Justice League

Einspielergebnis: Coco an der Chartspitze, Justice League auf dem Weg zu 600 Millionen Dollar

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Coco

Die weltweiten Kinocharts befanden sich am vergangenen Wochenende fest in der Hand von Pixar. Nachdem Coco in den USA schon am letzten Wochenende die Spitzenposition erobern konnte, gab es erneut kein Vorbeikommen an dem Animationsabenteuer. Der Film spielte rund 26,1 Millionen Dollar, was im Vergleich zur Vorwoche einen Rückgang von 48 Prozent bedeutet. Weltweit steht Coco nach zwei Wochen bei 279 Millionen Dollar.

Auf dem zweiten Platz folgte in den US-Kinocharts wie in der vergangenen Woche Justice League. Die Comicverfilmung spielte noch einmal 17 Millionen Dollar ein und steht in den Staaten damit insgesamt bei 197 Millionen Dollar. Das Gesamteinspielergebnis beträgt mittlerweile 567 Millionen Dollar.

Auf dem dritten Platz folgte Wonder mit 14 Millionen Dollar, während Platz 4 an Thor: Tag der Entscheidung ging. Der Marvel-Film konnte rund 8 Millionen Dollar am Wochenende an den Kinokassen umsetzen. In den Vereinigten Staaten steht der Film nun bei 291 Millionen Dollar. Weltweit konnte Thor 3 zudem die Marke von 800 Millionen Dollar knacken und kommt insgesamt auf ein Einspielergebnis von 816 Millionen Dollar.

In Deutschland lief Coco in der vergangenen Woche ebenfalls an und sorgte dafür, dass die deutschen Kinocharts mal wieder eine neue Nummer 1 haben. Mit 200.000 Besuchern und 1,7 Millionen Euro verdrängte der Animationsfilm Fack Ju Göhte von der Spitzenposition. Die Komödie sicherte sich mit 110.000 Zuschauern und 1 Million Euro Platz 2 in den Charts und kommt der Marke von sechs Millionen Zuschauern immer näher.

Der dritte Platz ging überraschend an Mord im Orient-Express, der hierzulande seit vier Wochen ziemlich konstant läuft. Rund 105.000 Zuschauer bedeuteten 960.000 Euro Einspielergebnis.

Einspielergebnis: Coco auf Platz 1 der US-Charts, Justice League weltweit bei 481 Millionen Dollar

Pixars neuester Animationsfilma Coco – Lebendiger als das Leben konnte sich in den amerikanischen Kinocharts wie erwartet die Spitzenposition sichern. Am verlängerten Thanksgiving-Wochenende spielte der Film rund 71 Millionen Dollar ein, wobei 49 Millionen Dollar von Freitag bis Sonntag eingenommen werden konnten.

Weltweit lief Coco zudem auch in einigen anderen Ländern an. Daher kommen noch einmal 82 Millionen Dollar zum weltweiten Einspielergebnis dazu. Insgesamt steht der Animationsfilm nach dem ersten Wochenende bei 153 Millionen Dollar. In Deutschland startet Coco am Donnerstag, unsere Kritik zum Film findet ihr hier.

Platz 2 in den US-Kinocharts sicherte sich Justice League. Die DC-Comicverfilmung spielte am zweiten Wochenende in den Vereinigten Staaten 40,7 Millionen Dollar ein. Damit kommt Justice League auf ein US-Einspielergebnis von 171 Millionen Dollar, weltweit sind es rund 481 Millionen Dollar. Abgerundet werden die Top 3 durch das Drama Wonder, das 22,3 Millionen Dollar an den Kinokassen umsetzen konnte.

In Deutschland lässt das Interesse an Fack Ju Göhte 3 nach fünf Wochen zwar langsam nach, rein finanziell reichte es an diesem Wochenende aber immer noch für Platz 1. Mit 210.000 verkauften Karten knackte die Fortsetzung mittlerweile die Marke von 5,5 Millionen Zuschauer und ist nun auf dem Weg zu 6 Millionen. Das Einspielergebnis betrug am Wochenende 1,9 Millionen Euro.

