Stephen King

Der Buick: Das nächste Werk von Stephen King soll verfilmt werden

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Buick Stephen King

Nachdem bereits vor rund 35 Jahren mit Christine ein besessenes Auto im Mittelpunkt eines Stephen-King-Romans stand, widmete sich der Horror-Autor etliche Jahre später in From a Buick 8 nochmals einer rollenden Tötungsmaschine. Wie schon die Geschichte des besitzergreifenden 58er Plymouth Fury bereits verfilmt wurde, soll nun auch Der Buick, wie der Roman hierzulande betitelt wurde, auf die Leinwand rollen.

Diese Aufgabe übernimmt dabei der US-Filmemacher William Brent Bell, zu dessen letzten Werken unter anderem der Found-Footage-Schocker The Devil Inside, der Fantasy-Slasher Wer - Das Biest in dir und The Boy zählen. Neben der Regie übernimmt Bell auch die Arbeiten an dem Drehbuch, während die Produktion unter dem Banner von Ashok Amritraj und seiner Filmschmiede Hyde Park Entertainment (Ghost Rider: Spirit of Vengeance) stehen wird. Details zum Cast des Films oder dessen Veröffentlichung gibt es derzeit noch nicht.

Bereits im Jahr 2005 sollte eigentlich George A. Romero den Stoff verfilmen und wurde zwei Jahre später durch seinen Kollegen Tobe Hooper abgelöst. Doch aufgrund von Finanzierungsproblemen brachte auch der damalige Regiewechsel nichts, sodass der Roman über die Faszination für tödliche Dinge, unser Beharren auf Antworten, wo es keine gibt, sowie Terror und Mut angesichts des Unerkennbaren, unverfilmt blieb.

Die Geschichte dreht sich um den Ned Wilcox, der den Tod seines Vaters nicht verkraftet und daher Trost bei dessen ehemaligen Arbeitskollegen sucht. Seine Freizeit verbringt der Teenager nun im Polizeirevier und entdeckt eines Tages beim Putzen der Fensterscheiben einen alten Buick in einem Schuppen. Daraufhin erzählen ihm die Polizisten von dem Wagen, der eine Art Eigenleben hat und unerklärliche Geschehnisse und Katastrophen nur so anzieht.

Todesmarsch: Stephen Kings Roman wird verfilmt

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Todesmarsch

New Line Cinema hat sich nach dem Erfolg des ersten Teils von Es nun die Rechte an Stephen Kings Roman Todesmarsch gesichert. Das Buch erschien, wie einige weitere Bücher des Horrorautors, ursprünglich unter den Pseudonym Richard Bachmann.

Das Filmstudio hat mit James Vanderbilt auch schon einen Drehbuchautor für das Projekt gefunden. Vanderbilt verfasste unter anderem die Drehbücher zum Thriller Zodiac, zu der Science-Fiction-Fortsetzung Independence Day: Resurgence und den beiden Amazing-Spider-Man-Filmen. Als Produzenten arbeiten Bradley Fischer und William Sherak an der Verfilmung mit.

Todesmarsch erschien 1979 und erzählt die Geschichte des Jungen Ray Garraty, der an der grausamen Veranstaltung teilnimmt. Der Diktator Major veranstaltet in den USA jedes Jahr den sogenannten Todesmarsch. Hierbei geht es aber nicht darum, als Erster ins Ziel zu kommen, sondern als letzter Teilnehmer am Leben zu bleiben. Dem letzten Überlebenden wird lebenslang jeder Wunsch erfüllt.

Läuft ein Teilnehmer mit einer Geschwindigkeit von weniger als vier Meilen die Stunde, erhält er eine Verwarnung. Jeder der mitlaufenden Jungen, der nach drei Verwarnungen immer noch zu langsam geht oder zu lange stehen bleibt, wird erschossen. Während seines Marsches freundet sich Garraty mit einigen der anderen hundert Teilnehmer an. Doch am Ende kämpft jeder für sich allein, da es nur einen Sieger der Veranstaltung geben darf.

Zusammen mit Tommyknockers und Friedhof der Kuscheltiere gehört Todesmarsch zu einer ganzen Reihe von geplanten Filmen, die alle auf den Büchern von Stephen King beziehungsweise Richard Bachmann basieren. Es ist noch nicht bekannt, wann Todesmarsch in den Kinos zu sehen sein wird.

