Teenage Mutant Ninja Turtles

Teenage Mutant Ninja Turtles: Casey und Colin Jost sollen den Kinoreboot schreiben

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Teenage Mutant Ninja Turtles - Out of the Shadows

Der geplante Kinoreboot der Teenage Mutant Ninja Turtles hat seine Autoren gefunden. Wie Variety berichtet, sollen die Brüder Casey und Colin Jost die Drehbuchvorlage zum neuen Realabenteuer der Turtles schreiben. Colin Jost ist vor allem durch die Comedysendung Saturday Night Live bekannt und war zudem zuletzt auch Tom & Jerrey zu sehen. Sein Bruder Casey produziert die Show Impractical Jokers.

Der neue Turtles-Film befindet sich aktuell noch in einer frühen Entwicklungsphase, von daher halten sich auch die Informationen zum Inhalt in Grenzen. Mit Michael Bay als Produzent dürfte es aber wohl wieder sehr actionreich werden. Neben Bay sind zudem auch Andrew Form, Brad Fuller, Scott Mednick und Galen Walker als Produzenten an Bord.

Die letzten Realfilmauftritte der Turtles sind gar nicht so lange her. Teenage Mutant Ninja Turtles kam 2014 in die Kinos. Bei einem Budget von 125 Millionen Dollar konnte der Film 493 Millionen Dollar einspielen. Eine Fortsetzung war daraufhin schnell beschlossen. Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows erschien 2016, hatte aber einige Probleme an den Kinokassen. Der Film kostete mit 135 Millionen Dollar etwas mehr als sein Vorgänger, spielte mit 245 Millionen Dollar aber deutlich weniger ein. Daraufhin wurden die Pläne für weitere Fortsetzungen aufgeben. Zwei Jahre später begannen die ersten Planungen für einen Reboot.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Seth Rogen kündigt Starttermin an

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Ninja Turtles

Längere Zeit war es still um den Kinoreboot der Teenage Mutant Ninja Turtles. Jetzt scheint aber Bewegung in das Projekt zu kommen. 

Produzent Seth Rogen teilte via Instagram eine Skizze und versah den Post schlicht mit dem aktuell geplanen Starttermin. So soll es in den US-Kinos am 11. August 2023 in Wiedersehen mit den Turtles geben. Das Bild selbst ist allerdings einen näheren Blick wert. Es ähnelt einer Skizze, die ein Schüler in einer langweiligen Unterrichtsstunde erstellt hat. Neben Notizen wie "bei April entschuldigen" sind unter anderem die verschiedenen Formen der Mutationen aufgeführt: "Deletion", "Duplication" und "Translocation". 

Die Regie übernimmt Jeff Rowe. Dieser ist bisher vor allem als Autor von Animationsserien wie Disenchantment oder Gravity Falls in Erscheinung getreten. Als Drehbuchautor des neuen Turtles-Films ist Brendan O'Brien (Bad Neighbors) an Bord.

Für die Turtles wäre es das zweite Animationsabenteuer im Kino. So erschien 2007 TMNT – Teenage Mutant Ninja Turtles, der ebenfalls ein animiertes Abenteuer erzählte. Anschließend versuchte Paramount mit den Schildkröten ein weiteres Action-Franchise aufzubauen. Die beiden Filme von 2014 und 2016 konnten die Erwartungen aber nicht erfüllen.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge wurde angekündigt

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Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder's Revenge Trailer Still

Heute hat das Entwicklungs- und Publishing-Studio DotEmu zusammen mit dem Entwickler Turbine Games ein neues Spiel um die Teenage Mutant Ninja Turtles angekündigt. Die mutierten Schildkröten sollen noch dieses Jahr gegen ihren Erzfeind Shredder und seinen Footclan antreten. Das Spiel trägt den Titel Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge und erscheint laut der vagen Ankündigung für Konsolen und die Spieleplattform Steam.

Zeitgleich hat DotEmu auch einen Trailer veröffentlicht. Darin sind animierte Sequenzen im Stil der von 1987 bis 1996 laufenden Zeichentrick-Serie zu sehen, genau wie Spielszenen. Letztere orientieren sich am Stil der 1991 erschienenen Spiele Teenage Mutant Ninja Turtles: Hyperstone Heist für den Sega Mega Drive sowie Teenage Mutant Ninja Turtles IV: Turtles in Time für Nintendos SNES. Turtles in Time gilt für Kritiker wie Fans als einer der besten Titel im Turtle-Universum.

