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Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles: Trailer zum Animationsfilm

Warner Bros. Animation, DC Entertainment und Nickelodeon haben einen ersten Trailer zu Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles veröffentlicht. Die Vorlage zum Animationsfilm ist Comicreihe Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles von Autor James Tynion IV (The Woods) und Zeichner Freddie Williams II (The Infinite Adventures of Jonas Quantum).

In dem Film gelangen die mutierten Ninjaschildkröten durch ein Dimensionstor nach Gotham City. Bei dem Versuch, einen Weg in ihre Heimat zu finden, treffen sie natürlich auf Gothams dunklen Helden. Zusammen mit Batman, Ronin und Batgirl müssen sich die vier Teenage Mutant Ninja Turtles auch diversen seiner Gegner zu Kampf stellen. Aber auch Shredder, der Erzfeind der Ninja Turtles, hat es nach Gotham verschlagen.

In der Originalfassung wird Troy Baker (The Last of Us) sowohl Batman als auch den Joker sprechen. Darüber sind auch Darren Criss (The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story) als Raphael, Kyle Mooney (Saturday Night Live) als Michelangelo, Baron Vaughn (Grace and Frankie) als Donatello, Eric Bauza als Leonardo, Rachel Bloom (Crazy Ex-Girlfriend) als Batgirl, Tom Kenny (SpongeBob SquarePants) als Pinguin, John DiMaggio (Adventure Time) als Mr. Freeze, Tara Strong (The Powerpuff Girls) als Harley Quinn und Poison Ivy, Carlos Alazraqui (Reno 911!) als Bane und Cas Anvar (The Expanse) als Ra's al Ghul zu hören.

Der Film soll in diesem Frühjahr in den USA erscheinen. Einen deutschen Erscheinungstermin für Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles gibt es bisher noch nicht.

Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles | Official Trailer.

Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles: Neuer Animationsfilm bringt die Helden zusammen

Batman und die Teenage Mutant Ninja Turtles werden schon bald in einem Animationsfilm aufeinandertreffen. Wie Syfy berichtet, arbeiten Warner Bros. Animation, DC Entertainment und Nickelodeon an dem animierten Treffen. Der Film soll im Frühling in den USA erscheinen. Einen konkreten Termin gibt es bisher noch nicht.

Batman vs. Teenage Mutant Ninja Turtles basiert auf der Comic-Reihe Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles von James Tynion IV und Freddie Williams II. In dem Film verschlägt es die Turtles durch eine Dimensionsreise nach Gotham City. Bei dem Versuch, einen Weg in ihre Heimat zu finden, treffen sie nicht nur auf Batman, sondern müssen sich auch dessen Schurkengallerie stellen.

In der Originalfassung wird Troy Baker (The Last of Us, Batman: Arkham Origins) sowohl Batman als auch den Joker sprechen. Darüber sind auch Darren Criss (The Assassination of Gianni Versace: American Crime Story) als Raphael, Kyle Mooney (Saturday Night Live) als Michelangelo, Baron Vaughn (Grace and Frankie) als Donatello, Eric Bauza als Leonardo, Rachel Bloom (Crazy Ex-Girlfriend) als Batgirl, Tom Kenny (SpongeBob SquarePants) als Pinguin, John DiMaggio (Adventure Time) als Mr. Freeze, Tara Strong (The Powerpuff Girls) als Harley Quinn und Poison Ivy, Carlos Alazraqui (Reno 911!) als Bane und Cas Anvar (The Expanse) als Ra's al Ghul zu hören.

Batman: Nächster Solo-Film kommt 2021, aber ohne Ben Affleck

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Batman Ben Affleck

Der nächste Batman-Solofilm soll 2021 in die Kinos kommen. Nach langer Entwicklung und mehrfachem Kurswechsel hat das Studio Warner Bros. dem Projekt nun mit dem 25. Juni 2021 einen Starttermin gegeben.

Allerdings wird es in dem Film wohl nicht zu einer Rückkehr von Ben Affleck kommen. Wie Deadline berichtet, soll sich die Geschichte auf eine jüngere Inkarnation von Batman fokussieren, die nicht von Affleck gespielt wird. Dem Bericht zufolge hat die Suche nach einem neuen Darsteller bereits begonnen. Offiziell hat sich Warner Bros. zu der Thematik aber noch nicht geäußert. Unklar ist auch, ob die Batman-Ära von Ben Affleck damit vollständig vorüber ist.

Affleck sollte in dem Film ursprünglich nicht nur die Hauptrolle spielen, er wollte auch Regie führen und schrieb gemeinsam mit Geoff Johns das Drehbuch. Dann folgte ein schrittweiser Rückzug bis zu dem Punkt, an dem das Projekt nun ohne ihn stattfindet. Die Regie übernimmt statt Ben Affleck nun Matt Reeves (Planet der Affen: Survival), der auch für das Drehbuch verantwortlich ist.

