Captain America: Civil War

Kritik zu Marvels Phase 3 Teil 1: Captain America, Doctor Strange, Thor, Guardians of the Galaxy Vol.2 & Spider-Man

Mit Avengers: Endgame und Spider-Man: Far From Home wurde Phase 3 des Marvel Cinematic Universe in diesem Sommer offiziell abgeschlossen. Seit Juli wissen die Fans zudem, wie Marvels kommende Phase 4 aussehen wird und welche Abenteuer sie in den kommenden zwei Jahren erwarten. Nachdem nun auch das Drama rund um Spider-Man ein Ende gefunden hat, wird es höchste Zeit, einmal auf alle Filme von Phase 3 zurückzublicken und zu überprüfen, wie gut den der dritte Abschnitt des MCU wirklich war. Am Ende packen wir zudem alle Filme in ein Ranking, weil sind wir ehrlich, Sachen in Ranglisten einzuteilen, macht immer Spaß.

Captain America: Civil War

Phase 3 begann direkt mit einem Highlight. Und um das Ranking am Ende direkt schon einmal zu spoilern, Civil War ist für mich nicht nur der beste Film der dritten Phase, sondern der beste Marvel-Film überhaupt. Nach dem doch eher enttäuschenden Age of Ultron ist Civil War in gewisser Weise der Avengers-Film, der eigentlich Phase 2 hätte abschließen sollen. Klar es steht Captain America im Titel, aber niemand kann behaupten, dass Civil War ein typischer Marvel-Solofilm ist.

Genau genommen macht Civil War sogar einiges besser als alle vier Avengers-Filme. So wird dankenswerterweise darauf verzichtet, die Marvel-Helden über zwanzig Minuten gegen eine Horde von CGI-Monstern kämpfen zu lassen. Stattdessen gibt es mit dem Flughafenkampf in Leipzig die unterhaltsamste Actionszene in der Geschichte des MCU, dem dann eine Finale folgt, das angenehm unspektakulär ausfällt und anstatt mit einer Bedrohung der Welt durch seine Emotionalität überzeugen kann.

Gänzlich perfekt ist allerdings auch Civil War nicht. So sollte der Zuschauer den Plan von Zemo nicht zu genau analysieren, da hier im Drehbuch doch arg viel konstruiert wurde, um alles für den Konflikt hinzubiegen. Konstruiert ist auch ein gutes Wort für den ersten Auftritt von Spider-Man, der ebenfalls etwas gewollt wirkt. Dies dürfte aber auch daran gelegen haben, dass der Deal zwischen Sony und Marvel damals sehr kurzfristig zustande kam. Die Sache wäre vermutlich runder gewesen, wenn der erste Spidey-Solofilm vor Civil War entstanden wäre. Letztendlich sind dies aber nur kleine Details, welche das Gesamtwerk, das die Russo-Brüder geschaffen haben, kaum trüben kann.

Doctor Strange

Filme wie Doctor Strange kategorisiere ich für mich mittlerweile als Standard-Marvel-Unterhaltung (oder kurz SMU): Sympathischer und/oder charismatischer Held muss in einem kurzweiligen und humorvollen Abenteuer die Welt retten und dabei einen profillosen Bösewicht stoppen. In der Regel lassen sich die Filme gemütlich wegschauen, wirklich viel hängen bleibt am Ende aber nicht. Nicht umsonst ist die prägendste Erinnerung an die Pressevorführung von Doctor Strange, dass überraschend erstmals ein Trailer zu Guardians of the Galaxy Vol. 2 gezeigt wurde. Da fühlte man sich gleich wieder wie in den 90ern, als Trailer einem im Kino noch überraschen konnten.

Doctor Strange bietet viel von dem, was an Marvel immer gelobt und kritisiert wird. Mit Benedict Cumberbatch holte man sich einen weiteren tollen Darsteller an Bord, auch wenn dieser Rollen wie Strange zugegebenermaßen mittlerweile im Schlaf spielen kann. Im Gegenzug wird Mads Mikkelsen allerdings in einer Schurkenrolle verschwendet, von der viele Marvel-Fans heute vermutlich nicht einmal mehr den Namen nennen könnten (Kaecilius fürs Protokoll).