Tommyknockers: Universal angelt sich die Rechte am Stephen-King-Roman

Im momentanen Stephen-King-Adaptions-Wahn werden auch schlechte Erstverfilmungen vergessen und einfach noch einmal neu verfilmt. Nach Es und Friedhof der Kuscheltiere, dessen Dreharbeiten demnächst beginnen sollen, wird aktuell auch eine neue Adaption von Tommyknockers in Angriff genommen. Das Hollywoodstudio Universal sicherte sich die Rechte am King-Roman von 1987, auf dessen Grundlage der Sender ABC bereits 1993 eine etwas albern anmutende Miniserie produzierte. 

Die erste Adaption wurde nicht besonders freundlich aufgenommen und sogar Autor Stephen King bezeichnete die Vorlage in einem Interview mit dem Rolling-Stone-Magazin im Jahr 2014 als ein furchtbares Buch. Das alles wird dank des Erfolges des Horrofilms Es ignoriert. Wie genau das Studio mit dem Projekt weiterverfährt, ist noch unbekannt. Sicher scheint bisher nur, dass Horrorregisseur James Wan zu den Produzenten gehört. 

In dem Buch selbst geht es um die Entdeckung eines UFOs in der Kleinstadt Haven im Bundestaat Maine. Das Raumschiff setzt ein Gas frei, das zu einer merkwürdigen Verwandlung der Bürger der Stadt führt. Der alkoholsüchtige Schriftsteller James Eric Gardener scheint als Einziger immun gegen das Gas zu sein, weil er eine Stahlplatte im Kopf hat. 

Die Knochenkirche: Gedicht von Stephen King wird zu TV-Serie

Stephen King live on stage in Deutschland (November 2013)

Die Meldungen zu Verfilmungen von Stephen Kings Werken reißen nicht ab. Dieses Mal hat sich Cedar Park Entertainment (von David Ayer und Chris Long) die Rechte an seinem Gedicht "Die Knochenkirche" (OT: The Bone Church) gesichert. Eine TV-Serie ist in Planung. 

Das Gedicht basiert auf einem frühen Entwurf aus dem Jahr 1968. Allerdings machte sich King erst 2008 erneut an die Geschichte und brachte es in einer finalen Version zu Ende. Es ist Teil der Kurzgeschichtensammlung "Basar der bösen Träume", erschien jedoch vorab online und im Playboy-Magazin. 2011 druckte auch der deutsche Playboy eine Übersetzung des erzählerischen Gedichts.

Der Ich-Erzähler gibt seine Geschichte in einer Bar jedem zum Besten, der ihm einen Drink kauft. Sie handelt davon, wie er mit einer Forschergruppe tief in den Dschungel vordrang, um einen mythischen Ort zu endecken. Die so genannte Knochenkirche, wohin sich Elefanten zum Sterben begeben. Doch es geschehen Ungeheuerlichkeiten, die nach und nach den Teilnehmern der Expedition das Leben kosten.

Die Adaption steckt noch in der frühen Planungsphase. Wann, wo und in welcher Form die Serie zu sehen sein wird, ist noch unbekannt.

Mr. Mercedes: Zweite Staffel für die Serienadaption von Stephen Kings Roman

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Brendan Gleeson Mr. Mercedes

Nicht alle Verfilmungen der Romane von Stephen King liefen dieses Jahr so erfolgreich wie Es. So wurde die Serie The Mist beispielsweise von Spike nach einer Staffel eingestellt. Besser ist es da Mr. Mercedes ergangen. Das AT&T Audience Network hat die Serie jetzt um eine zweite Staffel verlängert.

Drehbuchautor David E. Kelly (Big Little Lies) soll auch in der zweiten Staffel die Vorlage von Stephen King für die Serie adaptieren. Mr. Mercedes ist Teil von Kings Bill-Hodges-Trilogie, die noch aus den Bänden Finderlohn und Mind Control besteht. Auch Regisseur Jack Bender (Game of Thrones) ist in der zweiten Staffel wieder mit an Bord.

Im Mittelpunkt der Serie steht der pensionierte Detective Bill Hodges. In der ersten Staffel macht er sich noch einmal auf die Jagd nach einem Serienmörder. Während Hodges Dienstzeit war dieser Killer mit einem Mercedes in eine Menschenmenge gerast.

