The Walking Dead

Neuer Charakter aus Overkill's The Walking Dead vorgestellt

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Overkill's The Walking Dead Trailer Still

Ende letzten Jahres enthüllte das Entwicklerstudio Overkill einen Charakter für ihren kommenden Koop-Shooter Overkill's The Walking Dead. Seit gestern ist dieser Charakter namens Aidan nicht mehr allein. Ihm zur Seite steht eine ehemalige Krankenschwester namens Maya.

Im Trailer ist zu sehen, wie Maya mit einem der ersten Opfer zu tun hatte. Anschließend kämpft sie mit einem jungen Arzt gegen die anstürmenden Zombiehorden. Schließlich muss sie eine schwere Entscheidung fällen. Eingerahmt werden diese kurzen Szenen davon, wie sich Maya, wohl nach den Ereignissen, die Hände wäscht und sich dabei im Spiegel betrachtet.

Bisher waren nur die Charakter-Trailer zu sehen. Es soll aber möglichst bald auch Gameplay zu sehen geben, wie Produzent Sean Gascon gegenüber dem Videospielmagazin Inside Xbox angekündigt hat.

Erstmals zu sehen ist die Benutzung einer Pistole. Im ersten Trailer trat der Charakter Aidan noch mit einem Baseballschläger gegen die Untoten an. Laut Ankündigung soll es in Overkill's The Walking Dead darum gehen, zusammen mit anderen Überlebenden verschiedene Missionen zu erfüllen, beispielsweise Vorräte zu sammeln oder Überlebende zu retten.

Das Spiel soll im Herbst 2018 für die PlayStation 4, den PC und die Xbox One erscheinen.

OVERKILL's The Walking Dead - Maya Trailer

Worth : Kritik zu The Walking Dead 8.15

SPOILER

Die achte Staffel von The Walking Dead neigt sich langsam dem Ende zu. Kurz vor dem großen Finale räumt Negan erst einmal in den eigenen Reihen auf.

Into the Woods

Sowohl der Handlungsstrang rund um Oceanside als auch Aaron waren schon unabhängig voneinander eher lieblos und bislang relativ unbedeutend nachgegangen worden. Beide kombiniert lassen die Fragezeichen eher größer werden.

Aaron ist dem Oceanside-Trupp in den Wald gefolgt und hat als Plan weiterhin fest im Kopf, sie vom Kampf gegen Negan zu überzeugen, obwohl er nicht die besten Argumente und Mittel dafür hat. Zwar wird er nicht getötet, doch lassen ihn die Oceansider alleine im Wald abseits ihres Dorfes zurück.

Nun war Aaron für Alexandria ja durchaus öfter auf Außenmission unterwegs, um weitere Überlebende und Vorräte zu finden. Er dürfte also prinzipiell über zumindest Basiswissen bezüglich Wildnisleben und Zombieschutz verfügen. Dass das Finden von Wasser etwa entscheidend ist - und in einem feuchten Laubwald nun auch nicht unbedingt eine unlösbare Aufgabe. Sollte man meinen.

Kurz: Warum auch immer, aber Aaron verharrt, wird immer schwächer und richtet nach einem rutschigen Zombiekampf auf matschigen Waldboden eine verzweifelte Rede an die Bewohner von Oceanside: “Ihr versteckt euch wegen der Saviors. Sie haben euch verletzt und verletzen euch auch so weiterhin - wenn ihr nicht die einzig richtige Sache tut - kämpft!”

Natürlich riecht alles danach, dass die Oceanside-Girls als Überraschungstrupp beim finalen Kampf Rick und den Hilltoppern den Arsch retten werden. Aber hätte man das nicht eleganter hinführen können?

Mission: Redundant

Rosita und Daryl begeben sich abermals selbständig auf eigene Mission. Sie wollen Eugene entführen. Auf die Weise verlieren die Saviors ihren Munitions-Macher und die Hilltopper gewinnen einen genialen Geist. Meint Rosita.

So ganz klar ist nun nicht, warum Eugene all diesen Aufwand tatsächlich wert sein sollte. Natürlich ist Munition ein hohes Gut. Aber ansonsten hielten sich Eugenes praktikablen Einfälle in arg überschaubaren Rahmen, und er hat definitiv mehr Probleme bereitet als der Gemeinschaft genutzt.

Wäre da noch irgendeine Art von Sympathie füreinander, könnte man es als Rettungsaktion verstehen. Ist es aber definitiv nicht, wie in den kurzen Gesprächsschnipseln deutlich wird.

Eugene spricht frei davon, dass es ihn vor allem ums Überleben geht - wie auch immer. Und Rosita ist von Eugene angekotzt. Auch wortwörtlich. In einem Moment sieht Eugene seine Chance und steckt sich zwei Finger in den Hals als Ablenkung, um fliehen zu können.

Nun wurden in The Walking Dead Rosita und Daryl stets als gute Jäger und Fährtenleser dargestellt. Dass ausgerechnet Eugene also schnell fliehen und sich unerkannt ausgerechnet in der Asche aus verbrannten Körpern überzeugend verstecken kann, überzeugt nun nicht so wirklich. War der komplette Ausflug wirklich nötig? Vielleicht bekommen wir im Finale ja noch eine vernünftige Erklärung.Auch das abermalige Zeigen von Eugene in seiner Munitions-Fabrik und der Umgang mit seinen Arbeitern wirkt eher wie eine Wiederholung ohne erkennbaren Mehrwert.

Dass Gabriel wieder der Überzeugung ist, ein schwacher Feigling zu sein, von Gott getestet zu werden - also wieder auf Anfang, der alte Gabriel: Das war bereits als solches in den vergangenen Episoden angedeutet und ersichtlich. Zum einen ist hier noch offen, wozu Gabriel tatsächlich der Serie noch dient, und ob das komplette Einstampfen der kurzzeitigen Charakterentwicklung wirklich nötig war.

Noch haben wir die neue Munition von Eugenes Produktion nicht im Einsatz gesehen - vielleicht birgt auch gerade diese im Finale noch eine Überraschung.

Letzte Worte

Auch wenn der Großteil der Episode im Sanctuary und rund um die Savior spielt, so gehört der Einstieg doch ganz Rick und dem Hilltop. Es wirkt schon beinahe harmonisch, wie im rötlichen Abendlicht das Anwesen wieder hergerichtet und sich auch auf folgende Angriffe vorbereitet wird.

Rick sitzt auf der Veranda und liest endlich seinen Abschiedsbrief von Carl. Im späteren Verlauf sieht man auch Michonne, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im Sinne von Carl die Worte seines Briefes auch an Negan zu übermitteln.

Natürlich unterscheiden sich beide Briefe im Stil. An Negan richtet sich Carl direkter - auch mit der Frage, ob er wirklich das sei, was er immer sein wollte. Für seinen Vater hat er sentimentale Erinnerungen an seine Kindheit vor der Apokalypse. An Pizza-Abende am Freitag, Kindergeburtstage, und wie sicher er sich an der Hand seines Vaters immer fühlte.

Unterm Strich ist der Appell an beide aber derselbe und deutlich: Es ist noch nicht zu spät für einen Neuanfang. Beide könnten den Kampf beenden. Den Leuten eine Perspektive bieten, friedliches Zusammenleben, eine bessere Welt.

Doch ähnlich wie vorab Carls Worte nicht bei seinem Vater ankamen, ist auch Negan nicht beeindruckt - er macht Michonne deutlich, dass er die komplette Vernichtung von Ricks Gruppe in Angriff nimmt.

Bin da, wer noch?

