Captain Marvel

Kritik zu Marvels Phase 3 Teil 2: Doppelte Ladung Avengers, Captain Marvel, Ant-Man & Spider-Man

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Avengers: Infinity War

Nachdem wir vor zwei Wochen bereits einen Blick auf den ersten Abschnitt von Marvels Phase 3 geworfen haben, um herauszufinden, wie gut die insgesamt elf Filme nun wirklich waren, geht es jetzt in die heiße Phase. Mit Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame brachte Marvel eine zehnjährige Geschichte zu ihrem vorläufigen Höhepunkt, und gleichzeitig stellte man auch noch ein paar Rekorde auf. Zudem gab es noch drei weitere Solofilme, die wir auch noch einmal unter die Lupe nehmen. Und natürlich wartet am Schluss das Ranking der gesamten Phase.

Avengers: Infinity War

Ich gebe zu, ich war etwas skeptisch im Vorfeld von Avengers: Infinity War. Zu groß und komplex schien der Plan von Marvel zu sein, um tatsächlich in einem Film zu funktionieren. Allein die Castliste war so umfangreich, dass man sich einfach die Frage stellen musste, wie diese Figuren alle in einem Film untergebracht werden können. Die Russo-Brüder hatten jedoch schon mit Civil War bewiesen, dass sie mit einem großen Ensemble umgehen können und erwiesen sich auch im Falle von Infinity War als die perfekte Wahl für die Regie.

Trotz vieler Handlungsplätze und jeder Menge Figuren funktioniert Infinity War irgendwie und fesselt von der ersten Minute an. Eine wichtige Rolle spielt dabei sicherlich Thanos, der jeglichen bisherigen Marvel-Konventionen trotzt und sich zum besten Bösewicht des MCU aufschwingt. Auch die unterschiedlichen ersten Aufeinandertreffen der verschiedenen Helden sind hervorragend geraten. Lediglich die Charakterisierung von Peter Quill aka Star-Lord gefällt mir in Infinity War rein gar nicht, da er leider jegliche Intelligenz in der Zeit nach Guardians of the Galaxy Vol. 2 verloren zu haben scheint. Das Gesamtbild stört dies aber nur wenig.

Das Ende des Films brachte zudem einen der größten Cliffhanger der letzten Jahre. Klar, als Comicleser konnte man durchaus erahnen, worauf es hinauslaufen würde, vor allem weil ja die Fortsetzung schon für das folgende Jahr angekündigt war. Dem Moment im Kino nahm dies aber nur sehr wenig von seiner Emotionalität.

Ant-Man and the Wasp

Ant-Man ist meiner Meinung nach eine schwer einzuordnende Reihe in Marvels Cinematic Universe. Irgendwie ähneln die Filme für mich einem Cousin, der zwar zu Familienfeiern eingeladen wird, auf den aber nicht so wirklich jemand Lust hat. Vielleicht hängt dies auch mit der Entstehungsgeschichte zusammen. Ursprünglich war Ant-Man das Baby von Regisseur Edgar Wright, der nach mehreren Jahren Arbeit an dem Projekt sich mit Marvel aber nicht auf eine gemeinsame Linie einigen konnte. Ein neues Team übernahm, trotzdem fühlte sich Ant-Man danach an, als wäre der Film vor allem deshalb in die Kinos gekommen, weil man den ganzen bisher betriebenen Aufwand irgendwie rechtfertigen musste.

Der erste Film war dann die Quintessenz dessen, was ich in Teil 1 dieser Kritik als SMU (Standard Marvel Unterhaltung) definiert habe. Ein kurzweiliger Film, den man allerdings auch schnell wieder vergessen hat. Ant-Man and the Wasp bleibt dieser Linie komplett treu. Der Film macht durchaus Spaß und dürfte allen gefallen, die auch den ersten Teil mochten. Wirklich herausragen kann er jedoch nicht. Auch die Tatsache, dass der Kinostart nach Avengers: Infinity War erfolgte, die Handlung aber quasi davor spielte, erscheint mir bis heute keine glückliche Entscheidung.

Zudem muss man noch einmal kritisieren, wie extrem Marvel gute Darsteller in eindimensionalen Schurkenrollen verschwendet. In Ant-Man and the Wasp erwischt es Walton Goggins, der sich nun zu Schauspielern wie Mads Mikkelsen, Michael B. Jordan, Jeff Bridges Christopher Eccleston, Corey Stoll oder Lee Pace gesellt. Hier bleibt wirklich zu hoffen, dass in Phase 4 Besserung einkehrt.