Der Plot selbst um eine gesichtslose Bedrohung aus einer dunklen Dimension gewinnt ebenfalls keinen Originalitätspreis. Dafür ist die finale Auseinandersetzung zwischen Strange und Dormammus sehr spaßig geraten und bietet zumindest mal etwas anderes. Die Effekte in Doctor Strange sind ebenfalls eine Erwähnung wert. Auch wenn die Optik an Inception erinnert, sehen die sich bewegenden Häuserwände trotzdem beeindruckend aus. Allerdings reicht dies nicht, um Doctor Strange aus dem Mittelmaß herauszuholen.

Guardians of the Galaxy Vol. 2

Guardians of the Galaxy war der Überraschungserfolg in Marvels Phase 2 und neben Captain America: Winter Soldier sicherlich der beste Film des zweiten Abschnitts. Die Fortsetzung hatte nun allerdings mit einem Problem zu kämpfen, dass der erste Teil nicht kannte: Es gab eine Erwartungshaltung. An dieser gemessen muss man sagen, dass der zweite Teil nicht ganz mithalten kann. Trotzdem gelingt es Regisseur James Gunn, viele Stärken von Guardians of the Galaxy wieder zum Vorschein zu bringen. Vor allem das Team an sich funktioniert weiterhin und das Zusammenspiel der Figuren macht irgendwie immer Spaß.

Auch lässt sich festhalten, dass Guardians of the Galaxy Vol. 2 im Vergleich zu anderen zweiten Marvel-Teilen deutlich weniger abfällt. Abgesehen von Captain America 2 war bis zu diesem Zeitpunkt praktisch jede Marvel-Fortsetzung deutlich schwächer als der erste Film. Selbst Avengers: Age of Ultron konnte diesem Fluch nicht entgehen. Guardians of the Galaxy Vol. 2 macht hier vieles besser, auch wenn es am Ende nicht ganz für das oberste Marvel-Regal reicht. Ich bin allerdings aus dem Kino gekommen und hatte sofort Lust auf weitere Abenteuer und hätte mir einen Teil 3 direkt am nächsten Tag anschauen können. Das gelingt ansonsten eigentlich nur den Avengers-Filmen.

Spider-Man: Homecoming

Nach seinem ersten Auftritt in Civil War war es im Sommer 2017 an der Zeit für das erste Soloabenteuer von Spider-Man im MCU, und das kann als richtig gelungen bezeichnet werden. In gewohnter Marvel-Manier überzeugen sowohl der neue Spinnenheld als auch der Cast um ihn herum, was sich dieses Mal sogar auf den Gegenspieler Adrian Toomes ausweiten lässt. Der von Michael Keaton gespielte Charakter gehört definitiv zu den besseren Marvel-Schurken auf der Leinwand. Vor allem die Szene, in der Peter und Liz von Toomes zum Schulball gefahren werden, ist ein Highlight des Films und beweist, dass die besten Szenen in einer Comicverfilmung nicht notwendigerweise immer Explosionen und jede Menge CGI beinhalten müssen.

Darüber hinaus ist es eine angenehme Abwechslung, dass in Homecoming einmal nicht das Schicksal der Welt auf dem Spiel steht. Es wird eine kleinere Geschichte erzählt, die aber trotzdem mitzureißen versteht. Leider wird dieser Ansatz in den Marvel-Solofilmen zu selten verfolgt. Oft muss auch in den Einzelfilmen unbedingt die Welt oder zumindest eine ganze Stadt gerettet werden, was mit der Zeit etwas ermüdend ist. Spider-Man: Homecoming zeigt, dass die Notwendigkeit dafür gar nicht besteht. Dummerweise legten Marvel und Sony diesen Ansatz schon bei Spider-Man: Far from Home wieder zu den Akten, aber dazu später mehr.

Thor: Tag der Entscheidung

Das dritte Soloabenteuer von Thor ist einer der Marvel-Filme, an denen sich die Geister scheiden. Für mich persönlich ist er der beste Einzelfilm rund um den Gott des Donners, wobei diese Latte aber auch nicht sonderlich hoch liegt. Dass so mancher Zuschauer mit dem sehr klamaukigen Film rein gar nichts anfangen kann, ist aber völlig verständlich. Der Humor von Taika Waititi ist nicht für jeden. Hinzu kommt, dass einige namhafte Nebenfiguren rund um Thor auf relativ billige Weise einfach aus dem MCU entfernt werden, was bei einigen Fans berechtigterweise auf wenige Gegenliebe gestoßen sein dürfte.