Es ist allerhand los im Sanctuary. Viele Vermisste oder Totgeglaubte sind zurück. Allen voran Negan. Also Negan-Negan. Nicht Simon, der neue Negan, oder einer der vielen anderen. Immerhin sind ja alle Negan.

Und der von Jeffrey Dean Morgan brillant gespielte Negan ist bester Dinge. Man merkt, dass er endlich wieder Oberwasser hat. So spielt er die komplette Folge über mit seinen Leuten. Der Stress und die Angst ist dabei einigen deutlich anzusehen. Zu Recht.

Dem Zuschauer ist natürlich bekannt, dass Negan von Simons Verrat und dem Gemetzel der Gruppe auf Jadis Schrottplatz weiß. Inwieweit er aber tatsächlich über Dwight informiert ist, bleibt erst einmal offen.

Und auch mit Simon lässt sich Negan Zeit. Im Rahmen ihrer Gespräche kommt noch ans Licht, dass Negan Simon schon früh durchaus für einen Psychopathen hielt. Spätestens nachdem er sämtliche männliche Bewohner - von Säugling bis zum Greis - einer Gruppe umbrachte. Noch bevor Negan zu den Saviorn kam. Freilich denkt man sofort an Oceanside.

Irgendwann lässt Negan die Scharade und erledigt Simon schließlich in einem Faustkampf von Mann zu Mann. Simon fristet sein Dasein nun als Zombie am Schutzzaun der Sanctuary.

Cleverer Schachzug

Da tut Gregory einmal direkt das, was man ihm gesagt hat. Und die Serienmacher zeigen es auch noch ohne große Umwege. Das konnte ja nur schief gehen.

Negan stellt sich clever an. Laut und überzeugend verkündet er seinen Angriffsplan auf Hilltop. Aufgrund von Simons Fehlverhalten bleibt ihm leider keine andere Möglichkeit: Alle Mitglieder der Truppe rund um Rick müssen sterben, auch wenn das gegen die Grundsätze der Saviors geht.

Dwight ist bester Absicht und zeichnet unter höchster Gefahr einen Lageplan nebst konkreten Angaben für die Hilltopper. Er selbst kann es nicht übermitteln und schickt Gregory mit den Informationen los. Dass Gregory überhaupt noch lebt. Eigentlich hätte er schon zigfach von irgendwem getötet werden müssen. Oder auch aus Unfähigkeit in der Wildnis sterben. Aber nein, er wieselt sich weiter durch.

Und damit schnappt die Falle zu: All das war von Negan genau so geplant. Die mysteriöse Anhalterin war tatsächlich Laura, die ihm natürlich sofort alles über Dwight erzählt hat. Was auch immer genau Negan nun mit Dwight vor hat - es ist sicherlich nicht angenehm. Den schnellen Tod gönnt er dem Verräter nicht.

Aktuell sieht es so aus, als geht Negan mit deutlichen Vorteilen ins große Finale.

Fazit

Die Folge passt zur restlichen Staffel. An vielen Stellen fragt man sich, welchen Mehrwert das für die Geschichte, Charakterentwicklung oder auch nur Unterhaltung des Zuschauers hat. Dennoch hat sie ihre Momente, in diesem Fall vor allem durch Jeffrey Dean Morgan als Negan.

Nun ist das große Aufstellen sämtlicher Figuren aber hoffentlich vorbei und der sich ziehende Plot rund um die Saviors kann im Finale nächste Woche endlich beendet werden. Wie auch immer.

The Walking Dead 8x16 Super Trailer Season 8 Episode 16 Promo/Preview HD Season Finale "wrath"

Ich sterbe nicht: Kritik zu The Walking Dead 8.14

SPOILER

Während der Originaltitel der aktuellen Episode von The Walking Dead mit “Still Gotta Mean Something” noch Bezug auf eine Aussage Carls und dessen Wunsch nach einer besseren Welt nimmt, hält man es im Deutschen simpler: “Ich sterbe nicht” - und trifft damit ein Problem der neueren Staffeln unpoetisch auf den Punkt.

Der ewige Kreis

Keine Frage, auch diese Episode hat ihre Momente und kann zwischenzeitlich unterhalten. Doch dreht man sich mit der Handlung und den Hauptcharakteren weiterhin im Kreis. Niemand stirbt, niemand entwickelt sich bedeutend weiter, niemand hat eine große Eingebung, und alles zieht sich weiter wie sehr schaler Kaugummi.

Immerhin kann man Morgan seine Verzweiflung ob der Feststellung, dass er nie stirbt, aber immer anderen dabei zusehen beziehungsweise selbst töten muss und alles nur schlimmer und schlimmer wird, verstehen.

So ist auch der “große” Cliffhanger bezüglich Tara in Wirklichkeit gar keiner: Natürlich hat sie überlebt, da Dwight sie mit einem sauberen Pfeil angeschossen hat. Das große Fragezeichen nach dem Angriff der Survivor auf Hilltop bleibt: Wieso sind mit Zombieschmodder beschmierte Waffen auf einmal ein Problem?

In der Serie kam es zigfach vor, dass offene Wunden in direkten Kontakt mit Zombiegedärm kamen, ohne dass sich je einer infizierte. Auch waren diverse Waffen in der Vergangenheit sicherlich nicht steril, ehe sie jemanden verletzten. Zumindest ein kleiner Hinweis innerhalb der Seriengeschichte wäre da schon sinnvoll gewesen. Nun wirkt es arg aufgedrückt und deplatziert, dass sich so einfach und schnell quicklebendige Hilltopper in Zombies verwandeln konnten.

Nicht, dass man Tara groß hinterher weinen würde - aber im Vergleich zu den Opfern aus der hinteren Reihe wäre sie immerhin ein etwas präsenterer Charakter gewesen, den es getroffen hätte.

Glück muss man haben

Nach dem Wirbel im Hilltop ist der kleine Henry verschwunden. Carol hat schon so eine Ahnung, was mit dem wohl passiert ist und ist nicht sonderlich erpicht darauf, auf die Suche zu gehen. Was Ezekiel nicht unbedingt erschreckt, aber immerhin arg irritiert - was ist aus der starken, mutigen Kämpferin geworden?

Schließlich begibt sie sich doch auf in die Wälder, allerdings um ein Auge auf Morgan zu haben. Dieser befindet sich nach wie vor voll im Massenmörder-Rache-Modus. Zwar kann man ein Auge nach Henry offen halten, aber eigentlich geht es darum, die Savior zur Strecke zu bringen.

Carol muss irgendwann einsehen, dass sie Morgan ziehen lassen muss. Allerdings entwickelt sie dann doch den Wunsch, Henry zu finden - und wenn es nur eine Zombieversion ist.

Doch ach, es kommt anders. Denkt dran: Niemand stirbt. Was für ein Glück, dass Carol gerade in dem Moment auftaucht, wo es für den Jungen so richtig eng wird. Im letzten Moment erledigt Carol eine kleine Gruppe Zombies und schließt Henry überglücklich in die Arme. Alles hat auf einmal wieder einen Sinn. Ezekiel hatte recht. Konfetti. Für das Drehbuch kann der Darsteller nichts, aber ja - Henry nervt. Sehr. Dem Jungschauspieler wünsche ich alles Gute, für Henry wäre mir ein Zombiekinddasein allerdings deutlich lieber.

