Star Trek

Star Trek: Zwei mögliche neue Serientitel registriert

Noch wurde nichts offiziell bestätigt, doch zwei neue Einträge beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt machen in Trek-Kreisen die Runde. So wurden die Namen Star Trek: Reliant und Star Trek: Destiny angemeldet.

Fans dürften die Namen bekannt vorkommen: Reliant ist der Name des Föderationsschiffs, das Khan in Star Trek II: The Wrath of Khan gestohlen hat. Passend, dass es schon länger Gerüchte über eine TV-Serie von Regisseur Nicholas Meyer mit Fokus auf Khan gibt. Zudem ist eine andere USS Reliant auch das Schiff der Sternenflotte, auf dem Jean-Luc Picard in jungen Jahren als Fähnrich dient.

Bei Star Trek: Destiny handelt es sich um eine Romanreihe von David Mack, die in Deutschland im Jahr 2010 im Cross-Cult-Verlag erschienen ist. Die Handlung setzt rund ein Jahr nach den Geschehnissen in Star Trek: Nemesis ein. Es geht um einen Angriff der Borg auf die Föderation, wie es dazu kam und die Entstehung der Spezies. Die Bücher springen dabei reichlich entlang bekannter Charaktere diverser Trek-Serien quer durch die Zeitlinie.

Ob es sich nun dabei wirklich um mögliche neue Produktionen handelt, wird sich zeigen. Überraschend wäre es nicht. Nach dem Erfolg von Star Trek: Discovery plant CBS seinen Streamingdienst CBS All Access rund ums Jahr mit neuem Trek-Material zu bestücken. Neben der angekündigten Rückkehr von Patrick Stewart als Jean-Luc Picard (was auch zu Star Trek: Destiny passen würde), befänden sich bereits weitere Projekte in der Entwicklung.

Erst einmal geht es aber mit Star Trek: Discovery weiter. Im Dezember gibt es vier Kurzfilme mit einzelnen Charakteren im Zentrum, die zweite Staffel startet Anfang 2019.

Star Trek: CBS will Star-Trek-Serien für das ganze Jahr

Bei CBS scheint man wieder auf den Geschmack von Star Trek gekommen zu sein. Neben Star Trek: Discovery und der am Wochenende angekündigten Rückkehr von Patrick Stewart in einer neuen Serie will man bei CBS möglichst bald weitere Projekte in Produktion schicken.

Am Wochenende äußerten sich CBS TV Studios Präsident David Stapf, COO Marc DeBevoise und EVP Original Content Julie McNamara während der TCA-Tour zum Thema Star Trek und formulierten dabei ehrgeizige Pläne. So erklärte Stapf, dass es sein Ziel ist, das ganze Jahr über Neues aus dem Star-Trek-Universum auf dem Streaming-Dienst CBS All Access auszustrahlen. Nachdem sich Discovery sehr gut geschlagen hat, ist den Verantwortlichen klar geworden, dass Star Trek ein Publikum zieht.

Bei den neuen Projekten plant man sowohl fortlaufende Serien als auch abgeschlossene Mini-Serien. So bestätigte Julie McNamara, dass man neben dem angekündigten Format mit Patrick Stewart bereits weitere Projekte in Entwicklung hat.

Worum es sich dabei handelt, ist aktuell noch unklar. Gesprochen haben die Produzenten aber unter anderem auch über Spin-offs zu Discovery. Vor allem Michelle Yeoh und Rainn Wilsons Harry Mudd sind häufig genannte Ankerpunkte für Ablegerserien, wie sich auch McNamara bewusst ist.

"Wir haben bei beinah jedem Charakter, der in Discovery zu sehen war, schon über ein mögliches Spin-off gesprochen. Ich würde nicht sagen, dass wir aktuell aktiv an einer Michelle-Yeoh-Serie arbeiten, aber wir haben darüber diskutiert.

Harry Mudd fällt definitiv in die Kategorie, es wäre interessant, etwas um die Figur herum zu bauen. Aber viel weiter sind wir hier noch nicht."

Eine Serie, die definitiv kommen wird, ist das neue Projekt rund um Patrick Stewart. Hier gab David Stapf auf der TCA-Tour einen kleinen Einblick, wie die Sache entstanden ist.

