X-Men (Allgemein)

Kritik zu X-Men: Dark Phoenix – Nur die Wurst hat zwei

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X-Men: Dark Phoenix

Die 90er! Und mittendrin die X-Men, die zu Hilfe gerufen werden, um ein Space Shuttle zu retten, das in die Fänge einer kosmischen Macht geraten ist. Während der Rettungsaktion nimmt Jean Grey (Sophie Turner) diese Macht in sich auf, was ihren Charakter zunehmend verändert und sie zu einer Gefahr für die X-Men werden lässt. Gleichzeitig wollen die außerirdischen Lebensformen der Shi‘ar Jean Greys habhaft werden, um mit ihrer Hilfe die Erde zu besiedeln.

Alles hat ein Ende – leider oder zum Glück, das sei der jeweiligen Situation überlassen. Wenn es um den sanften Neustart der X-Men-Reihe geht, die mit X-Men: Erste Entscheidung 2011 ihren Anfang nahm und spätestens mit X-Men: Apocalypse erlahmte, sind die Meinungen gespalten. Jetzt müsste die Serie zu ihrem Finale noch einmal alle erzählerischen Kräfte sammeln und diese Zeitlinie zu einem zufriedenstellenden Ende bringen. Müsste…

Nichts für Neueinsteiger

Es startet alles mit einer Rückblende in die Kindheit Jean Greys und wie sie zu den X-Men gekommen ist, inklusive ihrer ersten Begegnung mit Professor Xavier (James McAvoy). Dann kommt die Rettungsaktion, in der alle Mutanten ihre Kräfte einsetzen können, inklusive Jean Grey. Und hier fangen die Probleme schon an: Was genau das Problem des Space Shuttles ist, warum die NASA die Gefahr nicht vorhersehen konnte, wie man plante, die Crew zu retten und was eigentlich Jean Greys Kräfte sind – all das wird nicht wirklich erklärt. Nun müsste man nicht alles erklären, schon gar nicht in den ersten paar Minuten des Films, aber zumindest wäre es schön, wenn der Film Ansätze einer in sich schlüssigen Handlung bieten würde. Würde…

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X-Men: Dark Phoenix Movie Still

Wenigstens kann das Ensemble der Schauspieler ein bisschen besser unterhalten: James McAvoy, Nicholas Hoult, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence und Sophie Turner sind ein paar große Namen, die eine gute Arbeit abliefern. Leider kann das nicht wirklich davon ablenken, dass die Konflikte und ihre Inszenierung etwas müde wirken, genau wie sich der Film insgesamt etwas über seine Laufzeit schleppt. Das mag daran liegen, dass die Motivationen der Charaktere nicht wirklich klar sind, dass die Geschichte an und für sich bekannt ist, sowohl innerhalb des Marvel-Universum als auch allgemein in ihren Grundzügen. Da hätten die Actionszenen wenigstens ordentlich unterhalten können. Hätten…

Das kommt bekannt vor

Aber wenn die Mutanten aufeinandertreffen und sich mit ihren Superkräften beharken, wirkt das zwar Aufsehen erregend, technisch gut umgesetzt und mit spektakulären Schauwerten (als Highlight bricht eine U-Bahn in ein Wohnhaus), aber auch hier fehlt die Motivation: Warum kämpfen die Mutanten nochmal miteinander? Warum sind die Bösen hinter Jean Grey her und wer sind die überhaupt? Gerade im Aufbau der Gegenspieler scheitert X-Men: Dark Phoenix völlig und greift auf eine außerirdische Macht zurück, deren Motivation nur oberflächlich geschildert wird und deren Kräfte im schwammigen Unklaren bleiben. Zumal es diese dritte Kraft eigentlich nicht gebraucht hätte und sie nur dazu dient, Xaviers X-Men und Magnetos Renegaten wieder zu vereinen. Wo haben wir das schonmal gesehen?