Wenn man sich mit dem Humor von Thor: Tag der Entscheidung anfreunden kann, dann kommt man zumindest in diesem Bereich voll auf seine Kosten. Leider tappt Waititi noch stärker in eine Falle, die auch schon James Gunn in Guardians of the Galaxy Vol. 2 Probleme bereitet hat. So versucht der Regisseur so sehr eine spaßige Geschichte zu erzählen, dass er die emotionalen Momente nie für sich stehen lassen kann. Es muss immer noch irgendein Witz gemacht werden, was einige Szenen ziemlich kaputt macht. Den Höhepunkt bildet hier die Zerstörung Asgards. Letztendlich ist Thor: Tag der Entscheidung ein typischer Vertreter der SMU-Kategorie, der vor allem im Bereich Humor punkten kann.

Black Panther

Black Panther ist ein interessantes Phänomen. Der Film ist der erste Soloauftritt eines Marvel-Helden, der sofort die Marke von einer Milliarde Dollar knacken konnte. In den USA spielte Black Panther sogar mehr ein als Avengers: Infinity War und wurde zudem als erste Marvel-Produktion für den Oscar als bester Film nominiert. Natürlich spielt hier die politische Lage in den USA eine Rolle, schließlich ist Black Panther der erste dunkelhäutige Hauptheld eines Films im MCU. Der Erfolg an den Kinokassen beweist zudem, dass das Interesse in jedem Falle vorhanden ist. Dabei muss man aber auch festhalten, dass der Hype, der gerade in den USA extrem groß war, nicht im Ansatz die Qualität widerspiegelt.

Black Panther ist meiner Meinung nach einer der schwächsten Filme des MCU überhaupt und bewegt sich auf einem Niveau mit Thor: The Dark Kingdom und Captain America. Dies beginnt bereits mit Chadwick Boseman in der Rolle des T'Challa, bei dem der Funke irgendwie nie so überspringen will, wie dies bei seinen Kollegen der Fall ist. Auch Michael B. Jordan reiht sich nahtlos in die lange Reihe der Marvel-Gegenspieler ein, die man schnell wieder vergessen hat.

Die Geschichte selbst bewegt sich auf typischen SMU-Niveau, wobei man über einige Dinge wieder einmal nicht zu genau nachdenken sollte. So erscheint es wenig nachvollziehbar, dass in dem so hochentwickelten Wakanda der König immer noch durch einen Zweikampf bestimmt wird. Eine Gesellschaft, in praktisch der Stärkste regiert, passt so gar nicht zu dem Isolationskonzept, bei dem man sich ja von der ach so bösen Welt abschotten will. Hinzu kommt, dass Black Panther auch einige der schlechtesten Effektshots aller Marvel-Filme überhaupt bietet. Allein die Green-Screen-Aufnahme, in der Killmonger vor dem "Wakanda-Panorma" stirbt, sieht fast schon peinlich schlecht aus. Alles in allem war das erste Soloabenteuer von T'Challa für mich die große Enttäuschung in Phase 3. Es bleibt zu hoffen, dass die Fortsetzung qualitativ auch dem wahrscheinlichen Einspielergebnis gerechter wird.

Das soll es erst einmal für Teil 1 der großen MCU-Phase-Kritik gewesen sein. In zwei Wochen geht es mit Teil 2 weiter, der nicht nur Infinity War und Endgame enthält, sondern auch das finale Ranking.

Einspielergebnis: Die erfolgreichsten Filme 2016

Das Kinojahr 2016 war vor allem für den Disney-Konzern ein äußerst erfolgreiches. Mit den Tochterunternehmen Marvel Studios, Pixar und Lucasfilm dominiert Disney nicht nur die Top 10 der weltweit kommerziell erfolgreichsten Kinofilme des Jahres, sondern schaffte es auch als erstes Unternehmen überhaupt, die Grenze von 7 Milliarden Dollar an den weltweiten Kinokassen zu überspringen. Erfolgreichster Film des Jahres ist Captain America: Civil War.

Inhaltlich hat es das DC Extended Universe mit Kritikern und Comicfans nicht leicht, finanziell sind die Comicverfilmungen für Warner Bros. ein voller Erfolg. Batman v Superman: Dawn of Justice und Suicide Squad finden sich in den Top 10 wieder und erreichten Umsätze jenseits der 700 Millionen. In Deutschland hatte Suicide Squad sogar mehr Besucher als Batman v Superman.

In den Top 20 finden sich mit The Mermaid und Monster Hunt auch zwei chinesische Filme, die allein im Reich der Mitte für Rekordumsätze sorgten und es in die weltweiten Top 20 schafften, ohne international großartig Beachtung zu finden.

