Gotham

Jessica Jones, Santa Clarita Diet, Marvel's The Avengers - Die März-Highlights bei Netflix

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Jessica Jones Staffel 2

Netflix hält für seine Zuschauer im März einiges parat. Wir haben die Highlights des kommenden Monats für euch zusammengestellt.

Pünktlich zum Weltfrauentag am 8. März startet die Staffel 2 von Jessica Jones. Jessica ringt immer noch mit den Dämonen ihrer Vergangenheit. Während der Suche nach dem Ursprung ihrer Kräfte muss sie sich zudem mit einem mysteriösen Mörder auseinandersetzen. 

Auch mit Santa Claria Diet geht es am 23. März weiter. Die neuen Folgen knüpfen direkt an Staffel 1 ein. Sheila und Joel versuchen, sich an Sheilas Untoten-Dasein anzupassen; ebenso versuchen sie aber, weiterhin den Schein der geordneten Vorortlebens aufrecht zu erhalten und nicht als Monster dazustehen.

Die Verschwörung in Designated Survivor ist beängstigender denn je. Ein hitzköpfiger Anwalt stößt zu Präsident Kirkmans Belegschaft. Agent Wells tut sich derweil mit einem britischen Spion zusammen. Staffel 2 startet am 1. März, die neuen Folgen erscheinen wöchentlich.

Ebenfalls ab 1. März ist Staffel 3 von Gotham bei Netflix verfügbar. 

Wer sich vor dem Kino-Start von Avengers: Infinity War am 26. April etwas auf Stand bringen möchte, hat ab dem 1. März ausreichend Gelegenheit: Marvel's The Avengers, Guardians of the Galaxy, The Return of the First Avenger sowie Thor: The Dark Kingdom stoßen ergänzend zu Iron Man, Iron Man 2, Iron Man 3 und Captain America: Civil War zu Netflix hinzu.

Natalie Portman ist in gleich zwei Filmen zu sehen. Am 12. März startet Annihilation unter dem deutschen Titel Auslöschung. In den Film geht es um eine Expedition von fünf Frauen, die eine geheimnisvolle Zone an der amerikanischen Küste erkunden sollen. Zuvor ist Black Swan ab 1. März auf Netflix verfügbar.

Letztendlich kommen auch Anime-Fans nicht zu kurz. Gleich drei Serien starten im März. Den Anfang macht am 2. März B: The Beginning. Die Serie handelt von Wissenschaftler, die "neue Menschen" züchten und hoffen, damit universalen Frieden zu schaffen. Dann wird die neue Spezies allerdings von einer bösen Gemeinschaft entführt, die ganz andere Pläne hat. 

A.I.C.O. Incarnation startet am 9. März. Zwei Jahre nach der Katastrophe, die nur als "The Burst" bekannt ist, macht Teenager Aiko eine bedeutende Entdeckung. Sie versucht herauszufinden, was passiert ist und setzt alles daran, die Menschheit zu retten.

Children of the Whales erzählt die Geschichte von dem Magier und Archivar Chakuro , der weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Doch dann ändert sich alles, als ein Mädchen plötzlich in seine Welt tritt. 

Neu im März | Netflix

Gotham: Startdatum & Trailer zur Staffelrückkehr

Die zweite Hälfte der 4. Staffel von Gotham hat offiziell einen Starttermin. Die Rückkehr der Serie erfolgt in den USA am 1. März. Zum Auftakt der neuen Folgen können sich die Fans auf ein Wiedersehen mit Jerome freuen. Dieser leistet dem Pinguin in Arkham Gesellschaft.

Damit jedoch noch nicht genug. Wenn Gotham zurückkehrt, wird auch Poison Ivy in einer neuen Version zu sehen sein. Nachdem die Rolle zuletzt von Maggie Geha gespielt wurde, übernimmt nun Peyton List (The Flash, Frequency) eine ältere Version der Figur. Einen ersten Eindruck von ihrer Rolle kann man sich schon einmal in einem Teaser-Trailer verschaffen, der kürzlich zur Startankündigung veröffentlicht wurde.

Poison Ivy ist allerdings nicht die einzige Rolle, die in Zukunft von einer neuen Darstellerin gespielt wird. Wie TVLine berichtet, haben die Produzenten auch Charlie Tahan durch David W. Thompson ersetzt. Tahan war zuletzt in einer wiederkehrenden Rolle als Scarecrow zu sehen. Da der Schauspieler aber mittlerweile zum Cast der Netflix-Serie Ozark gehört, fehlt ihm die Zeit, weiterhin in Gotham aufzutreten. Entsprechend mussten die Produzenten einen Ersatz suchen, den man nun wohl in Thompson gefunden hat.

Gotham Season 4 "You Have No Idea" Promo (HD)

Gotham: Batman-Darsteller David Mazouz über den Joker

MÖGLICHE SPOILER

Eigentlich sind Fans von Gotham sich sicher, dass Jerome, dargestellt von Cameron Monaghan, der Joker ist. Bislang haben sowohl die Darsteller als auch das Team von Gotham dies dementiert. Jerome sei lediglich eine Hommage an den wahren Joker und solle den Weg für diese Figur ebnen, die erst im weiteren Verlauf der Serie auftauchen soll.