Captain Marvel

Ganze 21 Filme hat das Marvel Cinematic Universe benötigt, um eine weibliche Heldin zur Titelfigur zu machen. Zudem fällt diese Rolle nicht Scarlett Johanssons Black Widow, sondern Brie Larsons Captain Marvel zu. Das Endergebnis ist für mich einer der besseren SMU-Filme. Dies beginnt bereits beim Setting, das mit den 90er-Jahren eine angenehme Abwechslung zum 80er-Hype darstellt, der seit einigen Jahren so allgegenwärtig ist. Zudem funktioniert das Team aus Samuel L. Jackson und Brie Larson für mich extrem gut und brachte einigen Spaß auf die Leinwand.

Ein weiterer positiver Aspekt war die Handlung, die tatsächlich ein paar Überraschungen bot, welche zumindest ich nicht habe kommen sehen. Auch die Tatsache, dass Ben Mendelsohn einmal nicht als langweiliger Bösewicht verheizt wurde, wie so oft in den vergangenen Jahren (Rogue One: A Star Wars Story, Ready Player One, Robin Hood) ist sehr erfrischend. Klar reißt Captain Marvel am Ende keine Bäume aus und wird auch innerhalb des MCU nie zu den Top 5 der besten Filme gehören, Spaß macht er trotzdem.

Mein größter Kritikpunkt ist tatsächlich die Abspannszene, in der Carol in der Gegenwart auf die Avengers trifft. Ich hatte darauf gehofft, dass diese Szene nur einen Appetithappen darstellt. Leider stellte sich dann heraus, dass dies tatsächlich alles war, was der Zuschauer vom ersten Aufeinandertreffen zu sehen bekommt. Hier hätte ich mir deutlich mehr gewünscht, wobei dies genau genommen eher ein Kritikpunkt an Avengers: Endgame ist.

Avengers: Endgame

Ein ganzes Jahr mussten die Fans sich gedulden, bis der Cliffhanger aus Infinity War endlich aufgelöst wurde. In dieser Zeit betrieb Marvel eine sehr extreme Geheimhaltungspolitik, die teilweise aber auch etwas albern war. Allein das Geheimnis um den offiziellen Filmtitel war spätestens nach der Enthüllung kaum die Aufregung wert. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, dass der Film wirklich einige Überraschungen bot, was eben daran lag, dass Marvel zum Glück nicht die Filmhighlights unbedingt in Trailern und Clips spoilern musste.

Endgame begann zunächst einmal etwas zäh für meinen Geschmack, fand sich dann aber und erwies sich als der perfekte Abschluss für die Infinity Saga. Die Idee der Zeitreisen und die Umsetzung sind einfach super gelungen, auch wenn man natürlich die Logik wieder einmal nicht zu genau hinterfragen darf. Abstriche muss der Film allerdings bei Thanos hinnehmen. Endgame fokussiert sich so stark auf die Helden, das für den Gegenspieler kaum wirklich Zeit bleibt. So entwickelt sich Thanos dann leider doch wieder nur zu einer eindimensionalen Bedrohung, die am Ende einfach nur alles Leben auslöschen möchte. Gerade nach der Darstellung in Infinity War ist dies besonders schade.

Die finale Schlacht kann aber auch ein schwacher Thanos nicht negativ beeinflussen. Selbst als jemand, der mittlerweile kaum noch von CGI-Massenschlachten vom Hocker gerissen wird, ist der Endkampf eine der besten Kampfszenen der letzten Jahre, wobei das Highlight natürlich der Portalmoment ist. Für mich ist dies quasi das Marvel-Äquivalent zur Ankunft der Rohirrim vor Minas Tirith. Einfach pure Gänsehaut, die am Ende auch dafür gesorgt hat, dass Endgame in meinem Ranking einen Ticken besser ist als Infinity War.

Spider-Man: Far From Home

Nach dem ganzen Hickhack zwischen Disney und Sony in den vergangenen Wochen kann man fast vergessen, dass Phase 3 des MCU im Juli ja mit dem sehr erfolgreichen Spider-Man: Far from Home geendet ist. Gute Kritiken, eine starkes Einspielergebnis und viele positive Stimmen machten das zweite Soloabenteuer von Spider-Man zu einem Erfolg. Im Gegensatz zu vielen Fans vertrete ich hier aber anscheinend eine eher unpopuläre Meinung. Für mich stellt Far from Home leider einen Rückschritt für Spider-Man da.