Ignorieren hat schon immer geholfen

Dass Rick der Tod seines Sohnes zu schaffen macht, ist klar. Schön wäre jedoch, wenn man dies irgendwie ernsthaft erkennen würde. Seine Wut und Verzweiflung wirkt nicht anders als bereits zuvor. Er hat Carls Brief an Negan gelesen, möchte wissen was, er Michonne schrieb - aber seinen eigenen liest er nicht. Weil .. .weil. Dass er definitiv nicht so handelt, wie es sich Carl gewünscht hat, dürfte eh klar sein.

Während man Michonne die Trauer und Verzweiflung durchaus ansieht, fehlt bei der Darstellung der Partnerschaft von Michonne und Rick weiterhin jede Chemie. Es hilft auch nicht, dass diese jenseits der extra geschriebenen Paar-Momente komplett ignoriert wird. Keine kleinen Gesten, kurze Worte der Zuneigung oder Ähnliches. So ist es beinahe jedes Mal aufs Neue eine Überraschung, wenn sich beide küssen - auch, weil es sehr gezwungen wirkt.

Anstatt also sich etwas mit seiner Trauer zu beschäftigen oder sich auch nur um die Restrukturierung seiner Gruppe zu kümmern, zieht Rick los auf die Suche nach den Saviorn und Negan. Natürlich um Rache zu nehmen und es diesmal wirklich endgültig final richtig zu beenden.

Zum Glück trifft er unterwegs Morgan, der immerhin ähnliche Vorstellungen hat. Nicht lang, und sie finden die aus dem Hilltop getürmten Savior. Oder eher: Diese finden Rick und Morgan. Eine Fesselszene mit herannahender Zombiehorde brauchte die Episode noch dringend. Im Chaos bleibt Morgan und Rick genug Zeit, die zerstrittenen Savior  - von denen einige gar keine mehr sein wollen - weiter zu entzweien und sich befreien zu lassen.

Nachdem die Zombiegefahr weitestgehend gebannt ist, richten sich Rick und Morgan wortlos gegen die Savior und metzeln sie nieder. Obwohl Rick vorher einigen davon nicht nur Verschonung, sondern gar Aufnahme in seine Gruppe versprochen hat. Spätestens jetzt ist klar: Rick hat kaum noch Skrupel und es ist nicht absehbar, ob überhaupt noch irgendwer mit Blick auf die Zukunft für eine bessere Welt kämpft.

Negan Houdini

Die schönsten Szenen der Folge gingen abermals an Jadis. Jedoch muss man viel “irgendwie hat das funktioniert” hinnehmen.

Man sieht, wie sie mit großer Schauspielkunst und schneller Denke das Gemetzel der Simon-Savior als einzige ihrer Gruppe überleben konnte. Aber wie konnte sie Negan nach dessen Kampf mit Rick in ihr Auto bekommen? Ist sie Rick gefolgt - und auch hier wäre die Frage: Wie?

Ähnlich wie zu den Anfangszeiten von The Walking Dead sind das Fragen, die man sich amüsiert stellen kann, solange die Geschichte an sich funktioniert. Und das tut sie bei Jadis. Abermals ist es äußerst wirkungsvoll, dass sie sehr wenig spricht und die Szenen vor allem durch ihr starkes Schauspiel getragen werden.

So sieht man auch, dass Jadis nicht im Müll der Halde lebt. Von innen sieht ihr Container nach sehr moderner, stylisher Minimalistenwohnung aus. Sorgsam packt sie einen Koffer und verabschiedet sich. Es ist klar: Sie wartet auf etwas.

Die Zwischenzeit nutzt sie, um etwas mit Negan zu spielen. Diesen hat sie der Einfachheit halber auf ein Rollbrett gefesselt. Zwar droht sie mit Lucille, aber schlägt nicht selbst zu. Zum Einschüchtern holt sie eines ihrer bekannten Zombie-Konstrukte. Allerdings ist in der Zusammenstellung auch unklar, ob der mit einem Bettgestell verbundene Zombie dem an ein Brett gefesselten Negan überhaupt gefährlich werden könnte.

Natürlich merkt auch Negan, wie gebrochen Jadis ist - und redet ihr zu. Auf seine ganz eigene Negan-Art wirkt er damit schon beinahe sympathisch und erzählt auch zumindest ein wenig was über sich. Ob die Geschichte rund um die Namensgebung von Lucille wirklich stimmt, sei dahingestellt. Aber abnehmen konnte man es ihm.

Zudem hat Negan magische Fähigkeiten. Anders ist es nicht zu erklären, dass er im Bruchteil eines Augenblicks in seinem vollgefesselten Zustand aus einem geschlossenen Koffer, der in etwas Entfernung stand, Bilder und weitere Gegenstände entwenden konnte. Es sind die letzten Dinge, die Jadis geblieben sind und mit denen er sie zu manipulieren versucht. Und ja, innerhalb der Episode wirkt es eher so, als habe man eine entscheidende Szene verpasst.

Erstaunlich ist, wie gefasst Negan die große Überraschung aufnimmt: Jadis hat nicht nur zufällig auf einen Hubschrauber gewartet, sondern wusste recht genau, wann dieser auftauchen wird. Allerdings wird Jadis nicht wie erwartet abgeholt, sondern der Hubschrauber dreht wieder ab.

Die Verzweiflung ist ihr anzusehen. Und wieder einmal gelingt es Negan, lebend aus der Sache zu entkommen. Weder tötet Jadis ihn noch hat er Ambitionen ihr etwas anzutun. Beide sind sich einig: Menschen sind eine Ressource.

So zieht Negan abermals von dannen und reitet / fährt in den Sonnenuntergang. Auf seinem Weg zurück zur Sanctuary sammelt er noch zufällig jemanden auf - dem Zuschauer wird jedoch noch vorenthalten, um wen es sich handelt. Im Netz kursieren einige Theorien, bis hin, dass es Carl sein könnte. Naheliegender wäre jedoch Laura - eine der höheren Savior, die weiß, dass Dwight der Maulwurf ist und auf Seite von Rick steht.

Fazit

Stirb endlich - sowohl auf einzelne Charaktere als auch den kompletten Kriegs-Handlungsstrang bezogen. Die Geschichte dreht sich im Kreis und zieht sich unnötig. Zwar gelingen durchaus einzelne gute Momente, die können jedoch nicht die komplette Episode tragen. Ein klarer Schnitt und Neuanfang ist dringend nötig.

Kritik zu The Walking Dead 8.13: Do Not Send Us Astray

SPOILER

In dieser Woche ist es nun so weit. Knappe acht Staffeln lang ist niemand auf die Idee gekommen, Waffen mit Zombieblut zu präparieren - mit “Do Not Send Us Astray” zeigt The Walking Dead jetzt, zu welchen Strohhalmen Drehbuchautoren greifen, um diese Idee möglichst effektvoll in Szene in zu setzen.

Da ist der nun. Der geplante, große Angriff auf Hilltop. Das bekannte Spielchen Gut gegen Böse. Und bereits mit dem Geplänkel vor dem eigentlichen Angriff zeigt The Walking Dead, warum sich Fans der Serie seit Längerem schwer damit tun, dieselbe Begeisterung zu empfinden, die zum letzten Mal im Finale von Staffel 6 aufkam. Maggie präsentiert sich hier als “Die Witwe”, die sich über Walkie Talkie Trashtalk mit Simon liefert. Grimmig wie ein Preisboxer spricht sie ihre Drohungen aus, während sie vermutlich eher daran zu knabbern hat, dass sie es nicht mit Negan zu tun bekommt. Dementsprechend verärgert ist Simon, schließlich ist er nur die zweite Wahl. In seinem Ärger übersieht er auch, dass er mit den Saviorn in eine Falle tappt.

