Marvel (Allgemein)

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Ehemalige Hearthstone-Entwickler arbeiten an Spiel für Marvel

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Marvel hatte in seinen Videospielumsetzungen bisher eher wenig Erfolg. Daher war Marvel's Spider-Man aus dem mittlerweile vergangen Jahr auch so ein Achtungserfolg. Den möchte der Comic- und Medienriese gerne wiederholen und hat daher seine Lizenz dem kleinen Indie-Studio Second Dinner gegeben. Das gibt es zwar noch nicht lange, besteht aber aus ein paar Veteranen des großen Videospiele-Riesen Blizzard.

Unter der Leitung von Ben Brode arbeiten mehrere ehemalige Entwickler von Blizzard. Brode und sein Team waren dort verantwortlich für Hearthstone, ein Online-Kartenspiel im Warcraft-Universum, das sich zu einem unverhofften Hit für Blizzard entwickelt hat.

Mit an der Finanzierung beteiligt, mit einer Geldspritze von 30 Millionen US-Dollar, ist das chinesische Unternehmen NetEase. Das wurde gleichzeitig mit dem Marvel-Setting des Erstlingswerks von Second Dinner verkündet. Übrigens arbeitet NetEase zusammen mit dem ehemaligen Arbeitgeber von Brode und Co. am Mobile-Ableger von Diablo, das auf der letztjährigen BlizzCon vorgestellte Diablo Immortal. Auch die Selbstbeschreibung auf der Webseite von Second Dinner lässt erahnen, dass das neue Marvel-Spiel hauptsächlich auf Smartphones und Tablets ausgelegt sein könnte. Dazu passt auch das Engagement von NetEase: Mobile-Spiele sind in Asien besonders populär.

Einen Namen, geschweige denn ein Erscheinungsdatum für das Spiel von Second Dinner, gibt es noch nicht.

Marvel Cinematic Universe: Anthony Mackie sieht keine Chance für Crossover von Serien und Filmen

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Während Peggy Carter ein Charakter im ersten Captain America-Film war, bevor sie ihre eigene Serie bekam und Agent Coulson erst in The Avengers sterben musste, bevor er sein Team in Agents of S.H.I.E.L.D anführen konnte, gibt es außer der ein oder andere Anspielung kaum Überschneidungen des Marvel-Filmuniversum mit den Serien. Ein Crossover würde auch nicht funktionieren, meinte der Falcon-Darsteller Anthony Mackie am vergangenen Wochenende im Rahmen der Wizard World Cleveland:

"Es sind verschiedene Universen, verschiedene Welten, verschiedene Firmen und verschiedene Designs. Kevin Feige hat genaue Vorstellungen davon, wie das Marvel-Universum in der Film-Welt dargestellt werden soll. Es würde nicht funktionieren. Es würde ganz und gar nicht funktionieren."

Für das MCU ist der President of Production der Marvel Studios, Kevin Feige verantwortlich, während Jeph Loeb Marvel Television vorsitzt, das als eigenständiges Unternehmen fungiert. Wie Mackie weiter ausführte, würden bei den Marvel Studios und Marvel Television außerdem verschiedene Produktionspläne bestehen. Dies würde dazu führen, dass eine chronologische Aneinanderreihung der Geschehnisse in den beiden Universen schwierig wäre.  

X-Men-Produzent ist offen für ein Crossover mit den Avengers

Könnte die Kooperation zwischen Sony und den Marvel Studios in Zukunft ähnliche Vereinbarungen mit sich bringen? Die Zusammenarbeit der beiden Filmstudios macht Spider-Man offiziell zu einem Teil des Marvel Cinematic Universe. Im Zeitalter von Comicverfilmungen, gemeinsamen Filmuniversen und der Zusammenarbeit konkurrierender Filmstudios scheint auch eine Sache zwar derzeit sehr unwahrscheinlich, doch nicht unmöglich: Ein Crossover zwischen den X-Men (20th Century Fox) und den Avengers (Marvel Studios).