Das soll nicht heißen, dass der Film nicht unterhalten kann. Die Darsteller und der Humor sorgen für einen kurzweiligen Trip, bei dem ich aber nie das Gefühl loswerden konnte, dass hier viel mehr drin gewesen wäre. Dies beginnt bereits mit dem Setting. Die Europareise und auch die Art, wie sie aufgebaut ist, fühlt sich extrem gewollt und wie ein Gimmick an. Auch die Actionszenen an sich erzeugen ein ähnliches Gefühl und scheinen nur dazu da zu sein, um CGI-Gekloppe vor eindrucksvollen Kulissen zu zeigen. Dazu kommt der Mysterio-Twist, den jeder Zuschauer, der irgendwie schon einmal von der Comicfigur gehört hat, meilenweit kommen sieht. Vor allem weil Captain Marvel in diesem Jahr bereits gezeigt hat, wie es deutlich besser geht, ist dies enttäuschend.

Mein Hauptproblem ist aber die Entwicklung von Peter Parker, die in dem Film auf der Stelle tritt. Far from Home stellt die zentrale Frage, wer die Nachfolge von Tony Stark antritt und ob Peter Parker dafür bereit ist. Am Ende des Films gibt es dazu aber keine wirkliche Antwort. Klar, Peter stoppt Mysterio, kehrt dann aber nach New York zurück und schwingt weiter als Spider-Man durch die Stadt. Das hat er aber auch schon am Anfang des Films gemacht. Einziger Unterschied ist, dass er nun eine Freundin hat. Auf die Frage, ob Peter in die Fußstapfen von Tony tritt, gibt es eigentlich nur die Antwort "Schauen wir mal", und das ist mir nach 130 Minuten etwas wenig. Allerdings weiß zumindest die Abspannszene noch einmal zu überraschen und macht Lust auf mehr. Hoffentlich orientiert sich Teil 3 dann wieder etwas stärker am ersten Film.

Damit wären wir am Ende unserer Betrachtung von Phase 3 des MCU angekommen, sodass nun eigentlich nur noch das Ranking offen ist. Natürlich ist dies nur eine persönliche Meinung, schreibt gern eure eigene Rangliste in die Kommentare.

  1. Captain America: Civil War
  2. Avengers: Endgame
  3. Avengers: Infinity War
  4. Guardians of the Galaxy Vol. 2
  5. Spider-Man: Homecoming
  6. Captain Marvel
  7. Ant-Man and the Wasp
  8. Spider-Man: Far From Home
  9. Thor: Tag der Entscheidung
  10. Doctor Strange
  11. Black Panther

Einspielergebnis: Shazam startet mit 158 Millionen Dollar

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Shazam!

Die DC Comicverfilmung Shazam! ist am vergangenen Wochenende weltweit mit rund 158 Millionen Dollar gestartet. Knapp 53,4 Millionen Dollar stammen dabei aus den USA, wo sich der Film damit an die Spitze der Kinocharts setzen konnte. Dabei ließ Shazam! auch gleich Friedhof der Kuscheltiere hinter sich. Die Neuverfilmung des Romans von Stephen King spielte zum Auftakt in den Vereinigten Staaten 25 Millionen Dollar ein, weltweit steht das Einspielergebnis nach dem ersten Wochenende bei 42,3 Millionen Dollar.

Auf Platz 3 folgt in den USA die Disney-Verfilmung von Dumbo. An seinem zweiten Wochenende kam der Film auf ein Einspielergebnis von rund 18 Millionen. Weltweit verbesserte Dumbo sein Einspielergebnis auf 213 Millionen Dollar. Auch der Horrorfilm Wir hat mittlerweile die Marke von 200 Millionen Dollar weltweit übersprungen. Nach dem Wochenende stehen 216 Millionen Dollar auf der Einnahmenseite. In den US-Charts gab es für 13,8 Millionen Dollar Platz 4.

Abgerundet werden die amerikanischen Top 5 durch Captain Marvel. Die Comicverfilmung spielte noch einmal 12,6 Millionen Dollar ein. Weltweit konnte Captain Marvel zudem nun die Marke von 1 Milliarde Dollar knacken. Mit 1,037 Milliarden Dollar ist Captain Marvel der siebte Film des MCU, dem dieses Kunststück gelungen ist.

In Deutschland regiert wieder einmal eine französische Komödie die Kinostarts. Monsieur Claude 2 setzte sich in seiner ersten Woche gegen Shazam! und Friedhof der Kuscheltiere durch und sicherte sich Platz 1. Rund 180.000 Besucher bedeuten ein Einspielergebnis von 1,5 Millionen Euro.