Aufgrund dieser Summe konnte Fack Ju Göhte 3 auch Neustart Paddington 2 auf den zweiten Platz verweisen. Der Kinderfilm lockte zwar mit 280.000 Zuschauern mehr Menschen in die Kinos, spielte dabei aber mit 1,65 Millionen Euro etwas weniger ein. Platz 3 geht an Mord im Orient Express mit 165.000 Zuschauern und 1,5 Millionen Euro. Auf Platz 4 folgt Justice League, der 120.000 Zuschauer in die Kinos lockte und 1,3 Millionen Euro einspielen konnte.

Coco wird Justice League auf Platz 2 der US-Kinocharts verweisen

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Schriftlogo zum Film Coco von Disney Pixar

Das deutsche Publikum muss sich noch bis zur nächsten Woche gedulden, bis Coco in den Kinos startet. In den USA ist der Film pünktlich zu Thanksgiving gestartet - und das besser, als zunächst vermutet.

Ursprünglich hatte man für den Film ein Einspielergebnis am Startwochenende in Höhe von 55 bis 60 Millionen US-Dollar erwartet. Die ersten Prognosen zeigen, dass Coco wohl bis zu 70 Millionen US-Dollar erzielen wird; und damit hätte die Geschichte um den 12-jährige Miguel, die vom mexikanischen Feiertag "Día de Muertos" inspiriert wurde, dann Justice League in den Kinocharts überholt.

Bereits am Vorabend von Thanksgiving konnte Coco 13 Millionen US-Dollar verbuchen, Justice League hingegen 10,5 Millionen US-Dollar. Über das gesamte Thanksgiving-Wochenende ist für Justice League ein Einspielergebnis von 60 Millionen US-Dollar zu erwarten.

Damit bleibt die DC-Comicverfilmung weiterhin hinter den Erwartungen zurück. Weltweit ist aktuell ein Ergebnis von 650 Millionen US-Dollar zu erwarten, was bedeuten würde, dass der Film vorerst ein Verlustgeschäft ist, da er die benötigte Gewinnschwelle von 700 bis 750 Millionen US-Dollar nicht erreichen wird. 

Justice League läuft bereits seit dem 16. November in den deutschen Kinos. Am 30. November startet dann auch Coco hierzulande.

Coco Official Final Trailer

Justice League könnte bis zu 100 Millionen Dollar Verlust machen

Das Startwochenende brachte Justice League ein weltweites Einspielergebnis von 285 Millionen Dollar, bleibt jedoch weit hinter den Erwartungen und Projektionen zurück und könnte sich für Warner Bros. als Verlustgeschäft erweisen.

Wie Forbes in einem ausführlichen Artikel analysiert, wurde für die DC-Comicverfilmung ein weltweites Einspielergebnis um die 630 Millionen Dollar errechnet. Zu wenig, um die Gewinnschwelle zu erreichen, die bei geschätzten 700 bis 750 Millionen Dollar liegt. Alles in allem könnte die Kinoauswertung zwischen 50 bis 100 Millionen Dollar Verlust bringen.

Die Produktionskosten belaufen sich auf 300 Millionen Dollar, Zusatzkosten für zum Beispiel für Marketing (150 Mio) nicht inbegriffen. Um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, muss der Film das Zwei- bis Dreifache seiner Produktionskosten wieder einspielen, denn die Einnahmen gehen nicht 1:1 an das Filmstudio zurück.

Von allen DCEU-Filmen legte ausgerechnet das Superheldenliga-Spektakel in den USA mit 96 Millionen Dollar den schwächsten Start hin, hinter Man of Steel (2013, 116 Mio), Batman v Superman: Dawn of Justice (2016, 166 Mio), Suicide Squad (2016, 134 Mio) und Wonder Woman (2017, 103 Mio).

Weltweit ist Batman v Superman mit 873 Millionen Dollar der kommerziell erfolgreichste Film des DCEU, gefolgt von Wonder Woman (821 Mio), Suicide Squad (745 Mio) und Man of Steel (668 Mio).