Im Podcast von Discussing Film bestätigte Batman-Darsteller David Mazouz nun, dass Jerome definitiv nicht der Joker sei. Gleichzeitig erklärte er aber auch, dass man nicht mehr lange auf die Figur warten müsse und Jeromes Geschichte wichtig hierfür sei.

"Er ist nicht der Joker. Das ist alles, was ich sage. Er ist definitiv die Inspiration für den Joker. Die Art, wie der Joker in die Serie kommt, ist eine der genialsten Dinge, die Gotham je gemacht hat."

Dies könnte so manch Aktion und Geste, die eigentlich typisch für den Joker sind, von Jerome erklären. Darsteller Monaghan äußerte sich zu dem Podcast via Twitter: 

"Ich kanns bestätigen. Was wir ausgebrütet und diskutiert haben, sollte man nicht verpassen. Das ist ein Dreh bekannter Themen, sowohl neue als auch alte Echos des Mythos. Etwas komplett Neues, aber passend zum Geist von sowohl der Serie als auch den Comics. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein."

Monaghan scheint sich damit verplappert zu haben, denn der Tweet wurde mittlerweile gelöscht.

Fans müssen jedenfalls noch ein wenig auf die Ankunft des Jokers in Gotham warten. Die zweite Hälfte von Staffel 4 hat noch keinen konkreten Ausstrahlungstermin, wird aber für das Frühjahr erwartet.

Kritik zum Midseason-Finale von Gotham 4.11: Queen takes Knight

SPOILER

Die bisherigen Episoden der vierten Staffel haben die Messlatte für Gotham Stück für Stück immer weiter nach oben gelegt. Mit der elften Episode läutet die Serie die Halbzeit ein und begibt sich ein paar Monate in den Winterschlaf.

Gemessen an den vorangehenden Episoden macht das Finale einen kleinen Rückschritt, denn im Gegensatz zu den gut abgestimmten Erzählsträngen, führte “Queen takes Knight” wieder alle bisherigen Geschichten weiter und beendete sie teilweise auch. Einzig von der seit Ewigkeiten verschollenen Ivy haben wir noch immer nichts gehört.

I’m still a Falcone

Die Inszenierung von Sofias Machtübernahme ist wie immer grandios. Man könnte denken, ihr Kartenhaus würde in sich zusammenfallen, und sich vielleicht sogar darüber beschweren wollen, dass es ein bisschen zu schnell geht. Doch dann merkt man, dass sie den anderen nicht nur zehn Schritte voraus war, sondern ein ganz anderes Spiel spielt.

Es mag zwar mehr und mehr unglaubwürdig scheinen, dass sie wirklich so enorm voraus plant, aber sie betont es stets selbst: Sie ist noch immer ein Falcone! Die Art und Weise, wie sie ihren Vater ermorden lässt, war einfach grandios. Ein Gangsterboss, der ganz klassisch aus einem vorbeifahrenden Van niedergeschossen wird? Einen besseren Abgang hätte Don Falcone nicht haben können. Ganz großes Kino!

Trennungsschmerz

Aber nicht nur Sofia und ihr Vater werden schmerzlich getrennt. die ganze Episode wird von diesem Thema dominiert. Auch Alfred und Bruce trennen sich, Harvey vom GCPD, Zsasz von Cobblepot und Tabitha verliert den Willen, Butch zurückzuholen. So ganz stimmt es natürlich nicht, denn es gibt auch eine Wiedervereinigung: Eds alter Ego gewinnt mehr und mehr Macht über ihn.

Wir dürfen uns wohl darauf freuen, auch weiterhin mehrere Geschichten parallel erzählt zu bekommen, deren Wege sich immer mal wieder kreuzen. Deswegen heißt die Serie wohl auch nicht James Gordon, Bruce Wayne oder Cobblepot, sondern Gotham. Es geht tatsächlich um die Stadt und eine immer größer werdende Stammbesetzung, die uns von Woche zu Woche mit neuen Geschichten begeistert, sich untereinander aber teilweise noch nie über den Weg gelaufen ist. Hut ab dafür, uns so viele Charaktere so vertraut zu machen.

In aller Kürze

Die Episode konnte trotz ihrer etwas überfrachteten Erzählstruktur wieder begeistern und ein paar lose Enden zusammenfügen. Da sich aber die Wege vieler Charaktere getrennt haben, werden wir in der zweiten Hälfte der Staffel sicherlich wieder mehr fokussierte Episoden genießen dürfen. Aber auch diese getrennten Wege werden sich zwangsläufig wieder kreuzen, wenn auch in neuen Konstellationen.

Kritik zu Gotham 4.10: Things that go boom

SPOILER

Wo uns Gotham in der letzten Episode noch vermuten ließ, Professor Pyg (Michael Cerveris) sei endlich dingfest gemacht worden, werden wir direkt eines Besseren belehrt. Gordon (Ben McKenzie) drückt die richtigen Schalter und das GCPD kann die Identität des wahnsinnigen Schweinekillers feststellen. Leider trotzdem zu spät, denn Pyg gelingt abermals die Flucht.

A final visit

Ob und wann wir ihn wiedersehen ist unklar, aber gemessen an der relativ kurzen Zeit, die ihm in dieser Episode zugestanden wurde, und der Tatsache, dass seine Geschichte mehr oder weniger zu Ende erzählt ist, wird da wohl nicht mehr viel kommen.

