George R. R. Martin

From Software: George R.R. Martin könnte Geschichte für ein neues Spiel schreiben

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George R. R. Martin by ©Susanne Döpke/Future Image

Auf dem offiziellen Blog des Autors George R. R. Martin gibt es interessante Neuigkeiten für alle Spieler und vielleicht im Speziellen für alles Fans der Souls-Reihe. Der Autor schrieb kürzlich, dass er als Berater an einem Videospiel in Japan mitgerarbeitet hätte. In dem Blog-Eintrag äußerte er sich außerdem zur letzten Folge von Game of Thrones

Erste Gerüchte, dass Martin als Autor für ein neues Spiel der Souls-Macher Fromsoftware arbeiten könnte, kamen bereits im März auf. Der YouTuber Spawn Wave veröffentlichte ein entsprechendes Video. Durch seinen Post befeuert Martin nun auch selbst diese Gerüchte. Eine offizielle Bestätigung ist das aber nicht. Auf Anfrage der GameStar bei Publisher Bandai Namco wollte man die Gerüchte nicht kommentieren.

Was allerdings bestätigt wurde, ist, dass From Software an zwei Spielen arbeitet, die noch nicht offiziell vorgestellt wurden. Mehr Infos möchte die amerikanische Website Gematsu haben. Eine anonyme Qulle habe nach Angaben der Redakteure mitgeteilt, dass ein Open-World-Spiel bereits seit drei Jahren in der Entwicklung sei und in Zusammenarbeit mit George R. R. Martin entstünde. Außerdem solle der Titel bereits während der Microsoft-PK auf der E3 fallen. Spätestens dann erhalten die Fans also vielleicht ein paar mehr Informationen. 

Unseen Westeros – eine fantastische Ausstellung

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Unseen Westeros Exhibition Entrance

Bedrohlich türmt sich die Backsteinfassade des Umspannwerks Reinickendorf in den dunklen Winterhimmel. Es herrscht klirrende Kälte und die großen, leeren Betriebshallen der Industriebrache versprechen nur Schutz vor dem Wind und dem Frost, nicht aber vor dem Biss des Wetters. Winter is here, denkt man sich.

Wie gut, dass die Ausstellung Unseen Westeros im Keller des Umspannwerks beginnt, dort, wo es zwar kühl, aber nicht kalt ist. Und dank der warmen Getränke und der Bewegung von Kunstwerk zu Kunstwerk fällt es leicht, den Frost fernzuhalten. Nicht zuletzt wärmen die Vorstellungen von fernen, fantastischen Länder die Gedanken und schließlich – vielleicht – so ein bisschen –  auch die Bilder von feuerspeienden Drachen.

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Unseen Westeros | Exhibition

Unseen Westeros ist eine Ausstellung von mehreren Künstlern, die an den Special Effects der HBO-Serie Game of Thrones mitgearbeitet haben. Allen voran die sogenannten Matte- beziehungsweise Kompositions-Einstellungen gehen auf ihre Arbeit zurück. Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Ansichten von Städten wie King's Landing, Winterfell oder Bravos. Initiiert wurde das Ganze von Sven Sauer, der als Künstler selbst an der Serie mitgewirkt hat und die Künstler, die überwiegend aus Deutschland und Europa kommen, mit ihren Bildern in der Ausstellung versammelt hat.

Nachdem im Dezember ein Kickstarter-Projekt gestartet wurde, um die Vernissage zu finanzieren, fand am Mittwoch, dem 23.01., die offizielle Eröffnung statt. Wir von Robots & Dragons durften als Medienpartner daran teilnehmen und können euch unsere Eindrücke schildern.