Neben The Batman hat Warner Bros. noch zwei weiteren DC-Filmen kürzlich Startdaten gegeben. Zum einen erfolgte die offizielle Ankündigung von Suicide Squad 2, inklusive der Bestätigung, dass James Gunn (Guardians of the Galaxy) das Drehbuch schreibt und die Regie übernimmt. Die Fortsetzung ist für den 6. August 2021 geplant. Zudem befindet sich ein Film rund um die tierischen Helden des DC-Universe in Arbeit. Der Animationsfilm Super Pets soll ebenfalls 2021, genauer gesagt am 21. Mai, in den Kinos starten. Verantwortlich sind Jared Stern und Sam Levine.

Jubiläen 2019: 90 Jahre Tim und Struppi, 80 Jahre Batman und 30 Jahre Die Simpsons

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Szenenbild Tim und Struppi

Das nächste Jahr dürfte für viele Science-Fiction-Fans genauso enttäuschend werden, wie 2015 – es sind immer noch keine fliegenden Autos in Sicht. Wie Zurück in die Zukunft II versprach 1982 bereits der im Jahr 2019 angesiedelte Film Blade Runner eine Welt voller schwebender Verkehrsmittel. Trotzdem gibt es 2019 viele fantastische Jubiläen zu feiern.

1859 wurde Arthur Conan Doyle geboren. Als 1869 der Roman 20.000 Meilen unter dem Meer erschien, war er noch weit von der Veröffentlichung seiner Sherlock-Holmes-Geschichten entfernt. Sein französischer Schriftstellerkollege Jules Verne war vor 150 Jahren bereits ein sehr aktiver Autor.

Im Juli vor 125 Jahren wurde Aldous Huxley geboren. Rein theoretisch hätte der spätere Autor von Schöne Neue Welt, dem Verfasser von Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde noch persönlich begegnen können. Robert Louis Stevenson verstarb im Dezember 1894 mit nur 44 Jahren.

1904 kam Sir Alec Guinness zur Welt. Seiner Überzeugung nach zählte die Rolle in Star Wars Episode IV nicht zu seinen besten schauspielerischen Leistungen. Trotzdem bleibt er wohl immer mit der Rolle des Obi-Wan Kenobis verbunden. Sein Stars-Wars-Kollege Peter Cushing wurde zuerst durch die Dracula- und Frankensteinstreifen von Terence Fisher berühmt. Der Regisseur der berüchtigten Hammer-Studios wurde ebenfalls vor 115 Jahre geboren.

Vor 100 Jahre erblickte Agostino de Laurentiis das Licht der Welt. Besser bekannt wurde der Italiener später, als er unter dem Namen Dino De Laurentiis die Kinofilme Barbarella, Conan, der Barbar, Der Wüstenplanet und Armee der Finsternis produzierte.

Ein junger Reporter und sein Hund machten sich vor 90 Jahre auf ins Abenteuer: 1929 veröffentlichte Hergé die erste Geschichte mit dem Gespann Tim und Struppi. Im selben Jahr wurde Ursula K. Le Guin geboren. Die am 22. Januar 2018 verstorbene Science-Fiction-Autorin wurde durch ihre Romane Die linke Hand der Dunkelheit, Planet der Habenichtse und ihren Erdsee-Zyklus weltbekannt.

Donald Duck wurde zwar drei Jahre zuvor in einem Bilderbuch bereits erwähnt, aber erst 1934 bekam die Ente in den Zeichentrickfilm Die kluge kleine Henne ihren ersten Auftritt. Vor 85 Jahren spielte sie in dem Cartoon zunächst neben seinem Kumpel Micky nur eine kleine Rolle.

Das Disney-Trio war fünf Jahre später komplett. Die Figur Dippy Dawg wurde 1939 offiziell in Goofy umbenannt. Unter den Achtzigjährigen Superhelden steht Supergoof allerdings im Schatten von Batman. Im März 1939 erschien in Detective Comics # 27 das erste Abenteuer des dunklen Ritters. Geboren wurde im selben Jahr zudem der Autor Michael Moorcock (Elric von Melniboné).

Am 29. Juli 1954 veröffentlicht John Ronald R. Tolkien in England den ersten Band seiner Fantasy-Trilogie Der Herr der Ringe. Japan wurde im selben Jahr zum ersten Mal von Godzilla heimgesucht. Von den ersten Angriffen der Monsterechsen unberührt wurde in der Präfektur Miyagi vor 65 Jahren der Manga-Zeichner Katsuhiro Otomo (Akira) geboren.

In Stuttgart fand vor 60 Jahren die Uraufführung von Der Frosch mit der Maske statt. So begann 1959 die berühmt berüchtigte Edgar-Wallace-Filmreihe der deutschen Nachkriegszeit.