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X-Men: Dark Phoenix Movie Still

So bleibt X-Men: Dark Phoenix leider im Konjunktiv versunken: Es hätte ein guter Film werden können, es könnte ein schöner Abschluss einer bemerkenswert gestarteten X-Men-Filmreihe sein, es wäre gut geworden, wenn nicht… ja, was? Was lief schief? So richtig lässt sich das nicht sagen, vielleicht verlor die Reihe einfach an Zugkraft, an dem Willen, eine Aussage zu treffen. So ist X-Men: Dark Phoenix für Fans der X-Men vielleicht noch interessant, um mit ihren Helden einen Abschluss feiern zu können. Was bleibt ist das vage Gefühl, dass alles ein Ende hat und X-Men: Dark Phoenix zum Glück keine Wurst ist.

Fazit:

X-Men: Dark Phoenix ist der  für Fans der Reihe immerhin halbwegs unterhaltsame  Versuch, die X-Men-Filme abzuschließen. Wer seine Helden unbedingt nochmal auf der Leinwand sehen möchte, der wird seinen Spaß haben, alle anderen sind entweder verwirrt oder sparen sich das Ticket.

X-Men: Dark Phoenix | Offizieller Trailer 4 | Deutsch HD German (2019)

Gambit: Solo-Film hat neues Datum für den Produktionsstart

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Remy LaBeau alias Gambit in den Marvel-Comics

Ein Streifen Hoffnung am Himmel für Fans von Gambit: Der Solo-Film um das X-Men-Mitglied hat vom Verleih 20th Century Fox ein neues Datum für den Produktionsstart zugewiesen bekommen. Es soll am 19. Juni 2018 losgehen. Gedreht wird, wie auch beispielsweise Logan, in New Orleans, der Heimatstadt von Gambit. Allerdings fehlt eine wichtige Person.

Noch hat der Film nämlich keinen Regisseur. Bereits drei Regisseure waren mit dem Projekt betraut, zuletzt sprang Gore Verbinski (A Cure for Wellness) ab. Da nun aber ein Produktionsdatum durchgesickert ist, wird Fox vermutlich bald einen neuen Regisseur ankündigen.

Im Solo-Film um Gambit soll Channing Tatum den heldenhaften Mutanten verkörpern. Der Film köchelte lange Zeit im Produktionslimbo, soll nun aber durch den Erfolg von ungewöhnlichen Superheldenfilmen wie Logan und Deadpool neuen Schwung bekommen haben.

Gambit ist Teil der X-Men. Er kann dank seiner Fähigkeiten Gegenstände kinetisch aufladen und zur Explosion bringen. Am liebsten demonstriert er dies an Spielkarten, die er seinen Gegner entgegen wirft. Gambit startete als leicht zwielichtiger Charakter, der nicht wirklich das Vertrauen der anderen X-Men genoß, entwickelte sich aber mit der Zeit zu einem Fan-Liebling.

In X-Men Origins: Wolverine hatte Gambit bereits einen Leinwandauftritt. Damals verkörperte ihn Taylor Kitsch (John Carter). Der Solo-Film soll im Juni 2019 in den Kinos starten.

Marvel Comics: Comicreihe Old Man Logan bekommt Prequel mit Hawkeye

Marvel hat laut Daily News eine neue Prequelreihe der X-Men angekündigt. In Old Man Hawkeye, dem Prequel zu Old Man Logan, sind die Abenteuer von Hawkeye ebenfalls in einer alternativen Zeitlinie angesiedelt.

Die Reihe soll ebenso wie Logan in 12 Bänden aufgeteilt sein und im Laufe des kommenden Jahres erscheinen. Old Man Hawkeye setzt hierbei fünf Jahre vor der Handlung von Logan ein und soll die Heldenreise des Superhelden mit Pfeil und Bogen darstellen. Das Script stammt hierbei von Ethan Sacks, die Illustrationen von Maro Checchetto. Axel Alonso, der Redaktionsleiter von Marvel, hat ein "episches Drehbuch" angekündigt:

"Der Leser wird völlig neue Eindrücke von den Hauptfiguren gewinnen, außerdem bisher unbekannte Figuren treffen und auf viele kleine Überraschungen stoßen."