Inspiration und Freiheit

Die Idee hinter der Ausstellung ist es, die bisher weniger bekannten Orte aus der Welt, die George R. R. Martin in seiner Buchreihe Das Lied von Eis und Feuer geschaffen hat, lebendig zu machen. Anstoß dazu gab der bereits 2014 erschienene Band Westeros – Die Welt von Eis und Feuer, den Autor Martin zusammen mit Elio M. García und Linda Antonsson geschrieben hat, wie Sven Sauer erzählt. Das dazugehörige Audiobuch hat Sven während der Arbeit an den Kompositionsbildern für die Fernsehserie Game of Thrones gehört. Die beschriebenen Orte auf Westeros, Essos und Sothoryos haben ihm viele Inspirationen geliefert. Denn obwohl der Serienproduzent HBO den Künstlern bei der Gestaltung viel Freiheit ließ, "irgendwann entsteht eine Korsage, durch die Sachen, die man selbst erschaffen hat", so Sven. „Da kam ab Staffel 6 wenig Neues dazu und da war das Buch die Möglichkeit, etwas völlig Neues zu machen. Und das ist für die Artists die Gelegenheit, etwas Neues zu erschaffen“, berichtet er weiter. Rund 45 seiner Kollegen hat er gefragt, 40 haben zugesagt, der Rest war zu beschäftigt.

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Unseen Westeros | Exhibition

Herausgekommen sind dabei rund siebzig großformatige Werke von Orten und Ansichten, die im erwähnten Westeros – Die Welt von Eis und Feuer und den anderen Büchern des Fantasy-Zyklus beschrieben werden. Die Ausstellung ist dabei lose nach Kontinenten gegliedert: Sie beginnt im Keller des Umspannwerks mit Essos, inklusive einiger Eindrücke des Auszugs der Ersten Menschen. Dort findet man auch die exotischeren Landschaften, wie die Pagoden von Yi Ti, der Archipel der tausend Inseln sowie die dschungelüberwucherten Ruinen von Valyria. Vorbei an einer kleinen Bar mit Essen und Trinken geht es weiter in den nächsten beiden Stockwerken, deren leere Maschinenhallen die Bilder in den Fokus nehmen. Der erste Stock präsentiert hauptsächlich Westeros, auf dem sich der Großteil der Handlung der Bücher abspielt, der zweite Stock ist dem südlichen, kaum erforschten Kontinent Sothoryos gewidmet.

Irgendwie Fantasy, aber dann doch nicht

Man könnte sich fragen, warum ausgerechnet dieser Ort für Unseen Westeros von – im Grunde genommen – Fantasy-Bildern gewählt wurde. Aber der Gedanke dahinter wird klar, wenn man durch die Hallen schreitet. Denn die fantastischen Orte wirken ähnlich entrückt wie das stillgelegte Kraftwerk und die Gänge im Keller erinnern ein wenig an die Ursprünge vieler Fantasy-Klischees: Das Streifen von kleinen und größeren Heldengruppen durch Keller und Verließe, auf der Suche nach Monstern und ihren Schätzen, halb hoffend, halb fürchtend, am Ende doch noch einem Drachen zu begegnen. Klassisches Dungeons & Dragons, also.

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Unseen Westeros | Exhibition

Von diesen typischen Ideen zehrt auch die Welt von Das Lied von Eis und Feuer, kehrt sie aber teilweise um. "Magie hat einen hohen Preis, man weiß nie, woran man ist", sagt Sven über die Darstellung von Magie in den Büchern von George R. R. Martin. Das macht die Welt seiner Reihe vielleicht glaubwürdiger und deshalb attraktiv für viele Leserinnen und Leser. Diese Glaubwürdigkeit zu vermitteln, ist auch Aufgabe der Künstler und die Herausforderung beim Entwerfen der Bilder und Konzeptionen. Das unterscheidet die ausgestellten Motive von beispielsweise Fanart. "Damit hat man nicht so viele Ausreißer", sagt Sven, "es ist ja nicht Fanart, sondern diese Bilder wurden von professionellen Artist nur für die Ausstellung entwickelt. Die Artists arbeiten teilweise wie ich seit der zweiten Staffel der Serie zusammen, das garantiert eine gewisse Qualität. Die wissen, was in die Welt passt und was nicht". Das spiegelt sich auch in den ausgestellten Kunstwerken, die trotz unterschiedlicher Künstler eine dichte Atmosphäre erzeugen.