1969 kamen endlich auch deutsche Leser dank der ersten Übersetzung von Tolkiens Werk in den Genuss, den Herrn der Ringe zu lesen. Kinder freuten sich vor 50 Jahre sicher mehr über die Fernsehadaption der Augsburger Puppenkiste des Kinderbuchklassikers Urmel aus dem Eis. Die Fernsehserie Raumschiff Enterprise endete hingegen vor 50 Jahren. Der zweite Ableger Star Trek – Das nächste Jahrhundert ging vor 25 Jahren zu Ende und die letzte Folge von Deep Space Nine lief vor 20 Jahren.

In den USA kam 1974 das Pen-and-Paper-Rollenspiel Dungeons & Dragons von Gary Gygax und Dave Arneson heraus. Ebenfalls vor 45 Jahren lief in den US-Kinos das Texas Kettensägenmassaker von Regisseur Tobe Hooper an.

Seit 1979 wissen die Leser dank Douglas Adams, wie man Per Anhalter durch die Galaxis reist. In den Kinos konkurrierten vor 40 Jahren so unterschiedliche Science-Fiction-Streifen wie Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Das Imperium schlägt zurück und Star Trek: Der Film um die Gunst des Publikums.

Die Geschichte Aventuriens reicht sicher viel weiter zurück, aber erst seit 35 Jahren können Rollenspieler die Welt von Das Schwarze Auge erkunden. 1984 begründete William Gibson mit seinem Roman Neuromancer das Cyberpunk-Genre, und im Kino sorgte Freddy Krueger für mörderische Träume.

Sylvester McCoy hatte die Rolle des Doctors zwei Jahre zuvor übernommen, als die klassische Doctor-Who-Serie 1989 endete und mit Ausnahme eines TV-Films erst 2005 in neuer Form zurückkehrte. Dafür wurde vor 30 Jahren in den USA die erste eigenständige Folge der Simpsons ausgestrahlt. In den Kinos sorgten 1989 Tim Burtons Batman und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug für volle Kinosäle.

Der durch Terence Fishers Horrorfilme und seine Rolle als Großmoff Tarkin in Star Wars Episode IV bekannte Schauspieler Peter Cushing starb am 11. August 1994. 2016 gab es in Rogue One: A Star Wars Story ein digitales Wiedersehen mit Tarkin. Quentin Tarantino feierte vor 25 Jahren mit seinem zweiten Kinofilm Pulp Fiction seinen endgültigen Durchbruch als Regisseur.

1999 hatte das Warten ein Ende – seit 1983 hatte es keinen neuen Star-Wars-Film gegeben. Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung spielte rund eine Milliarde Dollar ein. Der Found-Footage-Film Blair Witch Project startete im selben Jahr und spielte bei Produktionskosten von 60.000 Dollar am Ende 141 Millionen Dollar ein. Vor 20 Jahren und 10 Jahre nach den Simpsons begann mit Futurama Matt Groenings zweite Trickfilmserie. Ebenfalls 1999 veröffentlichte Comiczeichner Walter Moers mit Die 13½ Leben des Käpt'n Blaubär seinen ersten Roman – für 2019 ist mit Der Bücherdrache bereits das neunte Zamonien-Buch angekündigt.

Vor 15 Jahren konnte man am Fernsehbildschirm das Schicksal mehrerer Überlebender eines Flugzeugabsturzes verfolgen, welche auf einer geheimnisvollen Insel um ihr Überleben kämpften. Der Sender ABC sendet am 22. September 2004 die erste Folge der Mystery-Serie Lost.

Zack Snyder verfilmte vor 10 Jahren Alan Moores Graphic Novel Watchmen zum ersten Mal. Als TV-Serie soll die Superheldensaga 2019 auf dem US-Sender HBO anlaufen. Ein Jahr länger müssen sich die Avatar-Fans noch gedulden. 2009 begeisterte Avatar – Aufbruch nach Pandora mit seinen 3D-Bildern eines fernen Paradieses. Die Erste von zwei geplanten Fortsetzungen soll erst 2020 in die Kinos kommen.

Man sollte über die fehlenden fliegenden Autos nicht zu traurig sein – eigentlich kann man insgesamt froh sein, dass nicht alle Zukunftsvisionen aus Ridley Scotts Blade Runner wahr geworden sind. Vielleicht schafft es noch jemand bis November ein fliegendes Auto auf den Markt zu bringen, um so drohende Dieselfahrverbote zu umgehen. Ansonsten kann man sich damit trösten, dass das Schreckensszenario aus dem Film Die Insel, welcher ebenfalls im Jahr 2019 spielt, auch nicht eingetroffen ist.

Die Insel Trailer (German)

Blade Runner (1982) Trailer #2 Deutsch / German - Offiziell (HD)

DC-Comic-Kritik - Batman Paperback 1: Ich bin Gotham & Batman - Detective Comics 1: Angriff der Batman-Armee (Rebirth)

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Batman Detective Comics

In einem Satz zusammengefasst würde das zentrale Anliegen der DC-Verantwortlichen, das sie mit dem Großprojekt DC Universe Rebirth verfolgten, wohl lauten: Gebt den (langjährigen) Fans das, was sie wollen - und seid dabei Neueinsteiger-freundlich.