"Die Idee kam zu uns, wie aktuell alles rund um Star Trek, durch Alex Kurtzman, der dachte, dass es cool wäre, etwas Next-Gen-artiges zu machen und/oder Patrick Stewart und/oder anderer der ikonischen Figuren an Bord zu holen. Wie Patrick selbst sagte, war er der Meinung, er hätte mit der Figur abschlossen. Aber er ging zu dem Treffen mit Alex und dessen Jungs und sie konnten ihn überzeugen. Der Deal selbst war schnell geschlossen, nachdem er sich entschieden hatte."

Aus deutscher Sicht ist natürlich interessant, wie CBS die Ausstrahlung der neuen Formate außerhalb der USA plant. Star Trek: Discovery läuft hierzulande auf Netflix. Ob der Streaming-Anbieter auch für die neuen Serien der Partner bleibt, wollten sich die Verantwortlichen nicht entlocken lassen. Es wurde aber angedeutet, dass man zumindest im Falle von Spin-offs rund um Discovery wohl vertraglich dazu verpflichtet ist, mit Netflix zusammenzuarbeiten.

Die Serie mit Patrick Stewart ist dagegen kein Spin-off, sodass man hier wohl auch neue Partner ins Boot holen kann. In Zukunft könnte CBS All Access sogar die einzige Heimat der Star-Trek-Serien sein. So ist der Streaming-Dienst mittlerweile nicht mehr nur in den USA, sondern auch in Kanada und Australien verfügbar. Eine Expansion in weitere Länder schlossen die Verantwortlichen nicht aus.

Aktuell steht CBS All Access bei 2,5 Millionen Abonnenten. Im kommenden Jahr soll diese Zahl auf 4 Millionen anwachsen. Im Jahr 2022 will man über 8 Millionen Abonnenten verfügen.

Star Trek: Sir Patrick Stewart kehrt als Captain Jean-Luc Picard für neue Serie zurück

Im Mai diesen Jahres verkündete Sir Patrick Stewart, dass er einen guten Grund hätte, sich Star Trek: Discovery anzusehen. Als CBS dann ankündigte, das Franchise zu erweitern und Alex Kurtzman einen 5-Jahres-Vertrag gab, kamen Gerüchte auf, dass die Aussage Stewarts sich nur darauf beziehen könnte, dass er als Captain Jean-Luc Picard zurückkehrt.

Auf der Star Trek Las Vegas tauchte Kurtzman nun als Last-Minute-Gast auf, der etwas über die neue Serie erzählen wollte - und holt sich hier zur Überraschung der anwesenden Gäste Verstärkung von Stewart. Dieser fasste es kurz und knapp zusammen:

"Ich bin zurückgekehrt, danke."

Anschließend verieten die beiden einige Details über die geplante Serie. Seitdem das Publikum Picard in Star Trek: Nemesis zuletzt gesehen hat, sollen 20 Jahre vergangen sein. Picard solle nicht mehr der sein, den man kenne, die Serie würde ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlagen. 

Zudem hätte Stewart erst gezögert, als man ihn zuerst kontaktiert hätte, wäre dann von dem Team aber sehr beeindruckt gewesen. Obwohl die Arbeiten an der Serie bereits seit einem halben Jahr laufen würden, sei man noch in einer frühen Phase, es gäbe noch keine Drehbücher. Zur Vorbereitung hätte Stewart sich aber Star Trek: The Next Generation angesehen.

Anschließend veröffentlichte der Darsteller ein Statement via Twitter:

"Ich werde immer stolz darauf sein, ein Teil von Star Trek: The Next Generation gewesen zu sein, aber als wir die Dreharbeiten zum letzten Film im Frühjahr 2002 beendet haben, fühlte es sich für mich so an, als hätte meine Zeit bei Star Trek ihren natürlichen Gang genommen. Deswegen ist es eine unerwartete, aber wunderbare Überraschung, dass ich mich darauf freue und gestärkt bin, als Jean-Luc Picard zurückzukehren und neue Dimensionen in ihm zu erforschen. Ich suche ein neues Leben für ihn, als ich dachte, dass das Leben vorbei wäre. Während der letzten Jahre war es beeindruckend, die Geschichten darüber zu hören, wie The Next Generation den Menschen Trost gespendet, ihnen durch schwierige Zeiten geholfen hat und wie Jean-Luc viele dazu inspiriert hat, seinem Beispiel zu folgen durch die Wissenschaft, Erforschung und Führung. Ich fühle mich aus demselben Grund bereit zurückzukehren - zu erforschen und zu erfahren, welch tröstendes und erneuerndes Licht er vielleicht auf diese sehr dunklen Zeiten werfen wird. Ich freue mich darauf, mit diesem brillanten, kreativen Team zu arbeiten, während wir alle Anstrengungen unternehmen, um eine frische, unerwartete und entsprechende Geschichte wieder zum Leben zu erwecken."