Dabei war es nicht einfach, so viele Aussteller unter einen Hut zu bringen. Über drei Jahre hat es gedauert, erinnert sich Sven. Denn die Bilder sind zum größten Teil in der Freizeit der Künstler entstanden, was bei den Arbeitszeiten von 12 oder 14 Stunden in der Filmbranche manchmal schwierig ist. "Im Durchschnitt sitzt man an einem Bild rund zehn Tage, je nachdem, wie groß die Detaildichte ist", schätzt er. Daher möchte er die Bilder auch nicht einfach "einlagern", sondern steht bereits in Verhandlungen mit Ausstellungsorten in Düsseldorf oder Rust. Gerne würde er auch mit den Kunstwerken durch Europa touren, besonders Irland und Island wären interessante Länder – denn dort wurden große Teile der Serie gedreht.

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Unseen Westeros | Exhibition

Lizenzen und ihre Konsequenzen

Dabei soll der Eintritt immer frei bleiben. "Den Tipp hat uns George gegeben", merkt Sven an. Denn Eintritt zu nehmen hätte zu zahlreichen Lizenzfragen mit dem Buchverlag (der die Lizenzen für die Bücher hat) und dem Sender HBO geführt (der die Lizenz für die Serie verwaltet), was Sven und sein Team durch diesen Kniff umgehen. Stattdessen finanziert sich Unseen Westeros einerseits über Spenden, andererseits auch über den Verkauf der Artprints. Das sind gedruckte Versionen der Bilder, limitiert auf 250 Stück pro Bild und von den Künstlern handsigniert. Die gibt es im Rahmen der Ausstellung für den vergleichsweise niedrigen Preis von 15 Euro zu kaufen.

Um das große Interesse an der Ausstellung zu organisieren, müssen sich Besucher auf der Webseite für einen Timeslot anmelden. Viel Platz ist allerdings nicht mehr: "Der Samstag ist komplett ausgebucht, Sonntag haben wir noch etwas frei, alleine an den beiden Tagen haben wir insgesamt 4 500 Leute hier", sagt Sven. Mit dem Erfolg von Unseen Westeros erhöhen sich aber die Chancen, zu einem späteren Zeitpunkt und vielleicht an einem anderen Ort nochmals in die Welt von Das Lied von Eis und Feuer abzutauchen. Denn auch wenn der Winter eingezogen ist: Der Sommer kommt wieder.

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Unseen Westeros | Exhibition

George R.R. Martin über den Einfluss von J.R.R. Tolkien & Der Herr der Ringe

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Gandalf in den Minen von Moria

George R.R. Martin ist für einige Dinge bekannt. So warten Fans seiner Reihe Das Lied von Eis und Feuer schon länger darauf, dass es neuen Lesestoff des Autors gibt. Vor allem ist Martin aber dafür bekannt, dass scheinbar keine Figur aus einem Epos davor gefeit ist, nicht plötzlich über die Klinge zu gehen.

Im Gespräch mit The Great American Read verriet der Autor nun, wie sehr J.R.R. Tolkiens Werk Der Herr der Ringe ihn beeinflusst und inspiriert hat. Martin stammt aus einfachen Verhältnissen, in denen Urlaubsreisen nicht möglich waren, und so entdeckte er Bücher für sich.

Während der Junior High School versuchte er sich an Der Herr der Ringe, hatte mit der Geschichte anfangs aber erst seine Probleme:

“Es fängt mit so einer Art Dissertation über Pfeifenkraut an und dann ist da diese Geburtstagsfeier. Und ich dachte mir: Wo sind die Riesenschlagen? Wo sind die spärlich gekleideten Frauen? Hier gibts keine Schwertkämpfe, was ist los?”