Im Interview mit Crave Online zeigt sich X-Men-Produzent Simon Kinberg offen für diese Möglichkeit, nachdem Deadpool-Regisseur Tim Miller seinen Wunsch äußerte, den Graben zwischen den X-Men und der Welt der Avengers zu überwinden:

"Das würden wir alle gut finden. Es gibt derart viele Crossover in der Comicwelt, es wäre großartig, wenn die Charaktere eines Tages auch zusammen in einem Film zu sehen wären.

Wir stehen beide mit Kevin [Feige, Chef der Marvel-Studios] in recht engem Kontakt und haben sehr großen Respekt vor seiner Arbeit. Es wäre toll, sich zu verbünden, irgendwie, zusammen, wenn es ginge."

Dieser ausgesprochene Wunsch stellt jedoch keinen Hinweis auf geheime Planungen für ein X-Men-Avengers-Crossover dar. Die X-Men-Filmreihe bei Fox und die Filme der Marvel Studios laufen erfolgreich wie nie zuvor. Eine Zusammenarbeit scheint daher sehr unwahrscheinlich, doch gut zu wissen, dass man sich zumindest offen zeigt.

Die Regisseure von Captain America: Civil War sprechen über Spider-Man und mehr

Die beiden Brüder und Regisseure Anthony und Joe Russo haben mit dem Forbes-Magazine über ihren Film Captain America: Civil War gesprochen. Gefragt wurden sie allerdings auch zu ihrer persönlichen Herangehensweise an einen großen Film wie Captain America: Civil War sowie verschiedenen anderen Themen, die das Marvel Cinematic Universe betreffen. So wurden sie auch vom Interviewer auf Spider-Man angesprochen, der erstmals im zweiten Trailer des kommenden Films zu sehen war. Der Charakter läge ihnen sehr am Herzen, sagt Joe Russo:

Er war meine Lieblingsfigur als ich aufwuchs, ich habe noch immer meine Comicsammlung im Schrank, es war also die Erfüllung eines Traums für uns, dass wir Spidey im Film haben und ihn als Charakter intepretieren können. Wir könnten uns kaum mehr freuen und wir wollten das mit allen teilen. [...] Wir dachten, ihn so zu enthüllen, wäre großartig gewesen. Ich glaube, die Leute werden mit ihm im Film zufrieden sein, er hat eine sehr interessante Rolle.

Weiter auf die "interessante Rolle" des Spinnenmann eingehend sagen die Regisseur-Gebrüder, dass Spider-Man keine Beziehung zu den Charakteren im Vorfeld von Avengers hätte und deswegen einen "besonderen Platz" in der Geschichte habe. Auf das Kostüm von Peter Parker angesprochen, bekräftigen sie ihre Meinung, dass das Kostüm gut aussähe und alles seine Erklärung finden würde. Die Anklänge des Spinnenanzugs an die Spider-Man-Serie aus den 1970ern war bei einigen Fans auf Widerstand gestoßen.

Anthony und Joe Russo sprechen außerdem über die Bedeutung von Black Panther als erster, schwarzer Superheld afrikanischer Abstammung. Sie spekulieren zusätzlich über mögliche Filme um Iron Man ohne Robert Downey Jr., den Darsteller von Tony Stark. Zudem deuten sie an, dass in Vorbereitung auf Avengers: Infinity War viele neue Charaktere aus dem Marvel-Universum ihren Auftritt hätten. Dem Publikum sei zuletzt auch geraten, sich (wie bei Marvel-Filmen üblich), auch den Abspann anzuschauen: Es gäbe mindestens eine, vielleicht sogar zwei oder drei Post-Credit-Szenen, so die Russo-Brüder.  Das ganze Interview findet sich hier.

Captain America: Civil War kommt am 28. April in die deutschen Kinos.