Star Trek: CBS erweitert das TV-Franchise und gibt Alex Kurtzman einen 5-Jahres-Vertrag

Der Sender CBS hat heute verkündet, dass man die Vereinbarung mit Alex Kurtzman und seiner Produktionsfirma Secret Hideout in einem exklusiven Abkommen bis 2023 erweitert hat. Kurtzman soll die Aufsicht über etwas haben, dass CBS "die Erweiterung des Star-Trek-Franchises für das Fernsehen" bezeichnet.

Laut einer Mitteilung von CBS soll Kurtzman neue Star-Trek-Serien, Mini-Serien und andere Optionen wie zum Beispiel Animation entwickeln. In einem Statement seitens CBS heißt es hierzu:

"Es gibt nur eine sehr kurze Liste von Autoren-Produzenten-Regisseuren, mit denen jedes Film- und Fernsehstudio in Verbindung gebracht werden möchte, und Alex und sein Secret-Hideout-Team sind immer an der Spitze. Sein Talent, sein Geschmack und seine Fähigkeit, ein erfolgreiches Projekt zu hüten, ist beispiellos. Alex hat bemerkenswerte Arbeit für unser Studio geleistet, das geht sieben Jahre bis zum Start von Hawaii Five-O zurück. Wir freuen uns sehr, dass er, Heather und sein Team nun für lange Zeit unsere Partner sein werden."

Auch Kurtzman zeigte sich nicht minder begeistert über die weitere Zusammenarbeit:

"Heather, Aaron und ich freuen uns sehr, die wunderbare Partnerschaft von Secret Hideout und CBS Television Studios weiterzuführen. Seit unserer ersten Zusammenarbeit mit Hawaii Five-O vor fast zehn Jahren, sind Les, David und das gesamte Team bei CBS Studios unsere vorderranigen Kollaborateure und Champions. Sie behandeln jedes Projekt mit Redlichkeit, unterstützen die kreativen Visionen und arbeiten hart daran, jede Folge einer Serie zur bestmöglichen zu machen. CBS gestattet uns auch, die Welt von Star Trek dem neuen und alten Publikum wieder vorzustellen und wir freuen uns sehr, mit ihnen zusammen zu arbeiten un diese Welt zu erweitern."

Weitere Details wurden nicht veröffentlich. Variety möchte aber bereits mehr über die geplanten Projekte wissen. Angeblich sollen eine Serie in der Sternenflottenakademie angesiedelt sein. Für diese Serie sollen Stephanie Savage und Josh Schwartz verantwortlich sein, die zuletzt für Dynasty oder Marvel's Runaways zuständig waren. Ebenso soll angeblich eine Geschichte um Der Zorn des Khan in Entwicklung sein. Ingesamt möchte Variety von vier Serien erfahren haben, CBS hat es jedoch abgelehnt, diese Projekte zu bestätigen. 

Ebenfalls in der Gerüchteküche mit dabei ist The Hollywood Reporter, der mit einem unbestätigten Bericht aufwartet, dass Gerüchte über eine neue Star-Trek-Serie hochkochen, in der Sir Patrick Stewart wieder in seine Rolle als Captain Jean-Luc Picard zurückkehrt. Dieses Gerücht stützt sich anscheinend darauf, dass Sir Patrick Stewart erst im letzten Monat anmerkte, er hätte wohl einen guten Grund, sich Star Trek: Discovery anzusehen. 

Welche von den Gerüchten sich letztendlich bewahrheiten werden, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass alte und auch neue Fans von Star Trek sich künftig auf jede Menge neue Serien freuen dürfen.



Star Trek: Nicholas Meyer deutet erneut weiteres Trek-Projekt an

Keiner weiß genau, was Nicholas Meyer letztlich wirklich an der ersten Staffel von Star Trek: Discovery gemacht hat, oder ob sein Engagement mit dem Ausscheiden von Bryan Fuller endete und man ihm nur noch weiterhin die Nennung im Vorspann zugestand.

Was man jedoch weiß ist, dass Meyer vergangenes Jahr plötzlich von einem eigenen Star-Trek-Projekt sprach, bei dem es dem Vernehmen nach um Khan Noonien Singh gehen sollte. Nach dieser Äußerung hörte man jedoch nichts mehr davon.