Die Zeit, die er bekommen hat, wurde allerdings wieder sehr gut genutzt. Gerade das Intro der Episode ist wahnsinnig gut inszeniert und ebenso gut von Michael Cerveris gespielt. Es ist wirklich beachtlich, wie viele doch eher unbekannte aber hochtalentierte Schauspieler in Gotham mitspielen und die Serie mit ihrem Können bereichern.

A bad case of Narrow’s Lung

In den Narrows arbeitet Lee daran, ihrem neuen Posten als Boss gerecht zu werden. Doch während sie versucht, lokale Streitigkeiten zu klären, wird ihre Autorität von einem gewissen Samson angezweifelt, der sein Einflussgebiet auf die Narrows ausweiten will.

Die Entscheidung, Lees Geschichte nach ihrer Machtübernahme direkt weiterzuführen, war gar nicht so verkehrt. Nach ihrer Trennung von Jim (und gewissermaßen auch von Gotham) wurde sie sehr gut wieder in die Handlung eingeführt. Auch die aus der Not geborene Kooperation mit Nygma und Grundy funktioniert sehr gut.

Sehr cool übrigens auch, dass alle drei sich praktisch neu erfunden und in komplett neue Charaktere entwickelt haben. Und das, einfach so, parallel zur Hauptstory.

Meet the Dentist

Der Einzige, der stets der Gleiche bleibt und sich von anderen an der Nase herumführen lässt, ist Cobblepot. Dank Martins Hilfe hat aber auch er nun endlich verstanden, dass Sofia genau das Gegenteil von dem ist, was sie ihm seit Monaten vorspielt.

Der Showdown zwischen den beiden kann Oswalds Fehltritte aber allemal wett machen. Sich einzugestehen, dass das eigene Herz beziehungsweise seine Emotionen die größte Schwäche sind, ist schon hart. Aber diese Schwäche dann in Form einer Autobombe zu “entfernen” ist nochmal eine gänzlich andere Nummer. Wem da nicht die Kinnlade offen stand, der hat ganz andere Probleme als unrealistische Charaktere in einer Fernsehserie.

Glücklicherweise stellt sich im Nachhinein heraus, dass Martins Tod nur gestellt war, und er noch wohlauf ist, aber der Schock saß tief und Sofia wird den Köder geschluckt haben. Generell war es schön anzusehen, wie Sofia nach ihrem ewig selbstsicheren Falcone-Getue endlich mal eins ausgewischt wurde und mal nicht alles so lief, wie sie es (schon lange) geplant hatte. Ihr Abgang beziehungsweise die Folgen des Deals werden in der kommenden Episode sicherlich noch genauer aufgezeigt, aber momentan sieht es so aus, als würden in näherer Zukunft erstmal andere Damen die Unterwelt für sich beanspruchen.

In aller Kürze

Die Episode hat es von Anfang bis Ende in sich gehabt. Da noch immer so viele Geschichten parallel erzählt werden, wechselt das Ensemble in jeder Episode ein bisschen durch, sodass es nie langweilig wird, es sich gleichzeitig aber auch nie überladen anfühlt. Es ist wahrlich jedes Mal wieder ein ganz großes Vergnügen, sich nach Gotham zu begeben und all den Charakteren bei ihrem wilden Treiben zuzuschauen.

Kritik zu Gotham 4.09: Let them eat Pie

SPOILER

Wo uns letzte Woche noch geballte Girlpower in Gotham geboten wurde, kehrt die Serie nun wieder zu ihren klassischeren Helden zurück. Bruce (David Mazouz) steigt die Rolle als Playboy zu Kopfe, und Gordon (Ben McKenzie) hat tierische Probleme mit Professor Pyg (Michael Cerveris).

You’re not my father, you’re my butler

Wir haben Bruce zuletzt dabei beobachten können, wie er sich seinen Reichtum zunutze macht, um sich vom Mord an Ra’s al Ghul abzulenken. Wie er uns in “Let them eat Pie” nun bestätigt, hat sich nach der Rache für den Tod seiner Eltern tatsächlich nichts für ihn geändert.

Auch Alfred wird sich dessen bewusst und versucht, alte Familientraditionen wiederzubeleben und auf diesem Wege auch den alten Bruce zurückzugewinnen. Für Fans des Butlers war es keine leichte Episode. Denn so sehr er uns über die Jahre ans Herz gewachsen ist, so sehr schmerzt es nun zu sehen, wie schlecht ihn sein Master Bruce behandelt.

Allerdings muss auch irgendwann der Punkt kommen, ab dem Alfred sich vom Bad-Ass-Beschützer hin zu dem Butler entwickelt, den wir aus den Comicvorlagen und deren Verfilmungen kennen. Es ist natürlich nicht schön, wenn einem geliebten Charakter eine Veränderung aufgezwungen wird, aber wer weiß, vielleicht muss Alfred ja wirklich kürzer treten, um Bruce zum Batman werden zu lassen.

Despite the looks, I’m not an animal

Das Hauptaugenmerk der Episode wird aber wiedermals auf Professor Pyg gelegt, der nach wie vor daran arbeitet, seine eigene Vision von Gerechtigkeit nach Gotham zu bringen. Es reicht ihm dabei nun nicht mehr, sich an den korrupten Polizisten des GCPD zu vergehen. Sein neuer Plan umfasst, die Reichen der Stadt von den Bedürftigen zehren zu lassen. Und das nicht im übertragenen Sinn, sondern in Form von menschlichen Fleischpasteten.