Hodges konnte den Fall nie aufklären, bekommt aber eine zweite Chance, als der vermeintliche Killer ihm eine Nachricht zukommen lässt. In dieser kündigt er ein noch schrecklicheres Verbrechen an und fordert Hodges zu einem tödlichen Spiel heraus.

Neben Brendan Gleeson (Edge of Tomorrow) als Detectives Bill Hodges waren in der Serie unter anderen Harry Treadaway (Penny Dreadful), Jharrel Jerome (Moonlight), Kelly Lynch (Magic City), Scott Lawrence (Avatar), Robert Stanton (Mercury Rising), Ann Cusack (Nightcrawler) und Mary-Louise Parker (The West Wing) zu sehen.

Die Produktion der zweiten Staffel soll im Februar nächsten Jahres beginnen. Geplant sind zehn neue Episoden.

Stephen King in Gesprächen zu Verfilmungen von The Stand und Brennen muss Salem

Dank zahlreicher Roman-Adaptionen wie Der Dunkle TurmGerald's GameThe Mist1922, Castle RockEs , Mr. Mercedes und 8 ist Stephen King derzeit omnipräsent.

Gegenüber Vulture äußerte die Schriftsteller-Ikone, dass in absehbarer Zeit mit weiteren Verfilmungen seiner Werke gerechnet werden kann.

So führe King derzeit Gespräche mit Showtime und CBS über eine TV-Serienadaption von The Stand (1978). Des Weiteren soll es Interesse an einer Verfilmung von Brennen muss Salem (1975) geben.

Beide Werke wurden bereits verfilmt. 1994 erschien der Fernsehfilm Stephen Kings The Stand - Das letzte Gefecht, Brennen muss Salem wurde 1979 gleichnamig von Tobe Hooper und 2004 von Mikael Salomon unter dem Titel Salem's Lot - Brennen muss Salem veröffentlicht.

Außerdem sind die Planungen zu einer TV-Serienumsetzung von Der Dunkle Turm weiterhin in vollem Gange. Aufgrund der ernüchternden Kritiken und dem nicht zufriedenstellenden EInspielergebnis des Kinofilms (2017) mit Idris Elba und Matthew McConaughey in den Hauptrollen wird derzeit über einen kompletten Reboot nachgedacht. An dem Projekt ist unter anderem Glen Mazzara beteiligt, der als ehemaliger Showrunner von The Walking Dead bereits Erfahrungen mit der erfolgreichen Adaption einer Literaturvorlage sammeln konnte.

Salem's Lot ( 1979 ) Trailer

Ein wahnsinniges Spiel - Kritik zu Gerald's Game

Jessie (Carla Gugino) und Gerald Burlingame (Bruce Greenwood) spielen gerne. Ihrem Bekanntenkreis spielen sie die perfekte Ehe vor. Und miteinander spielen sie ein Spiel der Ignoranz. Mit anderen Worten - die Beziehung der Burlingames ist lange nicht mehr harmonisch und liebevoll. Und dennoch fahren Jessie und Gerald in ihr einsam gelegenes Haus am See, um wenigstens wieder Schwung in ihr Sexleben zu bringen. Als passendes Requisit hat Gerald hierfür zwei Paar Handschellen im Koffer.

Schnell stellt sich aber heraus, dass Gerald ein Nein seiner Frau nicht akzeptieren und das Spiel nicht beenden möchte. Jedoch findet es schließlich ein abruptes Ende: Gerald erleidet einen Herzinfarkt und landet tot neben dem Bett. Zurück bleibt Jessie. Hilflos ans Bett gefesselt.

Die Verfilmung zu Stephen Kings Roman Gerald's Game (deutscher Titel Das Spiel) inszenierte Mike Flanagan (Hush, Before I Wake). Der Regisseur ist seit seinem fünften Schuljahr ein Stephen-King-Fan und hatte Gerald's Game das erste Mal auf dem College gelesen. Damals hielt er den Roman jedoch für unverfilmbar. Dennoch ließ ihn die Idee nicht los, sodass er stetig an einer möglichen Erzählstruktur arbeitete, die der Geschicht gerecht würde.