Nun allerdings konkretisierte Meyer die Sache bei einer Diskussionsrunde zu "Shakespeare and Star Trek" an der California University.

"Nein, ich kann etwas sagen. Ich wurde angeworben, um eine Stand-Alone-Trilogie zu Star Trek zu schreiben. Die Details kann ich nicht diskutieren, sonst müsste ich Sie töten. Ich schrieb es für CBS All Access... doch aktuell befindet CBS sich im Krieg mit Paramount/Viacom. Dieser Kampf verschärfte sich vergangene Woche (....). Deswegen denke ich, wird mein Projekt nicht in absehbarer Zeit durchstarten, da aktuell alles in der Warteschleife hängt, bis sie die Sache geklärt haben. Das ist meine Geschichte und dabei bleibe ich."

Weitere Angaben machte Meyer nicht. Wir halten euch selbstverständlich auf dem Laufenden.

Destination Star Trek: Stars und Fans treffen im Ruhrpott aufeinander

Bescheiden kam die Destination Star Trek, die seit Jahren wieder einmal in Deutschland stattfand, in der Halle 4 der Dortmunder Westfalenhallen am Freitag, dem 27. April 2018 in die Gänge: Nur ein paar Fans fanden sich schon ab 13.00 Uhr hier ein. Was bereits an diesem Tag auffiel: Zahlreiche Star-Trek-Freunde reisten aus Nachbarländern an, um ihren Stars für ein paar Stunden ganz nahe zu sein. 

Bescheiden war auch die Convention-Halle eingerichtet und auf das Notwendigste beschränkt: Auf einer etwas kleineren Voyager-Bühne vom Science-Fiction-Sender SyFy gesponsert und eine größeren Hauptbühne, die unter anderem von Tele 5 unterstützt wurde, richteten die Veranstalter und Moderatoren verschiedenste Events aus. An einem Ende der Halle saßen Darsteller aus Star Trek: Deep Space Nine, Star Trek: Voyager, Star Trek: Enterprise, Star Trek: Discovery, um über einen Zeitraum von drei Tagen fleißig Autogramme zu verteilen und sich kurz mit ihren Fans auszutauschen.  

Auch individuelle Fotoshoots mit den Schauspielern waren möglich, teilweise sogar auf einem Nachbau der Original-Enterprise-Brücke, einer Klingonen-Brücke oder auf der Discovery-Brücke. Zeit, um den Kragen der Sternenflotten-Uniform zu richten oder den Sternenflotten-Pin an die richtige Stelle zu heften, blieb den Fans jedoch keine. Es musste stets schnell gehen. Umstände, die man durchaus als Massenabfertigung kritisieren kann, die allerdings angesichts der großen Anzahl von Interessierten und dem engen Zeitplan, bestehend aus Panels, Bühnenauftritten, Interviews, Fandiskussionen und noch mehr Fotoshootings, durchaus verständlich sind.   

Wer schon am ersten Tag lange genug durchhielt, wurde bei der Eröffnungszeremonie mehr als entschädigt. Hier traten alle anwesenden Stars nacheinander auf und wechselten ein paar wenige Worte mit dem Moderator, Zeremonienmeister, US-Kritiker, Podcaster und Star-Trek-Fan Jordan Hoffman. Standing Ovations, Jubel, Freudenschreie rissen die Zuschauer von den Stühlen. Und wer beim Auftritt von Uhura-Darstellerin Nichelle Nichols und Chekov-Darsteller Walter Koenig, bei dem das Gefühl aufkam, dass die gesamte Star-Trek-Historie mit auf der Bühne stand, keine Träne im Auge hatte, sollte sein Herz untersuchen lassen. 

Shatner nehmen, wie er ist

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William Shatner

William Shatner kann man lieben oder hassen, oder vielleicht irgendetwas dazwischen, aber er wird sich wahrscheinlich nicht mehr ändern. Deswegen kann man seine Star-Allüren aus einer gewissen Distanz gesehen, mit Amüsement betrachten. Kaum jemand anderes beherrscht wohl die Kunst so gut, viel zu reden und kaum Inhalte zu transportieren. Und so war es nicht verwunderlich, dass er bei einem einminütigen Auftritt auf der kleineren Voyager-Bühne relativ unpräzise Ortsangaben zu seinen zukünftigen Auftritten gab, für die der gewillte Besucher allerdings extra bezahlen musste. Ein Kurzauftritt, für den er keine andere Person neben sich auf der Bühne und schon gar keine Interaktion mit den Moderatoren duldete. You can love it or leave it!  