So weit, so widerlich. Dass wir mit Pyg einen besonderen Bösewicht bekommen haben, dürfte schon länger bekannt sein. Sein Abgang hat es dann aber nochmal so richtig in sich: Das Bankett, zu dem Sofia im Waisenhaus eingeladen hatte, entwickelt sich weder zum Festmahl für Gothams Wirtschaftsriesen noch zu Oswalds großem Racheplan.

Pyg kann dank Cobblepots Anwesenheit direkt mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen natürlich Reichen die Armen essen lassen, aber auch ganz speziell seine Rache an Cobblepot. Die gesamte Inszenierung war so großartig wie das Gezeigte eklig war. Eine so unangenehme Dinner-Szene dürfte es wohl zuletzt beim 1974er Texas Chainsaw Massacre gegeben haben.

Glücklicherweise kommt Gordon ebenfalls zum Dinner (wenn auch uneingeladen und mit der Pistole im Anschlag), um Pyg dingfest zu machen. Das Essen gipfelt so daher nicht mit menschlicher Verköstigung, sondern mit einer exzellent choreografierten Actionszene, in der sich Pyg und Gordon schon fast ballettartig über den gedeckten Tisch kämpfen. Schön, neben den vielen Schießereien und Verfolgungsjagden auch mal ein handfestes Gerangel zu sehen. Ein gelungener Abschluss für einen tollen Bösewicht.

In aller Kürze

Mittlerweile gibt es in Gotham so viele verschiedene Geschichten, die parallel erzählt werden, dass man schnell den Überblick verlieren könnte. Richtig gelesen: könnte. Die Autoren der Serie bekommen trotz einer zweistelligen Anzahl an Hauptrollen stets den Wechsel und Überschneidungen der unterschiedlichen Handlungsstränge hin. So kann vieles gleichzeitig passieren, wirkt aber nie gehetzt. Und auch, wenn ich es mittlerweile schon selber ein bisschen albern finde: Die vierte Staffel von Gotham wird noch immer mit jeder Episode ein bisschen besser.

Kritik zu Gotham 4.08: Stop hitting yourself

SPOILER

Wenn man die aktuelle Episode von Gotham thematisch einordnen müsste, wäre meine Wahl wahrscheinlich “Freundschaft”. Wie immer werden Geschichten verschiedener Charaktere gezeigt, die sich innerhalb ihrer Story um Freundschaft drehen. Überschneidungen gibt es ebenfalls, allerdings werden diese durch Feindschaft provoziert. Sehr gewieft.

Nothing in Gotham is free, Captain Gordon

Detective Gordon und Captain Bullock haben sich seit Bullocks Mehr-Oder-Weniger-Geständnis, dem Pinguin in die Karten zu spielen, menschlich immer weiter voneinander entfernt. Ihre Freundschaft steht auf der Kippe, und spätestens als Gordon den Vertrag unterschreibt, offiziell den Titel des Captains vom GCPD anzunehmen, dürfte klar sein, dass die beiden künftig nicht mehr als das Team agieren werden, das wir über die Jahre kennen und auch lieben gelernt haben.

Gordon dürfte die Annahme des Vertrages aber nicht nur schwer gefallen sein, da er seinem alten Freund, wie er selbst sagt, ein Messer in den Rücken sticht. Viel mehr wurmt ihn die Tatsache, dass die gute Sofia Falcone ihre Kontakte hat spielen lassen und die richtigen Leute dazu gebracht hat, Gordon als neuen Captain vorzuschlagen.

Der Witz an der Sache ist nämlich, dass im Grunde genau das passiert ist, was Gordon sich von ihr gewünscht hatte: Der Name Falcone hält wieder Einzug in Gotham und hilft, den Pinguin vom Thron zu stoßen. Natürlich hatte er sich das anders vorgestellt, aber sowas passiert, wenn man sich mit Ganoven einlässt.

Es wäre aber auch zu einfach gewesen, wenn bei Gordon alles nach Plan läuft. Wahrscheinlich hätten wir uns als Zuschauer dann auch bloß noch gelangweilt und die Schreiber dafür verteufelt. Zusätzlich hat Jim auch noch damit zu kämpfen, seinen Kollegen Harvey als Freund verloren zu haben. Es ist zwar sehr traurig, aber auch sehr stark und mutig. Auf diese Weise bleiben uns die Charaktere und vor allem ihr Zusammen- beziehungsweise Gegenspiel auch in Zukunft noch interessant.

Minions are so much better than friends

Doch Gordon ist nicht der einzige, den Sofia um den Finger wickelt. Auch Cobblepot befindet sich nach wie vor im Glauben, Sofia in der Hand zu haben, wo es doch eigentlich genau andersherum der Fall ist.

Immerhin kommt er ihr nun endlich auf die Schliche, und ihr Getue ihm gegenüber wird bald ein Ende haben. Ehrlich gesagt ödet es mich schon fast an, in jeder Episode immer wieder eine Abwandlung desselben zu sehen. Einzig der Twist, dass Sofia wirklich das organisierte Verbrechen in Gotham zerschlagen will, könnte sie im Moment wieder interessanter machen.