In Deutschland dominieren Animationsfilme die Jahrescharts. Allein die Top 5 wird von vier animierten Kinofilmen belegt. Erfolgreichster deutscher Film des Jahres ist Willkommen bei den Hartmanns.

Erfolgreichste Filme des Jahres 2016 weltweit

Rogue One: A Star Wars Story befindet sich Stand 30.12. auf dem 11. Platz, wird sich allerdings in den kommenden Wochen weiter nach oben durcharbeiten.

  1. Captain America: Civil War (Disney) 1.153,3 Mio Dollar
  2. Findet Dorie (Disney) 1.027,8 Mio
  3. Zoomania (Disney) 1.023,8 Mio
  4. The Jungle Book (Disney) 966,6 Mio
  5. The Secret Life of Pets (Universal) 875,4 Mio
  6. Batman v Superman: Dawn of Justice (Warner) 873,3 Mio
  7. Deadpool (Fox) 783,1 Mio
  8. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Warner) 747,5 Mio
  9. Suicide Squad (Warner) 745,6 Mio
  10. Doctor Strange (Disney) 656,7 Mio
  11. Rogue One: A Star Wars Story (Disney) 653,9 Mio
  12. The Mermaid (Mei ren yu) (Sony) 553,8 Mio
  13. X-Men: Apocalypse (Fox) 543,9 Mio
  14. Kung Fu Panda 3 (Fox) 521,2 Mio
  15. Warcraft (Warner) 433,5 Mio
  16. Jason Bourne (Universal) 415,2 Mio
  17. Ice Age - Kollision voraus! (Fox) 407,7 Mio
  18. Independence Day: Wiederkehr (Fox) 389,7 Mio
  19. Monster Hunt 385,3 Mio
  20. The Legend of Tarzan (Warner) 356,7 Mio

Kinobesucherzahlen für das Jahr 2015 in Deutschland

Rogue One: A Star Wars Story befindet sich Stand 25.12. auf dem 12. Platz, wird sich in den kommenden Wochen weiter nach oben durcharbeiten.

  1. Zoomania 3.829.668 Besucher / 31 Mio Euro
  2. Pets  3.814.199 / 31 Mio
  3. Findet Dorie  3.780.841 / 31 Mio
  4. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind  2.936.381 / 29 Mio
  5. Ice Age - Kollision voraus!  2.903.644 / 23 Mio
  6. Willkommen bei den Hartmanns 2.872.609 / 23 Mio
  7. The Revenant - Der Rückkehrer 2.823.894 / 27 Mio
  8. Deadpool  2.707.799 / 23 Mio
  9. Ein ganzes halbes Jahr 2.362.378 / 18 Mio
  10. Bibi & Tina - Mädchen gegen Jungs 1.993.716 / 12 Mio
  11. The Jungle Book 1.873.632 / 17 Mio
  12. Rogue One: A Star Wars Story 1.816.855 / 21 Mio
  13. The First Avenger - Civil War 1.734.580  /19 Mio
  14. Der geilste Tag 1.726.857 / 14 Mio
  15. Suicide Squad  1.609.074 / 17 Mio
  16. Batman v Superman: Dawn of Justice  1.533.202 / 17 Mio
  17. Inferno  1.503.460 / 13 Mio
  18. Independence Day - Wiederkehr 1.457.942 / 15 Mio
  19. Doctor Strange  1.454.343 / 16 Mio
  20. Angry Birds 1.447.054 / 11 Mio

Die Flops des Jahres findet ihr hier.

Pixar, Marvel und Lucasfilm: Disney verdient erstmals mehr als 7 Milliarden Dollar

Den Walt Disney Studios ist es als erstes Unternehmen überhaupt gelungen, die Grenze von 7 Milliarden Dollar an den weltweiten Kinokassen zu überspringen. Nachdem Disney sich 2015 noch Universal geschlagen geben musste, gab es am Filmstudio in diesem Jahr kein Vorbeikommen. Neben den Disney-Eigenproduktionen erwiesen sich besonders die Filme von Marvel, Disney Animation, Pixar und Lucasfilm als sehr ertragreich.

Nicht umsonst stammen die vier finanzstärksten Filme des Jahres aus dem Hause Disney. So spielten allein The First Avenger: Civil War (1,15 Milliarden Dollar), Findet Dorie (1,027 Milliarden Dollar), Zoomania (1,023 Milliarden Dollar) und The Jungle Book (966 Millionen Dollar) mehr als vier Milliarden Dollar ein.