Das Spiel wird dem Trailer zufolge ein mit bis zu vier Spielern spielbares, kooperatives Beat-‘em-Up, bei dem sich die vier jugendlichen Turtles gegen diverse Gegner wie den Footclan oder Bebop und Rocksteady erwehren. Der Trailer deutet ebenfalls an, dass die menschliche Reporterfreundin April O’Neil sowie der Mentor der Turtles, Splinter, Teil des Spiels sein könnten.

Unter der Leitung von DotEmu arbeitete das Studio Lizardcube an der im letzten Jahr erschienenen Fortsetzung eines ähnlichen Beat-‘em-Up-Titels: Streets of Rage 4. Der Titel wurde für sein solides Gameplay und seine Vorlagentreue gelobt. Tribute Games, welche die Entwicklung von Teenage Mutant Ninja Turtles: Shredder’s Revenge verantworten, haben zuvor unter anderem das Spiel Flinthook veröffentlicht.

Teenage Mutant Ninja Turtles (in Deutschland anfangs veröffentlicht als Teenage Mutant Hero Turtles) ist eine von Kevin Eastman und Peter Laird ursprünglich parodistisch gedachte Comic-Reihe, die 1984 ihren Anfang nahm. Die Figuren erlangten mit der 1987 gestarteten Zeichentrickserie und schließlich der ersten Realfilmadaption aus dem Jahr 1990 große Bekanntheit. Nach dem Abklingen der Turtle-Popularität gab es ab 2003 immer wieder Videospiele mit den Ninja-Schildkröten, die aber weder bei Kritik noch Publikum den Erfolg der Spiele aus der 8- und 16-Bit-Ära wiederholen konnten.

Wer die Turtles übrigens noch nicht kennt: Die Reihe dreht sich um vier nach Renaissance-Künstlern benannte, mutierte Schildkröten mit jugendlichem Charakter, die von ihrem Mentor Splinter, einer ebenfalls mutierte Ratte, in der Kunst des Ninjutsu geschult werden. Die vier Helden nehmen dabei den Kampf im (wortwörtlichen) Untergrund von New York gegen den Bösewicht Shredder und seinen aus Ninjas bestehenden Footclan auf.

Wer noch nicht genug 90er-Jahre-Flashbacks hatte: Das bekannte Intro der Zeichentrickserie (im Deutschen gesungen von Frank Zander) wird im Ankündigungstrailer von Mike Patton neu interpretiert, der als Frontmann der Band Faith No More in den 1990ern Erfolg verbuchen konnte.

Teenage Mutant Ninja Turtles: Erneuter Reboot geplant

Rund vier Jahre ist es her, dass die Teenage Mutant Ninja Turtles in Begleitung von Megan Fox einen erneuten Versuch auf der Leinwand wagten. Der erste Film war dabei vergleichsweise erfolgreich, die Fortsetzung aus dem Jahr 2016 blieb allerdings deutlich hinter den Erwartungen. Und doch will Paramount Picture es nochmal wissen: Eine weitere Neuauflage des Stoffes, bei dem heranwachsende Ninja-Schildkröten in den Kampf gegen die Unterwelt ziehen, ist weiterhin geplant.

Vor etwa einem Jahr gingen bereits Gerüchte hierzu durch die Gazetten. Hier hieß es, dass Andrew Form und Brad Fuller zusammen mit Michael Bay mitten in der Produktionsarbeit stecken sollten. Die beiden bringen mit den Turtles (2014 und 2016), A Quiet Place (2018) sowie der Purge-Reihe (2013-2018) und weiteren effektvollen Arbeiten bereits einen spannungs- und actiongeschwängerten Lebenslauf mit.

Beim Critics Choice Award hakte das Magazin Variety noch einmal nach, was aus den Plänen geworden sei. Die Antwort kam promp: Form und Fuller seien weiterhin dran, das Projekt umzusetzen. Tatsächlich sollte das Projekt sogar schon weiter vorangeschritten sein als geplant. Man plane sogar, die Arbeiten Ende 2019 aufzunehmen.