Die Originalserie Old Man Logan schrieb im Jahr 2008 Mark Millar, die Zeichnungen stammten von Steve McNiven. Die Serie spielt in einem Alternativuniversum 50 Jahre in der Zukunft, wo Hawkeye sich als Begleiter Wolverines aufhält. Zwar hat er selbst keine Superkräfte, Sacks beschreibt ihn aber als "tickende Zeitbombe", der die Avengers besiegen soll.

Auf dem Poster ist auch einiges los: Im Vordergrund ist ein getunetes Auto zu erkennen, ein sichtlich gealterter Wolverine schaut an der Seite hervor. Mit einer kraftvollen Pose spannt Hawkeye den Bogen an, auch auf seinem Schopf leuchtet es mittlerweile grau.

Kritik zu Logan - The Wolverine: Der alte Mann Logan

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Szenenbild aus Logan: Charles Xavier (Patrick Stewart) und Logan (Hugh Jackman)

Gerade versucht Logan (Hugh Jackman), sich damit abzufinden, dass er sein Leben als Chauffeur in einem Limousinenservice bewältigt, als er gebeten wird, ein Mädchen (Dafne Keen) zur kanadischen Grenze zu fahren. Allerdings sind auch private Sicherheitskräfte hinter dem Mädchen her, und so begeben sich Logan, sein Schützling und Professor Xavier (Patrick Stewart) auf eine Flucht Richtung Grenze.

Das Ende einer langen Beziehung

Wolverine zählt zu den beliebtesten Figuren im X-Men-Universum, und Hugh Jackman ist seit der ersten Verfilmung untrennbar mit ihm verknüpft. Doch auch Mutanten und ihre Schauspieler altern – Jackman ist Jahrgang 1968 – und nach acht Filmen, in denen der Mutant zumindest einen Auftritt hatte, soll nun mit dem neunten ein Abschluss der Figur gefunden werden. Und, soviel sei verraten, das klappt wirklich gut.

Superhelden sind im Prinzip eigentlich langweilig. Mit ihren Superkräften sind sie beinahe unbesiegbar, vor allem eine Figur wie Wolverine, die sich auch noch selbst heilen kann. Interessant werden sie dann, wenn sie menschlich und damit verletzlich werden. Besonders Wolverine bot diesen Zugang: Er gilt als zerrissener Anti-Held, der sich nicht anpasst und in seiner Wut auch mal Grenzen überschreitet. Damit war er immer mehr Mensch als Mutant.

Auch Mutanten werden alt

Logan verdeutlicht diesen erzählerischen Kniff von Anfang an: Bereits in der Eröffnungssequenz stöhnt und ächzt James „Logan" Howlett unter den Schlägen seiner Angreifer und kann am Ende nur mit viel Mühe seine Selbstheilungskräfte aktivieren. Er humpelt durch die Gegend und muss sich schließlich eingestehen, dass er eine Lesebrille braucht. Das wird nicht ohne augenzwinkernden Humor gezeigt, macht aber auch klar: Zwar ist Wolverine noch immer ein Mutant, aber das Alter nagt mit scharfen Zähnen an ihm.

Genauso bei Charles Xavier, der seine Kräfte nur noch mit Mühe unter Kontrolle hat und als sonst so wohl erzogener Gentleman im Gespräch mit Logan öfter mal "Fuck" sagt. Alles in allem schafft es der Film, die Verzweiflung seiner Charaktere hervorragend zu vermitteln und bricht so angenehm mit dem gewohnten Hurra-Feeling der X-Men-Filmreihe.