Ob die Prognose nach oben gedreht werden kann, werden die kommenden Tage zeigen. In den USA steht das lange Thanksgiving-Wochenende vor der Tür, welches traditionell auch für höhere Umsätze an den Kinokassen sorgt. Konkurrenz wird durch den Start des Pixar-Films Coco erwartet.

Das DCEU nach Justice League - Updates & Gerüchte zu Flashpoint, Batgirl & The Batman

Mit dem vergleichsweise verhaltenen Kinostart von Justice League richtet sich der Fokus auf die Zukunft des DC Extended Universe und welche Konsequenzen der kommerzielle Erfolg des Superhelden-Teamfilms auf kommende Projekte haben könnte.

Neben Aquaman (2018), Shazam (2019) und Wonder Woman 2 (2019) scheint sich der Flash-Solofilm Flashpoint aktuell am weitesten in der Entwicklungsphase zu befinden. Im Interview mit Entertainment Weekly sprach Hauptdarsteller Ezra Miller über den Stand der Dinge:

"Der Fortschritt des Projektes ist durch die wechselhaften Tendenzen mit der Figur von Barry Allen vergleichbar. Aber es sieht immer vielversprechender aus, viel weiter als bei den bisherigen Versuchen.

Fans müssen unweigerlich an ein Wort wie 'Krise' denken, wenn sie 'Flashpoint' hören. Wir werden feststellen, dass unser geliebtes DC-Universum zugunsten eines unendlichen, Kopfschmerzen verursachenden Multiversums auseinandergerissen wird. Ich nenne es das DC Hyper-Extended Multiverse."

Die Handlung zu Flashpoint zeigt gerüchteweise eine Reihe von alternativen und boshaften Versionen der bekannten Helden, unter anderem auch Bruce Waynes Vater Thomas als Batman. DCEU-Chef Geoff Johns bestätigte zudem, dass der Film einen Fokus auf Alternativversionen von Batman legt. Gerüchteweise könnte Warner dies zum Anlass nehmen, um die Rolle durch einen jüngeren Schauspieler neu zu besetzen.

Auch der Batman-Solofilm von Matt Reeves scheint sich aktuell wieder innerhalb des DC-Universums zu bewegen (via El Fanboy) und nach den Ereignissen von Justice League zu spielen. Ob Ben Affleck zurückkehrt oder bereits ein anderer Schauspieler (z.B. Jake Gyllenhaal) in das Kostüm des dunklen Rächers schlüpft, bleibt weiterhin Spekulation.

Joss Whedons DC-Filmprojekt zu Batgirl scheint einem ausführlichen Bericht bei The Ankler nach aktuell wieder in weite Ferne zu rücken. Hoffnungen liegen auf James Wan, der eine wichtigere Position innerhalb des DCEU übernehmen könnte, sollte Aquaman ein Erfolg werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, Wonder Woman als Dreh- und Angelpunkt des gesamten Filmuniversums zu positionieren und weiter in den Fokus zu rücken.

JUSTICE LEAGUE - Trailer #1 Deutsch HD German (2017)

Einspielergebnis: Justice League startet weltweit schwach

Entgegen der Schätzungen von Analysten und dem produzierenden Filmstudio Warner Bros. bleibt Justice League mit einem US-Startergebnis von 96 Millionen Dollar weit hinter den Erwartungen zurück. Die Projektion von vor wenigen Tagen sagte dem DC-Superhelden-Teamfilm Einnahmen von 110 bis 120 Millionen Dollar voraus - basierend auf dem Umsatz der Donnerstagabend-Previews und im Vergleich mit anderen Superhelden-Blockbustern und DC-Comicverfilmungen.

Inklusive der 13 Millionen aus der Preview-Nacht brachte der Freitag für Justice League 38,8 Millionen Dollar. Bereits am Samstag knickten die Einnahmen um 15 Prozent ein und brachten 33 Millionen, für Sonntag geht es noch einmal um 27 Prozent nach unten (24,1 Mio).