Was in der Zwischenzeit aus der Mitwirkung von Michael Bay geworden ist, konnte das Magazin jedoch nicht ergründen. Darsteller oder einen Regisseur hat das Projekt ebenfalls noch nicht.

Cowabunga: Der Trailer zur neuen Turtles-Serie auf Nickelodeon

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Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles Logo

Frisch von der Comic-Con: Von dort stammt der neue Trailer für die animierte Zeichentrickserie Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles. Der Trailer zeigt Bilder der amphibischen Ninjas im Einsatz sowie ihrer Gegner und Verbündeten.

Die neue Animationsserie soll einen Neuanfang darstellen. Das beginnt bereits mit den Turtles selbst: Die gehören erstmals unterschiedlichen Schildkrötenarten an, so ist beispielsweise Donatello eine Weichschildkröte und Michelangelo eine Dosenschildkröte. Auch die Hierarchie der Tiere der Gattung Testudinata hat sich geändert: Zwar steht die mutierte Ratte Splinter als Trainer und Vaterfigur der Ninjas an der Spitze, die Rolle des Anführers und Ältesten geht aber an den bisher immer als hitzköpfig geltenden Raphael. Eigentlich hatte zuvor Leonardo diese Rolle inne.

Ein paar namhafte Sprecher konnten für die Rolle der mutierten Gegenspieler gewonnen werden. So wird in den USA Lena Headey (Game of Thrones) die Rolle der Big Mama, einer mutierten Riesenspinne, übernehmen. Der Wrestler John Cena leiht seine Stimme sogar dem Oberbösewicht Baron Draxum.

Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles ist der mittlerweile fünfte Versuch, die Turtles im Fernsehen zu zeigen. Am bekanntesten und beliebtesten ist die erste Zeichentrickserie, die zwischen 1987 und 1996 ausgestrahlt wurde. Danach folgten mehr oder weniger erfolgreiche Serien, zuletzt eine CGI-Serie, die von 2012 und 2017 ebenfalls auf Nickelodeon lief.

Nickelodeon zeigt die Serie in den USA ab dem 17. September. Ob und wann die Serie in Deutschland läuft, ist bisher nicht bekannt.

‘Rise of the Teenage Mutant Ninja Turtles’ Comic-Con EXCLUSIVE Official Trailer

Teenage Mutant Ninja Turtles: Andrew Dodge soll neuen Film schreiben

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Ninja Turtles

Bei Paramount Pictures haben die Arbeiten an einem weiteren Film über die Teenage Mutant Ninja Turtles begonnen. Einem Bericht des Hollywood Reporters zufolge hat man Andrew Dodge unter Vertrag genommen, um das Drehbuch zum Film zu schreiben. Dodge ist vor allem aufgrund der Komödie Bad Words bekannt. Auch soll er die Fortsetzung zu Space Jam schreiben.

Aktuell ist noch unklar, inwiefern der Relaunch die beiden letzten Turtles-Filme ignoriert oder ihn gewisser Weise auf ihnen aufbaut. Die Beteiligung von Michael Bay als Produzent könnte auf eine Fortsetzung hindeuten. Bay war auch bei Teenage Mutant Ninja Turtles und Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows als Produzent an Bord.

Auf jeden Fall will man bei Paramount qualitativ eine deutliche Steigerung erreichen. Der neue CEO des Studios Jim Gianopulos hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Portfolio seines Unternehmens zu entschlacken und einen neuen Fokus auf Kernfranchises zu richten. Dabei hofft man auch, die Qualität der Film zu verbessern.

Teenage Mutant Ninja Turtles kam 2014 in die Kinos. Bei einem Budget von 125 Millionen Dollar konnte der Film 493 Millionen Dollar einspielen. Eine Fortsetzung war daraufhin schnell beschlossen. Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows erschien 2016, hatte aber einige Probleme an den Kinokassen. Der Film kostete mit 135 Millionen Dollar etwas mehr als sein Vorgänger, spielte mit 245 Millionen Dollar aber deutlich weniger ein.