Dazu trägt auch der kompromisslose Gewaltgrad bei. Da fliegen schon am Anfang Köpfe und Gliedmaßen durch die Gegend, und in einer Szene zerlegt Wolverine seine Angreifer beinahe in Zeitlupe mit Stichen in den Kopf. Das unterstreicht zugleich eine der Kernthematiken des Films: Gewalt und ihre Auswirkungen.

Ein letztes Mal Held

Der schroffe und eigenbrötlerische Anti-Held Wolverine findet in der knapp elfjährigen Laura, die sich schnell als ziemlich brutale Kampfmaschine entpuppt, einen Grund, den inneren Helden doch noch zu reaktivieren. Diese Geschichte der Läuterung ist zwar nicht unbedingt neu, aber in Logan spannend und anschaulich verpackt, zumal es der Film schafft, in den richtigen Momenten berührend zu wirken. Und zum Glück ohne das Hollywood-übliche Trändendrüsenventil bis zum Anschlag aufzudrehen.

Einzig die Bösewichte wirken etwas oberflächlich. Pierce und seine Cyborg-Söldner, die Reaver, haben außer ihrem Job keine wirkliche Motivation zur Jagd auf Laura und Wolverine. Kenner der Comics wissen zwar um den Hintergrund der Reaver, im Film wird der allerdings nicht einmal erwähnt. Lediglich der etwas spät als Gegenspieler eingeführte Dr. Rice will zumindest seine selbst gezüchteten Mutanten in Aktion sehen und sich so an seinem eigenen Werk ergötzen – aber auch hier wirkt die Darstellung etwas oberflächlich. Beide Gegenspieler funktionieren jedoch als Antagonisten, da ihre Schauspieler genug Bösartigkeit in die Figuren legen können.

Bleibt lediglich ein Punkt zu erwähnen: Laura. Die schnetzelt sich mit erschreckender Brutalität durch gegnerische Horden - und ist nicht älter als elf oder zwölf Jahre. Man kann darüber hinwegsehen, dass da ein Kind reihenweise Menschen umbringt, aber insgesamt stellt sich die Frage, ob das nicht einen unnötigen Tabubruch im Kino darstellt.

Fazit:

Logan ist ein gelungener Abschluss für die Wolverine-Figur. Sauber inszeniert, mit brachialer Action und einigen kleinen Überraschungsmomenten unterhält der Film bis zum Schluss, auch wenn das Ende etwas vorhersehbar ist. Fans des Mutanten haben ihre Freude, Action-Genießer ihren Spaß.

Logan | Trailer 2 [HD] | 20th Century FOX

LOGAN - THE WOLVERINE | Offizieller Trailer 2 | 2017 HD German Deutsch [Hugh Jackman]

Updates: Wolverine & Deadpool, X-Force, X-Men 7

UPDATE

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Magneto, Professor X, Wolverine

Ein paar Updates aus dem X-Men-Filmuniversum. Die zwischenzeitlich neu aufgekeimte Hoffnung, dass Deadpool und Wolverine aufeinandertreffen, wird durch Hugh Jackman wieder zunichte gemacht. Jackman ließ zuletzt eine Sag-niemals-nie-Mentalität durchblicken, Deadpool-Schauspieler Ryan Reynolds bemüht sich seit geraumer Zeit um sein Engagement, doch bei Facebook erteilt er der Deadpool-Wolverine-Kombo eine Absage:

"Schaut mal, wäre der Film vor zehn Jahren erschienen, wäre es etwas ganz anderes. Aber ich weiß seit zweieinhalb Jahren, dass dieser [Logan] der letzte sein wird."