Nachdem Stephen King Flanagans Oculus gesehen hatte, kam das Projekt dann ins Rollen. Der Regisseur konnte die Rechte an der Geschichte erwerben, und nach dem Erfolg von Hush kam Netflix an Bord.

Vermutlich ist Flanagan mit das Beste, was Gerald's Game passieren konnte. Der Verfilmung ist anzumerken, dass es sich hierbei um ein Herzensprojekt handelt, das sich möglichst nah an die literarische Vorlage hält. Flanagan inszeniert die Geschichte als ein beklemmendes Kammerspiel, für das er den Wahnsinn, der Jessie beschleicht, auf seine wesentlichen Elemente reduziert.

Anstatt hier das Schauspielensemble unnötig aufzublähen, um sämtliche Identitäten Jessies, die im Roman auftauchen, darstellen zu können, hat sich Flanagan auf seine brillant agierenden Hauptdarsteller Carla Gugino (Sin City) und Bruce Greenwood (Kingsman: The Golden Circle) verlassen. Die Besetzung der Rolle des Geralds mit Greenwood war ein Vorschlag von King selbst, Gugino stieß als Letzte zur Darstellerriege und erwies sich als Glücksgriff.

Beide Schauspieler haben sichtlich Laune darin, die unterschiedlichen Facetten ihrer Figuren auszuloten. Greenwood spielt den aggressiven, sexuell frustrierten Ehemann derart überzeugend, dass man als Zuschauer umgehend eine heftige Antipathie für ihn empfindet. Im weiteren Verlauf jedoch offenbart er Züge an Gerald, die beinah Mitleid mit dem gestressten Anwalt hervorrufen.

Letztendlich jedoch trägt Carla Gugino den Film und schont sich nicht für ihre Rolle. Scheinbar mühelos wechselt sie zwischen purer Verzweiflung, die Jessie ob der hilflosen Situation empfindet, eiskaltem Kalkül, wie sie sich aus der Situation retten könnte - und einer Frau, die in ihrem Leben bereits einiges durchmachen musste.

Die Gruselelemente der Geschichte setzt Flanagan sehr dosiert, dafür umso effektiver ein. Wie Jessie weiß der Zuschauer zwischendurch selbst nicht mehr, was eine Halluzination und was Realität ist, sodass damit wie nebenbei der langsame Weg in den Wahnsinn, auf dem Jessie sich zu befinden scheint, greifbar wird.

Fazit

Gerald's Game gehört mit seiner eleganten Mischung aus Psychothriller, Kammerspiel und Grusel zu den definitiv gelungensten Verfilmungen einer Geschichte von Stephen King. Dies ist einem Regisseur zu verdanken, der hier sein Herzensprojekt endlich verwirklichen konnte sowie den brillant agierenden Schauspielern.

Gerald's Game | Official Trailer [HD] | Netflix

Stephen King: N geht bei Gaumont Television in Serie

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Der Steinkreis in Ackerman's Field

Nach Der Dunkle Turm, Gerald's Game, The Mist, 1922, Castle Rock und Es wird das nächste Werk von Stephen King als Film beziehungsweise Serie innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne umgesetzt.

Via Deadline ist nun bekannt, dass Gaumont Television die Novelle N unter dem neuen Namen 8 in Serienform bringen wird. 

N erschien in der Kurzgeschichtensammlung Sunset und erzählt die Geschichte des Psychiaters Johnny Bonsait und seinem Patienten N. N leidet unter Zwangsstörungen, unter anderem zwanghaftes Zählen, sowie Schlafstörungen. In Zusammenhang mit seinem Verhalten steht ein Steinkreis, der ein Monster in Schach halten soll. N sieht es als seine Aufgabe, durch sein zwanghaftes Zählen das Ungeheuer am Ausbruch aus dem Steinkreis zu hindern.

Für 8 ist die Geschichte nun angepasst. Zwar dreht sich die Geschichte auch um den Steinkreis, jedoch erzählt 8 die Geschichte von drei Teenagern, die der bösen Macht im Jahr 1992 entkommen sind, 25 Jahre später jedoch erneut mit ihr konfrontiert werden.

Die Regie für die Pilotepisode übernimmt David F. Sandberg (Lights out, Annabelle 2). Für das Drehbuch sind Andrew Barrer und Gabriel Ferrari zuständig. Barrer und Ferrari verfassten bereits das Drehbuch zu Ant-Man and The Wasp

Ein voraussichtlicher Ausstrahlungstermin ist noch nicht bekannt.