Heller Kerzenschein auf Torte

Denn wer in aller Welt begreift nicht sofort, dass Daryl lediglich der Lockvogel war, der die Savior in ihr Verderben rennen lassen soll? Blindlings laufen Simon und seine Männer durch das geöffnete Tor und werden von einem Schulbus aufgehalten. Wow. Damit konnte man nun wirklich nicht rechnen …

Die folgenden Kampfszenen zeigen, wie unausgegoren die Drehbücher geworden sind. Sämtliche Darsteller laufen routiniert, aber lustlos durchs Szenenbild, feuern ihre Waffen ab und stellen letztendlich fest, dass Simon nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Sich in voller Schusslinie vor das Haus zu stellen, weiteren Trashtalk zu betreiben und als Sahnehäubchen auch noch das klischeebeladene Pfeifen hören zu lassen, nur um dann die volle Breitseite aus den Fenstern zu kassieren - großartig. Schlechter geht es fast nicht. Aber auch nur fast.

Tobin beißt morgen nicht mehr kraftvoll zu

Die Drehbuchautoren haben nämlich beschlossen, der Einfachheit halber, einen Großteil der Bewohner einen gemeinsamen Schlafplatz zu beschaffen. So haben die Neu-Zombies nicht allzu viel zu tun, als sich die Trepper herunter kullern zu lassen und herzhaft zuzubeißen. Immerhin ist damit der Plan mit den präparierten Waffen aufgegangen. Jeder, der mit so einer Waffe verletzt wurde, wird nach einer übersichtlichen Inkubationszeit zum Zombie. Um das Ganze dramaturgisch noch zu unterstreichen, ist auch Tobin hiervon ein Opfer. Beinah im Kampf getötet, bekommt er noch genügend Zeit, um seine gescheiterte Beziehung mit Carol zu besprechen, bevor sie diejenige ist, die Zombie-Tobin letztendlich tötet. Wenn die Hauptfiguren für das Staffelfinale aufgehoben werden müssen, müssen in den Folgen auf dem Weg dorthin eben die Nebenfiguren dran glauben. Und so sorgt auch Zombie-Tobin mit seiner “Ich schleich mich von hinten an, um kräftig zuzubeißen”-Tour eher für ungewollte Lacher.

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Henry in The Walking Dead

Das Sahnehäubchen für daneben gegangene Handlungsbögen ist jedoch die Geschichte um Henry. Der Junge ist von Rache zerfressen, schmollt wie ein Kleinkind darüber, dass man ihn nicht den Kampf ziehen lässt und beschließt, einen auf ganzen Kerl zu machen. Mit einer Waffe, die ihn vermutlich rückwärts nach hinten weg pusten würde, wenn er sie tatsächlich abfeuert, macht er sich auf zu den Gefangenen. Praktischerweise ist der Schlüssel zum Tor offensichtlich nicht wirklich gut versteckt, denn Henry scheint keine Schwierigkeiten damit gehabt zu haben, diesen zu finden. So steht der kleine Rachegeist bei den Gefangenen, und letztendlich stellt sich heraus, dass eine Befragung keine so gute Idee war. Ist ja nicht so, dass er die Frage, wer seinen Bruder getötet hat, nicht auch durch den Stacheldraht hätte stellen können.

Und Rick? Der läuft auf Autopilot. Auf eine Art ist es sympathisch zu sehen, dass er den Tod seines Sohnes noch betrauert und nun grundsätzlich erst einmal nur funktioniert. Allerdings bleibt zu erwarten, ob er den Autopiloten bis zum Staffelfinale ausgeschaltet hat - damit es nicht wieder beim erfolglosen Versuch zu bleiben, Negan zu töten.

Fazit

In einer Szene ist eine groß eingeblendete Standuhr zu sehen. Ja, die Zeit für The Walking Dead tickt. Denn “Do Not Send Us Astray” ist die viertletzte Folge der aktuellen Staffel 8. So bleibt nicht mehr viel Zeit, um aus der Serie noch wahre Perlen herauszuholen und die Fans vor weiteren Enttäuschungen zu bewahren. Denn der Kampf in Hilltop war vorhersehbar und mit Löchern in der Handlung gestraft. Für Spannung sorgt lediglich die Frage, ob Tara auch mit einer präparierten Waffe getroffen wurde - und ob dies zufriedenstellend bis zum Finale beantwortet werden kann.

Wir alle sind Negan: Kritik zu The Walking Dead 8.12

SPOILER

Einen großen Schlüsselmoment gibt es in "The Key" zwar nicht, dennoch treibt die aktuelle Episode das eher vor sich hin schlurfende The Walking Dead etwas voran. Das Hilltop erreicht ein überraschendes Hilfsangebot - und bei den Survivorn besteht eine Chance auf Änderung im Machtgefüge der Gruppe.

Ein fragwürdiger Plan

Abermals knüpft die Handlung nahtlos an die vergangene Folge an. Warum für den Einstieg extreme Nahaufnahmen von Negans und Simons Gesichtern gezeigt wurden, erschließt sich hierbei jedoch nicht so ganz, auch wenn die beiden im Fokus der Episode stehen.

Noch ist nicht so recht klar, ob Negans Plan tatsächlich funktionieren kann. Die Hilltopper sollen nicht getötet, sondern mit Zombiegedärm beschmierten Waffen verletzt und so infiziert werden. Aber sollte es dafür nicht vorab in der Serie Hinweise gegeben haben? Immerhin kommen auch Verwundete ständig in Kontakt mit Zombiematerial oder werden von nicht gerade hygienisch reinen Waffen getroffen. Warum sollte das nun auf einmal gefährlicher sein als bisher?

Auch Simon zweifelt an Negans Plan, wenn auch aus anderen Gründen. Für ihn scheint es nur eine Lösung zu geben: Jeden Widerstand brutal niederschlagen. Die Rebellen sind nicht zu retten, also muss man sie auslöschen. Er wittert Rückhalt bei Dwight, bei dem er ohnehin vermutet, dass er in seiner Abwesenheit etwas im Schilde führte.

Wenn du denkst, es geht nicht mehr…

Die Wiedervereinigung der Alexandrianer in Hilltop währt nicht lang. Nach einer kurzen Aussprache mit Daryl macht sich Rick gleich wieder auf den Weg - natürlich um Negan zu töten, was ihm nun schon in beinahe zwei Staffeln nicht gelingt.

Zwar ahnen Maggie und die Hilltopper, dass die Survivor auf dem Weg zu ihnen sind, doch warum den Ort wechseln, in Kleingruppen einteilen oder eine Strategie besprechen? So  bleibt genug Muse, um sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Immerhin verspricht ein mysteriöses Schreiben ein Hilfsangebot.

Nach kurzer Überlegung beschließen Michonne, Enid, Maggie und Rosita, trotz der Möglichkeit einer Falle zum vorgeschlagenen Treffpunkt zu fahren.

Die mysteriöse Briefeschreiberin stellt sich als Georgie vor, eine wohlgekleidete Frau gehobenen Alters, die in ihrer Redegewandtheit sowohl an eine Politikerin als auch Predigerin erinnert. Lediglich in Begleitung ihrer beiden Begleiter Hilda und Midge tourt sie in einem A-Team-Bus durch die Lande und bietet ihr Wissen im Tausch gegen Musik und Vorräte an.

Maggie kann und will nicht sofort auf den Deal eingehen und beschließt, das Trio samt Auto zunächst mit ins Hilltop zu nehmen. Dort entbrennt eine hitzige Diskussion zwischen Enid, Maggie und Michonne, wie man wohl mit den neuen Bekannten umgehen sollte. Eher die sanfte Tour voller Hoffnung, wie Michonne im Sinne von Carls Appell wünscht, oder in harter Eigennützigkeit ihnen sämtliche Ressourcen abnehmen, wie Enid es bevorzugt.