Oswalds Zuneigung gegenüber dem kleinen Martin, der in Sofias Waisenhaus von den anderen gehänselt wird, war zwar ganz nett anzusehen, aber wirkte total fehl am Platz. Auch sein Gerede von falschen Freundschaften und gut geplanten Rachefeldzügen wirkte ziemlich aufgesetzt. Man kann Gotham jetzt natürlich schlecht unterstellen, dass dem Zuschauer alles nochmal vorgekaut werden muss, als wäre er ein kleines Kind, denn genau so einem wird es ja Szene für Szene nochmal erklärt.

Mit der richtigen Fanboybrille könnte man natürlich auch damit argumentieren, dass Oswald sich selbst in dem Jungen wiedererkennt und ihm selbst durch das ganze Gerede klar wird, dass Sofia ihm nur die Altruistin vorspielt und in Wirklichkeit ihn um den Finger wickelt. Aber das ist wie gesagt Auslegungssache.

Was auch immer der Fall sein wird, Oswald ist ihr auf der Spur und wird sich (vielleicht sogar mit Martins Hilfe?) an Sofia rächen. Oder es wenigstens versuchen, denn momentan läuft es bei ihm eher suboptimal.

Drinks on the house

In den Narrows haben sich Nygma und Grundy zu einer großen Nummer gemausert und liefern vor Grundys Kämpfen sogar eine kleine Show ab, in der sie gemeinsam Cobblepot mockieren. Als dieser davon Wind bekommt, schickt er Babs, Tabs und Selina los, Nygma zu kidnappen.

Auch hier handelt es sich mal wieder um einen sehr glücklichen Zufall, dass die Bikergang, die von den Dreien beraubt wurde zu, Cobblepot gehört und die Ladys nun in seiner Schuld stehen. Grundsätzlich aber ein schöner Bogen, um Tabitha auf Butch treffen zu lassen.

Tabitha kann nicht glauben, dass Butch noch am Leben ist, während Butch sich nicht an sie erinnern kann. Wahrhaftig eine Tragödie! Die ganze Sache gipfelt darin, dass Tabby gegen ihren Geliebten in den Ring steigen muss. Ich ahnte böses, da sie bekanntlich schon einmal ihre Hand verloren hatte und Grundy allein in dieser Episode schon zwei Gegnern den Arm ausgerissen und sie damit zu Tode geprügelt hatte. Daher auch der Name “Stop hitting yourself”.

Am Ende war es aber die Dame, die ihrem Gegner wieder Verstand beziehungsweise. Erinnerungen eingeprügelt und mit dem KO-Schlag das geschafft hat, woran vorher all die muskelbepackten (und bewaffneten!) Kampfkolosse gescheitert sind. Nunja, bekanntlich ist ja nichts stärker als die Liebe.

Im Anschluss an den Sieg erscheint Selinas alte Freundin Bridget, die nun unter dem Namen Firefly für Cobblepot arbeitet, und will ebenfalls Nygma mitnehmen. Ringarzt Lee macht kurzen Prozess mit ihr und wird daraufhin zum neuen Besitzer des Ladens erkoren. Ein Hoch auf die Anarchie in den Narrows.

Lee hat somit auch wieder einen relativ festen Platz in Gotham, daher dürfte sie nun ähnlich wie Lucious Fox immer mal wieder in Erscheinung treten, wenn es passt. Das gefällt mir eigentlich gut, denn Gotham schafft es bislang immer, neben den Hauptdarstellern auch den vielen Nebencharakteren Profile zu geben und sie interessant zu machen.

In aller Kürze

Wie mit jeder Episode seit Beginn der vierten Staffel konnte Gotham auch mit “Stop hitting yourself” wieder auftrumpfen. Nun wurden die unterschiedlichen Handlungen aber teilweise endlich zusammengeführt, und es ergibt sich so etwas wie ein roter Faden. Auch der Fokus auf das Thema Freundschaft hat der Episode gut getan. Ganz besonders natürlich, weil das Spektrum in beide Richtungen weit aufgefächert wurde.

Kritik zu Gotham 4.07: A Day in the Narrows

SPOILER

Das organisierte Verbrechen in Gotham hat einen weiteren Gegenspieler bekommen. Nachdem mehr und mehr Polizisten ein Auge zudrücken, hat ein gewisser Professor Pyg sich als Ziel gesetzt, Gothams Polizeikorruption Einhalt zu gebieten. Gordon und Bullock sind ihm auf die Spur gekommen, konnten ihn aber bislang nicht fassen.

You're one of the good ones, Jim

Pyg lässt sich von seiner Beinahe-Festnahme nicht sonderlich beeindrucken und schlägt in der aktuellen Episode direkt wieder zu. Diesmal ist das GCPD allerdings darauf vorbereitet, denn Captain Bullock hat den Pinguin um Hilfe gebeten, der die Cops nun mit seinen Handlangern unterstützt.

Daraus ergeben sich sehr seltsame Szenarien, da die Befragungsmethoden eines Detective Gordon sich etwas von denen eines Auftragskillers unterscheiden. Man könnte sich hier natürlich auch fragen, wieso Gordon den Headhunter nicht sofort festgenommen hat, als dieser von seinem Signature-Move, nach einem Kopfschuss immer noch ein zweites Mal zu schießen, erzählt hat. Aber das ist eben Gotham, da sollte man so einiges nicht weiter hinterfragen, wenn man Spaß an der Serie behalten will.