Deep-Space-Nine-Fans kamen auf ihre Kosten

An Veranstaltungen, die etwas mehr in die Tiefe gingen, mangelte es dennoch nicht. Vor allem für DS9-Fans konnte die Convention ein reichhaltiges Programm auffahren: Odo-Darsteller Rene Auberjonois und Major-Kira-Schauspielerin Nana Visitor erzählten von ihrem heutigen Leben und ihren persönlichen Erfahrungen am Set. Auberjonois berichtete, dass seine Lieblingskreatur, in die er sich in der Serie verwandelte, ein deutscher Schäferhund war, weil er den ganzen Tag nichts zu tun hatte und trotzdem für seine Darstellung gelobt wurde. Nana Visitor bestätigte Planet Trek FMs hauseigenen Gast Moritz Wolfart alias Damok auf dem Ozean, dass Major Kira die Rolle ihres Lebens war… neben ihrem Auftritt als Roxie Hart im populären Broadway-Bühnenstück Chicago.

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Deep-Space-Nine-Dokumentation

Besucher durften auch die ersten Bilder (und vor allem HD-Bilder) aus der Dokumentation What We Left Behind – Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine sehen, den beiden Produzenten Ira Steven Behr und David Zappone lauschen und ihnen Fragen stellen. Sie versprachen, dass es noch viele Szenen in HD geben wird, eine Konvertierung der gesamten Serie wollten sie allerdings nicht in Aussicht stellen. Eine 4K-Konvertierung schlossen sie sogar kategorisch aus. CBS zeige sich allerdings zumindest vom großen Erfolg der Indiegogo-Kampagne begeistert, mit der die beiden die Dokumentation finanzierten. Diese Resonanz beweise, dass noch großes Interesse an der Serie vorhanden sei. 

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Regisseure Ira Steven Behr und David Zappone

Auf die Dokumentation kann man sich also mit Sicherheit freuen, auch wenn noch kein Veröffentlichungstermin feststeht: Highlights sind unter anderem Sisko-Darsteller Avery Brooks, der Gul-Dukat-Darsteller Marc Alaimo bei den Dreharbeiten der letzten Episode aus Versehen eine reinzimmert, was Alaimo wiederum lebhaft im Interview beschreibt. Jem’Hadar-Darsteller beziehungsweise -Statisten, die sich unter dicken Prothesen und Make-Up mit Sonnenschirmen vor der glühenden Wüstensonne schützten, sorgten ebenfalls für große Erheiterung im Publikum. Nur ein paar Einblicke, die aber eine Dokumentation versprechen, die sich vor allem für Fans einer der beliebtesten Star-Trek-Serien lohnt und zahlreiche bisher noch nie gesehene Bilder hinter den Kulissen und interessante Informationen bieten wird. 

Herz und Seele der Veranstaltung: Die Fans 

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Walter Koenig auf der Voyager-Bühne

Wie es nunmal leider so ist, kann der Convention-Besucher nicht überall gleichzeitig sein, und während das DS9-Panel auf der Hauptbühne noch im vollen Gange war, hörte man schon den Jubel von der Voyager-Bühne, wo sich Walter Koenig einfand und das Publikum mit diversen Anekdoten vom Set erheiterte. Koenig merkte man den Spaß an der Freude an während er sich Zeit für seine Fans nahm.  

Apropos Fans: Die Fans sind sehr bedeutungsvoll für eine langlebige Reihe wie Star Trek. Fans und ihre Hingabe bis zum heutigen Tag sind das, was das Franchise am Leben erhält. Diese standen auch auf der SyFy- bzw. Voyager-Bühne im Vordergrund. Die beiden Moderatoren Mike Hillenbrand und Robots-and-Dragons-Chefredaktionsmitglied Björn Sülter führten trotz eines sich ständig verändernden Bühnenprogramm souverän durch die drei Tage. So ließen sie sich auch von plötzlich auftauchenden Stargästen nicht aus dem Konzept bringen. Und egal, ob es mal voll oder mal leerer war, erheiterten sie die Zuschauer mit viel Witz, Energie und Gewinnspielen. 