Dann nahm die Handlung für ihn aber deutlich an Fahrt auf:

“Bruchtal. Die Schwarzen Reiter. Als ich bei den Minen von Moria angelangt war, hatte ich entschieden, dass es das beste Buch war, das ich je gelesen hatte.”

Vor allem beeindruckte Martin, dass Tolkien so schrieb, als würde er historische Schriften anlegen - mit kompletten Geschichten in einer Fußnote. Einen Schlüsselmoment in Die Gefährten wird er zudem nie vergessen, da sie einen entscheidenen Einfluss auf seine Arbeit hatte:

“Und dann stirbt Gandalf! Ich kann nicht erklären, was für eine Auswirkung auf mich hatte, als ich 13 Jahre alt war. Man kann Gandalf nicht töten. Ich meine, Conan ist auch nicht in den Conan-Büchern gestorben, oder? Tolkien hat diese Regel gebrochen, und dafür werde ich ihn für immer lieben. Sobald man Gandalf tötet, ist die Spannung für alles, was folgt, tausend Mal höher, denn jetzt könnte jeder streben. Selbstverständlich hatte das tiefe Auswirkungen auf meine eigene Bereitschaft, Figuren im Handumdrehen zu töten.”

THE GREAT AMERICAN READ | George R. R. Martin Discusses "The Lord of the Rings" | PBS

The Ice Dragon: Geschichte von George R.R. Martin wird Animationsfilm

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George R. R. Martin by ©Susanne Döpke/Future Image

Die Warner Animations Group hat sich die Rechte an The Ice Dragon gesichert. Geplant ist eine Umsetzung des Romans von George R.R. Martin als Animationsfilm.

Die Geschichte wurde erstmals im Jahr 1980 veröffentlicht und erschien erneut als Kinderbuch umgearbeitet im Oktober 2007. Im Zentrum steht die junge Adara, die eine besondere Verbindung zu dem gefürchteten mythischen Eisdrachen hat. Als eine andere Sorte Drachen auftaucht und ihre Welt zerstörren will, liegt die ganze Hoffnung auf Adara und ihrem Eisdrachen.

Martin wird nicht langweilig. Auch wenn viele auf die abschließenden Bände seiner Eis-und-Feuer-Reihe warten, gibt es zahlreiche Nebenprojekte. So will Martin auch bei The Ice Dragon aktiv beteiligt sein. Mindestens als Produzent, eventuell aber sogar am Drehbuch mitarbeiten.

Im Herbst startet die Serie Nightflyers, eine Zusammenarbeit von Syfy und Netflix, die auf einer Sci-Fi-Kurzgeschichte von Martin basiert.

George R. R. Martins Nightflyers: Syfy ordert Pilotfilm

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George R. R. Martin by ©Susanne Döpke/Future Image

Sein Name zieht: Durch den Erfolg von Game of Thrones bekommt George R. R. Martins ausuferndes literarisches Werk neue Aufmerksamkeit. So soll die von einem Autorenkollektiv um Martin geschriebene Buchreihe Wild Cards in eine TV-Serie umgewandelt werden. Von den kommenden Game Of Thrones Spin Offs ganz zu schweigen.

Syfy hat nun einen Pilotfilm in Auftrag gegeben, der eine weitere Geschichte von Martin ins Fernsehen bringen soll: Nightflyers ist der Titel einer Novelle, die erstmals 1981 in ihrer langen Form veröffentlicht und bereits 1987 verfilmt wurde. In der Geschichte geht es um die Crew der Nightflyer, mit ihren acht waghalsigen Wissenschaftlern, einem Telepathen und einem zurückgezogen lebenden Kapitän. Es kommt zum Streit, nachdem Gewalt auf dem Schiff ausbricht und die Besatzung anfängt, sich gegenseitig zu misstrauen.

Die Pläne, die Serie zu machen, gibt es schon seit Mai, der Pilotfilm ist der nächste Schritt in der Realisierung des Vorhabens. Je nach Erfolg des Films wird sich Syfy dazu entscheiden, eine Serie in Auftrag zu geben oder nicht.