Dahinter folgen Shazam! und Friedhof der Kuscheltiere. Die DC-Comicverfilmung kommt auf 120.000 Besucher und 1,25 Millionen Euro, während der Horrorfilm in Deutschland 135.000 Zuschauer anlocken konnte, aber mit 1,2 Millionen Euro etwas weniger einspielte. Komplettiert werden die Top 5 von Captain Marvel (90.000 Besucher und 910.000 Euro) und Dumbo (105.000 Besucher und 830.000 Euro).

Einspielergebnis: Captain Marvel kratzt an der Milliarde, Dumbo unter den Erwartungen

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Dumbo

In der vergangenen Woche brachte Disney mit Dumbo die nächste Adaption eines seiner Zeichentrickklassikers in die Kinos. Der Film von Regisseur Tim Burton konnte sich in den USA direkt an die Spitze der Kinocharts setzen und verdrängte damit den Horrorfilm Wir. Insgesamt spielte Dumbo am ersten Wochenende in den USA 45 Millionen Dollar ein. Weltweit steht das Einspielergebnis bei 116 Millionen Dollar. Der große Kinokracher ist der Film damit allerdings nicht.

Platz 2 ging an den schon erwähnten Horrorfilm Wir. Am zweiten Wochenende konnten in den Vereinigten Staaten noch einmal 33 Millionen Dollar eingespielt werden. Auch weltweit läuft es für den Film nicht schlecht. Hier steht das Einspielergebnis bei 174 Millionen Dollar.

Währenddessen kratzt die Comicverfilmung Captain Marvel an der Milliardenmarke und dürfte sie in dieser Woche wohl auch überspringen. Mit rund 20 Millionen Dollar reichte es in den USA zwar nur noch zu Platz 3 in den Charts, die mittlerweile weltweit eingespielten 990 Millionen Dollar dürften die Verantwortlichen von Disney und Marvel aber mehr als versöhnlich stimmen.

Auch in Deutschland läuft es weiterhin sehr gut für Captain Marvel. Mit 140.000 verkauften Tickets und 1,5 Millionen Euro setzte sich der Film zumindest in Hinblick auf die Einnahmen erneut an die Chartspitze. Insgesamt konnte die Comicverfilmung bereits mehr als 1,7 Millionen Menschen in die Kinos locken.

Nach Besucherzahlen steht dagegen Dumbo auf Platz 1 in den Charts. Die 155.000 Besuchern und das Einspielergebnis von 1,3 Millionen Euro dürfte aber wohl etwas unter den Erwartungen von Disney liegen. Komplettiert werden die Top 3 durch Wir mit 110.000 Zuschauern und 1 Million Euro. Dahinter folgt Die Goldfische mit 100.000 Besuchern und 830.000 Euro. Den 5. Platz sicherte sich der Konzertfilm Weil du nur einmal lebst - Die Toten Hosen auf Tour mit 70.000 Zuschauern und 750.000 Euro.

Einspielergebnis: Captain Marvel peilt die Milliarde an, starker Start für Wir

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Mit Wir ist Jordan Peele der nächste Erfolg an den Kinokassen gelungen. Der zweite Film des Regisseurs startete in den USA sogar noch besser als dessen Debüt Get out und konnte am ersten Wochenende rund 70 Millionen Dollar einspielen. Damit setzte sich der Horrorfilm problemlos an die Spitze der amerikanischen Kinocharts. Get Out war vor zwei Jahren noch mit 33,3 Millionen Dollar gestartet.

Hinter Wir folgt in den USA Captain Marvel, der sich mittlerweile in seiner dritten Woche befindet. Noch einmal 35 Millionen bedeuteten Platz 2. Insgesamt kommt die Comicverfilmung in den Staaten nun auf ein Einspielergebnis 321 Millionen Dollar. Weltweit steht die Summe bei 910 Millionen Dollar, sodass Captain Marvel nun so langsam die Milliardenmarke anpeilt.

Komplettiert werden die Top 5 von Wonder Park (9 Millionen Dollar), Five Feet Apart (8,75 Millionen Dollar) und Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (6,5 Millionen Dollar).

In Deutschland lief am vergangenen Wochenende ebenfalls Wir an, für Platz 1 in den Charts reichte es aber nicht. Diesen sicherte sich erneut Captain Marvel mit 210.000 Besuchern und 2,3 Millionen Euro. Damit übersprang die Comicverfilmung auch gleichzeitig die Marke von 1,5 Millionen Besucher.

Auf Platz 2 folgte Wir mit 135.000 Besuchern und 1,2 Millionen Euro. Damit lief es für Jordan Peele hierzulande allerdings etwas schlechter als bei Get Out. Der Debütfilm des Regisseurs war vor zwei Jahren mit 155.000 verkauften Tickets gestartet.