Das Ergebnis ist bekannt: Zahlreiche bei Anhängern und Kritikern gleichermaßen geschätzte Reihen … und insgesamt drei Batman-Titel. Das wiederum ist, wenn man ehrlich ist, aber nicht sonderlich verwunderlich. Der Dunkle Ritter ist schließlich nach wie vor einer der beliebtesten, wenn nicht sogar der beliebteste Superheld überhaupt, und sein Universum bietet auch schlicht genug Stoff, um selbst nach so vielen Jahren immer wieder völlig neue Geschichten mit Bat-Bezug erzählen zu können.

Nachdem All-Star Batman 1: Mein schlimmster Feind bereits vorgestellt wurde, soll es in diesem Beitrag um die ersten Bände von Batman sowie Batman: Detective Comics gehen.

Zusammen…

Autor Tom King könnte definitiv Protagonist in einem sicherlich extrem unterhaltsamen Comic sein. Seine Vita würden einige der potenziellen Leser mutmaßlich sogar für etwas zu konstruiert halten, denn bevor sich der US-Amerikaner wieder Vollzeit seinen Panels widmete, arbeitete dieser - kein Scherz - für die CIA. Wenn das nicht die optimalen Voraussetzungen sind, um Scott Snyders Werk fortsetzen zu können.

In seinem die ersten sechs Einzelheftausgaben sowie Batman: Rebirth 1 enthaltenden Debüt-Trade Ich bin Gotham legt der Eisner-Award-Gewinner (für Vision) zwar noch nicht alle Karten auf den Tisch, deutet allerdings ebenso an, dass "more of the same" nicht unbedingt seine Sache ist.

Die bewusste Doppeldeutigkeit in Bezug auf den Namen der Nachbarstadt von Metropolis lässt diesen über allem stehenden Satz daher noch passender erscheinen. Tatsächlich handelt es sich hier nämlich nicht um Gotham City, sondern um zwei neue Helden, die sich Gotham und Gotham Girl nennen, über enorme Kräfte verfügen und unter Anleitung der Fledermaus dort helfen wollen, wo sie gebraucht werden.

Batman Rebirth

Anfangs gelingt das auch durchaus gut und es hat überdies fast den Anschein, als würde Bruce Wayne Gefallen daran finden, zumindest theoretisch einmal eine Nacht seine Maske nicht aufsetzen zu müssen. Selbstverständlich stellt sich recht schnell heraus, dass dieses Szenario ein hypothetisches bleibt, da ein plötzlicher Aufstieg in die Justice-League-Gewichtsklasse selten einfach so erfolgt - und so viel sei verraten: Der Preis, den die beiden dafür zahlen, ist extrem hoch.

Genau darin liegt ganz offensichtlich eine der großen Stärken Kings: Er treibt in seiner ersten Storyline im Bat-Kosmos den Protagonisten sowie die von ihm eingeführten Figuren an ihre Grenzen und darüber hinaus. Interessanterweise verzichtet er beinahe komplett darauf, zu diesem frühen Zeitpunkt schon auf einen der unzähligen berüchtigten Arkham-Insassen zu setzen und begnügt sich stattdessen mit Schurken aus der zweiten oder dritten Reihe, die er dafür aber gekonnt in das Geschehen einbindet. Dennoch oder vielleicht auch gerade deswegen wirkt all das Dargebotene eher wie eine Art Epilog, in dem gewissermaßen eine Staffelstabübergabe vollzogen wird, und nicht wie ein Abenteuer, das schon Fahrt aufgenommen hat. Nicht umsonst steht Scott Snyders Name ebenfalls auf dem Cover und nicht umsonst ist das absolute Highlight des Paperbacks auf der letzten Seite zu finden: Ein Cliffhanger, wie man ihn sich wünscht.

…ist man weniger allein

Etwas konsequenter als Tom King geht der noch recht junge (Jahrgang 87), allerdings keinesfalls mehr als Nachwuchstalent durchgehende James Tynion IV bei seinem ersten Ausflug in das wiedergeborene DC-Universum in Sachen Teambuilding vor - und nein, damit sind keine vertrauensbildenden Maßnahmen gemeint.

Sein Batman beginnt höchstselbst damit, eine Gruppe zusammenzustellen, um einer Bedrohung, deren Ausmaß lange nicht abzusehen ist, etwas entgegensetzen zu können. Ob er jedoch wirklich glaubt, diese Hilfe zu benötigen oder ob es einen anderen Grund für diesen Schritt gibt, sei einmal dahingestellt.

Es besteht aus Red Robin, Orphan, Spoiler, dem (geläuterten?) Clayface und Batwoman alias Kate Kane, die diese buntgemischte Truppe trainieren soll. Ein erster bedeutender Schritt von Gothams Mitternachtsdetektiv, denn die von ihm mit der Ausbildung dieses Quartetts betraute junge Frau ist niemand Geringeres als seine Cousine, die er überdies endlich in sein Geheimnis einweiht. Und wie sich bald herausstellt, haben all die Herausforderungen, mit denen es diese Alternativ-Bat-Familie zu tun bekommt, unmittelbar mit der Vergangenheit der Ex-Soldatin zu tun.