Damit bleibt die 300-Millionen-Dollar-Produktion um 44 Prozent hinter dem US-Startergebnis des direkten Vorgängers Batman v Superman: Dawn of Justice zurück. Dieser konnte 2016 noch 166 Millionen Dollar am ersten Wochenende verbuchen.

Auch Wonder Woman konnte am Startwochenende 103 Millionen Dollar einnehmen und brachte es auf ein weltweites Einspielergebnis von über 820 Millionen - bei Produktionskosten von 150 Millionen Dollar.

Weltweit kommen für Justice League schätzungsweise noch einmal 185 Millionen Dollar dazu. Damit beläuft sich das Gesamtergebnis auf circa 280 Millionen Dollar. Um für Warner Bros. die Gewinnschwelle zu erreichen, muss der Film weltweit mindestens 700 bis 750 Millionen einnehmen.

Ob der Film sich längerfristig in den Kinos halten und das Einspielergebnis entsprechend in die Höhe getrieben werden kann, bleibt derzeit abzuwarten.

JUSTICE LEAGUE - Unite - Warner Bros. UK

DC-Comic-Kritik: Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine (Rebirth)

2017 ist das Jahr, in dem die seit Jahrzehnten in Comics oder Zeichentrickserien/-filmen für das Gute kämpfende Liga der Gerechten endgültig im Mainstream ankommen dürfte. Dies liegt in erster Linie an dem fünften DCEU-Projekt mit dem naheliegenden Titel Justice League.

Bezieht man sich nur auf die in diesem Blockbuster mitwirkenden Weltenretter, die seit Langem bekannt sind und in sämtlichen Trailern ebenfalls auftauchen, überrascht in Bezug auf die Team-Zusammenstellung vor allem eine Personalie: Cyborg. Dieser ist nämlich kein klassisches Mitglied der JL wie Batman, Wonder Woman, Aquaman oder Flash. Victor Stone, wie der Neuling mit bürgerlichem Namen heißt, wurde vielmehr erst 2012 im Rahmen des The-New-52-DC-Neustarts “befördert“ und ist daher logischerweise im Vergleich zu seinen legendären Mitstreitern weit weniger populär.

Seit dieser Zeit ist er aber fester Bestandteil dieser außergewöhnlichen Superhelden-Vereinigung - auch nach der Wiedergeburt des DC-Universums. Dies bedeutet, in Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine erlebt der Leser in den Panels eine Power-Truppe, die beinahe mit der aus dem Leinwandableger übereinstimmt. Und nicht nur deshalb wird es höchste Zeit, sich einmal mit deren Rebirth-Auftakt-Abenteuer zu beschäftigen.

Inhalt

Der Liga bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Hat man gerade die eine Bedrohung abgewendet, stehen schon die nächsten beiden vor der Tür: die sogenannten “Vorläufer“ und das “Tilgen“. Was diese vorhaben, woher sie kommen und worum es sich bei ihnen genau handelt, ist nicht ohne Weiteres festzustellen, allerdings scheinen beide etwas miteinander zu tun zu haben.

Eines ist jedoch klar: Um diese unglaublich mächtigen Wesen besiegen oder zumindest von dem Planeten vertreiben zu können, bedarf es wieder eines Mannes aus Stahl.

Starke Solisten,…

Das ganz große Plus dieses Auftaktbandes sind eindeutig die Momente, in denen nur einer oder wenige der Protagonisten im Fokus stehen. Top-Autor Bryan Hitch versteht es sehr gut, die einzelnen Figuren - insbesondere den neuen Superman - so zu positionieren, dass ihr Handeln und ihre Worte Rückschlüsse auf ihren Charakter zulassen. Für Neueinsteiger ist das optimal.

So wirkt die Handlung auch nie zu hektisch - selbst dann nicht, als sich die beiden Lanterns-Neuzugänge Jessica Cruz und Simon Baz den bereits genannten Akteuren anschließen. Keiner verkommt hier zu einem bloßen Stichwortgeber, und bei niemandem hat man das Gefühl, dass sie oder er verzichtbar gewesen wäre.

