.

15.00 Uhr (00.00 Uhr), Nightflyers

Auch wenn Game of Thrones dieses Jahr nicht vertreten ist - George R.R. Martin sollte vermutlich dennoch auf der SDCC auftauchen. Denn mit Eoin Macken, Gretchen Mol, David Ajala, Jodie Turner-Smith und Angus Sampson sind die Darsteller von Nightflyers da.

18.00 Uhr (03.00 Uhr), Netflix' Marvel's Iron Fist

Wer genau von den Darstellern an dem Panel teilnehmen wird, soll eine Überraschung werden. Sicher ist, dass es einen Ausblick auf Staffel 2 der Serie geben wird. 

Doctor Who: Neuer Teaser zu Staffel 11

Prominent in der Halbzeitpause des WM-Endspiels präsentierte die BBC einen neuen Teaser zur elften Staffel von Doctor Who. Zwar wird noch kein tatsächlicher Inhalt der neuen Episoden gezeigt, der kurze Clip soll jedoch Lust machen auf das frische Tardis-Team.

Zum Ende des letzten Weihnachtsspecials übernahm Jodie Whittaker die Nachfolge als Doctor von Peter Capaldi. Auch der langjährige Showrunner Steven Moffat verabschiedete sich und übergibt an Chris Chibnall (Broadchurch).

Whittaker bekommt als dreizehnter Doctor nicht nur eine Companion, sondern gleich mehrere an die Seite. So bilden Bradley Walsh als Graham, Tosin Cole als Ryan und Mandip Gill als Yasmin zusammen das neue Tardis-Team.

Zum Ende des kurzen Teasers wird die neue Staffel mit "Coming Soon" angekündigt, was bei der BBC jedoch einen recht großen zeitlichen Spielraum umfassen kann. Vermutet wird die Ausstrahlung der neuen Folgen im Herbstprogramm. Anders als mit bisher 12 bzw. 13 Episoden mit je knapp 45 Minuten Laufzeit, soll die elfte Staffel nur noch zehn einstündige Folgen haben.

Der komplette Hauptcast wird nächste Woche in einem eigenen Panel auf der San Diego Comic-Con vorgestellt. Erwartet wird hier zudem die Bekanntgabe eines genauen Startdatums und eventuell ein erster Trailer.

 

Doctor Who: Series 11 Teaser

Doctor Who: BBC reicht Klage nach Leak zu Jodie Whittaker als 13. Doctor ein

Ende Juni tauchte im Netz ein Leak zu Jodie Whittaker als 13. Doctor in Doctor Who auf. Ein Clip auf Twitter zeigte die ersten Szenen mit ihr in ihrer neuen Rolle. Zwar ließ die BBC diesen Leak schnell entfernen - jedoch wird es hier ein juristisches Nachspiel geben.

Denn die BBC zieht deswegen vor Gericht und hat entsprechend Klage eingereicht. Man hat Tapatalk, den Anbieter einer App, die den Zugang zu kompatiblen Foren komfortabler machen soll, eine Vorladung zum kalifornischen Bundesgericht zustellen lassen. 

Die BBC erhoffe sich mit der Klage, die Identität der Person, die den Leak ins Netz gebracht hat, zu enthüllen um so für eine Abschreckung weiterer Leaks zu sorgen.

Jodie Whittaker tritt bei Doctor Who die Nachfolge von Peter Capaldi an und ist die erste Frau, die die Rolle des Doctors verkörpert. Sie war erstmals im Weihnachtsspecial, bei der Regeneration von Zwölf auf Dreizehn zu sehen. 

Die Ausstrahlung der neuen Folgen wird für den Herbst diesen Jahres erwartet. Statt wie bisher 12 beziehungsweise 13 Episoden à knapp 45 Minuten soll die neue Staffel nur noch zehn Folgen umfassen, die dafür aber eine volle Stunde Laufzeit haben. 

Doctor Who: Ehemaliger Produzent plante für Tom Baker Geschichten à la Indiana Jones

Drei Jahre lang war Philip Hinchchliffe als Produzent für Doctor Who tätig gewesen, bevor er die Serie 1977 verließ. Zu diesem Zeitpunkt war Tom Baker als vierte Regeneration des Doctors zu sehen. 