Neue Details zu Luke Cage & Iron Fist, weitere Marvel-TV-Serien in Planung

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Iron Fist

Die Marvel-Serien bei Netflix Daredevil und Jessica Jones werden ab 30. September um Luke Cage bereichert, auch die vierte Serie im Bunde Iron Fist nimmt mit der Besetzung der Hauptrolle durch Finn Jones allmählich weiter Form an. Joe Quesada aus dem Marvel-Vorstand sprach auf einer Pressekonferenz (via Decider) zur zweiten Daredevil-Staffel (19. März) auch über Luke Cage und bestätigte, dass die Serie sich von ihren Vorgängern unterscheiden und auch nicht nur auf Hell's Kitchen beschränkt bleiben wird.

"Wir werden uns nicht in Hell's Kitchen einsperren und zeigen auch eine ganz andere Seite von Manhattan - auch wenn natürlich in Hell's Kitchen viel vor sich gehen wird. New York gehört zur Welt von Luke Cage, es handelt sich dabei aber um eine andere Nachbarschaft.

Ich möchte nicht zuviel verraten, doch die Serie wird sich anders anfühlen und anders aussehen und klingen."

Quesada bescheinigt auch Iron Fist einen ganz eigenen Stil, mit dem sich die Serie von ihren Vorgängern abhebt:

"Es ist unser Ziel, vier Serien mit eigenen Identitäten zu liefern, die aber gleichzeitig auch als Teil eines größeren Ganzen sind. Das ist keine einfache Aufgabe, doch ich versichere Ihnen, dass unser Team wirklich großartiges leistet.

Ich denke, dass Danny Rand (Iron Fist) eine ganze andere Sicht auf die Welt haben wird als die anderen Charakere. Wir stehen bei Iron Fist noch am Anfang, deswegen möchte ich auch noch nicht mehr dazu sagen. Danny Rand ist jedoch ein ganz eigener Charakter - seine Herkunft, wie er zu seinen Kräften und Fähigkeiten kommt, alles anders."

Jeph Loeb, Kopf der Marvel-TV-Sparte, sprach mit Comicbook ganz allgemein über den Stand der Dinge und bestätigte, dass man auch im Fernsehen weiter expandieren möchte:

"Es hört nicht auf. Wir werden, auf kurz oder lang, neun oder zehn Serien gleichzeitig am Laufen haben. Damit beschäftigt sich mein Gehirn im Moment."

Neben den Netflix-Serien Daredevil, Jessica Jones, Luke Cage und Iron Fist wird es mit The Defenders ein gemeinsames Serienabenteuer geben. Beim US-Sender ABC laufen Agents of S.H.I.E.L.D. und Agent Carter. Außerdem wurde ein Pilotfilm für den Ableger Most Wanted bestellt, sowie die Comedyserie Damage Control. Ob Agent Carter verlängert wird, ist derzeit noch offen. Gerüchte über eigene Serien für z.B. Punisher oder Moon Knight tauchen immer wieder auf.

Marvel's Daredevil – Staffel 2 - Offizieller Trailer 2 – Netflix [HD]

Joss Whedon ist mit dem Marvel Cinematic Universe durch

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Ultron aus Avengers 2: Age of Ultron

Filmemacher Joss Whedon hat im Interview mit der Oxford Union bestätigt, dass er sein Engagement bei den Marvel Studios nach Avengers: Age of Ultron beendet hat und für das Cinematic Universe auch keine Beraterfunktion mehr ausübt. Whedon, der während Phase 2 bei allen Filmen mitarbeitete, konzentrierte sich zum Schluß nur noch auf Age of Ultron, mit der Absicht, das Cinematic Universe danach zu verlassen. Whedon begründet die Entscheidung mit einem Mangel an Mitsprache:

"Ich hatte bei allen Filmen der zweiten Phase mehr oder weniger meine Finger im Spiel. Ich musste mich dann allerdings komplett auf Age of Ultron konzentrieren und wusste bereits, dass ich aufhören werde, wenn der Film fertig ist. Ich habe einen geraden Schnitt gemacht. Nicht, weil wir uns verkracht haben, sondern weil ich merkte, dass ich nicht mehr kann.