Im nicht geringem Maße trug auch Star Wars: Das Erwachen der Macht zum Erfolg von Disney in diesem Jahr bei. Von den rund 2 Milliarden Euro Gesamteinspielergebnis stammen 736,6 Millionen Euro aus 2016. Das Spin-off Rogue One: A Star Wars Story dürfte ebenfalls noch bis zum Jahresende zu den Einnahmen beitragen. Die bisher eingespielten 290 Millionen Dollar sind bereits schon eingerechnet. In den kommenden Wochen sollten aber noch ein paar Millionen dazu kommen.

Captain America: Civil War - Gag Reel, Geschnittene Szene & Making-of online

The First Avenger: Civil War - Deleted Scenes | Marvel HD

Vor der Veröffentlichung von Captain America: Civil War auf Blu-ray und DVD am 06. Oktober hat Marvel einige Videos des umfangreichen Bonusmaterials online gestellt. Neben einer zusätzlichen Szene mit Black Widow und Black Panther gibt es einen Blick hinter die Kulissen des Films. In einem Gag-Reel sieht man, dass es auch bei Chris Evans, Scarlett Johansson und Sebastian Stan nicht immer auf Anhieb klappt. Außerdem wird gezeigt, wie viel Arbeit und Aufwand hinter der Flughafen-Szene steckt, die am Flughafen Leipzig-Halle entstand.

Captain America: Civil War schließt an die Ereignisse von Avengers: Age of Ultron an. Nach den Geschehnissen des letzten Avengers-Abenteuer möchten Politiker ein Komitee formen, das eine Art Aufsicht über die Avengers und ihre Tätigkeiten ausübt. So sollen Kollateralschäden vermieden und eine Rechenschaftspflicht geschaffen werden. Innerhalb der Avengers sorgen die Pläne jedoch für Streitigkeiten, welche die Mitglieder des Teams spalten. Währenddessen treibt jedoch ein neuer Schurke seine Pläne voran und nutzt den Zwist innerhalb der Avengers aus.

Die weiteren Filme des MCU im Überblick: Doctor Strange (27. Oktober 2016), Guardians of the Galaxy Vol. 2 (05. Mai 2017), Spider-Man: Homecoming (06. Juli 2017), Thor: Ragnarok (27. Oktober 2017), Black Panther (Februar 2018), Avengers: Infinity War (Mai 2018), Ant-Man and the Wasp (Juli 2018), Captain Marvel (März 2019), Avengers 4 (Mai 2019).

The First Avenger: Civil War - Deleted Scenes | Marvel HD

The First Avenger: Civil War - Gag Reel | Marvel HD

The First Avenger: Civil War - The Making of | Marvel HD

The First Avenger: Civil War - Making of: Epic First Fights | Marvel HD

The First Avenger: Civil War - Making of: Ant-Man | Marvel HD

The First Avenger: Civil War - Making of: Black Panther | Marvel HD

Captain America: Ursprüngliche Ideen für Civil War - Steve Rogers Reise in Avengers 3 & 4

SPOILER

Diser Beitrag enthält Spoiler zum Ende von Captain America: Civil War. Die Regisseure Joe und Anthony Russo und Marvel-Studios-Chef Kevin Feige haben bei einer Aufführung von Captain America: Civil War über ursprüngliche Konzepte und Ideen zum Film gesprochen und dabei auch enthüllt, dass sie überlegten, Steve Rogers (Chris Evans) sterben zu lassen - so wie in der Comicvorlage.

Diese Idee wurde offensichtlich wieder verworfen, während der Entwicklungsphase aber mehrfach besprochen und von allen Seiten beleuchtet. Im Interview mit Hitflix erklärt Joe Russo:

"Man darf nicht vergessen, dass wird monatelang jedes mögliche Szenario immer wieder und wieder besprechen. Wir diskutierten zwar darüber, kamen jedoch zu keinem realistischen Ergebnis."

Wie er außerdem erläutert, war es ein Ziel von Civil War, das Team um die Avengers zu entzweien, bevor Thanos in Avengers: Infinity War zur Eroberung des Universums ansetzt:

"Wir sprachen über den möglich Tod vieler Charaktere am Ende des Films. Wir kamen allerdings zu der Überzeugung, dass dies die Spannungen zwischen den Charakteren untergraben würde. Es ist wie bei Kramer gegen Kramer. Es geht um eine Scheidung. Wenn jemand stirbt, entsteht Mitgefühl, was zu Veränderungen führt und einen Heilungsprozess nach sich zieht. Das wollten wir aber nicht."