DC-/IDW-Comic-Kritik: Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures

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 Batman Adventures/Teenage Mutant Ninja Turtles

Crossovers (im weiteren Sinne) sind eigentlich ein natürlicher Bestandteil der Superhelden-Comic-DNA. Der Begriff selbst wird im Zusammenhang mit einem konkreten Beispiel meist noch nicht einmal verwendet; eben weil es so selbstverständlich ist, dass Heldin A durchaus einmal in der Reihe von Held B auftauchen kann und umgekehrt. Die sogenannten “Team-Books“ wie Justice League oder Avengers sind daher im Grunde nichts anderes als ein zeitlich unbefristetes Crossover.

Ebendiese finden allerdings in der Regel in nur einem Universum statt. Treffen jedoch Protagonisten aus unterschiedlichen Welten im Rahmen einer Heftserie aufeinander, handelt es sich zweifellos um etwas Nicht-Alltägliches, um etwas, das Fragen aufwirft.

Inhalt

In New York tauchen wieder einmal interdimensionale Portale - und Clayface - auf, während Batman in Gotham feststellen muss, dass der schlammige Gestaltenwandler längst nicht der einzige Superschurke ist, der aus Arkham entkommen konnte.

Es dauert nicht lange, bis auch die Mitglieder der Bat-Familie in der Heimatstadt der grünen Brüder landen, mit deren Hilfe sie dieses Rätsel lösen wollen. Dabei werden alle Beteiligten maximal gefordert, und das nicht nur, weil der Joker Shredders Bekanntschaft macht…

Die “Vermischten“

Dieser Beitrag widmet sich Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures - nicht zu verwechseln mit dem Band Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles  von 2016 -, und damit einem Titel, dessen namensgebende Protagonisten in den Herzen vieler, die in den 90ern noch Kinder waren, einen ganz besonderen Platz einnehmen.

Auf den ersten Blick verwundert die Wahl der das Cover zierenden Hauptfiguren, da diese zwar durchaus für besagtes Jahrzehnt stehen wie wenig andere gezeichnete Superhelden, aber nur der dort sichtbare Batman der ist, den man auch tatsächlich aus diesem kennt. Bei den Schildkröten handelt es sich nämlich nicht um die Stars der Zeichentrickserie - in Deutschland waren im Übrigen die Hero anstelle der Ninja Turtles im Einsatz -, die erstmals 1987 in den USA ausgestrahlt wurde und daher zeitweise parallel zu Batman - The Animated Series (BTAS) im Fernsehen zu sehen war, sondern um die der seit 2012 weltweit erfolgreich auf Nickelodeon laufenden animierten Nachfolgeversion.

Turtles Batman

Das neue Teenage Mutant Ninja Turtles (TMNT) ist etwas düsterer als das Vorgängerformat - zumindest düsterer als die ersten sieben der insgesamt zehn Staffeln -, verzichtet allerdings selbstredend nicht gänzlich auf den für die berühmten Pizza-Liebhaber so typischen Humor. April O'Neil, Shredder und sogar Baxter Stockman sind unter anderem mit dabei, aber auch viele frische Charaktere - zum Teil mit großen Fanliebling-Potenzial.

Damit passen die Rückenpanzer-Ninjas auch wesentlich besser zu dem Dunklen Ritter, dessen Zeichentrickabenteuer auf Bruce Timm und Paul Dini zurückgehen. Schließlich haben diese bekanntermaßen mit jeder Folge aufs Neue die Grenzen des Kinderfernsehens ausgelotet, besagte jedoch nie überschritten. Insbesondere auf diesen Umstand ist es zurückzuführen, dass BTAS auch nach 25 Jahren nach wie vor als eine der besten Zeichentrickserien überhaupt gilt.

Das “Vermischte“

In Sachen Optik (Zeichnungen von Jon Sommariva) und Tonalität orientiert sich dieser Comic aber eindeutig eher an TMNT, was bedeutet, Anhänger der Fledermaus müssen sich sehr umgewöhnen: Alles etwas kantiger, lockere Sprüche, wohin man nur schaut, ein Michelangelo in Höchstform und Bösewichte, die schon einmal bedrohlicher daherkamen; das kennen Gotham-City-Sympathisanten im Prinzip nur vom Hörensagen.