Filmemacher und Autor Joe Carnahan (The Grey) wurde für das Drehbuch für X-Force engagiert, einem weiteren, wesentlich düsteren Ablegerfilm um eine Gruppe von Mutanten, die proaktiv gegen Mutantenterror vorgehen. Teammitglieder sollen gerüchteweise in einem dritten Deadpool-Film eingeführt werden, Deadpool selbst soll auch eine Rolle spielen. Carnahan hat ein Drehbuch für die Adaption des Videospiels Uncharted verfasst und bereitet ein Remake des indonesischen Actionfilm The Raid vor.

Update: Wie Comicbook auf Berufung auf eine produktionsnahe Quelle berichtet, soll Joe Carnahan auch die Regie bei X-Force übernehmen. Das Drehbuch schreibt er zusammen mit Ryan Reynolds, der den Film auch produziert.

James McAvoy deutet bei Instagram seine Rückkehr in das X-Men-Universum an: Zusammen mit einem Schnappschuss mit Patrick Stewart und Produzent Simon Kinberg postete er: "Ich kann den Sommer kaum erwarten". Unklar ist allerdings, ob er damit den Ablegerfilm The New Mutants von Josh Boone meint, oder den siebten Teil der X-Men-Hauptreihe. Produzent und Autor Simon Kinberg, der seit X-Men: Erste Entscheidung in alle Filmen und den TV-Serien involviert ist und für den siebten Teil das Drehbuch geschrieben hat, könnte die Regie übernehmen.

New Mutants als nächster X-Men-Film bestätigt

Erst vor kurzem haben wir berichtet, dass 20th Century Fox die Dreharbeiten für den nächsten X-Men-Film vorbereitet. Völlig unklar war allerdings, um welches der sich in der Entwicklung befindlichen Projekte es sich dabei handelt. Gegenüber Den of Geek! bestätigt Regisseur Josh Boone nun, das sein Filmprojekt New Mutants damit gemeint ist. Das Produktionsbüro in Montreal wurde bereits eröffnet, ab Januar sollen die ersten Kulissen aufgebaut werden, im April fällt die erste Klappe.

Neben New Mutants befinden mehrere Projekte in der Entwicklung, die mit dem X-Men-Franchise in Zusammenhang stehen. Dazu gehören Deadpool 2, ein weiterer Teil der X-Men-Hauptreihe  und der Solofilm Gambit mit Channing Tatum in der Hauptrolle.

Der Film basiert auf der gleichnamigen Comicreihe, die das erste Mal 1983 erschien. In der ersten Ablegerserie der X-Men liegt der Fokus auf jungen Mutanten von Charles Xaviers Schule, die nicht nur allerhand eigene Abenteuer erleben, sondern sich wie alle Heranwachsenden mit verschiedenen alltäglichen Problemen herumschlagen müssen. Die Serie ging 1991 in die X-Force über.

Boone machte sich mit seiner Dramedy Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2014) einen Namen. Zu New Mutants schrieb er auch das Drehbuch. Im Mittelpunkt des Films stehen die Teen-Mutanten Mirage, Magik, Wolfsbane, Sunspot, Warlock und Cannonball. Professor Charles Xavier (aktuell dargestellt von James McAvoy) wird sehr wahrscheinlich ebenfalls mit dabei sein.

Einen offiziellen Kinostart hat der Film noch nicht. Fox hat allerdings den 1. November 2018 und den 14. Februar 2019 für die nächsten Marvel-Filme reserviert.

Der nächste X-Men-Film wird 2017 gedreht - Nur welcher?

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X-Men Apocalypse IMAX-Poster

Die Produktion des nächsten X-Men-Films steht in den Startlöchern. Ab Mai 2017 wird in den MELS Studios im kanadischen Montreal gedreht, 20th Century Fox produzierte hier bereits die letzten beiden X-Men-Filme Zukunft ist Vergangenheit (2014) und Apocalypse (2016). Wie der Chef der MELS Studios bestätigt, hat das Filmstudio zwei Hallen für mehrere Monate angemietet. Das Produktionsbüro würde bereits eröffnet, ab Januar sollen die ersten Kulissen aufgebaut werden. 