Großgruppen-Szenen sind die Ausnahme und keinesfalls die Regel. Man spart sich diese tatsächlich für ausgewählte Momente auf und nutzt sie nicht nur für ein Action-Feuerwerk, sondern auch und gerade, um zu zeigen, wie die Helden miteinander umgehen. Dieser Umstand trägt ebenfalls dazu bei, dass man zumindest zu ausgewählten Mitgliedern der Gerechtigkeitsliga eine Verbindung aufbauen kann, die zur Folge hat, dass man mehr über sie erfahren möchte. Somit funktioniert dieser Paperback auch gut als Werbung für die einzelnen neu gestarteten Heftserien - in Deutschland haben bisher lediglich die Cyborg-Sympathisanten keine Alternative zu der Justice-League-Reihe.

…, aber klassische Team-Book-Schwierigkeiten

Dennoch werden sicher nicht wenige zu dem Schluss kommen, dass dieser Titel ebenfalls nicht frei von einigen der gängigsten Team-Book-Probleme ist. So vertragen sich in einem solchen Werk beispielsweise selten die Elemente große Gruppe und große, also gute Geschichte.

In diesem Sammelband, der das Rebirth-Special sowie die Einzelheftausgaben 1-5 enthält, stehen Batman, Wonder Woman & Co. zu keinem Zeitpunkt einem ihrer ikonischen Widersacher gegenüber, sondern stattdessen lediglich drei im Prinzip nicht so recht greifbaren Bedrohungen. Zwei davon agieren quasi wie ein großer Schwarm (die “Ernter“ und das “Tilgen“), und bei der dritten handelt es sich um eine mysteriöse Macht, der es gelingt in die Köpfe unzähliger Menschen einzudringen, um sie anschließend zu manipulieren.

Ob und wie die prominentesten DC-Köpfe im Fall der Fälle auch diesmal letztendlich die Oberhand behalten und die sonderbaren Angreifer besiegen konnten, wird an dieser Stelle nicht verraten. Dies hat einerseits natürlich mit zu starken Spoilern, andererseits allerdings ebenfalls schlicht mit der Tatsache zu tun, dass der Leser bei Weitem nicht alle Informationen erhält, die er eigentlich benötigen würde, um alles zu verstehen, was den Rezipienten auf diesen 148 Seiten präsentiert wird.

Letzteres muss nicht zwangsläufig etwas Schlechtes sein. Mit ein wenig Fantasie ist es zweifellos möglich, sich ein Szenario auszumalen, in dem die sonderbaren Angriffe auf die Erde miteinander zusammenhängen. Wäre dem am Ende wirklich so, würde der Inhalt dieses Paperbacks ohne jede Frage rückwirkend aufgewertet. Bewertet man jedoch nur das Dargebotene an sich, kann man schon relativ leicht den Eindruck bekommen, als würde schlicht Gefecht auf Gefecht folgen respektive parallel ablaufen und als fehle ein roter Faden.

Dass die, die es zu schlagen gilt, so farblos daherkommen, ist nicht verwunderlich. Ohne die Leser auf ihr Auftauchen vorzubereiten oder ihnen zumindest im Laufe der Handlung etwas mehr über die Motive der etwas anderen Antagonisten zu verraten, wird es neuen und alten Fans gleichermaßen erschwert, ernsthaft Interesse für sie zu entwickeln. Fairerweise muss man diesem Kontext aber auch erwähnen, wie wahnsinnig schwer es ist, in einer Justice-League-Story Gegenspieler optimal in Szene zu setzen.

Erstens kann man nicht jedes Mal auf Darkseid, den mächtigsten DC-Schurken überhaupt, zurückgreifen, zweitens muss man darauf achten, dass das Kräftegleichgewicht zwischen Superhelden und Bösewichten passt und drittens muss man die Solo-Serien der Verlags-Aushängeschilder im Hinterkopf haben, um keine Kontinuitätsfehler herbeizuführen. Deswegen sind Comics, die mehrere Hauptfiguren haben, die mit Abstrichen möglichst alle im Zentrum des Geschehens stehen sollen, auch mit die größte Herausforderung für Autoren.