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Kostümwettbewerb auf der Voyager-Bühne

So machten sie aus Zitronen Limonade, als der offizielle Kostümwettbewerb ausfiel und sie spontan einen eigenen Wettbewerb auf die Beine stellten. Weiterhin kamen auch Fanclubs, Podcasts und andere Zusammenschlüsse zu Wort: Hierzu gehörten die Besatzung der U.S.S. Assindia, die sich regelmäßig im Essener Unperfekthaus trifft und dort nicht nur über Star Trek, sondern auch über andere Serien, Filme und vieles mehr spricht. Die Mitglieder vom Trek-Dinner Krefeld erzählten dagegen, wie sie mit DS9-Darsteller Mark Allen Shepherd Geburtstag feierten. Und nicht zuletzt machte der populäre Podcast Trek am Dienstag seine Aufwartung… zumindest eine Hälfte in der Person von Sebastian Göttling. Der Podcast erscheint, wie der Name bereits vermuten lässt, an jedem Dienstag und beschäftigt sich mit jeweils einer Star-Trek-Episode. Bei der Reihe wird ehrgeizig chronologisch nach Erscheinungsdatum vorgegangen, so dass alle Episoden aller Serien, jeder Film und sogar die Animationsserie irgendwann drankommen.           

Inhalte waren also genug vorhanden und hoffentlich wird auch das Drumherum bei zukünftigen Destination-Veranstaltungen noch weiterwachsen. 

Star Trek 4: Karl Urban freut sich auf Quentin Tarantino

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Der Cast aus J. J. Abrams Star Trek

Allen Zweifeln zum Trotz ist der neue Doctor-Pille-McCoy-Darsteller Karl Urban von der Aussicht begeistert, dass der oscar-prämierte Kultregisseur Quentin Tarantino an dem nächsten Star-Trek-Reboot-Kinofilm beteiligt sein könnte.

Während der The-Revenant-Drehbuchautor Mark L. Smith momentan an einem Skript zu einer Franchise-Fortsetzung arbeitet, steckt Tarantino noch mitten in den Vorbereitungen zu seinem eigenen neuen Film Once Upon a time in Hollywood, in dem Brad Pitt und Leonardo DiCaprio die Hauptrollen spielen. Sollte Tarantino also tatsächlich die Regie des neuen Star-Trek-Films übernehmen, wäre dies sein erster Film, bei dem er nicht selbst das Drehbuch geschrieben hat. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er lediglich das Drehbuch überarbeiten und eine Rolle als Produzent einnehmen wird.

Auch alles weitere bleibt zunächst noch im Unklaren. 2016 kündigte Paramount an, dass Chris Hemsworth in seiner Rolle des verstorbenen George Kirk, Vater von James T. Kirk, zurückkehren werde. Allerdings kann der Schauspieler inzwischen auch nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob dies wirklich geschehen wird. Spock-Darsteller Zachary Quinto bezweifelte 2017 dagegen, dass das Projekt überhaupt noch realisiert wird. Dies scheint sich nun zu ändern.

Karl Urban weiß, eigenen Aussagen zufolge, allerdings selbst noch nicht, wo die Reise hinführen wird. Er ist aber der Ansicht, dass Tarantino genau das sei, was das Franchise momentan benötige. Mit Tarantinos Mitarbeit kommt wenigstens wieder frischer Wind in die Gerüchteküche. Ob das ausreicht, um das Film-Franchise zu revitalisieren, steht auf einem anderen Blatt. 

Star Trek: The Next Generation - Michael Piller wollte Kultepisode mit Spock fortsetzen

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Leonard Nimoy als Spock

Wir schreiben das das Jahr 1990. Die Serie Star Trek: The Next Generation hatte sich längst als erfolgreicher Nachfolger der Originalserie aus den 60er Jahren etabliert.

Michael Piller war damals als Produzent und Autor an Bord gekommen und hatte - wie sich jetzt anhand eines alten Memos herausstellte - eine clevere Idee. Piller schrieb darin an seinen Boss Rick Berman und unterbreitete verschiedene Konzepte für Episoden der zweiten Hälfte der vierten Staffel. Darunter befand sich auch ein Pitch für die Fortführung einer beliebten Episode der Classic-Serie. Der Teaser für die Episode las sich wie folgt:

"Wir befinden uns im Weltraum. Ein unidentifiziertes Schiff nähert sich, es scheint ein altes Raumschiff zu sein. Die Stimme über den Audiokanal identifiziert sich selbst als Captain James T. Kirk von der USS Enterprise. Ende des Teasers."