Auf den weiteren Plätzen der Top 5 in Deutschland folgen Die Goldfische (120.000 Besuchern und 1,05 Millionen Euro), Green Book (60.000 Besucher und 540.000 Euro) und Oscar-Gewinner Free Solo (52.000 Besucher und 500.000 Euro).

Einspielergebnis: Captain Marvel weiter an der Spitze der Kinocharts

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Captain Marvel

Captain Marvel steht auch in der zweiten Woche nach ihrem Kinostart an der Spitze der weltweiten Kinocharts. In den USA spielte der Film an seinem zweiten Wochenende 69,3 Millionen Dollar ein und konnte sich damit ohne Probleme vor den beiden Neustarts Wonder Park (16 Millionen Dollar) und Five Feet Apart (13,1 Millionen Dollar) platzieren. Insgesamt steht die Marvelverfilmung in den Vereinigten Staaten nun bei 266 Millionen Dollar.

Außerhalb der USA läuft es ebenfalls weiterhin richtig gut für Captain Marvel. So konnte der Film weltweit am vergangenen Wochenende weitere 119 Millionen Dollar einspielen. Neben den Vereinigten Staaten ist China der stärkste Markt. Hier steht das Einspielergebnis aktuell bei 132 Millionen Dollar. Das Gesamteinspielergebnis beträgt nun 760 Millionen Dollar. Damit steht Captain Marvel kurz davor, Guardians of the Galaxy zu übertreffen und auf Platz 10 der einspielstärksten Filme des MCU zu springen.

Auch in Deutschland schlägt sich Captain Marvel weiter stark. An seinem zweiten Wochenende wollten noch einmal 400.000 Zuschauer die Comicverfilmung sehen, was ein Einspielergebnis von 4,3 Millionen Euro bedeutet. Gleichzeitig übersprang der Film damit auch gleich die Marke von 1 Million Zuschauer.

Auf den weiteren Plätzen folgten Green Bock (110.000 Zuschauer und 1 Million Euro), Asterix & das Geheimnis des Zaubertranks (125.000 Besucher und 880.000 Euro), Escape Room (90.000 Besucher und 820.000 Euro) und Ostwind – Aris Ankunft (110.000 Besucher und 760.000 Euro).

Einspielergebnis: Captain Marvel startet mit 455 Millionen Dollar

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Captain Marvel

Captain Marvel hat am vergangenen Wochenende einen erfolgreichen Start in den weltweiten Kinos hingelegt. In den USA sicherte sich die Comicverfilmung ohne Probleme Platz 1 in den Kinocharts und spielte zum Auftakt 153 Millionen Dollar ein. Damit gelang Captain Marvel der siebtbeste Start eines Marvel-Films und der drittbeste Märzstart in den USA.

Auch außerhalb der USA lief es für den mittlerweile 21. Film des MCU alles andere als schlecht. Mit 302 Millionen Dollar starteten nur vier Filme bisher besser. Insgesamt kommt Captain Marvel nach dem ersten Wochenende auf 455 Millionen Dollar, was gleichzeitig den sechstbesten Kinostart aller Zeiten bedeutet.

Neben den USA erwies sich auch wieder China als Erfolgsmarkt für Marvel. Fast 90 Millionen Dollar konnte Captain Marvel an den chinesischen Kinokassen einspielen. Nur Avengers: Infinity War und Captain America: Civil War konnten aus dem MCU in China besser starten.

In Deutschland gab es ebenfalls kein Vorbeikommen an Carol Danvers. Hierzulande war die Comicverfilmung der erste Film des Jahres, der am Starttag sechsstellige Besucherzahlen verzeichnen konnte. Insgesamt wollten 640.000 Besucher die Comicverfilmung am ersten Wochenende sehen, was ein Einspielergebnis von rund 7 Millionen Euro und den bisher besten Start des Jahres bedeutet. Auch im Vergleich zur DC-Konkurrenz Wonder Woman sind die Zahlen von Captain Marvel beachtlich. Der erste Solo-Auftritt von Wonder Woman konnte 2017 in Deutschland überhaupt nur rund 780.000 Kinokarten verkaufen.

Captain Marvel: Die Abspannszene erklärt

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Captain Marvel

Ein Marvel-Film kommt nicht ohne eine Abspannszene aus und auch Captain Marvel bildet hier keine Ausnahme. Wie mittlerweile im MCU etabliert, enthält die Comicverfilmung zwei Bonusszenen, wobei eine in der Mitte der Credits und eine ganz am Ende zu sehen ist.