Schließlich lenkt Maggie ein und bietet Georgie einige Schallplatten an und wird überrascht: Georgie liefert nicht nur Wissen, sondern überlässt auch einen großen Teil ihrer Vorräte. Jetzt wo sie sich im Hilltop umsehen konnte, scheint man es dort nötiger zu haben. Allerdings kündigt sie an, dass sie wiederkommen wird und Großes von der Gemeinschaft erwartet. Sie reicht der verwunderten Maggie den versprochenen “Schlüssel für die Zukunft”, was sich als ein dickes Buch herausstellt voller Informationen zum Bau von Wind- und Wassermühlen, Getreideanbau, Verfeinerung und vielem nützlichen mittelalterlichen Wissen, das für den Wiederaufbau einer Gesellschaft hilfreich sein kann.

Zwar hätte man sich diese Informationen sicherlich auch in irgendeiner Bibliothek auf dem Weg besorgen können, aber ist doch nett, wenn es für einen erledigt und in einem handlichen Skript übergeben wird. Zudem erscheint Georgie als Charakter interessant und erfrischend anders im Auftreten, so dass man wirklich auf ein baldiges Wiedersehen hofft.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Rick und Negan kämpfen gegeneinander. Schon wieder. Hat jemand mitgezählt? In Wirklichkeit will Rick Negan doch gar nicht töten. Anders kann ich mir nicht erklären, dass jemand wie Rick, der sonst recht zielgenau ist, dermaßen unüberlegt und unfähig an die Sache rangeht. Hauptsache mal schön sinnlos Munition verballern und Zombies anlocken, aber Negan läuft und läuft und läuft…

Zugegeben, etwas spannender ist es dann doch. Alleine dass Rick Negan anscheinend tatsächlich einmal überraschen kann und kalt erwischt. Zwischendurch sieht es ja sogar so aus, als wäre es dann doch recht unspektakulär aus mit Negan. Immerhin verliert er seine geliebte Lucille an Rick, der diese auch noch sofort als Fackel nutzt. Jeder, der schon einmal versucht hat, einen Baseballschläger anzuzünden, wird Rick beeindruckende Fähigkeiten bestätigen.

Und was letzte Woche die Sumpf-Zombies waren, sind dieses Mal die Fackel-Zombies, die Negan und Rick das Leben schwer machen. Wobei auch hier wieder die Gefährlichkeit von Zombies gerade so ist, wie es eine Szene erfordert. Da zeigt The Walking Dead wenig Konsistenz innerhalb der Serie.

Letztlich wird Negan, wie auch immer, gerettet - und das ausgerechnet von Jadis. Ebenfalls wie auch immer. Kampf Rick vs. Negan kann also in Runde 1203 fortgesetzt werden.

Doch Negan hat noch ein ganz anderes Problem: Simon sieht im Verschwinden von Negan unter Zeugen seine Chance, die Machtstruktur der Saviors entscheidend zu ändern. Wer braucht schon einen einzelnen Negan, wenn doch schließlich alle Negan seien? Entsprechend hält sich seine Anstrengung bei der Suche nach Negan auch in arg überschaubaren Grenzen.

Fazit

Auch wenn sich einige Muster der letzten beiden Staffeln ständig wiederholen, macht das Auftauchen neuer Figuren doch Hoffnung. Georgie wirkt erfrischend anders und könnte interessante Änderungen bringen.

Ebenso kommt durch das (temporäre) Ausschalten von Negan als Anführer der Saviors neue Bewegung in die Sache. So wird die Zeit bis zum hoffentlichen Abschluss des Handlungsstranges im Staffelfinale vielleicht ja noch ganz spannend.

The Walking Dead 8x13 Trailer Season 8 Episode 13 Promo/Preview HD "Do Not Send Us astray"

Dead or Alive Or: Kritik zu The Walking Dead 8.11

SPOILER

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Sumpfzombie in der 11. Episode der achten Staffel "The Walking Dead"

Hoffnung und Verzweiflung, Glaube und Wissenschaft, Rache und Vergebung - eine Folge zwischen den Stühlen. Entsprechend sind im Gegensatz zur strukturietren letzten Episode von The Walking Dead auch die wilden Schnitte zurück.

Das Ding aus dem Sumpf

Die Alexandrianer befinden sich wie vereinbart auf Wanderschaft Richtung Hilltop. Doch über den Weg ist man sich uneins: Bleibt man auf vertrauter Strecke, auf der allerdings vermutlich Savior patroullieren, oder vertraut man Dwight, der eine Querfeldein-Route vorschlägt. Die hätte Negan nämlich einst für zu gefährlich eingestuft und wird gemieden.

Optimal also für die geschwächten und traumatisierten Ex-Bewohner von Alexandria. Mit den paar Sumpf-Zombies wird man doch fertig. Solange man, frei nach Gollum, nicht den Lichtern folgt. Immerhin liefern sie für den Zuschauer ein paar hübsche Bilder.

Letztlich sind auch weniger die morastigen Untoten das Problem, als vielmehr die Spannungen innerhalb der Gruppe. Soll man Dwight trauen oder hätte er nicht besser schon längst getötet werden müssen? Ausgetragen wird dieser Konflikt vor allem zwischen Daryl und Tara. Während Tara ihren Unmut nur allzu deutlich zeigt und Dwight mehr und mehr in Gefahr bringt - bis hin zum tatsächlichen Mordversuch -, glaubt Daryl an Dwight und dass dieser der Gruppe nützlich ist.

Nach einer Flucht vor Tara durch den Wald stoßen die beiden auf eine Gruppe Savior. Um Tara (und gewissermaßen auch sich selbst) zu retten, stolpert Dwight aus dem Unterholz hervor und “stellt” sich. Zurück unter Negans direkten Einfluss.

Glaube, Hoffnung und die grausame Realität

Gabriel und Carson haben es tatsächlich aus der Sanctuary hinaus geschafft. Dr. Carson ist zunehmend um Gabriels schlimmer werdende Infektion besorgt. Nicht zuletzt, weil sein Patient nicht sonderlich einsichtig ist und anhaltend von Gottes großem Plan redet.

An sich sind ihre Szenen ein netter Ausflug. Ebenso wie ihr Abstecher in ein Anwesen auf dem Weg, wo sie Antibiotika für Gabriel und auch ein neues Auto inklusive Landkarte finden (natürlich ein Zeichen Gottes).

Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Gabriels bedingungslosen Glaube, dass Gott schon alles für sie richten wird und ernüchternden Erlebnissen: Sei es das Auffinden des zum Zombie mutierten Hausbewohners, Carsons tappen in eine Zombie-Falle, und letztlich, als alles gut zu sein scheint, werden die beiden auch noch von einem Trupp Savior gestellt.

Selbst dann noch fühlt sich Gabriel in seinem Glauben gestärkt. Erst als die Savior Dr. Carson erschießen und zurücklassen, zweifelt er. Deutlich.

Dr. Carsons Ableben war spätestens nach Saddiqs Aussage, dass er Arzt sei, erwartbar. Zwei Mediziner braucht es anscheinend wirklich nicht. Schade allerdings, dass er letzlich nur als Plot-Device für Gabriels Zweifel an seinem Glaubensweg sterben musste. Zumal dies nun wirklich keine neue Theamtik für den Priester ist.