Während eines BFI-Screenings zu "Genesis of the Daleks" plauderte Hinchchliffe nun darüber, welche Pläne er noch für Bakers Version des Doctors in der Schublade gehabt hätte. So war der Produzent seiner Zeit anscheinend ein wenig voraus: Er plante eine Geschichte im Stile von Indiana Jones - vier Jahre, bevor Jäger des Verlorenen Schatzes in den Kinos startete.

"Ich war meiner Zeit voraus. Der Doctor sollte wie ein Kolonialforscher sein, mit einem Tropenhelm im Dschungel. Damit war ich also bereits auf den Spuren von Indiana Jones, ohne dass ich mir dessen bewusst war. Es war das nächste, was in meinen Kopf aufploppte, was die Serie in eine leicht andere Richtung geführt hätte. 

Wir fingen an, uns solche Geschichten auszudenken. Tatsächlich habe ich eine geschrieben und eingesendet, nachdem ich die Serie verlassen hatte. Man sagte mir, dass dies viel zu teuer wäre und man es nicht umsetzen könnte."

Zusammen mit Script Editor Robert Holmes sorgte Hinchchliffe für einen Wechsel in der Atmosphäre bei Doctor Who, indem sie sich von den Horrorfilmen der Hammer Film Productions inspirieren ließen. Die Entscheidung, wer den vierten Doctor spielen sollte, traf allerdings nicht Hinchchliffe selbst, sondern Barry Letts. Etwas, worüber der ehemalige Produzent ziemlich froh ist:

"Gott sei Dank musste ich nicht den Doctor besetzen. Es war so schwierig, einen neuen Doctor zu besetzen ... Ich bin mir sicher, dass ich einen Fehler gemacht hätte! Also war ich dankbar, dass man eine so gute Wahl getroffen hatte."

Doctor Who: Marathon der Classic-Serie auf Twitch

Doctor Who ist Kult, keine Frage - und hatte schon lange vor dem Revival im Jahr 2005 international jede Menge Fans. Ein besonders Schmankerl für alle, die besonders die alten Folgen lieben oder aber ganz neu tiefer in die Seriengeschichte eintauchen wollen: Seit dem 29. Mai laufen für jeden Werktag abends gleich mehrere Classic-Episoden beim Streamingdienst Twitch.

Seit 1963 hat die BBC über 800 Folgen und Specials der Serie Doctor Who gedreht. Gerade aus dem Anfangstagen gelten einige Episoden als verschollen.

Durch die Zusammenarbeit von BBC und Twitch werden über die nächsten sieben Wochen rund 500 Episoden aus 26 Classic-Staffeln gezeigt. Nick Coulter von der BBC äußerte sich zu dem Projekt:

"Wir sind ständig auf der Suche nach Wegen, um ein neues Publikum zu finden und es für Fans einfacher zu machen, sich untereinander über ihre Lieblingsserie auszutauschen. Gerade Doctor Who hat eine lange Tradition als Pionier bei neuen Technologien - von frühen VHS-Versionen bis hin zu diversen neuen digitalen Angeboten von heute.

Twitch ist ein weiteres sehr gutes Beispiel dafür. Ein brillianter Anbieter mit über 15 Millionen aktiven Benutzern weltweit."

Der Stream startet immer Montag-Freitag um 20 Uhr im offiziellen Doctor-Who-Twitch-Kanal.

Neuer Doctor, Neue Staffel, Neues Logo - Erster Blick auf das neue Design bei Doctor Who

Bekanntlich steht für die kommende Staffel von Doctor Who so ziemlich alles im Zeichen des Wandels. Nach dem Abschied von Peter Capaldi übernimmt erstmals mit Jodie Whittaker eine Frau die Rolle des Doctors. Einen ersten Blick auf des Doctors neue Kleider gab es bereits. Zusätzlich darf sich Whittaker über einen neuen Sonic Screwdriver sowie - wie bei einer Regeneration üblich - eine neu gestaltete Tardis freuen.