Auf den ersten Blick erscheint es mutig, "The World’s Greatest Detective" in dem Ur-Batman-Titel schlechthin zum Start in diese neue Ära nicht dauerhaft in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen, auf den zweiten schlicht folgerichtig. So können sich Komplettisten über sehr unterschiedliche Geschichten und Neueinsteiger sowie Wechsel-Wähler über die Existenz echter Alternativen freuen.

Batman Detective Comics

Insbesondere die Entscheidung neben Batwoman auch Jung-Genie Tim Drake alias Red Robin in das Zentrum der Handlung zu rücken, erweist sich schon nach einigen Seiten als eine sehr kluge, da sein Einfallsreichtum und seine Schlagfertigkeit immer wieder für eine Auflockerung der insgesamt sehr ernsten Tonalität sorgen.

Abschließend vielleicht noch ein Wort zu einem geteilten Plus: Während bei Batman Paperback 1 in David Finch, Mike Janin und Ivan Reis das erste starkes Zeichner-Trio am Werk war, überzeugte bei Batman: Detective Comics Paperback 1 das zweite, bestehend aus Eddy Barrows, Alvaro Martinez sowie Al Barrionuevo. Auffällig ist, dass es zu keinen extremen stilistischen Brüchen innerhalb der Storys kommt, sondern eher zu Varianten eines Looks (etwas mehr Retro-Charme versprühend versus eher moderner anmutend), der sich in beiden Fällen durch ausgeprägte Liebe zum Detail auszeichnet.

Fazit

Der doppelte Dark Knight hat zweifelsohne seine Daseinsberechtigung. Weder Tom King noch James Tynion IV lassen es sich nehmen, ihre zugegebenermaßen recht unkonventionellen Ideen in die Tat umzusetzen. Dadurch fühlen sich beide Reihen zunächst etwas anders an, was sicher nicht jedem gefallen, aber viele wahrscheinlich sehr neugierig auf all das machen wird, was da kommen möge. Die jeweiligen Cliffhanger lassen jedenfalls eine Menge spannender Entwicklungen möglich erscheinen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Panini Comics/ DC Comics

Batman: Produktion für den nächsten Solo-Film soll nicht vor 2019 starten

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Batman Ben Affleck

Fans des Dunklen Ritters sind mittlerweile Kummer gewohnt, wenn um das Warten auf den nächsten Solofilm geht. Erst wollte Darsteller Ben Affleck die Regie übernehmen, gab sie dann jedoch wieder ab. Nun steht Matt Reeves nach einigem Hin und Her als Regisseur fest.

Seit der Verkündung von Reeves als Regisseur gibt es aber wenig Neuigkeiten zur Planung. Bekannt ist lediglich, dass er für das Drehbuch, das Ben Affleck und Geoff Johns verfasst haben, keine Verwendung hat und somit nochmals von vorn beginnt. Die Geschichte habe er bereits entwickelt, das Drehbuch sei aber noch nicht verfasst.

Es sieht also nicht so aus, als würde noch in diesem Jahr Entscheidendes passieren, um die Produktion von Batman kurzfristig zu starten. Heroic Hollywood zufolge würde man auch nicht vor 2019 starten. Dies wäre insofern logisch, als dass die Produktionen für dieses Jahr bei DC bereits festlegt sind: Die Produktion von Shazam ist bereits gestartet, folgen sollen noch Wonder Woman 2 und die Origin-Geschichte zum Joker.

Sollte es aber im nächsten Jahr konkret mit Batman werden, wäre mit einem Kinostart entweder 2020 oder 2021 zu rechnen. Der letzte Solofilm zu Batman war The Dark Knight Rises, der 2012 in die Kinos kam - das macht eine Wartezeit für das Publikum von acht oder neun Jahren. Seit dem Reboot des Franchises mit Batman & Robin im Jahr 1997 haben Fans noch nie so lange auf einen weiteren Batman-Film warten müssen. 

Die Wartezeit können sie sich in der Zwischenzeit mit dem Home-Entertainment-Release von Justice League verkürzen. Der Film ist ab 29. März auf Blu-Ray und DVD verfügbar.

Christian Bale über seine Zeit als Batman und deren Auswirkung

In Batman Begins, The Dark Knight und The Dark Knight Rises verkörperte Christian Bale Bruce Wayne alias Batman. The Dark Knight Rises erschien 2012, sodass es mittlerweile fünf Jahre her ist, dass Bale in die Rolle des Dunklen Ritters schlüpfte. 