Das große Wiedersehen

Das Hilltop ist nicht nur der letzte stehende Zufluchtsort der Rebellen, sondern dient in dieser Episode auch der Zusammenführung der einzelnen Splittergruppen und Handlungsstränge.

Maggie tut ihr Bestes, um sowohl mit schwindenden Vorräten bei steigender Personenzahl als auch wachsenden Unruhen, ihre starke Führungsrolle auszubauen. Dabei schwankt sie zwischen eiserner Härte und durch gute Argumentation mögliche Lockerungen.

So gelingt es den gefangenen Saviorn, sich mit guten Benehmen etwas Freigang zu verdienen. Maggie sieht nach gründlicher Gefahrenabwägung auch den möglichen praktischen Nutzen - ihren Wunsch nach sportlichen Ausgleich können sie gleich mit Arbeitseinsatz kombinieren. Dennoch braut sich da doch schon die nächste Gefahrenquelle zusammen.

In kurzen Szenen über die Folge hinweg sieht man im Hilltop zudem Carol, Morgan und Henry die Geschehnisse im Kingdom verarbeiten. Carol schlüpft wieder in eine klare Mutterrolle und versucht sowohl Henry als auch Morgan Vernunft einzutrichtern. Fraglich, wie viel Erfolg dies hat.

Richtung Ende schaffen es nicht nur die Alexandrianer, angeführt von Daryl mit der kleinen Judith auf dem Arm, nach Hilltop, sondern auch Rick und Michonne. Besonders Enid geht die Nachricht von Carls Tod sehr nah. Die Emotionen bei Ankunft alter Weggefährten und die schmerzliche Realisation, dass es nicht alle geschafft haben, wird wieder statt mit vielen Worten mit Musik und Slow-Motion-Aufnahmen wirkungsvoll ausgedrückt.

Tot oder lebendig oder ...

Negan ist wieder völlig sein altes Selbst und platziert Lucille auffällig präsent bei allen Gesprächen mit seinen Leuten, vor allem bei Eugene.

Diesen hat er klar unter Verdacht, Gabriel und Dr. Carson die Flucht ermöglicht zu haben - will von ihm aber auch einen Haufen Munition. Mit Zuckerbrot und Peitsche: Auf der einen Seite der klare Druck und unterschwellige Drohungen von Negan, auf der anderen Seite bekommt Eugene alles, was er sich wünscht und braucht - wenn er denn dann liefert.

Negan hat nämlich auch langsam den Kaffee auf und will mit Rick und seiner Truppe Fakten schaffen. Dafür ist Negan geneigt, auch etwas von seinem Credo “Menschen sind Ressource, wir retten sie” abzuweichen.

Dabei verlässt er sich nicht nur auf die von Eugene fabrizierte Munition und seine Lucille, sondern will auch die Zombies selbst als Gift-Waffe einsetzen. In der Zombieapokalypse gibt es schließlich nicht nur die Wahl zwischen Leben und Tod, sondern auch “irgendeine Scheiße dazwischen”.

Warum auch immer bisher noch niemand auf die Idee kam, Waffen mit Zombieblut und Fleisch einzureiben, um Gegner zu infizieren. Und warum auch immer bisher zufällig von Zombieblut getroffene Verwundete keine Infektion zeigten. Man kann also mal gespannt sein, wie dieser Plan sich entwickelt.

Fazit

Nach der gut erzählten, strukturierten letzten Folge ist man zurück bei den wilden Sprüngen zwischen zerstückelter Handlungsstränge. Es wirkt erneut wie ein großes Instellungbringen der Figuren. An sich kann dies durchaus spannend sein - doch leider ist es in den vergangenen beiden Staffeln eine ständige Wiederholung ohne erkennbare Weiterentwicklung.

Auch der Trailer zur nächsten Episode kündigt erneut die Konfrontation von Rick vs. Negan an. Möge es hoffentlich bald ein Ende haben.

THE WALKING DEAD 8x12 "The Key" Promo [HD] Andrew Lincoln, Norman Reedus

The Lost and the Plunderers: Kritik zu The Walking Dead 8.10

SPOILER

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Zombiemeute in der 10. Episode der 8. Staffel The Walking Dead

Sowohl Negans als auch Ricks Gruppe starten die großen Aufräumarbeiten nach den dramatischen Kampfgeschehen der bisherigen Staffel.

Anders als die mit wilden Schnitten etwas wirr wirkende letzte Episode ist die aktuelle Folge von The Walking Dead klar strukturiert. So klar, dass jeder Abschnitt sogar eine simple Titeleinblendung erhält.

Michonne

Michonne scheint Carls Tod wesentlich mehr zu bewegen als Rick. Wie sie nur mit Musik und einzelnen Zombiegeräuschen unterlegt durch die Ruinen Alexandrias weg von Carls Grab schreitet, berührt. Es zeigt sich abermals, dass es The Walking Dead gut tut, sich manchmal zumindest ein paar Minuten Ruhe für die Reaktion auf Geschehnisse und den Umgang einzelner Figuren mit Schicksalsschlägen zu nehmen.

Denn anders als der nach wie vor eher entfremdet wirkende Rick ist es Michonnes Zusammenbruch beim Anblick der frisch gefertigten Händeabdrücke von Carl und Judith auf der Terrasse, der ans Herz geht. Dies macht auch die eher gefährlich-sinnlose herbeigeführte Konfrontation mit Zombies und den gescheiterten Löschversuch verständlich und bedeutend.

Nach der Erledigung einiger letzter Dinge verlassen Rick und Michonne gemeinsam Alexandria. Das mit der “Sicheren Zone” ist endgültig vorbei. Im Auto entdeckt Michonne überrascht, dass einer der Abschiedsbriefe von Carl an Negan gerichtet ist. Doch Rick will weder die Briefe sofort lesen noch Negan aufsuchen. Ihn zieht es - aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen - zurück zu Jadis auf die Mülldeponie, wo beide geradewegs in eine Falle geraten.

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Negan

Im Sanctuary erholt man sich langsam von der Belagerung. Negan versucht, seine Mannschaft und einstige Verbündete wieder auf Linie zu bringen. Dabei hält er an der Devise fest: Wir retten Menschen. Man erledigt nur einen einzigen, damit der Rest sich wieder in seine Rolle fügt. Auch die Leute der Müllhalde, die sich gegen ihn richteten, sind nach wie vor eine wichtige Ressource.

Das sieht seine rechte Hand Simon jedoch etwas anders. Maggies Botschaft aus dem Hilltop - der getötete Savior im Sarg - kommt im Sanctuary an. Für Simon ist sowohl das Hilltop als auch Alexandria und Jadis’ Trupp verloren - machen nur Ärger, sind nicht zu bändigen und am besten auszumerzen.

Hier schimmert mal wieder durch, dass Negan durchaus einem größeren Plan und einer etwas kruden, dennoch erkennbaren Moralvorstellung folgt.

Enid

Auf die kurze Szene mit Enid und Aaron bei den Oceanside-Leuten hätte man an der Stelle verzichten können, ruft die Situation aber für Zukünftiges noch einmal in Erinnerung. Nachdem sie die geliebte Großmutter getötet haben, ist der Trupp nicht gerade gut auf die beiden zu sprechen.

Was auch immer Aaron erwartet, das passieren wird: Enid soll zurück zum Hilltop, damit Maggie keinen Suchtrupp los schickt. Er möchte indes - als fremder Mann -  irgendwie Teil der versteckt lebenden Frauengruppe werden. Na dann viel Glück mit diesem Vorhaben.