Man kann sich daran stören; man kann sich allerdings auch durchaus darauf einlassen und viel Spaß mit dieser aus sechs Einzelheften bestehenden Miniserie haben. Vor allem weil sie ideal für Neueinsteiger mit wenig Vorwissen ist, jedoch ebenfalls diverse sehr einfallsreiche “Geschenke“ für Kenner zu bieten hat, die unterstreichen, dass Autor Matthew K. Manning bestens mit der Materie vertraut ist.

Batman Turtles

Das legendäre Intro von Batman - The Animated Series wird beispielsweise auf sehr originelle Weise in die Handlung integriert. Und im Epilog berücksichtigen die Autoren sogar, dass in der letzten Staffel (offiziell eigentlich The New Batman Adventures) Pro- sowie Antagonisten teilweise einen komplett neuen Look spendiert bekommen haben und thematisieren diese Tatsache zudem explizit mit einem Augenzwinkern. Es gibt zwar auch - zumeist kurze - Passagen, in denen die Turtles auf frühere Ereignisse verweisen und so ziemlich alle ihrer Gegenspieler sind ebenfalls mindestens einmal zu sehen, aber man merkt während der Lektüre schon sehr deutlich, warum Bruce Waynes Alter Ego im Titel zuerst genannt wird.

Die präsentierte Geschichte sprüht ehrlich gesagt nicht unbedingt vor originellen Wendungen, punktet allerdings dafür an anderer Stelle: Dass man hier zum Beispiel nicht der Versuchung erlegen ist, sich total auf Shredder sowie den Joker zu konzentrieren und stattdessen lieber zu Unrecht vernachlässigte Batman-Gegenspieler zu Schlüsselfiguren macht, ist absolut bemerkenswert. Das gesamte Szenario wirkt dadurch nämlich noch frischer und unverbrauchter als ohnehin schon.

Fazit

Batman/Teenage Mutant Ninja Turtles Adventures eignet sich sehr gut als Einstieg in die Welt der Superhelden, Sprechblasen und Panels. Neulinge können hier bedenkenlos zugreifen und Kennern wird ebenfalls einiges geboten. Wer auf der Suche nach etwas humorvollem, nicht zu komplexem und kurzweiligen Lesestoff ist, sollte dem Paperback definitiv eine Chance geben.

zusätzlicher Bildnachweis: 
© Panini/ DC Comics / IDW

Einspielergebnis: Die Blockbuster-Flops 2016

Neben allgemein gestiegenen Umsätzen und vielen kommerziell erfolgreichen Blockbustern hatten einige US-Filmstudios auch in diesem Jahr eine ganze Reihe an Flops zu verkraften, die ihre Kosten nicht wieder einspielen konnten und sich als Verlustgeschäft herausstellten. The Hollywood Reporter hat den Box-Office-Flops des Jahres einen umfangreichen Artikel gewidmet, wir betrachten lediglich die Genrefilme.

In den aufgeführten Budgets sind die Marketingkosten nicht mit eingerechnet. Als Faustregel gilt, dass ein Film das zwei- bis dreifache seiner Kosten wieder einspielen muss, um für das Produktionsstudio am Ende auch einen Profit abzuwerfen.

Die Bestimmung: Allegiant schlug sich überraschend schlecht an den Kinokassen, gemessen am moderaten Erfolg der beiden Vorgänger der dystopischen Filmreihe. Bei einem Budget von 110 Millionen Dollar konnte er in den USA lediglich 66 Millionen, weltweit insgesamt 180 Millionen wieder einnehmen. Allegiant brachte Lionsgate einen Verlust von 50 Millionen Dollar ein. Die Fortsetzung der Filmreihe liegt auf Eis, möglicherweise wird sie als TV-Film und/oder in Form einer Serie fortgeführt.

Einen zweiten großen Flop musste Lionsgate mit Gods of Egypt verkraften. Das Effektgewitter mit Nikolaj Coster-Waldau in der Hauptrolle verschlang ein Budget von 140 Millionen Dollar, spielte weltweit jedoch nur 150 Millionen wieder ein. Der Verlust liegt bei 90 Millionen.