Kevin Feige fügt hinzu:

"Die unglaublich tolle Handlung des Comics dient dem Film als Grundlage und während der großen Schlacht, in der hunderte Charaktere gegeneinander antreten, stirbt einer. Wir haben überlegt, am Ende kamen wir zu dem Schluss, dass das, was mit Rhodey (James Rhodes) passiert, als Rückschlag aussreicht."

Die Russo-Brüder beginnen Ende des Jahres mit den Dreharbeiten zu Avengers: Infinity War und dem vierten, bisher titellosen Avengers-Film. Die Handlungsstränge aus Civil War werden in den beiden Filmen wieder aufgegriffen und fortgeführt:

"Für uns stellt der Film den Beginn von Infinity War dar. Es ist noch nicht vorbei. Am Ende von Civil War legt Cap seinen Schild nieder, nachdem Tony ihm mitteilt, dass er ihn nicht länger verdient hat. Und vielleicht stimmt das auch.

Seine Überzeugung steht in Konflikt mit der Verantwortung anderer gegenüber. Er wird mit sich kämpfen müssen, um zu einer Lösung zu gelangen. Seine Reise besteht darin, zu ergründen, wer Steve Rogers ohne den Schild eigentlich ist."

Avengers: Infinity War kommt im April 2018 in die Kinos, Avengers 4 ein Jahr später im Mai 2019.

Captain America, Zootopia, Suicide Squad & Ben Hur: Die Tops & Flops des Kinosommers

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Sommer-Blockbuster-Saison 2016 offiziell vorbei. Traditionell werden alle Filme, die von Anfang Mai bis zum ersten Septemberwochenende in den Kinos starten zu den Sommer-Blockbustern gezählt. Dieser Zeitraum ist für die Studios mittlerweile der wichtigste im Jahr und auch in diesem Jahr gaben sich die teuer produzierten Filme die Klinke in die Hand. Nun, da die Saison 2016 vorüber ist, lohnt es sich, einmal einen Blick die Erfolge und Flops des Sommers zu werfen.

Der Kinosommer 2016 war wie selten zuvor durch Fortsetzungen geprägt. Ganze 14 Sequels brachte Hollywood in diesem Jahr in die Kinos, etwas, das es zuletzt vor 13 Jahren gegeben hatte. Allerdings gelang es dabei lediglich vier Filmen mehr Geld einzuspielen als die jeweiligen Vorgänger. Besonders erfolgreich war Disney, die mit Findet Dorie und Captain America (US-Kinostart 6. Mai) die zwei finanziell stärksten Fortsetzungen für sich verbuchen konnten.

Disney ist generell der große Gewinner des Sommers. Mit den schon angesprochenen beiden Fortsetzungen und den beiden Kinoerfolgen Zootopia und The Jungle Book konnte das Studio sich die vier Topplatzierungen in den Sommer-Kinocharts sichern. Erst auf Platz 5 folgt mit Pets ein Film von Universal. Platz 6 ging an Suicide Squad.

Trotz der genannten Erfolge stand der Sommer 2016 allerdings auch im Zeichen von Blockbustern, die deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Besonders das US-Publikum strafte viele Kinostarts in diesem Jahr ab, sodass die Studios noch stärker als früher auf die internationalen Einnahmen angewiesen waren. Oft dürften aber selbst diese nicht ausreichend gewesen sein.

Bloomberg.com berichtete kürzlich darüber, wie viel Geld einige der Sommer-Blockbuster die Studios in diesem Jahr gekostet haben sollen. Auch wenn es sich dabei um keine offiziellen Zahlen handelt und manche Werte von den Studios zum Teil bestritten werden, sind sie doch ganz interessant. Größter Verlierer wäre demnach die Neuauflage von Ben Hur. Diese soll rote Zahlen im Bereich von 120 Millionen Dollar geschrieben haben. Da auch andere Filme von Paramount wie Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows hinter den Erwartungen geblieben sind, könnte sich der Gesamtverlust des Studios im Sommer 2016 auf fast 300 Millionen Dollar belaufen.

Sonys Ghostbusters taucht in dem Bericht ebenfalls auf. Experten schätzen, dass das Reboot der Geisterjäger das Studio um 60 Millionen Dollar Verlust eingebracht hat. Die Studioverantworlichen bestreiten diese Zahlen jedoch nach wie vor, auch wenn sie selbst keine konkreten Angaben zum tatsächlichen Ergebnis machen.