Im Rahmen der Pressetour zu seinem neuesten Film Hostiles kam Bale nochmals auf seine Zeit als Batman zu sprechen:

"Ich habe gemischte Gefühle dazu. Ich werde Chris ewig dankbar sein. Zum Beispiel haben Rescue Dawn, Werner (Herzog) und ich seit Jahren versucht, das zusammenzusetzen. American Psycho - Mary Harron und ich haben Jahre daran gearbeitet. Niemanden hat es interessiert. Warum? Wegen mir. Chris hat mich für Batman gecastet, und auf einmal sagte jeder: "Ja, klar! Wir versuchen's mit ihm." Es hat alles geändert. Es war das erste Mal, dass ich einen Film von dieser Größe gemacht habe. Das war eine wirkliche Lernkurve für mich. Ich habe lange Zeit damit gerungen. Manchmal mache ich das immer noch. Aber ich lerne einfach, die guten Dinge zu akzeptieren."

Bale nutzt das Method Acting, was während der Dreharbeiten eher dazu beigetragen hat, dass er sich vom Rest des Teams isolierte:

“Auf meinen Vorschlag hin sollte mich niemand ohne die Kapuze sehen. Das ging nicht. Man kann dieses Mysterium nicht zerstören. Also durften wir das nicht. Also saß ich die ganze Zeit in einem Zelt und dachte mir sieben Monate später, dass ich immer noch drin saß, weil es meine eigene Idee gewesen war."

Batman: Ben Affleck über seine Zukunft als Dunkler Ritter

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Batman Ben Affleck

Der nächste Solofilm zu Batman hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich gebracht. Eigentlich sollte Ben Affleck, der den Dunklen Ritter zuletzt dargestellt hat, auch die Regie übernehmen. Im Januar diesen Jahres wurde jedoch bekannt, dass Affleck die Regie abgibt. Nach einigem Hin und Her übernimmt jetzt doch Matt Reeves die Regie hierfür.

In einem Interview mit Daily Sabah sprach Ben Affleck nun über seine Zukunft als Batman und die Entscheidung darüber, nicht die Regie beim nächsten Solofilm zu übernehmen:

"Es ist interessant für mich, und ich schätze das immer anhand des Niveau des Materials ein. Ich möchte Regie für einen Batman-Film führen, aber ich habe nie ein Drehbuch bekommen, mit dem ich glücklich war. Also hat man von vorne begonnen und ein weiteres Drehbuch verfasst. Aktuell denke ich über die vielen verschiedenen Möglichkeiten nach, in die das DC-Universum gehen könnte. Ich werde einfach meinen Interessen folgen. Ich weiß jedoch, dass ich gerne mit dieser Gruppe zusammenarbeiten und es eine wirkliche Freude war, diesen Film zu machen."

Außerdem äußerte er sich darüber, wie er Batman gespielt hat:

"Ich mag diese Version von Batman sehr. Die Gefahr, diesen wütenden und nachtragenden Charakter gegenüber Superman, war die ganze Zeit eine große Last, was auch zu dem dunkleren Tonfall geführt hat. Und mit diesem ist Batman kein Joker und auch nicht so lustig. Aber seine Direktheit gegenüber Flash und anderen Menschen ist lustig. Diese Dynamik macht im Spiel sehr viel Spaß. Wir haben mehr Ironie, etwas mehr Selbsterkenntnis und etwas mehr Spaß mit dem Film. Das war toll."

Über den nächsten Solofilm zu Batman ist bislang lediglich bekannt, dass Matt Reeves Regie führen wird. Ein Startdatum ist noch nicht geplant.

Das DCEU nach Justice League - Updates & Gerüchte zu Flashpoint, Batgirl & The Batman

Mit dem vergleichsweise verhaltenen Kinostart von Justice League richtet sich der Fokus auf die Zukunft des DC Extended Universe und welche Konsequenzen der kommerzielle Erfolg des Superhelden-Teamfilms auf kommende Projekte haben könnte.

Neben Aquaman (2018), Shazam (2019) und Wonder Woman 2 (2019) scheint sich der Flash-Solofilm Flashpoint aktuell am weitesten in der Entwicklungsphase zu befinden. Im Interview mit Entertainment Weekly sprach Hauptdarsteller Ezra Miller über den Stand der Dinge:

"Der Fortschritt des Projektes ist durch die wechselhaften Tendenzen mit der Figur von Barry Allen vergleichbar. Aber es sieht immer vielversprechender aus, viel weiter als bei den bisherigen Versuchen.

Fans müssen unweigerlich an ein Wort wie 'Krise' denken, wenn sie 'Flashpoint' hören. Wir werden feststellen, dass unser geliebtes DC-Universum zugunsten eines unendlichen, Kopfschmerzen verursachenden Multiversums auseinandergerissen wird. Ich nenne es das DC Hyper-Extended Multiverse."

Die Handlung zu Flashpoint zeigt gerüchteweise eine Reihe von alternativen und boshaften Versionen der bekannten Helden, unter anderem auch Bruce Waynes Vater Thomas als Batman. DCEU-Chef Geoff Johns bestätigte zudem, dass der Film einen Fokus auf Alternativversionen von Batman legt. Gerüchteweise könnte Warner dies zum Anlass nehmen, um die Rolle durch einen jüngeren Schauspieler neu zu besetzen.