So war auch der vermeintliche Showdown im verlassenen Gerichtsgebäude zwar sehr gut inszeniert, aber auch sehr konstruiert. Bullock hätte doch auf Gordon hören müssen, als er die Ich-bitte-dich-als-Freund-mir-zu-vertrauen-Karte ausgespielt hat. Oder wenigstens wirklich erst Cobblepots Leute hinein schicken, um sie im Falle einer Falle als Puffer zu haben. Aber nein, stattdessen rennt er vorne weg und gibt sogar den Schuss auf das Pyg-Double ab.

Man kann sich jetzt darüber ärgern, wie unlogisch das alles ist und wie die Charaktere besser hätten handeln müssen. Oder man nimmt es einfach hin und genießt, worauf die Schreiber eigentlich hinaus wollten: Nämlich den Keil, der immer weiter zwischen Harvey und Jim getrieben wird. Es ist spannend zu sehen, wie die beiden quasi gezwungen werden, sich ihrer bereits geschehenen Entfremdung zu stellen, um (hoffentlich) wieder auf einen Nenner zu kommen.

He knows you, he just doesn’t care

Nach kurzer Pause ist nun auch Bruce Wayne wieder dabei. Er kämpft damit, dass er nach dem Mord an Ra’s Al Ghul keine Reue empfindet und weigert sich, das Wayne Manor zu verlassen. Bei einer Gala trifft er auf eine alte Schulkameradin und willigt ein, den Abend mit ihr zu verbringen.

Es folgen ein Treffen mit weiteren ehemaligen Mitschülern und ein erster Einblick in Bruce’ Leben als Playboy, das wir aus diversen Comics gut kennen. Was er in der dritten Episode der Staffel während der Auktion bereits gespielt hat, lebt er nun vollends aus und berauscht sich an Alkohol, lauter Musik und der Macht, sich alles kaufen zu können, was er will.

Die Szene, in der er den Club kauft und Brant die Sonnenbrille abnimmt, war zwar verdammt cool, aber auch mindestens genauso billig. Auch hier sollte man sich einfach auf das Gesehene einlassen und gar nicht weiter drüber nachdenken, sondern einfach genießen. Obwohl Bruce natürlich auch noch relativ jung ist und die abgedroschenen Klischees für ihn vielleicht gar nicht so abgedroschen sind? Aber vielleicht ist das aber auch nur Augenwischerei meinerseits.

Auf jeden Fall wurde sein Umgang mit den Folgen des Ra’s-al-Ghul-Vorfalls sehr schön (über)inszeniert und der Zuschauerschaft verdeutlicht, dass er dabei ist, sich zu verändern. Da die Staffel den Beinamen “A Dark Knight” trägt, lässt sich ein Stück weit erahnen, wo die Reise hingehen dürfte.

Drei Engel für Gotham

Nachdem Ra’s verschwunden ist, hat Barbara den Plan, ihren bisherigen Plan zu revidieren und etwas anderes zu versuchen. Selina und Tabitha sind allerdings anderer Meinung und wollen ihre Quellen weiterhin nutzen, um Geld aus den Überfällen zu gewinnen, die sie mit ihrem Waffenverkauf ermöglichen.

Selina macht sich daher allein auf die Socken, wird aber mehr oder weniger entdeckt und muss, oh Wunder, Tabitha um Hilfe rufen. Mit ihrer Hilfe würde ihr zwar die Flucht gelingen, aber glücklicherweise taucht die Dritte im Bunde rechtzeitig auf, um beiden den Allerwertesten zu retten. Sie macht dabei zwar aus einem Robin-Hood-haften Diebstahl von Dieben einen lupenreinen Raubmord, aber da es sich um eine Bikergang handelt, ist das wohl nicht der Rede wert. Nun ja.

Ihr Auftritt ist dabei ähnlich überzogen wie der von Bruce, passt aber grundsätzlich ganz gut zur vorherrschenden Atmosphäre. Bei ihrem gemeinsamen Abgang wirken Babs, Tabs und Selina dann auch wie standesgemäße Actionheldinnen, die nach getaner Arbeit der Kamera entgegen schlendern, während im Hintergrund die Überbleibsel ihrer geschlagenen Schlacht zu sehen sind.

In aller Kürze

Wenn sich die letzte Episode wie ein Buddymovie angefühlt hat, haben wir mit “A Day in the Narrows” das billig-kitschige Action-Pendant dazu bekommen. Die Episode trieft geradezu vor Klischees und schmissigen Einzeilern. Eigentlich sollte man eine Serie dafür verteufeln, aber Gotham schafft es irgendwie, dabei trotzdem noch cool zu wirken und vor allem, die Geschichte effektiv voran zu bringen. Bis auf eine unnötig brutale Szene gibt es eigentlich nichts an der Episode auszusetzen, wenn man von den üblichen Punkten absieht. Aber als Zuschauer von mittlerweile mehr als 70 Episoden achtet man da ohnehin nicht mehr so sehr darauf. Die gelegentlichen Schlenker in den comichaft überzogenen Kitsch tun der Serie doch eigentlich ganz gut, oder?