Piller beschrieb die Episode als eine Rückkehr zum Planeten Sigma Iotia II aus der Episode "A Piece of the Action". In dieser hatten Kirk und seine Crew eine Gesellschaft vorgefunden, die sich, nachdem dort ein Sternenflottenschiff zurückgelassen worden war, nach der Gangsterszene des Chicagos der Erde der Vergangenheit gestaltet hatte.

Am Ende der Episode hatte McCoy aus Versehen einen Kommunikator zurückgelassen. Piller wollte genau diesen Fauxpas aufgreifen und zeigen, dass die Iotanier diesmal ihre Gesellschaft nach dem Vorbild der Föderation modelliert hatten. Allerdings hätten die Einflüsse der Chicagoer Gangsterszene die Ideale der Sternenflotte kompromittiert und in eine düstere Version abgleiten lassen. In Pillers Pitch hätte Leonard Nimoy als Spock einen Gastauftritt haben sollen, um die Lage zu beruhigen.

Leider war Rick Berman jedoch zu diesem Zeitpunkt (noch) nicht bereit, zu viele direkte Querverweise zuzulassen. Man hatte zwar (vermutlich als Bonbon für die Fans) im Pilotfilm Admiral McCoy auftreten lassen und im Anschluss noch eine Hommage an die Episode "The Naked Time" (namens "The Naked Now") produziert, danach aber die Finger von zu deutlichen Referenzen gelassen.

Piller hätte das jedoch gerne geändert und argumentierte schlüssig:

"Nun, da wir uns etabliert haben, müssen wir meiner Einschätzung nach keine Angst vor dem alten Star Trek haben. Sollten Sie (Rick Berman) diese Idee nehmen, wird sie uns die höchsten Einschaltquoten der Staffel bescheren."

Das Memo endete mit dem flapsig-herausfordernden Satz "Sie trauen sich ja doch nicht!" - eine Antwort von Berman ist nicht überliefert. Fakt ist jedoch: Dieser lehnte die Idee offenbar wirklich ab und es dauerte bis zur fünften Staffel, als Leonard Nimoy doch noch einen (anderen) Gastauftritt als Spock in der Episode "Unification" erhielt. Mit ihm tauchten später auch ein zweites Mal sein Vater Sarek (Mark Lenard) (zuvor bereits in "Sarek", später ebenfalls in "Unification"), Scotty (James Doohan) in "Relics" sowie Chekov (Walter Koenig), nochmal Scotty (James Doohan) und Kirk (William Shatner) in Star Trek: Generations auf.

Zufall oder mehr? Alter Pitch zu Star Trek: The Next Generation klingt stark nach Star Trek: Discovery

Dank Larry Nemecek und seinen Trek Files dürfen wir heute einen Blick in die Vergangenheit werfen, der nicht nur ein spannendes Licht auf Star Trek: The Next Generation wirft, sondern auch auf Star Trek: Discovery und sogar die Reboot-Filme von J. J. Abrams.

Wir schreiben das Jahr 1986. Paramount schickt sich an, 17 Jahre nach dem Ende der Originalserie Star Trek einen zweiten Anlauf im TV zu wagen. Zunächst möchte man Gene Roddenberry, den Schöpfer des Originals, aus der Sache heraushalten und beauftragt Greg Strangis (War of the Worlds) damit, ein Konzept zu skizzieren.

Dieses besteht aus einem achtseitigen Entwurf, der einige interessante Elemente beinhaltet. So wird ein Captain eingeführt, der als Mentor für die eigentliche Hauptfigur der Serie fungiert und im Pilotfilm bei einem Gefecht zwischen Klingonen und Föderation stirbt. Diese Hauptfigur wird zudem als Waise bezeichnet. Wer denkt da nicht an Captain Georgiou, Michael Burnham und die Geschehnisse in "The Vulcan Hello" und "Battle at the Binary Stars"?

Ein außerirdisches Besatzungsmitglied von einem obskuren und isolierten Planeten wird ebenfalls genannt - das ist zwar wenig konkret gehalten, eine Prise Saru steckt aber in dieser Beschreibung. Eine Prise mehr sogar im brillanten Kadetten, den die Hauptfigur unter ihre Fittiche nimmt - eine klare Parallele zu Tilly.

Ein deutlicher Unterschied besteht dann allerdings darin, dass das Schiff generell überwiegend von Kadetten bevölkert wird, die ins kalte Wasser geworfen werden. Hier besteht zwar keine Parallele zur USS Discovery, aber dafür zur USS Enterprise aus dem ersten Abrams-Reboot-Film von 2009.