Während die Handlung von Captain Marvel in den 90er Jahren spielt, springt die erste Abspannszene zur aktuellen Handlungsebene. Zu sehen sind Steve Rogers, Natasha Romanoff, James Rhodes und Bruce Banner nach den Geschehnissen in Avengers: Infinity War. Die Gruppe hat den Pager von Nick Fury gefunden, der im Aspann von Infinity War ein Notsignal an Captain Marvel geschickt hat. Nun sind die Helden damit beschäftigt, den Pager zu analysieren, in der Hoffnung, dass er ihnen in irgendeiner Form weiterhelfen kann. Als dem Gerät die Energie ausgeht, steht plötzlich Captain Marvel vor ihnen und verlangt zu wissen, wo Fury ist.

Bei der Szene dürfte es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Ausschnitt handeln, der in dieser oder ähnlicher Form auch in Avengers: Endgame zu sehen ist. Ähnlich war auch die Abspannszene in Doctor Strange, in der es einen Ausschnitt aus Thor: Tag der Entscheidung zu sehen gab, und Ant-Man, wo auf Captain America: Civil War eingestimmt wurde, zu sehen.

In der zweiten Abspannszene am Ende des Films ging es dann wieder zurück in die 90er Jahre. In dem Ausschnitt wird geklärt, wie Fury schließlich in den Besitz des Tesserakt, der einen der Infinity Steine enthält, kommt. Die Katze beziehungsweise der Flerken Goose hatte den Tesserakt an Bord des Raumlabors verschluckt. Im Abspann ist zu sehen, wie Goose den Gegenstand wieder herauswürgt und auf Furys Schreibtisch spuckt. Der S.H.I.E.L.D.-Agent selbst ist dabei nicht präsent, sodass auch seine Reaktion nicht zu sehen ist.

Captain Marvel ist seit dem 7. März in den deutschen Kinos zu sehen. Die Hauptrollen spielen Brie Larson, Samuel L. Jackson, Ben Mendelsohn und Jude Law. Unsere Kritik zum Film gibt es hier.

Kritik zu Captain Marvel: Kree sucht Skrull für 90er-Jahre-Date

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Captain Marvel

Die Kriegerin Vers (Brie Larson) gehört zu den Elitesoldaten der Kree. Sie wurde für den Krieg gegen die Gestaltwandler der Skrulls ausgebildet, der schon viele Jahre lang währt. Auch wenn Vers keine Erinnerungen an ihre Herkunft hat, ist sie den Kree treu ergeben und brennt darauf, endlich auf eine Mission geschickt zu werden.

Ihr Wunsch wird ihr schließlich erfüllt, doch gerät das Team von Vers in einen Hinterhalt der Skrulls. Diese scheinen auf der Suche nach kriegsentscheidenden Informationen zu sein, wobei sie glauben, dass Vers der Schlüssel zu ihrem Sieg ist. Bei ihrer Suche nach Antworten verschlägt es Vers auf den Planeten Erde im Jahr 1995. Hier trifft sie den S.H.I.E.L.D.-Agenten Nick Fury und beginnt, dem Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur zu kommen. Doch die Skrulls geben nicht auf, und schon bald folgt der Krieg zwischen den beiden Alienfraktionen der Kriegerin auf die Erde.

Trägem Beginn folgt spaßige Unterhaltung

Captain Marvel ist der 21. Film des Marvel Cinematic Universe, und mittlerweile dürfte wohl so jeder Zuschauer wissen, was ihn bei einer Marvel-Produktion erwartet. Die klassische Marvel-Formel aus Action, Humor und sympathischen Charakteren ist auch in diesem Kinoabenteuer wieder präsent. Wer damit weiterhin Spaß hat, der wird auch in Captain Marvel voll auf seine Kosten kommen. Allerdings dauert es zunächst etwas, bis die Handlung an Fahrt aufnimmt. Die ersten 20 Minuten können sich durchaus etwas ziehen, da der Film zunächst auf der Heimatwelt der Kree beginnt und viel Exposition betrieben werden muss. Das gelingt den Machern leider nur bedingt spannend. Selbst die erste Actionszene, die durchaus etwas Auflockerung hätte bringen können, findet auf einem eintönigen Planeten statt und besitzt nichts, was groß im Gedächtnis haften bleibt.

Captain Marvel

Nach der Ankunft von Carol Danvers auf der Erde entwickelt sich Captain Marvel dann aber zu einer unterhaltsamen und vor allem spaßigen Angelegenheit. Besonders das Zusammenspiel zwischen Carol Danvers und Nick Fury macht große Freude und erinnert an klassische Buddy-Cop-Komödien. Die Geschichte selbst gewinnt dabei zwar keinen Oscar, weiß aber doch auch zu überraschen und fällt nicht ganz so berechenbar aus, wie man zunächst glauben möchte. Auch war es eine gute Entscheidung Marvels, auf die 80er Nostalgie-Welle zu verzichten und stattdessen den Sprung in die 90er zu wagen. Gerade für die Kinder der 90er gibt es ein paar nette Ideen im Film, ohne dass die Retro-Schiene übertrieben wird.