Kritik zu Gotham 4.06: Hog Day Afternoon

SPOILER

Professor Pyg

Als hätten sie sich abgesprochen, taucht kurz nach dem Abschied von Ra’s al Ghul ein neuer Bösewicht auf und treibt sein Unwesen in Gotham. Es handelt sich dabei um einen gewissen Professor Pyg (Michael Cerveris), der korrupte Polizisten tötet und ihnen abgeschnittene Schweineköpfe aufs Gesicht setzt.

Das passt thematisch ganz gut, da mehr und mehr Cops des GCPD vom Pinguin bezahlt werden, um das von ihm lizensierte Verbrechen durchgehen zu lassen. Besonders interessant war an dieser Stelle die durch Pygs Handlungen initiierte Aussprache zwischen Gordon und Bullock. Die beiden mal abseits ihres kumpelhaften Kollegentums zu sehen und sie bei einem Gespräch zu erleben, in dem sie die wirklich ernsten Themen auf den Tisch bringen, war ein wichtiger Schritt für die beiden.

In welche Richtung sich die Beziehung der beiden nun entwickelt, steht in den Sternen. Dank Bullocks Zustand wird es für die beiden in naher Zukunft ohnehin wohl erstmal keine Buddy-Ausflüge mehr in den Sumpf des Verbrechens geben. Dennoch war es eine äußerst willkommene Abwechslung, das Gespann mal wieder gemeinsam zu sehen. Das hat schöne Erinnerungen an die früheren Staffeln geweckt.

Auch Professor Pyg konnte als Bösewicht einen guten bzw. bösen Eindruck hinterlassen und dürfte uns dank seiner Flucht auch noch für die eine oder andere Episode erhalten bleiben. Mittlerweile sind genug Handlungsstränge etabliert, um das Konzept vom “Villain of the Week” wieder aufleben zu lassen. Sollten sie später wieder auftauchen, so wie es Scarecrow neulich gemacht hat, kann das sehr gut funktionieren.

Grundy from Swamp

Beim Versuch, schnelles Geld zu machen, schickt Nygma den einfältigen Solomon Grundy in den Ring, um bei illegalen Kämpfen im Untergrund hohe Preisgelder zu gewinnen. Er gerät dabei an Lee Thompkins, die dafür zuständig ist, die geschundenen Kämpfer wieder zusammenzuflicken - sofern dies nach einem Kampf ohne Regeln noch möglich ist.

Es ist schon sehr erstaunlich, was für eine Brutalität dort im Ring an den Tag gelegt wird. Es wird zwar nicht direkt gezeigt, aber bekanntlich sind Gewaltdarstellungen in der eigenen Vorstellung ja sogar noch schlimmer als die explizite Darstellung. Andererseits hatten die Macher dank der Schweineköpfe vielleicht ohnehin so etwas wie einen Freifahrtschein für diese Episode erhalten und wollten hier und da Gewaltspitzen einbauen, einfach, weil es möglich war.

Ganz konträr dazu stellt Nygma sich nach wie vor ziemlich dumm an, was für einige Lacher sorgt. Es gelingt Lee sogar, ihn vorzuführen, weil ihm selbst einfache Wörter wie “Erpressung” nicht einfallen. Sie kommen schließlich zu der Übereinkunft, dass sie ihm dabei hilft, sein Hirn bald wieder nutzen zu können, sofern er sie an Grundys Gewinnen beteiligt.

Man kann ihr das auch eigentlich nicht so richtig übel nehmen, da sie von dem Geld eine private Praxis für Bedürftige am Laufen hält. Der Grund dafür ist zwar, dass sie sich verantwortlich für den Ausbruch des Tetch-Virus’ fühlt, aber hey: Egal aus welchem Grund man eine Praxis für Bedürftige einrichtet, es ist in jedem Fall eine Praxis für Bedürftige und damit schon mal keine ganz verkehrte Sache.

Uhh Boss, kids

Apropos gute Sachen: Sofia Falcone schleimt sich weiter beim Pinguin ein und fährt dabei eine gar nicht so dumme Strategie: Um ihn für ihre Machenschaften zu desensibilisieren, lässt sie mit viel Geheimnistuerei ein Waisenhaus errichten, was sie für Oswalds Beobachter hingegen wie den Bau einer Festung aussehen lässt.

Vermutlich wird das so in der Art noch ein paar mal passieren, sodass sie eines Tages wirklich zur Übernahme ansetzen kann, während Cobblepots Alarmglocken dann gar nicht mehr reagieren, weil sie so oft falsch lagen.

Vielleicht markiert die vierte Staffel den Untergang des Pinguins? Die Zeit wäre wohl langsam gekommen, aber die Frage ist dann natürlich, wer seinen Thron übernehmen soll. Der Riddler könnte bis zum Ende der Staffel wieder fit genug sein, um das Erbe anzutreten und sich die Unterwelt zu eigen machen. Aber vielleicht kehren auch wirklich die Falcones wieder zurück, oder gar Barbara mit Hilfe von Ra’s Al Ghuls Mächten?

In aller Kürze

Die Episode konnte wie immer gut unterhalten und bot einen spaßigen Mix aus Spannung und Humor, dem diesmal auch noch eine gewisse Prise Brutalität hinzugefügt wurde.