Heute veröffentlichtes Promotionsmaterial der BBC zeigt, dass die Whovians noch weitere Änderungen erwarten dürfen. Unter dem Schlagwort "Neuer Doctor, Neue Staffel, Neues Logo" kündigt man eine neue Ära für die Serie an. 

Das neue Logo präsentiert sich in einem Orange-Goldton. Das Ankündigungsvideo lässt zudem erahnen, dass die Tardis von D über das H zum O fliegt und so die Linien zieht. Das Video ist außerdem in warmen Farben gehalten, die im Kontrast zu dem kühl gehaltenen Design der vergangenen Staffeln steht.

Zuständig für die Entwicklung des Logos war die Agentur Little Hawk, die hierfür eng zusammen mit dem neuen Showrunner Chris Chibnall gearbeitet hat. Ziel sei es gewesen, ein modernes und elegantes Design zu erschaffen, das in den Dingen, die man an Doctor Who liebe, verankert sei.

Die Ausstrahlung der neuen Folgen wird für Ende 2018 erwartet. Statt wie bisher 12 beziehungsweise 13 Episoden à knapp 45 Minuten soll diese nur noch zehn Folgen umfassen, die dafür aber eine volle Stunde Laufzeit haben.

A new era of #DoctorWho is dawning…

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The NEW Doctor Who Logo | Doctor Who | BBC

Doctor Who: Jodie Whittaker über die Entwicklung des Outfits des 13. Doctors

Sobald eine neue Regeneration bei Doctor Who ins Haus steht, fiebern Whovians neben der Bekanntgabe des neuen Darstellers - und diesem Fall der neuen Darstellerin - vor allem eins entgegenen: dem neuen Kostüm. Schließlich sind diverse Merkmale der einzelnen Kostüme prägnant für den jeweiligen Doctor, wie zum Beispiel der Schal, den Tom Baker getragen hat und dem sogar eine eigene Seite gewidmet ist.

In der kommenden Staffel schlüpft nun Jodie Whittaker in die Hauptrolle der Serie und erzählte im Gespräch mit dem Doctor Who Magazine, wie sie zusammen mit dem Kostümbildner Ray Holman an dem neuen Outfit arbeitete:

"Ray und ich haben das Kostüm von Grund auf entworfen. Wir sind alte Freunde, da wir bereits fünf Jahre bei Broadchurch zusammengearbeitet haben. Wir haben eine unglaublich kooperative Beziehung, wirklich kreativ. Er ist in der Lage gewesen, so manch bizarre Erklärung von mir zu nehmen und mir genau das anzubieten, was ich zu artikulieren versucht habe. Ich hatte eine Idee, die er dann auf das nächste Level gehoben hat. Aus der Eichel meine Idee wurde sozusagen die Eiche, sobald Ray die Sache in die Hand genommen hat."

Whittaker erzählte auch, dass sie mit der Arbeit an dem Kostüm begonnen hatten, sobald sie die Zusage erhalten hatte:

"Wir haben im August angefangen und bis Oktober gebraucht. Das allererste Treffen war geheim und inkognito. Während wir uns unterhalten haben, war ich von der Farbe der Tapete hinter uns total abgelenkt. Ich habe Ray erzählt, dass ich die Farbe liebe, und jetzt haben meine Hosen diese Farbe."

Die Ausstrahlung der neuen Folgen wird für Ende 2018 erwartet. Statt wie bisher 12 beziehungsweise 13 Episoden à knapp 45 Minuten soll diese nur noch zehn Folgen umfassen, die dafür aber eine volle Stunde Laufzeit haben.

Looking to the future… #DoctorWho

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Doctor Who: BBC veröffentlicht Capaldis letzte Szene & den ersten Auftritt des 13. Doctors

Mit dem Weihnachtsspecial von Doctor Who hieß es für die Fans der Serie nicht nur Abschied nehmen von Peter Capaldi als 12. Doctor, es gab auch den ersten Auftritt von Jodie Whittaker zu sehen, die als erste Frau in die Rolle des titelgebenden Zeitreisenden schlüpft.