Fazit

Bryan Hitchs Justice League 1: Die Auslöschungs-Maschine ist sehr kurzweilig geraten und macht insbesondere in der Figurenzeichnung eine Menge richtig. Darüber hinaus sorgt Ausnahmekünstler Tony S. Daniel mitunter für die schönsten Zeichnungen der Rebirth-Start-Phase.

All das kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es der Geschichte an echten Highlights mangelt, die Gegner nur bedingt funktionieren und das eine oder andere erklärende Wort mehr der Gesamtstruktur der Geschichte gutgetan hätte.

Justice League: Die Abspannszenen erklärt

SPOILER

Das erste Kinoabenteuer der Justice League bringt erstmals gleich zwei Abspannszenen im DC Extended Universe. Die erste Bonusszene unterbricht den Abspann relativ früh am Anfang. Es handelt sich um ein humorvolles Aufeinandertreffen des wiederbelebten Supermans und The Flash, das auf eine beliebte Comic-Rivalität anspielt. Die beiden Charaktere treffen sich mitten im Nirgendwo, um in einem Rennen herauszufinden, wer tatsächlich der schnellste Mann der Erde ist. Das Ergebnis erfährt der Zuschauer allerdings nicht.

Die zweite Abspannszene folgt ganz am Ende des Films und ist etwas bedeutsamer für die Zukunft des Filmuniversums. Wie sich herausstellt, ist Lex Luthor (Jesse Eisenberg) aus dem Gefängnis ausgebrochen. Er befindet sich mittlerweile außerhalb des Landes auf einer Jacht.

Damit jedoch nicht genug, Luthor bekommt in der Szene Besuch von einem neuen Charakter. Bei der Figur handelt es sich um Slade Wilson a.k.a Deathstroke, der von Joe Manganiello (True Blood) gespielt wird. Deathstroke würde von Luthor gern erfahren, warum dieser ihn eingeladen hat. Daraufhin erklärt Lex seine Absicht, eine eigene Gruppierung formen zu wollen.

In den Comics gehörten Slade Wilson und Lex Luthor gemeinsam der Secret Society of Super Villains an. Allerdings sind auch die Injustice League, die Anti-Justice League oder die Brotherhood of Evil mögliche Teams, die sich rund um die beiden Männer im Filmuniversum formen könnten. Das Thema dürfte spätestens in der Fortsetzung von Justice League relevant werden.

Ein Wiedersehen mit Joe Manganiello als Deathstroke könnte es dagegen schon eher geben. Der Charakter war ursprünglich als Gegenspieler im Batman-Solofilm geplant. Nachdem Regisseur Matt Reeves (Planet der Affen: Survival) die Regie des Projektes übernommen hat, wird auch das ursprüngliche Drehbuch von Ben Affleck und Geoff Johns überarbeitet. So ist es zurzeit unklar, ob Deathstroke weiterhin als der Gegner des Dunklen Ritters mit dabei sein wird.

Dafür wurde kürzlich bekannt, dass Warner Bros. einen Solofilm über Slade Wilson planen soll. Hierfür führt das Studio Gespräche mit Regisseur Gareth Evans (The Raid). Es bleibt abzuwarten, welcher der Filme es als Erstes auf die Leinwand schafft.

Kritik zu Justice League: Die Zusammenkunft der DC-Ikonen

Nach dem Tod von Superman scheint die Menschheit die Hoffnung verloren zu haben. Ohne den Kryptonier ist die Erde zudem schutzlos dem Angriff außerirdischer Mächte ausgeliefert. Diese Chance erkennt auch Steppenwolf, ein Wesen, das sich selbst als Eroberer von Welten sieht. Steppenwolf greift die Erde mit einer Armee von Paradämonen an, muss aber erkennen, dass die Menschen nicht so schutzlos sind, wie gedacht. Angeführt von Batman (Ben Affleck) und Wonder Woman (Gal Gadot) hat sich eine Gruppe von Helden formiert, die sich dem Angreifer in den Weg stellt.