Ungewöhnlich, aber absehbar war, dass weder Bruce noch Barbara in der Episode vorgekommen sind. Da der Ra’s-Al-Ghul-Arc aber vorerst abgeschlossen ist, haben nun erstmal die anderen Geschichten und Charaktere wieder Vorrang.

“Hog Day Afternoon” kann inhaltlich vielleicht nicht auf ganzer Linie mit den bisherigen Krachern der aktuellen Staffel mithalten, bietet aber dennoch viel Abwechslung und weckt mit dem Zusammenspiel von Gordon und Bullock Erinnerungen an längst vergangene Tage.

Professor Pyg scheint ein weiterer interessanter Gegenspieler zu sein und auch sonst bleibt es in Gothams Unterwelt spannend: Der Riddler ist bald vielleicht wieder ganz der Alte und damit möglicherweise bereit, den Pinguin vom Thron zu stoßen.

Kritik zu Gotham 4.05: The Blade's Path

SPOILER

Born on a monday

Okay, fangen wir direkt mit dem Elefanten im Raum an: Butch Gilzean ist zurück! Um Platz im Krankenhaus zu schaffen, wird er nach einiger Zeit im Koma kurzer Hand im Slaughter Sumpf “beigesetzt”.

Neben Butchs Körper befinden sich in diesen Sümpfen aber auch diverse chemische Abfälle aus Indian Hill. Dies führt dazu, dass der gute Herr Gilzean zu neuem Leben erwacht. Und nicht nur das: Ihm wächst sogar seine Hand wieder nach!

Mal abgesehen vom klassischen “No one stays dead in Gotham” konnten DC-Kenner bereits an Butchs echtem Namen Cyrus Gold erahnen, dass er irgendwann wohl als Solomon Grundy zurückkehren würde.

Aber auch ohne Kenntnisse über diesen Charakter dürfte es jedem Zuschauer recht einleuchtend sein, dass Butch nun nicht mehr als einarmiger Bandit unterwegs ist, den wir lieben gelernt haben. Nein, er mimt nun den Charakter des wortkargen Bud-Spencer-Verschnitts, dessen zwei schlagende Argumente jegliche Diskussion abrupt beenden können.

Ihn gemeinsam mit dem noch immer angeschlagenen Riddler zusammen als DCs Version von Dumm und Dümmer durch die Stadt ziehen zu lassen, war ein Geniestreich. Auch hier ist es den Schreibern abermals gelungen, zwei Charaktere äußerst gut miteinander interagieren zu lassen, ohne, dass es gekünstelt wirkt. Situationskomik par excellence. Es dürfte interessant werden, zu sehen, was Tabitha sagt, sollte sie den beiden in ihrer jetzigen Verfassung über den Weg laufen.

Died on a Saturday

Den Gegenpart des schon fast albern wirkenden Duos stellt abermals die Geschichte um Bruce und Ra’s al Ghul dar. Obwohl dem Wayne-Jungen immer wieder das Credo des nicht-Tötens vermittelt wird, lässt er sich von Ra’s so sehr reizen, dass er ihn auf dessen Wunsch mit dem mystischen Dolch tötet.

Es ist unklar, was nun aus Ra’s wird. Sein Körper ist nach seinem Ableben zwar sofort verwest und wahrscheinlich auch im Lazerus Pit nicht mehr zu retten. Vermutlich hat er aber seine Seele oder irgendetwas in der Art an Barbara übergeben, als die beiden ihren innigen Moment an der Scheibe seiner Hochsicherheitszelle hatten.

Wunderbar ist auch, wie sehr Barbaras (schon wieder) neuer Look sie, passend zu ihrem comichaften Waffenshop, wie eine total überzeichnete Comicfigur aussehn lässt.

Took ill on Thursday

Parallel zu all diesem Spektakel biedert sich Sofia Falcone weiter dem Chef der Unterwelt an. Sie versucht kurioserweise auf dieselbe Art, Oswald Cobblepot zu bezirzen, wie dessen ehemalige Chefin Fish Mooney versucht hatte, Sofias Vater Carmine Falcone um den Finger zu wickeln: Mit Erinnerungen an die geliebte Mutter. Das ist deswegen kurios, da Oswald es war, der Falcone von dem Komplott gegen ihn berichtet hatte, und er diese Strategie daher nur allzu gut kennen müsste.

Die Frage ist nur, was sich die Schreiber dabei gedacht haben. Halten sie Cobblepot für dumm genug, darauf hereinzufallen? Halten sie Sofia für dumm genug, genau diesen Trick nochmal bei Cobblepot zu versuchen? Oder halten sie gar das Publikum für dumm genug, sich nicht daran zu erinnern, dass es genau diesen Trick schon mal gab? Fragen über Fragen...

In aller Kürze

Der Ra’s-Al-Ghul-Akt scheint vorerst abgeschlossen zu sein, doch so wie der eine von der Bildfläche verschwindet, so taucht der andere wieder auf: Butch ist als Solomon Grundy zurück und scheint mit Nygma jemanden gefunden zu haben, der dem kräftigen Untoten vorerst eine Beschäftigung zu verschaffen mag. Eine thematisch sehr konträre Episode, die aber dennoch in all ihren Geschichten zu überzeugen weiß und gekonnt den Spagat zwischen dem Abschluss der einen und dem Neuanfang einer anderen Geschichte hinbekommt.

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