Die Kree und der Skrull

Eine der Stärken der Marvel Studios war es schon immer, die passenden Darsteller für ihre Helden zu finden. Auch im Falle von Brie Larson bestätigt sich dies wieder. Zwar wirkte die Schauspielerin in den Trailern mitunter etwas steif und blass, im tatsächlichen Film kann davon aber keine Rede mehr sein. Carol Danvers ist starrköpfig und entschlossen, besitzt auch einen Hang dazu, die Personen um sie herum aufzuziehen und scheint zu jedem Spaß bereit. Dies alles formt Brie Larson zu einer interessanten Figur, die sich nahtlos in das Marvel-Helden-Ensemble einfügt.

Ebenfalls erwähnenswert ist Ben Mendelsohn als Talos. Mendelsohn war in den vergangenen Jahren in dem einen oder anderen Blockbuster als Antagonist zu sehen, durfte aber in Filmen wie Rogue One oder Ready Player One meist nur den eindimensionalen Bösewicht spielen. Vor dem Hintergrund, dass Marvel-Filme ohnehin eher selten gute Antagonisten enthalten, sprach vieles für eine weitere langweilige Figur. Das Ergebnis sieht aber zum Glück anders aus. Talos gehört zu den unterhaltsamsten Charakteren im Film und hat sogar einige der besten Lacher auf seiner Seite. Man merkt Mendelsohn an, wie viel Spaß ihm die Sache gemacht hat, es bleibt zu hoffen, dass man ihn nicht zum letzten Mal gesehen hat.

Captain Marvel

Im Gegensatz zu Talos steht allerdings Dr. Wendy Lawson. Die von Annette Bening gespielte Figur wird schon früh im Film als bedeutendste Person im Leben von Vers aka Carol Danvers eingeführt. Leider vergessen die Macher im Anschluss tatsächlich auszuarbeiten, warum das der Fall ist. Dies wirkt wie eine verschenkte Möglichkeit. Und auch Jude Law als Mentor und Trainer von Vers bleibt im Film eher blass und bekommt leider kaum Möglichkeiten, aus seiner Figur etwas zu machen.

Der junge Fury

Neben vielen neuen Gesichtern zeigt Captain Marvel auch ein paar junge Versionen von vertrauten Figuren. An erster Stelle ist hier natürlich Nick Fury zu nennen, der 1995 noch ein kleiner Agent mit zwei funktionierenden Augen ist. Samuel L. Jackson spielt diese Version von Fury gewohnt unterhaltsam und darf endlich auch mal wieder aktiv werden. Dabei muss man erneut den Hut vor den Verjüngerungseffekten ziehen. Diese wurden von Marvel in der Vergangenheit bereits mehrfach in kurzen Szenen eingesetzt. In Captain Marvel müssen sie sich nun über einen gesamten Film bewähren und können absolut überzeugen. Auch Clark Gregg als Phil Coulson erhält eine digitale Verjüngerungskur, allerdings hält sich der Umfang seines Auftritts in Grenzen.

Captain Marvel

Nicht ganz so gut sind dagegen die Actionszenen des Films geraten. Hier bietet Captain Marvel am Ende leider nur Durchschnittsware, von der kaum etwas wirklich Eindruck macht. Ähnlich wie die schon angesprochene erste Kampfszene sind auch die weiteren actionlastigen Momente kaum mehr als Durchschnitt. Potenzial, wie beispielsweise der Kampf mit der Oma in der S-Bahn, wäre durchaus vorhanden gewesen. Leider wird aus der Szene weder viel gemacht, noch kann sie überraschen, da der Trailer hier schon viel vorwegnimmt.

Langfristig gesehen wird sich zudem zeigen, ob Marvel sich mit seiner neuesten Heldin nicht ein unnötiges Problem geschaffen hat. Captain Marvel ist praktisch der Superman des MCU und kommt fast schon zu stark herüber. Wenn man eine Figur hat, die ohne Probleme in den Weltraum fliegt, ganze Raumschiffe zerlegen kann und anscheinend über keine wirklichen Schwachstellen verfügt, dann wird es natürlich schwierig, Geschichten zu erzählen, die eine echte Gefahr für Carol Danvers beinhalten. Wie genau die Autoren die Sache angehen, dürfte sich allerdings schon bald in Avengers: Endgame zeigen.