"Sie fangen im Mai mit den Dreharbeiten an und nutzen für mehrere Monate die Hallen 2 und 3. Wir haben zweieinhalb Monate mit den Leuten von Fox verhandelt. Ich war im Oktober in Los Angeles, um sie zu überzeugen. Wir freuen uns sehr, dass sie zugestimmt haben, erneut nach Montreal zu kommen. Die letzten beiden Dreharbeiten liefen sehr gut, sie sind sehr zufrieden mit unserer Einrichtung und den Talenten der Filmindustrie in Quebec."

Fraglich ist allerdings, welcher der sich in Planung befindlichen X-Men-Filme gedreht wird. Der nächste Teil der Hauptreihe hat bereits einen Starttermin und soll am 13. Juli 2018 in die Kinos kommen. Dafür fehlt es an anderer Stelle, z.B. gibt es keinen Regisseur oder Drehbuchautoren.

Wesentlich fortgeschrittener ist die Verfilmung zu New Mutants von Josh Boone (Das Schicksal ist ein mieser Verräter), der bereits ein fertiges Drehbuch vorliegen hat. Der Film hat jedoch noch keinen Starttermin.

Der Solofilm zu Gambit mit Channing Tatum tritt weiterhin auf der Stelle. Hier scheint es zwar ein Drehbuch zu geben, aber keinen Regisseur.

Neuer Kinostart für Kingsman 2 - Spekulationen um Avatar 2 & Marvel-Filme bei Fox

Neben der Startterminverschiebung für Alien: Covenant wurden auch andere Produktionen aus dem Hause 20th Century Fox mit neuen Kinostarts versehen. Nachdem das Alien-Prequel um drei Monate von August auf Mai nach vorn gezogen wird, verschiebt sich der Kinostart von Kingsman: The Golden Circle von Juni auf den 06. Oktober 2017 um vier Monate nach hinten. In der Fortsetzung von Matthew Vaughn spielen Taron Egerton, Colin Firth, Julianne Moore, Halle Berry und Pedro Pascal die Hauptrollen.

Der 21. Dezember 2018 ist nun Starttermin eines nicht näher benannten Films von Lightstorm Productions, der Produktionsfirma von James Cameron. Damit dürfte es sich um Avatar 2 handeln, der zuvor mehrfach verschoben wurde, sich zuletzt eine Veröffentlichung im Dezember 2018 andeutete. Die Produktion von vier Avatar-Filmen beginnt Anfang kommenden Jahres. Laut Camerons letzten Aussagen folgt 2020 Avatar 3, Avatar 4 dann 2022 und Avatar 5 schließlich 2023.

Zwei weitere Marvel-Filme sollen am 02. November 2018 und am 04. Februar 2019 in die Kinos kommen. Neben einem weiteren Film der Hauptreihe befinden sich einige X-Men-Projekte in der Entwicklung, unter anderem Deadpool 2, New Mutants, Gambit oder auch die X-Force. Welches Projekt wann auf die Öffentlichkeit losgelassen wird, bleibt allerdings vorerst ein Geheimnis.

Bei den genannten Daten handelt es sich um die US-Termine, für Deutschland gibt es noch keine offiziellen Änderungen.

"Unmöglich" - Kevin Feige über eine Zusammenarbeit der Marvel Studios mit Fox

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Magneto, Professor X, Wolverine

Nach der Vereinbarung zwischen Sony und den Marvel Studios, die Spider-Man studioübergreifend in das Marvel Cinematic Universe brachte, machte sich Hoffnung breit, dass man bei 20th Century Fox mit den X-Men vielleicht zu einer ähnlichen Maßnahme bereit wäre. Immerhin schlingert die X-Men-Filmreihe in eine ungewisse Zukunft, zuletzt blieb der kommerzielle und inhaltliche Erfolg von X-Men: Apocalypse hinter den Erwartungen zurück.