Der erste Alice-im-Wunderland-Film von Tim Burton aus dem Jahr 2010 profitierte vor allem vom 3D-Hype und setzte weltweit eine Milliarde Dollar um. Die Fortsetzung Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln konnte gerade einmal 300 Millionen einnehmen. Bei einem Budget von 170 Millionen Dollar (ohne Marketing) blieb man bei Disney damit auf 70 Millionen Dollar sitzen.

Der zweite Disney-Flop ist The BFG. Bei dem Steven-Spielberg-Film handelt es sich um die Adaption eines Kinderbuch-Klassikers, die 140 Millionen Dollar kostete, aber weltweit nur 180 Millionen einspielte - ein Verlust von 90-100 Millionen für Disney und Amblin Entertainment und kommerziell einer der größten Flops in Spielbergs Karriere.

Der große Megaflop blieb für den kontrovers diskutierten Reboot der Ghostbusters zwar aus, bei einem weltweiten Einspielergebnis von 230 Millionen Dollar und Produktionskosten von 144 Millionen kann der Film jedoch auch nicht als finanzieller Erfolg bewertet werden. Insidern zufolge hätte er um die 300 Millionen einspielen müssen, um die schwarze Null zu erreichen. Der Verlust beträgt um die 70 Millionen Dollar.

Die Fortsetzung Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows bleibt weit hinter dem Erfolg des Vorgängers zurück und spielte weltweit 245 Millionen Dollar ein. Bei Produktionskosten von 135 Millionen muss Paramount einen Verlust von mindestens 75 Millionen verkraften. Eine weitere Fortsetzung ist derzeit nicht geplant.

Das Remake zu Ben Hur gehört zu den Flops des Jahres. Einem Budget von 110 Millionen stehen weltweite Einnahmen von 90 Millionen gegenüber. Der Verlust beträgt 120 Millionen Dollar.

Bei Universal brachte die Fortsetzung von Snow White & The Huntsman nicht den erhofften Erfolg. The Huntsman & The Ice Queen kostete 115 Millionen Dollar, brachte es weltweit allerdings nur auf 165 Millionen. Der Verlust wird auf 75 Millionen Dollar beziffert. Zum Vergleich: Der erste Film aus dem Jahr 2012 spielte insgesamt knapp 400 Millionen ein.

Assassin's Creed ist gerade erst in den Kinos angelaufen, doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Computerspielverfilmung einen Verlust von 75-100 Millionen einfahren wird. Das Budget beträgt 125 Millionen Dollar.

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v.l.n.r.: Die Ghostbusters Abby (Melissa McCarthy), Holtzmann (Kate McKinnon), Erin (Kristen Wiig) und Patty (Leslie Jones) in Sony Pictures' GHOSTBUSTERS

Kein Teenage Mutant Ninja Turtles 3, Produzent über den Flop von Teil 2

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Teenage Mutant Ninja Turtles - Out of the Shadows

Der Reboot zu Teenage Mutant Ninja Turtles aus dem Jahr 2014 wurde zwar skeptisch aufgenommen und inhatlich eher negativ bewertet, finanziell war der Film mit weltweit 493 Millionen Dollar aber ein großer Erfolg für das Filmstudio Paramount. Die Fortsetzung Out Of The Shadows konnte inhaltlich zwar etwas zulegen, war aber recht erfolglos an den Kinokassen. Weltweit kamen 246 Millionen Dollar zusammen, zu wenig für die 125-Millionen-Dollar-Produktion (ohne Marketingkosten).

Ein dritter Teil scheint (bis zum nächsten Reboot) recht unwahrscheinlich. Im Interview mit Collider sprach Produzent Andrew Form über das schwache Abschneiden von Teil 2 und was dies für die Zukunft des Franchise bedeutet:

"Wir waren vom Einspielergebnis natürlich überrascht. Wir lieben den Film, es war eine Freude, ihn zu machen. Mit dem ersten Super-Bowl-Trailer und allem, was wir danach veröffentlicht haben, hatten wir ein gutes Gefühl. Aus irgendeinem Grund fand der Film nicht sein Publikum, so wie der erste.