Auch der Batman-Solofilm von Matt Reeves scheint sich aktuell wieder innerhalb des DC-Universums zu bewegen (via El Fanboy) und nach den Ereignissen von Justice League zu spielen. Ob Ben Affleck zurückkehrt oder bereits ein anderer Schauspieler (z.B. Jake Gyllenhaal) in das Kostüm des dunklen Rächers schlüpft, bleibt weiterhin Spekulation.

Joss Whedons DC-Filmprojekt zu Batgirl scheint einem ausführlichen Bericht bei The Ankler nach aktuell wieder in weite Ferne zu rücken. Hoffnungen liegen auf James Wan, der eine wichtigere Position innerhalb des DCEU übernehmen könnte, sollte Aquaman ein Erfolg werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Wonder Woman als Dreh- und Angelpunkt des gesamten Filmuniversums zu positionieren und weiter in den Fokus zu rücken.

JUSTICE LEAGUE - Trailer #1 Deutsch HD German (2017)

DC-Comic-Kritik: All-Star Batman 1: Mein schlimmster Feind (Rebirth)

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All-Star Batman

Es wurde bereits an anderer Stelle erläutert, was Scott Snyders jüngste Werke auszeichnet und weshalb er mittlerweile eindeutig zu den ganz Großen der Branche gehört. Besagte Ausführungen waren allerdings eher allgemeiner Natur, weshalb in diesem Beitrag noch einmal etwas detaillierter auf seine vielleicht wichtigste inhaltliche Entscheidung in Bezug auf "The Caped Crusader" eingegangen werden kann: seinen Umgang mit den Fledermaus-Antagonisten!

Wer sich nur oberflächlich mit dem The-New-52-Run des Ausnahmeautors beschäftigt hat, könnte jetzt einwenden, dass es nicht wahnsinnig innovativ sei, große Batman-Storys zu erzählen, in denen der Joker Gotham bedroht. Wer sich jedoch die Mühe macht und etwas genauer hinsieht, wird erkennen, dass insbesondere sein Umgang mit einem der ikonischsten Comic-Bösewichte überhaupt beinahe einmalig war.

Dass der “Clown Prince of Crime“ im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Gesicht bekam, man ihn aber dennoch ganz eindeutig als Erzfeind des Dunklen Ritters identifizieren konnte, hat daher auch nichts mit Effekthascherei zu tun oder einem Wow-Moment um jeden Preis. Vielmehr hat Snyder es geschafft, der Figur eine neue Seite abzugewinnen, indem er deren unterschiedliche Facetten in einer einzigen Geschichte zu verschiedenen Zeitpunkten hat durchblitzen lassen. Außerdem bestimmte dieser Joker zwar selbstredend die zwei großen Arcs Der Tod der Familie (Death of the Family) und Todesspiel (Endgame), war in der Rückschau betrachtet allerdings im Prinzip dauerpräsent, und sei es nur in Form der Folgen seiner Taten.

Man könnte beinahe so weit gehen, zu sagen, dass Snyder in diesen großen Batman-Storylines aus den Anta- die Protagonisten gemacht hat. Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass "The World's Greatest Detective" hier keine wichtige Rolle zukommt - ganz im Gegenteil -, jedoch glänzt er eben primär in den Momenten, in denen seine Kontrahenten etwas mehr glänzen, und das ist schon bemerkenswert.

Natürlich zeichneten auch andere Autoren schon mehrfach für Comics verantwortlich, die die Gegenspieler der Fledermaus sehr gut aussehen ließen (Batman: Hush (Jeph Loeb), Mad Love (Paul Dini/Bruce Timm) oder The Killing Joke (Alan Moore)), aber nur Scott Snyder widmete sich am Stück so vielen Arkham-Stammgästen.

So dreht sich in All-Star Batman 1: Mein schlimmster Feind beispielsweise alles um Two-Face…

Inhalt

Bruce Waynes Alter Ego und der Schurke mit Münze auf einem Höllentrip durch die USA und natürlich ist vollkommen klar, wer dabei die Richtung vorgibt, oder etwa doch nicht?

Während der Dunkle Ritter glaubt, er könne diesmal seinen langjährigen Freund Harvey Dent von dessen dunkler Seite befreien, arbeitet ebendieser in die genau entgegengesetzte Richtung und ruft die Öffentlichkeit dazu auf, ihm bei der Realisierung eines Masterplans zu helfen.

Tatsächlich muss man sich mehrfach fragen, wer angesichts der zahlreichen Wechsel auf dem Fahrersitz im Laufe dieses Abenteuers eigentlich bestimmt, wohin diese Reise geht beziehungsweise ob diese überhaupt ein ansteuerungswürdiges Ziel hat.