Von Filmen, die deutlich weniger einspielten als erhofft, bliebt auch Disney nicht verschont. Die Fortsetzung von Alice im Wunderland, Spielbergs BFG und Elliot, der Drache sind am Ende wohl alle ein Minusgeschäft. Vor allem BFG und Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln waren für das Studio zwei große Flops und dürften gemeinsam um die 200 Millionen Verlust machen. Dass Disney trotzdem der Großverdiener des Jahres war, zeigt, wie gut die anderen Filme gelaufen sind.

Nach Disney schlug sich auch Warner Bros. in diesem Sommer ganz beachtlich und verzeichnet die zweitbesten Gesamtzahlen. Dies hat das Studio zum einen dem Großverdiener Suicide Squad zu verdanken, zum anderen haben auch ein paar kleine Produktionen zum Erfolg beigetragen. Vergleichsweise günstig produzierte Filme wie Lights Out oder The Conjuring 2 schlugen sich an den Kinokassen richtig gut. Da war es auch zu verschmerzen, dass Legend of Tarzan unter den Erwartungen blieb.

Zum Abschluss die 15 einspielstärksten Filme des Sommers im Überblick:

  1. Captain America: Civil War – 1,152 Milliarden Dollar (USA 408 Millionen Dollar)
  2. Zootopia - 1,023 Milliarden Dollar (USA 341 Millionen Dollar)
  3. The Jungle Book – 964 Millionen Dollar (USA 363 Millionen Dollar)
  4. Findet Dorie – 945 Millionen Dollar (USA 483 Millionen Dollar)
  5. Pets – 767 Millionen Dollar (USA 360 Millionen Dollar)
  6. Suicide Squad – 681 Millionen Dollar (USA 303 Millionen Dollar)
  7. X-Men: Apocalypse - 543 Millionen Dollar (USA 155 Millionen Dollar)
  8. Kung Fu Panda 3 - 519 Millionen Dollar (USA 143 Millionen Dollar)
  9. Warcraft - 433 Millionen Dollar (USA 47 Millionen Dollar)
  10. Independence Day: Resurgence - 383 Millionen Dollar (USA 103 Millionen Dollar)
  11. Jason Bourne - 381 Millionen Dollar (USA 157 Millionen Dollar)
  12. The Legend of Tarzan - 356 Millionen Dollar (USA 126 Millionen Dollar)
  13. Angry Birds - 346 Millionen Dollar (USA 107 Millionen Dollar)
  14. Die Unfassbaren 2 – 328 Millionen Dollar (USA 65 Millionen Dollar)
  15. The Conjuring 2 - 319 Millionen Dollar (USA 102 Millionen Dollar)

Frank Grillo über die Rückkehr von Crossbones nach Captain America: Civil War

SPOILER

Dieser Beitrag enthält Details zur Handlung der Captain-America-Filme The Winter Soldier und Civil War. Für alle, die der Meinung sind, dass in Captain America: Civil War Crossbones' letztes Stündlein schlug, sollten ihre Ansicht möglicherweise noch einmal überdenken. Wie Schauspieler Frank Grillo im Interview mit ABC News implizierte, muss sein Charakter nicht unbedingt tot sein und könnte durchaus in einem anderen Film des MCU wieder auftauchen.

"Ihr denkt, er ist gestorben, oder? Habt ihr seinen Körper gesehen?" - Grillo stützt sich auch auf die enorme Widerstandskraft des Charakters: "Letztes Mal war es auch so. Ich sage nichts anderes, außer, dass man seinen Körper nicht gesehen hat."

Brock Rumlow war erstmals in Captain America: The Winter Soldier (2014) als Anführer des S.T.R.I.K.E-Teams von S.H.I.E.L.D zu sehen. Wie sich jedoch herausstellte, war er außerdem ein Mitglied der Organisation Hydra, welche S.H.I.E.L.D unterwanderte. Am Ende des Films blieb Rumlow in einem zusammengestürzten Gebäude nach einem Kampf mit Falcon schwer verletzt zurück.

In Civil War wurde Rumlow bereits zu Crossbones, ausgestattet mit einem gepanzerten Anzug, versteckten Klingen und einer Maske, die sein vernarbtes Gesicht verhüllt. Nach einer Verfolgungsjagd wird er von Captain America gestellt, zündet jedoch einen Bombengürtel, um Cap und einige Zivilisten mit in den Tod zu reißen. Durch Scarlet Witch wird er in die Höhe katapultiert, wo er schließlich explodierte und sein Ende fand.