Wir sprechen sehr viel über das, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte, können es aber nicht wirklich erklären. Es ist einfach so, dass wir einen echt tollen Film gemacht haben und in der Zeit vor dem Kinostart von ihm überzeugt waren. Wir haben neue Charaktere wie Bebop, Rocksteady, Baxter Stockwell und Casey Jones mit eingebracht und waren guter Dinge.

Zwei Tage vor dem Starttermin dachte ich dann 'Wow, ich glaube, der Film sollte viel bessere Tracking-Zahlen haben', man bleibt aber hoffnungsvoll. Zu den Donnerstagnacht-Premieren dachte ich nur 'Das ist nicht mal das, was Film 1 schaffte'. Als dann das Wochenende kam und der Film nicht mal ansatzweise das schaffte wie sein Vorgänger, weiß man, dass es vorbei ist. Wir sind so stolz auf den Film.

Er hat sein Publikum nicht gefunden und wir wissen nicht, warum."

Form fügte hinzu, dass es derzeit keine Pläne für eine Fortsetzung der Filmreihe gibt.

TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES 2 Trailer German Deutsch (2016)

Teenage Mutant Ninja Turtles 3: Wie stehen die Chancen auf eine weitere Fortsetzung?

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Teenage Mutant Ninja Turtles - Out of the Shadows

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows war eine von 14 Fortsetzungen, die Hollywood in diesem Jahr in die Kinos brachte. Trotz besserer Kritiken schlug sich der Film an den Kinokassen aber deutlich schlechter als Teil 1. Nach den starken Zahlen des ersten Films brachen die Fortsetzung so stark ein, dass sich viele die Frage stellen, ob sich das Studio Paramount einen weiteren Teil leisten möchte. Anhand der Einspielergebnisse spricht nur wenig dafür.

Out of the Shadows konnte weltweit 245 Millionen Dollar einspielen. Dem steht ein Budget von 135 Millionen plus Marketingkosten gegenüber. Im Vergleich zum Vorgänger, der 493 Millionen Dollar einnehmen konnte, hat sich das Ergebnis damit praktisch halbiert. Vor allem in den USA sahen die Zahlen ziemlich düster aus. Mit 82 Millionen Dollar blieb man nicht nur hinter Teil 1, sondern auch hinter der allerersten Turtles-Verfilmung von 1990 zurück. Diese spielte in den Staaten damals 135 Millionen Dollar ein. Inflationsbereinigt kommt Out of the Shadows sogar auf das schwächste Ergebnis aller Turtles-Realfilme. Lediglich der Animationsfilm TMNT lief in den Staaten in dieser Hinsicht noch schlechter.

Was ebenfalls wenig für eine weitere Fortsetzung spricht, ist das internationale Ergebnis. Auch hier halbierten sich die Zahlen fast von 302 Millionen Dollar zu 163 Millionen Dollar. Dabei dürfte Paramount sogar der chinesische Markt Sorgen machen. Zwar sorgte China mit 58 Millionen für einen vergleichsweise großen Teil der Gesamtsumme, auch hier blieb die Fortsetzung aber leicht hinter dem Vorgänger zurück. Alles in allem dürfte der Film anhand des Einspielergebnisses am Ende ein dickes Minus verzeichnen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge könnte der Verlust fast 70 Millionen Dollar betragen.

Rein auf Basis der Besucherzahlen dürfte es eher unwahrscheinlich sein, dass die Turtles in dieser Form noch einmal in die Kinos zurückkehren. Was das Franchise womöglich noch retten könnte, sind die Merchandiseverkäufe. Gerade die Turtles haben in diesem Bereich ja schon immer hohe Einnahmen verbuchen können, wovon auch die neuen Filme profitiert haben dürften. Ob das Merchandise am Ende das dicke Minus der Einspielergebnisse ausgleichen konnte, weiß aber nur Paramount.

An den Schauspielern dürfte eine Fortsetzung in jedem Falle nicht scheitern. Die Darsteller der vier Turtles und auch Megan Fox haben nach eigenen Angaben Verträge für drei Filme unterschrieben. Es bleibt abzuwarten, ob das Studio noch einmal ihre Dienste in Anspruch nimmt.

Weiterführender Artikel zum Thema Einspielergebnisse:
Kolumne: Wie verdienen Filme eigentlich Geld?

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