1922: Netflix veröffentlicht Trailer zur Stephen-King-Verfilmung

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Thomas Jane in 1922

Wird am 29. September zunächst Gerald's Game, die Adaption des gleichnamigen Romans von Stephen King, auf Netflix veröffentlicht, folgt mit 1922 kurz darauf eine weitere King-Verfilmung.

Der Streaminganbieter wird die Spielfilmumsetzung der gleichnamigen Novelle am 2. Oktober in sein Programm aufnehmen und präsentierte hierfür nun einen ersten Trailer (siehe unten).

In den Hauptrollen werden Thomas Jane (The Punisher, The Expanse), der mit Dreamcatcher (2003) und Der Nebel (2007) bereits in zwei Stephen-King-Verfilmungen spielte, Molly Parker (House of Cards, Goliath) und Dylan Schmid (Shut Eye) zu sehen sein. Weitere Rollen verkörpern unter anderem Neil McDonough (Arrows), Kaitlyn Bernard und Brian d'Arcy James (Spotlight, Smash).

Das Drehbuch stammt von Zak Hilditch (These Final Hours), der die Verfilmung als Regisseur auch selbst inszenierte.

Die Novelle 1922 erschien 2010 in der Sammlung Zwischen Nacht und Dunkel und handelt von Wilfred James (Jane), der seine Ehefrau (Parker) getötet und ihre Leiche mit Hilfe seines Sohnes (Schmid) in einen Brunnen geworfen hat. Doch infolgedessen macht Wilfred nicht nur der Sheriff Probleme, es scheint, als würde der Geist seiner Frau ihre ehemals gemeinsame Farm heimsuchen. 

1922 | Official Trailer [HD] | Netflix

In den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen - Zum 70. Geburtstag von Stephen King

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Stand by me - Darsteller

Die Neuinterpration zu Stephen Kings Es bricht gerade einige Rekorde an den US-Kinokassen und ist damit vermutlich mit eines der schönsten Geschenke, die dem Autor zu seinem Geburtstag gemacht wurden.

Zu seinem 70. Geburtstag erzählen Rhonda, Anne und Katrin, wann sie Stephen King für sich entdeckt haben, was sie an seinen Werken fasziniert und welche seiner Arbeiten in ihrer persönlichen Favoritenliste ganz vorne stehen.

Rhonda

Meine erste Begegnung mit dem King hatte ich bereits in jungen Jahren, als meine Mutter und ihre Schwester einen Buchclub starteten, der eigentlich nur dazu diente, alte, eselsohrige und ungeliebte Schmöker loszuwerden. Neben alten Werken von Wolfgang Hohlbein und Terry Pratchett landete über kurz oder lang auch Kings Feuerkind bei mir, das ich zu der Zeit zwar noch nicht wirklich verstand, mich aber trotzdem in seinen Bann zog.

Nach dem original TV-Film Es, den anscheinend jedes Kind meiner Generation viel zu früh gesehen hat, und damit bei vielen die völlig begründete Angst vor Clowns zementiert wurde, sowie dem Lesen von Friedhof der Kuscheltiere merkte ich, dass ich nicht wirklich für das Horror-Genre gemacht wurde. Stattdessen wandte ich mich den Psycho-Thrillern zu, bei denen es Stephen King wie kein anderer versteht, alltägliche Vorkommnisse eskalieren zu lassen und so umzuspinnen, dass man auch beim hundertsten Lesen immer wieder mitfiebert.

Besonders hat es mir dabei der Roman Sie (Misery) angetan, der sich nach seinem unschuldigen Start immer wieder steigern kann und eine Geschichte in der Geschichte erzählt, durch die unser Schriftsteller-Opfer Kraft schöpft und versucht, seinen Qualen für wenige Momente zu entfliehen. Besonders die beklemmenden Fluchtversuche des Protagonisten lösen bei mir immer wieder Herzklopfen aus.

Zu meinen drei liebsten Geschichten gehören Sie (Misery), Carrie und Feuerkind.