Mit Batman v Superman: Dawn of Justice wollte Warner Bros. im vergangenen Jahr sein eigenes Filmuniversum mit einem großen Knall starten. Herausgekommen war jedoch ein Film, der in vielen Bereichen nicht überzeugen konnte. Justice League merkt man von Beginn an, dass das Studio möglichst viele Kritikpunkte des Vorgängers verbessern wollte. Der Film ist kürzer, der Ton freundlicher, es gibt Humor, und die Geschichte ist nicht mehr unnötig kompliziert aufgebaut. Vor allem der Ton und der Humor machen Justice League auch tatsächlich zu einem besseren Film. Richtig gut ist er aber auch nicht.

Das Team kommt zusammen

Die angeblich vom Studio vorgegebene Laufzeit von maximal zwei Stunden erweist sich in einigen Punkten als Segen und in vielen anderen als Fluch des Films. Zunächst einmal muss das Team zusammenfinden, was im Falle von Justice League bedeutet, dem Zuschauer müssen drei Charaktere vorgestellt werden, die bisher lediglich einen Mini-Auftritt hatten. Dies führt dazu, dass der erste Teil des Films sehr stark von Exposition geprägt ist. Teilweise erinnert dies an Suicide Squad, allerdings sind die Vorstellungen hier besser gelöst.

In gewisser Weise geht Warner Bros. dabei den umgekehrten Weg von Marvel. Während man im Falle der Avengers die meisten Teammitglieder in eigenen Filmen vorstellte und sie dann in zusammenbrachte, ist es bei Justice League anders herum. Dies führt dazu, dass man als Zuschauer keine große Bindung zu Aquaman (Jason Momoa), The Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) hat, sondern eher Charaktere vorgestellt bekommt, bei denen man überlegen kann, ob man in Zukunft mehr von ihnen sehen möchte.

Dies funktioniert am besten bei The Flash. Ezra Miller spielt Barry Allen mit einer kindlichen Unschuld, die ihn sofort sympathisch macht. Allen stiehlt in vielen Situationen die Show und sorgt auch für die besten Lacher im Film. Aquaman und Cyborg sind zumindest interessant geraten. Besonders bei Aquaman muss aber wohl auf den Solofilm im kommenden Jahr warten, bevor man ihn und seine Welt wirklich kennenlernt. In Justice League gibt es für den Zuschauer nur ein paar hingeworfene Hintergrundinformationen.

Bei den Rückkehrern bauen Gal Gadot und Ben Affleck auf ihre bisherigen Darstellungen auf. Besonders Affleck spielt seinen Batman nun deutlich weniger grimmig und optimistischer. Zwischenzeitlich kommt der alte Batman aber immer wieder zum Vorschein, sodass der Charakter nicht vollkommen anders wirkt. Gadot ist in der Rolle der Wonder Woman ebenfalls weiter sehr sympathisch, wirklich viel Charakterentwicklung gibt es aber nicht. Dies gilt allerdings für alle Figuren, da aufgrund der Exposition am Anfang und der Jagd nach Steppenwolf beziehungsweise die Suche nach dem richtigen Plan, um ihn zu stoppen, kaum Zeit für die Figurenentwicklung bleibt.

Wenn der Gegenspieler keine Figur ist

Generell muss man festhalten, dass Justice League abgesehen von seinen Helden, denen es durchaus Spaß macht zuzuschauen, nicht viel mehr Außergewöhnliches zu bieten hat. Am deutlichsten wird dies bei Steppenwolf. Dass die Gegenspieler in Comicverfilmungen selten mit den Helden mithalten können, ist keine neue Erkenntnis. Marvel hat dieses Problem in vielen Filmen, und auch bei Warner Bros. scheint man in die Falle zu tappen. Steppenwolf fällt aber selbst bei heruntergeschraubten Erwartungen negativ auf. Er ist weniger ein Charakter als ein Storyplot, den es für die Helden zu überwinden gilt. Allein seine Motivation, dass er eben Welten zerstört, zeigt, auf welch dünnem Eis Steppenwolf aufgebaut ist. Auch muss man festhalten, dass das Konzept des einzelnen Bösewichts, der mit einer Armee von gesichtslosen Handlangern gegen Helden kämpft, schon in Avengers: Age of Ultron Abnutzungserscheinungen zeigte. Justice League ändert daran nichts.