So wie die meisten Schauspieler hat auch Grillo einen Vertrag mit den Marvel Studios, der mehrere Filme umfasst. Inwieweit man auf Crossbones zurückgreifen möchte, um den Avengern das Leben schwer zu machen, bleibt allerdings abzuwarten.

Spider-Man: Homecoming: Chris Evans offen für Cameo als Captain America

In insgesamt sechs Marvel-Filmen war Captain-America-Darsteller Chris Evans bereits als schildwerfender Superheld zu sehen und doch scheint er die Rolle noch nicht sattzuhaben. In einem Interview mit MTV zeigte sich Evans offen der Idee gegenüber, in weiteren Filmen als Cameo oder in größerem Umfang aufzutreten. Auf die Frage, wo er Captain America demnächst am liebsten sehen würde, warf der Darsteller zunächst Guardians of the Galaxy in den Raum. Allerdings relativierte er die Idee gleich selbst, da die Guardians primär im All unterwegs sind. Deutlich wahrscheinlicher und nicht weniger interessant wäre dagegen ein Auftritt bei Spider-Man. Evans glaubt, dass der neue Film fantastisch wird, und lobte ausdrücklich den neuen Spider-Man-Darsteller Tom Holland.

Im Gegensatz zu Chris Evens Ideen, ist sein Kollege Robert Downey jr. für Spider-Man: Homecoming schon bestätigt. Der Darsteller wird wieder einmal als Tony Stark aka Iron Man auftreten. In die Kinos kommt der neue Spider-Man im Sommer 2017. Chris Evans nächste Auftritt als Captain America ist für Avengers: Infinity War Part 1 bestätigt. Dieser ist für April 2018 vorgesehen.

Alle kommenden Filme des MCU im Überblick: Doctor Strange (November 2016), Guardians of the Galaxy Vol. 2 (Mai 2017), Spider-Man: Homecoming (Juli 2017), Thor: Ragnarok (November 2017), Black Panther (Februar 2018), Avengers: Infinity War Part 1 (April 2018), Ant-Man and the Wasp (Juli 2018), Captain Marvel (März 2019), Avengers: Infinity War Part 2 (April 2019). Drei weitere Filme sind für Mai 2020, Juli 2020 und November 2020 angesetzt.

Chris Evans Wants Captain America Cameo In Spider-Man: Homecoming | MTV

Einspielergebnis: X-Men: Apocalypse & Captain America: Civil War

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X-Men: Apocalyse Szenenbild

Eine Woche vor dem Kinostart in den USA ist X-Men: Apocalypse bereits in 75 Ländern angelaufen und hat in 71 die Spitzenposition der Kinocharts eingenommen. Von über 20.000 Leinwänden weltweit wurden am vergangenen Wochenende 103,3 Millionen Dollar eingespielt. Damit liegt der Film, der bisher recht durchwachsen aufgenommen wird, knapp vor dem Ergebnis des Vorgängers X-Men: Zukunft ist Vergangenheit. Der konnte 2014 in diesem Märkten im gleichen Zeitraum ca. 100 Millionen erwirtschaften. Neben den USA steht auch der Kinostart in wichtigen Märkten wie China und Süd-Korea noch bevor.

Das Comeback von Patrick Stewart und Ian McKellen in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit verhalf der Filmreihe zu einem Rekordergebnis. Der Film spielte weltweit 748 Millionen Dollar ein, soviel wie kein X-Men-Film zuvor. Ob X-Men: Apocalypse auch die Durchschlagskraft des Vorgängers besitzt, wird sich zeigen.

Captain America: Civil War hat an seinem vierten Wochenende die Milliardengrenze überschritten und steht bei einem weltweiten Einspielergebnis von 1,054 Milliarden Dollar. Der Film steht derzeit auf dem 19. Platz der erfolgreichsten Filme aller Zeiten, wobei er in den nächsten Wochen noch ein paar Ränge aufsteigen wird. Außerdem ist Civil War der vierte Film des Cinematic Universe, der die Milliarde knacken konnte. Die anderen Film sind Avengers (1,5 Mrd), Avengers: Age of Ultron (1,4 Mrd) und Iron Man 3 (1,3 Mrd).

X-Men: Apocalypse | Final Trailer [HD] | 20th Century FOX

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