Marvel-Studios-Chef Kevin Feige zufolge geht die Wahrscheinlichkeit einer solchen Vereinbarung derzeit jedoch gegen Null. Im Interview mit Variety erklärt er, dass das MCU aktuell gut ausgelastet sei und man sich nicht um weitere Kooperationen zu bemühen brauche:

"Zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Wir haben genügend Filme, um uns für mehrere Lebzeiten auf Trab zu halten.

Zum Glück müssen wir in der nächsten Zeit keine Entscheidung treffen. Es gibt jede Menge Filme, für die bereits alle angeheuert wurden und wir daran für lange Zeit unsere Freude haben werden. Robert Downey Jr. ist Iron Man und ich kann mir niemand anderen in der Rolle vorstellen. Chris Evans verkörpert Captain America so gut, wie es bei einer Ikone der Pop-Kultur nur geht.

Es gibt einen Präzedenzfall, der zeigt, dass [eine studioübergreifende Zusammenarbeit] möglich ist. Aber darüber möchte ich im Moment nicht nachdenken und muss es auch nicht."

Das MCU im Überblick: Doctor Strange (im Kino), Guardians of the Galaxy Vol. 2 (27. April 2017), Spider-Man: Homecoming (06. Juli 2017), Thor: Ragnarok (27. Oktober 2017), Black Panther (Februar 2018), Avengers: Infinity War (Mai 2018), Ant-Man and the Wasp (Juli 2018), Captain Marvel (März 2019), Avengers 4 (Mai 2019).

Drei weitere Filme sind für Mai 2020, Juli 2020 und November 2020 angesetzt. Die Titel bleiben aber vorerst ein Geheimnis, da sie derzeit ein Spoiler für Anvengers: Infinity War zu sein scheinen.

X-Men 7, Gambit, Deadpool 2: Simon Kinberg gibt Update zu den X-Men-Filmen

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Deadpool Hauptplakat

Auch wenn X-Men: Apocalypse kommerziell nicht an den Erfolg des Vorgängers X-Men: Zukunft ist Vergangenheit (2014) anknüpfen konnte, so hält man bei 20th Century Fox an den ursprünglichen Plänen für die diversen Fortsetzungen und Ablegerfilme des X-Men-Franchise fest. Produzent und Autor Simon Kinberg sprach im Videointerview mit Comicbook.com über den aktuellen Stand der Dinge und enthüllte außerdem, dass es mit dem Gambit-Solofilm wieder vorwärts geht.

"Wir haben ein tolles Drehbuch und hoffen, dass wir den Film im nächsten Frühjahr drehen können.

Derzeit drehen wir den Wolverine-Film, Anfang nächsten Jahres folgen die Dreharbeiten zu Deadpool 2. Ich werde mich auch sehr bald hinsetzen und mich dem nächsten Film der X-Men-Hauptreihe widmen."

Der nächste Teil der X-Men-Hauptreihe hat bereits einen Starttermin und soll am 13. Juli 2018 in die Kinos kommen. Gambit sollte ursprünglich im Herbst 2016 anlaufen, doch der plötzliche Ausstieg von Regisseur Rupert Wyatt beim X-Men-Solofilm im Herbst 2015 brachte den Produktionsplan und auch die geplante Veröffentlichung gehörig ins Wanken. Mit Doug Liman (Edge of Tomorrow) konnte zwar ein neuer Regisseur engagiert werden, doch das Projekt steht seit Monaten ohne Veröffentlichungstermin da.

Auch die Verfilmung zu New Mutants von Josh Boone (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) ist weiterhin auf Kurs, der Film hat jedoch noch keinen Starttermin.

Der nächste Film aus dem X-Men-Universum ist Wolverine 3, der im März 2017 anlaufen wird.

EXCLUSIVE: Simon Kinberg and Olivia Munn Talk X-Men, New Mutants, and Gambit | Saturn Awards 2016

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