Eines ist allerdings klar: dass ungewiss ist, ob die beiden letztlich überleben, da die beiden (nicht zufällig) mehr als einmal in Anatoli Knyazev alias KGBeast oder The Beast einem der berüchtigtsten Kopfgeldjäger des Planeten begegnen.

Zwei Seiten

Wer ist eigentlich die Nummer 2 unter den Batman-Widersachern? Auf diese Frage, die von Fans schon häufig diskutiert wurde und wohl auch in Zukunft noch sehr häufig diskutiert werden wird, gibt es wohl nicht die eine richtige Antwort. Es existieren schlicht zu viele zu gute Bewerber, die berechtigterweise Anspruch auf die Position hinter dem Joker erheben dürfen.

Snyder hat offenbar großen Spaß daran, besagte Debatten immer wieder neu zu entfachen. Dass der Titel dieses Paperbacks Mein schlimmster Find (My Own Worst Enemy) lautet, ist definitiv kein Zufall. Er geht nämlich im Prinzip noch einen Schritt weiter und will Gründe dafür liefern, warum man beispielsweise Two-Face auch für die bedeutendste Unterweltgröße Gothams halten kann.

Er verfährt dabei mit ihm ähnlich wie zuvor schon mit dem On-Off-Freund von Harley Quinn. Der Kritikerliebling arbeitet all das heraus, was die Figur seit jeher auszeichnet und schafft es dennoch abermals, ihr eine ganze neue Seite abzugewinnen, und Seite kann man hier sogar ganz wörtlich nehmen. Die innere Zerrissenheit des Mannes, der vor allem in Batman - The Animated Series dafür bekannt war, ausschließlich schwarz-weiße Anzüge zu tragen, gipfelt darin, dass sich seine Persönlichkeiten diesmal so intensiv bekämpfen wie vielleicht noch nie zuvor. Deshalb handelt Mein schlimmster Feind eben nicht nur von dem Duell Batman versus Two-Face, sondern auch von dem Harvey Dents mit seinen Dämonen. Und über allem steht die Frage: Wer triumphiert am Ende über wen?

Zwei Freunde

All das würde an sich völlig ausreichen, um den Leser bestens zu unterhalten, Scott Snyder wäre jedoch nicht Scott Snyder, wenn er nicht noch einen Schritt weiter gehen würde. Ja, der KGBeast-Strang sorgt noch für etwas Action der Extraklasse, aber - wie gesagt - geht es ihm eindeutig primär darum, dem Rezipienten genau zu erklären, warum der Münzwerfer zu dem geworden ist, den er auf diesen 180 Seiten erlebt, und da ist es eigentlich nur logisch, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen.

Man erfährt, wie sich zwei Jungen, die es bis dato nicht gerade leicht im Leben hatten, kennengelernt haben, wie sie zu Freunden wurden, einen Pakt schlossen und erfährt vor allem, dass eventuell schon damals die Chance bestanden hätte, all das Schlimme, was sich viele Jahre später ereignete, zu verhindern. Dass diese Kinder zunächst erst gar nicht den Namen des anderen kannten, ist eventuell sogar der genialste Schachzug des Autors.

Denn schließlich kann man bis heute nicht wirklich sagen, wer Bruce Wayne und Harvey Dent wirklich sind. Jeder hat eine weitere Identität, die sich selbstredend voneinander unterscheiden, allerdings doch nicht so sehr, als dass man nicht dennoch behaupten könnte, dass es sich bei diesen beiden um die zwei Seiten einer Medaille (oder eben Münze) handelt, von denen mindestens eine Kratzer hat.

Fazit

All-Star Batman 1: Mein schlimmster Feind mag den Vorteil haben, dass das, was man in diesem die ersten fünf Einzelheftausgaben enthaltenden Trade erzählt, keinen Beitrag zum Fortgang des Rebirth-Hauptgeschehens leisten muss. Trotzdem muss man solche Freiheiten erst einmal so nutzen, wie es Scott Snyder getan hat.

Selten war man so beeindruckt von Two-Face, der eindeutig im Zentrum der Geschichte steht, diese jedoch nur aufgrund seiner außergewöhnlichen Verbindung zu dem Mann hinter der Maske tragen kann. Erwähnenswert sind zudem die vielen Zeitsprünge, die dazu führen, dass man gelegentlich selbst kurz den Überblick verliert, es einem also ähnlich ergeht wie den Hauptakteuren - Orientierung liefern dann stets die gelegentlich am Bildrand vermerkten zurückgelegten Kilometer (inkusive Ortsangabe).

Bleibenden Eindruck hinterlassen ebenfalls die Zeichnungen von John Romita Jr., der vor allem unter Beweis stellt, wie vielseitig begabt er ist. Die ständigen Schauplatzwechsel, die zahlreichen Figuren, die ausdrucksstarken Gesichter, die häufig im Fokus stehen, all das meistert er spielend. Und deshalb muss man abschließend konstatieren, dass diese die Story bestimmende Dualität auch nicht vor den Kreativ-Verantwortlichen haltmacht, die ein starkes Team bilden.

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