Jadis

Definitiv eines der Highlights der Episode ist die gebrochene Jadis. Rick und Michonne treffen auf der Müllhalde auf einige frische Zombies und die geschlagene Anführerin.

Mit deutlicher Stimme und ohne ihr bisheriges Geschwurbel erzählt sie von diesem besonderen Ort: Vor dem Ausbruch kam sie her, um unterschiedlichste Sachen zu finden, auf denen sie malen kann. Nach dem Ausbruch änderte sich alles, und sie sah die Müllhalde an sich als Leinwand, die es zu bearbeiten galt. Hier könne man etwas Neues kreieren, sich selbst neu erfinden. Eigentlich wollte man nur abseits von allen anderen eine eigene Welt erschaffen.

Rick ist wenig beeindruckt. Sie trägt die Schuld am Unglück ihrer Leute und muss nun sehen, wie sie selbst klar kommt. Auch ihr Flehen stimmt Rick zum Erstaunen von Michonne nicht um. Er hat keinerlei Intention, Jadis zu helfen, und lässt sie zurück.

Wie auch schon bei der Michonne-Szene zum Eingang wird wieder eher mit Musik und Geräuschen als mit Sprache gearbeitet, was die besondere Atmosphäre verstärkt.

Bedrängt von den Zombies, die eben noch ihre Freunde und Gruppenmitglieder waren, sieht Jadis nur einen Ausweg: Sie wirft den großen Müllschlucker an und lockt die Horde hinein. Dabei sieht sie nicht weg, sondern konfrontiert sich mit dem matschigen Resultat ihrer fragwürdigen Anführerschaft. Für einen kurzen Augenblick wirkt es, als würde sie selbst hinterherspringen. Doch Jadis’ Geschichte scheint noch nicht vorbei zu sein.

Rick

Michonne stellt Ricks Handeln mehr und mehr in Frage. Dies sei sicherlich nicht das, was Carl gewollt hat.

Bei einem kurzen Halt liest Rick nicht etwa zuerst den an ihn gerichteten Brief von Carl, sondern Negans und funkt diesen sofort an.Im Ignorieren von Carls Wünschen ist Rick auch nach dessen Tod noch ziemlich gut. So erzählt Rick Negan, dass Carl beide bittet, einfach aufzuhören. Er bittet um Frieden. Aber dafür ist es für Rick zu spät. Er will Negan töten.

Hier kommt Negan deutlich sympathischer und vernünftiger rüber als Rick. Dass er Carl geschätzt hat, ist nichts Neues. So wirkt seine Frage nach der Todesursache und die Beileidsbekundung tatsächlich ehrlich. Nicht aber ohne im nächsten Moment Rick klar dafür verantwortlich zu machen: Er habe als Anführer genauso versagt wie als Vater. Man ist geneigt, Negan zuzustimmen.

Klingt nicht gerade nach dem Beginn von Friedensgesprächen.

Fazit

Mit “The Lost and the Plunderers” zeigen die Serienmacher, dass noch etwas alter Glanz in The Walking Dead steckt. Die klare Struktur sowie das ruhigere Beleuchten einzelner Charaktere und deren emotionale Reaktion auf das Chaos wirkt deutlich stärker als Kriegswirren mit wilden Rumgeballer.

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Eine Frage der Ehre: Kritik zu The Walking Dead 8.09

SPOILER

The Walking Dead meldet sich nach einer langen Winterpause mit "Honor" zur zweiten Hälfte von Staffel 8 zurück. Allerdings muss man auf Urlaubsfrische verzichten, die Auftaktepisode schlurft vor sich hin und schließt so nicht nur inhaltlich nahtlos ans Midseason-Finale an.

Der lange Abschied

Wenig überraschend ist der Abschied von Carl das wichtigste Kernelement der extralangen Folge, steht jedoch nicht allein im Fokus.

Bei einem so zentralen Charakter, der von Serienstart an nicht nur dabei, sondern an sich treibende Kraft war, könnte dies alleine an sich für eine sehr mitnehmende Erzählung reichen. Dies sahen die Serienschaffenden nur leider anders.

Nach einer kurzen Zusammenfassung relevanter Ereignisse der ersten Staffelhälfte wird einem die sprunghafte Erzählweise der Episode präsentiert: In einem Wechsel aus Traumsequenz, Rückblick und Szenen mit einem sehr fertigen, rotäugigen Rick hin zur etwas deplatziert wirkenden Weitererzählung der Geschehnisse rund um Carol, Morgan und Ezekiel im Kingdom.

Ich lebe. Du stirbst.

Nach theatralischen Brüten in seinem Elend hat der gebrochene König Ezekiel seine letzten Reserven mobilisiert und "sein Volk" die Flucht vor den Saviors ermöglicht. Er selbst opfert sich und bleibt als Gefangener zurück, den sicheren Tod vor Augen.

Gavin bedauert dies durchaus, immerhin möge er die ganze Gewalt ja gar nicht. Ezekiel sei zudem doch ein guter Abkommenspartner gewesen, bis Rick ihm die Flausen mit dem Aufstand gegen Negan eingeredet habe.

Ezekiel scheint sich mit seinem Schicksal abgefunden zu haben, auch wenn er Gavin mehrfach aufzeigt, dass auch er sich noch ändern könne und nicht weiter diesen brutalen Weg gehen müsse.

Doch während Gavin nicht von seinem Pfad abweicht, arbeitet es in Ezekiel: "Ich habe Konflikte gemieden, weil ich dachte, so das Leben meiner Leute zu retten. Doch nun begreife ich: Ich habe deins geschützt - nicht mehr!"

Rettungstruppe, auf sie!

Was ist das mit Carol und Kindern? Diesmal ist es der junge Henry, der sich gegen ihr ausdrückliches Verbot ebenfalls auf macht, um den Saviorn entgegen zu treten - und damit sich selbst und Carols Mission gefährdet.

Es wäre nicht das erste Mal, dass Carol im Alleingang eine scheinbar ausweglose Situation rettet. Doch ist es diesmal eher Morgan, der abermals seinem Killerinstinkt freien Lauf lässt und nach und nach sämtliche Savior im Kingdom erledigt.

Was für ein Zufall, dass die beiden sich noch rechtzeitig zur Rettung Ezekiels dort treffen. Immerhin war Morgan ja eigentlich auf seinem Sniper-Turm bei der Sanctuary stationiert. Diesen musste er jedoch fluchtartig verlassen, als die Savior einen Ausweg durch ihr Zombiehorden-Problem gefunden haben. Was für ein Glück.

Dabei zeigt Morgan durchaus erstaunliche Fähigkeiten. Als er waffenlos zu Boden gedrückt wird, greift er mit einer Hand durch eine kleine Wunde seines Gegners und holt dessen Eingeweide raus. Das ist selbst für alle, die in der Zombieapokalpyse schon einiges an krassen Sachen erleben mussten, zu viel.  Ein klassisch-schöner  "Was zur Hölle, Alter!"-Moment.

Carol appelliert noch an den sanften Morgan, den sie kennengelernt hat. Doch es ist klar: Für Morgan gibt es keinen Weg zurück. Ganz oder gar nicht. Wollte er einst noch alle beschützen, keine Gewalt anwenden, so muss er nun alle möglichen Feinde töten. Alle.

Doch bei der letzten Möglichkeit des Tages, dem noch flehenden Gavin, kommt ihm jemand zuvor: Überraschend ist Henry aufgetaucht und erledigt Gavin mit einem schnellen Stockstoß durch den Hinterkopf/Nacken. Wie es Morgan ihm gelehrt hat.