George R. R. Martin spricht über weitere Pläne

Bei einer Buchmesse in der mexikanischen Stadt Guadalajara hat sich Autor George R. R. Martin eine ganze Stunde lang den Fragen seiner Fans gestellt. Dabei hat der Schöpfer der Game-of-Thrones-Reihe einige interessante Dinge darüber verlauten lassen, was er zukünftig plant.

Der 68-Jährige denkt nicht an Ruhestand, sondern spricht nach dem großen Erfolg seiner Saga im TV bereits mit dem Sender HBO über eine weitere Serie. Außerdem will er nicht daran denken, eine andere Welt als Westeros und Co. zu schaffen, so lange er mit "Das Lied von Eis und Feuer" nicht fertig ist. Doch auch diese Planungen sind langfristiger.

„Ich habe noch zwei Bücher zu schreiben: Winds of Winter und Dream of Spring. [...] Außerdem habe ich einen Vertrag unterschrieben, nachdem ich die Geschichte der Targaryen Dynastie beenden soll.

Die Historie der Targaryen-Dynastie soll auf seinem Buch "The World of Ice & Fire: the Untold History of Westeros and the Game of Thrones" beruhen. Der Grund: Er hat noch, wie er in Guadelajara sagte, sehr viel Material über die Targaryens übrigbehalten, das er nicht im besagten Buch verwenden konnte.

All diese Pläne hegt Martin, obwohl Fans bereits seit fünf Jahren auf Winds of Winter warten und zuvor sechs Jahre vergingen, bis mit Feast for Crows der vierte Band der 1996 erstmals erschienenen Reihe herauskam. Angesichts von Martins Alter wird manchem Fan bereits Angst und Bange, auch wenn der Autor inzwischen verlauten ließ, dass die Macher der Fernsehserie das von ihm beabsichtigte Serienende kennen.

Zum Ausgang der Reihe sagte er, dass er im Moment einige sehr finstere Kapitel schreibe.

Ich sage euch seit 20 Jahren, dass der Winter naht. Und Winter ist die Zeit zum Sterbern, wisst ihr, Kälte und Eis und Dunkelheit erfüllen die Welt. Also wird das nicht das glückliche, positive Buch, dass sich die Leute vielleicht erhoffen. Einige Charaktere landen an sehr düsteren Orten.

Wer Lust hat, sich das gesamte Panel anzuschauen, sollte sich etwas Zeit nehmen: Das Video ist etwa eine Stunde lang und die Tonqualität an manchen Stellen nicht die Beste.

JUEGOS DE TRONOS de George R.R Martin en la FIL de Guadalajara 2016

George R. R. Martin: TV-Serie zur Science-Fiction-Buchreihe Wild Cards in Planung

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George R. R. Martin by ©Susanne Döpke/Future Image

Wie George R. R. Martin über sein Livejournal Not A Blog bekannt gab, wird Game of Thrones wohl nicht die einzige seiner Geschichten in der TV-Landschaft bleiben. Universal Cable Production (UCP) hat die Rechte an der Anthologie-Buchreihe Wild Cards erworben und will zeitnah mit der Produktion einer TV-Serie beginnen. Martin ist einer der Haupt-Herausgeber der Buchserie, die von ihm und weiteren Autoren im Jahr 1986 in New Mexico ins Leben gerufen wurde.

Bislang sind 21 Bände erschienen, die alle ein gemeinsames fiktives Universum als Basis haben. Überwiegend sind es unabhängige Kurzgeschichten, es gibt aber auch sogenannte "Mosaikromane", in denen eine zusammengehörige Handlung aus Sicht diverser Charaktere von mehreren Autoren geschrieben wird.

Ausgangspunkt ist das New York einer alternativen Realität des Jahres 1946. Außerirdische vom Planeten Takis haben ein DNA-überschreibendes Virus als biologische Waffe entwickelt, die sie an Menschen testen wollen, da diese den Takisianern recht ähnlich sind. Einer der Außerirdischen will diese Versuche an Menschen verhindern, scheitert aber und bringt durch sein Einschreiten das Raumschiff zum Absturz.