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Kathy Bates als Annie Wilkes in Stephen Kings Misery

Anne

'Irgendetwas stimmt hier ganz gewaltig nicht.' Wer beim Lesen von diesem leicht nagenden Gefühl schon einmal gepackt wurde und das leichte Unbehagen verspürt hat, das ihn dazu bringt, die Geschichte in Windeseile durchzupflügen, wird verstehen, was mich an Kings Werk so reizt. Stephen King schafft es bravourös, die Realität ein klein wenig schief darzustellen.

Dabei muss es keinesfalls unbedingt blutig zugehen, wie es in den zahlreichen, zumeist eher miesen 80er-Jahre-Filmen mit Gummirequisiten oder pixeligen Computereffekten gerne mal der Fall war. Die kann man gerne überspringen.

Nein, wer King wirklich verstehen will, muss ihn lesen. Nur hier wird man mit schonungslos ehrlichen und humorvollen Charakterbeschreibungen und beeindruckenden inneren Monologen belohnt, die ihresgleichen suchen. Auch wenn King 200 Seiten lang einfach eine Person mit all ihren Konflikten in ihrem Alltag beschreiben würde, würde er zumindest mich damit nicht langweilen. Die Hauptfiguren sind authentisch und mit Herzblut aufgebaut, so dass man bei jedem Lesen sofort in ihre Haut schlüpfen kann. Meine erste Begegnung mit Kings Werk war hierbei nicht einmal ein Mensch, sondern ein tollwütiger Bernhardiner. Diesen Bruch glaubhaft zu transportieren, kann nur ein wirklich großartiger Erzähler schaffen.

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Szenenbild aus der Verfilmung zu Stephen Kings Cujo

Katrin

Das silberne Buch mit dem Wolf auf dem Cover war eigentlich ein Tabu für mich. Zu klein wäre ich, meinte meine große Schwester, die ständig Bücher von einem gewissen Stephen King zu lesen schien. Irgendwann gab sie mir Das Jahr des Werwolfs dann aber doch - und legte damit den Grundstein für meine Faszination an Kings Schaffen.

Es sind aber nicht die offensichtlichen Horror-Elemente, die mich immer wieder zu seinen Geschichten greifen lassen. Zugegeben, Es und damit meine liebste Erzählung von King ist schuld daran, dass ich bis heute beim Duschen nicht die Augen schließe, weil ich fürchte, dass Pennywise aus dem Abfluss auftaucht. Aber das Hauptelement in dieser Geschichte ist dasselbe wie in meiner zweitliebsten Geschichte Die Leiche - es geht um Freundschaft und das Erwachsenwerden. Die Hauptfiguren in seinen Werken stehen Dinge durch, die sie ohne den Beistand ihrer Freunde vermutlich nicht durchgestanden hätten. Und stets zahlen sie den mit dem Verlust ihrer Unschuld (an dieser Stelle klammern wir die Kinder-Orgie in Es einmal aus, auch wenn sich das Wortspiel hier aufdrängen möchte) einen hohen Preis dafür.

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Szenenbild aus Stephen Kings Es

Zudem beherrscht King es meisterlich, seine Leser so an seine Hauptfiguren zu binden, dass sie beim Lesen schnell in den Geschichten abtauchen und die Perspektive der Hauptfigur einnehmen. Wie es sich dann wohl anfühlt, mit einer Geschwindigkeit von mindestens vier Meilen pro Stunde an einem Todesmarsch teilzunehmen? Solange zu laufen, egal ob schlafend oder wach, bis man der Letzte von fünfzig Jungen ist, der nicht erschossen wurde? Klingt auf den ersten Blick gar nicht so nach einer Horrorgeschichte - und doch ist mein drittliebstes Werk von King gerade so schrecklich, weil es so realistische Voraussetzungen hat.

Zugegeben, die meisten Verfilmungen seiner Geschichten sind bis auf wenige Ausnahmen wie The Green Mile ausbaufähig und wenig berauschend. Aber anhand von Stand by me zeigt sich, dass am ehesten die Umsetzungen gelingen, die keinen reinen Horrorgeschichten sind.

Abschließend sei jedem, der sich selbst am Schreiben versuchen möchte, noch Das Leben und das Schreiben von King ans Herz gelegt. Neben tiefen Einblicken in die Entstehung seiner frühen Werke, gibt er nützliche Tipps und Kniffe für das Handwerk eines Schriftstellers.

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