Wenn ich noch da wäre, hätte ich jeden Tag meine Gedanken zu den Filmen dargelegt. ich wäre nicht mehr in der Lage gewesen, irgendwas anderes zu machen, weil es eine Menge Filme gibt. Und das macht auch sehr viel Spaß. Es macht süchtig, wenn man überall Dinge verbessern kann und sie auch auf dich hören. Ich habe lange Zeit die Drehbücher verarztet, doch der Anteil, wo sie auf dich gehört haben, war sehr gering."

Das komplette Interview könnt ihr euch hier als Video ansehen.

Joss Whedon | Full Q&A | Oxford Union

Updates zu Phase 3: Guardians 2, Thor 3, Spider-Man & Black Panther

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Black Panther Filmlogo

Captain America: Civil War eröffnet im Mai 2016 Phase 3 des Marvel Cinematic Universe, welche bis 2019 läuft mit Inhumans zum Abschluß kommen wird. Marvel-Studios-Chef Kevin Feige hat mit dem Empire Magazine über einige der anstehenden Filme gesprochen und neue Details verraten.

Guardians of the Galaxy Vol. 2: Man sollte nicht davon ausgehen, dass es ein Wiedersehen mit Thanos geben wird: "Man sollte sich nicht zu sehr auf Thanos einstellen. Das nächste Mal, wenn wir Thanos sehen, wird er nicht mehr weiter herumeiern. Und ihr werdet euch sagen: 'Oh, deshalb wird dieser Gegner seit fünf Jahren nur angedeutet'.".

Spider-Man: Berichte, dass der Film viel kleiner ausfällt, fast eine Art Indie-Film darstellt, kommentiert Feige so: "Ein kleineres Format ist relativ. Er wird groß und spektakular, so wie die Spider-Man-Filme zuvor. Aber es ist eine Geschichte, die sich um Peter Parker dreht. Der Film gibt uns die Möglichkeit, uns auf einen 15jährigen Jungen zu konzentrieren, der noch zur High School geht.".

Thor: Ragnarok: Wie zu erwarten wird sich die Handlung des Films kaum auf der Erde abspielen: "Ich glaube, die interpretieren den Film aufgrund deines Titels nicht richtig. Er wird sich wahrscheinlich so sehr von den ersten beiden Thor-Filmen unterscheiden wie Winter Soldier vom ersten Captain-America-Film. Wir zeigen neue Ort, es gibt neue Charaktere und wir haben Großes vor. Außerdem haben wir einen Hulk. Der Film spielt weit draußen im Kosmos, was bedeutet, dass es sehr wenig von der Erde zu sehen geben wird."

Black Panther: Dieser Film weist eine wichtige Verbindung mit dem Avengers-Zweiteiler Infinity War auf: "Der ist sehr wichtig. Nicht nur hat der Film einen unglaublichen Hauptcharakter, mit Wakanda bekommen wir auch die Möglichkeit, neue Schauplätze und eine neue Kultur zu entdecken. Es wird ein geo-politisches Action-Abenteuer, welches sich auf die Familie und die royalen Kämpfe von T'Challa in Wakanda konzentriert - was es für ihn bedeutet, König zu sein. Die Geschichte von T'Challa ist sehr wichtig und bringt uns zum nächsten Avengers-Film. Darum haben wir ihn gemacht."

Phase 3 in der Übersicht: Captain America: Civil War (Mai 2016), Doctor Strange (Oktober 2016), Guardians of the Galaxy 2 (April 2017), Spider-Man (Juli 2017), Thor: Ragnarok (November 2017), Black Panther (Februar 2018), Avengers: Infinity War, Part 1 (April 2018), Ant-Man and the Wasp (Juli 2018), Captain Marvel (März 2019), Avengers: Infinity War, Part 2 (Mai 2019), Inhumans (Juli 2019).