Abgesehen von Steppenwolf ist auch die Geschichte selbst nichts, an das sich der Zuschauer in einem Jahr noch groß erinnern wird. Zugegeben, auch The Avengers war erzählerisch keine Meisterleistung, fühlte sich aber weniger generisch an. Immerhin sorgt die vergleichsweise kurze Laufzeit dafür, dass das Finale sehr knackig ausfällt und nicht unnötig in die Länge gezogen wird.

Positiv erwähnt werden sollte aber in jedem Falle der Soundtrack von Danny Elfman. Der Komponist mixt neue Stücke mit den klassischen Batman- und Superman-Themen und schafft dadurch eine musikalische Untermalung, die jede Szene aufwertet. Auch die gewählten Songs sind hervorragend getroffen und passen perfekt zum Film.

Fazit

Justice League erinnert oft an Fast Food. Man kann es schnell wegessen, es schmeckt auch irgendwie, man hat es aber ebenso fix wieder vergessen. Der große Pluspunkt des Film sind die Charaktere, deren Zusammenspiel durchaus Spaß macht. Andernfalls wird aber wenig geboten, was tatsächlich in Erinnerung bleiben dürfte. Am ehesten ist hier noch der Soundtrack zu nennen. Für einen Film, der die großen Helden der DC Comics zusammenbringt, hätte man sich mehr gewünscht.

Justice League: Ben Affleck schürt neue Gerüchte über seine Zukunft als Batman

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Ben Affleck als Batman in dunklem, metallisch wirkenden Kostüm und leuchtenden Augenschlitzen

Bleibt er? Geht er? Oder bleibt er doch? Im Netz kursieren schon seit längerem Gerüchte über die eventuelle-oder-vielleicht-doch-nicht-Zukunft, die Ben Affleck in seiner Rolle als Batman im DC-Universum noch bevorsteht. Auch bei den aktuellen Presseterminen für Justice League lässt Affleck die Gerüchteküche wieder hochkochen.

In einem dieser Interviews mit USA Today hat sich Affleck nur zögerlich zum neuen Solo-Film The Batman geäußert, bei dem Matt Reeves (Cloverfield, Planet der Affen) Regie führen soll. Es mache derzeit eher den Eindruck, als würde er sich auf einen Abgang vorbereiten:

"So etwas macht man ja nicht für immer, und ich will versuchen, so cool und elegant wie möglich auszusteigen."

Affleck sollte bei The Batman ursprünglich selbst Regie führen und am Drehbuch zusammen mit dem Comiczeichner und Drehbuchautorn Geoff Johns (Smallville) mitwirken. Das Produktionsstudio entschied sich jedoch schließlich dagegen, woraus sich auch die unsichere Zukunft Afflecks im DC-Universum erklärt.

Auch in Justice League soll das Universum von Batman weiter ausgeleuchtet werden. So berichtet Entertainment Weekly von Nachdrehs, bei denen Affleck als Batman ein paar Szenen mit Gal Gadot als Wonder Woman einstreut, die eine "besondere Dynamik und sexuelle Spannung mit Wonder Woman" zeigen sollen. Auch zwischen ihm und The Flash soll es knistern - hier jedoch wohl eher aggressiv als erotisch.

Was davon zu halten ist, ist ab dem 16. November in den Kinos nachzuprüfen.

In den Hauptrollen des Films sind Ben Affleck (Bruce Wayne/Batman), Gal Gadot (Diana Prince/Wonder Woman), Jason Momoa (Arthur Curry/Aquaman), Ezra Miller (Barry Allen/The Flash), Ray Fisher (Victor Stone/Cyborg), Amy Adams (Lois Lane), Jeremy Irons (Alfred Pennyworth), J. K. Simmons (Commissioner Gordon), Jesse Eisenberg (Lex Luthor), Connie Nielsen (Königin Hippolyta) und Henry Cavill (Clark Kent/Superman) zu sehen. Als Schurke tritt Steppenwolf (Ciarán Hinds) in Erscheinung.

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