Die Regenerationsszene des Doctors wurde nicht nur während der Episode ausgestrahlt, der britische Sender BBC veröffentlichte sie im Anschluss auch online. Zu sehen sind die letzten Worte von Peter Capaldi als Doctor, bevor die Regeneration einsetzt. Darüber hinaus enthält der Ausschnitt auch einen Cliffhanger, für dessen Auflösung sich die Fans noch etwas gedulden müssen.

Die Weihnachtsepisode "Twice Upon a Time" war nicht nur die letzte reguläre Episode mit Peter Capaldi. Auch Showrunner Steven Moffat beendet mit der Episode seine Tätigkeit an der Serie. Für ihn übernimmt Chris Chibnall den Tardis-Schlüssel.

Die Ausstrahlung der neuen Folgen wird für Ende 2018 erwartet. Statt wie bisher 12 beziehungsweise 13 Episoden á knapp 45 Minuten soll diese nur noch zehn Folgen umfassen, die dafür aber eine volle Stunde Laufzeit haben.

The Twelfth Doctor Regenerates: Peter Capaldi to Jodie Whittaker - Doctor Who Christmas Special 2017

Let it go: Kritik zum Weihnachtsspecial von Doctor Who

SPOILER

Wie es die Tradition will, zeigte die BBC auch an diesem 1. Weihnachtsfeiertag das Christmas-Special von Doctor Who. Doch in diesem Jahr stand etwas Besonderes an - es übergibt nicht einfach nur ein Doctor-Darsteller dem nächsten den Tardis-Schlüssel, sondern es nehmen gleich einige langjährige Serienschaffende ihren Hut.

Frieden auf Erden

Als Grundgeschichte dient der "Weihnachtsfrieden" von 1914, als britische und deutsche Soldaten eigenständig die Waffenruhe ausriefen, um gemeinsam - so gut es im Schützengraben an der Westfront in Flandern möglich ist - Weihnachten zu begehen.

Das Szenario sorgt für die nötige Grundstimmung, hält sich ansonsten aber angenehm im Hintergrund. Es dient eher als Rahmen, um gleich zwei Doctoren bei ihrer Regeneration zu helfen. Denn sowohl der erste wie auch der zwölfte Doctor möchten gar nicht gehen oder weitermachen, sondern fliehen beim Beginn ihres Regenerationsprozesses an den Südpol.

Zwei Doctoren an so einem wichtigen Punkt in ihrem Leben mit zwei Tarden (Tardises), das muss natürlich zu Komplikationen führen - ein Problem mit der Timeline. Doch anstatt dass schon wieder die Welt oder gar das ganze Universum auf dem Spiel steht, irgendwelche Monster oder machthungrige Aliens angreifen, ist dieses Mal alles ganz harmlos.

Durch den Umstand offenbart sich die verdeckte Testimony-Initiative. Das Projekt aus der fernen Zukunft von New-Earth sammelt die Erinnerungen aller Menschen im Moment ihres Todes und schafft so eine Art Gedächtnis-Doppelgänger für die Ewigkeit. Sie können in "Glaskörpern" unsichtbar unter uns wandeln. Ohne Schäden, ohne böse Absichten.

So kann sich ganz auf das Zwischenmenschliche und die vielzähligen Abschiede konzentriert werden. Zudem bietet sich ohne viel Tamtam eine Erklärung für die Rückkehr von Pearl Mackie als Bill. Die Unkompliziertheit der Folge ist gerade im Vergleich zum Abschied von Matt Smith' Doctor vor fünf Jahren eine Wohltat. Hier stimmt ganz klar: weniger ist mehr!

Mit viel Gefühl und Nostalgie

Der Platz, den die übersichtliche Handlung lässt, wird gut mit jeder Menge Emotionen aufgefüllt und ermöglicht sämtlichen Darstellern, ihr Können zu zeigen.Wie schon im dokumentarischen Spielfilm Ein Abenteuer in Raum und Zeit schlüpft abermals David Bradley (Game of Thrones) in die Rolle des ersten Doctors, der ursprünglich von William Hartnell gespielt wurde. Gemixt mit Schwarz-Weiß-Szenen der ersten Staffel wird so der Beginn der Kultserie nicht nur aufgegriffen, sondern in gewisser Weise neu weitergeführt.