Marvel Cinematic Universe: Filme werden die TV-Serien mehr mit einbeziehen

Zwei Jahre nach der Premiere der ersten TV-Serie Agents of S.H.I.E.L.D. hat Marvel derzeit mit Agent Carter und Daredevil ingesamt drei Serien auf dem Markt, die innerhalb des gemeinsamen Marvel Cinematic Universe spielen. In den nächsten Jahren gibt es jede Menge Nachschub durch Jessica Jones, Luke Cage, Iron Fist, The Defenders und den Agents of S.H.I.E.L.D.-Ableger Mockingbird.

Bisher haben sich hauptsächlich die Serien, vor allem Agents of S.H.I.E.L.D., mit den Folgen der Ereignisse aus den Filmen herumgeschlagen oder auf diese zumindest Bezug genommen, z.B. der Angriff auf New York aus Avengers. Abseits von einigen Gastauftritten von Charakteren wie Nick Fury, Lady Sif und Jasper Sitwell gibt es von der Seite der Filme jedoch keine nennenswerten Referenzen auf die kleinen Geschwister. Dies wird sich jedoch bald ändern, denn Marvel-Studios-Chef Kevin Feige bezeichnet diesen Schritt als "unausweichlich".

Bisher gestaltet sich die Überschneidung jedoch nicht so einfach. Grund ist die sehr unterschiedliche Art von Produktion für Kinofilme und TV-Serien. "Es ist einfacher für sie [Ereignisse aus den Filmen aufzugreifen], da sie schneller produzieren können und man deshalb die Nachwirkungen aus Captain America: The Winter Soldier und Avengers: Age of Ultron in den Serien sieht. In der Zukunft könnte sich das jedoch ändern, da es noch mehr Serien gibt, die mit großartigen Schauspielern besetzt sind, allen voran Daredevil.". Doch das Timing abzustimmen, gehört für Feige zur größten Herausforderung.

Auf die Frage, ob TV-Charaktere in den Filmen auftreten werden, z.B. Vincent D'Onforios Kingpin in Spider-Man, antwortet er: "Oh, das weiß ich nicht. Es wäre eine tolle Kombination. Doch dieses Szenario kam uns noch nicht in den Sinn."

Marvel Cinematic Universe: Tom Hiddleston über die Zukunft von Loki

Der britische Schauspieler Tom Hiddleston ist vor allem für seine Darstellung als Loki einem breiten Publikum bekannt geworden. Seinen letzten Auftritt hatte der Bruder von Thor und charismatische Marvel-Schurke in Thor: The Dark World. Für Avengers: Age of Ultron wurde eine Szene gedreht, diese fiel jedoch der Schere zum Opfer. Im Interview mit Collider äußert sich Hiddleston über Lokis Zukunft im Marvel Cinematic Universe, doch der Schauspieler weiß selbst nicht, wie es weitergeht:

"Es tut mir sehr leid, aber ich habe nichts anzubieten. Ich habe sprichwörtlich nichts. Keine Ahnung, was derzeit geplant ist. Das ist das, was ich weiß und bin damit bereits am Ende meines Wissens angekommen. Keine Ahnung. Es ist alles in Kevin Feiges Kopf. Das Marvel Cinematic Universe expandiert in einer rasanten Geschwindigkeit und ich hoffe es wirklich, aber weiß nicht, inwieweit Loki dort einen Platz hat. Wir werden sehen.".

Ein Wiedersehen mit Loki in Thor: Ragnarok erscheint wahrscheinlich, doch sicher das ist das zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auch hoffen viele Fans, dass der Charakter im Avengers-Zweiteiler Infinity War eine Rolle spielen wird. Als nächstes stehen für Hiddleston die Dreharbeiten zu Kong: Skull Island auf dem Programm. Ab Oktober ist er in Guillermo del Toros Gothic-Horrorfilm Crimson Peak zu sehen.