Rick Berman erinnerte sich einmal in einem Vorwort zu einem Buch an den Tag, als das Memo bei Paramount diskutiert wurde:

"Als ich bei dem Treffen ankam, war Genes Büro mit hochrangigen Studiobossen gefüllt. Gene wollte nichts von dem, was auch immer sie vorschlugen. Er hämmerte auf den Tisch und die Bosse taten es ihm gleich."

Wie das Ganze ausging, ist heute natürlich längst Geschichte. Bekanntermaßen fiel die Serie Star Trek: The Next Generation mit Gene Roddenberry an Bord völlig anders aus, als in diesem Entwurf angedacht war. Ob Bryan Fuller & Co den Pitch überhaupt kannten und sich für ihre Serie dabei bedienten, ist nicht bekannt. 

Star Trek: Discovery hat just die erste Staffel beendet. Alle 15 Episoden stehen bei Netflix zur Verfügung. 2019 soll es mit neuen Episoden weitergehen.

zusätzlicher Bildnachweis: 
CBS

Star-Trek-News: Mehr über Dr. Culbers Schicksal, Hemsworth unsicher wegen Star Trek 4 & erster Blick auf Schiffsmodelle aus Star Trek: Discovery

MÖGLICHE SPOILER

In unseren Star-Trek-News zum Wochenstart gibt es heute drei interessante Themen.

Noch bevor Star Trek Beyond im Juli 2016 in die Kinos kam, hatte es eine offizielle Pressemitteilung gegeben, dass Chris Hemsworth als Kirks Vater George Kirk für einen vierten Teil der Reihe zurückkehren sollte. Damals hieß es, dass man die Autoren J. D. Payne und Patrick McKay mit dem Schreiben des Drehbuchs beauftragt habe und, dass dieser Film Chris Pine alias Captain Kirk mit seinem Filmvater wiedervereinen würde. Als der dritte Film der Reihe dann jedoch kommerziell enttäuschte, wurde es sehr still um dieses Thema.

Hemsworth äußerte sich nun gegenüber IGN zu den Spekulationen rund um eine Beteiligung von Quentin Tarantino am neuen Film:

“Ich weiß es nicht. Es erinnert mich aber daran, J. J. anzurufen und ihm genau die gleiche Frage zu stellen, da ich ebenfalls keine neuen Informationen zu dem Thema erhalten habe."

Aktuell ist unklar, welchen Weg Paramount wirklich gehen will und ob es einer von beiden Ansätzen irgendwann ins Kino schaffen wird - sicher jedoch nicht vor 2020.

Der Tod von Dr. Culber in Star Trek: Discovery hat viele Fans überrascht - und eventuell sogar verärgert. Umso schneller haben alle Beteiligten nun versucht, die Gemüter zu beruhigen. Exemplarisch haben wir ein paar Zitate der Showrunner Gretchen J. Berg und Aron Harberts für euch, die vielleicht Licht ins Dunkle bringen:

"Wir werden Dr. Culber wiedersehen. Er ist nicht hundertprozentig tot."

"Die Beziehung von Stamets und Culber ist nicht vorbei."

"Wir wollten, dass dies das erste Kapitel für dieses homosexuelle Paar ist, das wir zu einem der wichtigsten Paare in unserer Serie machen wollen."

Schauspieler Wilson Cruz ergänzte:

"Meine absolute Lieblingsszene aus 25 Jahren Schauspielkarriere folgt erst noch innerhalb dieser Staffel."

Last but not least gibt es noch Neuigkeiten für Freunde der Raumschiffmodelle von Eaglemoss. Neben der bereits lange laufenden Sammlung mit Schiffen und Stationen aller klassischen Trek-Serien startet das Unternehmen nun eine neue Reihe mit besonderen Modellen zu Star Trek: Discovery. Die Kollegen von TrekCore haben Fotos der ersten Ausgaben zusammengestellt. Sehen kann man dort unter anderem die U.S.S. Discovery und die U.S.S. Shenzou, die die ersten zwei Ausgaben darstellen werden. Insgesamt sind bereits sieben Föderationsschiffe und fünf Klingonenschiffe angekündigt. Erstaunlicherweise fehlt jedoch das Schiff der Toten von T'Kuvma, da es offenbar in der Umsetzung mit all seinen Details recht kompliziert ist.

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