Captain Marvel

Fazit

Mit Captain Marvel wird das MCU um eine Heldin erweitert, die sich problemlos in das sympathische Ensemble einfügt. Nach eher zähen Anfangsminuten nimmt der Film an Fahrt auf und entwickelt sich zu einem unterhaltsamen Spektakel, das viel Spaß macht. Vor allem die Darsteller können dabei wieder einmal überzeugen und sorgen dafür, dass es definitiv um einen der besseren Marvel-Solofilme handelt. Zu den besten Werken des MCU fehlt am Ende aber doch ein Stückchen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Marvel Studios

CAPTAIN MARVEL – Offizieller Trailer (deutsch/german) | Marvel HD

Captain Marvel: Neues Featurette zum intergalaktischen Krieg veröffentlicht

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Captain Marvel

Zum anstehenden Kinostart von Captain Marvel hat Marvel Studios noch einmal ein neues Featurette veröffentlicht. Dieses stellt den außerirdischen Konflikt in den Mittelpunkt, der letztendlich auf die Erde überschwappt und die Basis für die Handlung des Films bildet. In den deutschen Kinos startet die Comicverfilmung am 7. März.

Captain Marvel erzählt ein Abenteuer aus einer Zeit, bevor die Avengers die Menschen beschützten. In den 90er Jahren gerät die Erde mitten in einen Konflikt zwischen zwei Alienrassen. Im Mittelpunkt steht Captain Marvel, eine Frau, die auf der Seite der außerirdischen Kree kämpft. Als sie auf der Erde eine Bruchlandung hinlegt, beginnt sie sich an Dinge zu erinnern und muss feststellen, dass sie hier einmal ein Leben hatte. Als der Krieg ihr auf die Erde folgt, liegt es an Captain Marvel ihre einstige Heimat zu verteidigen.

Neben Brie Larson und Samuel L. Jackson gehören auch Jude Law, Ben Mendelsohn (Rogue One: A Star Wars Story), Lee Pace (Guardians of the Galaxy), DeWanda Wise (She's Gotta Have It) und Clark Gregg (Agents of S.H.I.E.L.D.) zur Besetzung. Sowohl Jackson als auch Gregg werden für den Film digital verjüngt.

Als Regisseure sind Anna Boden and Ryan Fleck aktiv, am Drehbuch haben neben den beiden Regisseuren auch Meg LeFauve (Inside Out, The Good Dinosaur), Nicole Perlman (First Man, Guardians of the Galaxy), Geneva Robertson-Dworet (Tomb Raider) sowie Liz Flahive & Carly Mensch (Glow) mitgeschrieben.

Marvel Studios’ Captain Marvel | Intergalactic War Featurette

Captain Marvel: Weiterer TV-Trailer veröffentlicht

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Captain Marvel

Marvel Studios hat noch einmal einen neuen TV-Trailer zu Captain Marvel veröffentlicht. Der Kinostart der Comicverfilmung lässt nicht mehr lange auf sich warten. In Deutschland kommt der Film in zwei Wochen, am 7. März in die Kinos.

Captain Marvel erzählt ein Abenteuer aus einer Zeit, bevor die Avengers die Menschen beschützten. In den 90er Jahren gerät die Erde mitten in einen Konflikt zwischen zwei Alienrassen. Im Mittelpunkt steht Captain Marvel, eine Frau, die auf der Seite der außerirdischen Kree kämpft. Als sie auf der Erde eine Bruchlandung hinlegt, beginnt sie sich an Dinge zu erinnern und muss feststellen, dass sie hier einmal ein Leben hatte. Als der Krieg ihr auf die Erde folgt, liegt es an Captain Marvel ihre einstige Heimat zu verteidigen.

Neben Brie Larson und Samuel L. Jackson gehören auch Jude Law, Ben Mendelsohn (Rogue One: A Star Wars Story), Lee Pace (Guardians of the Galaxy), DeWanda Wise (She's Gotta Have It) und Clark Gregg (Agents of S.H.I.E.L.D.) zur Besetzung. Sowohl Jackson als auch Gregg werden für den Film digital verjüngt.

Als Regisseure sind Anna Boden and Ryan Fleck aktiv, am Drehbuch haben neben den beiden Regisseuren auch Meg LeFauve (Inside Out, The Good Dinosaur), Nicole Perlman (First Man, Guardians of the Galaxy), Geneva Robertson-Dworet (Tomb Raider) sowie Liz Flahive & Carly Mensch (Glow) mitgeschrieben.

Marvel Studios' Captain Marvel | "Rise" TV Spot

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