CRIMSON PEAK Trailer German Deutsch (2015) Tom Hiddleston

Boom der Superheldenfilme: Steven Spielberg sieht schon das Ende - Captain America Chris Evans ist optimistisch

Nach dem großen Erfolg von Superheldenfilmen in den letzten Jahren holen die Filmstudios zum großen Rundumschlag aus und selbst unbekanntere Comic-Charaktere bekommen mittlerweile die Chance auf ihrem eigenen Kinofilm (z.B. DCs Cyborg oder Marvels Black Panther). Vor ein paar Jahren war das kaum vorstellbar. Bis 2020 stehen uns noch (mindestens) 25 Comicverfilmungen bevor.

Marvel bringt ab 2017 drei Filme pro Jahr heraus, bei Warner nimmt das DC-Filmuniversum Fahrt auf, Sony rebootet Spider-Man und bei Fox werden die X-Men ausgeschlachtet. Allein im kommenden Jahr laufen sieben Filme an. Doch neben all der Euphorie und den rekordverdächtigen Einnahmen einiger Verfilmungen werden auch kritische Stimmen laut. So hat zuletzt Regisseur Steven Spielberg seine Meinung zum Thema geäußert und sagt dem Superheldenhype durch die Übersättigung ein rasches Ende voraus. Genauso wie z.B. Western werden Superhelden bald durch ein anderen Genre verdrängt werden: "Es kommt der Tag, an dem diese mythischen Geschichten von einem anderen Genre verdrängt werden, über dass sich vielleicht ein junger Filmemacher Gedanken macht, der es für uns alle entdecken wird.".

Schauspieler Chris Evans, der den Superheldenboom von Anfang an als Captain America bei Marvel begleitet, sieht das allerdings ganz anders und reagiert auf die Äußerungen des berühmten Regisseurs und Produzenten. Seiner Meinung nach sind auch die technischen Möglichkeiten, die heutigen Filmemachern zur Verfügung stehen, auch ein stückweit dafür verantwortlich, dass solche Filme überhaupt erst möglich werden:

"Ich denke, dass wir durch die fortschreitenden technischen Möglichkeiten auch versuchen, diese in Filmen zu zeigen und umzusetzen. Jeder Film, der sich dieser überlebensgroßen Charaktere, fantastischen Welten und Handlungen annimmt, wird die technischen Möglichkeiten ausnutzen, um zu beweisen, wie gut das möglich ist. Das gilt für Superhelden und generell Fantasyfilme. Das wird jedenfalls noch eine Weile halten.

Für Superheldenfilme, Charaktere die wir kennen und mögen, kommt es darauf an, wie mit ihnen umgegangen wird. Jason Bourne könnte ein Superheld sein. Man kann jeden Superheld nehmen und ihn soweit in der Realität verankern, dass er real wird. Ich glaube, dass die [Russo-Brüder, Regisseure von Captain America: The Winter Soldier und Civil War] das echt gut machen. Manche Superheldenfilme fühlen sich auch wie solche an. Die Russo-Filme sind eher Geschichten über Menschen, mit einer Prise Superhelden. Man kann vielleicht von all den Superkräften genug bekommen, doch solange Filmemacher immer wieder eine neue Herangesehensweise finden und die Atmosphäre und den Ton anpassen, wird das Publikum dranbleiben."

Captain America: The Winter Soldier überraschte mit einem gelungenen Genrewechsel zum Politthriller und hebte sich von seinem Vorgänger The First Avenger komplett ab. Der Film übertraf alle Erwartungen und gab dem Marvel Cinematic Universe weiter Auftrieb. Der dritte Captain-America-Film Civil War muss sich nicht nur an Winter Soldier messen lassen, sondern auch die entäuschten Avengers-2-Fans zurück ins Boot holen.

Der Film kommt am 05. Mai 2016 in die Kinos.

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