Das Virus verteilt sich unkontrolliert auf der Erde. Wegen der unterschiedlichen Auswirkung wird es "Wild Card Virus" genannt: 90% der Befallenen stirbt, 9% überleben mit entstellenden Mutationen (die "Joker") und etwa einem Prozent, den "Aces", verleiht das Virus - mal mehr, mal weniger - nützliche Superkräfte. Die Geschichten erzählen hauptsächlich von Überlebenden und den Außerirdischen in New York, aber auch wie der Vorfall die Weltgeschichte verändert hat.

Angefangen hat es als lange Kampagne des Rollenspiels Superworld. George R. R. Martin leitete die Runde, bestehend aus den Autoren Gail Gerstner-Miller, Victor Milan, John J. Miller, Melinda Snodgras und Walter Jon Williams, als Meister. Es wurde so viel Energie in das Spiel gesteckt, dass Martin und Snodgras daraus den Rahmen für die gemeinsame Anthologieserie entwickelten. Später kamen u.a. noch Roger Zelazny, Lewis Shiner, Pat Cadigan, Howard Waldrop, Edward Bryant und Stephen Leigh hinzu.

Neil Gaiman schlug 1987 eine Geschichte über einen Charakter vor, der in einer Traumwelt lebt. Martin wies jedoch mangels nachgewiesener Erfahrung des Autors ab. Gaiman veröffentlichte sie dennoch - es wurde die Basis seiner erfolgreichen Comic-Serie Sandman.

Wann und wo in welcher Form Wild Cards von UCP als Serie umgesetzt wird, ist noch nicht bekannt.

Game of Thrones: George R. R. Martin veröffentlicht einen neuen Auszug aus The Winds of Winter

Schon länger nicht legt sich George R.R. Martin definitiv fest, wann Fans von Das Lied von Eis und Feuer mit der Veröffentlichung von The Winds of Winter rechnen können. Anfragen hierzu kommentiert er in der Regel mit "Es ist fertig, wenn es fertig ist". 

Deswegen dürfte es seine Leser umso mehr freuen, dass er heute einen exklusiven Auszug aus dem bevorstehenden Band veröffentlicht hat. Der Ausschnitt wird aus der Perspektive von Arianne Martell erzählt, einem Charakter, der in der TV-Serie gar nicht auftaucht. Arianne ist eine Prinzessin aus dem Hause Martell auf der Halbinsel Dorne. Als älteste Tochter des Fürstenpaares ist sie die künftige Erbin von Sonnspeer. 

Auf seinem Blog äußerte sich Martin wie folgt zur Veröffentlichung des Auszugs:

"Und... da ich weiß, wie viel rumgezickt wird, wenn ich etwas Neues zu Wild Cards veröffentliche, ohne etwas zu Das Lied von Eis und Feuer zu veröffentlicht... haben wir den Auszug zu The Winds of Winter auf meiner Seite geändert. Das Alayne-Kapitel, das dort im letzten Jahr zu lesen war, wurde ersetzt durch eins mit Arianne Martell (Einige von euch haben mich dies vielleicht auf Conventions lesen hören).

Ihr möchtet wissen, was den Sandschlagen, Prinz Doran, Areo Hotah, Ellaria Sand, Dunkelstern und dem Rest in The Winds of Winter bevorsteht? Einiges. Der Auszug wird euch einen Eindruck vermitteln. Auf den Rest müsst ihr warten.

Und nein - um schwachsinnige Gerüchte im Keim zu ersticken - der Wechsel des Kapitel bedeutet nicht, dass ich fertig bin. Seht ihr das Icon da oben? Der Affe hockt immer noch auf meinem Rücken [Anm: Bezug darauf, dass er Ballast mit sich herumschleppt]... aber er wächst, das tut er, und eines Tages..."