Einfach so passiert

Wem das nun nach ziemlich viel Erzählung zum Kingdom vorkommt, wo doch eigentlich Carl die Aufmerksamkeit haben sollte, erkennt ein Problem der Folge. Leider erschwert der ständige Szenen- und Zeitenwechsel den Aufbau größerer emotionaler Momente. Hier hätte eine klare Trennung in zwei eigene Episoden (oder Episoden-Hälften) beiden Handlungssträngen gut getan.

Die Zutaten an sich sind vorhanden: Carl stirbt. Der sich vom eher nervig-naiven kleinen Jungen zu einem wahren Überlebenskünstler und Sympathieträger entwickelt hat. Der von Serienbeginn an einer der Hauptmotivationen für Rick gewesen ist. Der so viel durchmachen musste und doch auch immer wieder für die leichteren Momente der Serie sorgte.

Und das nicht bei irgendeiner großen Heldentat oder durch die Hand eines brutalen Fieslings, sondern wegen eines einfachen, kleinen Zombiebiss. Der einfach so passiert ist. Wenn auch in einer fragwürdigen Szene, aber eben doch einfach so passiert. Nicht erst jetzt beim großen Savior-Angriff, sondern bereits als er Sadiq (den Tankstellen-Typen) im Wald aufgelesen hat, wie man im Rückblick sieht.

"Manchmal zeigen Kinder den Eltern den Weg"

Carl bleibt erstaunlich ruhig und entschlossen. Aber vielleicht auch nicht erstaunlich - er ist im Prinzip in dieser feindlichen Welt, den Tod permanent vor Augen, aufgewachsen und hat schon mehrfach mit seinem Leben abgeschlossen. So scheint für ihn ab der Realisierung des Zombiebisses klar: Regel, was noch zu regeln ist. Schreib Abschiedsbriefe. Genieße so viel noch geht. Und dann geh.

Einer seiner dringlichsten letzten Wünsche macht er seinem Vater auf dem Sterbebett noch einmal deutlich: Es muss mehr geben. Ein Weiter. Nicht einfach nur ein ewiges gegenseitiges Töten, sondern eine gemeinsame Vision für einen Neuaufbau.

In abgeschwächter Form gibt er seine Weisheit auch beim Abschied an seine Schwester Judith weiter. Inklusive des ikonischen Sheriff-Huts seines Vaters, der ihn überall hin begleitet hat.

Bei aller Tragik in der Situation noch ein eher friedliches Gehen - Carl konnte noch einmal viele seiner Liebsten sehen, sich verabschieden und ist bis zum Schluss nicht alleine. Mit dem nötigen finalen Schritt möchte er niemanden zusätzlich belasten - er tötet sich mit einem Schuss selbst.

Fazit

Im Einzelnen alles ergreifende Szenen, die zudem durch die Auswahl von "At the Bottom of Everything" von Bright Eyes als untermalenden Episoden-Song eine gewisse Schärfe bekommen.

Doch leider wird man immer wieder aus dem Gefühlsaufbau durch den nächsten Szenenwechsel herausgerissen.  Eine ruhigere, fokussiertere Erzählweise wäre hier angebrachter gewesen und hätte vermutlich tiefere Emotionen angesprochen.

THE WALKING DEAD Season 8 "Nightmare" Promo [HD] Andrew Lincoln, Norman Reedus, Lauren Cohan

The Walking Dead: Showrunner Scott M. Gimple über das Finale von Staffel 8

Staffel 8 von The Walking Dead hat es objektiv betrachtet nicht leicht. Die Quoten für diese Staffel fallen konstant und bewegen sich auf dem Niveau, das die Serie seit Staffel 2 nicht mehr hatte. Und auch inhaltlich kann die Serie nicht so recht überzeugen.

Heute kehrt The Walking Dead bei AMC nun auf die Bildschirme zurück. Hierzu sprach Entertainment Weekly mit Showrunner Scott M. Gimple über das Finale zur Staffel 8.

"Es ist gewaltig. Aktuell wahrscheinlich etwas zu gewaltig. Der Umfang der Dinge, die wir gemacht habe, war ziemlich verblüffend. Und dennoch war die emotionale Intensität unglaublich. Und es stellt die Weichen für die nächste Geschichte. [...] Alles ist sicherlich noch nicht vorbereitet. Aber die Saat für die nächste Wendung in der Geschichte ist gesät. Für andere noch nicht. Andere sind subtiler gesät."

Derzeit stellt sich die Frage, wie sehr die Serie sich an die Comic-Vorlage halten wird. Mit dem Midseason-Finale der aktuellen Staffel wich die Serie deutlich von der Comic-Vorlage ab. Gimple erklärte hierzu:

"Ich denke, dass wir vom emotionalen Aspekt versuchen, dasselbe Gefühl hervorzurufen, welches [Robert Kirkman] im Buch erlangt. [...] Es gibt einige große Änderungen, die den Ausgang bestimmter Aspekte der Geschichte verändern - dabei versuchen wir, den Gefühlen der Geschichte treu zu sein, verändern jedoch große Teile davon. Es spielt sich anders ab."

Am 15. April geht Staffel 8 von The Walking Dead zu Ende. Die Staffel 9 ist bereits bestellt und bringt einige Veränderungen mit sich. Scott M. Gimple wurde zum Chief Content Manager befördert, Angela Kang tritt die Nachfolge als Showrunnner an. Sie gehört seit 2011 zum Autorenteam und seit 2013 zu den Ausführenden Produzenten der Serie. 

The Walking Dead Season 8.2 Episode 9 Trailer (2018) amc series

The Walking Dead: Lauren Cohan wohl doch vor Ausstieg als Hauptdarstellerin

Lauren Cohan steht nun wohl doch vor einem Abschied als Hauptdarstellerin von The Walking Dead. Wie TVLine berichtet, hat die Darstellerin die weibliche Hauptrolle in einer Pilotproduktion des Senders ABC übernommen. Das Projekt Whiskey Cavalier stammt von Bill Lawrence (Scrubs) und wird als Action-Komödie beschrieben.

Die Serie dreht sich um den FBI-Angenten Will Chace, der nach dem emotionalen Ende seiner Beziehung eine neue Partnerin zugeteilt bekommt. Gemeinsam mit der CIA-Agentin Francesca "Frankie" Trowbridge leitet er nun eine gemeinsame Einheit der CIA und des FBI, die sich mit verschiedenen Aufgaben konfrontiert sieht, bei denen nicht selten das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht.

Cohans neues Engagement bedeutet wohl, dass sie ihren Vertrag bei The Walking Dead als Hauptdarstellerin nicht verlängern wird. Dieser war mit dem Abschluss der Dreharbeiten zur 8. Staffel ausgelaufen. Angeblich soll Cohan einer Verlängerung gegenüber nicht abgeneigt gewesen sein, wenn ihr Gehalt dem ihrer männlichen Co-Stars Andrew Lincoln und Normans Reedus angeglichen wird. AMC soll dazu aber wohl nicht bereit gewesen sein.

Allerdings besteht noch immer die Möglichkeit, dass die Darstellerin ihren Vertrag verlängert. Bisher hat ABC lediglich eine Pilotepisode von Whiskey Cavalier bestellt. Es ist noch nicht sicher, dass das Projekt auch tatsächlich in Serie geht. Zudem berichtet Deadline, dass ihr Vertrag bei der ABC-Serie es Cohan ermöglichen soll, bei The Walking Dead als Gastdarstellerin aufzutreten. Dafür müsste sie sich aber erst einmal auf einen neuen Vertrag mit AMC einigen.

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