Im Vergleich zum ernsten, grimmigen ersten Doctor wirkt Peter Capaldis Version, die ja selbst ein eher rauer Charme auszeichnet, nahezu kindlich albern. Das kann durchaus erheitern, wird aber gegen Mitte der Episode dann langsam doch zu viel und einseitig. Hier hätte etwas mehr Charaktertiefe statt lediglich Nostalgie-Funktion gut getan.

Auch wenn die Handlung rund um den Weihnachtsfrieden eher Nebensache ist, so brilliert Mark Gatiss in der Rolle des Militär-Captains. Eher steif angelegten Figuren - wie etwa auch Mycroft Holmes - eine empfindsamere Seite zu geben und für komische Momente zu sorgen, ohne sie zur Witzfigur zu machen, scheint eines seiner besonderen Talente zu sein.

In etwa so, wie auch das Schaffen tiefer Emotionen mit nur der einfachen Nennung einzelner Begriffe eine Spezialität für Doctor Who ist. Ich war sicherlich nicht die Einzige, die bei der Nennung des vollen Namens eine Träne vergoss. Denn Captain Archibald Hamish Lethbridge-Stewart ist niemand geringerer als der Großvater des legendären Brigardier Alistair Gordon. Die aufregende Verbindung zwischen Familie Lethbridge-Stewart und dem Doctor hat gerade erst begonnen. Timey wimey.

Das Ende einer Ära

"Doctor, I let you go" mit diesen letzten Worten zu sich selbst verabschiedet sich Twelve und sie kommen wohl auch bei Steven Moffat aus dem Herzen.

Mit "Twice Upon a Time" übergibt nicht nur Doctor-Darsteller Peter Capaldi an seine Nachfolgerin Jodie Whittaker, sondern auch Moffat seinen Showrunner-Staffelstab an Chris Chibnall (Broadchurch). Seit acht Jahren hat er das Geschick der Serie geleitet, bereits seit zwölf Jahren schrieb er an den Drehbüchern mit.

Auch wenn der zwölfte Doctor sich erst von einer weiteren Regeneration überzeugen lassen muss - immerhin sei die Erinnerung nach einem solch langen Leben wie ein leeres Schlachtfeld, da alle anderen bereits gefallen seien -, so geht er den eigentlichen finalen Prozess dann deutlich entschlossener und positiver an. Seine (vor-)letzten Worte sind Ratschläge an sich selbst, die das Wesen des Doctors gut und knapp zusammenfassen: Laugh hard, run fast, be kind.

Einen großen Beitrag zur Schaffung der Gefühle lieferte bei Doctor Who schon immer die Musik. Entsprechend auffallend war in dieser Episode das Aufgreifen zahlreicher bekannter Themen. Besonders das Erklingen von "Vale Decem", dem Sound zur Regeneration von Ten, machte mich misstrauisch. Nach kurzer Suche bestätigt sich die Befürchtung: Auch der langjährige Komponist Murray Gold beendet seine Arbeit an der Serie. So beinhaltet der Score zum Weihnachtsspecial wie für eine Art Ehrenrunde Ausschnitte und Anleihen von zahlreichen seiner Melodien.

Fazit

"Twice Upon a Time" ist der krönende Abschluss der vorhergehenden überzeugenden zehnten Staffel. Steven Moffat zeigt auf seinen letzten Metern als Showrunner noch einmal, was in ihm steckt, und dass er durchaus zu einem Ende finden kann.

Hier geht es nicht um möglichst verschwurbelte Zeitreisen und überbordende Geschichten, sondern die Figuren und die Emotionen stehen im Zentrum. Und das ist auch gut so.
Onwards!

SPOILERS! The Twelfth Doctor Regenerates – Peter Capaldi to Jodie Whittaker - Doctor Who - BBC

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