Diana Gabaldon vergleicht ihre und George R. R. Martins Arbeitsweise

Vor kurzem hatte George R. R. Martin bekannt gegeben, dass Winds of Winter nicht vor dem neuen Staffelstart von Game of Thrones im April veröffentlicht werden kann. Hierzu hätte er das Manuskript vor dem 31. Dezember beenden müssen, was ihm nicht gelungen ist.

Dazu äußerte sich nun Diana Gabaldon, die Autorin der Outlander-Reihe, als sie gefragt wurde, ob die Gefahr besteht, dass die Serie ihre Bücher irgendwann überholen könnte:

Im Gegensatz zu George schreibe ich, ganz gleich, wo ich bin oder was ich gerade mache. Er gibt selbst zu, dass er nicht gerne auf Reisen schreibt, das ist nun einmal seine Arbeitsweise. Jeder hat seine eigenen Schreibmechanismen. Als ich mit dem Schreiben anfing, hatte ich zwei Vollzeit-Jobs und drei kleine Kinder. Ich schrieb in jeder freien Minute, die ich hatte. Ich habe lediglich diese Arbeit sozusagen ethisch gehalten. Ich habe ein paar Stunden während der Nacht, auf die ich zählen kann, wenn alles ruhig ist. Das ist meine hauptsächliche Schreib-Zeit. Tagsüber schreibe ich in Intervallen. Ich schreibe, wenn ich reise und so weiter.

Sie könne außerdem Martin verstehen, der mittlerweile unter Druck seitens der Verleger stehen müsste:

Sie rufen mich an, wenn das Buch kurz vor Fertigstellung sein sollte und sagen "Wie weit bist du? Kannst du schon was absehen?". Ich antworte dann "Ich könnte einen ungefähren Termin nennen, aber ich könnte falsch damit liegen." Es dauert immer länger als ich denke. Dann erfährst du als nächstes, dass es auf Amazon einen Veröffentlichungstermin gibt; ich teile dem Verlag dann mit, dass ich ihnen den Termin nicht mitgeteilt habe. Und sie antworten "Nun ja, aber wir wollten es auf dieses Jahr einschränken." Ich antworte "Großartig, dann könnt ihr den Leuten erklären, warum es nicht an diesem Tag erscheint." Das machen wir dasselbe nochmal ein paar Monate später. Schließlich treffen wir uns bei meiner Deadline - was bedeutet, dass das Buch so stark zu mir spricht, dass ich nichts anderes mache. Es ist so, als hinge ich an einer Steckdose, so fließt es aus mir heraus. Zum Glück dauert das nur ungefähr zwei oder drei Monate. Sonst würde ich draufgehen.

Einen kleinen Trost für die Fans hatte sie abschließend auch noch:

Ich weiß, dass es vom Manuskript bis zum Verkaufsregal nur fünf Wochen dauern kann.

Lesung von George R. R. Martin nicht im Livestream

UPDATE

George RR Martin wäre gern Hochzeitsplaner

Autor George R. R. Martin ist am Sonntag in einer Lesung beim Harbour Front Literaturfestival in Hamburg zu Gast. Bei der öffentlichen Lesung spricht er mit dem Literaturkritiker Dennis Scheck über seine Romane und wird auch aus einem bislang unveröffentlichten Manuskript lesen.

NDR.de überträgt die gesamte Veranstaltung ab 19 Uhr live aus dem Congress Center Hamburg (CCH) auf der Seite www.ndr.de/kultur. Ab Montag, 22. Juni, 22.30 Uhr, ist sie dort als Video abrufbar.

Die zunächst vom NDR angekündigte Übertragung via Livestram wurde auf Betreiben des PEnhaligon Verlags abgesagt, schreibt der NDR in einer Pressemeldung. Der Sender hat zu der Veranstaltung Informationen und ein Interview mit dem Autor aus dem Jahr 2012 ist auf seiner Webseite zusammengestellt.

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